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1. WO2020114886 - SPECTACLE LENS, FAMILY OF SPECTACLE LENSES, METHOD FOR DESIGNING A FAMILY OF SPECTACLE LENSES AND METHOD FOR PRODUCING A SPECTACLE LENS

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Patentansprüche

1. Brillenglas zum Erzielen einer rezeptgemäßen sphärischen Wirkung und einer rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung, welches eine rotationssymmetrische Brillenglasvorderfläche und eine atorische Brillenglasrückfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass bei der atorischen Brillenglasrückfläche in wenigstens einem Hauptschnitt eine derartige Abweichung des Krümmungsverlaufs von der Kreisform vorliegt, dass bei einem Wert für den Abstand zwischen dem Scheitel der Brillenglasrückfläche und dem Augendrehpunkt, der in einem Bereich zwischen 15 und 40 mm liegt, an jedem Punkt eines innerhalb eines Radius von 25 mm um die geometrische Brillenglasmitte gelegenen Brillenglasbereiches eine obere Grenze der Gesamtabweichung RMS = Sqrt(SphAbw2 + (astAbw/2)2) der Wirkung nicht überschritten wird, wobei die obere Grenze der Gesamtabweichung durch

0,25D - MIN[(0,05*Sph - 0,1 *IZyll);0]

gegeben ist und wobei

Sph den Wert „Sphäre“ der rezeptgemäßen sphärischen Wirkung,

Zyl den Wert „Zylinder“ der rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung, der den Wer Null oder einen negativen Wert annehmen kann,

IZyll den Betrag des„Zylinder“-Werts,

sphAbw die Abweichung der rezeptgemäßen sphärischen Wirkung des Brillenglases von der mit ihm tatsächlich erzielten sphärischen Wirkung,

astAbw die Abweichung der rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung des Brillenglases von der mit ihm tatsächlich erzielten astigmatischen Wirkung und

MIN die Minimumfunktion

bezeichnen.

2. Brillenglas nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Werte für sphAbw, die kleiner als Null sind, in der Gleichung RMS = Sqrt(SphAbw2 + (astAbw/2)2) gleich Null gesetzt sind.

3. Brillenglas nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Einstärkenbrillenglas ist.

4. Brillenglas nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für die Korrektur einer Fehlsichtigkeit in der Ferne optimiert ist

5. Familie von Brillengläsern, in der jeweils ein Brillenglas zum Erzielen einer bestimmten rezeptgemäßen sphärischen Wirkungen aus einer Anzahl von rezeptgemäßen sphärischen Wirkungen und einer bestimmten rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung aus einer Anzahl von rezeptgemäßen astigmatischen Wirkungen vorhanden ist und in der jedes Brillenglas eine bestimmte rotationssymmetrische Brillenglasvorderfläche und eine bestimmte atorische Brillenglasrückfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest bei jedem Brillenglas der Familie von Brillengläsern, das eine echte atorische Brillenglasrückfläche aufweist, in wenigstens einem Flauptschnitt eine derartige Abweichung des Krümmungsverlaufs von der Kreisform vorliegt, dass bei einem Wert für den Abstand zwischen dem Scheitel der Brillenglasrückfläche und dem Augendrehpunkt, der in einem Bereich zwischen 15 und 40 mm liegt, an jedem Punkt eines innerhalb eines Radius von 25 mm um die geometrische Brillenglasmitte gelegenen Brillenglasbereiches eine obere Grenze der Gesamtabweichung

RMS = Sqrt(SphAbw2 + (astAbw/2)2) der Wirkung nicht überschritten wird, wobei die obere Grenze der Gesamtabweichung durch

0,25D - MIN[(0,05*Sph - 0,1 *IZyll);0]

gegeben ist und wobei

Sph den Wert „Sphäre“ der rezeptgemäßen sphärischen

Wirkung,

Zyl den Wert „Zylinder“ der rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung, der den Wer Null oder einen negativen Wert annehmen kann,

IZyll den Betrag des„Zylinder“-Werts,

sphAbw die Abweichung der rezeptgemäßen sphärischen Wirkung des Brillenglases von der mit ihm tatsächlich erzielten sphärischen Wirkung,

astAbw die Abweichung der rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung des Brillenglases von der mit ihm tatsächlich erzielten astigmatischen Wirkung und

MIN die Minimumfunktion

bezeichnen.

