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1. WO2020114724 - METHOD FOR CHECKING AT LEAST ONE VEHICLE, AND ELECTRONIC COMPUTING DEVICE

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Verfahren zum Überprüfen wenigstens eines Fahrzeugs sowie elektronische

Recheneinrichtung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überprüfen wenigstens eines Fahrzeugs sowie eine elektronische Recheneinrichtung. Die WO 2017/048892 A1 offenbart ein Verfahren zur Datensammlung von Sensoren eines Fahrzeugs. Des Weiteren ist aus der

CN 105610850 A ein Fahrzeugnetzwerkverwaltungssystem bekannt.

Des Weiteren offenbart die KR 101513084 B1 ein Fahrzeuginformationssystem.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine elektronische Recheneinrichtung zu schaffen, sodass wenigstens ein Fahrzeug auf besonders vorteilhafte Weise überprüft werden kann.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 , durch eine elektronische Recheneinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 8 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen angegeben.

Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überprüfen wenigstens eines beispielsweise als Kraftfahrzeug, insbesondere als Kraftwagen, ausgebildeten

Fahrzeugs, wobei die vorigen und folgenden Ausführungen zu dem Fahrzeug ohne weiteres auch auf andere Einrichtungen wie beispielsweise mechanische und/oder elektrische Maschinen beziehungsweise Apparate und/oder entsprechenden komplexe Systeme übertragen werden können und umgekehrt. Bei den anderen Einrichtungen kann es sich beispielsweise um, insbesondere einfache, einfache technische Apparate handeln. Insbesondere kann es sich bei den anderen Einrichtungen um

Antriebssysteme, einzelne Motoren, Elektromotoren und/oder, Haushaltsgeräte wie beispielsweise Waschmaschinen, Haartrockner, Zahnbürsten etc. handeln. Bei den Einrichtungen kann es sich ferner um Werkzeuge wie Bohrmaschinen, Sägen etc.

handeln.

Bei dem Verfahren werden mittels einer bezüglich des wenigstens einen Fahrzeugs externen und von dem wenigstens einen Fahrzeug unterschiedlichen elektronischen Recheneinrichtung, welche beispielsweise eine zentrale elektronische Recheneinheit ist und/oder auch als Server, Backend oder Backend-Server bezeichnet wird und beispielsweise eine auch als Cloud oder Datencloud bezeichnete Datenwolke bereitstellt oder bildet, Messdaten empfangen, welche von wenigstens einem von dem wenigstens einen Fahrzeug und von der elektronischen Recheneinrichtung unterschiedlichen Messgerät bereitgestellt sind beziehungsweise werden.

Unter dem Merkmal, dass die einfach auch als Recheneinrichtung bezeichnete elektronische Recheneinrichtung eine bezüglich des wenigstens einen Fahrzeugs externe und von dem wenigstens einen Fahrzeug unterschiedliche elektronische

Recheneinrichtung ist, ist zu verstehen, dass die elektronische Recheneinrichtung keine Komponente beziehungsweise kein Bestandteil des Fahrzeugs, sondern zusätzlich zu dem Fahrzeug vorgesehen und somit von dem Fahrzeug unterschiedlich ist, sodass die elektronische Recheneinrichtung und das beispielsweise als Kraftfahrzeug,

insbesondere als Kraftwagen und vorzugsweise als Personenkraftwagen, ausgebildete Fahrzeug jeweilige, einzelne und separate Einrichtungen beziehungsweise Einheiten sind. Unter dem Merkmal, dass das vorzugsweise mobile Messgerät ein von dem wenigstens einen Fahrzeug und von der elektronischen Recheneinrichtung

unterschiedliches Messgerät ist, ist zu verstehen, dass das Messgerät weder Bestandteil des Fahrzeugs noch Bestandteil der Recheneinrichtung ist, sodass das Messgerät zusätzlich zu dem Fahrzeug und zusätzlich zu der elektronischen Recheneinrichtung vorgesehen ist.

Die elektronische Recheneinrichtung, das Fahrzeug und das vorzugsweise mobile Messgerät, welches beispielsweise als ein mobiles Endgerät ausgebildet sein kann, sind somit separate und einzelne Einheiten beziehungsweise Einrichtungen. Bei dem

Messgerät handelt es sich vorzugsweise um ein mobiles Funkgerät, insbesondere um ein mobiles Telekommunikationsendgerät, welches beispielsweise Daten kabel beziehungsweise leitungslos und somit beispielsweise per Funk empfangen und/oder senden beziehungsweise bereitstellen kann. Beispielsweise handelt es sich bei dem vorzugsweise mobilen Messgerät um ein mobiles Endgerät wie beispielsweise um ein mobiles Telefon, welches auch als Handy oder Smartphone bezeichnet wird.

Die Messdaten charakterisieren zumindest eine mittels des Messgeräts erfasste

Beschleunigung und/oder zumindest ein mittels des Messgeräts erfasstes Geräusch und/oder zumindest ein mittels des Messgeräts erfasstes Bild zumindest eines

Teilbereichs des wenigstens einen Fahrzeugs. Mit anderen Worten charakterisieren die Messdaten zumindest eine Messgröße, welche mittels des Messgeräts erfasst wird beziehungsweise erfasst wurde. Das Messgerät stellt die Messdaten, insbesondere kabellos, bereit, sodass beispielsweise die Messdaten, insbesondere kabellos, von dem Messgerät an die elektronische Recheneinrichtung übermittelt werden. Die zuvor genannte Messgröße umfasst dabei die zumindest eine mittels des Messgeräts erfasste Beschleunigung und/oder das zumindest eine mittels des Messgeräts erfasste Geräusch und/oder das mittels des Messgeräts erfasste Bild. Die Beschleunigung ist dabei eine Beschleunigung des Fahrzeugs beziehungsweise das Geräusch ist ein Geräusch des Fahrzeugs, das heißt ein von dem Fahrzeug emittiertes Geräusch beziehungsweise das Bild ist ein Bild zumindest eines Teilbereichs des Fahrzeugs. Die Beschleunigung wurde beziehungsweise wird beispielsweise mittels wenigstens eines Beschleunigungssensors des Messgeräts erfasst. Alternativ oder zusätzlich wird beziehungsweise wurde das Geräusch beispielsweise mittels wenigstens eines Mikrofons des Messgeräts erfasst. Alternativ oder zusätzlich wird beziehungsweise wurde das Bild des Teilbereichs des Fahrzeugs mittels wenigstens einer Kamera des Messgeräts erfasst.

Des Weiteren ist es bei dem Verfahren vorgesehen, dass mittels der elektronischen Recheneinrichtung die empfangenen Messdaten ausgewertet werden. Mit anderen Worten empfängt die elektronische Recheneinrichtung die Messdaten, und die elektronische Recheneinrichtung wertet die Messdaten aus. Des Weiteren ist es bei dem Verfahren vorgesehen, dass in Abhängigkeit von dem Auswerten der Messdaten mittels der elektronischen Recheneinrichtung das wenigstens eine Fahrzeug, insbesondere auf wenigstens eine Fehlfunktion, überprüft wird. Mit anderen Worten werden die Messdaten und somit die Messgröße analysiert und beispielsweise mit Soll-Daten beziehungsweise Soll-Werten verglichen. Weichen beispielsweise die Messdaten, welche insbesondere als Ist-Daten verwendet werden, von den Soll-Daten ab beziehungsweise überschreitet eine Abweichung der Messdaten von den Soll-Daten eine insbesondere vorgegebene oder vorgebbare Schwelle, so wird beispielsweise mittels der elektronischen

Recheneinrichtung darauf rückgeschlossen, dass das wenigstens eine Fahrzeug einen Fehler beziehungsweise eine Fehlfunktion aufweist. Entsprechen jedoch die Messdaten den Soll-Daten beziehungsweise unterschreitet die etwaige Abweichung die Schwelle, so wird mittels der elektronischen Recheneinrichtung darauf rückgeschlossen, dass kein Fehler beziehungsweise keine Fehlfunktion des wenigstens einen Fahrzeugs vorliegt.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist somit ein Verfahren zur Analyse, insbesondere zur Fehleranalyse, des Fahrzeugs, sodass mittels des Verfahrens etwaige Fehlfunktionen des wenigstens einen Fahrzeugs auf besonders einfache und präzise Weise besonders frühzeitig erkannt werden können. Hierzu muss das Fahrzeug nicht etwa in eine

