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1. WO2020114846 - BALUSTRADE FOR A PEOPLE-TRANSPORTING DEVICE, PEOPLE-TRANSPORTING DEVICE COMPRISING SUCH A BALUSTRADE, AND METHOD FOR MODERNISING A PEOPLE-TRANSPORTING DEVICE

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[ DE ]

Balustrade für eine Personenfördervorrichtung, Personenfördervorrichtung mit einer solchen Balustrade und Verfahren zur Modernisierung einer Personenfördervorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Balustrade umfassend eine Mehrzahl von ersten Paneelen, eine Mehrzahl von zweiten Paneelen und eine auf den ersten Paneelen angeordnete Handlaufführung. Die zweiten Paneele sind dabei seitlich versetzt zu den ersten Paneelen derart angeordnet, dass die zweiten Paneele die Handlaufführung überragen. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Personenfördervorrichtung mit einer solchen Balustrade sowie ein Verfahren zur Modernisierung einer Personenfördervorrichtung.

Solche Balustraden werden insbesondere bei Personenfördervorrichtungen, wie Fahrtreppen oder Fahrsteigen, eingesetzt. Die zweiten Paneele dienen dabei insbesondere als Absturzsicherung, um zu verhindern, dass Personen, welche die Personenfördervorrichtung nutzen, über den Handlauf der Personenfördervorrichtung von der Personenfördervorrichtung stürzen. Da auf den ersten Paneelen der Balustrade die Handlaufführung angeordnet ist, über welche im Betrieb einer Personenfördervorrichtung ein angetriebener, endloser Handlauf geführt wird, können die ersten Paneele nicht eine beliebige Höhe aufweisen, sondern es sind zweite Paneele notwendig, die seitlich versetzt zu der Handlaufführung angeordnet sind.

Aus der WO 2006/042428 A2 ist beispielsweise eine Balustrade für eine Fahrtreppe bekannt, bei der erste Paneele unterhalb des Handlaufs und zweite Paneele seitlich versetzt zu dem Handlauf, den Handlauf überragend angeordnet sind. Die Fahrtreppe ist dabei speziell an diese Balustrade angepasst.

Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine eingangs genannte Balustrade zu verbessern und eine verbesserte Personenfördervorrichtung bereitzustellen. Insbesondere soll dabei eine optisch ansprechende Balustrade geschaffen werden, die als Absturzsicherung dient. Insbesondere soll zudem eine einfache Nachrüstung von Personenfördervorrichtungen mit einer solchen Balustrade, die als Absturzsicherung dient, ermöglicht werden, vorzugsweise mit geringen Anpassungen der Personenfördervorrichtung.

Zur Lösung dieser Aufgabe werden eine Balustrade, eine Personenfördervorrichtung und ein Verfahren zur Modernisierung einer Personenfördervorrichtung gemäß den unabhängigen Ansprüchen vorgeschlagen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung beschrieben sowie in den Figuren dargestellt.

Die vorgeschlagene Lösung sieht eine Balustrade, insbesondere eine Fahrtreppen- oder Fahrsteigbalustrade, vor, welche eine Mehrzahl von ersten Paneelen, eine Mehrzahl von zweiten Paneelen und eine auf den ersten Paneelen angeordnete Handlaufführung umfasst. Die zweiten Paneele sind seitlich versetzt zu den ersten Paneelen derart angeordnet, dass die zweiten Paneele die Handlaufführung überragen. Stützelemente sind jeweils zwischen zwei ersten Paneelen angeordnet, wobei an den Stützelementen wenigstens eine Halteelement angeordnet ist, das die zweiten Paneele hält. Vorteilhafterweise sind bei dieser Balustrade keine wesentlichen Anpassungen an dem Design der Personenfördervorrichtung notwendig. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Balustrade einen Balustradensockel umfasst, wobei die ersten Paneele vorteilhafterweise mit deren unteren Ende in dem Balustradensockel angeordnet sind, insbesondere in entsprechenden Halterungen des Balustradensockels. Vorteilhafterweise weist der Balustradensockel dabei keine Änderungen gegenüber einem Balustradensockel auf, welcher für eine Balustrade ohne Absturzsicherung, welche erste Paneele aber keine zweiten Paneele umfasst, verwendet wird. Darüber hinaus ist die Balustrade optisch ansprechend gestaltet, wobei die zweiten Paneele eine zuverlässige Absturzsicherung bilden. Vorteilhafterweise werden die Stützelemente allein von den ersten Paneelen gehalten, insbesondere indem die Stützelemente zwischen zwei aufeinanderfolgenden ersten Paneelen verklemmt werden. Vorteilhafterweise werden die Stützelemente der Balustrade nicht mit dem Balustradensockel derart verbunden, dass der Balustradensockel die Stützelemente mechanisch fixiert.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind Glasscheiben beziehungsweise Glaspaneele als erste Paneele vorgesehen. Weiter sind vorzugsweise Glasscheiben beziehungsweise Glaspaneele als zweite Paneele vorgesehen. Die Glasscheiben können dabei insbesondere Einscheibensicherheitsglas oder Verbundsicherheitsglas sein. Vorzugsweise sind die ersten Paneele und/oder die zweiten Paneele transparent ausgebildet. Auch wenn die Paneele vorzugsweise Glaspaneele sind, ist insbesondere gemäß einer Ausgestaltungsvariante vorgesehen, dass die ersten Paneele und die zweiten Paneele aus verschiedenen Materialien sind. Insbesondere können die Paneele in einer Ausgestaltungsvariante auch aus einem oder mehreren der nachfolgend genannten Materialien sein: Plexiglas, Acrylglas, Nirosta, Stahlblech, Aluminiumblech. Insbesondere können die Paletten auch aus einem Verbundmaterialien sein, insbesondere dem zum Zeitpunkt der Anmeldung unter der Marke Dibond® vertriebenen Verbundmaterial.

Vorteilhafterweise ist das wenigstens eine Haltelement als durchgängiges ein- oder mehrteiliges Halteelement ausgebildet, insbesondere als parallel zu der Handlaufführung verlaufendes

Halteelement. Insbesondere ist vorgesehen, dass das wenigstens eine Halteelement zumindest teilweise metallisch ist, vorzugsweise zumindest teilweise aus Aluminium oder zumindest teilweise aus Stahl. Vorteilhafterweise ist das wenigstens eine Halteelement wenigstens eine Halteprofil, insbesondere wenigstens ein Stranggussprofil, vorzugsweise wenigstens ein Aluminiumstranggussprofil. Weiter ist insbesondere vorgesehen, dass der Querschnitt des wenigstens einen Halteelement im Wesentlichen rund ist oder eine U-Form aufweist. Insbesondere wenn die zweiten Paneele als Glaspaneele ausgebildet sind, ist vorteilhafterweise das wenigstens eine Halteelement wenigstens eine Glasklemmleiste. Dabei wird vorteilhafterweise jeweils zwischen Glaspaneel und Glasklemmleiste Glaspapier eingesetzt, um einen direkten Kontakt zwischen Glaspaneel und Glasklemmleiste zu vermeiden. Darüber hinaus werden die zweiten Paneele vorteilhafterweise mit einem Fixierelement in dem wenigstens ein Halteelement fixiert. Insbesondere wenn das wenigstens eine Halteelement als wenigstens ein Halteprofil, insbesondere als wenigstens eine Glasklemmleiste, ausgebildet ist, ist als Fixierelement insbesondere ein Kunststoff keil vorgesehen. Dieser Kunststoffkeil weist vorteilhafterweise eine Abschrägung auf, die vorteilhafterweise in einem Winkelbereich zwischen 1° und 15° liegt. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung weist die Abschrägung einen Winkel von 4° auf. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsvariante ist vorgesehen, dass mehrere Halteelemente als das wenigstens eine Halteelement vorgesehen sind, welche die zweiten Paneele halten.

Die in dem wenigstens einen Halteelement gehaltenen zweiten Paneele sind vorteilhafterweise an deren Stoßkanten miteinander verbunden, insbesondere über punktuelle Verbindungen. Zusätzlich oder alternativ ist als vorteilhafte Ausgestaltung vorgesehen, dass die zweiten Paneele an deren oberen Ende mittels wenigstens einer Klemmleiste verbunden sind, vorzugsweise mittels wenigstens einer metallischen Klemmleiste.

