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1. WO2020114779 - SYSTEM AND METHOD FOR ACTUATING A VEHICLE SYSTEM

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[ DE ]

System und Verfahren zum Ansteuern eines Fahrzeugsystems

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ansteuern eines

Fahrzeugsystems und ein zugehöriges System zum Ansteuern eines

Fahrzeugsystems.

Es ist bekannt, dass Anwendern eines Fahrzeuges die Möglichkeit bereitgestellt wird, einzelne Fahrzeugsysteme des Fahrzeugs über eine Fernbedienung anzusteuern. So ist es beispielsweise bekannt, dass eine Standheizung eines Fahrzeuges mittels einer Fernbedienung aktiviert werden kann, damit ein

Fahrzeug auf eine angenehme Temperatur gebracht werden kann, bevor der Fahrer das Fahrzeug tatsächlich besteigt.

Dabei ist es ferner bekannt, dass die zugehörige Fernbedienung nicht als eigenständiges Gerät ausgeführt ist, sondern dass mobile Endgeräte, insbesondere Smartphones, dazu genutzt werden, um Fahrzeug Systeme eines Fahrzeugs fernzusteuern. Dazu wird typischerweise eine zugehörige Software auf dem Smartphone installiert, welche eine Fernbedienung des

Fahrzeugsystems ermöglicht.

Dies weist jedoch den Nachteil auf, dass für ein Ansteuern des Fahrzeugsystems die dafür notwendige Software auf dem Smartphone installiert sein muss. So ist es beispielsweise nicht möglich, ein Smartphone zu nutzen, auf dem die dafür notwendige Software nicht installiert ist. Dies erschwert einem Anwender oftmals, die gewünschte Funktion eines Fahrzeugsystems mittels des mobilen

Endgerätes anzusteuern, falls dieses beispielsweise nur ein geliehenes Gerät ist oder die Möglichkeiten zur Installation von Software eingeschränkt sind. Ferner ist es nicht möglich, das Fahrzeugsystem über ein Smartphone anzusteuern, welches basierend auf einem Betriebssystem arbeitet, für welches eine notwendige Software zum Ansteuern des Fahrzeugsystems nicht bereitgestellt wird.

Es ist somit die Aufgabe einer Erfindung, ein System zum Ansteuern eines Fahrzeugsystems zu schaffen, welches einem Anwender eine möglichst flexible Ansteuerung des Fahrzeugsystems basierend auf unterschiedlichen

Softwareplattformen ermöglicht. Dabei soll die Anwendung für den Anwender intuitiv und einfach sein.

Ein erfindungsgemäßes System zum Ansteuern eines Fahrzeugsystems umfasst ein Fahrzeugsystem, welches in einem Fahrzeug angeordnet ist, und eine Schnittstelleneinheit. Die Schnittstelleneinheit umfasst eine Empfangseinheit, die dazu eingerichtet ist, über ein Kommunikationsnetz eine an das Fahrzeug gerichtete Nachricht von einem Kommunikationsendgerät zu empfangen, die von einem Anwender mittels eines für eine Mensch-zu-Mensch Kommunikation eingerichteten ersten Kommunikationsprogramms gesendet wurde und ein dem Kommunikationsprogramm zugehöriges erstes Format aufweist, wobei dem Fahrzeug eine Kontaktinformation zugeordnet ist und die Schnittstelleneinheit dazu eingerichtet ist, die Nachricht in dem Kommunikationsnetz zu empfangen, falls dieser an die dem Fahrzeug zugehörige Kontaktinformation adressiert ist. Die Schnittstelleneinheit umfasst ferner eine Mensch-Maschine-Schnittsteile, die dazu eingerichtet ist, die im ersten Format empfangene Nachricht in einen Steuerbefehl für das Fahrzeugsystem umzusetzen und an das Fahrzeugsystem zu übermitteln.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Ansteuern eines Fahrzeugsystems eines Fahrzeugs umfasst ein Empfangen einer an das Fahrzeug gerichteten Nachricht von einem Kommunikationsendgerät über ein Kommunikationsnetz, wobei die Nachricht von einem Anwender mittels eines für eine Mensch-zu-Mensch Kommunikation eingerichteten ersten Kommunikationsprogramms gesendet wurde und ein dem Kommunikationsprogramm zugehöriges erstes Format aufweist, wobei dem Fahrzeug eine Kontaktinformation zugeordnet ist und die Schnittstelleneinheit dazu eingerichtet ist, die Nachricht in dem

Kommunikationsnetz zu empfangen, falls diese an die dem Fahrzeug zugehörige Kontaktinformation adressiert ist. Das Verfahren umfasst dabei bevorzugt ferner ein Umsetzen der in dem ersten Format empfangenen Nachricht in einen Steuerbefehl für das Fahrzeugsystem und ein Übermitteln des Steuerbefehls an das Fahrzeugsystem.

Ein Fahrzeugsystem ist dabei eine Vorrichtung, welche eine beliebige Funktion in dem Fahrzeug bereitstellt. Beispielhafte Fahrzeugsysteme sind eine

Klimaanlage, ein Infotainmentsystem, eine Standheizung, eine Sitzheizung, eine Fahrzeugbeleuchtung, ein System zum autonomen Bewegen des Fahrzeuges, eine Schließvorrichtung und eine Einstieghilfe.

