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1. WO2020109463 - AIRBAG MODULE AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Airbagmodul und Verfahren zu seiner Herstellung

Die Erfindung betrifft ein Airbagmodul nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 . Daneben betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Airbagmoduls.

Zur Verbesserung des Insassenschutzes sowie des Schutzes von Passanten werden in vielen Fahrzeugen, insbesondere in landgebundenen Kraftfahrzeugen,

Rückhalteeinrichtungen mit aufblasbaren Gassäcken eingesetzt. Solche Airbagmodule werden für einzelne Insassen oder für mehrere Insassen zur Abmilderung von Kräften konfiguriert, die meist von außen auf das Kraftfahrzeug einwirken bzw. einwirken zu drohen. Je nach Einwirkungsrichtung unterscheidet man zwischen Frontalaufprallschutzeinrichtungen (z.B. Fahrerairbagmodul, Beifahrerairbagmodul, Knieairbagmodul),

Seitenaufprallschutzeinrichtungen (z.B. Thoraxairbagmodul, Curtainairbagmodul) und Heckaufprallschutzeinrichtungen. Daneben finden auch weitere Airbagmodule im

Fahrzeuginnenraum (z.B. Interaktionsairbagmodul, Rücksitzinsassenmodul, aufblasbarer Gurt) sowie außerhalb des Fahrzeuginnenraums angeordnete, aufblasbare

Aufprallschutzeinrichtungen Anwendung. Die Erfindung betrifft all diese Airbagmodule.

In der WO 2004/0941 198 A1 ist beispielsweise beschrieben, einen Gassack, der für ein Curtainairbagmodul bestimmt ist, zunächst soweit einzurollen, dass nur noch die

Befestigungslaschen herausragen, und sodann die Rolle mittels eines Rundstabes oder einer Platte parallel zur Richtung der Befestigungslaschen einzustülpen, um eine nach oben offene, C-förmige Form zu erhalten, die dann mittels einer Umhüllung fixiert wird.

Ein Curtainairbagmodul mit einem derart vorbereiteten Gassack ist jedoch für manche Fahrzeuge weniger geeignet, da die nach oben gerichtete Einstülpung das

Entfaltungsverhalten im Auslösefall ungewollt beeinflussen kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Airbagmodul zu schaffen, das ein verbessertes Entfaltungsverhalten aufweist. Daneben soll ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Airbagmoduls angegeben werden.

Für ein Airbagmodul der eingangs genannten Art wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.

Demzufolge schafft die Erfindung ein Airbagmodul mit einem aufblasbaren Gassack, einem Gasgenerator zum Aufblasen des Gassackes und mit einer Mehrzahl von

Befestigungseinrichtungen zur Anbringung des Airbagmoduls an einem Fahrzeug, wobei der Gassack in einer gedachten Querschnittsebene EQ quer zu seiner Längserstreckung L eine C-förmige Gestaltung mit zwei nebeneinander liegenden Schenkeln aufweist.

Erfindungsgemäß ist das Airbagmodul so ausgebildet, dass in einer Einbausituation des Gassackes eine zwischen den beiden Schenkeln definierte Mittelebene EM eine sich durch die Längserstreckung L des Gassackes ersteckende, Vertikalebene EV schneidet.

Indem also der Gassack so gestaltet ist, dass die Orientierung der C-förmigen Gestaltung seitlich nach innen oder nach außen, horizontal oder diagonal angeordnet ist, kann insbesondere das primäre Aufblasverhalten, insbesondere die initiale und die primäre Ausbreitungsrichtung des Gassackes auf die fahrzeugspezifischen Bedürfnisse angepasst werden.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Airbagmodul so ausgebildet, dass der aufblasbare Gassack entlang seiner Längserstreckung L eine Mehrzahl von zu einander parallelen Querschnittsebenen EQ, EQ aufweist, wobei eine, durch die in einer ersten Querschnittsebene EQ nebeneinander liegenden Schenkel definierte, erste Mittelebene EM eine, durch die in einer zweiten Querschnittsebene EQ nebeneinander liegenden Schenkel definierte, zweite Mittelebene EM schneidet.

