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1. WO2020114717 - MAGNETICALLY INDUCTIVE FLOWMETER

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

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Magnetisch-induktives Durchflussmessgerät

Magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte werden zur Bestimmung der

Durchflussgeschwindigkeit und/oder des Volumendurchflusses eines Mediums in einem Messrohr eingesetzt. Ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät umfasst eine magnetfelderzeugende Vorrichtung, die ein Magnetfeld senkrecht zur Querachse des Messrohres erzeugt. Dafür werden üblicherweise einzelne oder mehrere Spulen verwendet. Um ein überwiegend homogenes Magnetfeld zu realisieren, werden zusätzlich Polschuhe so geformt und angebracht, dass die Magnetfeldlinien über den gesamten Rohrquerschnitt im Wesentlichen senkrecht zur Querachse verlaufen. Ein an die

Mantelfläche des Messrohres angebrachtes Messelektrodenpaar greift eine induktiv erzeugte elektrische Messspannung ab, die entsteht, wenn ein leitfähiges Medium bei angelegtem Magnetfeld in Richtung der Längsachse fließt. Da die abgegriffene

Messspannung laut Faraday’schem Induktionsgesetz von der Geschwindigkeit des fließenden Mediums abhängt, kann aus der Messspannung die

Durchflussgeschwindigkeit und, mit Hinzunahme einer bekannten Rohrquerschnittsfläche, der Volumendurchfluss des Mediums ermittelt werden.

Für spezielle Anwendungen sind zusätzlich zum Volumendurchfluss, Informationen bezüglich des Mediumdruckes für die Überwachung von Unregelmäßigkeiten und Leakagestellen erwünscht.

Aus der EP0770855A1 ist bereits ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät bekannt, das neben den Messelektroden zur Ermittlung einer Durchflussgeschwindigkeit zwei Druckmesswandler aufweist, die in der Wandung des Messrohres entlang einer Mantellinie angeordnet sind.

Die US5670724 lehrt ein Durchflussmessgerät mit einem Messelektrodenpaar und einem unmittelbar zwischen den beiden Messelektroden angeordneten Druckmesswandler.

Aus der DE102012109308A1 ist ein Füllstandsüberwachungssystem mit einer Elektrode zur Überwachung des Füllstandes eines fließenden Mediums in einem Rohr bekannt, die einen integrierten Temperatursensor aufweist.

Diesen Ausgestaltungen nachteilig ist aber, dass für die Installation eines

Druckmesswandlers und/oder eines Temperatursensors eine Öffnung in das Messrohr eingearbeitet werden muss. Jede zusätzliche Öffnung ist jedoch eine potentielle

Leckagestelle und sollte somit möglichst vermieden werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät bereitzustellen, das die Temperatur und den Druck des führenden Mediums messen kann.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das magnetisch-induktive Durchflussmessgerät gemäß Anspruch 1 gelöst.

Ein erfindungsgemäßes magnetisch-induktives Durchflussmessgerät zur Ermittlung der Durchflussgeschwindigkeit und/oder des Volumendurchflusses eines Mediums umfasst ein Messrohr zum Führen des Mediums, eine magnetfelderzeugende Vorrichtung und mindestens eine Elektrodenbaugruppe, die einen galvanischen Kontakt mit dem Medium formend in das Messrohr eingebaut ist, wobei die Elektrodenbaugruppe einen

Elektrodenkörper aufweist, wobei der Elektrodenkörper stiftförmig ausgebildet ist und eine Stirnfläche aufweist, und ist dadurch gekennzeichnet,

dass ein Druckmesswandler mit dem Elektrodenkörper gekoppelt ist, wobei der

Druckmesswandler mit dem auf die Stirnfläche wirkenden Druck beaufschlagbar ist und dass die Elektrodenbaugruppe einen Temperatursensor umfasst, der dazu eingerichtet ist ein von der Mediumstemperatur abhängiges Messsignal zu ermitteln.

