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1. WO2020193680 - DEVICE AND METHOD FOR CHANGING SLEEVES ON MANDRELS OR ADAPTER SLEEVES

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Einrichtung und Verfahren zum Wechseln von Sleeves auf

Zylinderdornen oder Adaptersleeves

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung und ein Verfahren zum Wechseln von Sleeves auf Zylinderdornen oder Adaptersleeves.

Insbesondere zur Abwicklung von Druckaufträgen ist es häufig notwendig, das Druckmotiv zu wechseln. Zum Umstellen von einem ersten auf einen zweiten Druckauftrag werden in der Regel nicht die kompletten Druckzylinder getauscht, sondern ein so genannter Drucksleeve (im Rahmen der Anmeldung auch als Sleeve bezeichnet) von einem Zylinderdorn oder von einem Adaptersleeve abgezogen und ein neuer Sleeve aufgeschoben. Dieser Vorgang wird in der Regel für jede zu verdruckende Farbe durchgeführt. Bei einer manuellen Durchführung dieses Vorgangs wird entweder über ein freigelegtes Ende der sich in einer Druckmaschine befindlichen Druckwalze der Sleeve und/oder der Adaptersleeve von einem Zylinderdorn, der in der Druckmaschine verbleibt, abgezogen oder der Zylinderdorn wird vollständig aus der Druckmaschine herausgehoben und außerhalb der Druckmaschine werden Sleeve und/oder Adaptersleeve abgezogen. Die vorliegende Erfindung betrifft beide Varianten.

In jüngerer Vergangenheit wurden Systeme bekannt, die einen Roboter umfassen, mit welchen Drucksleeves, Adaptersleeves und/oder Zylinderdorne aus Druckmaschinen automatisch herausnehmbar und wieder einsetzbar sind. Ein Problem ist dabei oft, dass die vorgenannten Elemente unterschiedliche Innen- und/oder Außendurchmesser haben, um unterschiedliche Drucklängen realisieren zu können. Ein Roboter muss stets hieran angepasst sein. Daher sind solche automatischen Systeme oft komplex und folglich teuer. Die DE 10 2004 037 253 B1 zeigt ein solches System, bei dem der Roboterkopf abhängig von den Durchmessern der Drucksleeves austauschbar ist.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Einrichtung und ein Verfahren vorzuschlagen, bei denen eine geringere Komplexität gegeben ist.

Die Aufgabe wird zunächst mit einer Einrichtung zum Wechseln von Sleeves auf Zylinderdornen oder Adaptersleeves, welche vorzugsweise in eine Druckmaschine einsetzbar und aus dieser wieder herausnehmbar sind, gemäß Anspruch 1 gelöst. Eine solche erfindungsgemäße Einrichtung umfasst:

• eine Sicherungseinrichtung umfasst, welche einen Sicherheitsbereich definiert,

• eine Halteeinrichtung zum temporären Halten eines Zylinderdorns oder eines Adaptersleeves,

• wobei die Halteeinrichtung zumindest teilweise innerhalb des Sicherheitsbereichs angeordnet ist, und wobei die Halteeinrichtung derart angeordnet oder positionierbar ist, dass der Sleeve außerhalb des Sicherheitsbereichs greifbar ist.

In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist somit zunächst eine Sicherungseinrichtung vorgesehen, die einen Sicherheitsbereich definiert. Dieser Sicherheitsbereich darf, zumindest während der Handhabung von Sleeves, Adaptersleeves und/oder Zylinderdornen nicht von Personen betreten werden. Zudem ist erfindungsgemäß eine Halteeinrichtung vorgesehen, mit welcher der Adaptersleeve oder der Zylinderdorn, auf welchem insbesondere der Sleeve angeordnet ist, temporär haltbar ist. Die Halteeinrichtung ist nun so angeordnet oder positionierbar, dass der Sleeve außerhalb des Sicherheitsbereichs greifbar ist.