Indem also der Gassack so gestaltet ist, dass die Orientierung der C-förmigen Gestaltung an verschiedenen Stellen entlang seiner Längserstreckung verschieden (seitlich nach innen oder nach außen, nach oben oder nach unten, horizontal, vertikal oder diagonal angeordnet) ist, kann insbesondere das primäre Aufblasverhalten, insbesondere die initiale und die primäre Ausbreitungsrichtung des Gassackes auf die fahrzeugspezifischen Bedürfnisse angepasst werden. So kann beispielsweise die offene Seite der C-förmigen Gestaltung am vorderen Ende des Gassackes zur Karosserie hin, in einem mittleren Abschnitt

beispielsweise nach innen (von der Karosserie weg) und in einem hinteren Bereich nach schräg außen und schräg unten weisen. Das individuale Aufblasverhalten kann

erfindungsgemäß also über die Länge des Gassackes unterschiedlich ausgebildet werden. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Airbagmodul so ausgebildet, dass benachbart zu zumindest einem der nebeneinander liegenden Schenkel und/oder zu einem diese verbindenden Abschnitt der C-förmigen Gestaltung ein weiterer Abschnitt des

Gassackes angeordnet ist.

Indem also der Gassack so gestaltet ist, dass zusätzlich zu dem C-förmigen gestalteten Bereich des Gassackes ein weiterer ggf. auch anders gestalteter Bereich vorgesehen ist, kann auch das sekundäre Aufblasverhalten, insbesondere die während des Aufblasens spätere Ausbreitungsrichtung des Gassackes auf die fahrzeugspezifischen Bedürfnisse angepasst werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Gassack in Richtung seiner Längserstreckung L innerhalb seiner C-förmigen Gestaltung gerollt und/ oder zig-zag gefaltet.

Auch ist bevorzugt, dass der Gassack in Richtung seiner Längserstreckung L im Bereich seines weiteren Abschnittes gerollt und/ oder zig-zag gefaltet ist.

Hierdurch kann das Aufblasverhalten weiter an die jeweiligen Fahrzeugverhältnisse angepasst bzw. verbessert werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Gassack entlang seiner Längserstreckung L eine Mehrzahl von Befestigungslaschen zur Aufnahme von Befestigungseinrichtungen zur Anbringung des Airbagmoduls an einem Fahrzeug auf. Hierbei ist der Gassack vorzugsweise derart gestaltet, dass die Befestigungslaschen in einer Einbausituation des Gassackes im Wesentlichen parallel zur Vertikalebene EV angeordnet. Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung können sich die Befestigungslaschen von dem ersten Schenkel erstrecken.

Alternativ können die Befestigungslaschen von dem verbindenden Abschnitt erstrecken.

In einer weiteren Alternative können sich die Befestigungslaschen von dem weiteren Abschnitt erstrecken.

Auch durch jedes dieser Merkmale kann das Aufblasverhalten weiter an die jeweiligen Fahrzeugverhältnisse angepasst bzw. verbessert werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der Gassack entlang seiner Längserstreckung L eine Mehrzahl von Längsabschnitten aufweist und derart in dem Airbagmodul angeordnet ist, dass eine erste offene Seite einer ersten C-förmigen Gestaltung in einem ersten Längsabschnitt, insbesondere in einer Einbausituation des Gassackes, so positionierbar bzw. positioniert ist, dass sie in eine andere Richtung weist, als eine andere offene Seite einer anderen C-förmigen Gestaltung in einem anderen

Längsabschnitt des Gassackes.

