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1. WO2020109394 - HEATING INSTALLATION AND METHOD FOR OPERATING A HEATING INSTALLATION

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]
"Heizungsinstallation und Verfahren zum Betrieb einer Heizungsinstallation"

Die Erfindung betrifft eine Heizungsinstallation und ein

Verfahren zum Betrieb einer Heizungsinstallation gemäß dem

Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 8.

Aus der DE 10 2015 119 801 Al ist eine Heizungsinstallation bekannt, wobei die Heizungsinstallation einen Heizkreisverteiler mit einem Verteilerbalken und einem Sammelbalken, an den

Heizkreisverteiler angeschlossene Heizkreisläufe, eine

Kontrolleinrichtung, eine an den Verteilerbalken angeschlossene Vorlaufleitung, eine an den Sammelbalken angeschlossene

Rücklaufleitung, jeweils eine Volumenstrommesseinrichtung in jedem Heizkreislauf und jeweils ein fernbedienbares Stellventil in jedem Heizkreislauf umfasst, wobei die

Volumenstrommesseinrichtungen und die Stellventile an die

Kontrolleinrichtung angeschlossen sind.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Heizungsinstallation und ein Verfahren zum Betrieb einer Heizungsinstallation vorzuschlagen, welche bzw. welches derart ausgebildet ist, dass sowohl ein Steuerung als auch ein Überwachen eines Betriebs der

Heizungsinstallation einfach möglich ist.

Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bzw. 8 durch die kennzeichnenden Merkmale des jeweiligen Anspruchs gelöst. In den jeweiligen Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.

Bei der erfindungsgemäßen Heizungsinstallation umfasst jede Volumenstrommesseinrichtung der Heizkreisläufe einen CTA-Sensor und ist jede Volumenstrommesseinrichtung im Bereich des

Sammelbalkens angeordnet und umfasst die Heizungsinstallation einen in der Vorlaufleitung angeordneten Vorlauftemperatursensor, wobei der Vorlauftemperatursensor die Temperatur eines durch die Vorlaufleitung strömenden Mediums erfasst und an die

Kontrolleinrichtung angeschlossen ist. Hierdurch ist mit den verbauten Komponenten von der Kontrolleinrichtung mittels eines Programms, welches aus der Temperatur des durch die

Vorlaufleitung strömenden Mediums und der Temperatur des an den CTA-Sensoren der Heizkreise vorbeiströmenden Mediums und der von den CTA-Sensoren der Heizkreise erfassten Volumenströme von den Heizkreisen angegebene Wärmemengen ermittelt, möglich, mittels der Stellventile eine Anpassung der in den Heizkreisen pro

Zeiteinheit abgegebenen Wärmemengen an Soll-Werte vorzunehmen, so dass ein automatisch ablaufender hydraulischer Abgleich der Heizungsinstallation durchführbar ist. Mit einer derartigen

Heizungsinstallation kann ein hydraulischer Abgleich somit auch wiederholt und kostengünstig vorgenommen werden. Entsprechend lassen sich von den Heizkreisen ausgehende Energieströme

automatisch nach Vorgaben regeln.

Weiterhin ist es vorgesehen, dass der Vorlauftemperatursensor als CTA-Sensor ausgebildet ist, welcher abwechselnd eine

Temperatur des Mediums und eine Strömungsgeschwindigkeit Mediums erfasst. Hierdurch ist der Kontrolleinrichtung ein Volumenstrom bekannt, welcher dem Heizkreisverteiler zugeführt wird, so dass durch ein Öffnen eines der Heizkreisläufe mittels des

Stellventils und ein Schließen aller anderen Heizkreisläufe mittels der anderen Stellventile der Volumenstrom in der

Vorlaufleitung bzw. der Rücklaufleitung mit einem Volumenstrom in dem jeweils geöffneten Heizkreislauf verglichen werden kann. Hierdurch ist eine automatische Lecksuche und/oder eine

