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1. WO2020193186 - ALIGNING DEVICE AND METHOD FOR ALIGNING A GUIDE RAIL OF AN ELEVATOR SYSTEM

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[ DE ]

Ausrichtvorrichtung und Verfahren zum Ausrichten einer

Führungsschiene einer Aufzuganlage

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ausrichtvorrichtung zum Ausrichten einer Führungsschiene einer Aufzuganlage. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Ausrichten einer Führungsschiene einer Aufzuganlage sowie eine mit der

Ausrichtvorrichtung ausgestattete Aufzuganlage.

In Aufzuganlagen werden Aufzugkabinen im Regelfall vertikal innerhalb eines

Aufzugschachts zwischen verschiedenen Niveaus bzw. Stockwerken verlagert. Die Aufzugkabine wird dabei im Regelfall bei ihrer Verlagerungsbewegung von einer oder mehreren Führungsschienen geführt. Eine Führungsschiene ist dabei an einer Seitenwand des Führungsschachts verankert. Die Führungsschiene muss die auf sie von der Aufzugkabine hauptsächlich in horizontaler Richtung ausgeübten Kräfte aufhehmen und auf die Aufzugschachtwand übertragen können. Die gleichen Führungsschienen oder zusätzliche Führungsschienen können dazu eingesetzt werden, ein oder mehrere Gegengewichte bei ihrer Verlagerungsbewegung durch den Aufzugschacht zu führen.

Um die Aufzugkabine und/oder das Gegengewicht präzise führen zu können, müssen die Führungsschienen im Allgemeinen sehr präzise ausgerichtet werden. Im Regelfall sollen die Führungsschienen exakt vertikal, d.h. lotrecht, verlaufend an den

Aufzugschachtwänden befestigt werden. Abweichungen von einer präzisen

Positionierung bzw. Orientierung der Führungsschienen sollten dabei möglichst gering sein, beispielsweise geringer als wenige Millimeter, um einerseits verschleissfördemde Belastungen auf Komponenten der Aufzuganlage beim Verfahren der Aufzugkabine und/oder des Gegengewichts gering halten zu können und/oder um durch die Führung an den Führungsschienen bewirkte Vibrationen auf die Aufzugkabine während deren Fahrt zu minimieren und damit einen Fahrkomfort der Aufzuganlage zu verbessern.

Herkömmlich werden Führungsschienen an Schachtwänden mithilfe sogenannter Schienenbügelteile (englisch: brackets) befestigt. Dabei wird typischerweise ein Schienenbügelunterteil direkt an einer der Schachtwände befestigt, beispielsweise durch eine Verschraubung an Dübeln oder zuvor einbetonierten Gegenstücken. Ein

Schienenbügeloberteil wird dann an dem Schienenbügelunterteil angebracht. An dem Schienenbügeloberteil sollen nachfolgend die Schienen befestigt werden können. Bevor das Schienenbügeloberteil an dem Schienenbügelunterteil beispielsweise mithilfe von Schrauben fest fixiert wird, können beide Teile relativ zueinander verlagert werden. Durch ein solches Verlagern der beiden Schienenbügelteile in Relation zueinander kann das Schienenbügeloberteil in eine solche Position und/oder Orientierung gebracht werden, dass die daran angebrachte oder anzubringende Führungsschiene mit einer gewünschten Positionierung innerhalb des Aufzugschachts angeordnet werden kann.

Bisher werden im Rahmen einer Montage einer Aufzuganlage meist die Schienenbügel unterteile an geeigneten Positionen innerhalb des Aufzugschachts befestigt, dann die Schienenbügeloberteile an den Schienenbügelunterteilen lose angebracht und die Führungsschienen an den Schienenbügeloberteilen fixiert. Anschliessend können die Schienenbügeloberteile relativ zu den Schienenbügelunterteilen seitlich beispielsweise um einige Millimeter oder sogar wenige Zentimeter verlagert werden, indem beispielsweise an der daran befestigten Führungsschiene gerüttelt wird oder die Führungsschiene mit seitlich auf sie wirkenden Hammerschlägen in die gewünschte Richtung bewegt wird.

In der WO 2018/095739 Al werden ein Verfahren sowie eine Ausrichtvorrichtung zur Montage bzw. zum Ausrichten einer Führungsschiene in einem Aufzugschacht beschrieben. In der JP 2829194 (entspricht JPH06024667) werden eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Ausrichten und Fixieren von Aufzugführungsschienen beschrieben.

Ein Ausrichten von Führungsschienen in einem Führungsschacht war bisher jedoch schwierig mit hoher Präzision umzusetzen und/oder erforderte einen erfahrenen Installateur.

Es kann unter anderem ein Bedarf an einer Ausrichtvorrichtung und einem Verfahren zum Ausrichten einer Führungsschiene einer Aufzuganlage bestehen, mithilfe derer die Führungsschiene einfach und/oder mit hoher Präzision hinsichtlich ihrer Positionierung und/oder Orientierung ausgerichtet werden kann. Ferner kann ein Bedarf an einer Aufzuganlage mit einer solchen Ausrichtvorrichtung bestehen.

Einem solchen Bedarf kann durch die Gegenstände gemäss einem der unabhängigen Ansprüche entsprochen werden. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung definiert.

Gemäss einem ersten Aspekt der Erfindung wird eine Ausrichtvorrichtung zum

Ausrichten einer Führungsschiene einer Aufzuganlage vorgeschlagen. Die

Ausrichtvorrichtung weist zumindest zwei Schienenbügelteile in Form eines

Schienenbügelunterteils und eines Schienenbügeloberteils und wenigstens ein erstes und ein zweites Verlagerungselement auf. Das Schienenbügelunterteil ist dazu konfiguriert, an einer Schachtwand eines Aufzugschachtes fixiert zu werden. Das

Schienenbügeloberteil ist dazu konfiguriert, eine daran fixierte Führungsschiene der Aufzuganlage zu halten. Das Schienenbügelunterteil und das Schienenbügeloberteil weisen jeweils einen Verbindungsbereich auf und sind über die jeweiligen

Verbindungsbereiche aneinander fixierbar. Die Verlagerungselemente sind dazu konfiguriert, das Schienenbügelunterteil relativ zu dem Schienenbügeloberteil zu verlagern. Jedes der Verlagerungselemente wirkt sowohl mit dem Verbindungsbereich des Schienenbügelunterteils als auch mit dem Verbindungsbereich des Schienenbügel oberteils zusammen, wobei das Verlagerungselement um eine Drehachse drehbar ist und mit zumindest einem der Schienenbügelteile exzentrisch bezüglich der Drehachse an einander seitlich gegenüberliegenden Anlageflächen im Verbindungsbereich dieses Schienenbügelteils anliegend zusammenwirkt.