Je nach beabsichtigtem Einsatz- und Schutzzweck kann es sich bei jeder der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung um eines der folgenden Airbagmodule handeln:

Frontalaufprallschutzeinrichtung, insbesondere Fahrerairbagmodul, Beifahrerairbagmodul oder Knieairbagmodul, Seitenaufprallschutzeinrichtung, insbesondere Thoraxairbagmodul oder Curtainairbagmodul, Heckaufprallschutzeinrichtung, Interaktionsairbagmodul,

Schrägaufprallmodul Rücksitzinsassenmodul, aufblasbarer Gurt, aufblasbare

Außenaufprallschutzeinrichtung

Bei jeder der erfindungsgemäßen Ausführungsformen ist weiterhin bevorzugt, dass der Gassack entlang seiner Längserstreckung L eine Mehrzahl von voneinander beabstandeten,

ringförmig den Gassack umgebenden, insbesondere bandartigen, Halteelementen aufweist, die ausgebildet sind, den Gassack in seinem zur Montage am Kraftfahrzeug vorgesehenen Gestaltung zu bewahren.

Grundsätzlich ist bei jeder der beschriebenen Ausführungsformen festzuhalten, dass die C-förmige Gestaltung, insbesondere in Verbindung mit den bandartigen Halteelementen, z.B. ringförmigen Klebestreifen, die Tendenz des Gassackes, sich um seine Längserstreckung zu verdrehen bzw. verdreht zu werden, um bis zu 50% reduziert. Darüber hinaus weist der Gassack bei solcher Verdrehung eine Tendenz zur Rückkehr in die ursprüngliche Lage auf, weshalb zusätzliche Anti-Rotationseinrichtungen, z.B.„anti-twist Straps“ entbehrlich werden. Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist somit die Verwendung eines Gassackes mit einer C-förmigen Gestaltung mit zwei nebeneinander liegenden Schenkeln von Gassackmaterial, zur Schaffung eines Gassackmoduls mit erhöhtem Verdrehwiderstand.

Hierbei weist ein erfindungsgemäßes Airbagmodul einen aufblasbaren Gassack, einen Gasgenerator zum Aufblasen des Gassackes und eine Mehrzahl von

Befestigungseinrichtungen zur Anbringung des Airbagmoduls an einem Fahrzeug auf, wobei der Gassack in einer gedachten Querschnittsebene EQ quer zu seiner Längserstreckung L eine C-förmige Gestaltung mit zwei nebeneinander angeordneten Schenkeln aufweist, die vorzugsweise mit den bandartigen Halteelementen fixiert sind.

Durch die Verwendung eines solchen Airbagmoduls wird die Montage des Gassackmoduls im Fahrzeugkörper erheblich sicherer gemacht, da ein unbeabsichtigtes Verdrehen des Gassackes während der Montage quasi ausgeschlossen wird.

Hinsichtlich eines ersten Verfahrensaspektes, der der Erfindung wird die zuvor angegebene Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Airbagmoduls, insbesondere eines Airbagmoduls der zuvor beschriebenen Art, bei dem ein Gassack, insbesondere quer zu seiner Längserstreckung LR zu einem langgestreckten Paket gerollt und/ oder gefaltet wird. In einem weiteren Schritt werden seitliche Ränder des Paketes zumindest abschnittsweise zu einander gebracht und (vorzugsweise) fixiert.

Der Gassack wird somit so behandelt, dass er in einer gedachten Querschnittsebene EQ quer zu seiner Längserstreckung L eine C-förmige Gestaltung mit zwei nebeneinander liegenden Schenkeln aufweist.

In einem weiteren Schritt wird der Gassack relativ zu einem Gasgenerator des Airbagmoduls derart angeordnet bzw. ausgerichtet, dass in einer Einbausituation des Gassackes eine zwischen den beiden Schenkeln definierte Mittelebene EM eine sich durch die

Längserstreckung L des Gassackes ersteckende, Vertikalebene EV schneidet.