6. Familie von Brillengläsern nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Werte für sphAbw, die kleiner als Null sind, in der Gleichung RMS = Sqrt(SphAbw2 + (astAbw/2)2) gleich Null gesetzt sind.

7. Familie von Brillengläsern nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie Brillengläser umfasst, welche jeweils dieselbe atorische Brillenglasrückfläche aber jeweils unterschiedliche rotationssymmetrische Brillenglasvorderflächen aufweisen.

8. Familie von Brillengläsern nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass

Gruppen von rotationssymmetrischen Brillenglasvorderflächen vorhanden sind, wobei jede Gruppe von rotationssymmetrischen Brillenglasvorderflächen eine Anzahl unterschiedlicher rotationssymmetrischer Brillenglasvorderflächen enthält,

Gruppen von atorischen Brillenglasrückflächen vorhanden sind, wobei jede Gruppe von atorischen Brillenglasrückflächen eine Anzahl von atorischen Brillenglasrückflächen enthält und wobei jede Gruppe von atorischen Brillenglasrückflächen einer Gruppe von rotationssymmetrischen Brillenglasvorderflächen zugeordnet ist, und jede Kombination einer atorischen Brillenglasrückfläche aus einer Gruppe von atorischen Brillenglasrückflächen mit einer rotationssymmetrischen Brillenglasvorderfläche aus der zugeordneten Gruppen von rotationssymmetrischen Brillenglasvorderflächen ein Brillenglas der Familie von Brillengläsern repräsentiert.

9. Familie von Brillengläsern nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Brillengläser der Familie von Brillengläsern Einstärkenbrillengläser sind.

10. Familie von Brillengläsern nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Brillengläser der Familie von Brillengläsern für die Korrektur einer Fehlsichtigkeit in der Ferne optimiert sind

11. Computerimplementiertes Verfahren zum Entwurf einer Familie von Brillengläsern, in dem

ein eine Anzahl von rezeptgemäßen sphärischen Wirkungen und eine Anzahl von rezeptgemäßen astigmatischen Wirkungen vorgegeben werden, und

für jede Kombination einer bestimmten sphärischen Wirkung aus der Anzahl von rezeptgemäßen sphärischen Wirkungen mit einer bestimmten astigmatischen Wirkung aus der Anzahl von rezeptgemäßen astigmatischen Wirkungen jeweils ein Brillenglas mit einer rotationssymmetrischen Brillenglasvorderfläche und einer atorischen Brillenglasrückfläche ermittelt wird,

dadurch gekennzeichnet, dass

für jede der atorischen Brillenglasrückflächen die Abweichung des Krümmungsverlaufs der jeweiligen atorischen Brillenglasrückfläche von der Kreisform in wenigstens einem Flauptschnitt für einen Wert für den Abstand zwischen dem Scheitel der Brillenglasrückfläche und dem Augendrehpunkt, der in einem Bereich zwischen 15 und 40 mm liegt, derart ermittelt wird, dass bei einem dem Wert entsprechenden Abstand zwischen dem Scheitel der Brillenglasrückfläche und dem Augendrehpunkt an jedem Punkt eines innerhalb eines Radius von 25 mm um die geometrische Brillenglasmitte gelegenen Brillenglasbereiches eine obere Grenze der Gesamtabweichung RMS = Sqrt(SphAbw2 + (astAbw/2)2) der Wirkung nicht überschritten wird, wobei die obere Grenze der Gesamtabweichung durch

0,25D - MIN[(0,05*Sph - 0,1*IZyll);0]

gegeben ist und wobei

Sph den Wert „Sphäre“ der rezeptgemäßen sphärischen Wirkung,

Zyl den Wert „Zylinder“ der rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung, der den Wer Null oder einen negativen Wert annehmen kann,

IZyll den Betrag des„Zylinder“-Werts,

sphAbw die Abweichung der rezeptgemäßen sphärischen Wirkung des Brillenglases von der mit ihm tatsächlich erzielten sphärischen Wirkung,

astAbw die Abweichung der rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung des Brillenglases von der mit ihm tatsächlich erzielten astigmatischen Wirkung und

MIN die Minimumfunktion

bezeichnen.