Die Schnittstelleneinheit bildet eine Schnittstelle zwischen einem

Kommunikationssystem, welches typischerweise für eine Mensch-zu-Mensch Kommunikation benutzt wird und dem Fahrzeugsystem. Das erfindungsgemäße System und erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, dass ein Anwender mit einem herkömmlichen Kommunikationsprogramm, welches dieser bereits für eine andere Art der Kommunikation mit Bekannten, Freunden oder Kollegen nutzt, auch einzelne Funktionen des Fahrzeugsystems ansteuern kann. Dies ist vorteilhaft, da von aktuellen Kommunikationsendgeräten vielfältige

Kommunikationsprogramme ausgeführt werden, welche bereits eine

Kommunikation von Mensch-zu-Mensch ermöglichen. Durch das

erfindungsgemäße Verfahren bzw. das erfindungsgemäße System wird es ermöglicht, dass ein herkömmliches Kommunikationsendgerät ohne jegliche Anpassung des Kommunikationsendgerätes zum Ansteuern des

Fahrzeugsystems genutzt werden kann.

Ein Kommunikationsprogramm, welches für eine Mensch-zu-Mensch

Kommunikation eingerichtet ist, ist ein solches Programm, in welches ein Mensch eine Nachricht eingibt und diese Nachricht zu einem Kontakt weitergeleitet wird, um mit diesem eine Kommunikation zu ermöglichen. Dabei können

typischerweise Textnachrichten, Sprachnachrichten und/oder Bildnachrichten übermittelt werden. Ein Kommunikationsendgerät ist jegliches Gerät, welches von einem Anwender zu einer Kommunikation über das Kommunikationsnetz genutzt wird. Beispielhafte Kommunikationsendgeräte sind Smartphones, Computer, Notebooks, Tablets und Smartwatches. Das Kommunikationsnetz ist ein Netz, in welches das Kommunikationsendgerät eingebunden ist. Das

Kommunikationsnetz umfasst insbesondere das Internet sowie zumindest ein Mobilfunknetz. Die Struktur des Kommunikationsnetzes ist dabei so gewählt, dass eine Kommunikation zwischen dem Kommunikationsendgerät und der Schnittstelleneinheit, insbesondere der Empfangseinheit der Schnittstelleneinheit möglich ist.

Dem Fahrzeug ist eine Kontaktinformation zugeordnet. Mittels dieser

Kontaktinformation kann eine Nachricht von dem Kommunikationsendgerät an die Empfangseinheit gesendet werden. Die Kontaktinformation ist zwar dem Fahrzeug zugeordnet, ermöglicht in technischer Hinsicht aber eine Adressierung der Empfangseinheit in dem Kommunikationsnetz. Die Zuordnung der

Kontaktinformation zu dem Fahrzeug ist somit eine logische Zuordnung. Durch die Kontaktinformation wird die Empfangseinheit und somit die

Schnittstelleneinheit in dem Kommunikationsnetz adressiert.

Das erste Format ergibt sich aus der Art des ersten Kommunikationsprogramms. Unterschiedliche Kommunikationsprogramme verwenden unterschiedliche Kommunikationsprotokolle. Das erste Format ist somit das Format der Nachricht, wenn diese mittels des dem ersten Kommunikationsprogramm zugehörigen Protokolls übermittelt wird. Da das erste Format für eine Mensch-zu-Mensch Kommunikation ausgelegt ist, können Nachrichten, die durch das erste

Kommunikationsprogramm an die Empfangseinheit gesendet wurden, nicht direkt von einem Fahrzeugsystem verstanden werden. Daher wird die in dem ersten Format empfangene Nachricht an eine Mensch-Maschinen-Schnittstelle übertragen. Durch diese wird die in dem ersten Format empfangene Nachricht in einen Steuerbefehl für das Fahrzeugsystem umgesetzt. Dabei erfolgen insbesondere eine sprachliche und/oder eine semantische Analyse der

Nachricht, um daraus auf den zu übermittelnden Steuerbefehl zu schließen.

Dabei wird die Nachricht insbesondere dahingehend analysiert, um zu ermitteln, welches Fahrzeugsystem des Fahrzeuges angesteuert werden soll und/oder welche Funktion des jeweiligen Fahrzeugsystems angesteuert werden soll.

Basierend auf der Empfangsnachricht wird der Steuerbefehl an das

Fahrzeugsystem übermittelt.

Die Schnittstelleneinheit ist entweder in dem Fahrzeug angeordnet oder alternativ außerhalb des Fahrzeuges angeordnet. So kann die Schnittstelleneinheit von einem Server umfasst sein, welcher in das Kommunikationsnetz eingebunden ist. Ist die Schnittstelleneinheit in das Fahrzeug integriert, so weist dies den Vorteil auf, dass alle für das Ansteuern des Fahrzeugsystems notwendigen Operationen basierend auf einer direkten Kommunikation zwischen dem Kommunikations endgerät und der Empfangseinheit ausgeführt werden können. Dies ist beispielsweise dann vorteilhaft, wenn das Kommunikationsnetz ein lokales Netz, beispielsweise ein WLAN oder ein Bluetooth-Netz, ist. Ist die Schnittstellen einheit außerhalb des Fahrzeuges angeordnet, so erfolgt bevorzugt eine

Kommunikation zwischen der Mensch-Maschine-Schnittsteile und dem

Fahrzeugsystem über das Kommunikationsnetz.