Mit der Erfindung wird somit ermöglicht, dass ein Bediener den Sleeve manuell vom Adaptersleeve oder vom Zylinderdorn abziehen und einen anderen Sleeve aufschieben kann, ohne in den Sicherheitsbereich eintreten zu müssen. Mit anderen Worten wird der Adaptersleeve bzw. der Zylinderdorn aus dem Sicherheitsbereich„herausgereicht“, um die vorgenannten Arbeiten durchführen zu können. Da nun eine Anpassung eines automatischen Systems an verschiedene Durchmesser von Sleeves entfällt, ist dieses System weniger komplex aufgebaut, was unter anderem zu einem geringeren Verkaufspreis führt. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass ein Maschinenbediener einen Sleeve an geeigneter Stelle, insbesondere an einer Stelle der Außenoberfläche, an der sich kein Druckmotiv befindet, ergreifen kann, um diesen relativ zum Adaptersleeve und/oder Zylinderdorn bewegen zu können. Da ein Bediener darüber hinaus die Größe seiner Kraft bedarfsgerecht sehr genau steuern kann, wird die Gefahr von Beschädigung der teilweise sehr dünnwandigen und damit sehr empfindlichen Sleeves minimiert.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist innerhalb des Sicherheitsbereichs eine Transfereinrichtung angeordnet, mit welcher der Adaptersleeve und/oder der Zylinderdorn zur Halteeinrichtung transportierbar ist. Mit dieser Transfereinrichtung kann somit der Adaptersleeve und/oder der Zylinderdorn innerhalb der Sicherheitseinrichtung bewegt werden, ohne dass ein manueller Eingriff des Maschinenbedieners erforderlich ist. Insbesondere kann eine solche Transfereinrichtung dazu dienen, den Adaptersleeve und/oder den Zylinderdorn zur Halteeinrichtung transportierbar sein, so dass der Adaptersleeve und/oder der Zylinderdorn von der Halteeinrichtung übernehmbar ist. Sobald die Transfereinrichtung den Adaptersleeve und/oder der Zylinderdorn sich außer Eingriff mit Adaptersleeve und/oder der Zylinderdorn befindet, wird dieser ausschließlich von der Halteeinrichtung gehalten, so dass nun der Sleevewechsel durch den Bediener erfolgen kann. Nach erfolgtem Sleevewechsel kann die Transfereinrichtung den Adaptersleeve und/oder den Zylinderdorn, der nun den neuen Sleeve trägt, übernehmen und -wiederum ohne manuellen Eingriff - zur Bestimmungsposition transportieren. Der besondere Vorteil dieser Weiterbildung liegt nun darin, dass der Transport des Adaptersleeves und/oder des Zylinderdorns durch die Transfereinrichtung und der Sleeveaustausch durch den Maschinenbediener zeitgleich ablaufen kann, so dass ein effizienter Wechsel eines Druckauftrags erfolgen kann. Die Transfereinrichtung kann dabei beispielsweise ein auf dem Boden stehender oder an Schienen hängender Roboter sein, wobei unter dem Wort„Roboter“ eine Transfereinrichtung zu verstehen ist, welches mehrere Knick- und Drehgelenke umfasst, um den Adaptersleeve und/oder den Zylinderdorn in jede beliebige Raumrichtung bringen zu können und auch um seine Längsachse drehen zu können. Zwischen den Dreh- und Knickgelenken sind Tragarme vorgesehen, welche derart dimensioniert sind, dass der Adaptersleeve und/oder der Zylinderdorn sowohl in die Haltevorrichtung bringbar sind als auch in die optional vorgesehene Druckmaschine. Ein Transfersystem, welches vorteilhaft im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung kombinierbar ist, ist der DE 10 2004 037 253 B1. Die das Transfersystem betreffenden Beschreibungsteile der vorgenannten Druckschrift gelten hiermit durch eine Bezugnahme mittels Verweis als in diese Anmeldung aufgenommen.

Vorteilhaft ist es darüber hinaus, wenn die Halteeinrichtung zumindest einen Dorn und/oder eine Aufnahme für den Zylinderdorn umfasst. Damit ist der Adaptersleeve auf den Dorn der Halteeinrichtung aufschiebbar, ähnlich, wie es in einer Druckmaschine erfolgen kann. Insbesondere ist der Adaptersleeve mit dem Dorn dreh- und/oder verschiebefest mit dem Dorn verbindbar, so dass, wenn der Bediener den Sleeve bewegen möchte, der Adaptersleeve auf dem Dorn verbleibt. Der Zylinderdorn kann analog dazu mit einer Aufnahme verbindbar sein, die ebenfalls ähnlich zu einer entsprechenden Aufnahme in einer Druckmaschine ausgestaltet sein kann. Vorteilhaft ist dabei jedoch, wenn die Aufnahme zwei voneinander beabstandete Lagerpunkte zur Verfügung stellt, so dass dem von dem Zylinderdorn verursachte Drehmoment entgegen wirkbar ist, wenn ein Ende des Zylinderdorns frei zugänglich ist, um den Sleeve abziehen zu können. Besonders vorteilhaft ist es sogar, wenn die Halteeinrichtung wenigstens zwei Dorne und/oder Aufnahmen für Zylinderdorne umfasst. In diesem Fall kann innerhalb des Sicherheitsbereichs ein Dorn und/oder Aufnahme mit einem Adaptersleeve oder mit einem Zylinderdorn bestückbar sein, während der Bediener einen Sleeve von einem zweiten

Adaptersleeve oder einem zweiten Zylinderdorn wechselt. Dies spart Rüstzeit ein.

In einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass der Dorn und/oder die Aufnahme für den Zylinderdorn zwischen einer Entnahmeposition, in welcher der Bediener der Sleevewechsel vornehmbar ist, und einer Transferposition, in welcher der Adaptersleeve und/oder der Zylinderdorn innerhalb des Sicherheitsbereichs handhabbar ist, hin- und her bewegbar sein. In Bezug auf die genannte Handhabung kann die oben genannte Transfervorrichtung vorteilhaft mit der Halteeinrichtung kombiniert sein. Um eine solche Hin- und Herbewegung zu ermöglichen, kann der Dorn und/oder die Aufnahme für den Zylinderdorn innerhalb der Halteeinrichtung über ein Bewegungselement bewegbar angeordnet sein. Solche Bewegungselemente können Schlitten-/Schienenkombinationen sein. Diese Kombination ermöglicht eine Linearbewegung des Adaptersleeves oder des Zylinderdorns. Weitere Bewegungselemente für eine Linearbewegung sind denkbar wie etwa Ketten- oder Seilzüge. Als Bewegungselemente sind auch Dreh- oder Schwenklager denkbar, mit denen ein Drehen, Kippen, Neigen oder Schwenken möglich ist. Selbstverständlich ist eine Kombination einer Linearbewegung mit einer Dreh- oder Schwenkbewegung und damit einhergehend eine Kombination der entsprechenden Bewegungselemente möglich.

Besonders vorteilhaft ist dabei das Vorsehen eines Schwenklagers als Bewegungselement, da dieses mechanisch einfach aufgebaut ist. Dieses Schwenklager kann um eine Vertikalachse schwenkbar sein, wobei mit „vertikal“ die Richtung der Schwerkraft gemeint ist. Damit lässt sich der Dorn und/oder die Aufnahme für den Zylinderdorn so schwenken, dass das freie Ende des Adaptersleeves und/oder des Zylinderdorns aus Sicherheitsbereich herausschwenken lässt und anschließend vom Bedienpersonal erreichbar ist. Der Dorn und/oder die Aufnahme für den Zylinderdorn kann über das Schwenklager motorisch, insbesondere elektromotorisch antreibbar sein. Sind zwei oder gar mehr Dorne oder Aufnahmen für Zylinderdorne vorgesehen, können diese an übereinander angeordneten Schwenklagern, welche wiederum an derselben Achse angeordnet sein können, befestigt sein. Die Schwenklager können über eine Getriebestufe miteinander zur Übertragung von Antriebskräften verbunden sein, so dass nur eine Antriebseinrichtung vorgesehen werden muss. Diese Antriebseinrichtung kann wiederum ein Motor, insbesondere ein Elektromotor sein.

