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1. WO2020114857 - PRINTING PRESS WITH INSPECTION DEVICE, AND METHOD FOR PRODUCING SECURITY PAPER PRODUCTS OR SECURITY PAPER INTERMEDIATE PRODUCTS

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[ DE ]

Beschreibung

DRUCKMASCHINE MIT INSPEKTIONSEINRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON WERTPAPIERPRODUKTEN ODER WERTPAPIERZWISCHENPRODUKTEN

Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine, insbesondere eine Wertpapierdruckmaschine, sowie ein Verfahren zur Herstellung von Wertpapierprodukten oder

Wertpapierzwischenprodukten gemäß Anspruch 1 bzw. 15.

Durch die WO 2016/071870 A1 ist eine Druckmaschine bekannt, durch welche auf einem Transportpfad geführtes bogenförmiges Substrat an zwei im Transportpfad

beabstandeten Druckstellen nacheinander beidseitig im Mehrfarbendruck bedruckbar sind. Der Mehrfarbendruck erfolgt hierbei durch ein jeweiliges Sammeldruckwerk derart, dass die Teildruckbilder mehrerer Formzylinder auf einem Farbsammeizylinder gesammelt werden, bevor diese gemeinsam in der Druckstelle an das Substrat abgegeben werden.

Die EP 1 980 393 A1 betrifft ein Verfahren und ein System zur Herstellung von z. B. Wertpapieren, wo in mehreren einander nachfolgenden Prozessen beispielsweise u. a. ein Offsetdruck, ein Siebdruck, ein Nummerndruck und ein Lackieren durch geführt wird.

Die DE 103 32 212 A1 betrifft eine Wertpapierdruckmaschine mit einer

Nummerierdruckeinheit zum Nummerieren der auf den Bogen gedruckten

Banknotennutzen oder zumindest einer Markierungseinrichtung, durch welche als fehlerhaft erkannte Bogen als Makulatur gekennzeichnet werden können. Stromaufwärts des Nummerierens bzw. Markierens sind einer erste und eine zweite

Inspektionseinrichtung mit einem Bildsensor und einer Auflichtquelle zum Inspizieren von Vorder- und Rückseite vorgesehen.

Die WO 2012/059861 A1 offenbart eine Inspektionsvorrichtung, wobei in einer Ausführung nacheinander eine Durchlichtinspektion und zwei Auflichtinspektionen erfolgen. Die vorgeschlagene Lösung betrifft den Einsatz einer lichtemittierenden organischen Fläche auf dem Transportzylinder der Durchlichtinspektion. In einem Beispiel für den Einsatz in einer Druckmaschine ist eine derartige lichtemittierende organische Fläche auf dem Weg in die Auslage vorgesehen, um die abzulegenden Bogen zu inspizieren.

Die CN 204 249 518 U offenbart eine Offsetdruckmaschine für Wertpapierdruck mit einer beidseitigen Inspektionsvorrichtung zur Inspektion von im Papier enthaltenen

Wassermarken, Hologrammen, Sicherheitslinien oder Perlmutdruck. Die

Inspektionsvorrichtungen umfassen sich am Transportpfad gegenüberliegende

Infrarotkameras.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckmaschine und ein Verfahren zur Herstellung von Wertpapierprodukten oder Wertpapierzwischenprodukten zu schaffen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruch 1 bzw. 15 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die Gefahr einer Herstellung fehlerbehafteter Wertpapiernutzen vermindert wird. Der Vorteil entsteht dadurch, dass bereits fehlerhafte Bedruckstoffabschnitte oder -bogen bereits vor dem erstmaligen Bedrucken erkannt und ausgeschleust werden können. Dabei sind bereits im unbedruckten Wertpapierbedruckstoff enthaltene Sicherheitsmerkmale im noch unbedruckten Zustand leichter zu erkennen, als nach einem ersten Bedrucken in einem ersten Druckprozess, durch den der Bedruckstoff z. B. mit hoher Flächendeckung mit einem Hintergrundmotiv oder einem Hintergrundfarbverlauf versehen wird.

Hierzu ist einer ersten Druckstelle eines bevorzugt ersten Druckprozesses zumindest eine Inspektionseinrichtung vorgeordnet. Dabei ist bevorzugt wenigstens eine nach dem

Durchlichtverfahren arbeitende Transmissionsinspektionseinrichtung vorgesehen, durch welche der noch unbedruckte Bedruckstoff auf im oder auf dem Bedruckstoff enthaltene Sicherheitsmerkmale überprüft wird bzw. werden kann. Hierbei findet bevorzugt IR-Strahlung Verwendung.

Stattdessen oder in einer besonders vorteilhaften Ausführung zusätzlich hierzu ist -ebenfalls vor der ersten Druckstelle bzw. vor dem erstmaligen Bedrucken eine

Reflexionsinspektionseinrichtung vorgesehen, durch welche der noch unbedruckte Bedruckstoff auf im oder auf dem Bedruckstoff enthaltene Sicherheitsmerkmale überprüft wird bzw. werden kann. Hierbei findet bevorzugt UV-Strahlung Verwendung. Bei dem noch unbedruckten Bedruckstoff handelt es sich hier insbesondere um einen gänzlich unbedruckten, d. h. auch nicht in einem vorausgehenden Prozess bedruckten

Bedruckstoff.

Insbesondere von Vorteil ist eine Ausführung, wobei eine

Transmissionsinspektionseinrichtung und eine Reflexionsinspektionseinrichtung am Transportpfad eines selben Transportzylinders vorgesehen sind.

Von besonders großem Vorteil ist die mindestens eine Inspektionseinrichtung im

Transportpfad des Bedruckstoffs stromabwärts einer Zuführeinrichtung und vor einem erstmaligne Bedrucken, insbesondere stromaufwärts einer Druckstelle vorgesehen, durch welche der Bedruckstoff ein- oder beidseitig nach einem - bevorzugt indirekten -Flachdruck- und/oder Hochdruckverfahren und/oder gleichzeitig mehrfarbig bedruckbar ist bzw. bedruckt wird.

Eine zur Realisierung der Erfindung geeignete Druckmaschine, insbesondere

Wertpapierdruckmaschine, zur Herstellung von Wertpapierprodukten oder

Wertpapierzwischenprodukten umfasst eine Zuführeinrichtung für das Zuführen insbesondere unbedruckten Bedruckstoffs in die Druckmaschine, mehrere Druckwerke, durch welche der unbedruckte Bedruckstoff an einer oder an mehreren Druckstellen auf beiden Seiten ein- oder mehrfarbig - bevorzugt in einem indirekten Flachdruck- oder Hochdruckverfahren und/oder in einem Sammeldruckverfahren -gleichzeitig mit den Druckbildern mehrere Formzylinder - bedruckbar ist, wobei in einer Förderstrecke zwischen der Zuführeinrichtung und der ersten im Bedruckstoffpfad angeordneten Druckstelle wenigstens eine Inspektionseinrichtung zur Inspektion des noch unbedruckten Bedruckstoffs vorgesehen ist. Stromabwärts der zumindest einen Druckstelle ist im Bedruckstoffpfad beispielsweise eine Produktauslage vorgesehen, durch welche der bedruckte Bedruckstoff als Wertpapierprodukte oder Wertpapierzwischenprodukte zu Gebinden zusammenfassbar sind.

Bei der Herstellung von Wertpapierprodukten oder Wertpapierzwischenprodukten wird -z. B. für das aufdrucken des Hintergrundes - eingangsseitig ein noch unbedruckter Bedruckstoff zugeführt, der Bedruckstoff in einem ersten Druckprozess an einer ersten im Bedruckstoffpfad liegenden Druckstelle erstmals auf einer oder auf beiden Seiten bedruckt, und stromabwärts des Bedruckens an einer Produktauslage zu Gebinden zusammengefasst, wobei der noch unbedruckte Bedruckstoff vor Erreichen der ersten Druckstelle durch mindesten eine Inspektionseinrichtung auf Sicherheitsmerkmale hin überprüft wird, die im noch unbedruckten Bedruckstoff bereits enthalten sind.

