Processing

Please wait...

Settings

Settings

Goto Application

1. WO2020200860 - CRUSHING PLANT WITH A CLOSABLE ACCESS TO THE CRUSHER SPACE

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Brechanlage mit einem verschließbaren Zugang zum Brecherraum

Die Erfindung betrifft eine Brechanlage umfassend einen Brecherraum innerhalb dessen sich wenigstens ein Brechwerkzeug befindet, wobei der Brecherraum eine über eine Schließvorrichtung verschließbare Öffnung aufweist, über die Personen nach Öffnen der Schließvorrichtung Zugang in das Innere des Brecherraums erhalten. Brechanlagen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise

Exzenterwalzenbrecher.

Nicht nur die Anschaffungskosten und die reine Funktion eines Brechers entscheiden über deren Tauglichkeit in der Praxis, sondern auch die Möglichkeit der einfachen und vor allem gefahrlosen Wartung. Einfache bzw. schnelle Wartungen ersparen Verdienstausfälle und minimieren Stillstandzeiten. Die Sicherheit für das Personal hat dabei in fast allen Industrienationen höchste Priorität.

Zur Wartung im Inneren von Zerkleinerungsanlagen werden bisher oft Wartungskörbe oder Plattformen eingesetzt, welche dann mit einem Kran in die Maschine gehoben werden. Das Transportieren von Personen in einem Montagekorb birgt jedoch Gefahren, welche zusätzlich dafür sorgen, dass die Körbe sehr hohen

Sicherheitsstandards genügen müssen. Darüber hinaus ist diese Wartungsmethode oft mit einer Teildemontage von Maschinenteilen verbunden, was mit einem zusätzlichen Zeitaufwand einhergeht.

Aus der AU 201 1 101231 A4 sind ein System und ein Verfahren zur Untersuchung des Verschleißes an den Oberflächen in der Kavität eines Brechers bekannt, wobei in dieser Druckschrift erwähnt wird, dass es grundsätzlich ein Bedürfnis gibt, dass Personen zu Zwecken der Wartung Zugang zum Inneren des Brechers haben, dass es jedoch gefährlich ist, eine Person an Gurten in die Kavität eines Brechers herab zu lassen. Deshalb wird hier vorgeschlagen, den Verschleißzustand der Oberflächen mittels einer Scanvorrichtung zu erfassen. Sicherheitssysteme für den Zugang zu derartigen Brechern in Form von Stufen, Leitern, Gerüsten oder Plattformen werden in dieser Schrift ebenfalls als bekannt erwähnt.

In der EP 2 789 390 B1 wird eine Inspektionsklappe für Brecher beschrieben, bei der es sich um eine Art Lukentür für ein Mannloch handelt, die an einem Rahmen montierbar ist und mittels Befestigungsbolzen an diesem Rahmen angebracht ist. Diese Tür muss von dem Rahmen vollständig demontiert werden, damit eine Person dann über die Öffnung Zugang zum Inneren des Brechers hat.

Die DE 43 26 836 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur Mahlvorbereitung von Getreide mit einem Arbeitsgehäuse und einem Rotor, die gemeinsam einen etwa ringzylindrischen Arbeitsraum bilden, wobei das Arbeitsgehäuse jeweils an den beiden Seiten Kontroll- und Servicetüren aufweist.

In der JP 2012-135743 A wird ein Backenbrecher beschrieben, welcher eine seitlich umlaufende horizontale Wartungsplattform aufweist.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Brechanlage der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, bei der eine sichere und schnelle Wartung innerhalb der Maschine möglich ist.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die vorliegende Erfindung sieht vor, dass die die Öffnung des Brecherraums

verschließende Schließvorrichtung als um eine Schwenkachse schwenkbar gelagerte Klappe ausgebildet ist. Eine schwenkbar gelagerte Klappe hat den Vorteil, dass sie sich leicht öffnen lässt und wenn sie in die Öffnungsstellung geschwenkt wird, den

Querschnitt einer Öffnung zum Brecherraum, den die Klappe verschließt, vollständig oder weitgehend vollständig freigibt. Dies ermöglicht einer Person einen bequemen Zugang zum Brecherraum zu Wartungs- Inspektions- oder Montagezwecken.