Insbesondere zur weiteren Verbesserung der optischen Wahrnehmung der vorgeschlagenen Balustrade umfasst das wenigstens eine Halteelement gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung wenigstens eine Lichtquelle. Vorteilhafterweise ist die wenigstens eine Lichtquelle dabei so ausgerichtet, dass die zweiten Paneele illuminiert werden. Wenn die zweiten Paneele Glaspaneele sind, ist insbesondere vorgesehen, dass die Lichtquellen unterhalb der unteren Kante der zweiten Glaspaneele angeordnet sind, sodass das Licht der wenigstens einen Lichtquelle in die Glaspaneele geleitet wird.

Eine bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, dass über die gesamte Länge der Balustrade die Balustrade zweite Paneele aufweist. Insbesondere sind aber auch Ausgestaltungen vorgesehen, bei denen die Balustrade nur abschnittsweise zweite Paneele aufweist, insbesondere wenn nur abschnittsweise Gefahr für Personen besteht, sich im Falle eines Sturzes über den Handlauf gefährlich zu verletzen. So kann insbesondere beim Einsatz einer solchen Balustrade bei einer Fahrtreppe vorgesehen sein, dass die zweiten Paneele erst ab einer bestimmten Flöhe, die die Fahrtreppe gegenüber dem Untergrund aufweist, zweite Paneele umfasst.

Die Flöhe der zweiten Paneele ist insbesondere so zu bemessen, dass eine effektive Absturzsicherung erreicht wird. Die Flöhe der Anordnung des wenigstens einen Flalteelements kann dabei insbesondere so gewählt werden, dass die zweiten Paneele teilweise parallel zu den ersten Paneelen geordnet sind, sodass die entsprechenden Projektionsflächen eines unteren Bereichs der zweiten Paneele den oberen Bereich der ersten Paneele teilweise überlappen. Insbesondere ist vorgesehen, dass das wenigstens eine Halteelement in Höhe des oberen Endes der ersten Paneele geordnet ist, sodass sich die zweiten Paneele mit ihrem unteren Ende quasi an die ersten Paneele anschließen. Gemäß einer weiteren, weniger bevorzugten Ausgestaltung kann auch eine Lücke zwischen dem oberen Ende der ersten Paneele und dem unteren Ende der zweiten Paneele vorhanden sein. Diese Lücke sollte allerdings so gering sein, dass nicht die Gefahr besteht, dass Personen aufgrund dieser Lücke zu Schaden kommen können, insbesondere in dem Fall, in dem eine Absturzsicherung durch die entstandene Lücke nicht gewährleistet wäre.

Vorteilhafterweise sind die zweiten Paneele auf eine Höhe von 200 cm (cm: Zentimeter) lotrecht über dem Handlauf begrenzt. Eine besonders vorteilhafte Höhe liegt zwischen 30 cm und 100 cm lotrecht über dem Handlauf. Besonders vorteilhaft ist die Höhe auf maximal 50 cm über dem Handlauf begrenzt. Vorteilhafterweise ist bei einer solchen Höhe bereits für die meisten Szenarien eine gute Absturzsicherung gewährleistet. Darüber hinaus ist bei einer solchen Begrenzung der maximalen Höhe vorteilhafterweise das von dem wenigsten einen Halteelement zu tragende Gewicht reduziert. Weiter vorteilhaft ergeben sich durch eine solche Begrenzung Kostenersparnisse, insbesondere für Material- und Transportkosten.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Balustrade sieht vor, dass an den Stützelementen jeweils ein Kragarm angeordnet ist. Der Kragarm umfasst dabei jeweils ein freies Ende und ein gelagertes Ende, wobei das wenigstens eine Halteelement an dem freien Ende des jeweiligen Kragarms angeordnet ist. Insbesondere ist vorgesehen, dass an jedem Stützelement jeweils ein Kragarm angeordnet ist. Das gelagerte Ende des jeweiligen Kragarms kann dabei auf unterschiedliche Weise an dem jeweiligen Stützelement angeordnet sein. Insbesondere kann ein Verschweißen des Kragarms mit dem jeweiligen Stützelement vorgesehen werden. Für eine

vereinfachte Montage des Kragarms ist als vorteilhafte Ausgestaltung vorgesehen, dass der Kragarm in das Stützelement eingehängt wird. Dazu weist der Kragarm vorteilhafterweise entsprechende Hakenelemente auf, die in entsprechende Aufnahmen des Stützelementes eingreifen, insbesondere nach Art eines Regalsystems, bei dem Regalhaken zur Halterung von Regalbrettern in eine Wandleiste eingehängt werden. Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung wird ein jeweiliger Kragarm mit dem jeweiligen Stützelement verschraubt. Dies erlaubt vorteilhafterweise, eine verbesserte Justierbarkeit des Kragarms insbesondere bezüglich dessen Anordnungshöhe.

Durch die jeweiligen Kragarme wird insbesondere ein Abstand zu den ersten Paneelen und zu der Handlaufführung geschaffen, sodass die zweiten Paneele vorteilhafterweise seitlich versetzt zu den ersten Paneelen angeordnet werden können. Insbesondere kann dabei ein über die Handlaufführung geführter Handlauf weiterhin bestimmungsgemäß verwendet werden. Insbesondere ist vorgesehen, dass zweiten Paneele parallel versetzt zu den ersten Paneelen angeordnet sind. Weiter vorteilhaft beträgt der Versatz zwischen den ersten Paneelen und den zweiten Paneelen zwischen 10 cm und 40 cm, vorzugsweise zwischen 15 cm und 30 cm. Die Kragarme sind vorzugsweise zumindest teilweise metallisch ausgebildet, insbesondere zumindest teilweise aus Aluminium oder zumindest teilweise aus Stahl.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Balustrade sieht vor, dass die Stützelemente jeweils eine Führung aufweisen, insbesondere eine sich über die komplette Höhe des Stützelementes erstreckende Führung, in welcher der jeweilige Kragarm fixiert ist. Vorteilhafterweise wird hierdurch die Justierbarkeit des Kragarms bezüglich dessen Anordnungshöhe weiter verbessert. Weiter vorteilhaft ist vorgesehen, dass ein jeweiliger Kragarm an dessen gelagerten Ende, mit dem dieser an dem Stützelement angeordnet ist, einen zu der Führung des Stützelementes korrespondierend ausgebildeten Gegenpart aufweist, mit dem der jeweilige Kragarm in die Führung des jeweiligen Stützelementes eingreift. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die Führung als Nut, insbesondere als T-Nut, ausgebildet. Vorteilhafterweise greift der Kragarm oder ein den Kragarm fixierender Nutenstein in diese Nut, insbesondere die T-Nut, ein. Insbesondere bei der Ausgestaltung der Führung als Nut, insbesondere als T-Nut, und der Fixierung der Kragarme mit entsprechend korrespondierend zu der Nut ausgebildeten Nutensteinen oder Hammerkopfschrauben ist vorteilhafterweise die Anordnungshöhe des jeweiligen Kragarms und somit auch die Höhe des Halteelements für die zweiten Paneele sehr gut einstellbar.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Balustrade sieht vor, dass der jeweilige Kragarm an dessen gelagerten Ende mit einem Fixierelement fixiert ist. Dabei ist das Fixierelement vorteilhafterweise in das jeweilige Stützelement an dessen Seite, die dem Kragarm gegenüberliegt, eingebracht. Als Fixierelemente sind insbesondere Schrauben vorgesehen. Vorteilhafterweise lassen sich bei dieser Ausgestaltung die Fixierelemente mittels eines Drehmomentschlüssels anziehen. Hierdurch wird vorteilhafterweise die Montage vereinfacht, insbesondere auch gegenüber einer Fixierung mittels Nutensteinen in der Führung des jeweiligen Stützelements. Bei dieser Ausgestaltungsvariante erstreckt sich insbesondere der Gewindebolzen des jeweiligen Schraubelementes in Längserstreckungsrichtung des jeweiligen Kragarms. Der jeweilige Kragarm weist dabei vorteilhafterweise an dessen gelagerten Ende Durchtrittsöffnungen auf, die sich vorteilhafterweise in Längserstreckungsrichtung des jeweiligen Kragarms erstrecken. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen diese Durchtrittsöffnungen ein Innengewinde auf, welches mit dem Außengewinde des Schraubelements in Wirkverbindung steht. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weisen die Kragarme hinter den Durchtrittsöffnungen Freiräume auf, wobei in einem solchen Freiraum jeweils eine Schraubenmutter angeordnet ist, die mit dem Schraubelement in Wirkverbindung steht. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die Durchtrittsöffnungen Langlöcher sind, um die Anordnungshöhe der Kragarme an den jeweiligen Stützelementen weiter verbessert anpassen zu können.