Gemäss einem zweiten Aspekt der Erfindung wird eine Aufzuganlage mit einer durch eine Führungsschiene in ihrer Vertikalbewegung geführten Aufzugkabine und einer Ausrichtvorrichtung gemäss einer Ausführungsform des ersten Aspekts der Erfindung vorgeschlagen. Dabei ist das Schienenbügelunterteil an einer Schachtwand befestigt und die Führungsschiene ist an dem Schienenbügeloberteil befestigt.

Gemäss einem dritten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Ausrichten einer Führungsschiene einer Aufzuganlage vorgeschlagen, wobei die Führungsschiene an dem Schienenbügeloberteil einer Ausrichtvorrichtung gemäss einer Ausführungsform des ersten Aspekts der Erfindung befestigt ist. Das Verfahren umfasst hierbei ein Ausrichten der Führungsschiene durch Verlagern des Schienenbügeloberteils relativ zu dem

Schienenbügelunterteil der Ausrichtvorrichtung durch Drehen zumindest eines der Verlagerungselemente der Ausrichtvorrichtung.

Mögliche Merkmale und Vorteile von Ausführungsformen der Erfindung können unter anderem und ohne die Erfindung einzuschränken als auf nachfolgend beschriebenen Ideen und Erkenntnissen beruhend angesehen werden.

Wie einleitend bereits angedeutet, soll beispielsweise im Rahmen einer Montage oder einer Wartung das Ausrichten einer Führungsschiene einer Aufzuganlage vereinfacht und/oder präziser durchführbar werden.

Verkürzend zusammengefasst wird zu diesem Zweck eine Ausrichtvorrichtung vorgeschlagen, bei der zwei Schienenbügelteile mithilfe zweier als Exzenter

ausgebildeter Verlagerungselemente relativ zueinander verlagert werden können. Die Verlagerungselemente wirken dabei mit den beiden Verbindungsbereichen jedes der Schienenbügelteile zusammen und sind um eine Drehachse drehbar. Dabei liegt zumindest ein exzentrisch ausgebildeter Teil eines Verlagerungselements seitlich an einer Anlagefläche im Verbindungsbereich eines der Schienenbügelteile an, sodass, wenn das Verlagerungselement um seine Drehachse gedreht wird, der exzentrisch ausgebildete Teil des Verlagerungselements die Anlagefläche und somit den Verbindungsbereich des jeweiligen Schienenbügelteils seitlich verschiebt. Das Verlagerungselement kann dabei beispielsweise mithilfe eines Werkzeuges einfach und präzise gedreht werden und die Drehbewegung dabei einfach und intuitiv in eine seitliche Verschiebungsbewegung der beiden Schienenbügelteile relativ zueinander umgesetzt werden.

Die beiden Schienenbügelteile können hierbei mechanisch hoch belastbare Bauteile sein, um die Kräfte, die auf die an ihr gehaltene Führungsschiene von der zu führenden Aufzugkabine oder dem zu führenden Gegengewicht ausgeübt werden, schädigungsfrei aufhehmen und an beispielsweise eine Aufzugschachtwand ableiten zu können. Die Schienenbügelteile können beispielsweise mit Metall, insbesondere Stahl, ausgebildet sein. Dabei kann jedes der Schienenbügelteile einstückig sein. Beispielsweise kann ein Schienenbügelteil aus einem Blech, insbesondere einem dicken Stahlblech, gebildet sein.

Die Schienenbügelteile können als Schienenbügelunterteil einerseits und als

Schienenbügeloberteil andererseits ausgebildet sein. Die beiden Schienenbügelteile können dabei eine gleiche, ähnliche oder andersartige Ausgestaltung aufweisen. Das Schienenbügelunterteil ist dazu ausgestaltet, an einer Schachtwand eines Aufzugschachts fixiert zu werden. Dabei kann das Schienenbügelunterteil direkt an der Schachtwand anzubringen sein. Alternativ kann das Schienenbügelunterteil auch über weitere Bauteile wie beispielsweise Zwischenstücke, Halter oder Ähnliches an der Schachtwand zu befestigen sein. Das Schienenbügelunterteil kann hierzu beispielsweise Ausnehmungen aufweisen, durch die hindurch sich Schrauben oder andere Befestigungselemente erstrecken können. In ähnlicher Weise kann das Schienenbügeloberteil derart ausgestaltet sein, dass daran eine Führungsschiene der Aufzuganlage fixiert und gehalten werden kann. Auch hier ist eine direkte oder indirekte Anbringung möglich und es können beispielsweise Ausnehmungen vorgesehen sein, durch die hindurch zur Befestigung dienende Schrauben oder ähnliche Befestigungselemente aufgenommen werden können. Aus den Bezeichnungen Schienenbügelunterteil und Schienenbügeloberteil kann keine vorgegebene Anordnung der beiden Schienenbügelteile zueinander abgeleitet werden. Diese Bezeichnungen dienen lediglich zur Unterscheidung der beiden Schienenbügelteile.

Jedes der beiden Schienenbügelteile verfügt über einen Verbindungsbereich. Über ihre beiden Verbindungsbereiche sind die beiden Schienenbügelteile aneinander zu fixieren. Die Verbindungsbereiche weisen dabei eine ausreichende mechanische Festigkeit auf, um die auf die Schienenbügelteile wirkenden Kräfte aufhehmen und übertragen zu können. Insbesondere können die Verbindungsbereiche einstückig mit dem Rest des zugehörigen Schienenbügelteils ausgebildet sein. Beispielsweise kann ein Verbindungsbereich ein Teilbereich eines Blechs sein, aus dem das Schienenbügelteil ausgebildet ist. Gemäss einer Ausführungsform kann der Verbindungsbereich plattenartig sein, d.h. sich entlang einer Ebene erstrecken. Insbesondere kann ein Schienenbügelteil als Winkel-Bauteil, d.h. mit einem L-förmigen Querschnitt, ausgebildet sein. In diesem Fall kann der

Verbindungsbereich durch einen Schenkel dieses Winkel-Bauteils gebildet sein.

Wenn die beiden Schienenbügelteile aneinander fixiert sind, können deren jeweilige Verbindungsbereiche sich parallel zueinander erstrecken. Dies gilt insbesondere für plattenartig ausgestaltete Verbindungsbereiche. Dabei können die beiden

Verbindungsbereiche direkt aneinander angrenzen, d.h. sich berühren. Alternativ kann zwischen den beiden Verbindungsbereichen eine Zwischenschicht, ein ergänzendes Bauteil oder Ähnliches zwischengelagert sein. Die beiden Verbindungsbereiche sollen dabei derart ausgestaltet sein, dass die beiden Schienenbügelteile parallel zu einer Oberfläche ihrer Verbindungsbereiche relativ zueinander verschoben werden können.