Nachfolgend sollen die wesentlichen Bestandteile einer Brechanlage, auf die sich die vorliegende Erfindung bezieht, sowie die geometrischen Verhältnisse bezüglich der Anordnung der Klappe an der Brechanlage kurz erläutert werden. Die Brechanlage umfasst einen Brecherraum, innerhalb dessen sich ein Brechwerkzeug befindet.

Zugang zu diesem Brecherraum, insbesondere zu Wartungszwecken, erhält man über eine verschließbare Öffnung. Zum Verschließen dieser Öffnung dient gemäß der vorliegenden Erfindung anstelle einer einfachen Lukentür eine um eine Schwenkachse schwenkbar gelagerte Klappe. Im Betrieb des Brechers ist die schwenkbar gelagerte Klappe geschlossen, das heißt sie befindet sich in ihrer Schließstellung. Wenn eine oder mehrere Personen den Brecherraum begehen wollen, wird die schwenkbar gelagerte Klappe um ihre Schwenkachse aus der Schließstellung in die Offenstellung geschwenkt. Durch die Öffnung gelangen dann die Personen in das Innere des

Brecherraums und kann Wartungs- oder Inspektionstätigkeiten im Brecherraum durchführen.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung verläuft die Schwenkachse der Klappe horizontal. Vorzugsweise ist die Klappe in der Schließstellung in einer vertikalen Ebene ausgerichtet. Somit ergibt sich für die Klappe eine im Wesentlichen vertikale Schließstellung. Da die Schwenkachse vorzugsweise horizontal ausgerichtet ist, schwenkt dann beim Öffnen die Klappe aus ihrer im Wesentlichen vertikalen Schließstellung, in der sie die Öffnung verschließt, in eine Offenstellung, in der sie im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist. Die Öffnung liegt in dieser Offenstellung über den größten Teil ihres Querschnitts frei und bietet einen bequemen Zugang zum Inneren des Brechers. Die Größe der Öffnung kann beispielsweise so gewählt werden, dass eine Person diese bequem passieren kann, um in das Innere des Brechers zu gelangen.

Vorzugsweise ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die verschließbare Öffnung etwa in der Höhe eines in dem Brecherraum befindlichen Brechwerkzeugs angeordnet. Nach dem Öffnen der Klappe haben somit Personen einen Zugang zum Brechwerkzeug und befinden sich dabei in dem Brecherraum in einer günstigen Position, so dass sie dort beispielsweise Verschleißzustände oder das Anzugsmoment der Walzenschrauben überprüfen können, ohne dass die Notwendigkeit besteht, einen Kran zu benutzen oder von oben in den Brecher zu steigen. Auf der Klappe besteht bevorzugt genügend Platz, so dass auf dieser eine oder mehrere Personen arbeiten können.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist die Schwenkachse, welche quer zur Ebene der Klappe verläuft, jeweils mit Abstand zu beiden querseitigen Endbereichen der Klappe angeordnet. Die Klappe kann beispielsweise einen etwa rechteckigen Umriss haben ähnlich wie eine herkömmliche Tür, die einen Zugang zu einem Raum verschließt. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Tür schwenkt die Klappe jedoch

nicht um eine vertikale, sondern um eine horizontale Schwenkachse. Die etwa rechteckige Klappe hat zwei Längsseiten und zwei Querseiten. Anders als bei einer herkömmlichen Tür befindet sich bei dieser Variante der Erfindung die Schwenkachse weder an einem der längsseitigen noch an einem der querseitigen Endbereiche der Klappe, sondern sie verläuft in einem Abstand zu beiden querseitigen Endbereichen.