Andere Weiterbildungen, die einzeln oder in Kombinationen zum grundlegenden

Erfindungsgedanken hinzutreten können, sind den Unteransprüchen und den

Ausführungsbeispielen einzeln oder in beliebigen Kombinationen zu entnehmen

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel für eine Druckmaschine mit einer Druckgruppe in erster Ausführung;

Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung der Druckgruppe in erster Ausführung aus Fig. 1 ;

Fig. 3 einen die Inspektionseinrichtungen umfassenden Ausschnitt der der ersten

Druckstelle der Druckgruppe in erster Ausführung vorgeordneten Förderstrecke;

Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung einer Druckgruppe in einer zur ersten Ausführung alternativen zweiten Ausführung;

Fig. 5 einen die Inspektionseinrichtungen umfassenden Ausschnitt der der Druckstelle der Druckgruppe in zweiter Ausführung vorgeordneten Förderstrecke;

Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung einer Druckgruppe in einer zur ersten und zweiten Ausführung alternativen dritten Ausführung;

Fig. 7 einen die Inspektionseinrichtungen umfassenden Ausschnitt der der Druckstelle der Druckgruppe in dritten Ausführung vorgeordneten Förderstrecke;

Fig. 8 ein zweites Ausführungsbeispiel für eine Druckmaschine mit einer Druckgruppe;

Fig. 9 eine vergrößerte Darstellung einer Druckgruppe aus Fig. 8;

Fig. 10 einen die Inspektionseinrichtungen umfassenden Ausschnitt der der ersten

Druckstelle der Druckgruppe aus Fig. 8 bzw. Fig. 9 vorgeordneten Förderstrecke;

Fig. 1 1 eine vergrößerte Seitenansicht für die Anordnung der Inspektionseinrichtung(en) zu den Ausführungen der Fig. 3, Fig. 5, Fig. 7 und Fig. 10;

Fig. 12 eine Schnittansicht durch eine als Transmissionsinspektionseinrichtung ausgeführte Inspektionseinrichtung;

Fig. 13 eine Schnittansicht durch eine als Reflexionsinspektionseinrichtung ausgeführte Inspektionseinrichtung;

Fig. 14 einen Ausschnitt der der ersten Druckstelle vorgeordneten Förderstrecke mit einer alternativen Anordnung der Transmissionsinspektionseinrichtung;

Fig. 15 einen Ausschnitt der der ersten Druckstelle vorgeordneten Förderstrecke mit einer Variante zur alternativen Anordnung aus Fig. 14.

Eine Druckmaschine, insbesondere eine bogenförmigen Bedruckstoff 02 bedruckende Druckmaschine, umfasst eingangsseitig eine Zuführeinrichtung 01 , z. B. einen

Bogenanleger 01 oder ggf. einen Rollenabwickler mit nachfolgender

Querschneideinrichtung, durch welche die Druckmaschine eingangsseitig mit Bedruckstoff 02 versorgt wird, ein oder mehrere Druckwerke 06; 07; 08; 09, durch welche der bogenförmige Bedruckstoff 02, kurz Bedruckstoffbogen 02, ein- oder mehrmals auf einer oder auf beiden Seiten ein oder mehrfarbig bedruckbar ist bzw. bedruckt wird, und eine Produktauslage 04, z. B. Stapelauslage 04 oder ggf. Rollenaufwickler, an welcher die bedruckten Bedruckstoffbogen 02 oder -bahnen als Produkte oder Zwischenprodukte zu Gebinden z. B. als Stapel oder Rollen ausgelegt bzw. aufgewickelt werden (siehe z. B.

Fig. 1 und Fig. 8). In hier bevorzugter und in den Figuren dargelegter Ausführung ist die Druckmaschine als Wertpapierdruckmaschine ausgeführt und z. B. dazu ausgebildet, insbesondere noch unbedruckte Bedruckstoffbogen 02, kurz Bogen 02, insbesondere zur Herstellung von Wertpapierbogen 02, mit einer Mehrzahl von Nutzen, z. B. Druckbildern einzelner Banknoten, je Bogen 02, als Produkte oder weiterzuverarbeitende

Zwischenprodukte herzustellen. Die Bedruckstoffbogen 02 sind stromabseitig in der

Stapelauslage 04 auf einem oder vorzugsweise mehreren Stapeln auslegbar. Dabei umfasst die Stapelauslage 04 in Transportrichtung gesehen hintereinander bevorzugt mehrere, z. B. mindestens oder genau drei Stapelräume zur Bildung einer

entsprechenden Anzahl von Stapeln, wobei bevorzugt zumindest einer der Stapelräume zur Bildung eines Makulaturstapels verwendbar ist bzw. verwendet wird. Der für die Herstellung von Wertpapieren vorgesehene und/oder geeignete Bedruckstoff 02 umfasst beispielsweise im noch unbedruckten Zustand bereits Sicherheitsmerkmale wie z. B. Sicherheitsfäden, Folienapplikationen, Sicherheitsfasern und/oder Wasserzeichen.

Im Herstellprozess von Wertpapierprodukten oder -Zwischenprodukten wird

beispielsweise Bedruckstoff 02, z. B. als Bedruckstoffbogen 02 vorliegend, in mehreren Prozessschritten unter Verwendung unterschiedlicher Druckverfahren mehrfach bedruckt und ggf. mit Folienelementen oder anderen Applikationen versehen. Dabei erfolgt beispielsweise zunächst ein Bedrucken des noch unbedruckten Bedruckstoffs 02 in einem ersten bzw. erstmaligen Druckprozess in ein oder mehreren Schritten bevorzugt nach einem - insbesondere indirekten - Flachdruck oder Hochdruckverfahren mit z. B. einem einen Bildhintergrund liefernden ein- oder bevorzugt mehrfarbige Motiv, welches beispielsweise einen Großteil, d. h. mit mehr als 50 %, insbesondere mit mehr als 70 % Flächendeckung, der Bedruckfläche des jeweiligen Nutzens einnimmt. Dieses erste Bedrucken nach z. B. dem - bevorzugt indirekten - Flachdruck- und/oder

Hochdruckverfahren - kann auf einmal an einer Druckstelle 1 1 oder durch nacheinander mehrere Druckstellen 1 1 ; 12 auf derselben Bedruckstoffseite erfolgen. Bevorzugt erfolgt ein Bedrucken an wenigstens einer Druckstelle 11 ; 12 in einem mehrfarbigen

Sammeldruck, d. h. mit einem gleichzeitigen Auftrag mehrerer Farbauszüge an einer selben Druckstelle 1 1 ; 12. Der Prozess des erstmaligen Bedruckens kann dabei ein- oder bevorzugt beidseitig erfolgen.

Bei der Wertpapierherstellung wird der Bedruckstoff 02, nachdem er an einer oder mehreren Druckstellen 11 ; 12 in einem ersten Druckprozess ein- oder mehrfach nach

z. B. einem indirekten Flachdruck- oder Hochdruckverfahren oder nach beiden dieser Verfahren mit beispielsweise dem Hintergrund bedruckt wurde, in wenigstens einem nachfolgenden Druckprozess stromabwärts in derselben Druckmaschine oder in mindestens einer weiteren Druckmaschine auf zumindest einer Bedruckstoffseite in einem vom indirekten Flachdruck- und vom indirekten Hochdruckverfahren verschiedenen Druckverfahren bedruckt. Insbesondere wird er in mindestens einem nachfolgenden Druckprozess stromabwärts in derselben Druckmaschine oder in mindestens einer weiteren Druckmaschine in einem direkten Hochdruckverfahren durch mindestens ein Nummerierdruckwerk mit alphanumerischen Zeichen und/oder er wird in einem nachfolgenden Druckprozess stromabwärts in derselben Druckmaschine oder in mindestens einer weiteren Druckmaschine in einem Tiefdruckverfahren mit einem

Bildmotive bedruckt und/oder er wird in einem nachfolgenden Druckprozess stromabwärts in derselben Druckmaschine oder in mindestens einer weiteren Druckmaschine in einem Siebdruckverfahren mit Bildelementen bedruckt, welche beispielsweise weniger als die Hälfte Flächendeckung auf dem jeweiligen Nutzen einnehmen

Unter dem noch unbedruckten Bedruckstoff 02 soll hier neben gänzlich unbehandelten Bedruckrohstoffen, wie z. B. unbehandelten bahn- oder bogenförmigen Folien-, Faser oder Papierwerkstoffe oder Hybridprodukten hieraus, auch Bedruckstoff 02 verstanden sein oder werden, dessen Oberfläche beispielsweise in einem vorausgehenden

Prozessschritt bereits vollflächig und/oder gleichmäßig mit einem den Bedruckstoff 02 für z. B. das Bedrucken vorbehandelnden oder konditionierenden Fluid, beispielsweise einem Strich oder Primer, beaufschlagt wurde. Unter dem erstmaligen Bedrucken soll hier daher im Gegensatz zum vollflächigen und/oder gleichmäßigen Beschichten z. B. das Ausbilden eines Druckbildes, d. h. einer durch variierende Farbintensität und/oder Farben ausgebildeten Bildinformation, durch einen bewusst ungleichmäßigen und/oder strukturierten, nicht über die Bedruckfläche des Nutzens gleichmäßig durchgehenden Stoffauftrag, insbesondere ein- oder mehrfarbigen Farbauftrag, für den Betrachter oder eine Sensorik erkennbaren Bildinformation, die z. B. beliebige regel- oder unregelmäßige Muster oder Farbverläufe, Bildmotive, alphanumerische Zeichen oder Kombinationen hieraus enthalten können.