Gemäß einem weiteren Verfahrensaspekt der Erfindung wird die zuvor beschriebene Aufgebe erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Airbagmoduls, insbesondere eines Airbagmoduls der zuvor beschriebenen Art, bei dem ein Gassack, insbesondere quer zu seiner Längserstreckung LR zu einem langgestreckten Paket gerollt und/ oder gefaltet wird, und bei dem sodann seitliche Ränder des Paketes zumindest abschnittsweise zu einander gebracht und (vorzugsweise) fixiert werden, so dass der Gassack in einer gedachten Querschnittsebene EQ quer zu seiner Längserstreckung L eine C-förmige Gestaltung mit zwei nebeneinander liegenden Schenkeln , aufweist, wobei der aufblasbare Gassack entlang seiner Längserstreckung L eine Mehrzahl von zu einander parallelen Querschnittsebenen EQ, EQ aufweist, und wobei eine, durch die in einer ersten Querschnittsebene EQ nebeneinander liegenden Schenkel definierte, erste Mittelebene EM eine, durch die in einer zweiten Querschnittsebene EQ nebeneinander liegenden Schenkel definierte, zweite Mittelebene EM schneidet.

Schließlich, gemäß einem weiteren Verfahrensaspekt der Erfindung wird die zuvor beschriebene Aufgebe erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Airbagmoduls, insbesondere eines Airbagmoduls der zuvor beschriebenen Art, bei dem ein Gassack, insbesondere quer zu seiner Längserstreckung LR zu einem langgestreckten Paket gerollt und/ oder gefaltet wird, und bei dem sodann seitliche Ränder des Paketes zumindest abschnittsweise zu einander gebracht und (vorzugsweise) fixiert werden, so dass der Gassack in einer gedachte Querschnittsebene EQ quer zu seiner Längserstreckung L eine C-förmige Gestaltung mit zwei nebeneinander liegenden Schenkeln aufweist.

In einem gesonderten Schritt wird benachbart zu zumindest einem der nebeneinander liegenden Schenkel und/oder zu einem diese Schenkel verbindenden Abschnitt der C-förmigen Gestaltung ein weiterer Abschnitt des Gassackes angeordnet.

Vorzugsweise wird dieser weitere Abschnitt des Gassackes separat von der C-förmigen Gestaltung des Gassackes gerollt und/ oder zig-zag gefaltet.

Hinsichtlich der zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren sind vorzugsweise Schritte vorgesehen, bei denen:

der Gassack in Richtung seiner Längserstreckung L innerhalb seiner C-förmigen Gestaltung gerollt und/ oder zig-zag gefaltet wird, und/ oder der Gassack in Richtung seiner

Längserstreckung L im Bereich seines weiteren Abschnittes gerollt und/ oder zig-zag gefaltet ist.

Gemäß einem weiteren bevorzugten Schritt wird ein Gassackzuschnitt verwendet, der entlang seiner Längserstreckung L eine Mehrzahl von Befestigungslaschen zur Aufnahme von Befestigungseinrichtungen zur Anbringung des Airbagmoduls an einem Fahrzeug

aufweist. Alternativ können diese Befestigungslaschen auch nachtäglich an dem Gassackzuschnitt angebracht werden.

Gemäß einem weiteren bevorzugten Schritt wird der Gassack derart gestaltet, dass die Befestigungslaschen in einer Einbausituation des Gassackes im Wesentlichen parallel zur Vertikalebene EV angeordnet sind.

Gemäß einem anderen bevorzugten Schritt wird der Gassack so ausgebildet, dass sich die Befestigungslaschen von dem ersten Schenkel erstrecken. Alternativ können sich die Befestigungslaschen von dem verbindenden Abschnitt erstrecken. In einer weiteren

Alternative können sich die Befestigungslaschen von dem weiteren Abschnitt erstrecken. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass der Gassack so geformt, insbesondere gerollt und/ oder gefaltet wird, dass er entlang seiner Längserstreckung L eine Mehrzahl von Längsabschnitten aufweist und derart in dem Airbagmodul angeordnet wird, dass eine erste offene Seite einer ersten C-förmigen Gestaltung in einem ersten Längsabschnitt insbesondere in einer Einbausituation des Gassackes, so positionierbar bzw. positioniert ist, dass sie in eine andere Richtung weist, als eine andere offene Seite einer anderen C-förmigen Gestaltung in einem anderen Längsabschnitt des Gassackes.