Dies führt dazu, dass die Klappe in ihrer im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Offenstellung so positioniert ist, dass sie mindestens teilweise in den Brecherraum hineinragt. Letzteres hat den Vorteil, dass eine Person die begehbare Klappe betreten kann und dabei ein Stück in den Raum hinein gelangt und näher an ein im Brecherraum befindliches Werkzeug herankommt, wodurch das Brechwerkzeug gut erreichbar ist und Wartungs- oder Kontrollarbeiten an diesem erleichtert werden. Außerdem erhöht dies die Sicherheit der Person, da sie bei den im Brecherraum ausgeführten Arbeiten auf der Klappe stehen kann. Da die Klappe einen Spalt zwischen der Rückwand des Brecherraums und dem Brechwerkzeug überbrücken kann, besteht somit auch nicht die Gefahr, dass die Person bei diesen Arbeiten im Brecherraum abstürzt.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung kann die Schwenkachse der Klappe beispielsweise etwa im Bereich der Öffnung zum Brecherraum verlaufen. Dies führt dazu, dass die Klappe dann in der horizontalen Offenstellung nicht nur in den Brecherraum hinein, sondern auch aus dem Brecherraum ein Stück nach außen hin herausragt, was von Vorteil ist, da dadurch mehr Platz für die Wartung, abzustellende Werkzeuge und dergleichen zur Verfügung steht. Die Anordnung der Schwenkachse der Klappe im Bereich der Öffnung hat den Vorteil, dass man die Klappe dort beispielsweise in dem unterhalb der Öffnung liegenden Bereich der Wand, in der sich die Öffnung befindet, schwenkbar lagern kann.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung bildet die Klappe in der vertikalen Schließstellung eine Wand des Brecherraums oder erstreckt sich über einen Teilbereich einer Wand des Brecherraums, wobei diese Wand insbesondere eine Rückwand des Brecherraums ist oder die Klappe sich über einen Teilbereich der Rückwand des Brecherraums erstreckt. Wenn sich somit die Klappe in der vertikalen Schließstellung befindet, verschließt sie nicht nur die Öffnung, sondern bildet einen Teil der Rückwand des Brecherraums oder gegebenenfalls die vollständige Rückwand des

Brecherraums. Bevorzugt bildet die Klappe in der Schließstellung in Höhenrichtung einen Teil der Rückwand des Brecherraums und liegt in der Schließstellung vorzugsweise so, dass sie nach oben hin und/oder nach unten hin in etwa in einer Flucht mit weiteren angrenzenden feststehenden Teilen der Rückwand des Brechers liegt. Weiterhin erstreckt sich die Klappe in der Schließstellung vorzugsweise in Richtung ihrer Breite etwa in einer Flucht mit weiteren feststehenden Teilen der Rückwand, die zu den Seiten hin jeweils an die Klappe angrenzen oder gegebenenfalls bildet sie auch in Breitenrichtung die vollständige Rückwand des Brechers.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung überbrückt die Klappe in der horizontalen Offenstellung einen horizontalen Spalt zwischen einer Wand des Brecherraums und einem innerhalb des Brecherraums angeordneten Brechwerkzeug mindestens teilweise. Diese Wand des Brecherraums kann beispielsweise dessen Rückwand sein. Diese bevorzugte konstruktive Variante der Erfindung hat den besonderen Vorteil, dass damit die Gefahr vermieden wird, dass eine Person bei Arbeiten im Brecherraum abstürzt. Die Person, die Wartungs- oder Kontrollarbeiten im Brecherraum durchführt, kann die geöffnete Klappe begehen und gelangt auf der Klappe stehend nahe an das Brechwerkzeug heran. Die Klappe ist somit im Idealfall so dimensioniert, dass sie sich in der horizontalen Offenstellung so nahe wie möglich bis an das Brechwerkzeug heran erstreckt, so dass der sonst vorhandene Spalt zwischen Rückwand und Brechwerkzeug praktisch vollständig überbrückt wird.