Um die beiden Schienenbügelteile aneinander fixieren zu können, können in jedem ihrer Verbindungsbereiche Ausnehmungen vorgesehen sein, durch die hindurch sich

Fixierelemente erstrecken können. Mithilfe solcher Fixierelemente können die beiden Verbindungsbereiche mechanisch gegeneinander gepresst bzw. miteinander mechanisch verspannt werden und somit aneinander fixiert werden. Als Fixierelemente können beispielsweise Schrauben, Bolzen oder Ähnliches eingesetzt werden. Die Fixierelemente können beispielsweise mit einem Gewinde oder ähnlichem direkt in einen der

Verbindungsbereiche eingreifen bzw. mit diesem Zusammenwirken. Alternativ können die Fixierelemente mit geeigneten Gegenstücken wie beispielsweise Muttem, Splinten, Schnellverschlüssen oder ähnlichem ausgestattet sein, um sich dazwischen erstreckende Verbindungsbereiche mechanisch gegeneinander verspannen zu können. In einer möglichen Ausgestaltung kann ein Fixierelement auch einstückig mit einem der Verbindungsbereiche bzw. an einem der Schienenbügelteile ausgebildet sein. Als weitere mögliche Ausgestaltung kann auch eines der Verlagerungselemente derart ausgestaltet sein, dass es ergänzend auch als Fixierelement wirken kann.

Eine Hauptaufgabe der Verlagerungselemente besteht darin, die beiden

Schienenbügelteile relativ zueinander verlagern zu können. Hierzu wirkt ein

Verlagerungselement sowohl mit dem Verbindungsbereich des Schienenbügelunterteils als auch mit dem Verbindungsbereich des Schienenbügeloberteils zusammen. Das Verlagerungselement kann dabei um eine Drehachse hemm gedreht werden. Im montierten Zustand ist dabei die Drehachse vorzugsweise orthogonal zu einer

Erstreckungsebene eines der Verbindungsbereiche ausgerichtet.

Hierbei ist das Verlagerungselement zumindest in Teilbereichen derart ausgestaltet, dass es mit zumindest einem der Schienenbügelteile exzentrisch zusammenwirkt. D.h., wenn das Verlagerungselement relativ zu dem Schienenbügelteil um seine Drehachse gedreht wird, liegt es mit seitlichen Oberflächen des exzentrisch ausgebildeten Teilbereichs an seitlich einander gegenüberliegenden Anlageflächen im Verbindungsbereich des Schienenbügelteils an. Da der exzentrisch ausgebildete Teilbereich sich aufgrund der Drehung des Verlagerungselements lateral verlagert, wird durch dessen seitliche Oberflächen eine lateral wirkende Kraft auf die Anlageflächen des jeweiligen

Schienenbügelteils ausgeübt. Aufgrund dieser lateral wirkenden Kraft werden die beiden Schienenbügelteile relativ zueinander verlagert.

Letztendlich kann durch eine einfach und präzise bewirkbare Drehbewegung des Verlagerungselements eine lineare Verlagerung der beiden Schienenbügelteile relativ zueinander bewirkt werden.

Gemäss einer konkretisierten Ausführungsform kann in dem Verbindungsbereich eines ersten der Schienenbügelteile ein Rundloch ausgebildet sein und in dem

Verbindungsbereich eines zweiten der Schienenbügelteile ein Langloch ausgebildet sein. Dabei kann das Verlagerungselement einen zylindrischen und um die Drehachse zentrierten ersten Eingriffsbereich und einen zylindrischen und um die Drehachse exzentrisch angeordneten zweiten Eingriffsbereich aufweisen. Das Verlagerungselement kann dann mit dem ersten Eingriffsbereich durch das Rundloch des ersten

Schienenbügelteils verlaufend und mit dem zweiten Eingriffsbereich durch das Langloch des zweiten Schienenbügelteils verlaufend angeordnet sein.

Anders ausgedrückt kann in einem der Schienenbügelteile ein Rundloch, d.h. eine im Wesentlichen zylindrische Durchgangsöffhung, ausgebildet sein und an einer hierzu entsprechenden Position kann in dem anderen Schienenbügelteil ein Langloch, d.h. eine Durchgangsöffhung mit einem länglichen Querschnitt, ausgebildet sein. Sowohl ein Innenumfang des Rundlochs als auch zumindest Teile eines Innenumfangs des Langlochs bilden dabei Anlageflächen, über die in lateraler Richtung wirkende Kräfte auf die Schienenbügelteile bzw. deren Verbindungsbereiche ausgeübt werden können.

Eines der Verlagerungselemente kann dann einen ersten und einen zweiten

Eingriffsbereich aufweisen. Beide Eingriffsbereiche können im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet sein. Eventuell können die Eingriffsbereiche oberflächennahe Strukturen wie beispielsweise Gewinde aufweisen, deren Abmessungen aber im Vergleich zu den Gesamtabmessungen der Eingriffsbereiche vemachlässigbar sind und lediglich

unwesentliche Abweichungen von der zylindrischen Form dieser Eingriffsbereiche darstellen.

Der erste Eingriffsbereich erstreckt sich dabei zentriert um die Drehachse des

Verlagerungselements. Ein Querschnitt des ersten Eingriffsbereichs kann dabei im Wesentlichen einem Querschnitt des Rundlochs in dem Verbindungsbereich des

Schienenbügeloberteils entsprechen. Der erste Eingriffsbereich kann somit innerhalb des Rundlochs aufgenommen werden und sich in diesem um die Drehachse drehen.

Der zweite Eingriffsbereich ist dabei bezüglich der Drehachse exzentrisch angeordnet.

Ein Durchmesser des zweiten Eingriffsbereichs kann im Wesentlichen einem Abstand der einander gegenüberliegenden Anlageflächen, wie sie von Innenseiten des Langlochs in dem Verbindungsbereich des zugehörigen Schienenbügelteils gebildet werden, entsprechen. Der zweite Eingriffsbereich kann somit innerhalb des Langlochs aufgenommen werden.

Während entgegengesetzt gerichtete Bereiche einer Oberfläche am Aussenumfang des zweiten Eingriffsbereichs an den gegenüberliegenden Anlageflächen des Langlochs in dem Verbindungsbereich anliegen und auf diese Kräfte ausüben können, um das zugehörige Schienenbügeheil in einer Richtung quer zur Längsrichtung des Langlochs lateral zu verlagern, kann sich der zweite Eingriffsbereich entlang der Längsrichtung des Langlochs innerhalb des Langlochs verschieben lassen, ohne dass signifikante Kräfte auf das zugehörige Schienenbügeheil ausgeübt würden.

Gemäss einer konkretisierten Ausführungsform können für jedes der

Verlagerungselemente in dem Verbindungsbereich des ersten der Schienenbügeheile mehrere Rundlöcher ausgebildet sein. Vorzugsweise können die Rundlöcher entlang einer Geraden angeordnet sein.