Weiterhin ist bevorzugt, dass der Gassack entlang seiner Längserstreckung L mit einer Mehrzahl von voneinander beabstandeten, ringförmig den Gassack umgebenden, insbesondere bandartigen, Halteelementen versehen wird, die ausgebildet sind, den

Gassack in seinem zur Montage am Kraftfahrzeug vorgesehenen Gestaltung zu bewahren. Alternativ kann der Gassack bzw. wesentliche Bereiche davon auch mit einem

Montageschlauch umgeben werden.

Die Vorteile und Wirkungen der zuvor beschriebenen Verfahren bzw. Verfahrensvarianten und Verfahrensschritte entsprechen den Vorteilen Wirkungen der zuvor beschriebenen Airbagmodule und ihren jeweiligen Ausführungsformen.

Im Folgenden wird die Erfindung mit weiteren Einzelheiten anhand bevorzugter

Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

Figur 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen

Airbagmoduls,

Figur 2 eine Querschnittsansicht des in Figur 1 gezeigten Airbagmoduls in einer

ersten Ausführungsvariante,

Figur 3 eine Querschnittsansicht des in Figur 1 gezeigten Airbagmoduls in einer

zweiten Ausführungsvariante,

Figuren 4a-c Querschnittsansichten des in Figur 1 gezeigten Airbagmoduls durch

verschiedene Längsabschnitte entlang seiner Längserstreckung, und

Figuren 5a-e Ansichten einzelner Schritte des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens.

Auch wenn die Erfindung auf alle zuvor beschriebenen Arten von Gassäcken bzw.

Airbagmodulen anwendbar ist, wird sie zum besseren Verständnis im Folgenden anhand eines Curtainairbagmoduls näher erläutert:

In Figur 1 ist eine Seitenansicht erster Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Airbagmoduls 1 am Beispiel eines Curtainairbagmoduls in seiner Einbausituation in einer Fahrzeugkarosserie 100. Das Airbagmodul umfasst einen aufblasbaren Gassack 10, einen Gasgenerator 20 zum Aufblasen des Gassackes 10 und eine Mehrzahl von

Befestigungseinrichtungen 30 zur Anbringung des Airbagmoduls an der Innenseite des Fahrzeugs, hier am Dachrahmen 105 oberhalb der Seitenfenster 1 15. Das Airbagmodul 1 erstreckt sich von der A-Säule 1 10 über die B-Säule 120 hinweg bis zur C- (oder D-) Säule 130.

Figur 2 zeigt eine Schnittansicht durch das Airbagmodul 1 in seiner Einbausituation

(eingebaut im Ruhezustand vor Aktivierung bzw. im Zustand, in das Fahrzeug eingebaut zu werden) in einer gedachten Querschnittsebene EQ3 quer zu einer Längserstreckung L des Gassackes, die in Fig. 1 strichliert eingezeichnet ist. Wie dargestellt, weist der Gassack eine C-förmige Gestaltung 1 1 mit zwei nebeneinander liegenden Schenkeln 12, 14 auf. Unter dem Begriff„Gestaltung“ wird eine„Roll“-Faltung oder eine„Zig-zag-Faltung“ oder eine Kombination dieser Faltungsvarianten verstanden. Zum Erlangen einer C-förmigen

Gestaltung 1 1 wird der aufgerollte („roll-gefaltete“) oder zig-zag-gefaltete Abschnitt eines aus Gassackzuschnitten zusammengenähten bzw. einstückig gewebten Gassackrohlings (OPW) von einer Seite mit einer stab- oder plattenförmigen Vorrichtung V (in Fig. 2 gepunktet angedeutet) eingedrückt. Hierdurch entstehen zwei Schenkel 12, 14 aus dem so gefalteten Gassackrohling, die sodann aneinander bzw. aufeinander gelegt werden, dass sie in dieselbe Richtung zeigen. Die Seite der C-förmigen Gestaltung, auf der sich die freien Enden der Schenkel 12, 14 befinden, wird als„offene Seite“ 13 bezeichnet. Der auf der gegenüber der offenen Seite liegende die beiden Schenkel 12, 14 verbindente Teil der C-förmigen Gestaltung 1 1 wird als verbindender Abschnitt 16 bezeichnet.