Bislang sind für die Bestimmung des Mediumdruckes zusätzlich in das Messrohr eingebrachte Druckmesswandler notwendig. Dabei werden üblicherweise zu den für die Messelektroden benötigten Öffnungen weitere Öffnungen in das Messrohr eingearbeitet. Die vorliegende Lösung benötigt keine zusätzlichen Öffnungen im Messrohr, da der auf die Stirnfläche des Elektrodenkörpers wirkende Druck des Mediums direkt über einen mit dem Elektrodenkörper gekoppelten Druckmesswandler aufgenommen wird. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Druckmesswandler in Kontakt mit dem Medium steht, es sind aber auch Druckmesswandler bekannt, die dem Medium und somit auch dem Mediumdruck nur indirekt ausgesetzt sind. Dies liegt beispielsweise dann vor, wenn sich Lufteinschlüsse zwischen Druckmesswandler und Medium befinden.

Als Elektrodenbaugruppe ist eine eine Elektrode bildende Baugruppe aus mindestens zwei Bauteilen zu verstehen, wobei mindestens ein erstes Bauteil die Funktion hat und dazu ausgebildet ist, eine Messspannung im fließenden Medium abzugreifen und mindestens ein zweites Bauteil die Funktion hat und dazu ausgebildet ist, den Druck im Medium zu messen. Die Elektrodenbaugruppe kann auch Bauteile umfassen, die die Funktion haben und dazu eingerichtet sind weitere Prozessparameter, wie zum Beispiel die Temperatur, die Viskosität und den pH-Wert des Mediums zu bestimmen.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn das erste Bauteil einen Elektrodenkörper umfasst. In diesem Kontext ist der Elektrodenkörper als eine aus herkömmlichen magnetisch-

induktiven Durchflussmessgeräten bekannte Elektrode zu verstehen. Diese sind üblicherweise stiftförmig ausgebildet und lassen sich somit einfach in das Messrohr einbauen und fixieren. Sie weisen einen Elektrodenkopf mit einer Stirnfläche auf, auf die der Mediumdruck wirkt.

Das zweite Bauteil ist als Druckmesswandler ausgebildet. Erfindungsgemäß ist der Druckmesswandler an den Elektrodenkörper gekoppelt. Darunter ist zum Einen zu verstehen, dass der Druckmesswandler mit dem Elektrodenkörper entweder direkt oder indirekt über ein weiteres Bauteil mechanisch verbunden ist. Zum Anderen kann es dahingehend gedeutet werden, dass der Druckmesswandler mit dem Elektrodenkörper in einem elektrischen Kontakt steht. Eine Kopplung zwischen dem Druckmesswandler und dem Elektrodenkörper ist schon dann gegeben, wenn beide Bauteile so ausgebildet sind, dass der auf die Stirnseite des Elektrodenkopfes wirkende Mediumdruck auf den

Druckmesswandler aufschlagbar ist.

Der Druckmesswandler kann beliebig ausgestaltet sein. Der Druckmesswandler kann zum Beispiel als Dehnungsmessstreifen, piezoresistiver Drucksensor, piezoelektrischer Drucksensor, kapazitiver Drucksensor, induktiver Drucksensor, optischer Drucksensor, thermischer Drucksensor oder Hall-Drucksensor ausgebildet sein.

Die Elektrodenbaugruppe übernimmt die Funktion einer

Füllstandüberwachungsselektrode, Bezugselektrode und/oder Messelektrode.

Umfasst die Elektrodenbaugruppe zusätzlich zum Drucksensor einen Temperatursensor, so kann auf eine weitere Öffnung im Messrohr verzichtet werden. Es ergeben sich zwei

Möglichkeiten die Mediumstemperatur zu ermitteln. Entweder ist der am Elektrodenkörper angebrachte Temperatursensor im direkten Kontakt mit dem Medium oder er greift das Messsignal zur Ermittlung der Mediumstemperatur indirekt über eine im direkten Kontakt mit dem Medium stehende Elektrodenbaugruppe ab. Dieses Bauteil kann der

Elektrodenkopf, der Elektrodenkörper, der Hohlraumkörper oder der Druckmesswandler sein. Zum Beispiel kann eine Mediumstemperatur über einen hinter dem

Druckmesswandler angeordneten Temperatursensor abgegriffen werden. Wenn das Medium mit dem Druckmesswandler in Kontakt kommt erfolgt eine

Wärmemengenaustausch. Das kann mit der Mess- und/oder Auswerteeinheit detektiert werden. Mithilfe einer zuvor erfolgten Kalibrierung kann daraus eine Mediumstemperatur ermittelt werden.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfasst der Druckmesswandler eine

Messmembrane.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn der Druckmesswandler eine Messmembrane umfasst, da derartige Druckmesswandler mit der notwendigen Größenordnung herstellbar ist und eine Kopplung zwischen Druckmesswandler und Elektrodenkörper ohne zusätzliche Adaptoren realisierbar ist. Weiterhin decken Druckmesswandler mit Messmembranen den für die Trinkwasseranwendungen interessanten Druckbereich ab.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist der Elektrodenkörper eine erste Bohrung auf.