Im Bedruckstoffpfad der, bevorzugt das erstmalige Bedrucken des noch unbedruckten Bedruckstoffs 02 bewirkenden, Druckmaschine können für den Fall mehrerer Druckwerke 06; 07; 08; 09 diese einzeln oder zu mehreren in mehreren getrennten Aggregaten 03.1 ; 03.2; 03.1*; 03.2* am Transportpfad oder sämtlich in einem gemeinsamen Aggregat angeordnet sein. Es können grundsätzlich zwei in einer als Doppeldruckstelle 1 1 ; 12 wirksamen Druckstelle 1 1 ; 12 zusammenwirkende Druckwerke 06; 07; 08; 09, zwei in voneinander im Transportpfad beabstandeten einseitigen Druckstellen 1 1 ; 12 den Bedruckstoff 02 auf einer selben oder auf den einander gegenüberliegenden

Bedruckstoffseiten bedruckende Druckwerke 06; 07; 08; 09, ein einseitig angeordnetes Druckwerk 08 zur Bildung einer Druckstelle 12*, insbesondere einer Einfachdruckstelle 12* und - stromaufwärts oder bevorzugt stromabwärts - zwei ein Doppeldruckwerk 06, 07 bzw. eine Doppeldruckstelle 1 1 bildende Druckwerke 06; 07, oder aber vier jeweils paarweise ein Doppeldruckwerk 06, 07; 08, 09 bzw. eine Doppeldruckstelle 1 1 ; 12 bildende Druckwerke 06; 07, 08; 09 vorgesehen sein. Bevorzugt sind zumindest zwei Druckstellen 1 1 ; 12 im Transportpfad hintereinander vorgesehen, von welchen wenigstens eine, vorzugsweise zumindest die stromabwärtige Druckstellen 1 1 , als Doppeldruckstelle 1 1 ausgeführt ist oder gar beide Druckstellen 1 1 ; 12 als

Doppeldruckstellen 1 1 ; 12 ausgeführt sind. Das die einzige oder zumindest die erste auf wenigstens eine Bedruckstoffseite wirkende Druckstelle 12; 12*; 11 bildende Druckwerk 09; 09*; 08 ist vorzugsweise als nach einem - bevorzugt indirekten - Flachdruck oder Hochdruckverfahren arbeitend ausgebildet.

Im Bedruckstoffpfad zwischen Zuführeinrichtung 01 und Produktauslage 04 kann eine Druckgruppe 03 mit lediglich einer Druckstelle 1 1 oder aber eine Druckgruppe 03*; 03**; 03*** mit zwei oder mehr Druckstellen 11 ; 12 stromabwärts hintereinander vorgesehen sein. In der exemplarisch dargestellten Druckmaschine gemäß Fig. 1 kann an die Stelle der dort dargestellten Druckgruppe 03 auch eine andere der im Folgenden dargelegten vorteilhaften Ausführungen für die Ausgestaltung der Druckgruppe 03; 03*; 03**; 03*** treten. Die Druckmaschine kann im Bedruckstoffpfad zwischen der genannten

Druckgruppe 03; 03*; 03**; 03*** und der Produktauslage 04 grundsätzlich auch noch ein oder mehrere weitere Bearbeitungsstufen, z. B. eine Applikationseinrichtung und/oder eine Lackiereinrichtung und/oder eine weitere, nach einem gegenüber dem

Druckverfahren der ersten Druckgruppe 03; 03*; 03**; 03*** verschiedenen

Druckverfahren arbeitende Druckgruppe umfassen.

In einer ersten Ausführung für die Druckmaschine und/oder die Druckgruppe 03 ist stromabwärts der Zuführeinrichtung 01 als eine im Bedruckstoffpfad erste - und hier einzige - Druckstelle 1 1 z. B. eine Doppeldruckstelle 1 1 vorgesehen (siehe z. B. Fig. 1 bis Fig. 3).

In anderen Ausführungen (siehe z. B. Fig. 4 und Fig. 5 sowie Fig. 6 und Fig. 7) ist im Bedruckstoffpfad stromaufwärts einer beispielsweise als Doppeldruckstelle 11

ausgeführten Druckstelle 1 1 eine Druckstelle 12; 12* im Bedruckstoffpfad vorgesehen, die hier für zumindest eine Bedruckstoffseite die erste im Transportpfad der Zuführeinrichtung 01 nachfolgende Druckstelle 12; 12* bildet und z. B. ebenfalls als eine Doppeldruckstelle 12 (siehe z. B. Fig. 4 und Fig. 5) oder aber als Einfachdruckstelle 12* (siehe z. B. Fig. 6 und Fig. 7) ausgeführt ist.

In hier einer zur ersten Ausführung alternativen zweiten und dritten dargestellten

Ausführung einer Druckmaschine sind die Druckwerke 06; 07; 08; 09 zweier einander nachgeordneten Druckstellen 1 1 ; 12; 12* in einer als Druckstellengruppe 03*; 03**, insbesondere als Druckturm 03*; 03**, ausbildenden Druckgruppe 03*; 03**, z. B., beispielsweise in zwei gestapelten Aggregaten 03.1 *; 03.2*; 03.1 **; 03.2**, z. B.

Druckeinheiten 03.1 *; 03.2*; 03.1**; 03.2**, vorgesehen.

Der Transportpfad durch die mindestens eine Druckstelle 1 1 ; 12; 12* und/oder zwischen zwei Druckstellen 11 ; 12; 12* verläuft in den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 bis Fig. 7 vertikal, insbesondere von oben nach unten.

In einer z. B. in Fig. 8 bis Fig. 10 beispielhaft dargestellten zweiten Ausführung einer Druckmaschine verläuft der Transportpfad durch mindestens eine und/oder zwischen zwei Druckstellen 1 1 ; 12 horizontal. Für deine als Doppeldruckstelle 11 ; 12 ausgebildete Druckstelle 11 ; 12 sind die die Druckstelle 11 ; 12 bildenden Druckwerke 06; 07; 08; 09 dann übereinander angeordnet. Für den Aufbau der Druckwerke 06; 07; 08; 09 kann -unter Anwendung der um 45° gekippten Anordnung und der ggf. abweichenden Anzahl von Formzylindern 21 ; 22; 23; 24 - das zu den Beispielen mit vertikalem Bedruckstoffpfad Entsprechende übertragen werden.

Dabei soll bei einem„vertikalen“ Transportpfad ein Bedruckstoffpfad verstanden werden, welcher im betrachteten Streckenabschnitt - z. B. zwischen dem Eintritt und dem Austritt eines Druckaggregates oder einer Druckgruppe oder zwischen zwei Druckstellen - in vertikaler Richtung eine größere Strecke überwindet als in horizontaler Richtung. Für den „horizontalen“ Transportpfad gilt das umgekehrte.

Die Druckwerke 06; 07; 08; 09 voneinander beabstandeter Druckstellen 1 1 ; 12 können grundsätzlich auf voneinander verschiedenen Druckverfahren beruhend ausgebildet sein. Zumindest das oder die an der im Transportpfad einzigen oder ersten Druckstelle 12; 11 beteiligte Druckwerk 06; 07; 08; 09; 09* bzw. Druckwerke 06; 07; 08; 09; 09* und/oder -für den Fall mehrerer Druckstellen 11 ; 12 - das oder die im Transportpfad an der zweiten bzw. stromabwärtigen Druckstelle 1 1 beteiligte Druckwerk bzw. beteiligten Druckwerke 06; 07 ist bzw. sind bevorzugt auf einem indirekten Druckverfahren beruhend ausgeführt. Bevorzugt ist zumindest das mindestens eine Druckwerk 08; 09 einer stromaufwärtigen bzw. ersten Druckstelle 12 bzw. jedes der beiden als Doppeldruckstelle 12

zusammenwirkenden Druckwerke 08; 09, ebenfalls als auf einem indirekten

Druckverfahren beruhend ausgeführt.