Weiterhin ist die Klappe vorzugsweise so breit, dass die Person auf der Klappe stehend möglichst alle Bereiche, in denen Arbeiten an dem Brechwerkzeug anfallen können, erreichen kann. Vorzugsweise erstreckt sich die Klappe über den größten Teil der Breite oder über die gesamte Breite des Brecherraums zwischen dessen beiden Seitenwänden, welche bevorzugt rechtwinklig oder etwa rechtwinklig zu der Rückwand verlaufen. Bei dieser konstruktiven Variante wird durch die Klappe in ihrer Offenstellung im Prinzip der gesamte Spalt zwischen der Rückwand und der Brecherwalze abgedeckt.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Klappe an ihrer in der Schließstellung dem Brecherraum zugewandten Seite mindestens bereichsweise eine vergrößerte Materialstärke aufweist und/oder mindestens bereichsweise ein Material mit erhöhter Verschleißfestigkeit umfasst. Beispielsweise kann sich eine größere Materialstärke der Klappe dadurch ergeben, dass an der Klappe mindestens bereichsweise Schleißbleche angebracht sind. Beispielsweise kann die Klappe aus einer ersten durchgehenden Materiallage bestehen, auf die zumindest in Bereichen, die bei geschlossener Klappe einem erhöhtem Verschleiß unterliegen, Schleißbleche aufgebracht, beispielsweise aufgeschweißt, aufgeklebt oder aufgeschraubt sind. Wenn die Klappe sich dann in ihrer vertikalen Schließstellung befindet und somit vorzugsweise einen Teil der Rückwand des Brecherraums bildet, ist im Bereich der Klappe eine verschleißfeste Rückwand(teil)fläche vorhanden, die in ihrer Funktionalität und Belastbarkeit hinsichtlich Verschleiß derjenigen feststehender verschleißfester Rückwandbereiche entspricht. Ein an der Klappe angebrachtes Verschleißelement erzeugt außerdem eine Gegengewichtsmasse, wodurch sich das Gewicht der Klappe ausbalancieren und somit die Klappe besser öffnen lässt.

Alternativ oder zusätzlich kann die Klappe auch bei gegebenenfalls gleichbleibender Materialstärke aus einem Material mit erhöhter Verschleißfestigkeit ausgebildet sein, um den vorgenannten Effekt zu erzielen, so dass sie auch dann einen besonders verschleißfesten Teilbereich einer Wand, insbesondere der Rückwand des Brecherraums bildet. Als ein solches Material mit erhöhter Verschleißfestigkeit kommen beispielsweise XAR® Stähle (extra abrasion resistant) der Sorten XAR 300, XAR 400, XAR 500 oder XAR 600 der Fa. thyssenkrupp in Betracht, welche Flärten bis zu beispielsweise 600 Brinell und eine mindestens fünffache Lebensdauer im Vergleich zu konventionellem Baustahl aufweisen. In der Regel sind Bleche aus derartigen verschleißfesten Stählen in Blechstärken von beispielsweise 4 mm bis 100 mm verfügbar.

Erfindungsgemäß ist die Klappe in ihrer Offenstellung durch Arretiermittel, insbesondere über wenigstens ein Befestigungselement, arretiert. Über ein solches Arretiermittel wird die Klappe in der Offenstellung festgelegt und kann dann von einer Person gefahrlos begangen werden. Als solche Arretiermittel kommen zum Beispiel geeignete Befestigungsmittel wie beispielsweise Bolzen oder Schrauben in Betracht, mittels derer die Klappe in der Offenstellung mit wenigen Flandgriffen arretiert werden kann. Alternativ kann auch beispielsweise eine selbsttätige Arretierung der Klappe in der Offenstellung über Rastmittel oder dergleichen vorgesehen sein. Ein solcher

Rastmechanismus kann dann mit einfachen Mitteln gelöst werden, wenn die Klappe wieder geschlossen werden soll.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Klappe über mechanische und/oder motorische Betätigungsmittel aus der vertikalen Schließstellung in die horizontale Offenstellung bewegbar. Das Öffnen kann beispielsweise von der Person, die in den Brecherraum gelangen will, über mechanische Betätigungsmittel erfolgen, wie beispielsweise über einen Handkurbelmechanismus oder ein Handrad. Durch Drehen an einer solchen Handkurbel oder einem Handrad wird die Klappe bequem und rasch aus der vertikalen Schließstellung in die horizontale Offenstellung bewegt. Gegebenenfalls erfolgt dieses mechanische Öffnen, nachdem zuvor eine Sperre oder Verriegelung gelöst wurde, um auf diese Weise die Schließstellung zu sichern.