Beispielsweise können korrespondierend zu jedem der Verlagerungselemente zwei, drei, vier, fünf oder mehr Rundlöcher in dem Verbindungsbereich des ersten der

Schienenbügeheile vorgesehen sein. Das zugehörige Verlagerungselement kann dementsprechend durch eines dieser Rundlöcher hindurch verlaufen. Somit kann die Relativpositionierung zwischen dem ersten und dem zweiten Verbindungsbereich und

damit zwischen den beiden Schienenbügelteilen je nach Bedarf variiert werden. Die Rundlöcher können einander benachbart angeordnet sein. Dabei können die Rundlöcher nebeneinander entlang einer Linie, insbesondere entlang einer Gerade, angeordnet sein. Zwischen den Rundlöchem können Abstände vorgesehen sein. Die Abstände können größer, gleich oder kleiner als ein Durchmesser der Rundlöcher sein. Alternativ können die Rundlöcher entlang der Geraden überlappen, sodass sich eine Art Langloch mit lokal variierender Breite ergibt.

Gemäss einer Ausführungsform kann das erste Verlagerungselement mit zumindest einem der Schienenbügelteile exzentrisch bezüglich der Drehachse an zueinander parallelen ersten Anlageflächen anliegend Zusammenwirken und das zweite

Verlagerungselement mit zumindest einem der Schienenbügelteile exzentrisch bezüglich der Drehachse an zueinander parallelen zweiten Anlageflächen anliegend

Zusammenwirken. Die ersten Anlageflächen können sich hierbei in einer ersten Richtung erstrecken und die zweiten Anlageflächen können sich in einer zweiten Richtung erstrecken. Die erste und die zweite Richtung können nicht-parallel zueinander sein, d.h. in einem von null verschiedenen Winkel zueinander verlaufen. Insbesondere können die erste und die zweite Richtung orthogonal zueinander sein, d.h. in einem rechten Winkel zueinander verlaufen.

Mit anderen Worten können die wenigstens zwei Verlagerungselemente der

Ausrichtvorrichtung derart exzentrisch ausgebildet sein, dass jedes der

Verlagerungselemente beispielsweise mit seinem exzentrisch angeordneten zweiten Eingriffsbereich mit Anlageflächen an dem Verbindungsbereich des zugehörigen Verlagerungselements zusammenwirkt. Dabei sind jedoch die Anlageflächen, mit denen das erste Verlagerungselement zusammenwirkt, und die Anlageflächen, mit denen das zweite Verlagerungselement zusammenwirkt, nicht parallel, sondern in einem Winkel zueinander angeordnet.

Dementsprechend können von den Verlagerungselementen über deren jeweilige exzentrische Eingriffsbereiche durch ein Drehen des jeweiligen Verlagerungselements Kräfte in unterschiedlichen lateralen Richtungen auf die zugeordneten Anlageflächen und somit auf das zugehörige Schienenbügelteil ausgeübt werden. Vorzugsweise sind die

ersten Anlageflächen und die zweiten Anlageflächen dabei orthogonal zueinander angeordnet.

Aufgrund der in einem Winkel zueinander verlaufenden Ausrichtung der ersten und zweiten Anlageflächen können auf die ersten Anlageflächen durch Drehen des einen Verlagerungselements Kräfte in einer ersten Richtung ausgeübt werden und auf die zweiten Anlageflächen durch Drehen des anderen Verlagerungselements Kräfte in einer zweiten Richtung, die quer, insbesondere orthogonal, zu der ersten Richtung ist, ausgeübt werden. Die Schienenbügelteile können somit in einer Ebene parallel zu Oberflächen ihrer Verbindungsbereiche in zwei zueinander senkrecht verlaufenden Raumrichtungen relativ zueinander verlagert werden.

Gemäss einer Ausführungsform kann die Ausrichtvorrichtung ferner ein drittes

Verlagerungselement aufweisen.

Das dritte Verlagerungselement kann dabei gleich oder ähnlich wie die anderen beiden Verlagerungselemente ausgebildet sein und in gleicher oder ähnlicherWeise mit den Verbindungsbereichen der Schienenbügelteile Zusammenwirken. Insbesondere kann das dritte Verlagerungselement ähnlich wie die beiden anderen Verlagerungselemente über erste und zweite Eingriffsbereiche verfügen und sich durch hierfür ergänzend in den Verbindungsbereichen der Schienenbügelteile vorgesehene zusätzliche Rund- und Langlöcher erstrecken.

Mithilfe des dritten Verlagerungselements können auf die Schienenbügelteile weitere Kräfte bewirkt werden, um diese relativ zueinander zu verlagern. Diese weiteren Kräfte können insbesondere derart gerichtet sein und eingesetzt werden, um damit die

Schienenbügelteile nicht nur linear relativ zueinander verlagern zu können, sondern sie auch mit einer Drehbewegung relativ zueinander umorientieren zu können.

Dabei kann gemäss einer Ausführungsform das dritte Verlagerungselement mit zumindest einem der Schienenbügelteile exzentrisch bezüglich der Drehachse an zueinander parallelen dritten Anlageflächen anliegend Zusammenwirken. Die ersten und dritten Anlageflächen können sich hierbei in zueinander parallelen Richtungen erstrecken.

Anders ausgedrückt können beispielsweise in einem der Verbindungsbereiche der beiden Schienenbügelteile zwei Langlöcher ausgebildet sein, deren Innenoberflächen die ersten und dritten Anlageflächen bilden. Diese beiden Langlöcher können sich mit ihrer jeweiligen Längsrichtung in einer gleichen Richtung oder in zueinander parallelen Richtungen erstrecken. Somit kann durch Drehen des ersten und des dritten

Verlagerungselements über deren jeweilige exzentrisch angeordnete Eingriffsbereiche Kräfte in zueinander parallelen Richtungen quer zu jeweils der ersten und der dritten Anlagefläche auf den entsprechenden Verbindungsbereich ausgeübt werden.

Da die beiden Langlöcher vorzugsweise bezüglich ihrer Längsrichtung an zueinander versetzten Positionen angeordnet sind, kann mithilfe solcher Kräfte ein Drehmoment auf den entsprechenden Verbindungsbereich bewirkt werden. Aufgrund eines solchen bewirkten Drehmoments können die beiden Schienenbügelteile durch geeignetes Drehen des ersten und des dritten Verlagerungselements relativ zueinander umorientiert werden.

Dies kann zwar prinzipiell auch erreicht werden, wenn die ersten und dritten

Anlageflächen nicht in parallel zueinander verlaufenden Richtungen angeordnet sind. Für den Fall, dass die ersten und dritten Anlageflächen in parallel zueinander verlaufenden Richtungen angeordnet sind, kann ein Verdrehen der Schienenbügelteile relativ zueinander jedoch in einer für einen Techniker besonders intuitiven Weise bewirkt werden, indem die voneinander lateral beabstandeten ersten und dritten

Verlagerungselemente geeignet um ihre jeweiligen Drehachsen gedreht werden.