Insbesondere ist vorgesehen, dass der jeweilige Kragarm in der oberen Hälfte eines jeweiligen Stützelements angeordnet ist, insbesondere dass der jeweilige Kragarm in dem oberen Drittel eines jeweiligen Stützelements angeordnet ist. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die Kragarme jeweils höhenverstellbar an dem jeweiligen Stützelement angeordnet. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltungsvariante ist die Anordnungsposition für den Kragarm an dem jeweiligen Stützelement fix vorgegeben, insbesondere durch entsprechende Durchtrittsöffnungen in den Stützelementen, wie insbesondere Bohrungen. Eine Einsteilbarkeit der Höhe der Kragarme ist dabei vorteilhafterweise durch die Anordnungshöhe der Stützelemente zwischen den ersten Paneelen gegeben.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Balustrade sieht vor, dass an dem freien Ende des jeweiligen Kragarms als Haltelement jeweils ein U-förmiger, nach oben offener Klemmhalter angeordnet ist. Diese Klemmhalter halten vorteilhafterweise die zweiten Paneele. Die Klemmhalter weisen vorteilhafterweise eine Länge zwischen 2 cm (cm: Zentimeter) und 60 cm auf, über die das jeweilige zweite Paneel abgestützt wird. Insbesondere beträgt die Länge zwischen 6,5 cm und 22 cm.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Balustrade weist ein jeweiliges Stützelement an dessen Längsseiten jeweils eine Aufnahme auf. Vorteilhafterweise sind die ersten Paneele, zwischen denen das jeweilige Stützelement angeordnet ist, mit jeweils einem seitlichen Ende in jeweils einer Aufnahme des Stützelementes angeordnet. Die Aufnahmen sind dabei vorteilhafterweise als Nut ausgebildet, in welche vorteilhafterweise die seitlichen Enden der jeweiligen ersten Paneele als Feder eingreifen. Vorteilhafterweise wird hierdurch die Stabilität der Anordnung weiter erhöht. Darüber hinaus zeichnet sich diese Ausgestaltung durch eine weiter verbesserte optische Wahrnehmung aus. Vorteilhafterweise üben die seitlichen Enden der jeweiligen ersten Paneele dabei eine Klemmwirkung auf das jeweilige Stützelement aus, wodurch das Stützelement zwischen zwei ersten Paneelen gehalten wird.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die Stützelemente) jeweils als Schiene ausgebildet, insbesondere als Metallschiene. Vorteilhafterweise ist ein als Schiene ausgebildetes Stützelement dabei jeweils im Stoß zweier erster Paneele angeordnet.

Vorteilhafterweise weisen die Stützelemente jeweils ein erstes Stützelementteil mit einem Außenbereich und ein zweites Stützelementteil mit einem Außenbereich auf. Bei einer Ausgestaltung der Stützelemente als Schienen ist das erste Stützelementteil vorteilhafterweise ein erstes Schienenteil und das zweite Stützelementteil vorteilhafterweise ein zweites Schienenteil. Das erste Stützelementteil und das zweite Stützelementteil sind vorteilhafterweise derart angeordnet, dass der Außenbereich des ersten Stützelementteils an der einen Balustradenseite angeordnet ist und der Außenbereich des zweiten Stützelementteils an der anderen Balustradenseite angeordnet ist. Mit einer solchen mehrteiligen Ausgestaltung der Stützelemente lässt sich vorteilhafterweise eine verbesserte Klemmwirkung erzielen. Der Halt der Stützelemente zwischen den ersten Paneelen ist hierdurch vorteilhafterweise verbessert. Darüber hinaus weist eine solche mehrteilige Ausgestaltung der Stützelemente insbesondere Vorteile bei der Montage der Balustrade auf. So kann ein solches mehrteilig ausgebildetes Stützelement, welches ein erstes Stützelementteil und ein zweites Stützelementteil umfasst, insbesondere montiert werden, ohne dass die Handlaufführung von den ersten Paneelen entfernt werden muss. Vorteilhafterweise wird das erste Stützelementteil von der einen Balustradenseite zwischen zwei ersten Paneelen angeordnet und das zweite Stützelementteil an der anderen Balustradenseite zwischen diesen zwei ersten Paneelen angeordnet. Die Verbindung der Stützelementteile erfolgt vorteilhafterweise mittels Schraubelementen, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass mittels dieser Schraubelemente auch der jeweilige Kragarm an dem Stützelement befestigt wird. Dabei ist insbesondere

vorgesehen, dass das Schraubelement durch das erste Stützelementteil, dann durch das zweite Stützelement und dann in eine entsprechende Durchtrittsöffnung an dem gelagerten Ende des Kragarms eingebracht wird und das Schraubelement verschraubt wird. Vorteilhafterweise schließt sich an die entsprechende Durchtrittsöffnung ein Freiraum an, in welchen eine Schraubmutter zur Aufnahme des Schraubelements angeordnet werden kann. Alternativ oder zusätzlich ist eine Ausgestaltung vorgesehen, wobei die Durchtrittsöffnung ein entsprechendes Innengewinde aufweist, in welches das Schraubelement eingreift.

Gemäß einer Ausgestaltungsvariante kann vorgesehen sein, dass das erste Stützelement und das zweite Stützelement ausschließlich außen vor den jeweiligen ersten Paneelen angeordnet sind, wobei das wenigstens eine Fixiermittel, mit dem die Stützelementteile verbunden sind, insbesondere die Schrauben, die das erste Stützelementteil mit dem zweiten Stützelementteil verbinden, durch den Zwischenraum zwischen den jeweiligen zwei ersten Paneelen hindurchgreifen.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Balustrade sieht allerdings vor, dass das erste Stützelementteil einen Innenbereich, insbesondere ein Innenprofil, aufweist, wobei der Innenbereich zwischen den ersten Paneelen angeordnet ist. Weiter bevorzugt weist das zweite Stützelementteil einen Innenbereich, insbesondere ein Innenprofil, auf, wobei der Innenbereich zwischen den ersten Paneelen angeordnet ist. Vorteilhafterweise wird durch diesen Innenbereich bzw. durch diese Innenbereiche die Montage der Stützelemente weiter vereinfacht, weil durch die Innenbereiche bereits die Anordnungsposition der Stützelementteile weitestgehend vorgegeben wird. Darüber hinaus ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass die Stützelementteile sich nicht direkt kontaktieren, sodass insbesondere eine Klemmwirkung auf den ersten Paneelen gewährleistet ist. Die Stützelemente werden dabei vorteilhafterweise allein aufgrund der Klemmwirkung zwischen zwei ersten Paneelen gehalten. Vorteilhafterweise kontaktiert also der Innenbereich des ersten Stützelementteils den Innenbereich des zweiten Stützelementteils nicht, sodass die Innenbereiche insbesondere nicht aneinander anliegen. Hierdurch wird die Montage sowie die Stabilität der Anordnung vorteilhafterweise weiter verbessert. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die seitlichen Enden der ersten Paneele, zwischen denen ein Stützelement angeordnet ist, das jeweilige Stützelement beziehungsweise die jeweiligen Stützelementteile direkt kontaktieren. Bei einer Ausgestaltungsvariante, bei der die Stützelemente insbesondere auch mit der Handlaufführung und/oder mit dem Balustradensockel verbunden sind, kann dagegen vorgesehen sein, dass das erste Stützelementteil und das zweite Stützelementteil, insbesondere der Innenbereich des ersten Stützelementteils und der Innenbereich des zweiten Stützelementteils, einander direkt kontaktieren.

Gemäß einer Ausgestaltungsvariante wird insbesondere ein Toleranzabstand zwischen dem jeweiligen Stützelement beziehungsweise den jeweiligen Stützelementteilen und dem jeweiligen seitlichen Ende eines ersten Paneels eingehalten. Dies hat den Vorteil, dass auch bei einer thermischen Ausdehnung des Stützelements die ersten Paneele spannungsfrei gehalten werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind zwischen dem ersten Stützelementteil und dem zweiten Stützelementteil eines jeweiligen Stützelementes die Aufnahmen ausgebildet, in welche die ersten Paneele mit ihrem jeweiligen seitlichen Ende hineinragen. Vorteilhafterweise sind die Aufnahmen des Stützelementes, in welche die seitlichen Enden eines jeweiligen ersten Paneels jeweils eingreifen, mit einem Paneelschutz versehen, insbesondere mit Glaspapier. Insbesondere ist vorgesehen, dass der Paneelschutz ein elastisch nachgiebigeres Material ist als das Material des Stützelementes.