Ermittlung eines Querschnitts, welches ein Leitungsabschnitt, in welchem eine Messsonde des jeweiligen CTA-Sensors angeordneten ist, möglich, wobei hierzu ein Querschnitt der Vorlaufleitung bzw. der Rücklaufleitung im Bereich der Messsonde der dortigen CTA-Sensoren bekannt ist. Um in dem Messbetrieb einen Volumenstrom erfassen zu können, ist der Leitungsabschnitt in Strömungsrichtung über einen vor der Messsonde beginnenden und nach der Messsonde endenden Längenabschnitt mit einem

gleichbleiben, in der Kontrolleinrichtung hinterlegten

Querschnitt ausgebildet. Entsprechend ist bei gleichen

Volumenstrom bei einem großen Querschnitt des Leitungsabschnitts die Strömungsgeschwindigkeit niedriger als bei einem kleinen Querschnitt des Leitungsabschnitts.

Es ist auch vorgesehen bei der Heizungsinstallation den

Verteilerbalken als Verteilerleitung auszubilden und den

Sammelbalken als Sammelleitung auszubilden. Hierdurch können auch mit alten Verrohrungen die Vorteile der Erfindung erreicht werden .

Entsprechend ist es auch vorgesehen, dass sich die

Verteilerleitung und die Sammelleitung über wenigstens zwei Stockwerke eines Gebäudes erstrecken. So können die Heizkreise auf mehreren Etagen angeordnet sein.

Weiterhin ist es vorgesehen, dass in den Heizkreisen angeordnete Heizkörper jeweils einen Bypass aufweisen, derart, dass das Medium an dem jeweiligen Heizkörper vorbeiströmen kann.

Hierdurch ist auch eine Reihenschaltung von Heizkörpern in den einzelnen Heizkreisen möglich, ohne dass ein verschlossener Heizkörper im Heizkreis die Funktionsweise des Heizkreises beeinträchtigen kann.

Es ist auch vorgesehen, dass jeder CTA-Sensor ein

Kommunikationsmodul umfasst, wobei die Kommunikationsmodule untereinander und/oder über die Kontrolleinrichtung zu einem Kommunikationsnetz verbunden sind und wobei in dem

Kommunikationsnetz die von den CTA-Sensoren erfassten Daten zusammengeführt werden. Insbesondere bei einer Ausbildung als Funknetzwerk ermöglich das Kommunikationsnetz trotz

unterschiedlichster Anordnung der Kommunikationsmodule in einem Gebäude eine problemlose Zusammenführung der Daten.

Schließlich ist es vorgesehen, die erfassten Daten derart auszuwerten, dass in den Kommunikationsmodulen oder in einem der Kommunikationsmodule oder in der Kontrolleinrichtung

Stellbefehle für die motorisch verstellbaren Stellventile generiert werden, wobei die Stellbefehle derart bemessen sind, dass ein hydraulischer Abgleich aller Heizkreise derart erfolgt, dass im Durchschnitt jeder Heizkreis mit einer vorprogrammierten Energiemenge versorgt ist. Hierdurch ist ein besonders

ökonomischer Betrieb der Heizungsinstallation möglich.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb einer

Heizungsinstallation entsprechend wenigstens einem der

Vorrichtungsansprüche sieht vor, dass die mittels des

Vorlauftemperatursensor gemessene Temperatur des Mediums und die mittels der CTA-Sensoren gemessenen Temperaturen und

Strömungsgeschwindigkeiten des aus den Heizkreisläufen in den Sammelbalken rückströmenden Mediums von der Kontrolleinrichtung zur Steuerung und/oder Überwachung der Heizungsinstallation ausgewertet werden. Durch die Messwerte derartig ausgebildeter und derartig angeordneter Sensoren lässt sich die

Heizungsinstallation mit einer geringen Zahl von Sensoren in einem großen Umfang steuern und überwachen.

Es ist vorgesehen, dass eine wiederholte Messung dieser

Temperaturen und Strömungsgeschwindigkeiten erfolgt und dass hieraus die von den einzelnen Heizkreisläufen pro Zeiteinheit abgegebene Wärmemenge auf der Basis von Querschnitten von

Leitungsabschnitten, in welchen Messsonden der CTA-Sensoren aufgenommen sind, berechnet wird. Auf der Basis derartiger Daten lässt sich der Betrieb der Heizungsinstallation einfach überwachen und lässt sich und die von den Heizkreisläufen abgegebene Wärmemenge berechnen bzw. protokollieren.