Um das Abziehen und das Aufschieben von Sleeves, die sich auf dem Adaptersleeve oder dem Zylinderdorn befinden, zu ermöglichen, ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die Halteeinrichtung eine Druckluft- und/oder Hydraulikversorgung umfasst, wobei der Adaptersleeve oder der Zylinderdorn mit Druckluft und/oder mit einer Hydraulikflüssigkeit beaufschlagbar ist. Eine solche Versorgung kann es auch ermöglichen, den Adaptersleeve und/oder den Zylinderdorn unbewegbar mit dem Dorn oder der Aufnahme für den Zylinderdorn zu verbinden und davon wieder zu lösen. Eine solche Versorgung kann analog zu einer entsprechenden Versorgung in einer Druckmaschine aufgebaut sein, so dass die Zylinderdorne bzw. Adaptersleeves auf gleiche Art und Weise wie in der Druckmaschine mit Druckluft bzw. einem Hydraulikfluid beaufschlagbar ist. Je nach Ausprägung der verwendeten Sleeves und/oder Adaptersleeves und/oder Zylinderdorne kann die genannte Versorgung auf die folgenden Arten vorgesehen sein: Ein Dorn, ein Adaptersleeve oder ein Zylinderdorn kann auf seinem Außenumfang eine Anzahl kleiner Öffnungen vorgesehen sein, aus welchen die von der Druckluftversorgung zur Verfügung gestellte Druckluft ausströmen kann. Soll nun ein Sleeve auf den Adaptersleeve oder ein Sleeve auf den Zylinderdorn oder ein Adaptersleeve auf den Dorn aufgeschoben werden, so ist die Druckluft in der Lage, den Innendurchmesser des Sleeves oder des Adaptersleeves etwas zu vergrößern, so dass der Sleeve oder der Adaptersleeve leichter relativ zu der Komponenten, auf die es aufgeschoben werden soll, bewegbar ist. Ist die Solllage des Sleeves oder des Adaptersleeves erreicht, so verkleinert sich der Innendurchmesser wieder, so dass der Sleeve oder der Adaptersleeve sich in Reibschluss mit der Komponente befindet, auf die es aufgeschoben wurde. Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, wenn die Innenoberfläche des Sleeves oder des Adaptersleeves ein kompressibles Material umfasst. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Dorn mit einem Hydraulikfluid, insbesondere einer

Hydraulikflüssigkeit beaufschlagbar ist. Der Dorn kann dazu Bereiche oder Abschnitte des Außenumfangs umfassen, die in ihrem Durchmesser variabel sind, wie etwa so genannte Dehnspannelemente. Wird ein solcher Bereich oder Abschnitt von innen her mit einem unter Druck stehenden Hydraulikfluid beaufschlagt, so vergrößert sich der Außendurchmesser. Ein Sleeve oder ein Adaptersleeve kann nun an seinem Innenumfang komplementäre Abschnitte oder Bereiche umfassen, die in ihren Durchmessern invariabel sind. Damit kann also durch den vergrößerten Außendurchmesser des Dorns der Sleeve oder der Adaptersleeve klemmend fixiert werden. Ein Adaptersleeve oder ein Zylinderdorn kann ebenfalls einen solchen Bereich oder Abschnitt umfassen, jedoch kann hier ein Hydraulikfluid vorgesehen sein, welche sich ausschließlich innerhalb des Dorns, des Zylinderdorns oder des Adapters befindet und von außen über ein Druckelement, wie beispielsweise eine Schraube, unter Druck setzbar ist. Ein solches Druckelement kann über ein passendes Werkzeug wie etwa einen Druckluftschrauber betätigt werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Sicherungseinrichtung wenigstens teilweise baulich angeordnete Trennelemente umfasst. Damit sind beispielsweise Mauern, Zäune oder ähnliche, fest installierte Trennelemente gemeint, die für den Bediener eine physische Barriere darstellen und nicht ohne weiteres durchschreitbar sind. Eine solche Barriere ist vergleichsweise einfach aufzubauen und stellt einen sicheren Personenschutz für den Bediener dar. Er kann also beispielsweise nicht in den Arbeitsbereich einer Transfereinrichtung gelangen. Die Halteeinrichtung kann dabei ebenfalls ein solches Trennelement darstellen und folglich ein Bestandteil der Sicherungseinrichtung sein. Damit kann der Bediener von einem Außenbereich Bedienelemente der Halteeinrichtung erreichen. Anstelle oder zusätzlich zu baulich angeordneten Trennelementen kann auch eine optisch arbeitende Sicherungseinrichtung wie etwa ein Licht-oder Sensorgitter vorgesehen sein, die beispielsweise einen Not-Stopp auslöst, wenn eine Person in den Sicherheitsbereich eindringt und dabei erkannt wird. Zumindest Teile der sich bewegenden Maschinenelemente innerhalb des Sicherheitsbereichs können somit unmittelbar angehalten werden.

Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn die Sicherungseinrichtung eine Öffnung umfasst, durch welche der Sleeve in den Sicherheitsbereich einbringbar oder aus diesem herausnehmbar ist. Damit wird der Sleevewechsel vereinfacht, da die Halteeinrichtung den auf dem Adaptersleeve und/oder auf dem Zylinderdorn angeordneten Sleeve nicht vollständig aus dem Sicherheitsbereich herausbringen muss. Ein Sleevewechsel kann damit schneller erfolgen. Insbesondere kann ein Verschließelement vorgesehen sein, mit welchem die Öffnung verschließbar ist. Ein solches Verschließelement kann nochmals die Unfallgefahr für den Bediener verringern, wenn sich der Dorn und/oder die Aufnahmeeinrichtung für den Zylinderdorn innerhalb des Sicherheitsbereichs bewegen. Ein solches Verschließelement kann eine Tür, beispielsweise eine Schiebetür sein. Es können weiter Sensoren vorgesehen sein, mit welchem der Verschließzustand des Verschließelements ermittelbar ist, so dass die Bewegung des Zylinderdorns und/oder des Adapters erst ermöglicht wird, wenn das Verschließelement die Öffnung im Wesentlichen vollständig verschlossen hat.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung beinhaltet ferner eine innerhalb der Sicherheitsbereichs angeordnete Zwischenlagereinrichtung. In dieser Zwischenlagereinrichtung können Adaptersleeves und/oder Zylinderdorne ablegbar sein, welche jeweils mit Sleeves gerüstet sein können. Damit wird beispielsweise die Möglichkeit geschaffen, Adaptersleeves und/oder Zylinderdorne mit Sleeves zu bestücken und für einen nachfolgenden Druckauftrag vorzubereiten und zu lagern, bis der laufende Druckauftrag beendet worden ist. Nach Fertigstellung dieses Druckauftrags kann nun eine Transfereinrichtung nach und nach die Adaptersleeves und/oder die Zylinderdorne, welche jeweils einen Drucksleeve tragen, gegen einen des nachfolgenden Druckauftrags austauschen. Wenn dieser Austausch vollständig erfolgt ist, kann der nachfolgende Druckauftrag gestartet werden. Anschließend können nun die nicht mehr gebrauchten Sleeves während der Abarbeitung des nachfolgenden Druckauftrags von den Adaptersleeves und/oder Zylinderdornen abgezogen werden. Im Rahmen der gesamten Darstellung der Erfindung ist mit „Sleeve“ nicht nur eine ein Druckmotiv tragende Hülse gemeint, sondern auch eine Hülse einer beliebigen anderen Walze, beispielsweise einer Rasterwalze Die oben genannte Aufgabe wird auch gelöst durch ein System zum Bedrucken wenigstens einer Materialbahn, welches eine Druckmaschine, welcher Sleeves auf Zylinderdornen oder Adaptersleeves zuführbar oder entnehmbar sind, gelöst, wobei dieses System eine erfindungsgemäße Einrichtung zum Wechseln von Sleeves auf Zylinderdornen und/oder Adaptersleeves umfasst.

Die oben genannte Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren zum Wechseln von Sleeves auf Zylinderdornen oder Adaptersleeves, welche in eine

Druckmaschine gesetzt und aus dieser wieder herausgenommen werden, gelöst, wobei:

mit einer Sicherungseinrichtung ein Sicherheitsbereich definiert wird,

mit einer Halteeinrichtung ein Zylinderdorns oder ein Adaptersleeves temporär gehalten wird,

wobei die Halteeinrichtung zumindest teilweise innerhalb des Sicherheitsbereichs angeordnet ist, und wobei die Halteeinrichtung derart angeordnet ist oder positionierbar wird, dass der Sleeve außerhalb des Sicherheitsbereichs ergriffen wird.

Mit dem Verfahren werden die gleichen Vorteile erzielt, wie sie bereits im Zusammenhang mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung beschrieben worden sind.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, in der unter Bezugnahme auf die Figuren verschiedene Ausführungsbeispiele im Einzelnen erläutert sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder beliebige Kombinationen erwähnter Merkmale erfindungswesentlich sein. Im Rahmen der gesamten Offenbarung gelten Merkmale und Einzelheiten, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Druckmaschine und jeweils umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Aspekten der Erfindung stets wechselseitig Bezug genommen wird beziehungsweise werden kann. Die einzelnen Figuren zeigen:

Fig. 1 Ansicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung im Zusammenhang mit einer Druckmaschine

Fig. 2 Ansicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung, wobei die

Flalteeinrichtung einen Sleeve und/oder einen Adaptersleeve trägt Fig. 3 Ansicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung, wobei der Sleeve bereit ist, durch den Maschinenbediener entfernt zu werden.