Die erste Bohrung dient dabei zum Führen des Mediums und kann entweder als

Sacklochbohrung oder als Durchgangsbohrung ausgebildet sein. Im Falle einer

Sacklochbohrung kann der Druckmesswandler am Ende der erste Bohrung oder aber auch an der Innenwand der erste Bohrung angebracht sein. Ein Elektrodenkörper mit Durchgangsbohrung weist eine eingangsseitige und ausgangsseitige Stirnfläche auf. Im Falle einer Durchgangsbohrung kann der Druckwandler an der Innenwand der erste Bohrung angebracht sein, es ist jedoch besonders vorteilhaft, insbesondere im Falle eines eine Messmembrane umfassenden Druckmesswandlers, wenn ebendieser an der auslaufseitigen Stirnfläche des Elektrodenkörpers angebracht ist.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die erste Bohrung durchgehend und bildet einen integrierten Wirkdruckkanal zum Führen des Mediums bildet.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn die erste Bohrung durchgehend als Wirkdruckkanal ausgebildet ist, da sich dadurch eine Vielzahl an weiteren Ausgestaltungen bezüglich der Koppelung des Druckmesswandlers an den Elektrodenkörper eröffnen. Eine vorteilhafte Ausgestaltung weist einen an der auslaufseitigen Stirnfläche des Elektrodenkörpers angebrachten Adapter auf, über den weitere Messwandler zum Erfassen von

Prozessparametern mit dem Elektrodenkörper gekoppelt sind.

Die Innenseite der erste Bohrung kann eine Beschichtung aufweisen, die das Eindringen des Mediums in die erste Bohrung und die Benetzung der Innenseite der erste Bohrung optimiert. Der Wirkdruckkanal bzw. die erste Bohrung muss nicht zwingend

selbstentleerend sein, da Druckmesswandler bekanntermaßen den Druck eines Mediums auch indirekt abgreifen können.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der Elektrodenkörper endseitig mit einem Hohlraumkörper verbunden.

Der Hohlraumkörper ist dazu eingerichtet den Druckwirkkanal aufzuweiten, so dass Messmembranen, deren Durchmesser größer ist als der Durchmesser der erste Bohrung, verwendet werden können. Dadurch kann die Fläche auf die der Mediumdruck erhöht und die Messgenauigkeit der Druckmessung gesteigert werden.

Der Hohlraumkörper kann gleichzeitig als Adapter für weitere Messwandler ausgestaltet sein. Wobei der Messwandler ein Thermometer, einen PH-Sensor oder einen Sensoren zu Ermittlung der Viskosität, der Zusammensetzung des Mediums und/oder weiterer Prozessparameter des Mediums umfasst.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist ein den Druckmesswandler umfassendes Gehäuse stoffschlüssig mit dem Hohlraumkörper verbunden.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn das Gehäuse stoffschlüssig mit dem Hohlraumkörper, insbesondere über eine Schraub-, Schweiß-, Löt- oder Klebeverbindung verbunden ist. Dadurch kann eine ausreichende elektrische Kontaktierung zwischen Gehäuse und Hohlraumkörper realisiert werden. Bedingt durch das Herstellverfahren des

erfindungsgemäßen magnetisch-induktiven Durchflussmessgerätes ist zwischen der endseitigen Stirnfläche des Elektrodenkörpers und dem Hohlraumkörper eine

formschlüssige Verbindung zum Abdichten eingebracht. Diese verhindert ein Austreten des Mediums. Es ist vorteilhaft, wenn die Verbindung als formschlüssige Verbindung ausgebildet ist, da dadurch ein Austausch der einzelnen Bauteile gewährleistbar ist. Die formschlüssige Verbindung ist dabei als Dichtring und insbesondere als Kegeldichtung ausgebildet. Die Dichtung kann auch elektrisch isolierend sein, da die elektrische Kontaktierung mit dem Elektrodenkörper über weitere Kontaktstellen, beispielsweise dem Gewinde, realisierbar ist.