Alternativ dazu kann die Klappe über motorische Betätigungsmittel aus der Schließstellung in die Öffnungsstellung bewegt werden, beispielsweise mit Hilfe elektrischer, pneumatischer oder hydraulischer Antriebsmechanismen. Dabei kann das Betätigungsmittel beispielsweise über einen Schalter oder Hebel aktiviert werden. Diese Variante hat gegenüber mechanischen Betätigungsmitteln zum Schwenken der Klappe den weiteren Vorteil, dass das Öffnen und Schließen der Klappe rascher erfolgen kann und für die Bedienungsperson bequem ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert. Dabei zeigen

Fig. 1 eine schematisch vereinfachte Seitenansicht einer beispielhaften schwenkbaren Klappe für den Zugang zu einem Brecherraum gemäß einer möglichen Ausführungsvariante der Erfindung in der vertikalen Schließstellung;

Fig. 2 eine entsprechende schematisch vereinfachte Seitenansicht einer beispielhaften schwenkbaren Klappe für den Zugang zu einem Brecherraum gemäß der Ausführungsvariante von Figur 1 in der horizontalen Offenstellung;

Figur 3 eine Draufsicht auf den Brecherraum und die schwenkbare Klappe in der Offenstellung.

Nachfolgend wird zunächst auf die Figur 1 Bezug genommen und anhand dieser wird ein mögliches Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung näher erläutert. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist schematisch vereinfacht dargestellt und es sind nur die im Rahmen der vorliegenden Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt. Die Darstellung gemäß Figur 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Brechanlage, wobei eine Seitenansicht gezeigt ist, bei der man in Richtung der Achse auf eine Brecherwalze 10 der Brechanlage schaut. Diese Brecherwalze 10 befindet sich in einem Brecherraum 11 , in dem Material wie beispielsweise Gestein, Erze oder dergleichen zerkleinert wird. Die Brecherwalze 10 rotiert dabei um eine Achse 12. Der Brecherraum 1 1 wird definiert durch mehrere Wände umfassend eine Seitenwand 13 sowie eine Rückwand 14. Die übrigen Wände des Brecherraums 1 1 sind in der Zeichnung gemäß Figur 1 nicht dargestellt.

Die Rückwand 14 des Brecherraums 11 verläuft parallel zur Brecherwalzenachse 12 und mit etwas Abstand zur äußeren Umfangslinie 15 der Brecherwalze 10. Folglich verbleibt ein Spalt 16 zwischen der Umfangslinie 15 und der Rückwand 14 des Brecherraums 1 1. In der Rückwand 14 des Brecherraums 11 befindet sich eine Öffnung 17, welche erfindungsgemäß über eine schwenkbare Klappe 18 verschließbar ist. Figur 1 zeigt diese schwenkbare Klappe 18 in ihrer Schließstellung, in der sie sich in einer vertikalen Ebene erstreckt und die Öffnung 17 verschließt. In dieser Schließstellung liegt die schwenkbare Klappe 18 etwa in einer Flucht mit einem sich nach oben hin anschließenden oberen Bereich 19 der Rückwand 14, welcher oberseitig an die

Öffnung 17 angrenzt. Ebenso schließt sich nach unten hin an die Öffnung ein unterer Bereich 20 der Rückwand an, so dass sich die Öffnung 17 in vertikaler Richtung gesehen zwischen dem unteren Bereich 20 der Rückwand 14 und dem oberen Bereich 19 der Rückwand 14 befindet. Die Öffnung 17 kann beispielsweise einen etwa rechteckigen Umriss haben. Wie man sieht wird die Öffnung in der Schließstellung gemäß Figur 1 durch die hier vertikal stehende schwenkbare Klappe 18 vollständig verschlossen, wobei die Klappe 18, da sie die rechteckige Öffnung 17 verschließt, folglich ebenfalls einen etwa rechteckigen Umriss aufweist.