Erfindungsgemäß wird somit ein System bereitgestellt, welches einem Anwender ermöglicht, mit einem Fahrzeug bzw. mit den darin befindlichen

Fahrzeugsystemen in gleicher Weise zu kommunizieren, wie dieser auch mit einem anderen Menschen kommunizieren würde, wenn der Anwender mit diesem Menschen über das Kommunikationsendgerät Kontakt aufnimmt. Es ist dabei nicht notwendig, für das Kommunikationsendgerät eigene Software bereit zu stellen, um eine Kommunikation mit dem Fahrzeug und den darin befindlichen Fahrzeugsystemen zu ermöglichen. Die Kontaktinformation kann zudem in einfacher Weise auf dem Kommunikationsendgerät, beispielsweise in einem Adressbuch, hinterlegt werden und kann in einem beliebigen Programm aufgerufen werden, um mit der Empfangseinheit und somit mit dem Fahrzeug zu kommunizieren.

Bevorzugt umfasst die Kontaktinformation zumindest eines aus einer

Telefonnummer, einer E-Mail-Adresse und einer Anwenderidentifikation. Eine Anwenderidentifikation ist dabei ein jeglicher alphanumerischer Code, der eine Adressierung eines bestimmten Anwenders in einem Kommunikationsnetz ermöglicht. Diese Art von Kontaktinformationen sind typischerweise in aktuelle Kommunikationsprogramme integriert, um unterschiedlichen Parteien eine Kommunikation untereinander zu ermöglichen. Dazu können solche

Informationen insbesondere auch in Adressbüchern von

Kommunikationsendgeräten gespeichert werden und somit kann in einfacher Weise auf diese zugegriffen werden.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn das erste Format ein Datenformat ist, welches einem Chat-Client, einem Instant-Messenger oder einem E-Mail-Client zugehörig ist. Das bedeutet mit anderen Worten, dass das Kommunikationsprogramm ein Chat-Client, ein Instant-Messenger oder ein E-Mail-Client ist. Da solche Formate und Kommunikation und Programme von einer Vielzahl von

Kommunikationsendgeräten unterstützt wird, kann somit eine besonders hohe

Kompatibilität erreicht werden, ohne dass ein Anwender sich in ein neues Kommunikationsprogramm einarbeiten muss.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Nachricht eine Sprachnachricht ist und das erste Format ein Datenformat ist, welches eine kodierte Sprachnachricht umfasst. Somit wird es ermöglicht, dass der Anwender eine Sprachnachricht an die Empfangseinheit sendet und die Mensch-Maschine-Schnittsteile basierend auf der Sprachnachricht den Steuerbefehl erzeugt. Dabei ist es nicht notwendig, dass das Kommunikationsendgerät dazu in der Lage ist, den Inhalt der

Sprachnachricht semantisch zu erfassen. Dies erfolgt durch die Mensch-Maschine-Schnittsteile. Es wird somit für das Kommunikationsendgerät eine Spracheingabe erzeugt, über welche der Anwender mit dem Fahrzeug

kommunizieren kann.

Es ist vorteilhaft, wenn die Schnittstelle außerhalb des Fahrzeuges angeordnet ist und dazu eingerichtet ist, den Steuerbefehl über das Kommunikationsnetz an das Fahrzeugsystem zu übermitteln. Auf diese Weise kann das Umsetzen der empfangenen Nachricht in den Steuerbefehl für das Fahrzeugsystem auf einen externen Server ausgelagert werden. Es ist somit nicht notwendig, die

notwendige Rechenleistung in dem Fahrzeug bereitzustellen. Auf diese Weise kann auch sichergestellt werden, dass die von dem Kommunikationsprogramm ausgesendete Nachricht zu jedem Zeitpunkt über das Kommunikationsnetz von der Empfangseinheit empfangen werden kann, da diese nicht davon betroffen ist, wenn das Fahrzeug sich nicht in einem Bereich befindet, in dem dieses nicht mit dem Kommunikationsnetz kommunizieren kann, beispielsweise wenn das Fahrzeug sich in einem Funkloch befindet. Der Steuerbefehl kann optional unabhängig davon zu einem späteren Zeitpunkt an das Fahrzeugsystem übermittelt werden.

Ist die Schnittstelleneinheit außerhalb des Fahrzeuges in einem Server angeordnet, so ermöglicht dies ein Bereitstellen einer größeren Rechenleistung zur Analyse der empfangenen Nachricht für das Umsetzen in den Steuerbefehl. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Schnittstelleneinheit unterschiedliche

Empfangseinheiten aufweist, die eine Adressierung unterschiedlicher Fahrzeuge ermöglichen. Auf diese Weise kann eine benötigte Rechenleistung bereitgestellt und von unterschiedlichen Anwendern unterschiedlicher Fahrzeuge geteilt wird.