In der Ausführung als bogenförmigen Bedruckstoff 02 bearbeitende Druckmaschine werden die Bedruckstoffbogen 02 zur einzigen oder ersten Druckstelle 12; 11 hin bevorzugt durch ein Transportsystem mit sukzessiver Bogenübergabe zwischen am Transport beteiligten rotierenden Transportmitteln 33; 38; 39, z. B. Transportzylindern 33; 38; 39 und/oder Transporttrommeln 33; 38; 39 bewirkt. Vom in Transportrichtung letzten Transportmittel 33; 38; 39 wird der Bedruckstoffbogen 02 an einen Zylinder 17; 19; 19* eines Druckwerks 17; 19; 19*, z. B. einen als Transportzylinder 17; 19; 19* wirksamen Druckwerkszylinder 17; 19; 19*, übergeben. Die von der Zuführeinrichtung 01 zum

Druckwerkszylinder 17; 19; 19* der im Transportpfad ersten Druckstelle 1 1 ; 12 führende Förderstrecke 36 kann z. B. stromaufwärts des mindestens einen rotierenden

Transportmittels 33; 38; 39 ein beispielsweise als Bandförderer 46 oder Bändertisch 46 ausgeführtes Transportmittel 46 umfassen.

Für den Fall mehrerer Druckstellen 11 ; 12 werden die Bedruckstoffbogen 02 auch zwischen diesen bevorzugt über eine auf sukzessiver Bogenübergabe zwischen rotierenden Transportmitteln beruhende Förderstrecke 37 transportiert. Ausgangsseitig der letzten Druckstelle 11 zu einem nachfolgenden Aggregat und/oder zur Produktauslage 04 kann dies ebenfalls über ein auf Bogenübergabe zwischen Zylindern und/oder

Trommeln beruhendem System erfolgen, durch ein Transportsystem 13 mit umlaufendem Zugmittel, z. B. ein Kettengreifersystem 13 wie z. B. in Fig. 1 oder durch eine

beispielsweise einen oder mehrere Bandförderer oder Bändertische umfassendes

Transportsystem 13* wie beispielhaft in Fig. 8.

Vorzugsweise ist stromabwärts der letzten Druckstelle 1 1 und/oder auf dem

Transportpfad zur Produktauslage 04 am Transportpfad - bevorzugt beidseitig -wenigstens eine Trockeneinrichtung 14, insbesondere ein Strahlungstrockner 14, wie z. B. IR- oder UV-Trockner, vorgesehen. Diese wirkt insbesondere über zumindest die

stromaufwärts größte Druckbreite, d. h. die quer zu Transportrichtung maximale

Erstreckung des stromaufwärts gedruckten Bereichs.

Ein für den indirekten Druck ausgebildetes Druckwerk 06; 07; 08; 09 umfasst einen als Übertragungszylinder 16; 17; 18; 19 ausgebildeten Zylinder 16; 17; 18; 19, z. B.

Druckwerkszylinder 16; 17; 18; 19, der mit einem als Gegendruckzylinder wirksamen Zylinder 16; 17; 18; 19; 19*; z. B. Druckwerkszylinder 16; 17; 18; 19; 19*, eine Druckstelle 1 1 ; 12 ausbildet. Für den Fall einer Doppeldruckstelle 11 ; 12 wird der als

Gegendruckzylinder 16; 17; 18; 19 wirksamen Druckwerkszylinder 16; 17; 18; 19 ebenfalls durch einen farbführenden Druckwerkszylinder 16; 17; 18; 19, insbesondere den Übertragungszylinder 16; 17; 18; 19 des mit erstgenannten Druckwerk 06; 07; 08; 09 ein Doppeldruckwerk 06; 07, 08; 09 ausbildenden Druckwerks 06; 07; 08; 09 gebildet. Der Übertragungszylinder 16; 17; 18, 19 wirkt - bezogen auf den Farbstrom stromaufwärts -mit mindestens einem bildgebenden Zylinder 21 ; 22; 23; 24, z. B. Druckwerkszylinder 21 ; 22; 23; 24, z. B. mindestens einem Formzylinder 21 ; 22; 23; 24 zusammen, welcher stromaufwärts durch eine geeignete Einfärbeeinrichtung 26; 27; 28; 29, z. B. ein Farbwerk 26; 27; 28; 29, mit Druckfarbe eingefärbt wird bzw. einfärbbar ist.

Der Formzylinder 21 ; 22; 23; 24 und das zugeordnete Farbwerk 26; 27; 28; 29 können zwar grundsätzlich als auf einem beliebigen Druckverfahren beruhend ausgeführt sein, sind jedoch wie oben bereits dargelegt - für zumindest das im Transportpfad erste oder einzige Druckwerk 06; 07; 08; 09 einer Bedruckstoffseite - bevorzugt als auf einem, insbesondere indirekten, Flachdruckverfahren, z. B. als Offsetdruckwerk nach einem Offsetdruckverfahren arbeitend, und/oder auf einem, insbesondere indirekten, Hoch- oder Reliefdruckverfahren, beispielsweise einem Lettersetdruckverfahren beruhend, z. B. als Hochdruckwerk nach einem Hochdruckverfahren arbeitend ausgebildet. Hierzu trägt der Formzylinder 21 ; 22; 23; 24 auf seinem Umfang in erstgenannter Ausführung eine hier nicht dargestellte Flachdruckform, z. B. eine Offsetdruckform für den Nass- oder aber Trockenoffset, welcher mit einem für den Flachdruck geeigneten Farbwerk 26; 27; 28; 29, für den Fall des Nassoffset z. B. ein Walzenfarbwerk 26; 27; 28; 29 mit stromaufseitigem Farbkasten und mit einem Feuchtwerk, und für den Trockenoffset z. B. mit einem beispielsweise eine Raster- oder Näpfchenwalze und eine Rakeleinrichtung umfassenden Kurzfarbwerk 26; 27; 28; 29 zusammenwirkt. Für die Ausführung des Hoch- oder

Reliefdruckes trägt der Formzylinder 21 ; 22; 23; 24 auf seinem Umfang eine hier nicht dargestellte Hochdruckform, welcher mit einem für den Hochdruck geeigneten Farbwerk 26; 27; 28; 29, z. B. einem Walzenfarbwerk 26; 27; 28; 29 mit stromaufseitigem

Farbkasten zusammenwirkt. Die insbesondere für ein Bedrucken mit einem

Hintergrundmotiv oder einem Hintergrundfarbverlauf verwendete Hochdruckform ist im Gegensatz zu üblichen Flexo- oder direktem Hochdruckdruckverfahren z. B. mit einem Überstand der druckenden erhabenen Fläche zur nichtdruckenden tieferliegenden Fläche von z. B. höchstens 1 mm, insbesondere höchstens 0,5 mm, ausgebildet. Derart „wasserlos“ und im indirekten Verfahren betriebene bzw. betreibbare Druckwerke mit solchen Hochdruckformen werden infolge des indirekten Druckverfahrens und der geringen Relieftiefe häufig ebenfalls als - insbesondere wasserlose -„Offsetdruckwerke“ bezeichnet.

In besonders bevorzugter Ausführung ist zumindest auf einer Seite des Transportpfades wenigstens eines der Druckwerke 06; 07; 08; 09, z. B. das im Transportpfad einzige oder erste und/oder das zweite, als Sammeldruckwerk 06; 07; 08; 09, d. h. für einen gleichzeitigen, insbesondere mehrfarbigen, Druck zweier Teildruckbilder, ausgeführt. Das als Sammeldruckwerk 06; 07; 08; 09 ausgebildete Druckwerk 06; 07; 08; 09 umfasst als Übertragungszylinder 16; 17; 18; 19 einen als Farbsammeizylinder 16; 17; 18; 19 wirksamen farbführenden Druckwerkszylinder 16; 17; 18; 19, welcher bezogen auf den Farbstrom stromaufwärts mit mindestens zwei bildgebenden Druckwerkszylindern 21 ; 22; 23; 24, z. B. mindestens zwei Formzylindern 21 ; 22; 23; 24 zusammenwirkt, welche durch jeweilige Einfärbeeinrichtungen 26; 27; 28; 29, z. B. Farbwerke 26; 27; 28; 29 eingefärbt werden. Dabei können die Formzylindern 21 ; 22; 23; 24 und zugeordneten Farbwerke 26; 27; 28; 29 eines Sammeldruckwerks 06; 07; 08; 09 sämtlich im obigen Sinne als nach

dem Flachdruck arbeitend, z. B. als Nassoffsetdruckwerke, oder nach dem Hochdruck arbeitend, z. B. als Hochdruckwerke, oder aber zum Teil als nach dem Flachdruck arbeitend und einem anderen Teil als nach dem Hochdruck arbeitend ausgeführt sein. Für den Fall eines gegenüberliegenden Druckwerkes 07; 06; 09; 08 kann auch dieses in genannter Weise als Sammeldruckwerk 07; 06; 09; 08 ausgebildet sein und einen in oben dargelegter Weise als Farbsammeizylinder 17; 16; 19; 18 wirksamen

Übertragungszylinder 17; 16; 19; 18 aufweisen.