Gemäss einer Ausführungsform weist jedes der Verlagerungselemente einen Schraubkopf auf, mit dem ein Werkzeug Zusammenwirken kann, um das Verlagerungselement um seine Drehachse zu drehen.

Mit anderen Worten kann an einem Ende eines der Verlagerungselemente eine Struktur vorgesehen sein, mit der ein Werkzeug in Eingriff kommen kann, um ein Drehmoment um die Drehachse des Verlagerungselements herum auf das Verlagerungselement ausüben zu können. Beispielsweise kann der Schraubkopf als Vielkant, z.B. Sechskant, ausgebildet sein, mit dem ein entsprechend kantiger Werkzeugschlüssel Zusammenwirken kann. Mithilfe des Werkzeugs kann ein Techniker somit einfach, präzise und falls nötig mit hohen Kräften ein Drehmoment auf das jeweilige Verlagerungselement ausüben.

Gemäss einer Ausführungsform weist das Verlagerungselement zentriert um die

Drehachse ein Gewinde auf.

Anders ausgedrückt kann beispielsweise an einem Ende des Verlagerungselements ein Gewinde vorgesehen sein. Das Gewinde kann sich dabei spiralförmig um die Drehachse des Verlagerungselements erstrecken. Auf das Gewinde kann beispielsweise eine Mutter geschraubt werden, mithilfe derer das Verlagerungselement an einem der Verbindungs bereiche der Schienenbügelteile gehalten sein kann bzw. sich an diesem abstützen kann. Alternativ kann das Verlagerungselement mit diesem Gewinde in ein Gewinde eingeschraubt werden, dass an einem der Verbindungsbereiche der Schienenbügelteile vorgesehen ist.

Gemäss einer Ausführungsform weist die Ausrichtvorrichtung ferner eine Aktuatorik auf, welche dazu konfiguriert ist, die Verlagerungselemente unabhängig voneinander um ihre jeweilige Drehachse zu drehen.

Anders ausgedrückt kann die Ausrichtvorrichtung über eine Aktuatorik mit einem oder mehreren Aktuatoren verfügen. Ein Aktuator kann dabei mit einem der Verlagerungs elemente Zusammenwirken. Alternativ kann ein Aktuator über ein Getriebe wählbar mit verschiedenen der Verlagerungselemente Zusammenwirken. Der Aktuator bzw. die Aktuatoren können jeweils mit einem der Verlagerungselemente Zusammenwirken, um dieses um seine Drehachse zu drehen, um auf diese Weise eine Verlagerung der beiden Schienenbügelteile relativ zueinander zu bewirken.

Da die Aktuatorik dazu konfiguriert ist, die Verlagerungselemente unabhängig voneinander drehen zu können, und da die Verlagerungselemente vorzugsweise derart mit den Verbindungsbereichen der Schienenbügelteile Zusammenwirken, dass ein Drehen jedes Verlagerungselements eine Relativverlagerung der beiden Verbindungsbereiche in einer anderen Richtung bewirkt, als sie von anderen Verlagerungselementen bewirkt wird, kann durch gezieltes Betätigen der Aktuatorik und somit gezieltes Drehen der verschiedenen Verlagerungselemente eine gewünschte Verlagerung der beiden

Schienenbügelteile relativ zueinander bewirkt werden.

Gemäss einer konkretisierten Ausführungsform verfügt die Aktuatorik über einen oder mehrere Elektromotoren, um die Verlagerungselemente unabhängig voneinander um ihre jeweilige Drehachse zu drehen. Jeder Elektromotor kann dabei als Aktor wirken, um ein oder mehrere der Verlagerungselemente zu drehen. Vorzugsweise kann eine Anzahl von Elektromotoren gleich einer Anzahl der Verlagerungselemente sein und jedem

Verlagerungselement ein Elektromotor zugeordnet sein.

Gemäss einer weiteren konkretisierten Ausführungsform verfügt die Aktuatorik über eine Steuerung, um ein Drehen der Verlagerungselemente derart zu steuern, dass das

Schienenbügeloberteil relativ zu dem Schienenbügelunterteil hin zu einer

Referenzposition bewegt wird.

Anders ausgedrückt kann für die Aktuatorik eine Steuerung vorgesehen sein, mithilfe derer ein Betrieb des oder der Aktuatoren gesteuert werden kann. Die Steuerung kann dabei die Referenzposition kennen, an der beispielsweise die an dem Schienenbügel oberteil gehaltene Führungsschiene angeordnet sein sollte. Anhand der Information über die Referenzposition kann die Steuerung dann die Verlagerungselemente der

Ausrichtvorrichtung durch geeignetes Ansteuem der Aktuatoren derart drehen lassen, dass das Schienenbügeloberteil, eventuell mitsamt der daran befestigten Führungsschiene, hin zu der Referenzposition bewegt wird. Die Referenzposition kann beispielsweise durch Messen eines lateralen Abstandes hin zu einem zuvor gespannten Lot ermittelt werden.

Ausführungsformen der hierin beschriebenen Ausrichtvorrichtung können für eine Aufzuganlage gemäss einer Ausführungsform des zweiten Aspekts der Erfindung verwendet werden. Die Aufzuganlage verfügt dabei über eine Aufzugkabine, die, wenn sie sich vertikal durch einen Aufzugschacht bewegt, seitlich von zumindest einer Führungsschiene geführt wird. In diesem Fall dient das Schienenbügelunterteil der Ausrichtvorrichtung zur Befestigung an einer Schachtwand, wohingegen die

Führungsschiene an dem Schienenbügeloberteil befestigt ist.

Dementsprechend kann mithilfe von Ausführungsformen des ebenfalls hierin

beschriebenen Verfahrens gemäss dem dritten Aspekt der Erfindung eine Position

und/oder Orientierung der Führungsschiene durch geeignetes Ausrichten des

Schienenbügeloberteils durch Drehen eines oder mehrerer der Verlagerungselemente der Ausrichtvorrichtung eingestellt werden.

Es ist insbesondere möglich, dass gleichzeitig mehr als eine Ausrichtvorrichtung mit Aktuatorik an Schiebenbügelteilen angeordnet werden. Insbesondere werden mindestens drei Ausrichtvorrichtungen mit Aktuatorik an den Schiebenbügelteilen einer

Führungsschiene angeordnet. Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn an jedem Paar von Schienenbügelteilen einer Führungsschiene eine Ausrichtvorrichtung mit Aktuatorik angeordnet wird.