Zwischen den beiden Schenkeln 12, 14 wird ein Mittelebene EM definiert. Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung schneidet die Mittelebene EM eine sich durch die Längserstreckung L des Gassackes 10 ersteckende, Vertikalebene EV in der in Figur 2 gezeigten Querschnittsebene EQ (EQ3).

Insbesondere umfasst die C-förmige Gestaltung 1 1 zumindest drei (wie in der Figur 3 gezeigt), vorzugsweise vier oder mehr vollständige Windungen des Gassackrohlings.

Die Darstellung der Figur 3 entspricht im Wesentlichen der Figur 2, zeigt jedoch einen Gassack 10, dessen C-förmige Gestaltung 1 1 aus einem zig-zag gefalteten Abschnitt geformt ist. Denkbar ist auch eine Kombination einer Rollfaltung und einer zig-zag Faltung. Insbesondere umfasst die C-förmige Gestaltung 1 1 zumindest drei, vorzugsweise vier (wie in der Figur 3 gezeigt) oder mehr Faltlagen. Eine Faltlage besteht hierbei aus einer vor und einer wieder zurückgelegten Bahn des Gassackrohlings (also zwei Lagen von zwei aufeinanderliegenden bzw. zusammengewebten Stoffbahnen).

Bei allen beschriebenen Ausführungsformen kann die äußere Form der C-förmige

Gestaltung 1 1 in ihrem Querschnitt rund, oval, halbrund, rechteckig, quadratisch geformt oder in anderer Form and die Bauraumverhältnisse der Fahrzeugkarosserie 100 angepasst gestaltet werden bzw. sein.

Hierzu wird vor oder beim Eindrücken des aufgerollten („roll-gefalteten“) und/ oder zig-zag-gefalteten Abschnittes des Gassackrohlings dieser in eine entsprechende Form mit gewünschter Außenkontur gedrückt. Die Formgebung kann entlang der Längserstreckung des Gassackes 10 unterschiedlich sein, um den Gassack 10 an die unterschiedlichen Platzverhältnisse an den jeweiligen Stellen der Karosserie 100 anpassen zu können.

Bei dem Airbagmodul 1 gemäß der Figuren 2 und 3 weist der Gassack 10 gemäß eines bevorzugten Aspektes der Erfindung, zusätzlich zu der C-förmigen Gestaltung 1 1 einen weiteren Abschnitt 18 auf.

Dieser weitere Abschnitt 18 kann ebenfalls aufgerollt („roll-gefaltet“) oder zig-zag-gefaltet sein. Insbesondere umfasst der weitere Abschnitt 18 zumindest zwei (wie in den Figuren 2 und 3 gezeigt), vorzugsweise drei oder vier, Faltlagen. Eine Faltlage besteht hierbei aus einer vor und einer wieder zurückgelegten Gassacklage (also zwei Schichten von zwei aufeinanderliegenden bzw. zusammengewebten Stoffbahnen).

Der weitere Abschnitt 18 kann benachbart zu zumindest einem der nebeneinander liegenden Schenkel 12, 14 und/oder zu dem diese verbindenden Abschnitt 16 der des Gassackes 10 angeordnet sein.

Der weitere Abschnitt 18 kann sich unmittelbar an einem der nebeneinander liegenden Schenkel 12, 14 oder an den diese verbindenden Abschnitt 16 und/ oder an eine oberen Rand 17 des Gassackes 10 anschließen, an dem die zuvor erwähnten

Befestigungseinrichtungen 30 des Airbagmoduls 1 angeordnet sind.

Auch kann der (und/oder ein zweiter) weitere Abschnitt unterhalb, also entfernt von dem oberen Rand 17, an der C-förmigen Gestaltung 1 1 ausgebildet sein und somit einen unteren Rand des Gassackes umfassen.