Für den Fall einer bogenförmigen Bedruckstoff 02 verarbeitenden Druckmaschine ist einer der beiden die Druckstelle 11 ; 12 bildenden Druckwerkszylinder 16; 17; 18; 19; 19* als Transportzylinder 16; 17; 18; 19; 19* ausgeführt und als solcher wirksam und umfasst vorzugsweise am Umfang eine oder mehrere, in Fig. 2, Fig. 4 und Fig. 6 lediglich angedeutete Halteeinrichtungen 31 ; 32, insbesondere sog. Greiferleisten 31 ; 32.

Wie oben bereits angedeutet, erfolgt der Transport des insbesondere noch unbedruckten Bedruckstoffs 02 von der Zuführeinrichtung 01 zur im Bedruckstoffpfad der

Druckmaschine ersten Druckstelle 12; 11 , insbesondere zu deren als Transportzylinder 17; 19; 19* wirksamen Druckwerkszylinder 17; 19; 19* über mindestens ein rotierendes Transportmittel 33; 38; 39, z. B. einen Transportzylinder 33; 38; 39 oder eine sog.

Transporttrommel 33; 38; 39, welche vorzugsweise am Umfang wenigstens eine, in Fig. 3, Fig. 5 und Fig. 7 lediglich angedeutete Halteeinrichtung 34, insbesondere eine sog.

Greiferleiste 34, umfasst. Der Transport auf dem letzten Transportpfadabschnitt der Förderstrecke 36 vor der im Transportpfad ersten Druckstelle 12; 1 1 beruht somit bevorzugt auf einem Transportsystem mit sukzessiver Bogenübergabe zwischen am Transport beteiligten Zylindern 19; 19*; 17 und/oder Transportmitteln 33; 38; 39.

Am Transportpfad der Förderstrecke 36 von der Zuführeinrichtung 01 zur ersten

Druckstelle 12; 1 1 ist nun zumindest eine Inspektionseinrichtung 41 ; 42 zur Inspektion des - insbesondere noch unbedruckten - Bedruckstoffs 02 vorgesehen. Insbesondere ist dort

zumindest eine als Transmissionsinspektionseinrichtung 41 (auch als Durchlichtinspektion bezeichnet) ausgebildete Inspektionseinrichtung 41 und/oder eine als

Reflexionsinspektionseinrichtung 42 (auch als Auflichtinspektion bezeichnet) ausgeführte Inspektionseinrichtung 42 vorgesehen.

Die Transmissionsinspektionseinrichtung 41 weist bevorzugt zumindest einen Sensor 43 auf, der weiter bevorzugt als optischer Sensor 43 und/oder als Sensor 43 für

elektromagnetische Strahlung ausgebildet ist, insbesondere als Kamera 43, besonders bevorzugt als Zeilenkamera 43, die eine quer zur Transportrichtung des Bedruckstoffs 02 verlaufende Inspektionslinie 47 abtastet. Dabei erstreckt sich die Inspektionslinie 47 insbesondere über mindestens 80 % der Bedruckstoffbreite, bevorzugter Weise über zumindest die Druckbreite, d. h. die maximale Erstreckung des zu druckenden Bereichs in Querrichtung, der sich stromabwärts anschließenden Druckstelle(n) 1 1 ; 12. Als

Inspektionseinrichtung 41 ist somit bevorzugt eine den Bedruckstoff 02 auf mindestens 80 % der Breite, bevorzugt auf zumindest der stromabwärts zu druckenden Druckbreite, inspizierende Einrichtung vorgesehen. Das Abtasten erfolgt beispielsweise in einem Abtastsegment 54 mit einem beispielsweise zwischen 45° und 75°, insbesondere zwischen 55° und 65° liegenden Öffnungswinkel a. In einer Weiterbildung weist die Transmissionsinspektionseinrichtung 41 zwei derartige Sensoren 43 auf, die für eine jeweilige Erfassung unterschiedlicher Wellenlängenbereiche ausgebildet sein können, beispielsweise sichtbares Licht einerseits und insbesondere Infrarotstrahlung (IR) andererseits. Die Transmissionsinspektionseinrichtung 41 weist darüber hinaus zumindest ein Beleuchtungsmittel 44 auf, das bevorzugt zumindest bezüglich seiner Wellenlänge an den zugeordneten Sensor 43 angepasst ausgebildet ist und umgekehrt. Bevorzugt sind der zumindest eine Sensor 43 der Transmissionsinspektionseinrichtung 41 und das zumindest eine Beleuchtungsmittel 44 der Transmissionsinspektionseinrichtung 41 auf unterschiedlichen Seiten desjenigen Bereichs des für den Transport von Bedruckstoff 02 vorgesehenen Transportwegs angeordnet, auf den der zumindest eine Sensor 43 und/oder das zumindest eine Beleuchtungsmittel 44 dieser

Transmissionsinspektionseinrichtung 41 ausgerichtet angeordnet ist.

In bevorzugter Ausführung (siehe z. B. Fig. 1 bis Fig. 12) ist beispielsweise der zumindest eine Sensor 43 oder, bevorzugter Weise, das zumindest eine Beleuchtungsmittel 44 der Transmissionsinspektionseinrichtung 41 innerhalb eines rotierenden Transportmittels 33; 38; 39 der Förderstrecke 36 angeordnet und das entsprechend andere Bauteil aus Sensor 43 und Beleuchtungsmittel 44, z. B. der Sensor 43, außerhalb dieses rotierenden

Transportmittels 33; 38; 39 und auf dessen Oberfläche gerichtet angeordnet. Mit anderen Worten sind in bevorzugter Ausführung Sensor 43 und Beleuchtungsmittel 44 auf voneinander verschiedenen Seite der Transportmittelwandung angeordnet. Dieses insbesondere als Transportzylinder 33; 38; 39 ausgeführte rotierende Transportmittel 33; 38; 39 weist dann bevorzugt eine zumindest teilweise in zumindest dem für die Inspektion relevanten Wellenlängenbereich transparente Mantelfläche bzw. Wandung, insbesondere auf zumindest einer der Drucklänge entsprechenden Umfangslänge transparenten Zylinderkörper, auf. Dem rotierenden Transportzylinder 33; 38; 39 kann zumindest ein Andrückelement zugeordnet sein, insbesondere um den Bedruckstoff 02 flach auf der Mantelfläche des Transportzylinders 33; 38; 39 anzuordnen.

In einer geeigneten Ausführung der Anordnung ist die

Transmissionsinspektionseinrichtung 41 mit dem ersten Transportmittel 33 stromabwärts der Bogenanlage bzw. deren Anlagetrommel 38 zusammen wirkend vorgesehen (z. B. exemplarisch in Fig. 2, Fig. 3, Fig. 6, Fig. 7). In einer anderen geeigneten Ausführung ist die Transmissionsinspektionseinrichtung 41 z. B. mit einem demgegenüber weiter stromabwärts im Transportpfad liegenden Transportmittel 39 zusammen wirkend vorgesehen (z. B. exemplarisch in Fig. 4, Fig. 5, Fig. 9 und Fig. 10).

Das Beleuchtungsmittel 44 und der als Zeilenkamera 43 ausgeführte Sensor 43 wird bevorzugt derart angeordnet, dass das Beleuchtungsmittel 44 den zumindest teilweise transparenten Transportzylinder 33; 38; 39 - insbesondere von innen - auf einer axial verlaufenden Inspektionslinie 47 am Zylindermantel bestrahlt, die die radial verlaufende Verbindungslinie zwischen Mitte Kameraobjektiv und Zylinderachse schneidet. Das Beleuchtungsmittel 44 liegt bevorzugt auf dieser Verbindungslinie. Somit wird die auf der Bedruckstoffaußenseite zu detektierende Inspektionslinie 47 durch Bestrahlen mit dem beispielsweise als Infrarotleuchtmittel ausgebildeten Beleuchtungsmittel 44 entlang einer Linie von der Mittelachse des Transportzylinders 33; 38; 39 zur Mitte des

Kameraobjektives durch den in zumindest dem betreffenden Wellenlängenbereich transparenten Zylindermantel und durch das Substrat hindurch erzeugt. Das

Beleuchtungsmittel 44 ist bevorzugt mit als LEDs ausgebildeten Leuchtmitteln,

insbesondere mit als IR-LEDs ausgebildeten Leuchtmitteln ausgeführt.