Vorteilhafterweise weisen das erste Stützelementteil und/oder das zweite Stützelementteil jeweils einen Außenbereich auf. Dieser Außenbereich ist dabei insbesondere derjenige Bereich des jeweiligen Stützelementteils, welcher nicht zwischen zwei ersten Paneelen angeordnet ist. Insbesondere ist vorgesehen, dass jeweils zwischen dem Außenbereich des ersten Stützelementteils und dem Außenbereich des zweiten Stützelementteils die Aufnahmen ausgebildet sind, in welche die ersten Paneele mit deren jeweiligen seitlichen Enden hineinragen. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Außenbereiche mit deren zu dem jeweiligen ersten Paneel hingewandten Fläche das jeweilige erste Paneel kontaktieren. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Stützelemente mit den Außenbereichen zumindest teilweise an der jeweiligen Außenfläche des jeweiligen ersten Paneels anliegen. Vorteilhafterweise ist dabei zwischen dem Außenbereich des jeweiligen Stützelementes und der Paneelfläche eine Schutzschicht ausgebildet, insbesondere aus einem elastisch nachgiebigen Material, insbesondere aus Glaspapier. Vorteilhafterweise werden hierdurch die seitlichen Enden der ersten Paneele besser geschützt.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Balustrade umfasst die Balustrade wenigstens ein Abschlusspaneel. Dieses wenigstens eine Abschlusspaneel ist dabei vorteilhafterweise an einem jeweiligen Balustradenende angeordnet. Vorteilhafterweise weist ein solches Abschlusspaneel einen ersten Paneelbereich mit einem ersten unteren Ende und einen zweiten Paneelbereich mit einem zweiten unteren Ende auf. Vorteilhafterweise ist ein solches

Abschlusspaneel mit dessen ersten unteren Ende in dem wenigstens einen Halteelement angeordnet und mit dessen zweiten unteren Ende in wenigstens einem weiteren Halteelement angeordnet. Vorteilhafterweise ist das wenigstens eine weitere Halteelement nicht an den Kragarmen und nicht an den Stützelementen angeordnet. Insbesondere ist vorgesehen, dass das wenigstens eine weitere Halteelement im Bodenbereich, insbesondere an einem Abdeckplattenrahmen einer Personenfördervorrichtung, für welche die Balustrade vorgesehen ist, angeordnet ist. Das wenigstens eine weitere Halteelement kann insbesondere auch zusätzlich oder alternativ am Balustradensockel angeordnet sein.

Insbesondere ist vorgesehen, dass sich das Abschlusspaneel in dem zweiten Paneelbereich von dem unteren Ende eines angrenzenden ersten Paneels bis hin zu dem oberen Ende eines angrenzenden zweiten Paneels erstreckt. Insbesondere ist weiter vorgesehen, dass sich das Abschlusspaneel in dem ersten Paneelbereich von dem unteren Ende eines zweiten Paneels bis hin zu dem oberen Ende eines zweiten Paneels erstreckt. Insbesondere sind Glaspaneele als Abschlusspaneele vorgesehen, insbesondere aus einem Einscheibensicherheitsglas oder Verbundsicherheitsglas. Vorteilhafterweise wird die optische Wahrnehmung der Balustrade durch das wenigstens eine Abschlusspaneel weiter verbessert. Insbesondere ist vorgesehen dass eine Balustrade zwei Abschlusspaneel umfasst, nämlich jeweils an den Enden einer jeweiligen Balustrade ein Abschlusspaneel.

Die zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weiter vorgeschlagene Personenfördervorrichtung umfasst eine erfindungsgemäße Balustrade, insbesondere eine Balustrade gemäß einer Ausgestaltung wie vorstehend und nachfolgend beschrieben oder gemäß einer Kombination dieser Ausgestaltungen. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Personenfördervorrichtung eine Fahrtreppe oder ein Fahrsteig ist. Insbesondere ist weiter vorgesehen dass die Personenfördervorrichtung ein umlaufendes Förderband umfasst, vorzugsweise ein aus einer Vielzahl von Trittelementen gebildetes umlaufendes Förderband, insbesondere ein Stufen- oder Palettenband.

Vorteilhafterweise ist über die Handlaufführung der Balustrade ein Handlauf geführt, welcher ein endloses Handlaufband bildet. Dieser Handlauf wird dabei vorteilhafterweise mit derselben Geschwindigkeit wie das Förderband oder mit einer bis zu 15 % höheren Geschwindigkeit als das Förderband angetrieben. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Personenfördervorrichtung zwei erfindungsgemäß ausgebildete Balustraden umfasst, die vorteilhafterweise das Förderband seitlich begrenzen. Weiter ist insbesondere vorgesehen, dass die Personenfördervorrichtung ein erstes Höhenniveau mit einem zweiten Höhenniveau verbindet, insbesondere zwei unterschiedliche Stockwerke.

Insbesondere ist vorgesehen, eine Personenfördervorrichtung mit einer erfindungsgemäßen Balustrade in einem Modernisierungsverfahren neu zu schaffen. Bei dem vorgeschlagenen Verfahren zur Modernisierung einer Personenfördervorrichtung ist insbesondere vorgesehen, dass eine Personenfördervorrichtung mit einer erfindungsgemäßen Balustrade ausgerüstet wird, insbesondere mit einer Balustrade gemäß einer Ausgestaltung wie vorstehend oder nachfolgend beschrieben oder gemäß einer Kombination dieser Ausgestaltungen. Das Verfahren umfasst dabei insbesondere die komplette Neuerrichtung einer Personenfördervorrichtung mit einer erfindungsgemäßen Balustrade. Insbesondere ist aber auch die Nachrüstung einer bestehenden Personenfördervorrichtung mit einer erfindungsgemäßen Balustrade vorgesehen, wobei vorteilhafterweise eine Bestandsbalustrade einer solchen bestehenden Personenfördervorrichtung zumindest teilweise weiter verwendet und in eine erfindungsgemäße Balustrade umgebaut werden kann.

Insbesondere ist vorgesehen, dass die Personenfördervorrichtung, die modernisiert werden soll, bereits eine Bestandsbalustrade aufweist, wobei diese Bestandsbalustrade bereits eine Mehrzahl der ersten Paneele umfasst, die insbesondere auf Stoß angeordnet sind. Die ersten Paneele der Bestandsbalustrade sind dabei insbesondere Glaspaneele. Als Verfahrensschritt ist dabei vorteilhafterweise vorgesehen, dass zumindest ein erstes Paneel der Bestandsbalustrade, welches eine erste Länge aufweist, entfernt wird. Dieses erste Paneel wird dann durch ein erstes Paneel ersetzt, welches eine zweite Länge aufweist, die kürzer ist als die erste Länge. Dabei kann es sich bei dem ersten Paneel mit der zweiten Länge insbesondere um ein anderes erstes Paneel handeln oder aber um das auf die zweite Länge gekürzte erste Paneel. Das erste Paneel mit der zweiten Länge ist dabei vorteilhafterweise gegenüber dem ersten Paneel mit der ersten Länge so viel kürzer, dass der Abstand zwischen den weiteren ersten Paneelen derart erhöht werden kann, dass die Stützelemente zwischen diesen ersten Paneelen angeordnet werden können. Insbesondere ist vorgesehen, dass ein weiteres erstes Paneel mit einer ersten Länge durch ein weiteres erstes Paneel mit einer zweiten Länge ersetzt wird, wobei diese zweite Länge wiederum entsprechend kürzer ist als die erste Länge, um die Abstände zwischen den nicht zu ersetzenden ersten Paneelen entsprechen vergrößern zu können.

Insbesondere bei Personenfördervorrichtung, wie Fahrtreppen, die ein erstes Höhenniveau mit einem zweiten Höhenniveau verbinden und dabei in der Regel im Bereich des Übergangs von der

horizontalen Erstreckung in die Schrägerstreckung jeweils ein erstes Paneel mit einer entsprechend an diesen Übergang angepassten Krümmung aufweisen, ist es vorteilhaft, dieses erste Paneele auszutauschen, da in diesem Fall die entsprechende Anpassung der Anordnung der weiteren ersten Paneele, die nicht ersetzt werden sollen, sowohl in dem Bereich der horizontalen Erstreckung der Personenfördervorrichtung als auch in dem Bereich der Schrägerstreckung der Personenfördervorrichtung erfolgen kann.