Werkstatt oder dergleichen Einrichtung gebracht werden, sondern im Rahmen des Verfahrens ist es möglich, ohnehin im Alltag vorhandene Objekte wie das beispielsweise als mobiles Endgerät einer Person ausgebildete Messgerät zu nutzen, um das Fahrzeug zu überprüfen beziehungsweise zu analysieren. Das erfindungsgemäße Verfahren ist somit eine Plattform oder ermöglicht die Realisierung einer Plattform zur insbesondere mobilen Analyse von beispielsweise akustischen und/oder schwingungstechnischen Phänomen, die von dem Fahrzeug erzeugt beziehungsweise bereitgestellt und mittels des Messgeräts erfasst werden können. Dies bedeutet, dass die zuvor beschriebene Messgröße ein beispielsweise akustisches und/oder mechanisches Phänomen sein oder charakterisieren kann. Durch Erfassen der Messgröße wird das Phänomen erfasst und durch die Messdaten charakterisiert, sodass mittels der elektronischen

Recheneinrichtung das Phänomen analysiert werden kann. In der Folge ist es möglich, zu ermitteln, ob es sich bei dem Phänomen um eine Fehlfunktion handelt oder nicht. Insbesondere kann ermittelt werden, ob die Beschleunigung beziehungsweise das Geräusch beziehungsweise wenigstens ein in dem Bild enthaltenes Merkmal aus einem Fehler beziehungsweise aus einer Fehlfunktion des wenigstens einen Fahrzeugs resultiert oder beispielsweise zu einer fehlerfreien Funktion des wenigstens einen Fahrzeugs gehört.

Grundsätzlich ist es denkbar, dass bereits durch das Messgerät selbst eine Bearbeitung beziehungsweise Aufarbeitung der Messgröße beziehungsweise der Messdaten erfolgt, sodass beispielsweise die Messdaten, insbesondere bevor sie von der elektronischen Recheneinrichtung empfangen werden, durch das Messgerät einer mathematischen Transformation unterzogen werden. Im Rahmen dieser mathematischen Transformation werden beispielsweise die Messdaten dahingehend bearbeitet, dass eine Zeit beziehungsweise eine Zeitbasis in wenigstens eine oder mehrere Frequenzen oder Frequenzbereiche umgewandelt werden.

Die elektronische Recheneinrichtung ermöglicht die Realisierung einer insbesondere zentralen, auch als Datencloud bezeichneten Datenwolke, in welcher die Messdaten, welche das wenigstens eine Fahrzeug charakterisieren, gesammelt und insbesondere gespeichert werden können. Darüber hinaus können beispielsweise weitere Messdaten gesammelt und gespeichert werden, welche mehrere weitere Fahrzeuge

charakterisieren. Die zentrale Datencloud ermöglicht dabei ebenfalls eine Anbindung von Messdaten, welche durch komplexe Messsysteme erzeugt wurden oder werden und/oder aus wenigstens einer oder mehreren Simulationen resultieren. Ferner ermöglicht die zentrale Datencloud eine Anbindung von Daten aus Produktion und/oder Feld- und/oder Service-Diagnose sowie alternativ oder zusätzlich aus einem Kundenbetrieb. Diese Daten bilden beispielsweise einen Datenpool und können wie oben beschrieben analysiert beziehungsweise ausgewertet werden, um beispielsweise zumindest das wenigstens eine Fahrzeug zu überprüfen.

Mittels der Erfindung ist es möglich, das wenigstens eine Fahrzeug während seines vollständigen Produktlebenszyklus, das heißt von Anfang bis Ende der Lebensdauer des Fahrzeugs, zu überprüfen und eine diesbezüglich anwendbare produktbegleitende Plattform zu schaffen und hierdurch gewünschte Eigenschaften des Fahrzeugs sicherzustellen und ständig zu optimieren. Die genannte Plattform bietet eine zentrale und durchgängige Anwendbarkeit digitaler Methoden im gesamten Produktlebenszyklus und generiert hohe Potentiale zur Steigerung der Effizienz, der Prozessqualität und der Produktqualität durch vorteilhafte Nutzung von Hardware- und Kapazitätsressourcen.

Des Weiteren ermöglicht die Erfindung eine potentielle Verkürzung von

Entwicklungszeiten und ein Verständnis komplexer Zusammenhänge zur Verbesserung von Produktgestaltungs- und Entscheidungsprozessen. Außerdem ist die Verwendung der Plattform in einem Kundenumfeld möglich, in dessen Rahmen beispielsweise Personen über eine auch als App, Applikation Software-App oder Software-Applikation bezeichnete Softwareanwendung, die auf dem Messgerät ausgeführt wird, mit der Plattform interagieren beziehungsweise kommunizieren können.

Der Erfindung liegen insbesondere die folgenden Erkenntnisse zugrunde:

Funktionsdaten, welche beispielsweise akustische und/oder schwingungstechnische Phänomene eines Fahrzeugs charakterisieren, werden üblicherweise nur mittels aufwendiger Messtechnik erfasst und analysiert. Dies erlaubt nur eine Anwendung auf einen eingeschränkten Nutzer- und Fahrzeugkreis insbesondere im Rahmen eines Entwicklungsprozesses. Es kommen ausschließlich Experten zum Einsatz, und eine Analyse von derartigen Phänomen in Bereichen außerhalb der Entwicklung ist nicht oder kaum möglich. Daher werden Fahrzeugressourcen in einer Entwicklungsphase nicht effizient und umfassend genutzt, was auch für die Produktion und den Service, das heißt die Wartung, gilt. Bis dato liegen statistische Messdaten von beispielsweise akustischen und/oder schwingungstechnischen Phänomen eines Fahrzeugs in der Breite nicht vor, insbesondere während eines Produktentstehungsprozesses. Dies gilt auch für den Umfang der Produktion und des Services, auch im Hinblick auf Kundendaten aus dem Feld. Eine Eignung der entsprechenden Messdaten zur maschinellen Auswertung ist bis dato nicht gegeben. Eine logische Auswertemöglichkeit ist deshalb ebenfalls nicht gegeben.

Die Erfindung ermöglicht es nun, die zuvor genannten Nachteile beziehungsweise Probleme zu lösen. Hierzu ermöglicht die Erfindung die Schaffung eines zentralen Datenspeichers zur Speicherung und Auswertung sämtlicher möglicher Datenquellen aus Versuch, Simulation, Produktion und Kundenbetrieb. Mit anderen Worten ist es möglich, bereits während eines Produktentwicklungsprozesses die von dem Messgerät bereitgestellten Messdaten zu empfangen und auszuwerten und somit zu analysieren und in einen Produktentwicklungsprozess einfließen zu lassen, um dadurch gewünschte Eigenschaften gewährleisten beziehungsweise verbessern zu können. Hierzu nutzt die Erfindung nicht oder nicht nur aufwendige Messtechniken, die lediglich in Werkstätten oder Entwicklungsländern vorhanden sind, sondern die Erfindung nutzt einfache

Messgeräte beispielsweise in Form von mobilen Endgeräten, welche als Handys, Smartphones oder dergleichen ausgebildet sein können. Das Messgerät stellt die Messdaten insbesondere kabellos bereit, sodass die Messdaten, insbesondere von mehreren Messgeräten, zentral mittels der elektronischen Recheneinrichtung, insbesondere kabellos, empfangen und insbesondere gespeichert werden können.

Neben der Anwendbarkeit der Plattform beziehungsweise des erfindungsgemäßen Verfahrens auf akustische und schwingungstechnische Phänomene ist auch die

Möglichkeit der Anwendung auf sämtlich weitere Phänomene gegeben, welche insbesondere mittels einer verfügbaren Sensorik wie beispielsweise mittels eines Mikrofons und/oder mittels eines Beschleunigungssensors und/oder mittels einer optischen Kamera erfasst werden können.