Der mit der Transmissionsinspektionseinrichtung 41 zusammenwirkende

Transportzylinder 33; 38; 39 besteht in bevorzugter Ausführung vorteilhaft aus einem transparenten Kunststoff, insbesondere Thermoplast, bevorzugt aus

Polymethylmethacrylat (PMMA) bzw. Akrylglas. Der Zylindermantelkörper ist

beispielsweise zweiteilig, z. B. durch zwei Trommelkappen, ausgebildet und/oder mit einer zusätzlichen kratzfesten Beschichtung beschichtet und/oder aus einem IR-durchlässigen und/oder UV-beständigen Material, insbesondere o. g. Kunststoff, gebildet.

In einer zweiten Ausführung (siehe z. B. exemplarisch Fig. 14 und Fig. 15), die ebenfalls auf sämtliche Ausführungsbeispiele für die Druckmaschine und/oder Druckgruppe 03; 03*; 03**; 03*** anwendbar ist, ist die mindestens eine Transmissionsinspektionseinrichtung 41 innerhalb der Zuführeinrichtung 01 oder aber insbesondere am Transportpfad eines die Bedruckstoffbogen 02 auf zumindest einem Abschnitt linear fördernden

Transportmittel 46, z. B. einem Bändertisch 46 oder Bandförderer 46, vorgesehen. Dabei sind Sensor 43 und Beleuchtungsmittel 44 in einem Transportpfadabschnitt beiderseits des Transportpfades angeordnet, der in einer Ausführungsvariante z. B. durch einen Transportpfadabschnitt des betriebsmäßig vom Bedruckstoff 02 zu durchlaufenden Transportpfades gegeben sein kann (siehe z. B. Fig. 14) und in einer anderen

Ausführungsvariante durch einen parallel zum betriebsmäßig zu durchlaufenden

Transportpfad verlaufenden Transport-Bypass 48 (siehe z. B. Fig. 15). Letzterer kann z. B. über ein Betätigungsmittel 49, z. B. eine Bogenweiche oder eine Übernahmewalze, gewählt und/oder aktiviert werden um beispielsweise ein oder mehrere Probebogen zu inspizieren.

Das Beleuchtungsmittel 44 der Transmissionsinspektionseinrichtung 41 emittiert vorzugsweise zumindest überwiegend Licht in einem IR-Wellenlängenbereich, d. h. mit einem oberhalb von 780 nm liegenden Strahlungsmaximums. Bevorzugt emittiert sie die elektromagnetische Strahlung schmalbandig, d. h. mit einer auf die Strahlungsleistung bezogenen spektralen Halbwertsbreite von höchstens 150 nm, bevorzugt höchstens 100 nm. Vorzugsweise liegt das Strahlungsmaximum bei einer Wellenlänge von 850 ± 75 nm, insbesondere 850 ± 50 nm. Dementsprechend ist der bevorzug als Kamera 43, insbesondere Zeilenkamera 43 ausgebildete Sensor 43 als IR-empfindliche Kamera 43, insbesondere Zeilenkamera 43, ausgebildet.

Die stattdessen oder bevorzugt zusätzlich zur Transmissionsinspektionseinrichtung 41 vorgesehene Reflexionsinspektionseinrichtung 42 weist bevorzugt zumindest einen Sensor 51 auf, der weiter bevorzugt als optischer Sensor 51 und/oder als Sensor 51 für elektromagnetische Strahlung ausgebildet ist, insbesondere als Kamera 51 , besonders bevorzugt als Zeilenkamera 51 , die eine quer zur Transportrichtung des Bedruckstoffs 02 verlaufende Inspektionslinie 53 abtastet. Dabei erstreckt sich die Inspektionslinie 53 insbesondere über mindestens 80 % der Bedruckstoffbreite, bevorzugter Weise über zumindest die Druckbreite, d. h. die maximale Erstreckung des zu druckenden Bereichs in Querrichtung, der sich stromabwärts anschließenden Druckstelle(n) 1 1 ; 12. Als

Inspektionseinrichtung 42 ist somit bevorzugt eine den Bedruckstoff 02 auf mindestens 80 % der Breite, bevorzugt auf zumindest der stromabwärts zu druckenden Druckbreite, inspizierende Einrichtung vorgesehen. In einer Weiterbildung weist die

Reflexionsinspektionseinrichtung 42 zwei derartige Sensoren 51 auf, die für eine jeweilige Erfassung unterschiedlicher Wellenlängenbereiche ausgebildet sein können,

beispielsweise sichtbares Licht einerseits und insbesondere ultraviolette Strahlung (UV) andererseits. Die Reflexionsinspektionseinrichtung 42 weist zumindest ein

Beleuchtungsmittel 52 auf, das bevorzugt zumindest bezüglich seiner Wellenlänge an den zugeordneten Sensor 51 angepasst ausgebildet ist. Der zumindest eine Sensor 51 der Reflexionsinspektionseinrichtung 42 und das zumindest eine Beleuchtungsmittel 52 der Reflexionsinspektionseinrichtung 42 sind einer selben Seiten des Bedruckstoffs 02 am Transportpfad angeordnet. Dabei ist das Beleuchtungsmittel 52 auf eine Inspektionslinie 53 gerichtet, die durch den bevorzugt als Zeilenkamera 51 ausgeführten Sensor 51 abgetastet wird.

Dazu ist in einer ersten Ausführung (siehe z. B. Fig. 1 bis Fig. 1 1 und Fig. 13)

beispielsweise das zumindest eine Beleuchtungsmittel 52 der

Reflexionsinspektionseinrichtung 42 auf die Mantelfläche eines rotierenden

Transportmittels 33; 38; 39 gerichtet im Transportpfad angeordnet und der Sensor 51 auf eine selbe Stelle dieses rotierenden Transportmittels 33; 38; 39 gerichtet angeordnet.

Dem rotierenden Transportzylinder 33; 38; 39 kann zumindest ein Andrückelement zugeordnet sein, insbesondere um den Bedruckstoff 02 flach auf der Mantelfläche des betreffenden Transportzylinders 33; 38; 39 anzuordnen.

In dieser ersten Ausführung wird das Beleuchtungsmittel 52 und der als Zeilenkamera 51 ausgeführte Sensor 51 bevorzugt derart angeordnet, dass das Kameraobjektiv auf die Mittelachse des Transportzylinders 33; 38; 39 gerichtet ist und/oder das

Beleuchtungsmittel 52 den Transportzylinder 33; 38; 39 zur Bildung der Inspektionslinie 53 von außen her aus einem Winkel bestrahlt, der um höchstens 30°, bevorzugt höchstens 20° von der am Ort der Inspektionslinie verlaufenden radialen Richtung des Transportzylinders 33; 38; 39 abweicht. Das Beleuchtungsmittel 44 liegt dabei jedoch außerhalb der direkten Sichtlinie zwischen Kamera 52 und Inspektionslinie 53.

In einer vorteilhaften Variante einer Ausführung mit sowohl einer an einem Transportzylinder 33, 38; 39 vorgesehenen Transmissionsinspektionseinrichtung 41 als auch einer an einem Transportzylinders 33; 38; 39 vorgesehenen

Reflexionsinspektionseinrichtung 42 sind beide Inspektionseinrichtungen 41 ; 42 an einem selben Transportzylinder 33; 38; 39 vorgesehen. Hierbei sind die jeweiligen

Beleuchtungsmittel 44; 52 und Sensoren 43; 51 jedoch bevorzugt derart angeordnet, dass die auszuwertenden Inspektionslinien 47; 53 am Zylinderumfang nicht zusammenfallen, sondern beispielsweise um mindestens 30 mm, bevorzugt um mindestens 50 mm zueinander in Umfangsrichtung beabstandet sind.

In anderer, nicht explizit dargestellter Ausführung, insbesondere für Maschinen mit „horizontalem Transportpfad“ wie z. B. unten dargelegt, können die

Transmissionsinspektionseinrichtung 41 und die Reflexionsinspektionseinrichtung 42 auch mit unterschiedlichen Transportzylinders 33; 38; 39 zusammenwirkend

vorgesehenen sein.

Für sämtliche Ausführungen kann auch eine zweite Reflexionsinspektionseinrichtung 42 vorgesehen sein, die mit einem Transportzylinders 33; 38; 39 zusammenwirkt, der von dem mit der ersten Reflexionsinspektionseinrichtung 42 zusammenwirkenden

Transportzylinder 33; 38; 39 verschieden ist und den Bedruckstoffbogen 02 auf der anderen Bedruckstoffseite stützt.