Die Klappe 18 ist um eine Schwenkachse 21 schwenkbar gelagert, wobei diese Schwenkachse in horizontaler Richtung verläuft. Die Öffnung 17 hat eine gewisse Tiefe in Richtung quer zur Achse 12 der Brecherwalze 10 gesehen, wobei sich diese Tiefe

der Öffnung durch die Wandstärke der Rückwand 14 ergibt. In dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 und 2 ist es so, dass die Schwenkachse 21 der Klappe 18 in der Tiefe dieser Öffnung 17 verläuft, das heißt innerhalb der Wandstärke der Rückwand 14 und somit vor der inneren Flucht der Rückwand 14, die das Innere des Brecherraums 1 1 begrenzt. Außerdem erstreckt sich die Schwenkachse 21 im unteren Endbereich der Öffnung 17 und verläuft, da sie sich horizontal erstreckt, in Querrichtung in der Öffnung 17. Weiterhin ist es so, dass die Schwenkachse 21 der Klappe 18 in der vertikalen Schließstellung gemäß Figur 1 auf der Außenseite der Klappe liegt. Diese Außenseite der Klappe 18 entspricht der Unterseite der Klappe in deren horizontaler Offenstellung wie man aus der entsprechenden Ansicht gemäß Figur 2 erkennt.

Wenn nun die Klappe 18 um Ihre Schwenkachse 21 aus der in Figur 1 gezeigten vertikalen Schließstellung um 90 ° in der Zeichnung im Gegenuhrzeigersinn und somit nach außen hin in die horizontale Öffnungsstellung gemäß Figur 2 schwenkt, dann ist die Öffnung 17 geöffnet, so dass eine Person 22 durch die Öffnung 17 in das Innere des Brecherraums 11 gelangen kann, um dort Wartungs- oder Reparaturarbeiten beispielsweise an der Brecherwalze 10 durchzuführen. Da die Klappe 18 wie sich aus der Darstellung gemäß Figur 2 ergibt in dieser Öffnungsstellung eine horizontale Lage einnimmt und aufgrund der Position der Schwenkachse 21 im mittleren Bereich auf der Unterseite der Klappe 18 und in der Flucht der Öffnung 17, ragt die Klappe 18 in der horizontalen Öffnungsstellung teilweise aus der Flucht der Öffnung nach außen hin und andererseits erstreckt sich ein zuvor unterer Bereich 23 der Klappe 18 nun ein Stück in den Brecherraum 1 1 hinein. Dadurch wird der zuvor vorhandene Spalt 16 zwischen der äußeren Umfangslinie 15 der Brecherwalze 10 und der Klappe bzw. der Öffnung 17 in der geöffneten horizontalen Stellung der Klappe 18 gemäß Figur 2 weitgehend verschlossen. Eine Person 22, die durch die Öffnung 17 in den Brecherraum 11 gelangt, kann auf der Klappe 18 stehen und gelangt nahe an die Brecherwalze 10 heran, um so bequem an dieser Arbeiten vorzunehmen. Dabei läuft die Person 22 keine Gefahr, nach unten hin in den Brecherraum 1 1 zu stürzen, da der untere Bereich 23 der Klappe 18 den Spalt 16 überbrückt.

An der Klappe 18 befindet sich ein Griff 24, der das manuelle Öffnen der Klappe erleichtert. An der Unterseite (in der Öffnungsstellung) bzw. an der Außenseite (in der Schließstellung) der Klappe 18 befindet sich ein Auflager 25 mit dem die Klappe 18 in der Öffnungsstellung auf einer oberen horizontalen Fläche eines im Längsschnitt beispielsweise etwa rechteckigen Trägers 26 aufliegt, welcher mit seiner dem Brecherraum 1 1 zugewandten Fläche den unteren Bereich 20 der Rückwand 14 des Brecherraums bildet.