Nach dem Entfernen des wenigstens einen ersten Paneels werden vorteilhafterweise die aufeinanderfolgenden ersten Paneele jeweils mit einem Abstand A beabstandet angeordnet. Typischerweise betragen die Abstände der ersten Paneele der Bestandsbalustrade vor der Neuanordnung nicht mehr als bis zu 3 mm (mm: Millimeter), typischerweise insbesondere 2 mm. Dieser Abstand wird vorteilhafterweise auf wenigstens 10 mm, vorzugsweise auf wenigstens 13 mm vergrößert. Der Abstand zwischen den ersten Paneelen hängt dabei insbesondere von der Breite der zu verwendenden Stützelemente ab, die zwischen den ersten Paneelen angeordnet werden. Insbesondere auch aus optischen Gründen ist aber vorgesehen, die Abstände zwischen zwei aufeinanderfolgenden Paneelen vorzugsweise nicht über 70 mm hinaus auszudehnen. Ein bevorzugter zu schaffender Abstand liegt zwischen 13 mm und 30 mm. In einem weiteren Verfahrensschritt werden zwischen die mit dem Abstand beabstandeten ersten Paneele die Stützelemente angeordnet.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Bestandsbalustrade der zu modernisierenden Personenfördervorrichtung eine Handlaufführung umfasst. Diese Handlaufführung wird dabei vorteilhafterweise im Rahmen der Modernisierung entfernt. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung werden die Stützelemente dann von oben zwischen die beabstandeten ersten Paneele eingeschoben, um die Stützelemente zwischen die beabstandeten ersten Paneele anzuordnen. Bei dieser Ausgestaltungsvariante sind die Stützelemente vorteilhafterweise einteilig ausgebildet. Sind die Stützelemente bei dieser Ausgestaltungsvariante mehrteilig ausgebildet sein, sind die Stützelementteile vorteilhafterweise bereits so zusammenmontiert, dass die Aufnahmen der Stützelemente bereits ausgebildet sind, in welche die seitlichen Ende der ersten Paneele eingreifen. Nach der Anordnung der Stützelemente zwischen jeweils zwei ersten Paneelen wird die Handlaufführung auf die ersten Paneele aufgesetzt. Dabei kann vorteilhafterweise die Handlaufführung der Bestandsbalustrade wiederverwendet werden.

Umfassen die Stützelemente jeweils ein erstes Stützelementteil und ein zweites Stützelementteil, so ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass jeweils das erste Stützelementteil an der einen Balustradenseite angeordnet wird. Weiter ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass jeweils das zweite Stützelementteil an der anderen Balustradenseite angeordnet wird. Das Anordnen des jeweiligen ersten Stützelementteils und des jeweiligen zweiten Stützelementteils erfolgt dabei vorteilhafterweise derart, dass der Innenbereich des Stützelements zwischen zwei aufeinanderfolgenden ersten Paneelen innerhalb des geschaffenen Abstands angeordnet ist, und dass der jeweilige Außenbereich des Stützelements einen seitlichen Teilabschnitt des jeweiligen ersten Paneels überragt, vorteilhafterweise derart, dass die Außenbereiche der Stützelementteile die Aufnahme, in welche die seitlichen Enden der ersten Paneele hineinragen, bilden. Vorteilhafterweise muss bei dieser Ausgestaltungsvariante, bei der das jeweilige Stützelement den ersten Stützelementteil und den zweiten Stützelementteil umfasst, die Handlaufführung der Bestandsbalustrade nicht entfernt werden, insbesondere nicht vollständig entfernt werden. Die Handlaufführung der Bestandsbalustrade kann dabei für die Schaffung der erfindungsgemäßen Balustrade vorteilhafterweise beibehalten werden.

Vorteilhafterweise wird der erste Stützelementteil mit dem zweiten Stützelementteil jeweils mittels einer Schraubverbindung verbunden. Insbesondere ist vorgesehen, dass dabei mittels dieser Schraubverbindung zusätzlich der jeweilige Kragarm an dem Stützelement fixiert wird. Vorteilhafterweise ist die Montage hierdurch weiter vereinfacht, da in einem Arbeitsschritt die Verbindung des ersten Stützelementteils mit dem zweiten Stützelementteil erfolgen kann und zudem der Kragarm an dem Stützelement angeordnet wird.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Personenfördervorrichtung einen Abdeckplattenrahmen mit einer darin eingelassenen Abdeckplatte umfasst. Die in den Abdeckplattenrahmen eingelassene Abdeckplatte weist dabei eine erste Breite auf. Dabei ist als weiterer Verfahrensschritt vorgesehen, dass die Abdeckplatte mit der ersten Breite entfernt wird. Vorteilhafterweise wird das wenigstens eine weitere Halteelement an dem Abdeckplattenrahmen angeordnet. In den Abdeckplattenrahmen wird eine Abdeckplatte eingesetzt, welche eine zweite Breite aufweist, wobei die zweite Breite geringer ist als die erste Breite. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsvariante kann hierfür die Abdeckplatte mit der ersten Breite entsprechend auf die zweite Breite gekürzt und wiederverwendet werden. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Abdeckplatte mit der zweiten Breite und das wenigstens eine Halteelement in Summe gleich breit sind wie die Abdeckplatte mit der ersten Breite. Insbesondere ist vorgesehen, dass das wenigstens eine weitere Halteelement ein Halteprofil ist, insbesondere eine Glasklemmleiste. Insbesondere kann weiter vorgesehen sein, dass das wenigstens eine weitere Halteelement einen Halter umfasst, mit welchem das wenigstens eine weitere Halteelement an dem Abdeckplattenrahmen befestigt wird.

Als weiterer Verfahrensschritt ist insbesondere vorgesehen, die Kragarme an den jeweiligen Stützelementen anzuordnen, vorteilhafterweise mittels einer Schraubverbindung, wie vorstehend beschrieben. Vorteilhafterweise wird die Anordnungshöhe der Kragarme an den Stützelementen entsprechend angepasst. Vorteilhafterweise sind die Kragarme dabei jeweils in einer Führung der Stützelemente angeordnet.

An den freien Enden der Kragarme wird dann vorteilhafterweise das wenigstens eine Halteelement angeordnet. Vorteilhafterweise ist dabei zwischen dem wenigstens einen Halteelement und den Kragarmen eine Anordnungshilfe ausgebildet, insbesondere als Nut-Feder-Anordnung. Insbesondere ist vorgesehen, dass das wenigstens eine Halteelement mit den Kragarmen verschraubt wird. Andere Befestigungsmöglichkeiten können ebenfalls vorgesehen werden. Nach der Befestigung des wenigstens einen Halteelements an den Kragarmen, werden vorteilhafterweise die zweiten Paneele an beziehungsweis in dem wenigstens einen Halteelement angeordnet. Insbesondere ist vorgesehen, dass Glaspaneele als zweite Paneele verwendet werden und wenigstens eine Glasklemmleiste als das wenigstens eine Halteelement verwendet wird. Dabei wird vorteilhafterweise Glaspapier in der Glasklemmleiste eingebracht, ein jeweiliges Glaspaneel in die Glasklemmleiste eingesetzt. Vorteilhafterweise wird ein jeweiliges Glaspaneel mit wenigstens einem Klemmkeil in dem Glasklemmleiste fixiert. An den Enden der Balustrade wird vorteilhafterweise jeweils ein Abschlusspaneel, insbesondere ein Glasabschlusspaneel, angeordnet. Dieses wird dabei vorteilhafterweise sowohl an beziehungsweise in dem wenigstens einen Halteelement fixiert, insbesondere der Glasklemmleiste, und vorteilhafterweise darüber hinaus an beziehungsweise in dem wenigstens einen weiteren Halteelement, welches insbesondere an dem Abdeckplattenrahmen der Personenfördervorrichtung angeordnet sein kann. Vorteilhafterweise ist dieses weitere Halteelement ebenfalls eine Glasklemmleiste.

Vorteilhafterweise werden die zweiten Paneele auf Stoß angeordnet. Weiter ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass die zweiten Paneele zusätzlich miteinander verbunden werden, insbesondere mittels Punktverbindungen zwischen jeweils aufeinanderfolgenden zweiten Paneelen und/oder einer an dem oberen Ende der zweiten Paneele angeordneten Klemmleiste. Vorteilhafterweise werden ferner die Abschlusspaneele mit dem jeweils angrenzenden zweiten Paneel auf Stoß angeordnet. Weiter vorteilhaft werden die Abschlusspaneele jeweils mit dem angrenzenden

zweiten Paneel verbunden, insbesondere mittels Punktverbindungen zwischen den Paneelen und/oder einer an dem oberen Ende des jeweiligen Abschlusspaneels und des angrenzenden zweiten Paneels angeordneten Klemmleiste.