12. Computerimplementiertes Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Werte für sphAbw, die kleiner als Null sind, in der Gleichung RMS = Sqrt(SphAbw2 + (astAbw/2)2) gleich Null gesetzt werden.

13. Computerimplementiertes Verfahren nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass

Gruppen von rotationssymmetrischen Brillenglasvorderflächen derart gebildet werden, dass jede Gruppe von rotationssymmetrischen Brillenglasvorderflächen eine Anzahl unterschiedlicher rotationssymmetrischer Brillenglasvorderflächen enthält,

Gruppen von atorischen Brillenglasrückflächen derart gebildet werden, dass jede Gruppe von atorischen Brillenglasrückflächen eine Anzahl von atorischen Brillenglasrückflächen enthält,

jede Gruppe von atorischen Brillenglasrückflächen einer Gruppe von rotationssymmetrischen Brillenglasvorderflächen zugeordnet wird, und

jede Kombination einer atorischen Brillenglasrückfläche aus einer Gruppe von atorischen Brillenglasrückflächen mit einer rotationssymmetrischen Brillenglasvorderfläche aus der zugeordneten Gruppen von rotationssymmetrischen Brillenglasvorderflächen einem Brillenglas der Familie von Brillengläsern zugeordnet wird.

14. Nichtflüchtiges computerlesbares Speichermedium mit darauf gespeicherten Instruktionen zum Entwurf einer Familie von Brillengläsern, wobei die Instruktionen, wenn sie auf einem Computer ausgeführt werden, den Computer dazu veranlassen:

ein eine Anzahl von rezeptgemäßen sphärischen Wirkungen und eine Anzahl von rezeptgemäßen astigmatischen Wirkungen vorzugeben oder zu erfassen und

für jede sich aus der Kombination einer bestimmten sphärischen Wirkung aus der Anzahl von rezeptgemäßen sphärischen Wirkungen mit einer bestimmten astigmatischen Wirkung aus der Anzahl von rezeptgemäßen astigmatischen Wirkungen jeweils ein Brillenglas mit einer rotationssymmetrischen Brillenglasvorderfläche und einer atorischen Brillenglasrückfläche zu ermitteln,

dadurch gekennzeichnet, dass das Speichermedium außerdem darauf gespeicherte Instruktionen umfasst, die, wenn sie auf einem Computer ausgeführt werden, den Computer dazu veranlassen, für jede der atorischen Brillenglasrückflächen die Abweichung des Krümmungsverlaufs der jeweiligen atorischen Brillenglasrückfläche von der Kreisform in wenigstens einem Flauptschnitt für einen Wert für den Abstand zwischen dem Scheitel der Brillenglasrückfläche und dem Augendrehpunkt, der in einem Bereich zwischen 15 und 40 mm liegt, derart zu ermitteln, dass bei einem dem Wert entsprechenden Abstand zwischen dem Scheitel der Brillenglasrückfläche und dem Augendrehpunkt an jedem Punkt eines innerhalb eines Radius von 25 mm um die geometrische Brillenglasmitte gelegenen Brillenglasbereiches eine obere Grenze der Gesamtabweichung RMS = Sqrt(SphAbw2 + (astAbw/2)2) der Wirkung nicht überschritten wird, wobei die obere Grenze der Gesamtabweichung durch

0,25D - MIN[(0,05*Sph - 0,1*IZyll);0]

gegeben ist und wobei

Sph den Wert „Sphäre“ der rezeptgemäßen sphärischen Wirkung,

Zyl den Wert „Zylinder“ der rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung, der den Wer Null oder einen negativen Wert annehmen kann,

IZyll den Betrag des„Zylinder“-Werts,

sphAbw die Abweichung der rezeptgemäßen sphärischen Wirkung des Brillenglases von der mit ihm tatsächlich erzielten sphärischen Wirkung,

astAbw die Abweichung der rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung des Brillenglases von der mit ihm tatsächlich erzielten astigmatischen Wirkung und

MIN die Minimumfunktion

bezeichnen.

15. Nichtflüchtiges computerlesbares Speichermedium nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass Werte für sphAbw, die kleiner als Null sind, in der Gleichung RMS = Sqrt(SphAbw2 + (astAbw/2)2) gleich Null gesetzt werden.