Die Verbindung zwischen der endseitigen Stirnfläche des Elektrodenkörpers und dem Hohlraumkörper kann aber auch stoffschlüssig ausgebildet sein. In diesem Fall wird die Verbindung nach dem Einführen des Elektrodenkörpers in die in das Messrohr eingebrachte Öffnung und Fixieren des Elektrodenkörpers an das Messrohr realisiert.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist eine elektrische Kontaktierung des

Elektrodenkörpers über den Hohlraumkörper und/oder das Gehäuse realisiert.

Die oben genannte Ausgestaltung ist vorteilhaft, da auf eine zusätzliche Verkabelung bzw. eine zusätzliche Kontaktiervorrichtung an dem Elektrodenkörper verzichtet werden kann.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das Gehäuse mindestens eine

Kontaktiervorrichtung auf, über die die Elektrodenbaugruppe mit einer Mess- und/oder Auswerteeinheit in einem elektrischen Kontakt steht.

Durch die Kontaktiervorrichtung im Gehäuse des Druckmesswandlers reicht eine einzelne Steckverbindung zum Abgreifen des Drucksignals und der Messspannung aus.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfasst die magnetfelderzeugende Vorrichtung mindestens eine Spule und mindestens einen im Inneren der Spule positionierten Spulenkern, wobei der Spulenkern als Hohlzylinder ausgebildet und die

Elektrodenbaugruppe im Inneren des Spulenkerns positioniert ist.

Es sind magnetfelderzeugende Vorrichtungen bekannt, die neben einer Spule mit einem im Inneren befindlichen Spulenkern zusätzlich ein Leitblech im Außenbereich und mindestens ein Abschirmelement zwischen einem Polschuh und dem Leitblech und/oder oberhalb des Leitblechs und der Spule umfassen. Das Leitblech und die

Abschirmelemente erfüllen die Aufgabe Stör- oder Streufelder zu reduzieren. Dagegen ist der Polschuh für das Einkoppeln des Magnetfeldes in das Medium verantwortlich.

Nach der oben genannten vorteilhaften Ausgestaltung hat die Elektrodenbaugruppe die Funktion einer Füllstandsüberwachungselektrode und ist mit der magnetfelderzeugenden Vorrichtung verbaut. Dabei kann die Messung des Druckes durchgehend erfolgen oder phasenweise, nämlich immer dann, wenn das Magnetfeld ausgeschaltet ist.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist der Spulenkern eine Innenseite auf, wobei zwischen der Innenseite und dem Gehäuse eine Isolierung eingebracht ist.

Da die elektrische Kontaktierung des Elektrodenkörpers über das Gehäuse des

Druckmesswandlers realisiert ist, ist eine Isolierung zwischen den Elektrodenbaugruppe und dem Spulenkern notwendig. Die Isolierung kann als Beschichtung oder als hohlzylindrische Isolierhülse ausgebildet sein.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist der Elektrodenkörper einen Elektrodenkopf auf, wobei der Elektrodenkopf eine Kontur aufweist.

Die Kontur ist dabei schlitzförmig als Nut oder kreuzförmig ausgebildet. Sie kann aber jede beliebige Struktur annehmen, die zu einer Vereinfachung der Montage des

Elektrodenkörpers in das Messrohr führt. Die Kontur ist dermaßen ausgebildet, dass bei der Herstellung des erfindungsgemäßen magnetisch-induktiven Durchflussmessgerätes der Monteur den Elektrodenkörper an der Kontur fixieren kann, um dann im nächsten Schritt die Isolierhülle aufzustecken und den Elektrodenkörper mit einer Mutter an das Messrohr zu befestigen.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfasst der Elektrodenkörper eine

Füllstandsüberwachungselektrode und/oder eine Bezugselektrode und/oder eine Messelektrode zum Abgreifen einer Messspannung im Medium.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der Elektrodenkörper als Stiftelektrode, Spitzelektrode oder Pilzelektrode ausgebildet ist.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der Elektrodenkörper in einen ersten und zweiten Bereich eingeteilt, wobei der Elektrodenkörper im erste Bereich eine geringere Wandstärke aufweist als im zweiten Bereich, wobei der Temperatursensor im ersten Bereich an einer Außenwandung des Elektrodenkörpers angebracht ist. Der