Weitere vorteilhafte Einzelheiten, Merkmale und Ausgestaltungsdetails der Erfindung werden im

Zusammenhang mit den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Dabei zeigt:

Fig. 1 in einer vereinfachten schematischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Balustrade;

Fig. 2 in einer vereinfachten schematischen Darstellung einen Ausschnitt aus einem Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Balustrade;

Fig. 3 in einer vereinfachten schematischen Darstellung einen ähnlichen Ausschnitt wie in Fig. 2 aus einer anderen Perspektive;

Fig. 4 in einer vereinfachten schematischen Darstellung einen ähnlichen Ausschnitt wie in Fig. 2 aus einer anderen Perspektive;

Fig. 5 in einer vereinfachten schematischen Darstellung einen weiteren Ausschnitt aus einem Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Balustrade.

Fig. 6 in einer stark vereinfachten schematischen Darstellung eine Personenfördervorrichtung, bei welcher ein Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Modernisierung der Personenfördervorrichtung zur Anwendung kommt;

Fig. 7 in einer weiteren stark vereinfachten schematischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel für die Anordnung von Stützelementen im Rahmen bei der Ausführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens; und

Fig. 8 in einer vereinfachten schematischen Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Balustrade.

Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen, schematischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäß ausgestaltete Balustrade 1. Die Balustrade 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel zusammen mit einem Fahrtreppenträger 41 dargestellt, insbesondere um die Anordnung der Balustrade 1 in Bezug auf diesen Fahrtreppenträger 41 darzustellen und um die Größenverhältnisse in Bezug auf den Fahrtreppenträger 41 zu verdeutlichen. Darüber hinaus ist in Fig. 1 schematisch eine Person 50 dargestellt, wie sie auf einem Trittelement einer Fahrtreppe stehen würde. Aus dieser Darstellung wird weiter ersichtlich, dass die Gesamthöhe der Balustrade 1 so hoch ist, dass ein ungewollter Sturz einer Person 50 über die Balustrade 1 hinweg ausgeschlossen ist.

Die in Fig. 1 dargestellte Balustrade 1 umfasst eine Mehrzahl von ersten Paneelen 2, wobei es sich bei diesen ersten Paneelen 2 um Glaspaneele handelt. Auf den ersten Paneelen 2 ist dabei eine Handlaufführung 4 angeordnet. Über diese Handlaufführung 4 wird beim Einsatz dieser Balustrade 1 bei einer Personenfördervorrichtung ein angetriebener Handlauf geführt (in Fig. 1 nicht dargestellt). Seitlich versetzt und parallel zu den ersten Paneelen 2 ist eine Mehrzahl von zweiten Paneelen 3 derart angeordnet, dass die zweiten Paneele 3 die Handlaufführung 4 überragen. Die zweiten Paneele 3 sind dabei ebenfalls Glaspaneele.

Für die Anordnung der zweiten Paneele 3 ist jeweils zwischen zwei ersten Paneelen 2 ein Stützelement 5 angeordnet. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Stützelemente 5 jeweils zwischen zwei ersten Paneelen 2 eingeklemmt sind. Im oberen Bereich der Stützelemente 5 ist dabei an den Stützelementen 5 jeweils ein Kragarm 11 angeordnet. An dem freien Ende des jeweiligen Kragarms 11 ist dabei eine Glasklemmleiste als Halteelement 10 für die zweiten Paneele 3 angeordnet. Die zweiten Paneele 3 sind dazu in das Halteelement 10 eingestellt, wobei wenigstens ein Klemmkeil die zweiten Paneele 3 in dem Halteelement 10 fixieren.

Am Anfang und am Ende des Fahrtreppenträgers 41 ist jeweils ein Abdeckplattenrahmen 47 angeordnet. In diesem Abdeckplattenrahmen 47 ist eine Abdeckplatte 48 angeordnet und darüber hinaus eine weitere Glasklemmleiste als weiteres Halteelement 27. Am Anfang und am Ende der Balustrade 1 ist zudem jeweils ein Abschlusspaneel 22 angeordnet. Das Abschlusspaneel 22 ist ebenfalls ein Glaspaneel. Das Abschlusspaneel 22 weist einen ersten Paneelbereich 23 mit einem ersten unteren Ende 25 und ein zweiten Paneelbereich 24 mit einem zweiten unteren Ende 26 auf. Mit dessen ersten unteren Ende 25 ist das Abschlusspaneel 22 dabei jeweils in dem von den Kragarmen 11 gehaltenen Halteelement 10 angeordnet. Mit dem zweiten unteren Ende 26 ist das Abschlusspaneel 22 jeweils in dem weiteren Halteelement 27 angeordnet, welches an dem

Abdeckplattenrahmen 47 angeordnet ist. Das Abschlusspaneel 22 erstreckt sich dabei in dem zweiten Paneelbereich 24 von dem unteren Ende eines angrenzenden ersten Paneels 2 bis zu dem oberen Ende eines angrenzenden zweiten Paneels 3.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass in dem Halteelement 10 zumindest eine Lichtquelle installiert ist, wobei die zweiten Paneele 3 mittels der zumindest einen Lichtquelle beleuchtet werden (in Fig. 1 nicht dargestellt).

Vorteilhafte Ausgestaltungen insbesondere der Stützelemente 5, der Kragarme 11 und des wenigstens einen Halteelementes 10 sind in Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt, welche jeweils einen Ausschnitt einer Balustrade 1 zeigen.

Fig. 2 zeigt dabei ein zwischen zwei ersten Paneelen 2 angeordnetes Stützelement 5. An dem Stützelement 5 ist ein Kragarm 11 angeordnet. Das gelagerte Ende 13 des Kragarms 11 ist dabei in diesem Ausführungsbeispiel mit dem Stützelement 5 verschraubt. An dem freien Ende 12 des Kragarms 11 ist eine Glasklemmleiste als Halteelement 10 angeordnet. In dem Halteelement 10 ist ein zweites Paneel 3 angeordnet, wobei das zweite Paneel 3 in diesem Ausführungsbeispiel ein Glaspaneel ist. Stützelement 5, Kragarm 11 und Halteelement 10 sind dabei insbesondere aus Aluminium.

Die ersten Paneele 2 sind mit einem Abstand A voneinander beabstandet. Dieser Abstand A kann insbesondere zwischen 13 mm und 30 mm betragen. Zwischen diesen aufeinanderfolgend angeordneten ersten Paneelen 2 ist dabei das Stützelement 5 angeordnet. Das Stützelement 5 umfasst dabei ein erstes Stützelementteil 6 und ein zweites Stützelementteil 7, wobei die Stützelementteile 6, 7 miteinander über Schraubverbindungen 28 verbunden sind. Das erste Stützelementteil 6 und das zweite Stützelementteil 7 weisen dazu entsprechende Durchtrittsöffnungen auf, durch welche die Fixierelemente 15, insbesondere Schrauben, hindurchgreifen. Das erste Stützelementteil 6 und das zweite Stützelementteil 7 erstrecken sich dabei über die gesamte Länge des Stützelementes 5. Das Stützelementteil 6 und das Stützelementteil 7 weisen dabei jeweils einen Innenbereich 8 sowie einen Außenbereich 9 auf und bilden dabei vorteilhafterweise jeweils ein T-Profil aus. Das erste Stützelementteil 6 und das zweite Stützelementteil 7 sind dabei mit dem jeweiligen Innenbereich 8 zwischen den beiden ersten Paneelen 2 angeordnet, wobei die Stützelementteile 6, 7 mit deren Innenbereichen 8 aneinander anliegen. Die Außenbereiche 9 der Stützelementteile 6, 7 ragen dabei über die seitlichen Enden 17 der ersten Paneele 2 hinaus, sodass an den Längsseiten des aus den Stützelementteilen 6, 7

gebildeten Stützelements 5 Aufnahmen 16 ausgebildet sind. In diesen Aufnahmen 16 sind dabei die seitlichen Enden der ersten Paneele 2 angeordnet. Durch die Schraubverbindungen 28, die das erste Stützelementteil 6 mit dem zweiten Stützelementteil 7 verbinden, wird eine Klemmwirkung im Zusammenspiel mit den ersten Paneelen 2 erzielt, wodurch das Stützelement 5 in der entsprechenden Position zwischen den ersten Paneelen 2 gehalten wird. Dabei können die seitlichen Enden 17 der ersten Paneele 2 auf die Innenbereiche 8 des Stützelements 5 einwirken, um die Klemmwirkung zu erhöhen. Insbesondere wirken aber die Außenbereiche 9 des Stützelements 5 auf die Außenseiten der ersten Paneele 2, um die Klemmwirkung zu erhöhen.