Wie in Figur 1 dargestellt, kann das Airbagmodul 1 einen Gassack 10 mit mehreren

Längsabschnitten L1 , L2, L3 aufweisen. In jeder dieser Längsabschnitte ist eine zugehörige (zu einander parallele) Querschnittsebene EQ1 , EQ2, EQ3 definiert. Gemäß der Erfindung schneidet bzw. kreuzt eine, durch die in einer ersten Querschnittsebene EQ1 nebeneinander liegenden Schenkel 12-1 , 14-1 definierte, erste Mittelebene EM1 eine, durch die in einer zweiten Querschnittsebene EQ2 nebeneinander liegenden Schenkel 12-2, 14-2 definierte, zweite Mittelebene EM2. Zum besseren Verständnis sind in den Figuren 4a -c Ansichten der jeweiligen Querschnittsebenen EQ1 , EQ2, EQ3 (Zeichnungsebene) durch den Gassack 10 und insbesondere durch seine C-förmige Gestaltung dargestellt. Die jeweiligen Mittelebenen EQ1 , EQ2, EQ3 erstecken sich senkrecht zur Zeichnungsebene und sind folglich als Linien dargestellt, die zwischen den jeweiligen Schenkeln 12-i, 14-i des quer geschnittenen

Gassackes 10 positioniert sind. Es ist ersichtlich, dass die Richtungen der jeweiligen

Mittelebenen (und somit die Orientierung der offenen Seite 13i der C-förmigen Gestaltungen 1 1 i in den einzelnen Längsabschnitten Li individuell ausgerichtet sind. Legt man die drei Figuren 4a-c übereinander, so erkennt man deutlich die Kreuzung der Ebenen EM1 -3 untereinander. Im dargestellten Beispiel führt dies zu den folgenden Entfaltungsverhalten der jeweiligen Abschnitte Li des Gassackes 10:

Bei der in Fig. 4a gezeigten Anordnung zeigt die offene Seite 13 schräg abwärts nach außen, was zu einer mehr nach außen gerichteten Entfaltung des Gassackes 10 führt. Bei der in Fig. 4b gezeigten Anordnung zeigt die offene Seite 13 vertikal nach unten, was zu einer (normalen) Entfaltung des Gassackes 10 nach unten führt. Bei der in Fig. 4c gezeigten Anordnung zeigt die offene Seite 13 schräg abwärts nach innen, was zu einer mehr nach innen gerichteten Entfaltung des Gassackes 10 führt.

Natürlich können entlang der Längserstreckung L des Gassackes auch weniger oder mehr als drei Längsabschnitte Li vorgesehen sein. Ebenso ist es möglich, die jeweilige

Orientierung der offenen Seite 13 der C-förmigen Gestaltung 1 1 in verschiedenen

(benachbarten oder voneinander beabstandeten) Längsabschnitten Li, Lj gleich auszubilden. In Figur 1 ist ferner dargestellt, dass der Gassack 10 entlang seiner Längserstreckung L eine Mehrzahl von Befestigungslaschen 22 zur Aufnahme von Befestigungseinrichtungen 30, insbesondere Befestigungsclips oder -schrauben zur Anbringung des Airbagmoduls 1 an einem Fahrzeug aufweist. Die Orientierung der Befestigungslaschen 22 ist in einer definierten Einbausituation des Gassackes 10 im Wesentlichen parallel zur einer (in den Figuren 2, 3 gezeigten) Vertikalebene EV des Kraftfahrzeuges.

Je nach Ausführung des Gassackes können sich die Befestigungslaschen 22 von dem ersten Schenkel 12, von dem zweiten Schenkel 14, von dem verbindenden Abschnitt 16 oder von dem weiteren Abschnitt 18 erstrecken.

Um den fertig gefalteten und mit Gasgenerator 20 zu einem Airbagmodul verbundenen Gassack 10 in seiner zur Montage am Kraftfahrzeug vorgesehenen Gestaltung zu bewahren, sind entlang seiner Längserstreckung L eine Mehrzahl von voneinander beabstandeten, ringförmig den Gassack 10 umgebende, insbesondere bandartige, Halteelemente 19 vorgesehen. Einige dieser sind schematisch in Figur 1 gezeigt. Auch, wenn alternativ ein Montageschlauch denkbar wäre, weist jedoch die Anbringung getrennter Halteelemente, z.B. mit Sollbruchstellen versehener (Klebe-)Bänder den Vorteil auf, dass die einzelnen unterschiedlich gefalteten Bereiche des den Gassack (10) individuell und auf Dauer in Form zu halten.