Temperatursensor kann geklebt oder mechanisch an die Außenwandung des

Elektrodenkörpers fixiert werden.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn der Temperatursensor am Elektrodenkörper anliegend angebracht ist. Dadurch befindet er sich besonders nah an dem durch das Messrohr strömenden Medium, wodurch eine deutlich genauere Detektion von

Temperaturänderungen im Medium möglich sind. Dies ist besonders vorteilhaft in Bezug auf die Anbringung hinter dem Druckmesswandler oder am Hohlraumkörper.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfasst der Temperatursensor einen Halbleiter-Temperatursensor, ein Thermoelement, einen Temperaturfühler mit Schwingquarz, einen pyroelektrischen Temperatursensor, ein Pyrometer oder einen Faseroptischen

Temperatursensor.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist der Elektrodenkopf eine dem

Messrohrinneren abgewandten Rückseite auf, in der eine zweite Vertiefung eingebracht ist, wobei der Temperatursensor in die zweite Vertiefung eingelassen ist.

Da sich typischerweise im Druckwirkkanal des Elektrodenkörpers nur eine geringe Menge an Medium befindet, ist es vorteilhaft, wenn der Temperatursensor zusätzlich mit einem weiteren Bauteil im Kontakt steht. Als besonders vorteilhaft hat sich dabei der

Elektrodenkopf herausgestellt, da dieser idealerweise durchgehend im Kontakt mit fließendem Medium steht. Das ist beim Elektrodenkörper nicht zwingend der Fall, da dieser auch mit teilgefüllter ersten Bohrung die Funktion des Wirkdruckkanals für die Beaufschlagung des Druckmesswandlers erfüllt. Luftblasen oder Lufteinschlüsse sind jedoch keine guten Wärmeleiter, somit kann es zu starken Abweichungen von der tatsächlichen Mediumstemperatur kommen. Bei der Anordnung des Temperatursensors am Elektrodenkopf wird dieses Problem umgangen. Eine Einkerbung bzw. eine

Vertiefung im Elektrodenkopf sorgt dafür, dass der Abstand des Temperatursensors zum Medium weiter sinkt und dass der Temperatursensor am Elektrodenkopf fixiert werden kann. Dies geschieht ohne Verluste der Dichtheit des Aufbaus und mit Erhalt von strömungsprofilspezifischen Eigenschaften des Elektrodenkopfes.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist der Elektrodenkopf eine Öffnung, insbesondere eine zweite Bohrung zum Führen einer Hülse auf, in der der

Temperatursensor eingebracht ist.

Hat das Elektrodenbauteil die Funktion einer Füllstandsüberwachungselektrode, so spielt das sich aus der Form des Elektrodenkopfes ergebende Strömungsprofil eine eher untergeordnete Rolle. Somit ergibt sich eine erfindungsgemäße Ausgestaltung, in der der Temperatursensor im direkten Kontakt mit dem Medium steht. Dafür weist der

Elektrodenkopf eine Öffnung bzw. eine zweite Bohrung auf, durch die eine einen

Temperatursensor umfassende Hülse, insbesondere eine Tauchhülse eingebracht ist.

Ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen magnetisch-induktiven

Durchflussmessgerätes umfasst die folgende Verfahrensschritte:

A Bereitstellen eines Messrohres, umfassend ein Rohr mit Liner;

B Einbringen einer Öffnung in das Rohr und in den Liner;

C Einführen des einen Thermosensor umfassenden Elektrodenkörpers in die

Öffnung;

F Fixieren des Elektrodenkörpers mittels einer Mutter;

G Stoffschlüssiges Verbinden eines einen Druckmesswandler umfassenden

Gehäuses mit einem ein Innengewinde umfassenden Hohlraumkörpers;

H Aufschrauben des Hohlraumkörpers auf das Gewinde des Elektrodenkörper;

J Umschließen der Elektrodenbaugruppe mit einer als Hohlzylinder ausgebildeten Isolierung und einem als Hohlzylinder ausgebildeten Spulenkerns;

K Aufstecken einer Spule auf den Spulenkern, die Isolierung und das

Elektrodenbaugruppe;

L Verbinden der Elektrodenbaugruppe mit einer Mess- und/oder Auswerteeinheit über eine Kontaktiervorrichtung;

N Verbinden des Thermosensors mit der Mess- und/oder Auswerteeinheit über das Anschlusskabel.