Die Anordnung mehrerer Ausrichtvorrichtungen mit Aktuatorik an einer Führungsschiene ermöglicht eine besonders präzise automatisierte Ausrichtung der Führungsschiene, da eine Ausrichtung an einem Schienenbügelteil eine vorangegangene Ausrichtung der Führungsschiene an einem anderen Schienenbügelteil beeinflussen kann. Die Anordnung mehrerer Ausrichtvorrichtungen mit Aktuatorik an verschiedenen Schienenbügelteilen einer Führungsschiene ermöglicht entweder eine gleichzeitige Ausrichtung an unterschiedlichen Führungsschienenteilen oder eine schnelle Überprüfung der

Auswirkungen einer Ausrichtung an einem Schienenbügelteil auf die vorangegangene Ausrichtung an einem anderen Schienenbügelteil. Die Ausrichtung der Führungsschiene kann beispielsweise automatisiert in einem iterativen Prozess erfolgen, in dem nacheinander eine wiederholte Ausrichtung an verschiedenen Schienenbügelteilen erfolgt.

Es wird daraufhingewiesen, dass einige der möglichen Merkmale und Vorteile der Erfindung hierin mit Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen der

Ausrichtvorrichtung, der damit ausgestatteten Aufzuganlage oder des damit

durchzuführenden Ausrichtverfahrens beschrieben sind. Ein Fachmann erkennt, dass die Merkmale in geeigneterWeise kombiniert, angepasst, übertragen oder ausgetauscht werden können, um zu weiteren Ausführungsformen der Erfindung zu gelangen.

Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei weder die Zeichnungen noch die Beschreibung als die Erfindung einschränkend auszulegen sind.

Fig. 1 zeigt eine Aufzuganlage gemäss einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausrichtvorrichtung gemäss einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht durch die Ausrichtvorrichtung aus Fig. 2.

Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf die Ausrichtvorrichtung aus Fig. 2.

Fig. 5 zeigt die Draufsicht aus Fig. 4 mit entfernten Verlagerungselementen.

Fig. 6 (a) - (c) zeigen verschiedene Ansichten eines Verlagerungselements für eine erfindungsgemässe Ausrichtvorrichtung .

Fig. 7 zeigt eine Ausgestaltung von Verbindungsbereichen einer Ausrichtvorrichtung gemäss einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 8 zeigt eine erfindungsgemässe Ausrichtvorrichtung mit einer Aktuatorik.

Fig. 9 zeigt ein Schienenbügelunterteil mit einer Mehrzahl von darin ausgebildeten Rundlöchem.

Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht massstabsgetreu. Gleiche

Bezugszeichen bezeichnen in den verschiedenen Figuren gleiche oder gleichwirkende Merkmale

Fig. 1 zeigt eine Aufzuganlage 1 mit Ausrichtvorrichtung in 3 gemäss einer

Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

In der Aufzuganlage 1 kann sich eine Aufzugkabine 5 innerhalb eines Aufzugschachts 7 vertikal bewegen. Dabei wird sie mittels eines seilartigen Tragmittels 9, welches von einer Antriebsmaschine 11 angetrieben wird, verlagert.

Insbesondere um die Aufzugkabine 5 an seitlichen Bewegungen wie beispielsweise einem Schwingen innerhalb des Aufzugschachts 7 zu hindern, wird sie bei ihrer vertikalen Verlagerung von Führungsschienen 13 geführt. Die Aufzugkabine 5 stützt sich dabei über Führungsschuhe 14 oder Ähnliches an den Führungsschienen 13 ab. Die Führungsschienen 13 sind jeweils an einer Schachtwand 15 verankert. Um eine korrekte Positionierung der Führungsschienen 13 vereinfachen oder diese nachträglich noch ändern zu können, sind die Führungsschienen 13 dabei nicht direkt an der Schachtwand 15 angebracht, sondern mit dieser über eine der Ausrichtvorrichtungen 3 verbunden.

In den Figuren 2 bis 5 ist eine Ausführungsform einer Ausrichtvorrichtung 3 in verschiedenen Ansichten dargestellt. Die Ausrichtvorrichtung 3 verfügt über zwei Schienenbügelteile 17.

Eines der Schienenbügelteile 17 dient als Schienenbügelunterteil 19 dazu, an der Schachtwand 15 fixiert zu werden. Hierzu weist das Schienenbügelunterteil 19 geeignete Ausnehmungen 21 in Form von Langlöchem 23 und/oder Rundlöchem 25 auf. Durch diese Ausnehmungen 21 können Befestigungselemente wie beispielsweise Schrauben verlaufen, mit denen das Schienenbügelunterteil 19 an der Schachtwand 15 verankert werden kann.

Das andere Schienenbügelteil 17 dient als Schienenbügeloberteil 27 dazu, die daran zu fixierende Führungsschiene 13 zu halten. Zu diesem Zweck können an dem Schienen bügeloberteil 27 beispielsweise auch geeignete Ausnehmungen 29 in Form von

Langlöchem 31 und/oder Rundlöchem (nicht dargestellt) vorgesehen sein.

Jedes der Schienenbügelteile 17 kann als im Querschnitt L-förmiges Bauteil ausgestaltet sein. Beispielsweise können die Schienenbügelteile 17 als gebogene und mit den Ausnehmungen 21, 29 versehene dicke Stahlbleche ausgestaltet sein. Die Ausnehmungen 21, 29 erstrecken sich dabei jeweils durch einen der Schenkel eines solchen L-förmigen Bauteils. Der jeweils andere Schenkel des Bauteils bildet einen Verbindungsbereich 33, 35. Das Schienenbügelunterteil 19 kann dabei mit seinem Verbindungsbereich 33 mit dem Verbindungsbereich 35 des Schienenbügeloberteils 27 verbunden werden, sodass beide Schienenbügelteile 17 aneinander fixiert sind.

Zwischen dem Schienenbügelunterteil 19 und dem Schienenbügeloberteil 27 erstrecken sich mehrere Verlagerungselemente 37', 37", 37"'. Die Verlagerungselemente 37', 37",

37'" sind dazu konfiguriert, das Schienenbügelunterteil 19 relativ zu dem

Schienenbügeloberteil 27 lateral, das heisst parallel zu Erstreckungsebenen von deren Verbindungsbereichen 33, 35, zu verlagern. Dabei wirkt jedes der Verlagerungselemente 37', 37", 37'" sowohl mit dem Verbindungsbereich 33 des Schienenbügelunterteils 19 als auch mit dem Verbindungsbereich 35 des Schienenbügeloberteils 27 zusammen. Wie weiter unten mit Bezug auf Fig. 6 genauer beschrieben, sind die Verlagerungselemente 37', 37", 37'" dabei als zumindest in Teilbereichen exzentrisch ausgebildete Bauelemente ausgebildet. Ein Verlagerungselement 37', 37", 37'" ist dabei um eine Drehachse 39 drehbar und wirkt mit zumindest einem der Schienenbügelteile 17 exzentrisch bezüglich der Drehachse 39 an einander seitlich gegenüberliegenden Anlageflächen 4G, 41", 4G" im Verbindungsbereich 35 dieses Schienenbügelteils 17 anliegend zusammen.