Ferner wird es dadurch ermöglicht, dass die Empfangseinheit für neu

hinzugekommene Kommunikationsprogramme konfiguriert werden kann, ohne Zugriff auf das Fahrzeug zu haben.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Empfangseinheit dazu eingerichtet ist, über das Kommunikationsnetz eine an das Fahrzeug gerichtete Nachricht zu empfangen, die von dem Anwender mittels eines für eine Mensch-zu-Mensch Kommunikation eingerichteten zweiten Kommunikationsprogramms gesendet wurde und ein dem Kommunikationsprogramm zugehöriges zweites Format aufweist und die Mensch-Maschine-Schnittsteile dazu eingerichtet ist, die in dem zweiten Format empfangene Nachricht in einen Steuerbefehl für das Fahrzeugsystem

umzusetzen und an das Fahrzeugsystem zu übermitteln. Das bedeutet, dass die Empfangseinheit Nachrichten von unterschiedlichen

Kommunikationsprogrammen empfangen und an die Mensch-Maschine-Schnittsteile weiterleiten kann. Somit wird die Möglichkeit gegeben, dass dem Anwender eine Auswahl möglich ist, welches Kommunikationsprogramm dieser zu einer Kommunikation mit dem Fahrzeug verwendet.

Auch ist es vorteilhaft, wenn das System ferner ein Kamerasystem umfasst, welches an dem Fahrzeug angeordnet und dazu eingerichtet ist, einen

Verschlüsselungsparameter von einem Display des Kommunikationsendgerätes auszulesen, um diesen der Schnittstelleneinheit zur Anwendung auf eine

Kommunikation mit dem Kommunikationsendgerät bereitzustellen. Es kann somit eine besonders sichere Verschlüsselung erreicht werden, da

Verschlüsselungsparameter über das Kamerasystem ausgetauscht werden und nicht abgehört werden können. So wird bei einer Vorbereitung für eine verschlüsselte Kommunikation beispielsweise ein Code, insbesondere ein QR-Code, auf einem Display des Kommunikationsendgerätes ausgegeben. Dieser wird mittels des Kamerasystems erfasst und die in dem Code enthaltene

Verschlüsselungsinformation wird an die Empfangseinheit weitergegeben.

Basierend auf den Codierungsinformationen wird eine verschlüsselte Verbindung zwischen der Empfangseinheit und dem Kommunikationsendgerät aufgebaut, um die Nachrichten zu empfangen. Ebenfalls ist es vorteilhaft, wenn das System ferner ein Fahrzeugdisplay umfasst, welches an dem Fahrzeug angeordnet und dazu eingerichtet ist, einen Verschlüsselungsparameter für das

Kommunikationsendgerätes bereitzustellen, um diesen dem

Kommunikationsendgerät zur Anwendung auf eine Kommunikation mit der Schnittstelleneinheit bereitzustellen.

Bevorzugt umfasst das System auch das Kommunikationsendgerät, welches dazu eingerichtet ist, das erste Kommunikationsprogramm auszuführen, um dem Anwender zu ermöglichen, die an das Fahrzeug gerichtete Nachricht in dem ersten Format zu versenden.

Das Kommunikationsprogramm ist dabei bevorzugt dazu eingerichtet, auf eine Kontaktliste zuzugreifen, welche zumindest einen dem Fahrzeug zugehörigen Eintrag aufweist, welcher eine Kontaktinformation umfasst, die eine Adressierung der Schnittstelleneinheit in dem Kommunikationsnetz ermöglicht. Es ist somit hinreichend, dass die Kontaktinformation lediglich in einem Adressbuch, also in der Kontaktliste, gespeichert wird, um es dem Anwender zu ermöglichen, mittels unterschiedlicher Kommunikationsprogramme ein Ansteuern des

Fahrzeugsystems auszulösen.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren. Es zeigen:

Figur 1 ein System zum Ansteuern eines Fahrzeugsystems gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, und

Figur 2 ein System zum Ansteuern eines Fahrzeugsystems gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung.

Figur 1 zeigt ein System 1 zum Ansteuern eines Fahrzeugsystems 2 gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Das System 1 umfasst ein

Fahrzeugsystem 2, welches in einem Fahrzeug 3 angeordnet ist. Das

Fahrzeugsystem 2 stellt dabei eine Funktion bereit, die dann ausgeführt oder beendet wird, wenn das Fahrzeugsystem 2 einen entsprechenden Steuerbefehl empfängt. Das System 1 umfasst ferner eine Schnittstelleneinheit 4. In dieser ersten Ausführungsform der Erfindung ist die Schnittstelleneinheit 4 in dem Fahrzeug 3 angeordnet. Die Schnittstelleneinheit 4 umfasst eine

Empfangseinheit 5 und eine Mensch-Maschine-Schnittsteile 6.

Die Empfangseinheit 5 umfasst eine Funkschnittstelle, insbesondere eine Mobilfunkschnittstelle, über welche die Empfangseinheit 5 mit einem

Kommunikationsnetz 100, beispielsweise dem zugehörigen Mobilfunknetz und dem Internet, gekoppelt ist. Die Funkschnittstelle ist alternativ eine WLAN-Schnittstelle oder eine Bluetooth-Schnittstelle. Die Empfangseinheit 5 ist ferner über einen Fahrzeugbus und des Fahrzeuges 3 mit der Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 gekoppelt.