Das Verfahren kann weitere Verfahrensschritte umfassen:

D Abdichten der Öffnung und/oder Fixieren des Elektrodenkörpers mittels einer Isolierhülse, wobei die Isolierhülse eine Einkerbung für die Führung eines Anschlusskabels umfasst;

E Fixieren des Elektrodenkörpers an der Kontur;

I Aufstecken eines eine Öffnung umfassenden Polschuhs; und

M Aufstecken eines Leitblechs.

Das Verfahren ist jedoch nicht darauf beschränkt, die einzelnen Verfahrensschritte in der angegebenen Reihenfolge auszuführen.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 : eine Darstellung eines Rohrquerschnitts eines magnetisch-induktiven

Durchflussmessgerätes nach dem Stand der Technik;

Fig. 2: eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Elektrodenbaugruppe;

Fig. 3: eine Darstellung eines Längsschnittes eines erfindungsgemäßen magnetisch induktiven Durchflussmessgerätes;

Fig. 4: einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung in der ein

Temperatusensor am Elektrodenkörper anliegend angebracht ist;

Fig. 5: einen Querschnitt einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung in der der Temperatursensor in einer Vertiefung im Elektrodenkopf sitzt; und

Fig. 6: einen Querschnitt einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung in der der

Elektrodenkopf eine zweite Bohrung aufweist, durch die der Temperatursensor geführt ist.

Die Fig. 1 zeigt ein aus dem Stand der Technik bekanntes magnetisch-induktiven

Durchflussmessgerätes. Der Aufbau und das Messprinzip eines magnetisch-induktiven Durchflussmessgerätes sind grundsätzlich bekannt. Durch ein Messrohr (1 ) wird ein

Medium geleitet, das eine elektrische Leitfähigkeit aufweist. Eine magnetfelderzeugende Vorrichtung (7) ist so angebracht, dass sich die Magnetfeldlinien senkrecht zu einer durch die Messrohrachse definierten Längsrichtung orientieren. Als magnetfelderzeugende Vorrichtung (7) eignet sich vorzugsweise eine Sattelspule oder ein Polschuh (26) mit aufgesetzter Spule (23) und Spulenkern (24). Bei angelegtem Magnetfeld entsteht im Messrohr (1 ) eine durchflussabhängige Potentialverteilung, die mit zwei an der

Innenwand des Messrohres (1 ) angebrachten Messelektroden (3, 4) abgegriffen wird. In der Regel sind diese diametral angeordnet und bilden eine Elektrodenachse, die senkrecht zu den Magnetfeldlinien und der Längsachse des Rohres verläuft. Anhand der gemessenen Messspannung kann, unter Berücksichtigung der magnetischen Flussdichte, die Durchflussgeschwindigkeit und, unter Berücksichtigung der Rohrquerschnittsfläche, der Volumendurchfluss des Mediums bestimmt werden. Um das Ableiten der an den Messelektroden (3, 4) anliegenden Messspannung über das Rohr (8) zu verhindern, wird die Innenwand mit einem isolierenden Material beziehungsweise einem Kunststoff-Liner (2) ausgekleidet. Das durch eine magnetfelderzeugende Vorrichtung, beispielsweise

einen Elektromagneten, aufgebaute Magnetfeld wird durch einen mittels einer

Betriebseinheit getakteten Gleichstrom wechselnder Polarität erzeugt. Dies gewährleistet einen stabilen Nullpunkt und macht die Messung unempfindlich gegenüber Einflüssen durch Mehrphasenstoffe, Inhomogenitäten im Medium oder geringer Leitfähigkeit. Eine Messeinheit liest die an den Messelektroden (3, 4) anliegende Spannung aus und gibt die Durchflussgeschwindigkeit und/oder den mittels einer Auswerteeinheit errechneten Volumendurchfluss des Mediums aus. Handelsübliche magnetisch-induktive

Durchflussmessgeräte weisen zusätzlich zu den Messelektroden (3, 4) zwei weitere Elektroden (5, 6) auf. Zum einen dient eine Füllstandsüberwachungselektrode (5), die optimalerweise am höchsten Punkt im Rohr (8) angebracht ist und nur einen minimalen Abstand zur Rohrinnenwandung aufweist, dazu, eine Teilbefüllung des Messrohres (1 ) zu detektieren, diese Information an den Nutzer weiterzuleiten und/oder den Füllstand bei der Ermittlung des Volumendurchflusses zu berücksichtigen. Desweiteren dient eine Bezugselektrode (6), die üblicherweise diametral zur Füllstandsüberwachungselektrode (5) angebracht ist, dazu eine ausreichende Erdung des Mediums zu gewährleisten.