Vorzugsweise weist das Messgerät eine Einrichtung auf, mittels welcher das Geräusch und/oder das Bild und/oder die Beschleunigung erfasst werden kann. Alternativ oder zusätzlich weist das Messgerät eine auch als Userinterface, Schnittstelle

Benutzerschnittstelle oder Benutzeroberfläche bezeichnete, insbesondere grafische, Bedienoberfläche auf, welche beispielsweise eine integrierte Bedienoberfläche ist. Über die Bedienoberfläche kann eine Person, das heißt ein Nutzer des Messgeräts, Eingaben in das Messgerät vornehmen und somit mit dem Messgerät interagieren. Die zuvor genannten Phänomene, welche mittels des Messgeräts erfassbar sind, stehen in der Regel in Abhängigkeit von den statischen und/oder statistischen Erscheinungen und/oder komplexen Zusammenhängen, wobei diese Phänomene durch die

elektronische Recheneinrichtung dadurch, dass die elektronische Recheneinrichtung die Messdaten sammelt, analysiert werden können. Bei den Phänomenen handelt es sich beispielsweise um Phänomene zur Analyse des Fahr- und Federungskomforts und der Fahrdynamik, um Phänomene zur Analyse der Bauteil- und Oberflächentoleranzen, um Phänomene zur Analyse von Spaltmaßen an Zusammenbauten, um Phänomene zur Analyse von Lage und Positionseigenschaften, insbesondere von Komponenten in Zusammenbauten, und/oder um Phänomene zur Analyse von Veränderungen und Verschleißeigenschaften während eines Betriebs und/oder um weitere Phänomene. Die der Erfindung zugrundeliegende Idee ist die Nutzung vieler verfügbarer Fahrzeuge beziehungsweise jedes verfügbaren Fahrzeugs, insbesondere jedes

Erprobungsfahrzeugs, insbesondere in Erweiterung jedes Produktions- und

Kundenfahrzeugs im Feld, um eine Datengenerierung und Phänomenanalyse

durchzuführen. Hierzu werden mittels jeweiliger, insbesondere mobiler, Messgeräte jeweilige Phänomene der verfügbaren Fahrzeuge erfasst und die erfassten Phänomene charakterisierende Messdaten bereitgestellt, welche von der elektronischen

Recheneinrichtung empfangen und ausgewertet werden. Anhand der empfangenen Messdaten kann das wenigstens eine Fahrzeug beziehungsweise können die Fahrzeuge besonders präzise sowie kontinuierlich überwacht werden, um Erkenntnisse aus der Auswertung der Messdaten in einen Entwicklungsprozess und/oder in einer

Verbesserung des jeweiligen Fahrzeugs einfließen lassen zu können.

Bei dem Messgerät handelt es sich vorzugsweise um ein im Alltag gebräuchliches Messmittel wie beispielsweise ein Smartphone, mittels welchem die Messdaten erfasst beziehungsweise aufgenommen werden, wobei das Messgerät vorzugsweise die integrierte Benutzeroberfläche aufweist. Die Benutzeroberfläche wird auch als

Benutzerschnittstelle oder Schnittstelle bezeichnet. Vorzugsweise weist das Messgerät eine insbesondere mobile Anbindung an das Fahrzeug beziehungsweise das Messobjekt und/oder an eine Objektdatenbank und/oder an allgemeine Objektzustandsdaten und/oder an Umgebungsdaten auf.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung charakterisieren die Messdaten einen Zustand des wenigstens einen Fahrzeugs und/oder eine Position des wenigstens einen Fahrzeugs auf der Erde. Hierdurch werden den Messdaten beziehungsweise wird der mittels des Messgeräts erfassten Messgröße der Zustand beziehungsweise die Position zugeordnet, sodass berücksichtigt werden kann, unter welchen Randbedingungen die Messdaten beziehungsweise die Messgröße erfasst wurden. Bei dem Zustand handelt es sich beispielsweise um einen, insbesondere aktuellen, Fahrzustand, wobei das Fahrzeug den Zustand aufweist beziehungsweise aufgewiesen hat, als mittels des Messgeräts die Messgröße erfasst wurde. Alternativ oder zusätzlich wird die Position beispielsweise mittels einer Navigationseinrichtung des Messgeräts, insbesondere satellitengestützt, ermittelt.

Insbesondere ist es denkbar, dass das Messgerät über wenigstens eine

Datenverbindung und/oder kabellos mit dem Fahrzeug verbunden ist beziehungsweise wird, sodass beispielsweise das Messgerät Zustandsdaten empfängt, welche von dem Fahrzeug bereitgestellt werden und beispielsweise den Zustand des Fahrzeugs charakterisieren. Der Zustand des Fahrzeugs umfasst beispielsweise eine

Geschwindigkeit und/oder eine Temperatur des Fahrzeugs und/oder eine in einer Umgebung des Fahrzeugs herrschende Temperatur. Insbesondere ist es vorgesehen, dass das Messgerät den Zustand beziehungsweise die Position der Messdaten zuordnet, wodurch das wenigstens eine Fahrzeug besonders präzise überprüft werden kann. Ferner ist es denkbar, dass das Messgerät, insbesondere kabellos, Positionsdaten empfängt, welche von dem Fahrzeug bereitgestellt werden und beispielsweise die Position des Fahrzeugs charakterisieren. Die Position wird oder wurde beispielsweise mittels des Fahrzeugs, insbesondere satellitengestützt, ermittelt.

Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass auf Basis der Messdaten mittels der elektronischen Recheneinrichtung eine künstliche Intelligenz trainiert wird, insbesondere bezüglich einer Ermittlung der wenigstens einen Fehlfunktion. Das Training der elektronischen Recheneinrichtung erfolgt beispielsweise derart, dass die Messdaten als Trainingsdaten eine, insbesondere tatsächlich vorhandene, Fehlfunktion des Fahrzeugs charakterisieren oder dass die Messdaten gerade keine Fehlfunktion des Fahrzeugs charakterisieren. Außerdem wird der elektronischen Recheneinrichtung mitgeteilt, dass die Trainingsdaten die Fehlfunktion oder keine Fehlfunktion

charakterisieren. Die elektronische Recheneinrichtung wird hierdurch dahingehend trainiert, dass die elektronische Recheneinrichtung solche Messdaten, welche eine Fehlfunktion charakterisieren, von solchen Messdaten unterscheiden kann, welche keine Fehlfunktion charakterisieren. Dadurch kann mithilfe der elektronischen

Recheneinrichtung mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit ermittelt werden, ob das wenigstens eine Fahrzeug eine Fehlfunktion aufweist oder nicht. Somit ist das wenigstens eine Fahrzeug besonders präzise überprüfbar. Durch die künstliche

Intelligenz kann beispielsweise eine analytischen Analyse durchgeführt werden.

Alternativ oder zusätzlich können zur Analyse Machine Learning, künstlicher Intelligenz sowie Ansätze der Methode Big Data genutzt werden.

Um das wenigstens eine Fahrzeug besonders präzise überprüfen zu können, ist es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass mittels der bezüglich eines weiteren, zusätzlich zu dem Fahrzeug vorgesehenen Fahrzeugs externen und von dem weiteren Fahrzeug unterschiedlichen elektronischen Recheneinrichtung weitere

Messdaten, welche von wenigstens einem von dem weiteren Fahrzeug und von der elektronischen Recheneinrichtung unterschiedlichen weiteren Messgerät bereitgestellt sind und zumindest eine mittels des weiteren Messgeräts erfasste weitere Messgröße wie beispielsweise eine Beschleunigung und/oder ein Geräusch und/oder ein Bild zumindest eines weiteren Teilbereichs des weiteren Fahrzeugs charakterisieren, empfangen werden. Die empfangenen weiteren Messdaten werden mittels der elektronischen Recheneinrichtung empfangen und ausgewertet, wobei in Abhängigkeit von dem Auswerten der weiteren Messdaten und in Abhängigkeit von dem Auswerten der ersten Messdaten mittels der elektronischen Recheneinrichtung das wenigstens eine Fahrzeug sowie vorzugsweise auch das weitere Fahrzeug auf die wenigstens eine Fehlfunktion beziehungsweise auf eine Fehlfunktion überprüft wird beziehungsweise werden. Hintergrund dieser Ausführungsform ist, eine Datenagglomeration zu schaffen und hierzu die Messdaten von einer hohen Anzahl an separaten Messgeräten zu empfangen und zu speichern, wobei die jeweiligen Messdaten jeweilige, separate Fahrzeuge charakterisieren. In der Folge kann mittels der elektronischen

Recheneinrichtung besonders präzise ermittelt werden, ob die Messgröße eine

Fehlfunktion oder aber einen Normalzustand des Fahrzeugs charakterisiert.

Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft gezeigt, wenn die ersten Messdaten einem ersten Bauteil des wenigstens einen Fahrzeugs und die weiteren Messdaten einem mit dem ersten Bauteil baugleichen zweiten Bauteil des weiteren Fahrzeugs zugeordnet werden, wobei zumindest das erste Bauteil auf die wenigstens eine Fehlfunktion überprüft wird. Hierdurch ist es möglich, baugleiche Bauteile der jeweiligen Fahrzeuge miteinander vergleichen zu können. Hierdurch kann mit einer sehr hohen

Wahrscheinlichkeit ermittelt werden, ob das jeweilige Bauteil funktionstüchtig ist oder aber eine Fehlfunktion aufweist.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden dem

Messgerät aus dem Auswerten resultierende Ergebnisdaten mittels der elektronischen Recheneinrichtung bereitgestellt. Mit anderen Worten stellt die elektronische

Recheneinrichtung die Ergebnisdaten bereit, welche aus dem Auswerten der Messdaten resultieren. Die Ergebnisdaten werden beispielsweise von der elektronischen

Recheneinrichtung an das Messgerät übermittelt und von dem Messgerät empfangen. Auf einer auch als elektronischer Bildschirm bezeichneten elektronischen Anzeige des Messgeräts, auf dessen Anzeige beispielsweise die Benutzeroberfläche anzeigbar ist beziehungsweise angezeigt wird, wird beispielsweise wenigstens eine die Ergebnisdaten charakterisierende Information in Abhängigkeit von den Ergebnisdaten, insbesondere optisch, angezeigt. Dadurch kann beispielsweise der zuvor genannte Nutzer des Messgeräts anhand der angezeigten Information erkennen, ob das wenigstens eine Fahrzeug eine Fehlfunktion aufweist oder aber fehlerfrei ist. Das Bereitstellen der Ergebnisdaten ist somit eine Rückmeldung an das Messgerät, sodass der Nutzer des Messgeräts anhand der Rückmeldung erkennen kann, ob die elektronische

Recheneinrichtung eine Fehlfunktion des wenigstens einen Fahrzeugs ermittelt hat oder nicht.

Um das wenigstens eine Fahrzeug besonders umfangreich und präzise überprüfen zu können, ist es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass mittels der elektronischen Recheneinrichtung Simulationsdaten, welche eine Simulation zumindest eines Teils des wenigstens einen Fahrzeugs charakterisieren, und/oder

Produktionsdaten, welche eine Herstellung des wenigstens einen Fahrzeugs

charakterisieren, und/oder Wartungsdaten, welche eine Wartung beziehungsweise einen Service des wenigstens einen Fahrzeugs charakterisieren, und/oder Prüfstandsdaten, welche einen mittels eines Prüfstands durchgeführten Test des wenigstens einen Fahrzeugs charakterisieren, empfangen werden, wobei das wenigstens eine Fahrzeug in Abhängigkeit von den Simulationsdaten und/oder den Produktionsdaten und/oder den Wartungsdaten und/oder den Prüfstandsdaten mittels der elektronischen

Recheneinrichtung auf die wenigstens eine Fehlfunktion überprüft wird. Bei der

Simulation, dem Prüfstand und/oder einer Einrichtung, mittels welcher beispielsweise die Wartungsdaten und/oder andere, das wenigstens eine Fahrzeug charakterisierende Daten ermittelt und bereitgestellt werden, anhand denen das wenigstes eine Fahrzeug überprüft werden kann, handelt es sich beispielsweise um Expertensystem. Zusätzlich zu dem Messgerät und/oder dem jeweiligen Expertensystem kann, insbesondere direkt, auf eine vorhandene Fahrzeugsensorik des wenigstens einen Fahrzeugs zurückgegriffen

werden. Die Fahrzeugsensorik umfasst wenigstens einen Fahrzeugsensor, welcher als Mikrofon, als ein Beschleunigungssensor oder als ein optisches Aufnahmegerät wie beispielsweise eine Kamera ausgebildet sein kann. Mittels des Farhezgsensors wird beispielsweise das Phänomen erfasst, und der Fahrzeugsensor stellt das Phänomen charakterisierende Fahrzeugsensor-Daten bereit, anhand denen das wenigstens eine Fahrzeug überprüft werden kann. Die Fahrzeugsensor-Daten werden beispielsweise kabellos und somit über ein Fernsteuerungs- oder Remote-System aus dem wenigstens einen Fahrzeug ausgelesen beziehungsweise an den Server übermittelt und/oder von dem Server empfangen, wodurch eine besonders vorteilhafte Analyse darstellbar ist.

Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft eine elektronische Recheneinrichtung, welche zum Durchführen eines Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung ausgebildet ist. Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des ersten Aspekts der Erfindung sind als Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des zweiten Aspekts der Erfindung anzusehen und umgekehrt.

Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überprüfen wenigstens eines Fahrzeugs. Bei dem Verfahren gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung wird mittels eines von dem wenigstens einen Fahrzeug unterschiedlichen und beispielsweise als mobiles Endgerät, insbesondere als mobiles Funkgerät, ausgebildeten Messgeräts zumindest eine Beschleunigung und/oder zumindest ein Geräusch und/oder zumindest ein Bild zumindest eines Teilbereichs des wenigstens einen Fahrzeugs erfasst. Mittels des Messgeräts wird darüber hinaus wenigstens eine durch eine Person bewirkte Eingabe empfangen. Die Person ist ein Nutzer des Messgeräts, wobei die Person die Eingabe beispielsweise über die zuvor genannte Benutzeroberfläche bewirkt und in das Messgerät eingibt. Bei dem Verfahren gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung wird mittels des Messgeräts in Abhängigkeit von der Eingabe eine Beschreibung der erfassten Beschleunigung und/oder des erfassten Geräusches und/oder des erfassten Bilds zugeordnet. Das Zuordnen der Beschreibung zu den Messdaten wird auch als Labelling der Messdaten bezeichnet. Die Beschreibung charakterisiert beispielsweise eine Art und/oder eine verbale Bezeichnung der Messgröße, das heißt der

Beschleunigung und/oder des Geräuschs und/oder des Bilds.

Bei dem dritten Aspekt der Erfindung ist es ferner vorgesehen, dass zum Überprüfen des wenigstens einen Fahrzeugs mittels des Messgeräts einer bezüglich des wenigstens einen Fahrzeugs und bezüglich des Messgeräts externen und von dem wenigstens einen Fahrzeug und von dem Messgerät unterschiedlichen elektronischen

Recheneinrichtung Messdaten bereitgestellt werden, welche die erfasste Messgröße (Beschleunigung und/oder Geräusch und/oder Bild) charakterisieren, wobei die

Messdaten auch die Beschreibung charakterisieren. Vorteile und vorteilhafte

Ausgestaltungen des ersten Aspekts und des zweiten Aspekts der Erfindung sind als Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des dritten Aspekts der Erfindung anzusehen und umgekehrt.