Die Empfangseinheit 5 ist dazu eingerichtet, über das Kommunikationsnetz 100 eine an das Fahrzeug 3 gerichtete Nachricht 1 1 von einem

Kommunikationsendgerät 10 zu empfangen. Das Kommunikationsendgerät 10 ist in Figur 1 beispielhaft ein Smartphone. Das Kommunikationsendgerät 10 kann jedoch auch ein anderes Gerät sein, beispielsweise ein Computer, insbesondere ein Notebook, ein Tablet oder eine Smartwatch. Das Kommunikationsendgerät 10 ist ebenfalls mit dem Kommunikationsnetz 100 verbunden. So ist das

Smartphone beispielsweise über ein WLAN oder über eine Mobilfunkverbindung mit dem Internet verbunden. Da sowohl die Empfangseinheit 5 als auch das Kommunikationsendgerät 10 mit dem Kommunikationsnetz 100 verbunden sind, ist nun ein Datenaustausch zwischen dem Kommunikationsendgerät 10 und der Empfangseinheit 5 möglich.

Die Empfangseinheit 5 ist dazu eingerichtet, über das Kommunikationsnetz 100 eine an das Fahrzeug 3 gerichtete Nachricht 1 1 von dem

Kommunikationsendgerät 10 zu empfangen, die von einem Anwender des Kommunikationsendgerätes 10 mittels eines für einen Mensch-zu-Mensch Kommunikation eingerichteten ersten Kommunikationsprogramm gesendet wurde und ein dem Kommunikationsprogramm zugehöriges erste Format aufweist. Dazu ist dem Fahrzeug 3 eine Kontaktinformation zugeordnet und die Schnittstelleneinheit 4 ist dazu eingerichtet, die Nachricht 1 1 in dem

Kommunikationsnetz 100 zu empfangen, wenn diese an die dem Fahrzeug 3 zugehörige Kontaktinformation adressiert ist.

So ist das Kommunikationsprogramm beispielsweise ein Instant Messenger, der auf dem Kommunikationsendgerät 10 ausgeführt wird. Der Instant Messenger ist dabei beispielsweise so ausgeführt, dass Partner, zwischen denen eine

Kommunikation stattfinden soll, mittels ihrer Telefonnummer, ihrer E-Mail-Adresse oder ihrer Anwenderidentifikation zu einer Kommunikation mittels des Instant Messengers zusammengeführt werden können. Dem Fahrzeug 3 ist eben

eine solche E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Anwenderidentifikation zugeordnet. Das bedeutet, dass der Anwender über den auf dem

Kommunikationsendgerät 10 installierten Instant Messenger eine Nachricht an die Empfangseinheit 5 senden kann, wenn dieser die Kontaktinformation des Fahrzeuges 3 in dem Instant Messenger einfügt. In entsprechender Weise kann der Anwender einen Chat-Client, einen Instant-Messenger oder einen E-Mail-Client nutzen, um eine Nachricht an die dem Fahrzeug 3 zugehörige

Empfangseinheit 5 zu senden.

Die Zuordnung der Kontaktinformation zu dem Fahrzeug 3 ist dabei lediglich eine logische Zuordnung. Tatsächlich wird mittels der Kontaktinformation eine

Kommunikation zu der Schnittstelleneinheit 4, insbesondere zu der

Empfangseinheit 5 in dem Kommunikationsnetz 100 ermöglicht. So weist die Empfangseinheit 5 beispielsweise eine eigene Telefonnummer auf, über welche diese kontaktiert werden kann. Alternativ ist die Empfangseinheit 5 dazu geeignet mittels einer Anwenderidentifikation in dem Kommunikationsnetz 100 adressiert zu werden. Die Adressierung der Empfangseinheit 5 kann dabei ebenfalls mittels einer Vermittlungsstelle, beispielsweise eines zusätzlichen Servers erfolgen. In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn die Empfangseinheit 5 sich bei dem zusätzlichen Server in dem Kommunikationsnetz 100 registriert, wenn dieser sich mit dem Kommunikationsnetz 100 verbindet.

Es wird nun davon ausgegangen, dass die Kontaktinformation eine dem

Fahrzeug 3 logisch zugehörige Telefonnummer ist. Diese ist in einem

Telefonbuch des Kommunikationsendgerätes 10 hinterlegt, da diese von dem Anwender dort abgespeichert wurde. In einem herkömmlichen Instant Messenger ist es nunmehr möglich Kontakte hinzuzufügen, indem eine entsprechende Auswahl eines zu kontaktierenden Partners erfolgt, dessen hinterlegte

Telefonnummer aus dem Telefonbuch des Kommunikationsendgerätes 10 ausgewählt wird. Auf diese Weise kann nunmehr die Empfangseinheit 5 und somit das Fahrzeug 3 in den Instant Messenger des Kommunikationsendgerätes 10 eingebunden und angeschrieben werden.

So weist die Empfangseinheit 5 beispielsweise eine Software-Eingangsschnittstelle auf, welcher einer Eingangsschnittstelle des verwendeten ersten Kommunikationsprogramms entspricht und somit Nachrichten empfangen

kann, die in dem dem ersten Kommunikationsprogramm zugehörigen ersten Format empfangen werden.

Wird von dem ersten Kommunikationsprogramm, also beispielsweise von dem Instant Messenger aus, eine Nachricht 1 1 an das Fahrzeug 3 gesendet, so wird diese über das Kommunikationsnetz 100 zu der Empfangseinheit 5 übermittelt. Die Nachricht 1 1 weist dabei das erste Format auf. Das erste Format ist dadurch definiert, dass dieses ein Format ist, welches von dem ersten

Kommunikationsprogramm genutzt wird. Die Empfangseinheit 5 ist entsprechend angepasst, um dieses erste Format zu empfangen und die enthaltende Nachricht 1 1 auszulesen. Die Nachricht 1 1 ist dabei insbesondere eine Textnachricht, eine Bildnachricht oder eine Sprachnachricht, was sich aus der Art des ersten

Kommunikationsprogramms oder aus einer Anwenderauswahl beim Senden der Nachricht 1 1 von dem Kommunikationsendgerät 10 ergibt. So kann von dem Anwender durch das Kommunikationsprogramm auf dem

Kommunikationsendgerät 10 beispielsweise eine Textnachricht als Nachricht 1 1 an die Empfangseinheit 5 gesendet werden. Diese Textnachricht wird dabei in dem ersten Format gesendet.