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung 100, wie sie beispielsweise im Zusammenhang mit einer Druckmaschine 200 verwendet werden kann. Die Einrichtung umfasst eine Sicherungseinrichtung 101 , die im gezeigten Ausführungsbeispiel durch mehrere Wände 102 verkörpert wird. „Wand“ ist dabei als Synonym für fest installierte Elemente zu verstehen. Solch eine Wand kann dabei beispielsweise als Zaun mit einem Drahtgeflecht ausgestaltet sein. Eine Wand kann auch durchsichtige Elemente umfassen. Vorzugsweise ist wenigstens eine Wand vorgesehen, durch die eine Person hindurch blicken kann. Wenigstens eine Wand 102 ist mit einer Öffnung versehen, die mittels einer Verschließeinrichtung 103 verschließbar ist. Die Verschließeinrichtung ist vorliegend als Schiebetür dargestellt, welche auf Schienen 104 verschieblich gelagert ist, so dass diese parallel zur Wand 102 verschiebbar ist.

Die Sicherungseinrichtung 101 umschreibt einen Sicherheitsbereich 105, der folglich von einer Bedienperson, die sich im Außenbereich 106, welcher die Sicherheitseinrichtung 101 umgibt, nicht betreten werden kann.

Zum Transport von Adaptersleeves und/oder Zylinderdornen innerhalb des Sicherheitsbereichs kann eine Transfervorrichtung 107 vorgesehen sein, welche beispielsweise als Roboter ausgestaltet sein kann. Ein solcher Roboter kann mehrere Tragarme 108, wobei jeweils zwei Tragarme 108 vorzugsweise über Drehgelenke 109 verbunden sind, welche Drehung um eine oder gar um mehrere Achsen erlauben, so dass ein Aufnahmeelement 1 10 in nahezu beliebige Richtungen gedreht, verschoben und/oder gekippt werden kann. Damit ist der Roboter in der Lage, einen Adaptersleeve und/oder einen Zylinderdorn aus verschiedenen Positionen aufzunehmen. Um einen

Adaptersleeve und/oder einen Zylinderdorn aus einer Vorrichtung, etwa einer Verarbeitungsmaschine auf das Aufnahmeelement 1 10 zu überführen, kann ein Schieber 1 11 vorgesehen sein, welcher in axialer Richtung des Aufnahmeelements 1 10 verschiebbar ist und mit dem Adaptersleeve und/oder dem Zylinderdorn kuppelbar.

In der Figur 1 ist die erfindungsgemäße Einrichtung zusammen mit einer Druckmaschine dargestellt und im Folgenden als eine mögliche Kombination beschrieben. In diesem Fall ist die Druckmaschine 200 ein Bestandteil der Sicherungseinrichtung 101 insoweit, dass auch die Druckmaschine einen Zutritt zum Sicherheitsbereich verhindert. Die Druckmaschine 200 ist als Zentralzylindermaschine dargestellt, was bedeutet, dass ein zentraler Gegendruckzylinder 201 vorgesehen ist, um den herum mehrere Druckwerke angeordnet sind. Zwei Druckwerke sind durch Druckzylinder 202 symbolisiert. Ein Druckzylinder umfasst dabei einen Zylinderdorn 203, der einen Sleeve 204 trägt sowie optional einen Adaptersleeve 205. Eine Druckmaschine 200 kann alternativ zu einer Zentralzylindermaschine auch eine andere Rotationsdruckmaschine sein, wie etwa eine Reihendruckmaschine. Eine Zentralzylindermaschine ist bevorzugt eine Zentralzylinderflexodruckmaschine und/oder eine Zentralzylinderverpackungsdruckmaschine. Mit dem Aufnahmeelement 1 10 kann nun der Adaptersleeve, welcher den Sleeve oder der Zylinderdorn, welcher den Sleeve oder den Adaptersleeve zusammen mit den Sleeve trägt, aufgenommen werden.

Erfindungsgemäß umfasst die Einrichtung eine Flalteeinrichtung 120, die beispielsweise mit einem gezeigten Dorn 121 ausgestattet ist, um in der Lage zu sein, einen Adaptersleeve 205 aufzunehmen, was in der Figur 2 gezeigt ist. Der Transport kann durch die im Zusammenhang mit der Figur 1 erläuterten Transfervorrichtung 107 erfolgt sein.

In der Figur 3 ist nun die Situation dargestellt, in welcher der der Dorn 121 geschwenkt wurde, so dass er in Richtung auf die Öffnung 122 zeigt, die zuvor noch durch die Verschließeinrichtung 103 verschlossen war. Der Maschinenbediener 123 ist nun in der Lage, den Sleeve 204 vom Außenbereich aus vom Adaptersleeve 205 abzuziehen und durch einen anderen Sleeve zu ersetzen.