Weiterhin ist es vorgesehen,

- dass die Stellventile derjenigen Heizkreisläufe, deren abgegebene Wärmemenge über einem Soll-Wertliegt, von der

Kontrolleinrichtung weiter geschlossen werden,

- dass die Stellventile derjenigen Heizkreisläufe, deren abgegebene Wärmemenge unter einem Soll-Wert liegt, von der

Kontrolleinrichtung weiter geöffnet werden und

- dass dieser Ablauf so lange wiederholt wird bis die von den Heizkreisläufen pro Zeiteinheit abgegebenen Wärmemengen den Soll-Werten entsprechen. Mit diesem Verfahren lässt sich an der Heizungsinstallation eine hydraulischer Abgleich automatisch durchführen. Dies ist insbesondere für eine Inbetriebnahme einer neu erstellen Heizungsinstallation oder für eine

Wiederinbetriebnahme einer beispielsweise durch neue Heizkörper modifizierten Heizungsinstallation vorteilhaft, da hierdurch gegenüber einem manuell durchgeführten hydraulischen Abgleich ein erheblicher Arbeitsaufwand eingespart werden kann.

Es ist auch vorgesehen,

- dass in einer ersten Sequenz die Temperatur des Mediums durch Anlegen einer geringen Heizleistung an einen Platin-Messwiderstand eines der CTA-Sensors bestimmt wird,

- dass in einer zweiten Sequenz die Strömungsgeschwindigkeit des Mediums durch diesen CTA-Sensor bestimmt wird, wobei hierzu eine bestimmte Heizleistung an dem Platin-Messwiderstand dieses CTA-Sensors angelegt wird, hierdurch Wärme an dem Platin-Messwiderstand erzeugt wird und diese Wärme von dem strömenden Medium abgetragen wird und eine zeitabhängige Temperaturänderung des Mediums bestimmt wird und

- dass dann aus der ermittelten Strömungsgeschwindigkeit und auf der Basis eines Querschnitts eines Leitungsabschnitts, in welchem eine Messsonde dieses CTA-Sensors aufgenommen ist, ein Volumenstrom des Mediums berechnet wird,

- wobei dann auf der Basis einer mittels des CTA-Sensors bei ruhendem Medium durchgeführten Messung einer Einschwingzeit für eine durch eine Heizung verursachte Temperaturerhöhung des Mediums aus hinterlegen Referenzwerten eine Zusammensetzung des Mediums ermittelt wird und hieraus eine Wärmeleitfähigkeit des Mediums bzw. eine Wärmekapazität des Mediums bestimmt wird.

Hierdurch ist es möglich, automatisch zu kontrollieren, ob die Heizungsinstallation mit dem richtigen Medium befüllt ist, wobei unter dem Begriff „richtiges Medium" auch eine richtige

Medienzusammensetzung bei der Verwendung von Gemischen zu verstehen ist.

Es ist vorgesehen:

- dass das Stellventil eines der Heizkreisläufe geöffnet wird und dass die Stellventile aller anderen Heizkreisläufe

geschlossen werden,

- dass der Volumenstrom des Mediums mittels eines in der Vorlaufleitung angeordneten CTA-Sensors auf der Basis eines bekannten Querschnitts, welchen die Vorlaufleitung im Bereich einer Messsonde dieses CTA-Sensors aufweist, gemessen wird,

- dass gleichzeitig mit dem CTA-Sensor des geöffneten

Heizkreislaufs gemessen wird,

- dass in der Kontrolleinrichtung zu gleichen Zeitpunkten erfasste Messwerte des in der Vorlaufleitung angeordneten CTA-Sensors und des in dem geöffneten Heizkreislauf angeordneten CTA-Sensors einander zugeordnet werden und

- dass in der Kontrolleinrichtung aus den Abweichungen der Messwerte des in dem Heizkreislauf angeordneten CTA-Sensors gegenüber dem in der Vorlaufleitung angeordneten CTA-Sensor ein Querschnitt des Rohrleitungsabschnitts des geöffneten

Heizkreislaufs berechnet wird. Hierdurch kann bei einer neuen Heizungsinstallation bei entsprechend hinterlegten Daten automatisch überprüft werden, ob die CTA-Sensoren in

Leitungsabschnitten mit dem vorgesehenen Querschnitt angeordnet sind.