Von der Empfangseinheit 5 wird die Textnachricht in dem ersten Format empfangen. Von der Empfangseinheit 5 wird der von dem Anwender in der Textnachricht gesendete Text ausgelesen. Die Nachricht 1 1 , hier also die Textnachricht, wird von der Empfangseinheit 5 an die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 übertragen. Durch die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 wird eine Sprachanalyse ausgeführt, um die in dem Text enthaltene Information dahingehend zu analysieren, welche Funktion von dem Fahrzeugsystem 2 bereitgestellt oder beendet werden soll. Dazu wird auf bekannte Algorithmen zur Sprachanalyse zurückgegriffen werden, wobei hier eine Analyse von Sprache in geschriebener oder gesprochener Form erfolgen kann. Wenn von der Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 erkannt wurde, welche Funktion des Fahrzeugsystems 2 von dem Anwender durch die Nachricht 1 1 ausgelöst oder beendet werden soll, wird von der Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 über den Fahrzeugbus ein entsprechender Steuerbefehl erzeugt und an das Fahrzeugsystem 2 übermittelt. Das Fahrzeugsystem 2 reagiert auf den Steuerbefehl und führt die

entsprechende Fahrzeugfunktion aus oder beendet diese.

Dabei wird darauf hingewiesen, dass das erste Format typischerweise auch Header-Informationen aufweist, die typisch für das erste

Kommunikationsprogramm sind. Diese Informationen werden nach dem Empfang der Nachricht 1 1 von der Empfangseinheit 5 nicht an die Maschine-Schnittstelle 6 übertragen

Es wird somit ermöglicht, dass der Anwender das Fahrzeug 3 als Kontakt in dem auf dem Kommunikationsendgerät 10 ausgeführten Instant Messenger einbindet. Nun hat der Anwender die Möglichkeit, eine Nachricht 1 1 an das Fahrzeug 3 zu senden, um Funktionen des Fahrzeugsystems 2 zu bedienen. Die mittels des Instant Messengers gesendete Nachricht 1 1 wird von der Empfangseinheit 5 empfangen und von der Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 in einen Steuerbefehl umgesetzt. Optional wird von der Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 eine

Rückmeldung generiert, welche den Anwender insbesondere dahingehend informiert, ob die entsprechende Funktion durch das Fahrzeugsystem 2 ausgeführt werden kann und/oder ob die empfangene Nachricht 1 1 in einen Steuerbefehl umgesetzt werden konnte. Diese Rückmeldung wird von der Empfangseinheit 5 in eine Nachricht 1 1 in dem ersten Format umgesetzt und als Antwort 13 an das Kommunikationsendgerät 10 zurückgesendet. So ist es möglich, dass der Anwender in dem Kommunikationsprogramm, beispielsweise dem Instant Messenger, eine Antwort 13 empfängt, welche das Ausführen der gewünschten Funktion durch das Fahrzeugsystem 2 bestätigt oder

gegebenenfalls weitere Anweisungen anfordert.

Ist das Kommunikationsprogramm kein Instant Messenger, sondern ein E-Mail-Client, so ist es für den Anwender in entsprechender Weise möglich von dem Kommunikationsendgerät 10 aus eine E-Mail an sein Fahrzeug 3 zu senden, um das Fahrzeugsystem anzusteuern. In diesem Fall wird von der Empfangseinheit 5 die von dem Kommunikationsendgerät 10 gesendete E-Mail empfangen, welche mittels einer zugehörigen E-Mail-Adresse als Kontaktinformation an die Empfangseinheit 5 adressiert ist. Der Inhalt der E-Mail wird an die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 übergeben und dort sprachlich analysiert. Entsprechend dem Ergebnis dieser sprachlichen Analyse wird ein zugehöriger Steuerbefehl an das Fahrzeugsystem 2 ausgegeben.

Optional ist die Empfangseinheit 5 dazu eingerichtet über das

Kommunikationsnetz 100 auch solche Nachrichten 1 1 zu empfangen, die von dem Anwender mittels eines für eine Mensch-zu-Mensch Kommunikation eingerichteten zweiten Kommunikationsprogramms gesendet wurden und ein dem Kommunikationsprogramm zugehöriges zweites Format aufweist. Das bedeutet, dass die Empfangseinheit 5 bevorzugt dazu eingerichtet ist,