Wie in Fig. 2 dargestellt, ist der Druckmesswandler (12) ein Teil der Elektrodenbaugruppe

(10), die zusätzlich zumindest einen Elektrodenkörper (1 1 ) umfasst. Der

Druckmesswandler (12) ist dabei in einem Gehäuse (16) untergebracht, das leitfähig ist und somit einen elektrischen Kontakt zwischen Elektrodenkörper (1 1 ) und einer an den Druckmesswandler (12) endständig angebrachten Kontaktiervorrichtung (18) herstellt. Somit steht die gesamte Elektrodenbaugruppe (10) in einem galvanischen Kontakt mit dem Medium. In einer Weiterbildung bildet ein Hohlraumkörper (14) einen Hohlraum (19) zwischen dem Druckmesswandler (12) und dem Elektrodenkörper (1 1 ) bzw. dem

Ausgang der ersten Bohrung (15), welche als Wirkdruckkanal ausgebildet ist. Somit wird der auf die Stirnfläche des Elektrodenkörpers (1 1 ) wirkende Mediumdruck über den Wirkdruckkanal zur Messmembrane (13) geleitet, wo er detektiert wird. Weiterhin ist das Gehäuse (16) stoffschlüssig mit dem Hohlraumkörper (14) verbunden. Der

Elektrodenkörper (1 1 ) weist einen Elektrodenkopf (17) auf, wobei der Elektrodenkopf (17) eine Kontur aufweist. Die Kontaktiervorrichtung (18) dient zum Abgreifen des in ein elektrisches bzw. digitales Signal umgewandelten Mediumdruckes mit einer Mess-und/oder Auswerteeinheit (9). Dabei umfasst die Kontaktiervorrichtung (18) mindestens einen Pin, der in einem elektrischen Kontakt mit dem Gehäuse (16) und somit mit den Elektrodenkörper (1 1 ) steht. Der Hohlraumkörper (14) ist dermaßen ausgebildet, dass er zum Einen einen Hohlraum (12) zwischen Messmembrane (13) und Elektrodenkörper

(1 1 ) formt und zum Anderen den Elektrodenkörper (1 1 ) in dem Maße abdichtet, dass das durch den Wirkdruckkanal fließende Medium nicht über die Kontaktfläche austreten kann. Der Elektrodenkörper (1 1 ) weist ein Gewinde auf, das dazu dient den Elektrodenkörper (1 1 ) an dem Messrohr (1 ) zu befestigen und den ein Innengewinde aufweisenden Hohlraumkörper (14) anzuschließen.

Das in Fig. 3 dargestellte magnetisch-induktive Durchflussmessgerät weist eine

Elektrodenbaugruppe (10) auf, die einen stiftförmigen Elektrodenkörper (1 1 ) mit einem eine Kontur (20) aufweisenden Elektrodenkopf (17), eine Isolierhülse (21 ), eine Mutter (22), einen Hohlraumkörper (14) und einen Druckmesswandler (12) umfasst. Der Elektrodenkörper (1 1 ) weist ein Gewinde auf, das zum Einen zur Befestigung des

Elektrodenkörpers (1 1 ) an das Messrohr (1 ) mit einer Mutter (22) dient und zum Anderen zum Ankoppeln des Hohlraumkörpers (14) und/oder Druckmesswandlers (12) dient. Für das Anbringen der Elektrodenbaugruppe (10) in das Messrohr (1 ) wird der

Elektrodenkörper (1 1 ) durch eine in das Rohr (8) und Liner (2) eingearbeitete Öffnung durchgeführt und mit einer Isolierhülse (21 ) und einer Mutter (22) aussenseitig vom Rohr fixiert. Der Hohraumkörper (14) weist ein Innengewinde auf, dadurch kann der