Im dargestellten Beispiel ist in dem Verbindungsbereich 33 des Schienenbügelunterteils 19 für jedes von drei Verlagerungselementen 37‘, 37“, 37‘“ jeweils ein Rundloch 43‘, 43 . 43 vorgesehen. An hierzu entsprechenden Positionen sind in dem

Verbindungsbereich 35 des Schienenbügeloberteils 27 Langlöcher 45‘, 45“, 45 vorgesehen. Die Rundlöcher 43‘, 43“, 43“‘und Langlöcher 45‘, 45“, 45“‘sind seitlich nebeneinander und seitlich voneinander beabstandet angeordnet.

Wie in Fig. 6(a) - (c) veranschaulicht, weist jedes der Verlagerungselemente 37 einen zylindrischen ersten Eingriffsbereich 47 und einen vorzugweise ebenfalls zylindrischen zweiten Eingriffsbereich 49 auf. Der erste Eingriffsbereich 47 erstreckt sich zentriert um die Drehachse 39, wohingegen der zweite Eingriffsbereich 49 exzentrisch in Bezug auf die Drehachse 39 ausgebildet ist. Ein Durchmesser des zweiten Eingriffsbereichs 49 ist dabei erheblich grösser als ein Durchmesser des ersten Eingriffsbereichs 47. Der erste Eingriffsbereich 47 ist mit einem Gewinde 51 versehen. An einer dem ersten

Eingriffsbereich 47 entgegengesetzten Seite befindet sich benachbart zu dem zweiten Eingriffsbereich 49 ein Anschlagbereich 55. Dieser Anschlagbereich 55 kann ebenfalls zylindrisch ausgebildet sein. Dabei kann der Anschlagbereich 55 einen deutlich grösseren Durchmesser aufweisen als der zweite Eingriffsbereich 49. Ferner verfügt das

Verlagerungselement 47 über einen Schraubkopf 53, mit dem ein Werkzeug

Zusammenwirken kann, um das Verlagerungselement 37 um seine Drehachse 39 drehen zu können.

Im montierten Zustand (wie in den Fig. 2 - 4 dargestellt) ist jedes der

Verlagerungselemente 37', 37", 37"' derart angeordnet, dass es mit seinem ersten

Eingriffsbereich 47 durch ein zugeordnetes Rundloch 43', 43", 43'" in dem

Verbindungsbereich 33 des Schienenbügelunterteils 19 verläuft und mit seinem zweiten Eingriffsbereich 49 durch ein zugeordnetes Langloch 45', 45", 45'" in dem

Schienenbügeloberteil 27 verläuft. Ein Durchmesser des Rundlochs 43', 43", 43'" entspricht dabei im Wesentlichen einem Durchmesser des ersten Eingriffsbereichs 47, sodass das Verlagerungselement 37 mit seinem ersten Eingriffsbereich 47 in Bezug auf die Erstreckungsebene des Verbindungsbereichs 33 formschlüssig in das Rundloch 4G, 41", 4G" eingreift. Eine Breite des Langlochs 45', 45", 45'" entspricht im Wesentlichen einem Durchmesser des zweiten Eingriffsbereichs 49. Innenhegende Längsseiten des Langlochs 45', 45", 45'" bilden dabei die Anlageflächen 4G, 41", 4G", an denen das Verlagerungselement 37 mit seinem zweiten Eingriffsbereich 49 seitlich anliegt. Eine Länge des Langlochs 45', 45", 45'" ist wesentlich grösser als dessen Breite, sodass der zweite Eingriffsbereich 49 mitsamt dem gesamten Verlagerungselement 37', 37", 37'" innerhalb des Langlochs 45', 45", 45'" entlang von dessen jeweiliger

Längserstreckungsrichtung und somit parallel zu den jeweiligen Anlageflächen 4G, 41", 4G" verlagert werden kann.

Durch Drehen eines der Verlagerungselemente 37', 37", 37'" um seine Drehachse 39 kann aufgrund des sich dabei lateral verlagernden zweiten Eingriffsbereichs 49 eine Kraft auf die mit diesem zweiten Eingriffsbereich 49 zusammenwirkende Anlagefläche 4G, 41", 4G" des zugehörigen Langlochs 45', 45", 45'" bewirkt werden. Anders ausgedrückt kann durch Drehen des Verlagerungselements 37 durch eine Exzenterwirkung eine lateral wirkende Kraft zwischen den beiden Verbindungsbereichen 33, 35 der

Schienenbügelteile 17 erzeugt werden. Mithilfe dieser Kraft können die

Schienenbügeheile 17 relativ zueinander verlagert werden. Eine Richtung und ein Mass einer solchen Relativverlagerung kann dabei beeinflusst werden, je nachdem, welches der drei Verlagerungselemente 37', 37", 37"' wie stark verdreht wird. Die Schienenbügelteile 27 können dabei in verschiedenen Raumrichtungen parallel zu einer Grenzfläche zwischen deren Verbindungsbereichen 33, 35 linear verlagert werden. Ausserdem können die Schienenbügelteile 27 bei geeigneter Betätigung von Verlagerungselementen 37', 37", 37'" relativ zueinander gedreht werden.

Nachdem die Schienenbügelteile 17 durch geeignetes Drehen der Verlagerungselemente 37', 37", 37'" in eine gewünschte Position gebracht wurden, können sie aneinander fixiert werden. Hierzu kann beispielsweise eine Mutter 57 auf das Gewinde 51 des

Verlagerungselements 37', 37", 37'" geschraubt und angezogen werden. Alternativ oder ergänzend können in den beiden Verbindungsbereichen 33, 35 zusätzliche

Ausnehmungen beispielsweise in Form von Rundlöchem 59, 61 vorgesehen sein, durch die sich Fixierelemente wie beispielsweise Schrauben erstrecken können. Mithilfe der Muttem 57 und/oder Fixierelemente können die beiden Verbindungsbereiche 33, 35 mechanisch aneinander gepresst und somit relativ zueinander festgelegt werden.

Bei der in den Fig. 2 - 5 dargestellten Ausführungsform sind die drei Langlöcher 45‘, 45“, 45‘“ derart ausgerichtet, dass die Anlageflächen 4G, 41", 4G" benachbarter Langlöcher 45', 45", 45'" in zueinander nicht-parallelen Richtungen verlaufen.

Beispielsweise verlaufen die Anlageflächen 41‘ des ersten Langlochs 45‘ senkrecht zu den Anlageflächen 41“ des benachbarten zweiten Langlochs 45“ . Die Anlageflächen 4L, 4L“ der beiden aussenliegenden und somit nicht direkt benachbarten Langlöcher 45‘, 45“‘ erstrecken sich in zueinander parallelen Richtungen.