Weiterhin ist es vorgesehen,

- dass das Verfahren zur Bestimmung einer

Medienzusammensetzung zeitgesteuert und/oder ereignisgesteuert wiederholt wird und

- dass die bei den einzelnen Messungen ermittelten Werte für Wärmekapazität und/oder Wärmeleitfähigkeit miteinander

verglichen werden und

- dass Abweichungen, welche auf eine Veränderung des Mediums schließen lassen, von der Kontrolleinrichtung gemeldet werden. Hierdurch ist es möglich, in Intervallen zu überprüfen, ob weiterhin das richtige Medium verwendet wird und insbesondere auch festzustellen, ob das Medium verunreinigt ist oder sich zersetzt hat. Eine zeitgesteuerte Wiederholung des Verfahrens liegt zum Bespiel dann vor, wenn das Verfahren z.B. täglich oder wöchentlich oder monatlich zu einer bestimmten Uhrzeit

durchgeführt wird. Eine ereignisgesteuerte Wiederholung des Verfahrens liegt zum Beispiel dann vor, wenn das Verfahren z.B. im Rahmen einer Wartung der Heizungsinstallation durchgeführt wird.

Es ist auch vorgesehen,

- dass das Verfahren zur Identifikation des angeschlossenen Rohrquerschnitts zeitgesteuert und/oder ereignisgesteuert wiederholt wird und

- dass die bei den einzelnen Messungen ermittelten Werte für den Volumenstrom miteinander verglichen werden und

- dass Abweichungen gegenüber vorhergehenden Messungen, welche bei gleiche Anlagenbedingungen und insbesondere bei gleichen Ventilstellungen durchgeführt wurde und welche auf eine

Veränderung des Querschnitts des Rohrleitungsabschnitts des geöffneten Heizkreislaufes schließen lassen, von der

Kontrolleinrichtung gemeldet werden. Entsprechend lässt sich die Heizungsinstallation in Intervallen dahingehend automatisch überprüfen, ob sich die Querschnitte der Leitungsabschnitte, in welchen die Messsonden CTA-Sensoren der Heizkreisläufe

angeordnet sind, z.B. durch Ablagerungen verengen. Hierdurch lassen sich erneuerungsbedürftige Abschnitte der

Heizungsinstallation gezielt detektieren.

Weiterhin ist es vorgesehen, wenigstens zwei der in den

Ansprüchen 9 bis 14 beschriebenen Verfahren wiederholt

sequentiell oder parallel durchzuführen. Hierdurch lässt sich eine Heizungsinstallation automatisch umfassend überwachen.

Schließlich ist es vorgesehen,

- dass die Volumenstrommesseinrichtungen mit ihren CTA-Sensoren abwechselnd eine Strömungsgeschwindigkeit und eine

Temperatur des durch den jeweiligen Heizkreislauf strömenden Mediums messen,

- dass der als CTA-Sensor ausgebildete Vorlauftemperatursensor, abwechselnd einen Volumenstrom und eine Temperatur des dem

Verteilerbalken zuströmenden Mediums messen,

- dass die CTA-Sensoren von der Kontrolleinrichtung derart gesteuert werden, dass die in den Heizkreisläufen angeordneten CTA-Sensoren immer dann die Temperatur des Mediums messen, wenn der in der Vorlaufleitung angeordnete CTA-Sensor die

Strömungsgeschwindigkeit misst und

- dass die CTA-Sensoren von der Kontrolleinrichtung derart gesteuert werden, dass die in den Heizkreisläufen angeordneten CTA-Sensoren immer dann die Strömungsgeschwindigkeit messen, wenn der in der Vorlaufleitung angeordnete CTA-Sensor die