Unter Bezugnahme auf Figuren 5a-e wird im Folgenden die Herstellung eines

erfindungsgemäßen Airbagmoduls 1 erläutert:

Zunächst wird ein vernähter Gassackzuschnitt bzw. ein einstückig gewebter Gassack (OPW) als„Gassackrohling 10a“ flach bereitgestellt. Er wird in zumindest einen ein ersten (z.B. unterhalb einer Bereichstrennlinie BTL definierten) Bereichsabschnitt BC und in zumindest einen zweiten (z.B. oberhalb der Bereichstrennlinie BTL1 definierten Bereichsabschnitt BW eingeteilt.

In einem weiteren, in Fig. 5b skizzierten Schritt wird der erste (z.B. untere) Bereichsabschnitt BC des Gassackrohlings 10a quer zu seiner Längserstreckung L zu einem langgestreckten Paket gerollt und/ oder gefaltet.

In einem weiteren, in Fig. 5c skizzierten Schritt werden seitliche Ränder 12‘, 14‘ des Paketes zumindest abschnittsweise zu einander gebracht. Dies kann z.B. mit einem Stab 200, einer Stange, einer Platte, oder einem E-förmigen Werkzeug erfolgen. Hierbei kann der Bereich BC vorzugsweise in eine (U-förmige) Aufnahmeeinrichtung 200 gedrückt werden, so dass der Gassack 10 in seinem Bereichsabschnitt BC in einer gedachten Querschnittsebene EQ quer zu seiner Längserstreckung L eine C-förmige Gestaltung 1 1 mit zwei nebeneinander liegenden Schenkeln 12, 14 aufweist, wie in Fig. 5d gezeigt.

In einem weiteren, in Fig. 5e skizzierten Schritt wird der zweite (z.B. mittlere)

Bereichsabschnitt BW des Gassackrohlings 10a quer zu seiner Längserstreckung L zu einem langgestreckten Paket gefaltet und/ oder gerollt, so dass ein weiterer (roll- oder zig-zag-gefalteter) Abschnitt 18 des Gassackes 10 entsteht.

Der weitere Abschnitt 18 kann, wie in Fig. 5e gezeigt, oberhalb der C-förmigen Gestaltung 1 1 angeordnet sein; er kann aber auch unterhalb der C-förmigen Gestaltung 1 1 vorgesehen sein.

Jedenfalls sind in einem Bereich BL am oberen Ende des Gassackes 10 (oberhalb einer zweiten Bereichstrennlinie BTL2) die Befestigungslaschen 22 ausgebildet, über die der Gassack am Fahrzeug 100 befestigbar ist.

Selbstverständlich ist es möglich, den Schritt des Faltens und Formens des weiteren Abschnittes 18 auch vor dem Schritt des Faltens und Formens der C-förmigen Gestaltung 1 1 durchzuführen.

In einem weiteren Schritt wird der Gassack 10 relativ zu einem Gasgenerator 20 des Airbagmoduls 1 ausgerichtet, insbesondere wie bereits zuvor beschrieben, und mit diesem gasdicht gekoppelt.

In einem weiteren Schritt wird der Gassack 10 mit einer Mehrzahl von voneinander beabstandeten, ringförmig den Gassack 10 umgebende, insbesondere bandartigen, Halteelementen 19 versehen, um den fertig gefalteten Gassack 10 in seiner zur Montage am Kraftfahrzeug vorgesehenen Gestaltung zu bewahren.

In einem weiteren Schritt werden die Befestigungselemente 30 zur Anbringung des

Airbagmoduls 1 an dem Fahrzeug 100 ausgerichtet und an den Befestigungslaschen 22 des Gassackes befestigt.

Die beschriebenen Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens sind nach optimaler Fertigungsabfolge untereinander kombinierbar, wobei einzelne Schritte bei Bedarf ausgelassen werden können.