Während somit der erste Aspekt der Erfindung auf die elektronische Recheneinrichtung abzielt, zielt der dritte Aspekt der Erfindung auf das Messgerät ab, welches

beispielsweise die bezüglich des ersten Aspekts der Erfindung beschriebenen

Messdaten bereitstellt. Auch dem dritten Aspekt der Erfindung liegt die Idee zugrunde, ein im Alltag übliches Objekt in Form des beispielsweise als Handy oder Smartphone oder Tablet-PC ausgebildeten Messgeräts zu verwenden, um die Messgröße zu erfassen und in der Folge die Messdaten bereitzustellen, sodass das wenigstens eine Fahrzeug anhand der Messdaten umfangreich und dauerhaft überprüft werden kann. Unter der dauerhaften Überprüfung ist zu verstehen, dass das wenigstens eine

Fahrzeug zumindest nahezu über dessen gesamte Lebensdauer hinweg insbesondere während jeweiliger, zeitlich voneinander beabstandeter Zeitintervalle überprüft werden kann, um eine gewünschte Funktion des wenigstens einen Fahrzeugs sicherzustellen oder gar optimieren zu können.

Schließlich betrifft ein vierter Aspekt der Erfindung ein Verfahren zum Überprüfen wenigstens eines Fahrzeugs. Wie im Folgenden noch genauer erläutert wird, zielt der vierte Aspekt der Erfindung sowohl auf die elektronische Recheneinrichtung als auch auf das Messgerät und somit auf ein System ab, welches sowohl das Messgerät als auch die elektronische Messeinrichtung umfasst. Bei dem vierten Aspekt der Erfindung wird mittels eines von dem wenigstens einen Fahrzeug unterschiedlichen Messgeräts zumindest eine Beschleunigung und/oder zumindest ein Geräusch und/oder zumindest ein Bild zumindest eines Teilbereichs des wenigstens einen Fahrzeugs erfasst. Mittels des Messgeräts werden Messdaten bereitgestellt, welche die erfasste Beschleunigung und/oder das erfasste Geräusch und/oder das erfasste Bild charakterisieren. Des Weiteren werden bei dem vierten Aspekt der Erfindung mittels einer bezüglich des wenigstens einen Fahrzeugs und bezüglich des Messgeräts externen und von dem wenigstens einen Fahrzeug und von dem Messgerät unterschiedlichen elektronischen Recheneinrichtung die von dem Messgerät bereitgestellten Messdaten empfangen. Die empfangenen Messdaten werden mittels der elektronischen Recheneinrichtung ausgewertet, wobei mittels der elektronischen Recheneinrichtung in Abhängigkeit von dem Auswerten der Messdaten das wenigstens eine Fahrzeug auf wenigstens eine Fehlfunktion überprüft werden. Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des ersten Aspekts, des zweiten Aspekts und des dritten Aspekts der Erfindung sind als Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des vierten Aspekts der Erfindung anzusehen und umgekehrt.

Die Aspekte der Erfindung lassen sich beispielsweise wie folgt zusammenfassen:

Zunächst erfolgt beispielsweise eine Aufnahme der Messgröße durch das beispielsweise im Alltag gebräuchliche Messgerät, welches die integrierte Benutzeroberfläche sowie beispielsweise eine mobile Anbindung an das wenigstens eine Fahrzeug und/oder an eine Objektdatenbank und/oder an allgemeine Objektzustandsdaten und/oder an Umgebungsdaten aufweist. Das Messgerät generiert beispielsweise aus der erfassten Messgröße die zuvor beschriebenen Messdaten. Des Weiteren erfolgt beispielsweise das zuvor beschriebene Labelling der Messdaten über die Benutzeroberfläche, insbesondere für das spätere Training der künstlichen Intelligenz. Das Training der künstlichen Intelligenz erfolgt beispielsweise im Rahmen eines Supervised Learnings.

Die insbesondere mit der Beschreibung versehenen Messdaten werden beispielsweise, insbesondere mobil, an die elektronische Recheneinrichtung übertragen, insbesondere inklusive eines Objektaufbaus und/oder inklusive von Zustands- und/oder

Umgebungsdaten, welche den Zustand beziehungsweise die Position und somit die Umgebung des Fahrzeugs charakterisieren. Beispielsweise werden die Messdaten an eine Datenwolke übertragen, welche durch die elektronische Recheneinrichtung gebildet wird. Alternativ oder zusätzlich werden die Messdaten, insbesondere mobil, an eine Datenwolke zur Analyse übertragen, insbesondere inklusive des zuvor beschriebenen Objektaufbaus und/oder inklusive der Zustands- und/oder Umgebungsdaten. Darüber hinaus erfolgt eine Weiterverarbeitung der Messdaten in der beziehungsweise durch die elektronische Recheneinrichtung, insbesondere zum Training der künstlichen Intelligenz und/oder durch maschinelle Analyse mithilfe analytischer Methoden und künstlicher Intelligenz.

Insbesondere durch das Auswerten der Messdaten werden die Messdaten und somit die Messgröße wenigstens einem oder mehreren Phänomenen und in der Folge das Phänomen beziehungsweise die Phänomene verursachenden Systemkomponenten des wenigstens einen Fahrzeugs zugeordnet. Mit anderen Worten wird beispielsweise durch das Auswerten mittels der elektronischen Recheneinrichtung wenigstens eine auch als Systemkomponente bezeichnete Komponente des wenigstens einen Fahrzeugs ermittelt, wobei die Komponente, insbesondere mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, das Phänomen beziehungsweise die Messgrößen und somit die Beschleunigung und/oder das Geräusch und/oder das Bild bewirkt oder verursacht oder zu verantworten hat. Vorzugsweise erfolgt außerdem die zuvor beschriebene Rückmeldung als Ergebnis der auch als Analyse bezeichneten Überprüfung an das Messgerät und dabei insbesondere an die Benutzeroberfläche, vorzugsweise in Echtzeit. Ferner erfolgen beispielsweise eine zusätzliche Auswertung der Messdaten und/oder eine zusätzliche Auswertung von bereits analysierten Daten insbesondere in einem Pre- und Post-Processing, insbesondere mithilfe eines Datenmanagementtools.

Die zuvor genannte zentrale Datenwolke ermöglicht ebenfalls die Anbindung von Messdaten, insbesondere erzeugt durch komplexe Messsysteme und/oder aus Daten aus Simulation genauso wie Daten aus Produktion und Feld- und Service-Diagnose sowie gegebenenfalls Kundenbetrieb. Eine entsprechende Auswertung des gesamten Datenpools, wie oben beschrieben, ist möglich. Insofern ist eine im kompletten

Produktlebenszyklus vom Design bis zum Ende der Lebensdauer anwendbare Produkt begleitende Plattform zur Sicherstellung gewünschter Eigenschaften und deren ständigen Optimierung gegeben. Die Plattform bietet eine zentrale durchgängige Anwendbarkeit digitaler Methoden im gesamten Produktlebenszyklus und generiert hohe Potentiale zur Steigerung der Effizienz, der Prozessqualität und der Produktqualität durch optimale Nutzung von Hardware und Kapazitätsressourcen, Verkürzung von Entwicklungszeiten und Verständnis komplexer Zusammenhänge zur Verbesserung von Produktgestaltungs- und Entscheidungsprozessen.

Vorzugsweise weist das Messgerät eine Einrichtung auf, über welche das Messgerät, insbesondere signaltechnisch, beziehungsweise über eine Datenverbindung mit dem wenigstens einen Fahrzeug verbunden werden kann. Alternativ oder zusätzlich kann das Messgerät über die Datenverbindung mit einer bezüglich des Messgeräts und/oder bezüglich des Fahrzeugs externen Sensorik verbunden werden. Die externe Sensorik beziehungsweise das wenigstens eine Fahrzeug können Daten bereitstellen, welche beispielsweise das wenigstens eine Fahrzeug charakterisieren und von dem Messgerät empfangen werden. Die Daten werden beispielsweise mit den Messdaten verknüpft, sodass die elektronische Recheneinrichtung das wenigstens eine Fahrzeug anhand der Messdaten und anhand der damit verknüpften Daten überprüfen kann. Die Daten werden beispielsweise von wenigstens einem Sensor oder von mehreren Sensoren des Fahrzeugs bereitgestellt.