Temperatur des Mediums misst. Durch einen derart aufeinander abgestimmten Betrieb der in den Heizkreisläufen angeordneten CTA-Sensoren und des der Vorlaufleitung zugeordneten CTA-Sensors ist es möglich, die Genauigkeit des auf der Basis der gemessenen Strömungsgeschwindigkeiten für den Volumenstrom errechneten Wertes zu erhöhen, da der Gesamtvolumenstrom entweder auf der Basis der Strömungsgeschwindigkeitsmessungen des der

Vorlaufleitung zugeordneten CTA-Sensors ermittelt wird oder auf der Basis der Strömungsgeschwindigkeitsmessungen der in den Heizkreisläufen angeordneten CTA-Sensoren ermittelt wird und somit faktisch keine Unterbrechung der Volumenerfassung durch Temperaturmessungen erfolgt.

Im Sinne der Erfindung wird unter einer Heizungsinstallation auch eine Installation verstanden, mittels derer z.B. in einem Gebäude eine Absenkung der Temperatur möglich ist.

Im Sinne der Erfindung wird unter einem CTA-Sensor ein

Durchflusssensor verstanden, welcher nach dem Prinzip der „Constant Temperature Anemometry" betrieben wird und hierzu eine Messsonde umfasst, welche in ein Medium geführt ist. Die

Messsonde wird sequentiell angesteuert, d.h. in einer Sequenz wird die Medientemperatur durch Anlegen einer geringen

Heizleistung am Platin-Messwiderstand bestimmt und in einer weiteren Sequenz wird eine bestimmte Heizleistung am Platin-Messwiderstand angelegt. Die dadurch entstehende Wärme am

Messwiderstand wird von der vorherrschenden Medienströmung abgetragen und gibt somit Aufschluss über die

Strömungsgeschwindigkeit. Die Strömungsgeschwindigkeit wird

- entweder durch Anlegen einer definierten Heizleistung und durch Messung der Widerstandsänderung zwischen

Temperaturbestimmungsphase und Heizphase bestimmt

- oder durch Anlegen einer geregelten Übertemperatur am Sensor (z.B. 10 K über Medientemperatur) und durch Messung der Heizleistung, welche erforderlich ist um diese

Übertemperatur zu erreichen, bestimmt.

Aus der Strömungsgeschwindigkeit und der bekannten geometrischen Form des Sensorgehäuses kann dann der Volumenstrom berechnet werden. Der CTA-Sensor bestimmt die Werte Temperatur und

Durchfluss sequentiell. Für eine Permanent-Messung von

Temperatur und Durchfluss kommen zwei CTA-Sensoren in

Reihenschaltung zum Einsatz. Es ist auch vorgesehen, aus den gemessenen Werten den Wärmestrom bzw. Energieverbrauch zu berechnen .

Im Sinne der Erfindung wird unter einer Wärmemenge immer eine pro Zeiteinheit gemessene oder abgegebene Wärmemenge verstanden. Pro Zeiteinheit angegebene Wärmemengen werden im Sinne der

Erfindung auch als Energiestrom bezeichnet.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben .

Hierbei zeigt:

Figur 1: eine schematische Darstellung einer

erfindungsgemäßen Heizungsinstallation .

In der Figur 1 ist in schematischer Darstellung eine

Heizungsinstallation 1 gezeigt. Diese umfasst eine Heizung 2 zur Erwärmung eines Mediums 3, welches dem Wärmetransport dient. Weiterhin umfasst die Heizungsinstallation 1 einen

Heizkreisverteiler 4. Dieser umfasst einem Verteilerbalken 5 und einem Sammelbalken 6. An den Heizkreisverteiler 4 ist eine

Vielzahl von Heizkreisläufen angeschlossen, wobei exemplarisch ein erster Heizkreislauf 7 und ein zweiter Heizkreislauf 8 gezeigt sind. Zusätzlich umfasst die Heizungsinstallation 1 eine Kontrolleinrichtung 9, eine an den Verteilerbalken 5

angeschlossene Vorlaufleitung 10, welche diesen mit der Heizung 2 verbindet, eine an den Sammelbalken 6 angeschlossene

Rücklaufleitung 11, welche diese mit der Heizung 2 verbindet. In der Vorlaufleitung 10 ist ein Vorlauftemperatursensor 12

angeordnet. Weiterhin umfasst die Heizungsinstallation in jedem der Heizkreisläufe 7, 8 eine Volumenstrommesseinrichtung 13, 14 und in jedem der Heizkreisläufe 7, 8 ein fernbedienbares