Das zweite Stützelementteil 7 des Stützelements 5 weist in diesem Ausführungsbeispiel zudem eine Führung 14 auf. Im oberen Bereich dieser Führung 14 ist dabei der Kragarm 11 mit dessen gelagertem Ende 13 angeordnet. Dieser Kragarm 11 erstreckt sich dabei vorteilhafterweise schräg nach oben. Hierdurch kann vorteilhafterweise die Gesamthöhe der zweiten Paneele 3 geringer ausfallen.

In diesem Ausführungsbeispiel ist dabei das gelagerte Ende 13 des Kragarms 11 mit den oberen beiden Schraubverbindungen 28, die auch das erste Stützelementteil 6 und das zweite Stützelementteil 7 in diesem Bereich Zusammenhalten, an dem Stützelement 5 gelagert. Das gelagerte Ende 13 des Kragarms 11 weist dabei zwei Durchtrittsöffnungen 18 auf, hinter denen der Kragarm 11 jeweils einen Freiraum 19 aufweist. Die Schrauben 15 der oberen beiden Schraubverbindungen 28 ragen dabei durch das erste Stützelementteil 6, das zweite Stützelementteil 7 und die Durchtrittsöffnung 18 und ist dann mit einer Schraubenmutter 29 gekontert. Vorteilhafterweise sind die Freiräume 19 dabei so groß, dass mit einem Werkzeug auf die jeweilige Schraubenmutter 29 eingewirkt werden kann.

An dem freien Ende 12 des Kragarms 11 ist eine Glasklemmleiste als Halteelement 10 angeordnet. In Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 4 ist dabei jeweils nur ein Abschnitt eines solchen Halteelements 10 dargestellt. Insbesondere ist das freie Ende 12 des Kragarms mit dem Halteelement 10 verschraubt. Vorzugsweise weist das Halteelement 10 dabei an dessen unterem Ende eine T-Nut 37 auf. An dem freien Ende 12 des Kragarms ist dabei vorteilhafterweise ein Nutenstein 38 mit einem Schraubelement 39 angeordnet, wobei der Nutenstein 38 in die T-Nut 37 eingreift und mittels des Schraubelements 39 das Halteelement 10 an dem Kragarm 11 fixiert wird. Eine Innenseite des Halteelements 10 ist dabei mit einem Glaspapier 30 ausgekleidet. Dieses schützt das in das Halteelement 10 eingebrachte zweite Paneel 3. Mittels eines Klemmkeils 31, welcher insbesondere aus einem Kunststoffmaterial sein kann, wird das zweite Paneele 3 in dem

Halteelement 10 fixiert. Der Klemmkeil 31 weist dabei in diesem Ausführungsbeispiel eine Einführschräge von 4° auf. Fig. 3 und Fig. 4 zeigen jeweils das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel aus einer anderen Perspektive.

Eine vorteilhafte Ausgestaltungsvariante sieht vor, dass, wie beispielsweise in Fig. 4 gezeigt, der jeweilige Kragarm in 11 dem oberen Drittel eines jeweiligen Stützelements 5 angeordnet ist. Das Stützelement 5 ist gemäß dieser Ausgestaltungsvariante dabei als Schiene, insbesondere als zweiteilige Schiene mit einem ersten Schienenteil und einem zweiten Schienenteil, ausgebildet, wobei das als Schiene ausgebildete Stützelement 5 jeweils im Stoß zweier erster Paneele 2 angeordnet ist. An dem freien Ende 12 des jeweiligen Kragarms 11 ist bei dieser Ausgestaltungsvariante als Haltelement 10 jeweils ein U-förmiger, nach oben offener Klemmhalter angeordnet, wie beispielsweise in Fig. 4 gezeigt. Die jeweiligen Klemmhalter halten dabei die zweiten Paneele 3 halten.

In Fig. 5 ist ein Ausschnitt eines Ausführungsbeispiels einer Balustrade 1 dargestellt, in welchem insbesondere Details gezeigt sind, wie das untere Ende einer Balustrade 1, wie in Fig. 1 dargestellt, gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ausgestaltet sein könnte. Die Balustrade 1 umfasst dabei eine Mehrzahl von ersten Paneelen 2, eine Mehrzahl von zweiten Paneelen drei und eine auf den ersten Paneelen 2 angeordnete Handlaufführung 4. Die zweiten Paneele 3 sind dabei seitlich versetzt zu den ersten Paneelen 2 angeordnet, wobei die zweiten Paneele 3 die Handlaufführung 4 überragen. Zwischen jeweils zwei ersten Paneelen 2 ist jeweils ein Stützelement 5 angeordnet. Im oberen Bereich eines jeweiligen Stützelements 5 ist dabei jeweils ein Kragarm 11 angeordnet, an welchem Halteelemente 10 befestigt sind, die die zweiten Paneele 3 halten. Die ersten Paneele 2 werden von Halterungen 35 gehalten, die an einem Fahrtreppenträger 41 angeordnet sind. Wie in Fig. 5 ersichtlich, sind die Stützelemente 5 dabei nicht mit diesen Halterungen 35 verbunden, sondern werden allein durch die Klemmwirkung zwischen zwei ersten Paneelen 2 gehalten.

An dem Fahrtreppenträger 41 ist weiter ein Abdeckplattenrahmen 47 mit einer darin angeordneten Abdeckplatte 48 angeordnet. An dem Abdeckplattenrahmen 47 ist dabei ein weiteres Halteelement 27 angeordnet, welches in diesem Ausführungsbeispiel als Glasklemmleiste ausgebildet ist.

Die Balustrade 1 umfasst an dessen unterem Ende ein Abschlusspaneel 22. Wie in Fig. 5 dargestellt weist das Abschlusspaneel 22 dabei einen ersten Paneelbereich 23 mit einem ersten unteren Ende 25 und einen zweiten Paneelbereich 24 mit einem zweiten unteren Ende 26 auf. Mit

dem ersten unteren Ende 24 des ersten Paneelbereichs 23 ist das Abschlusspaneel 22 dabei in dem Halteelement 10 gehalten. Mit dem unteren Ende 26 des zweiten Paneelbereichs 24 ist das Abschlusspaneel 22 in dem weiteren Halteelement 27 gehalten.

In diesem Ausführungsbeispiel sind die zweiten Paneele 3 sowie die Abschlusspaneele 22 an deren oberen Enden über eine Metallschiene 33, insbesondere eine Klemmleiste, miteinander verbunden und werden von dieser zusätzlich gehalten. An dem Abschlusspaneel 22 ist die Metallschiene 33 bis an das untere Ende 26 des zweiten Paneelbereichs 24 geführt.

Unter Bezugnahme auf Fig. 6 wird ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Modernisierung einer Personenfördervorrichtung näher erläutert. Dabei ist in Fig. 6 schematisch eine Personenfördervorrichtung 40 dargestellt, welche eine erste Stockwerksebene 55 mit einer zweiten Stockwerksebene 56 verbindet. Die Personenfördervorrichtung 40 weist dabei eine Bestandsbalustrade 1 auf. Dabei sind eine Mehrzahl von ersten Paneelen 2, insbesondere von Glaspaneelen 2, auf Stoß angeordnet. Im Rahmen der Modernisierung wird dabei eine in Fig. 6 nicht explizit dargestellte Handlaufführung entfernt. Die Bestandsbalustrade 1 weist zwei erste Glaspaneele 2’ mit einem Krümmungsradius und einer ersten Länge auf. Diese beiden ersten Glaspaneele 2’ werden ebenfalls entfernt und gegen entsprechende erste Glaspaneele 2*mit einer zweiten Länge, die kürzer ist, als die erste Länge der jeweiligen Glaspaneele 2’ ersetzt. Die Glaspaneele 2* können dabei neue Glaspaneele sein oder die entsprechend eingekürzten ersten Glaspaneele 2’. Dadurch, dass die ersetzten Glaspaneele 2* eine kürzere Länge aufweisen, als die ursprünglichen ersten Glaspaneele 2’ können nun die Abstände A zwischen den weiteren ersten Glaspaneelen 2 auf wenigstens 13 mm derart vergrößert werden, dass die Stützelemente 5 zwischen die ersten Glaspaneele 2 eingefügt werden können.