Das Messgerät führt beispielsweise eine auch als Applikation, App oder

Softwareapplikation bezeichnete Softwareanwendung aus, welche beispielsweise mittels einer zentralen Prozessoreinheit des Messgeräts ausgeführt wird. Durch Ausführen der Softwareanwendung wird beispielsweise die insbesondere grafische Benutzeroberfläche auf der elektronischen Anzeige des Messgeräts angezeigt. Die Softwareanwendung stellt insbesondere eine Möglichkeit bereit, sodass eine Person wenigstens eine Eingabe in das Messgerät über die grafische Benutzeroberfläche vornehmen kann. Durch diese Eingabe können den Messdaten die zuvor genannte Beschreibung zugeordnet werden, sodass die Messdaten gelabelt werden können. Daran anschließend erfolgt

beispielsweise eine mobile Übertragung der gelabelten Messdaten an die

Recheneinrichtung und somit beispielsweise in die Datenwolke.

Beispielsweise erfolgt eine Vernetzung des beispielsweise mobilen Messgeräts mit Onlinezustands- und/oder -Umgebungsdaten sowie mit Datenbanken mit Informationen zum Aufbau des Fahrzeugs, wobei diese Daten den Messdaten, insbesondere über die Applikation, zugeordnet werden. Ferner erfolgt beispielsweise ein Training einer künstlichen Intelligenz mithilfe der übertragenen und empfangenen Messdaten inklusive dem Labelling, beispielsweise im Rahmen eines Supervised Learnings. Ferner erfolgen beispielsweise eine Erkennung und Typisierung von Phänomenen durch maschinelle Auswertung der Messdaten insbesondere in Echtzeit auf der elektronischen

Recheneinrichtung insbesondere mithilfe analytischer Methoden und künstlicher Intelligenz. Ferner erfolgt beispielsweise mittels der elektronischen Recheneinrichtung ein integriertes Fahrzeug- und Phänomen-spezifisches Feature-Engineering zur Nutzung in der elektronischen Recheneinrichtung zur Optimierung der

Erkennungswahrscheinlichkeit durch die künstliche Intelligenz. Außerdem erfolgt beispielsweise die Rückmeldung der Ergebnisse der Phänomenerkennung aus der künstlichen Intelligenz von der elektronischen Recheneinrichtung an das Online-Messgerät, insbesondere in Echtzeit. Vorzugsweise ist ein Datenmanager zur weiteren strukturierten Analyse der Messdaten vor und/oder nach der Analyse durch die künstliche Intelligenz auf der elektronischen Recheneinrichtung vorgesehen.

Alternativ oder zusätzlich kann eine Erweiterbarkeit der zentralen Datenwolke beziehungsweise der zentralen elektronischen Recheneinrichtung inklusive der oben beschriebenen Analysefähigkeit auf sämtliche Messdatenquellen des kompletten Produktlebenszyklus von dem Design bis zum Ende der Lebensdauer vorgesehen sein, sodass beispielsweise das wenigstens eine Fahrzeug in Abhängigkeit von

Fahrzeugprüfstands- und Straßenmessungsdaten mit komplexen Experten-

Messsystemen und/oder in Abhängigkeit von Simulationen und/oder in Abhängigkeit von einer Produktion und/oder in Abhängigkeit von Diagnose- und Servicedaten und/oder in Abhängigkeit von Daten aus einem Kundenbetrieb überprüft wird.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und

Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen

Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Die Zeichnung zeigt in:

Fig. 1 ein Diagramm zum Veranschaulichen eines erfindungsgemäßen

Verfahrens;

Fig. 2 ein weiteres Diagramm zum Veranschaulichen des Verfahrens;

Fig. 3 ein weiteres Diagramm zum Veranschaulichen des Verfahrens;

Fig. 4 eine schematische Darstellung einer grafischen Benutzeroberfläche, die auf einer elektronischen Anzeige eines Messgeräts angezeigt wird, das im Rahmen des Verfahrens zum Einsatz kommt;

Fig. 5 eine weitere schematische Darstellung der grafischen Benutzeroberfläche;

Fig. 6 eine weitere schematische Darstellung der grafischen Benutzeroberfläche;

und

Fig. 7 eine weitere schematische Darstellung der grafischen Benutzeroberfläche.

In den Fig. sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung ein Diagramm, wobei anhand der Fig. im Folgenden ein Verfahren zum Überprüfen wenigstens eines Fahrzeugs beschrieben wird. Bei dem Verfahren kommt ein elektronisches Messgerät 10 zum Einsatz, welches bei dem in den Fig. veranschaulichten Ausführungsbeispiel als ein mobiles Endgerät und dabei als ein mobiles Funkgerät vorliegend in Form eines Smartphones ausgebildet ist. Das Messgerät 10 weist eine zentrale Prozessoreinheit auf, welche eine auch als App oder Applikation bezeichnete Softwareapplikation, welche auch als Anwendung oder Softwareanwendung bezeichnet wird, ausführen kann beziehungsweise ausführt. Das Messgerät 10 weist darüber hinaus eine auch als Bildschirm oder elektronischer Bildschirm bezeichnete elektronische Anzeige 12 auf, auf welcher eine grafische Benutzeroberfläche 14 der Softwareanwendung angezeigt wird. Die grafische

Benutzeroberfläche wird auch als Oberfläche, Schnittstelle oder Benutzerschnittstelle oder Interface oder User-Interface bezeichnet. Die Anzeige 12 ist beispielsweise als berührungsempfindlicher Bildschirm ausgebildet, sodass eine Person, das heißt ein Nutzer, des Messgeräts 10 über die Benutzeroberfläche 14 und über den

berührungsempfindlichen Bildschirm Eingaben in das Messgerät 10 vornehmen kann.

Das Messgerät 10 weist auch eine Erfassungseinrichtung 16 auf, welche beispielsweise wenigstens eine Kamera und/oder wenigstens ein Mikrofon und/oder wenigstens einen Beschleunigungssensor des Messgeräts 10 umfasst. Im Rahmen des Verfahrens wird mittels des von dem wenigstens einen Fahrzeug unterschiedlichen Messgeräts 10 zumindest eine Messgröße mittels der Erfassungseinrichtung 16 erfasst, wobei die Messgröße zumindest eine Beschleunigung und/oder zumindest ein Geräusch des wenigstens einen Fahrzeugs ist. Alternativ oder zusätzlich umfasst die Messgröße zumindest ein Bild zumindest eines Teilbereichs des wenigstens einen Fahrzeugs. Die Beschleunigung des wenigstens einen Fahrzeugs wird beispielsweise mittels des Beschleunigungssensors erfasst. Alternativ oder zusätzlich wird das Geräusch, welches von dem Fahrzeug emittiert wird, beispielsweise mittels des Mikrofons des Messgeräts 10 erfasst. Alternativ oder zusätzlich wird das Bild mittels der Kamera des Messgeräts 10 erfasst. Außerdem wird mittels des Messgeräts wenigstens eine durch eine Person über die Benutzeroberfläche 14 bewirkte Eingabe empfangen. Der erfassten Messgröße wird mittels des Messgeräts 10 in Abhängigkeit von der Eingabe eine Beschreibung zugeordnet. Dieses Zuordnen der Beschreibung zu der Messgröße wird auch als Labelling bezeichnet, sodass die Messgröße gelabelt wird. Wie in Fig. 1 durch einen Pfeil 18 veranschaulicht ist, stellt das Messgerät 10 die vorzugsweise mit der

Beschreibung versehenen Messdaten, insbesondere kabellos, bereit. Eine bezüglich des wenigstens einen Fahrzeugs und bezüglich des Messgeräts 10 externe und von dem

wenigstens einen Fahrzeug und von dem Messgerät 10 unterschiedliche elektronische Recheneinrichtung 20, welche auch als Server oder Backend bezeichnet wird und beispielsweise eine Datenbank aufweist und/oder ein neuronales Netz bildet oder Bestandteil des neuronalen Netzes ist, empfängt die von dem Messgerät 10

bereitgestellten Messdaten. Die Messdaten werden beispielsweise in einer Datenbank gespeichert. Mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 werden die empfangenen Messdaten ausgewertet. In Abhängigkeit von dem Auswerten der Messdaten wird mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 das wenigstens eine Fahrzeug, insbesondere auf eine Fehlfunktion, überprüft.