Nachrichten 1 1 zu empfangen, die von unterschiedlichen

Kommunikationsprogrammen aus gesendet wurden und daher unterschiedliche Formate aufweisen. So ist die Empfangseinheit 5 beispielsweise dazu

eingerichtet sowohl Nachrichten von einem Instant Messenger im ersten Format als auch Nachrichten von dem E-Mail-Client in einem zweiten Format zu empfangen. In beiden Fällen wird die Textinformation, die ursprünglich von einem Anwender eingegeben wurde, von der Empfangseinheit 5 aus der in dem ersten Format oder dem zweiten Format empfangenen Nachricht extrahiert,

beispielsweise indem unnötige Head-Informationen entfernt werden. Unabhängig davon, ob die Nachricht in dem ersten Format oder dem zweiten Format empfangen wurde, wird die enthaltene Textinformation an die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 übermittelt. Für die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 ist daher nicht ersichtlich, ob die Nachricht 1 1 in dem ersten Format oder in dem zweiten Format gesendet wurde und somit auch nicht durch welches

Kommunikationsprogramm die Nachricht 1 1 gesendet wurde. Unabhängig davon, ob die Information in dem ersten Format oder in dem zweiten Format gesendet wurde, empfängt die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 lediglich eine von dem Anwender eingegebene und als Nachricht 1 1 gesendete Information. Die

Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 ist somit auch dazu eingerichtet, die in dem zweiten Format empfangene Nachricht 1 1 in einen Steuerbefehl für das

Fahrzeug 3 umzusetzen und an das Fahrzeugsystem 2 zu übermitteln.

Die Funktionsweises des Systems 1 stellt sich aus Sicht des Anwenders somit beispielsweise so dar: Der Anwender bindet sein Fahrzeug 3 mittels der

Kontaktinformation in sein bevorzugtes Kommunikationsprogramm ein, welches dieser typischerweise auch zur Kommunikation mit anderen Menschen nutzt. Nunmehr hat der Anwender die Möglichkeit, eine Nachricht 1 1 an das Fahrzeug 3 zu senden. So sendet der Anwender beispielsweise die Textnachricht„hallo“ an das Fahrzeug 3. Die Textnachricht wird von der Empfangseinheit 5 empfangen, wobei die Textnachricht das erste Format aufweist, welches sich aus einem

Datei-Header und der Textinformation„hallo“ zusammensetzt. Die

Textinformation„hallo“ wird an die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6

weitergegeben und von dieser semantisch analysiert. Die Zuordnung zwischen der Textinformation und der auszuführenden Funktion des Fahrzeugsystems 2 kann dabei in unterschiedlicher Weise erfolgen. So kann beispielsweise eine feste Zuordnung zwischen Befehlen in der Nachricht 1 1 und bestimmten

Fahrzeugsystemen 3 vorgegeben sein. Alternativ kann hier mittels künstlicher Intelligenz eine Abschätzung erfolgen, welche Funktion des Fahrzeugsystems 2 von dem Anwender am wahrscheinlichsten gewünscht wird. So kann basierend auf der empfangenen Textnachricht„hallo“ beispielsweise ein kurzes Aktivieren der Scheinwerfer des Fahrzeuges 3 ausgeführt werden. Dazu wird ein

Steuerbefehl von der Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 erzeugt, welcher ein Aktivieren der Scheinwerfer des Fahrzeuges 3 bewirkt, und wird an das entsprechende Fahrzeugsystem 2, hier das Scheinwerfersystem des Fahrzeuges 3, übertragen. In dem genannten Beispiel wird es somit ermöglicht, dass der Anwender eine Instant Messenger Nachricht an sein Fahrzeug 3 sendet, um dieses auf einem dunklen Parkplatz in einfacher Weise zu finden.

In einem weiteren Beispiel ist es in entsprechender Weise möglich, dass der Anwender eine E-Mail an das Fahrzeug 3 sendet, welche eine Aufforderung zum Aktivieren einer Standheizung zu einer gewissen Uhrzeit umfasst. Dies wird von der Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 in entsprechender Weise ausgeführt.

Insbesondere dann, wenn auch sicherheitskritische Funktionen durch die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 an einem Fahrzeugsystem 2 angesteuert werden sollen ist es vorteilhaft, wenn die Kommunikation über das

Kommunikationsnetz 100 verschlüsselt ist. Eine verschlüsselte Kommunikation über das Kommunikationsnetz 100 wird von vielen Kommunikationsprogrammen unterstützt. Bevorzugt ist dazu an dem Fahrzeug 3 ein Kamerasystem 8 angeordnet, welches insbesondere im Innenraum des Fahrzeugs 3 angeordnet ist. Das Kamerasystem 8 ist dazu eingerichtet, ein Verschlüsselungsparameter von einem Display 12 des Kommunikationsendgerätes 10 auszulesen, um diesen der Empfangseinheit 5 zur Anwendung auf eine Kommunikation mit dem

Kommunikationsendgerät 10 bereit zu stellen. So bieten etwa einige Instant Messenger die Möglichkeit an, eine Verschlüsselung mittels eines QR-Codes zu verbessern, wobei über den QR-Code Verschlüsselungsparameter ausgetauscht werden. Durch das entsprechende Kamerasystem 8 können solche QR-Codes von dem Display 12 des Kommunikationsendgerätes 10 ausgelesen werden und der Empfangseinheit 5 bereitgestellt werden. Basierend auf den

Verschlüsselungsparametern kann die Kommunikation zwischen dem

Kommunikationsendgerät 10 und der Empfangseinheit 5 verbessert werden. In entsprechender Weise ist es vorteilhaft, wenn an dem Fahrzeug ein

Fahrzeugdisplay angeordnet ist und das System 1 dazu eingerichtet ist auf diesem Fahrzeugdisplay einen Verschlüsselungsparameter für das

Kommunikationsendgerät 10 bereitzustellen, um dem Kommunikationsendgerät 10 eine Anwendung dieses Verschlüsselungsparameters auf eine

Kommunikation mit der Schnittstelleneinheit zu ermöglichen.