Es ist dabei besonders vorteilhaft die Glaspaneele 2’ zu entfernen, da sich hierdurch sowohl die Abstände A der ersten Paneele 2, welche sich im Bereich der Schräge der Fahrtreppe 40 angeordnet sind, als auch die Abstände A in den horizontalen Bereichen der Fahrtreppe 40 entsprechend anpassen lassen.

Sind die Abstände A zwischen den ersten Glaspaneelen 2 geschaffen, werden in diesem Ausführungsbeispiel die Stützelemente 5 durch Einschieben in die Abstände A zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgende erste Glaspaneele 2 eingesetzt. Sind sämtliche Stützelemente 5 zwischen den ersten Paneelen 2 eingesetzt, wird die ursprüngliche Handlaufführung oder eine neue Handlaufführung wieder auf den ersten Paneelen 2 montiert. An den Stützelementen 5 wird das wenigstens eine Halteelement 10 zum Halten der zweiten Paneele 3 angebracht (in Fig. 6 nicht explizit dargestellt). Das Anbringen des wenigstens einen Halteelement 10 erfolgt dabei insbesondere über Kragarme, wie insbesondere in Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt.

Die Kragarme werden dabei insbesondere mit den Stützelementen 5 verschraubt. An dem freien Ende der Kragarme wird dann das wenigstens eine Halteelement angeordnet, insbesondere wie in Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt. Insbesondere ist vorgesehen, dass mehrere Glasklemmleisten als das wenigstens eine Halteelement an den Stützelementen 5 angeordnet werden. In die Glasklemmleisten werden dann weitere Glaspaneele als zweite Paneele 3 eingesetzt. Diese Glaspaneele 3 können entweder an den Stoßkanten punktuell miteinander befestigt werden. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass eine Metallschiene an dem oberen Ende der Glaspaneele angeordnet wird, insbesondere wie in Fig. 5 dargestellt. Darüber hinaus ist insbesondere vorgesehen, dass ein Abschlusspaneel an dem jeweiligen Ende der Fahrtreppe 40 angeordnet wird, wie ebenfalls insbesondere in Fig. 5 dargestellt und unter Bezugnahme auf Fig. 5 erläutert.

Unter Bezugnahme auf Fig. 7 wird eine Ausgestaltungsvariante des oben beschriebenen Verfahrens näher erläutert, bei dem die Stützelemente 5 nicht, wie unter Bezugnahme auf Fig. 6 erläutert, in die geschaffenen Abstände A zwischen aufeinanderfolgenden ersten Paneelen 2 eingeschoben werden. Diese Ausgestaltungsvariante umfassen die Stützelemente 5 ein erstes Stützelementteil 6 und ein zweites Stützelementteil 7, welche in Fig. 7 schematisch in einer Draufsicht dargestellt sind. Hierdurch ändert sich das Modernisierungsverfahren. Insbesondere braucht eine Handlaufführung einer Bestandsbalustrade nicht zwingend demontiert zu werden, bevor die Stützelemente 5 in die Abstände A eingesetzt werden.

Ist der Abstand A zwischen zwei aufeinanderfolgenden ersten Paneelen 2 eingestellt, wird von der einen Balustradenseite das erste Stützelementteil 6 und von der anderen Balustradenseite das zweite Stützelementteil 7 derart angeordnet, dass jeweils ein Innenbereich 8 des jeweiligen Stützelementteils 6,7 in den Abstand A hineinragt, wobei sich das erste Stützelementteil 6 und das zweite Stützelementteil 7 nach dem Einbringen zwischen die zwei ersten Paneele 2 vorteilhafterweise nicht kontaktieren, um die notwendige Klemmwirkung zu erzielen. Die Distanzen D l und D2, also die Tiefenerstreckung der Innenbereiche, sind daher vorteilhafterweise in Summe geringer als die Distanz D3, also die Dicke der ersten Paneele 2. Es gilt also vorteilhafterweise Dl + D2 < D3. Ein jeweiliger Außenbereich 9 des ersten Stützelementteils 6 und des zweiten Stützelementteils 7 überragen dabei die seitlichen Enden 17 der Paneele 2 und bilden eine

Aufnahme 16 aus, wie insbesondere in Fig. 2 dargestellt. Die seitlichen Enden 17 der ersten Paneele 2 werden dabei von den Außenbereichen 9 umschlossen.

Die Stützelementteile 6, 7 werden dann diese Anordnung mit wenigstens einem Fixierelement 15 miteinander fixiert. Die Stützelementteile 6, 7 weisen dabei entsprechende Durchtrittsöffnungen 20 auf, durch welche das Fixierelement 15 eingebracht wird. Insbesondere ist vorgesehen, dass ein in Fig. 7 nur abschnittsweise dargestellter Kragarm 11 in eine Führung 14 des zweiten Stützelementteils 7 eingebracht wird und an dem aus den Stützelementteilen 6, 7 gebildeten Stützelement 5 geordnet wird. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass das Fixierelement 15 nicht nur das erste Stützelementteil 6 mit dem zweiten Stützelementteil 7 verbindet, sondern mit dem Fixierelement 15 zudem der Kragarm 11 an dem Stützelement 5 fixiert wird, insbesondere indem eine Zugspannung mittels des Fixierelementes 15 zwischen dem ersten Stützelementteil 6 und dem zweiten Stützelementteil 7 aufgebaut wird. Dazu weist der Kragarm 11 an dessen gelagerten Ende 13 eine Durchtrittsöffnung 18 auf, in welche das Fixierelement 15, insbesondere eine Schraube, eingreifen kann. Auf diese Weisen werden bei dieser Ausgestaltungsvariante die Stützelemente 5 zwischen jeweils zwei ersten Paneelen verklemmt. Die weiteren Verfahrensschritte bleiben vorteilhafterweise gegenüber den obenstehend beschriebenen Verfahrensschritten, insbesondere den unter Bezugnahme auf Fig. 6 beschriebenen Verfahrensschritten, unverändert.

Der in Fig. 8 dargestellte Ausschnitt einer Balustrade unterscheidet sich von den unter Bezugnahme auf Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 4 erläuterten Balustrade insbesondere dadurch, dass die Führung 14 des zweiten Stützelementteils 7 hier als T-Nut ausgebildet ist. Das gelagerte Ende 13 des Kragarms 11 ist dabei mit entsprechenden Flammerkopfschrauben, die mit der T-Nut in Eingriff stehen, an dem Stützelement 5 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Kragarm 11 also nicht mit einem Fixierelement fixiert, welches auch gleichzeitig das erste Stützelementteil 6 mit dem zweiten Stützelementteil 7 verbindet. Ein Vorteil dieser Ausgestaltung ist, dass sich die Anordnungshöhe des Kragarms 11 an dem Stützelementteil 7 verbessert einstellen lässt.

Die in den Figuren dargestellten und im Zusammenhang mit diesen erläuterten Ausführungsbeispiele dienen der Erläuterung der Erfindung und sind für diese nicht beschränkend.

Bezugszeichenliste

1 Balustrade

2 erstes Paneel

3 zweites Paneel

4 Handlaufführung

5 Stützelement

6 erstes Stützelementteil

7 zweites Stützelementteil

8 Innenbereich

9 Außenbereich

10 Halteelement

11 Kragarm

12 freies Ende des Kragarms (11)

13 gelagertes Ende des Kragarms (11)

14 Führung des Stützelementes (5)

15 Fixierelement

16 Aufnahme

17 seitliches Ende eines ersten Paneels (2)

18 Durchtrittsöffnung in dem Kragarm (11)

19 Freiraum in dem Kragarm (11)

20 Durchtrittsöffnung in den Stützelementteilen (6, 7)

22 Abschlusspaneel

23 erster Paneelbereich des Abschlusspaneels (22)

24 zweiter Paneelbereich des Abschlusspaneels (22)

25 erstes unteres Ende des ersten Paneelbereichs (23) des Abschlusspaneels (22)

26 zweites unteres Ende des zweiten Paneelbereichs (24) des Abschlusspaneels (22)

27 weiteres Halteelement

28 Schraubverbindung

29 Schraubenmutter

30 Glaspapier

31 Klemmkeil

33 Metallschiene

35 Halterung der ersten Paneele (2)

37 T-Nut

38 Nutenstein

39 Schraubelement

40 Personenfördervorrichtung

41 Träger der Personenfördervorrichtung (40) 45 Bestandsbalustrade

47 Abdeckplattenrahmen

48 Abdeckplatte

50 Person

55 erste Stockwerksebene

56 zweite Stockwerksebene

A Abstand zwischen zwei ersten Paneelen (2)

D l Distanz

D2 Distanz

D3 Distanz