16. Verfahren zum Herstellen eines Brillenglases nach einem der Ansprüche 1 bis 4, in dem

eine rezeptgemäße sphärische Wirkung und eine rezeptgemäße astigmatische Wirkung vorgegeben werden,

für die Kombination aus der vorgegebenen rezeptgemäßen sphärischen Wirkung und der vorgegebenen rezeptgemäßen

astigmatischen Wirkung eine rotationssymmetrische Brillenglasvorderfläche aus einer Anzahl unterschiedlicher vorgegebener rotationssymmetrischer Brillenglasvorderflächen und eine atorische Brillenglasrückfläche aus einer Anzahl unterschiedlicher vorgegebener atorischer Brillenglasrückflächen ausgewählt werden und

das Brillenglas mit der ausgewählten rotationssymmetrischen Brillenglasvorderfläche und der ausgewählten atorischen Brillenglasrückfläche geformt wird,

dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder der atorischen Brillenglasrückflächen aus der Anzahl unterschiedlicher vorgegebener atorischer Brillenglasrückflächen die Abweichung des Krümmungsverlaufs der jeweiligen atorischen Brillenglasrückfläche von der Kreisform in wenigstens einem Hauptschnitt derart ausgebildet ist, dass bei einem Wert für den Abstand zwischen dem Scheitel der Brillenglasrückfläche und dem Augendrehpunkt, der in einem Bereich zwischen 15 und 40 mm liegt, an jedem Punkt eines innerhalb eines Radius von 25 mm um die geometrische Brillenglasmitte gelegenen Brillenglasbereiches eine obere Grenze der Gesamtabweichung RMS = Sqrt(SphAbw2 + (astAbw/2)2) der Wirkung nicht überschritten wird, wobei die obere Grenze der Gesamtabweichung durch

0,25D - MIN[(0,05*Sph - 0,1 *IZyll);0]

gegeben ist und wobei

Sph den Wert „Sphäre“ der rezeptgemäßen sphärischen Wirkung,

Zyl den Wert „Zylinder“ der rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung, der den Wer Null oder einen negativen Wert annehmen kann,

IZyll den Betrag des„Zylinder“-Werts,

sphAbw die Abweichung der rezeptgemäßen sphärischen Wirkung des Brillenglases von der mit ihm tatsächlich erzielten sphärischen Wirkung,

astAbw die Abweichung der rezeptgemäßen astigmatischen Wirkung des Brillenglases von der mit ihm tatsächlich erzielten astigmatischen Wirkung und

MIN die Minimumfunktion

bezeichnen.

17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass Werte für sphAbw, die kleiner als Null sind, in der Gleichung RMS = Sqrt(SphAbw2 + (astAbw/2)2) gleich Null gesetzt werden.

18. Verfahren nach Anspruch 16 oder Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass

das Formen wenigstens einer der Brillenglasflächen durch Abgießen erfolgt,

die Brillenglasvorderflächen aus der Anzahl unterschiedlicher vorgegebener rotationssymmetrischer Brillenglasvorderflächen jeweils durch eine Vorderflächenfromschale mit einer Formfläche zum Formen der jeweiligen Brillenglasvorderfläche gegeben sind und/oder die Brillenglasrückflächen aus der Anzahl unterschiedlicher vorgegebener atorischer Brillenglasrückflächen jeweils durch eine Rückflächenfromschale mit einer Formfläche zum Formen der jeweiligen Brillenglasrückfläche gegeben sind.

19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass

das Formen wenigstens einer der Brillenglasflächen durch Schleifen erfolgt,

die Brillenglasvorderflächen aus der Anzahl unterschiedlicher vorgegebener rotationssymmetrischer Brillenglasvorderflächen jeweils durch einen Vorderflächenschleifdatensatz zum Schleifen der jeweiligen Brillenglasvorderfläche gegeben sind und/oder

die Brillenglasrückflächen aus der Anzahl unterschiedlicher vorgegebener atorischer Brillenglasrückflächen jeweils durch einen Rückflächenschleifdatensatz zum Schleifen der jeweiligen Brillenglasrückfläche gegeben sind.