In den Ausführungen nach Fig. 1 bis Fig. 7 wirkt die Transmissionsinspektionseinrichtung 41 und/oder die Reflexionsinspektionseinrichtung 42 z. B. mit einem Transportzylinder 33; 39 zusammen, der den im Transportpfad vorletzten Transportzylinder 33; 39 vor dem als Transportzylinder 17; 19; 19* wirksamen Druckwerkszylinder 17; 19; 19* darstellt.

In einer vorteilhaften Ausführung ist der mit der Transmissionsinspektionseinrichtung 41 und/oder der Reflexionsinspektionseinrichtung 42 zusammen wirkende Transportzylinder 33; 38; 39 doppeltgroß ausgeführt, d. h. mit einem Umfang zur Aufnahme zweier

Bedruckstoffbogen 02 und/oder mit zwei - insbesondere sich in Umfangsrichtung diametral gegenüberliegenden - Halteeinrichtungen, insbesondere Greiferleisten. Es liegt dabei eine gegenüber einem einfach großen Zylinder geringere Krümmung im

Messbereich vor und/oder es liegt mehr Bauraum für das innenliegendes

Beleuchtungsmittel 44 vor.

In der Ausführung der Fig. 4 und Fig. 5 kann dieser Transportzylinder 33; 38; 39 ebenfalls doppeltgroß ausgeführt sein oder die Transmissionsinspektionseinrichtung 41 und/oder die Reflexionsinspektionseinrichtung 42 können für dieses Ausführungsbeispiel auch am zweiten im Transportpfad liegenden, d. h. dem als Anlagetrommel 38 ausgebildeten Transportmittel 38 nachfolgenden, z. B. doppelt großen Transportzylinder 33 vorgesehen sein (siehe Fig. 4 bzw. Fig. 5).

In einer zweiten, in Fig. 14 und Fig. 15 jedoch nicht explizit dargestellten Ausführung, die ebenfalls auf sämtliche Ausführungsbeispiele für die Druckmaschine und/oder

Druckgruppen 03; 03*; 03**; 03*** anwendbar ist, ist die mindestens eine

Reflexionsinspektionseinrichtung 42 noch innerhalb der Zuführeinrichtung 01 oder aber insbesondere am Transportpfad eines die Bedruckstoffbogen 02 auf zumindest einem Abschnitt linear fördernden Transportmittels 46, z. B. einem Bändertisch 46 oder

Bandförderer 46, vorgesehen. Dabei sind Sensor 51 und Beleuchtungsmittel 52 in einem Transportpfadabschnitt beiderseits des Transportpfades angeordnet, der in einer

Ausführungsvariante z. B. durch einen Transportpfadabschnitt des betriebsmäßig vom Bedruckstoff 02 zu durchlaufenden Transportpfades gegeben sein kann und in einer anderen Ausführungsvariante durch einen parallel zum betriebsmäßig zu durchlaufenden Transportpfad verlaufenden Transport-Bypass 48. Letzterer kann z. B. über ein

Betätigungsmittel 49, z. B. eine Bogenweiche oder eine Übernahmewalze, gewählt und/oder aktiviert werden um beispielsweise ein oder mehrere Probebogen zu inspizieren.

Das Beleuchtungsmittel 52 der Reflexionsinspektionseinrichtung 42 emittiert

vorzugsweise zumindest überwiegend Licht in einem UV-Wellenlängenbereich, d. h. mit einem unterhalb von 380 nm liegenden Strahlungsmaximums. Bevorzugt emittiert sie die elektromagnetische Strahlung schmalbandig, d. h. mit einer auf die Strahlungsleistung bezogenen spektralen Halbwertsbreite von höchstens 150 nm, bevorzugt höchstens 100 nm. Vorzugsweise liegt das Strahlungsmaximum bei einer Wellenlänge von 365 ± 75 nm, insbesondere 365 ± 50 nm. Dementsprechend ist der bevorzug als Kamera 51 , insbesondere Zeilenkamera 51 ausgebildete Sensor 51 als UV-empfindliche Kamera 51 , insbesondere Zeilenkamera 51 , ausgebildet. Das Beleuchtungsmittel 52 ist bevorzugt mit als LEDs ausgebildeten Leuchtmitteln, insbesondere mit als UV-LEDs ausgebildeten Leuchtmitteln ausgeführt.

Die Reflexionsinspektionseinrichtung 42 ist in bevorzugter Ausführung gegen direkte Sicht in die UV-Lichtquelle des Beleuchtungsmittel 52 und/oder gegen den Einfall von UV-Streulicht auf den Bereich der Inspektionslinie 53 geschützt und weist entsprechende Schutze auf.

Grundsätzlich unabhängig von der Ausführung des im Beleuchtungsmittel 44; 52 vorgesehenen Leuchtmittels, jedoch bevorzugt zumindest für den Fall einer Ausführung mit einer oder mehreren als Lampen ausgebildeten IR- oder UV-Leuchtmittel, ist dem Beleuchtungsmittels 44; 52 eine Kühlung beigeordnet. Bevorzugt ist diese als Kühlfluid führende Leitung ausgebildet, welcher z. B. über einen ersten Anschluss 56; 58 das Kühlfluid zu- und über einen andere Anschluss 57; 59 abführbar ist (siehe z. B. Fig. 1 1 , Fig. 12 oder Fig. 13).

In der Ausführung mit einer Transmissionsinspektionseinrichtung 41 und einer

Reflexionsinspektionseinrichtung 42 umfasst das Inspektionssystem somit zwei jeweils eine Kamera 43; 51 umfassende Systeme, welche jeweils eine Inspektionslinie 47; 53 auf einem zumindest teilweise und/oder in einem Längenwellenfenster transparent

ausgeführten Transportzylinder 33; 38; 39 oder Transportmittel 46 quer zur

Transportrichtung abtastet, wobei jede Inspektionslinie 47; 53 von einem eigenen

Beleuchtungsmittel 44; 52 (z. B. mit UV-Strahlung einerseits und mit IR-Strahlung andererseits) bestrahlt wird. In den Figuren Fig. 1 1 bis Fig. 13 ist der Sachverhalt am Beispiel des Transportzylinders 33 aufgezeigt, jedoch auf die anderen Transportzylinder 38 und/oder auf Transportzylinders 33; 38; 38 eine anderen Umfangs zu übertragen (in den betreffenden Figuren gekennzeichnet durch die in Klammern angeführen

Bezugszeichen 38 und 39).

In den dargestellten und bevorzugten Ausführungen umfasst die einzige oder zumindest eine der Druckstellen 11 ; 12, z. B. zumindest die stromabwärtige Druckstelle 11 , zwei zusammenwirkende Sammeldruckwerke 06; 07 mit jeweils mindestens zwei, z. B. zwei oder vier, Formzylindern 21 ; 22 und zugeordneten Farbwerken 26; 27 (z. B. Fig. 2, Fig. 4, Fig. 6 und Fig. 8).

Die Druckwerkszylinder 16; 17; 18; 19; 19* zur Bildung der einzigen oder stromabwärtigen Druckstelle 11 ; 12 einer Druckstellengruppe 03; 03*; 03** mit z. B. vertikalem Produktpfad sind hier vorzugsweise dreifachgroß, d. h. zur Aufnahme dreier Bedruckstoffbogen 02 am Umfang, zur Bildung einer ersten von mehreren Druckstellen 11 ; 12 und/oder zur Bildung einer Druckstellengruppe 03*** mit z. B. horizontalem Produktpfad vorzugsweise doppeltgroß, d. h. zur Aufnahme zweier Bedruckstoffbogen 02 am Umfang ausgeführt.