Figur 2 zeigt ein System 1 zum Ansteuern eines Fahrzeugsystems 2 gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Die zweite Ausführungsform der Erfindung entspricht im Wesentlichen der ersten Ausführungsform der Erfindung. Die erste Ausführungsform und die zweite Ausführungsform der Erfindung unterschieden sich darin, dass die Schnittstelleneinheit 4 in der zweiten

Ausführungsform der Erfindung in einem Server 20 außerhalb des Fahrzeuges 3 angeordnet ist. Der Server 20 ist dabei in das Kommunikationsnetz 100, hier das Internet, eingebunden. Wird die Nachricht 1 1 von dem Anwender, ausgehend von dem Kommunikationsendgerät 10 an das Fahrzeug 3 gesendet, so wird diese basierend auf der Kontaktinformation zunächst an die Empfangseinheit 5 in dem Server 20 übertragen. Die Nachricht 1 1 wird somit nicht direkt an das Fahrzeug 3 übertragen, auch wenn die Kontaktinformation logisch dem Fahrzeug 3 zugeordnet ist. Wie auch in der ersten Ausführungsform der Erfindung wird die Nachricht 1 1 in einen Steuerbefehl umgesetzt. Da die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 jedoch in dem Server 20 und nicht in dem Fahrzeug 3 angeordnet ist, kann der Steuerbefehl in diese Ausführungsform nicht über dem Fahrzeugbus an das Fahrzeugsystem 2 übermittelt werden. Daher ist auf dem Server 20 mit der Kontaktinformation, welche ein Adressieren der Empfangseinheit 5 ermöglicht, eine Weiterleitungsinformation verknüpft, welche eine Weiterleitung des Steuerbefehls an eine Fahrzeugelektronik 7 des Fahrzeugs 3 ermöglicht. So weist die Fahrzeugelektronik 7 beispielsweise eine Schnittstelle auf, welche dazu geeignet ist, Informationen von dem Server 20 zu empfangen. Die

Fahrzeugelektronik 7 ist wiederum über den Fahrzeugbus mit dem

Fahrzeugsystem 2 verbunden.

In dieser zweiten Ausführungsform wird die Nachricht 1 1 somit über das

Kommunikationsnetz 100 an den Server 20 und an die Empfangseinheit 5 auf dem Server 20 übertragen. Dort wird die in dem ersten Format empfangene Nachricht 1 1 empfangen und die enthaltene Information an die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 weitergegeben. Durch diese wird nach einer

semantischen Analyse ein Steuerbefehl für das Fahrzeugsystem 2 erzeugt und über das Kommunikationsnetz 100 an die Fahrzeugelektronik 7 übertragen. Dort kann der Steuerbefehl nochmals für das Fahrzeugsystem 2 angepasst werden und wird dann an das Fahrzeugsystem 2 übertragen. In entsprechender Weise können auch Rückmeldungen des Fahrzeugsystems 2 über die

Fahrzeugelektronik 7 und das Kommunikationsnetz 100 an die Empfangseinheit 5 übertragen werden und von der Empfangseinheit 5 kann eine Rückmeldung an das Kommunikationsendgerät 10 gesendet werden.

Durch das System 1 zum Ansteuern des Fahrzeugsystems 2 gemäß der ersten oder der zweiten Ausführungsform der Erfindung wird das Verfahren zum

Ansteuern eines Fahrzeugsystems 2 des Fahrzeuges 3 ausgeführt.

So erfolgt durch die Empfangseinheit 5 ein Empfangen einer an das Fahrzeug 3 gerichteten Nachricht 1 1 von dem Kommunikationsendgerät 10 über das

Kommunikationsnetz 100. Dabei wurde die Nachricht 1 1 von dem Anwender mittels eines für eine Mensch-zu-Mensch Kommunikation eingerichteten ersten Kommunikationsprogramms gesendet und weist daher ein dem

Kommunikationsprogramm zugehöriges erstes Format auf. Dabei ist dem

Fahrzeug 3 eine Kontaktinformation zugeordnet und die Schnittstelleneinheit 4 ist dazu eingerichtet, die Nachricht 1 1 in dem Kommunikationsnetz 100 zu empfangen, falls diese an die an dem Fahrzeug 3 zugehörige Kontaktinformation adressiert ist. Ferner erfolgt durch die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 ein Umsetzen der in dem ersten Format empfangenen Nachricht 1 1 in einen

Steuerbefehl für das Fahrzeugsystem 2 und es erfolgt durch die Mensch-Maschine-Schnittsteile 6 das Übermitteln des Steuerbefehls an das

Fahrzeugsystem 2.

Nebst obenstehender Offenbarung wird explizit auf die Offenbarung der Figuren 1 und 2 hingewiesen.

Bezugszeichenliste:

1 System

2 Fahrzeugsystem

3 Fahrzeug

4 Schnittstelleneinheit

5 Empfangseinheit

6 Mensch-Maschine-Schnittsteile

7 Fahrzeugelektronik

10 Kommunikationsendgerät

1 1 Nachricht

12 Display

13 Antwort

20 Server

100 Kommunikationsnetz