Hohlraumkörper (14) mit dem formschlüssig verbundenen Druckmesswandler (12) auf das Gewinde des Elektrodenkörpers (1 1 ) aufgeschraubt werden. Der Hohlraumkörper (14) ist ausgebildet einen dichten Kontakt zum Elektrodenkörper (1 1 ) herzustellen, so dass das durch die erste Bohrung (15) fließende Medium nicht an der Kontaktstelle der beiden Bauteile austreten kann. Die Dichtung ist bevorzugt als Kegeldichtung

ausgebildet. Die in der Fig. 3 dargestellte Elektrodenbaugruppe (10) ist als

Füllstandsüberwachungselektrode (5) ausgebildet und im Innern einer Spule (23), insbesondere im Innern eines Spulenkerns (24), angeordnet. Für diese Weiterbildung ist es notwendig den Spulenkern (24) als Hohlzylinder auszubilden und die

Elektrodenbaugruppe (10) elektrisch von der magnetfelderzeugenden Vorrichtung (7), insbesondere der Spule (23) und dem Spulenkern (24) zu isolieren. Die Isolierung (25) kann durch ein Beschichten der Innenseite des Spulenkerns (24) mit einem elektrisch isolierenden Material oder dem Einführen eines elektrisch isolierenden Hohlzylinders zwischen Spulenkern (24) und Elektrodenbaugruppe (10) realisiert sein.

Die Fig. 4 zeigt zusätzlich zu den in Fig. 3 abgebildeten Merkmalen einen

Temperatursensor (28). Dieser ist an dem Elektrodenkörper (1 1 ) anliegend angebracht. Die Spitze des Temperatursensors (28) hat zusätzlich Kontakt zur Rückseite des Elektrodenkopfes (17). Desweiteren weist der Elektrodenkörper (1 1 ) zwei Bereiche (I, II) mit unterschiedlichen Wandstärken auf. In dem Bereich (I) mit der geringeren Wandstärke befindet sich der Temperatursensor (28). Dieser ist an der Außenwandung des

Elektrodenkörpers (1 1 ) anliegend angebracht. Desweiteren weist der Elektrodenkörper (1 1 ) einen Übergangsbereich auf, in dem die Wandstärke vom ersten Bereich (I) gradiell zunimmt bis sie die Wandstärke des zweiten Bereichs (II) erreicht hat. Dadurch kann eine Beschädigung des elektrischen Anschlusses (33) vermieden werden.

Der in Fig. 5 gezeigte Elektrodenkopf (17) weist an der Rückseite (31 ) eine Vertiefung (29) auf, in der der Temperatursensor (28) eingesetzt ist. Somit weist der

Temperatursensor (28) einer erste Kontaktfläche, die im Kontakt mit der Außenwandung des Elektrodenkörpers (1 1 ) steht und eine zweite Kontaktfläche, die im Kontakt mit der Rückseite des Elektrodenkopfes (17) steht, auf. In der Fig. 5 ist der Temperatursensor (28) teilweise in die eingebrachte Vertiefung versenkt.

Die in Fig. 6 abgebildete Elektrodenbaugruppe (10) unterscheidet sich von der in Fig. 5 abgebildeten Elektrodenbaugruppe (10) darin, dass der Elektrodenkopf (17) eine Öffnung oder Lochung, insbesondere eine zweite Bohrung (30) aufweist in die eine Hülse, insbesondere eine Tauchhülse (32) eingesetzt ist, die einen Temperatursensor (28) zum Messen der Mediumstemperatur aufweist.

Die Fig. 4 bis Fig. 6 zeigen alle jeweils eine Isolierhülse (21 ), die einen Schlitz aufweist, zur Durchführung des elektrischen Anschlusses (33) des Temperatursensors (28).

Bezugszeichenliste

1 Messrohr

2 Liner

3 erste Messelektrode

4 zweite Messelektrode

5 Füllstandsüberwachungselektrode

6 Bezugselektrode

7 magnetfelderzeugende Vorrichtung

8 Rohr

9 Mess-, Betriebs- und/oder Auswerteeinheit

10 Elektrodenbaugruppe

1 1 Elektrodenkörper

12 Druckmesswandler

13 Messmembrane

14 Hohlraumkörper

15 erste Bohrung

16 Gehäuse

17 Elektrodenkopf

18 Kontaktiervorrichtung

19 Hohlraum

20 Kontur

21 Isolierhülse

22 Mutter

23 Spule

24 Spulenkern

25 Isolierung

26 Polschuh

27 Leitblech

28 Temperatursensor

29 Vertiefung

30 zweite Bohrung

31 Rückseite Elektrodenkopf

32 Hülse

33 elektrischer Anschluss

I erste Bereich

II zweite Bereich