Mit einer solchen Anordnung aus Langlöchem 45', 45", 45'" und durch diese verlaufenden Verlagerungselementen 37', 37", 37'" kann ein Ausrichten des Schienenbügeloberteils 27 relativ zu dem Schienenbügelunterteil 19 beispielsweise von einem Techniker in besonders intuitiver Weise durchgeführt werden. Um beispielsweise das

Schienenbügeloberteil 27 nach links oder rechts (bezogen auf die Darstellung in Fig. 4) zu verlagern, muss das mittlere Verlagerungselement 37“ entsprechend verdreht werden. Soll das Schienenbügeloberteil 27 nach oben oder unten verlagert werden, sollten beide aussen hegenden Verlagerungselemente 37‘, 37“‘ in gleicher Weise verdreht werden.

Soll das Schienenbügeloberteil 27 umorientiert werden, d.h. in seiner Orientierung relativ zu dem Schienenbügelunterteil 19 verdreht werden, sollten die beiden aussen hegenden Verlagerungselemente 37‘, 37“‘ in entgegengesetzterWeise verdreht werden.

In Fig. 7 ist eine perspektivische Ansicht auf Verbindungsbereiche 33, 35 einer alternativen Ausführungsform einer Ausrichtvorrichtung 3 dargestellt. Mehrere Zapfen 63 sind dabei an den Verbindungsbereich 33 des Schienenbügelunterteils 19 gekoppelt. Zumindest drei dieser Zapfen 63 sind dabei relativ zu dem Verbindungsbereich 33 des Schienenbügelunterteils 19 drehbar gehalten. Diese Zapfen 63 können entweder direkt mit dem Verbindungsbereich 33 des Schienenbügelunterteils 19 Zusammenwirken, indem sie beispielsweise in dort vorgesehene Rundlöcher (in Fig. 7 nicht zu erkennen) eingreifen. Alternativ können die Zapfen 63 zwar nicht selbst in den Verbindungsbereich 33 des Schienenbügelunterteils 19 eingreifen, aber indirekt mit diesem

Verbindungsbereich 33 Zusammenwirken. Beispielsweise können diese Zapfen 63 mechanisch mit anderen 63 der Zapfen 63 wechselwirken, die in den Verbindungsbereich 33 des Schienenbügelunterteils 19 eingreifen.

Bei dem in Fig. 7 dargestellten Beispiel verlaufen zwei Langlöcher 45‘, 45“ in zueinander senkrechten Richtungen, wohingegen ein drittes Langloch 45““ schräg, insbesondere in einem 45°-Winkel zu den anderen beiden Langlöchem 45‘, 45“ verläuft.

In Fig. 8 ist schematisch eine Ausführungsform einer Ausrichtvorrichtung 3 dargestellt, welche über eine Aktuatorik 65 verfügt. Die Aktuatorik 65 verfügt über einen

Elektromotor 67, der von einer Steuerung 69 gesteuert wird. Der Elektromotor 67 wirkt über ein Getriebe 71 mit einem Werkzeug 73 zusammen. Das Werkzeug 73 wiederum wirkt mit dem Schraubkopf 53 des Verlagerungselements 37 zusammen.

Mithilfe des Elektromotors 67 und gesteuert durch die Steuerung 69 kann mittels der Aktuatorik 65 somit das Verlagerungselement 37 automatisiert gedreht werden. Für jedes der Verlagerungselemente 37 kann dabei ein eigener Elektromotor 67 vorgesehen sein, sodass die Verlagerungselemente 37 unabhängig voneinander um ihre jeweilige

Drehachse gedreht werden können. Alternativ kann ein einzelner Elektromotor 67 genügen, um mithilfe einer beispielsweise ebenfalls von der Steuerung 69 zu steuernden Getriebeanordnung selektiv einzelne der Verlagerungselemente 37 drehen zu können.

Gegebenenfalls kann die Steuerung 69 über Informationen hinsichtlich einer im Rahmen eines Ausrichtvorgangs zu erreichenden Referenzposition besitzen. In diesem Fall kann die Steuerung eventuell automatisiert das Drehen der Verlagerungselemente 37 mithilfe der Elektromotoren 67 ansteuem. Ein Ausrichtvorgang kann somit weitgehend oder sogar vollständig automatisiert werden.

Es ist möglich, dass gleichzeitig mehr als eine Ausrichtvorrichtung mit Aktuatorik an Schiebenbügelteilen angeordnet werden. Insbesondere wird an jedem Paar von

Schienenbügelteilen einer Führungsschiene eine Ausrichtvorrichtung mit Aktuatorik angeordnet. Dies ermöglicht entweder eine gleichzeitige Ausrichtung an

unterschiedlichen Führungsschienenteilen oder eine schnelle Überprüfung der

Auswirkungen einer Ausrichtung an einem Schienenbügelteil auf die vorangegangene Ausrichtung an einem anderen Schienenbügelteil. Die Ausrichtung der Führungsschiene kann dann automatisiert in einem iterativen Prozess erfolgen, in dem nacheinander eine wiederholte Ausrichtung an verschiedenen Schienenbügelteilen erfolgt.

Fig. 9 zeigt ein Schienenbügelunterteil 19, in dessen Verbindungsbereich 33 eine Mehrzahl von Rundlöchem 43 ausgebildet ist. Für jedes der Verlagerungselemente 37 sind dabei mehrere Rundlöcher 43 vorgesehen. Die für ein Verlagerungselement 37 vorgesehenen Rundlöcher 43 sind entlang einer Gerade benachbart zueinander angeordnet. Die Geraden betreffend Rundlöcher 43 für benachbarte

Verlagerungselemente 37 verlaufen im Wesentlichen parallel zu einander. Im

dargestellten Beispiel sind die Rundlöcher 43 lateral voneinander beabstandet. Alternativ könnten benachbarte Rundlöcher 43 einander partiell überlappen, d.h. ein Mittenabstand zwischen benachbarten Rundlöchem 43 könnte kleiner als deren Durchmesser sein. Aufgrund der mehreren zur Verfügung stehenden Rundlöcher 43 können das

Schienenbügeloberteil 27 und das Schienenbügelunterteil 19 relativ zueinander an verschiedenen Positionen grob vorpositioniert zueinander angeordnet werden, je nachdem, durch welches der Rundlöcher 43 das zugehörige Verlagerungselement 37 geführt wird.

Lediglich beispielhaft können Abmessungen der Schienenbügelteile 17 in einem Bereich von einigen Zentimetern oder wenigen Dezimetern in lateraler Richtung und wenigen Millimetern in einer Dickenrichtung liegen. Beispielsweise kann bei dem Beispiel aus Fig. 9 eine Länge des für das Schienenbügelunterteil 19 verwendeten Blechs 250mm ± 30mm und eine Breite 110mm ± 20mm betragen und eine Dicke des Blechs im Bereich von 5mm ± 2mm liegen.

Abschliessend ist daraufhinzuweisen, dass Begriffe wie„aufweisend“,„umfassend“, etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschliessen und Begriffe wie„eine“ oder„ein“ keine Vielzahl ausschliessen. Ferner sei daraufhingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den

Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.