Für den Fall, dass der im Bedruckstoffpfad ersten oder einzigen Druckstelle 1 1 ; 12 eine Förderstrecke 36 mit mehreren rotierenden Transportmitteln 33; 38; 39, insbesondere Transporttrommeln 33; 38; 39, zwischen der Zuführeinrichtung 01 und dem

Transportzylinder 19* der im Transportpfad ersten oder einzigen Druckstelle 12 vorgesehen ist, kann die Transmissionsinspektionseinrichtung 41 und/oder die

Reflexionsinspektionseinrichtung 42 grundsätzlich am Transportpfad eines beliebigen der rotierenden Transportmittel 33; 38; 39 vorgesehen sein. Bevorzugt ist zumindest die

Transmissionsinspektionseinrichtung 41 jedoch an einem Transportmittel 33 vorgesehen, welches einem die Bedruckstoffbogen 02 von einem vorausgehenden Transportmittel 46, z. B. einem Bandförderer 46 oder Bändertisch 46, oder direkt aus der Zuführeinrichtung 01 übernehmenden ersten rotierenden Transportmittel 38 nachgeordnet und/oder einem dem die Bedruckstoffbogen 02 aufnehmenden Druckwerkszylinder 17; 19; 19* der im Bedruckstoffpfad ersten Druckstelle 12; 1 1 als letztes vorgeordneten rotierenden

Transportmittel vorgeordnet ist. Die oder eine Reflexionsinspektionseinrichtung 42 ist bevorzugt an einem Transportmittel 33; 38; 39 vorgesehen, auf welchem der

Bedruckstoffbogen 02 auf derselben Bedruckstoffseite aufliegend gefördert wird, auf welcher er auch auf dem als Transportzylinder 17; 19; 19* wirksamen Druckwerkszylinder 17; 19; 19* aufliegend durch die im Transportpfad erste oder einzige Druckstelle 12; 1 1 gefördert wird.

Wie in der Ausführung mit horizontalem Bedruckstoffpfad in Fig. 9 und Fig.10

exemplarisch strichliert dargestellt, könnten die Transmissionsinspektionseinrichtung 41 und die Reflexionsinspektionseinrichtung 42 grundsätzlich auch mit unterschiedlichen Transportzylindern 33; 38; 39 zusammen wirkend am Bedruckstoffpfad angeordnet sein.

Bei der Herstellung eines Wertpapierproduktes oder -Zwischenproduktes in einer o. g. Druckmaschine, wobei ein noch unbedruckter Bedruckstoff 02 in einem ersten

Druckprozess erstmalig bedruckt wird, erfolgt durch die mindestens eine

Inspektionseinrichtung 41 ; 42 eine Vorinspektion. Diese dient der Überprüfung von Sicherheitsmerkmalen, welche vor dem ersten von beispielsweise mehreren

Druckprozessen, d. h. vor dem erstmaligen Bedrucken des noch unbedruckten

Bedruckstoff 02, im oder auf dem Bedruckstoff 02 bereits enthalten sind.

Dabei werden eine oder mehrere nachfolgend aufgeführte Inspektionen durchgeführt:

Es erfolgt eine Inspektion eines im Bedruckstoffbogen 02 z. B. enthaltenen

Sicherheitsfadens, insbesondere durch Inspektion über den gesamten Bogens 02.

Dabei kann z. B. im Durchlichtverfahren, insbesondere unter Anwendung von IR-Strahlung, unter Verwendung einer z. B. o. g. Transmissionsinspektionseinrichtung 41 eine Prüfung auf Vorhandensein/Nichtvorhandensein eines Sicherheitsfadens erfolgen und/oder eine Prüfung auf Kontinuität, d. h. Durchgängigkeit, der Sicherheitsfäden im Bedruckstoff 02 und/oder eine Prüfung auf Abweichungen in der Dicke des

Sicherheitsfadens und/oder auf ein seitliches Wandern des Sicherheitsfadens über eine definierte Grenze hinaus und/oder eine Prüfung eines im oder auf dem Sicherheitsfaden enthaltenen Mikrotextes.

Zusätzlich oder stattdessen kann z. B. im Auflichtverfahren, insbesondere unter

Anwendung von UV-Strahlung, unter Verwendung einer z. B. o. g.

Reflexionsinspektionseinrichtung 42 eine Prüfung auf das Vorhandensein /

Nichtvorhandensein einer UV-Fluoreszenz im Sicherheitsfaden und/oder eine Prüfung auf Vorhandensein/Nichtvorhandensein eines Wasserzeichens über den gesamten Bogen 02 und/oder eine Prüfung auf Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein von ggf. enthaltenen Sicherheitsfasern und/oder einer UV-Fluoreszenz in den Fasern über den gesamten Bogen 02.

Die Inspektionseinrichtungen 41 ; 42 stehen ausgangsseitig - beispielsweise über eine Datenverarbeitungseinrichtung - mit einer Maschinensteuerung in Signalverbindung, durch welche anhand eines die Güte des inspizierten Bedruckstoffbogens 02

repräsentierenden Inspektionsergebnisses in der Stapelauslage 04 für einen zuvor als fehlerhaft erkannten Bedruckstoffbogen 02 eine Abgabe dieses Bedruckstoffbogens 02 über einem als Makulaturstapel definierten Stapelraum der Stapelauslage 04 ausgelöst wird bzw. auslösbar ist. Zusätzlich kann durch die Maschinensteuerung infolge des Inspektionsergebnisses für einen zuvor als Fehlerhaft erkannten Bedruckstoffbogen 02 ein Abstellen der oder einer Druckstelle 1 1 ; 12; 12* erfolgen oder bewirkbar sein. Die als fehlerfrei erkannten Bedruckstoffbogen 02 werden in einem Stapelraum der

Stapelauslage 04 für Gutbogen auf einem Produktstapel abgelegt bzw. sind dort ablegbar.

Bezugszeichenliste

01 Zuführeinrichtung, Bogenanleger

02 Bedruckstoff, Bedruckstoffbogen, Bogen, Wertpapierbogen

03 Druckgruppe

03* Druckgruppe, Druckstellengruppe, Druckturm

03** Druckgruppe, Druckstellengruppe, Druckturm

03*** Druckgruppe, Druckstellengruppe

03.1 Aggregat, Druckeinheit

03.2 Aggregat, Druckeinheit

03.1 * Aggregat, Druckeinheit

03.2* Aggregat, Druckeinheit

03.1 ** Aggregat, Druckeinheit

03.2** Aggregat, Druckeinheit

03.1 *** Aggregat, Druckeinheit

03.2*** Aggregat, Druckeinheit

04 Produktauslage, Stapelauslage

05

06 Druckwerk, Sammeldruckwerk

07 Druckwerk, Sammeldruckwerk

08 Druckwerk, Sammeldruckwerk

09 Druckwerk, Sammeldruckwerk

10

1 1 Druckstelle, Doppeldruckstelle

12 Druckstelle, Doppeldruckstelle

12* Druckstelle, Einfachdruckstelle

13 Transportsystem, Kettengreifersystem

13* Transportsy stem

14 Trockeneinrichtung, Strahlungstrockner

Zylinder, Druckwerkszylinder, Transportzylinder, Übertragungszylinder, Gegendruckzylinder, Farbsammeizylinder

Zylinder, Druckwerkszylinder, Transportzylinder, Übertragungszylinder, Gegendruckzylinder, Farbsammeizylinder

Zylinder, Druckwerkszylinder, Transportzylinder, Übertragungszylinder, Gegendruckzylinder, Farbsammeizylinder

Zylinder, Druckwerkszylinder, Transportzylinder, Übertragungszylinder, Gegendruckzylinder, Farbsammeizylinder

* Zylinder, Druckwerkszylinder, Transportzylinder, Gegendruckzylinder

Zylinder, Druckwerkszylinder, Formzylinder

Zylinder, Druckwerkszylinder, Formzylinder

Zylinder, Druckwerkszylinder, Formzylinder

Zylinder, Druckwerkszylinder, Formzylinder

Einfärbeeinrichtung, Farbwerk, Walzenfarbwerk, Kurzfarbwerk

Einfärbeeinrichtung, Farbwerk, Walzenfarbwerk, Kurzfarbwerk

Einfärbeeinrichtung, Farbwerk, Walzenfarbwerk, Kurzfarbwerk

Einfärbeeinrichtung, Farbwerk, Walzenfarbwerk, Kurzfarbwerk

Halteeinrichtung, Greiferleiste

Halteeinrichtung, Greiferleiste

Transportmittel, Transportzylinder, Transporttrommel

Halteeinrichtung, Greiferleiste

Förderstrecke

Förderstrecke

Transportmittel, Transportzylinder, Transporttrommel, Anlagetrommel 39 Transportmittel, Transportzylinder, Transporttrommel

40

41 Inspektionseinrichtung, Transmissionsinspektionseinrichtung

42 Inspektionseinrichtung, Reflexionsinspektionseinrichtung

43 Sensor, Kamera, Zeilenkamera

44 Beleuchtungsmittel

45

46 Transportmittel, Bandförderer, Bändertisch

47 Inspektionslinie

48 Transport-Bypass

49 Betätigungsmittel

50

51 Sensor, Kamera, Zeilenkamera

52 Beleuchtungsmittel

53 Inspektionslinie

54 Abtastsegment

55

56 Anschluss

57 Anschluss

58 Anschluss

59 Anschluss

a Öffnungswinkel