Wie in Fig. 1 durch einen Pfeil 22 veranschaulicht ist, stellt die elektronische

Recheneinrichtung 20 beispielsweise Ergebnisdaten bereit, welche aus dem Auswerten resultieren. Die Ergebnisdaten werden von der Recheneinrichtung 20 an das Messgerät 10 übermittelt und von dem Messgerät 10, insbesondere kabellos, empfangen. Das Übermitteln der Ergebnisdaten an das Messgerät 10 ist somit eine Rückmeldung, insbesondere über anhand des Auswertens identifizierte Phänomene. Dies bedeutet, dass durch das Auswerten der Messdaten wenigstens ein oder mehrere Phänomene ermittelt werden können, die für die Messgröße verantwortlich sind beziehungsweise die Messgröße bewirken. Ferner kann beispielsweise ermittelt werden, ob das Phänomen einer Fehlfunktion oder aber einem funktionstüchtigen Zustand des wenigstens einen Fahrzeugs zugeordnet ist, sodass durch das Auswerten der Messdaten ermittelt werden kann, ob das wenigstens eine Fahrzeug eine Fehlfunktion aufweist oder aber keine Fehlfunktion aufweist und somit funktionstüchtig ist.

Beispielsweise über eine durch einen Pfeil 24 veranschaulichte, kabellose

Datenverbindung, insbesondere über Bluetooth und/oder über Funk, wird das Messgerät 10 mit dem wenigstens einen Fahrzeug verbunden. Über die insbesondere kabellose Datenverbindung empfängt das Messgerät 10 beispielsweise Fahrdaten, welche von dem wenigstens einen Fahrzeug bereitgestellt werden. Die Fahrdaten charakterisieren beispielsweise einen Zustand, insbesondere einen Fahrzustand, des wenigstens einen Fahrzeugs, wobei die Fahrdaten den Messdaten zugeordnet beziehungsweise mit den Messdaten verknüpft werden. Dadurch werden, insbesondere im Rahmen der

Messdaten, auch die Fahrdaten an die elektronische Recheneinrichtung 20 übermittelt, sodass beispielsweise die elektronische Recheneinrichtung 20 das wenigstens eine Fahrzeug auch in Abhängigkeit von den Fahrdaten beziehungsweise in Abhängigkeit von dem Zustand des Fahrzeugs überprüfen kann.

Wie ferner durch einen Pfeil 26 veranschaulicht ist, kann das Messgerät 10,

insbesondere über eine kabellose Datenverbindung, Sensordaten von einer externen Sensorik empfangen, welche beispielsweise als eine integrierte und/oder zusätzlich vorgesehene Sensorik, insbesondere eines Fahrzeugs, ist. Die Sensordaten

charakterisieren dabei beispielsweise wenigstens einen weiteren Zustand des wenigstens einen Fahrzeugs. Wie ferner durch einen Pfeil 28 veranschaulicht ist, empfängt das Messgerät 10 beispielsweise, insbesondere über eine kabellose

Datenverbindung, Messtechnikdaten, welche beispielsweise akustische Phänomene beziehungsweise Geräusche, insbesondere des wenigstens einen Fahrzeugs, charakterisieren. Wie ferner durch einen Pfeil 30 veranschaulicht ist, empfängt das Messgerät 10 beispielsweise über eine kabellose Datenverbindung Metadaten, welche einen Bauzustand und/oder Sonderausstattungen und/oder andere Größen des wenigstens einen Fahrzeugs charakterisieren, wobei die Metadaten beispielsweise aus einer oder mehreren Fahrzeug-Datenbanken 32 stammen. Die Sensordaten und/oder die Messtechnikdaten und/oder die Metadaten werden beispielsweise mit den

Messdaten verknüpft und im Rahmen der Messdaten von dem Messgerät 10 an die elektronische Recheneinrichtung 20 übermittelt und von der elektronischen

Recheneinrichtung 20 empfangen, sodass die elektronische Recheneinrichtung 20 das wenigstens eine Fahrzeug auch in Abhängigkeit von den Messtechnikdaten und/oder Metadaten und/oder in Abhängigkeit von den Sensordaten überprüfen kann. Durch Auswerten der Messdaten werden auch die Fahrdaten und/oder die Sensordaten und/oder die Messtechnikdaten und/oder die Metadaten ausgewertet und anhand dieser das wenigstens eine Fahrzeug überprüft.

Die Messdaten, welche von dem Messgerät 10 an die elektronische Recheneinrichtung 20 übermittelt und von der elektronischen Recheneinrichtung 20 empfangen werden, werden beispielsweise genutzt, um die Datenbank zu befüllen und/oder eine künstliche Intelligenz wie beispielsweise das neuronale Netz zu trainieren, insbesondere im Hinblick auf eine Erkennung einer Fehlfunktion des wenigstens einen Fahrzeugs. Die künstliche Intelligenz wird auch mit Kl bezeichnet.

Fig. 2 zeigt ein Diagramm zum weiteren Veranschaulichen des Verfahrens. Die

Messdaten werden beispielsweise genutzt, um mittels der künstlichen Intelligenz Kl eine Merkmalserkennung durchzuführen. Im Rahmen der Merkmalserkennung wird wenigstens ein Phänomen ermittelt, aus welchem die Messgröße resultiert. Durch Ermittlung des Phänomens kann ermittelt werden, ob die Messgröße aus einer

Fehlfunktion oder aber aus einem fehlerfreien Zustand des wenigstens einen Fahrzeugs resultiert. Das Phänomen ist somit ein Ergebnis des Auswertens der Messdaten, wobei das Ergebnis - wie auch in Fig. 2 durch den Pfeil 22 veranschaulicht ist - an das

Messgerät 10 rückübermittelt wird.

Die Messgröße wird beispielsweise von einem Testfahrer im Rahmen einer Testfahrt ermittelt, wobei die Messdaten beispielsweise NVH-Messdaten (NVH - Noise Vibration Harshness) sind und somit wenigstens ein Geräusch oder Geräusche des wenigstens einen Fahrzeugs charakterisieren. Um die Messgröße im Rahmen der Testfahrt zu erfassen und schließlich die Messdaten entsprechend über das Messgerät 10 an die elektronische Recheneinrichtung 20 zu übermitteln, wird beispielsweise ein Testfahrt-Modus der Softwareanwendung eingestellt und ausgewählt, insbesondere über die Benutzeroberfläche 14.

Ein Geräuschexperte führt beispielsweise einen weiteren Test des in Fig. 2 mit 34 bezeichneten Fahrzeugs durch, sodass die Messdaten beispielsweise NVH-Trainingsdaten sind. Die einfach auch als Trainingsdaten bezeichneten NVH-Trainingsdaten werden beispielsweise in einem auch als Lern-Modus bezeichneten Trainingsmodus der Softwareanwendung genutzt, um die elektronische

Recheneinrichtung 20 im Hinblick auf das Ermitteln eines jeweiligen, die Messgröße verursachenden Phänomens anhand der Trainingsdaten zu trainieren.

Alternativ oder zusätzlich sind beispielsweise in Fig. 2 mit 36 bezeichnete Datenbanken vorgesehen, in welchen Datensätze gespeichert sind, welche jeweilige Geräusche beziehungsweise ein Geräuschverhalten des Fahrzeugs 34 charakterisieren. Auch die Datensätze werden beispielsweise an die elektronische Recheneinrichtung 20 übermittelt und von dieser empfangen, sodass die elektronische Recheneinrichtung 20 das

Fahrzeug 34 in Abhängigkeit von den Datensätzen aus den Datenbanken 36 überprüfen kann. Beispielsweise erfolgt eine manuelle Extraktion der Datensätze aus den

Datenbanken 36.