Aus den Figuren 1 und 2 ist weiterhin erkennbar, dass die Klappe 18 in ihrem in der vertikalen Schließstellung unteren Bereich 23 Verstärkungen aufweist. Die Klappe 18 kann grundsätzlich aus einer Blechlage bestehen, auf die in diesem unteren verstärkten Bereich 23 beispielsweise innenseitig und außenseitig jeweils Schleißbleche 27 aufgebracht sind. Durch diese Schleißbleche 27 werden die Verschleißfestigkeit und die mechanische Belastbarkeit der Klappe 18 erhöht. Figur 1 zeigt, dass die Klappe 18 ja in ihrem unteren Bereich 23 in der vertikalen Schließstellung einen Teil der Rückwand 14 des Brecherraums 1 1 bildet. Dieser Bereich der Rückwand ist, wenn die Brecherwalze 10 arbeitet, besonders hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Die Schleißbleche 27 bestehen aus einem Material mit erhöhter Verschleißfestigkeit, insbesondere einer speziellen Stahlsorte mit erhöhter Brinellhärte. Außerdem kann eine solche Verstärkung auch als Gegengewichtsmasse dienen, da man durch das Ausbalancieren über ein Gewicht (Gewichte) die Klappe 18 besser öffnen kann, da der Teil der schwenkbaren Klappe 18, welcher im geschlossenen Zustand oberhalb der Schwenkachse der Klappe 21 angeordnet ist, größer und damit schwerer ist, als der Teil der schwenkbaren Klappe 18, welcher im geschlossenen Zustand unterhalb der Schwenkachse der Klappe 21 angeordnet ist. Die Gegengewichtsmasse ist in dem leichteren, unteren Teil der schwenkbaren Klappe 18 angeordnet, wodurch die schwenkbare Klappe 18 insgesamt ausbalancierter und somit leichter zu öffnen ist.

In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 befindet sich oberhalb der zuvor beschriebenen schwenkbaren Klappe 18 noch eine kleinere Klappe 28, die unabhängig von der Klappe 18 aus der Rückwand 14 herausnehmbar ist, beispielsweise um das Innere des Brecherraums 1 1 zu inspizieren. In der Darstellung gemäß Figur 2 ist diese kleinere Klappe 28 aus der Rückwand herausgenommen, wodurch sich die durch das Öffnen der schwenkbaren Klappe 18 entstehende Öffnung 17 vergrößert.

Nachfolgend wird auf die Figur 3 Bezug genommen, die eine Draufsicht auf den Brecherraum 11 mit der Brecherwalze 10 zeigt, wobei sich die Klappe 18 in der horizontalen Offenstellung gemäß Figur 2 befindet. Man erkennt, dass der Brecherraum 11 zwei voneinander beabstandete Seitenwände 13, 29 hat, die jeweils parallel zueinander verlaufen und sich jeweils rechtwinklig zu der Rückwand 14 erstrecken, so dass der Brecherraum 1 1 jenseits der Öffnung 17 einen im Prinzip etwa rechteckigen Grundriss aufweist. Die Brecherwalze 10 kann sich beispielsweise über die gesamte Breite des Brecherraums 1 1 zwischen den beiden Seitenwänden 29 und 30 erstrecken. Man sieht eine Person 22, welche auf der geöffneten horizontal ausgerichteten Klappe 18 steht und somit im Brecherraum 1 1 nahe an die Brecherwalze 10 heran gelangt, um dort Arbeiten auszuführen. Aus Figur 3 ist weiterhin erkennbar, dass die Klappe 18 so breit sein kann, dass sie sich im Wesentlichen über die gesamte Breite des Brecherraums 1 1 erstreckt und somit den gesamten Spalt 16 (siehe Figur 1 ) zwischen Brecherwalze 10 und Rückwand 14 des Brecherraums 1 1 abdeckt.

Bezugszeichenliste

10 Brecherwalze

11 Brecherraum

12 Achse der Brecherwalze

13 Seitenwand

14 Rückwand

15 Umfangslinie

16 Spalt

17 Öffnung

18 Klappe

19 oberer Bereich der Rückwand

20 unterer Bereich der Rückwand

21 Schwenkachse der Klappe

22 Person

23 unterer Bereich der Klappe

24 Griff

25 Auflager

26 Träger

27 Schleißbleche, Gegengewichtsmasse

28 kleinere Klappe

29 Seitenwand