Wie in Fig. 2 durch einen Pfeil 38 veranschaulicht ist, wird die künstliche Intelligenz Kl anhand der Messdaten, insbesondere anhand der Trainingsdaten, trainiert, um eine besonders hohe Erkennungsrate realisieren zu können. Die Erkennungsrate

charakterisiert eine Wahrscheinlichkeit, mit welcher die künstliche Intelligenz Kl beziehungsweise die Recheneinrichtung 20 ein jeweiliges, für die jeweilige Messgröße verantwortliches beziehungsweise die jeweilige Messgröße bewirkendes Phänomen korrekt erkennen kann. Durch korrektes Erkennen des die Messgröße bewirkenden

Phänomens kann anhand des Auswertens der Messdaten ermittelt werden, ob die Messgröße aus einem Fehler beziehungsweise aus einer Fehlfunktion des Fahrzeugs 34 oder aber aus einem fehlerfreien Zustand des Fahrzeugs 34 resultiert.

Fig. 3 zeigt ein weiteres Diagramm zum Veranschaulichen des Verfahrens. Die

Messdaten sind beispielsweise Fahrdaten, welche während einer Fahrt des Fahrzeugs 34 ermittelt werden. Ferner können die Messdaten die zuvor genannten

Messtechnikdaten umfassen, welche mittels einer insbesondere stationären Messtechnik ermittelt werden. Alternativ oder zusätzlich können die Messdaten Prüfstandsdaten umfassen, welche mittels eines Prüfstands, mittels welchem das Fahrzeug 34 getestet wird, ermittelt werden. Die zuvor genannten Datensätze sind beispielsweise

Bestandsdaten, die von den Datenbanken 36 bereitgestellt werden. Alternativ oder zusätzlich können Simulationsdaten bereitgestellt werden, auf deren Basis die elektronische Recheneinrichtung 20 das Fahrzeug 34 überprüft. Die Messdaten beziehungsweise die Fahrdaten, die Messtechnikdaten, die Prüfstandsdaten, die Bestandsdaten und die Simulationsdaten werden beispielsweise einer Datenwolke 40 und somit der elektronischen Recheneinrichtung 20 übermittelt und von dieser empfangen, sodass beispielsweise ein zentraler Datenzugriff auf die genannten Daten erfolgt. Mittels der künstlichen Intelligenz Kl wird anhand der Messdaten ermittelt, ob die Beschleunigung und/oder das Geräusch und/oder das Bild aus einem fehlerfreien Zustand oder aus einem fehlerbehafteten Zustand des Fahrzeugs 34 resultiert, wodurch das Fahrzeug 34 effektiv und effizient überprüft werden kann. Außerdem ist es denkbar, Wartungsdaten, welche eine Wartung beziehungsweise einen Service des Fahrzeugs 34 charakterisieren, und/oder Produktionsdaten, welche eine Herstellung des Fahrzeugs 34 charakterisieren und/oder Kundendaten, welche einen Kundenbetrieb des Fahrzeugs 34 charakterisieren, zu berücksichtigen, um das wenigstens eine Fahrzeug 34 mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 zu überprüfen.

Fig. 4 zeigt in einer schematischen Darstellung ein erstes Menü der grafischen

Benutzeroberfläche 14. Das Messgerät 10 wird beispielsweise über eine kabellose Datenverbindung wie beispielsweise Bluetooth und somit kabellos mit dem Fahrzeug 34 verbunden. Dann wählt beispielsweise die zuvor genannte Person ein Bedienelement 42 der Benutzeroberfläche 14 aus, wobei das Bedienelement 42 vorliegend eine Teilfläche der Benutzeroberfläche 14 ist. Die Person berührt dabei den berührungsempfindlichen Bildschirm in einem Bereich, in welchem die Teilfläche auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm angezeigt wird. Hierdurch wird der zuvor genannte Lern-Modus der

Softwareanwendung gestartet. Daraufhin wird beispielsweise auf dem

berührungsempfindlichen Bildschirm ein Bedienelement 44 der Benutzeroberfläche 14 gemäß Fig. 5 angezeigt. Betätigt die Person das Bedienelement 44, indem die Person den Bereich des berührungsempfindlichen Bildschirms berührt, in welchem das

Bedienelement 44 angezeigt wird, wird beispielsweise mit dem Erfassen der Messgröße mittels des Messgeräts 10 begonnen.

Anhand von Fig. 6 ist das zuvor genannte Labelling veranschaulicht. Zum Durchführen des Labellings wird auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm ein weiteres Menü der Benutzeroberfläche 14 angezeigt. Das weitere Menü gemäß Fig. 6 umfasst weitere Bedienelemente 46a-e. Das jeweilige Bedienelement 46a-e korrespondiert mit einer jeweiligen Beschreibung, die der zuvor erfassten Messgröße zugeordnet werden kann. Handelt es sich bei der Messgröße beispielsweise um ein Geräusch, so kann durch die jeweilige Beschreibung dem Geräusch eine Bezeichnung, durch die beispielsweise das Geräusch von einer Person verbal bezeichnet werden kann, zugeordnet werden. Die Person ordnet der Messgröße die Beschreibung dadurch zu, dass die Person den Bereich des berührungsempfindlichen Bildschirms berührt, in dem das Bedienelement 46a-e angezeigt wird, das mit der Beschreibung korrespondiert, die der Messgröße zugeordnet werden soll. Die Beschreibung ist somit ein die Messgröße

charakterisierender Typ.

In dem Lern-Modus können der elektronischen Recheneinrichtung 20 somit Messdaten mitgeteilt werden, die Messgrößen und somit die Messgrößen verursachende

Phänomene charakterisieren. In der Folge kann die elektronische Recheneinrichtung 20 zwischen solchen Messgrößen beziehungsweise Phänomenen, die während eines fehlerfreien Zustands des Fahrzeugs 34 auftreten, und solchen Messgrößen

beziehungsweise Phänomenen unterscheiden, die aus Fehlfunktionen des Fahrzeugs 34 resultieren.

Wünscht die Person beispielsweise, nicht den Lern-Modus, sondern eine Messfahrt durchzuführen, so berührt die Person den Bereich des berührungsempfindlichen Bildschirms, in welchem ein in Fig. 4 gezeigtes Bedienelement 48 der

Benutzeroberfläche 14 angezeigt wird. Wie das Bedienelement 42 ist auch das

Bedienelement 48 eine Fläche oder Teilfläche der Benutzeroberfläche 14. Durch Aktivieren der normalen Messfahrt wird mittels des Messgeräts 10 die Messgröße erfasst, die Messdaten werden an die Recheneinrichtung 20 übermittelt, welche dann ermitteln kann, ob die Messgröße aus einer Fehlfunktion oder aber aus einem

fehlerfreien Zustand des Fahrzeugs 34 resultiert. Hierzu kann die Recheneinrichtung 20 beispielsweise die im Rahmen der Messfahrt empfangenen Messdaten mit den

Messdaten vergleichen, die die Recheneinrichtung 20 im Rahmen des Lern-Modus empfangen hat. Da beispielsweise die aus dem Lern-Modus resultierenden Messdaten eine Fehlfunktion charakterisieren, kann die Recheneinrichtung 20 die Messdaten aus der Messfahrt mit den Messdaten aus dem Lern-Modus vergleichen. Entsprechen beispielsweise die Messdaten aus der Messfahrt den Messdaten aus dem Lern-Modus, so kann die Recheneinrichtung 20 auf eine Fehlfunktion des Fahrzeugs 34

rückschließen. Weichen jedoch die Messdaten aus der Messfahrt von den Messdaten aus dem Lern-Modus ab, so kann die Recheneinrichtung 20 auf einen fehlerfreien Zustand des Fahrzeugs 34 schließen.

Fig. 7 zeigt ein weiteres Menü der Benutzeroberfläche 14. Das weitere Menü gemäß Fig. 7 umfasst weitere Bedienelemente 48a-f, durch welche weitere Beschreibungen der jeweiligen Messgröße beziehungsweise Messdaten zugeordnet werden können.