Stellventil 15, 16. Hierbei sind der Vorlauftemperatursensor 12, die Volumenstrommesseinrichtungen 13, 14 und die Stellventile 15,

16 an die Kontrolleinrichtung 9 angeschlossen. Jede

Volumenstrommesseinrichtung 13, 14 der Heizkreisläufe 7, 8 ist an dem Sammelbalken 6 und somit im Bereich des Sammelbalkens angeordnet und umfasst einen CTA-Sensor 17, 18. In den

Heizkreisläufen 7, 8 sind jeweils exemplarisch dargestellte

Heizkörper 20, 21 angeordnet, welche auch in Form von

Heizschleifen als Fußboden- und/oder Wand- und/oder

Deckenheizung ausgebildet sein können. Verbindungen V2, V12,

V15-V18 der Heizung 2, des Vorlauftemperatursensors 12, der

Stellventile 15, 16 und der CTA-Sensoren 17, 18 mit der

Kontrolleinrichtung 9 sind durch gestrichelte Linien dargestellt. Diese Verbindungen können wahlweise drahtgebunden oder drahtlos ausgeführt sein. Der Vorlauftemperatursensor 12 ist entsprechend einer Ausführungsvariante ebenfalls als CTA-Sensoren 22

ausgebildet. Alle CTA Sensoren 17, 18, 22 umfassen eine

Messsonde 17a, 18a, 22a, welche jeweils in einem

Rohrleitungsabschnitt 17b, 18b, 22b ragt und von dem Medium 3 umströmt ist. Die Rohrleitungsabschnitte 17b, 18b, 22b weisen im Bereich der Messsonden 17a, 18a, 22a, jeweils einen Querschnitt Q17b, Q18b, Q22b auf. Mittels der Stellventile 15, 16 sind die Heizkreisläufe 7 bzw. 8 schrittweise öffenbar und schließbar.

Entsprechende Stellbefehle erhalten die Stellventile 15, 16 über die Verbindungen V15 bzw. V16 von der Kontrolleinrichtung 9.

Mit gestrichelten Linien ist um den Heizkörper 20 des ersten

Heizkreises 7 ein Raum R angedeutet, welcher durch den ersten Heizkreis 7 erwärmbar ist. In diesem Raum ist ein

Temperatursensor RST angeordnet, welcher eine Ist-Temperatur der Raumluft erfasst und drahtlos an die Kontrolleinrichtung 9 weiterleitet. In der Kontrolleinrichtung 9 ist eine Soll-Temperatur für den Raum R hinterlegt. Entsprechend wird die dem ersten Heizkreis 7 zugeführte Wärmemenge von der

Kontrolleinrichtung 9 mittels Stellbefehlen für das Stellventil 15 an ein Heizziel für den Raum R angepasst.

Sofern eine Zusammensetzung des Mediums ermittelt werden soll, wird von einem der CTA-Sensoren 17, 18 bei geschlossenem

Stellventil 15 bzw. 16 und somit ruhendem Medium M eine

Einschwingzeit für eine durch eine Heizung des CTA-Sensors 17,

18 verursachte Temperaturerhöhung des Mediums M ermittelt und wird aus dieser in der Kontrolleinrichtung im Vergleich mit hinterlegen Referenzwerten eine Zusammensetzung des Mediums ermittelt .

Um in dem Messbetrieb einen Volumenstrom erfassen zu können, ist der Leitungsabschnitt, in welchem die Messsonde des CTA-Sensors angeordnet ist in Strömungsrichtung über einen vor der Messsonde beginnenden und nach der Messsonde endenden Längenabschnitt mit einem gleichbleiben, in der Kontrolleinrichtung hinterlegten Querschnitt ausgebildet, so dass sich im Bereich des CTA-Sensors eine Art Messblende ergibt, deren Geometrie in der

Kontrolleinrichtung zur Berechnung des Volumenstroms aus den Messwerten zur Strömungsgeschwindigkeit hinterlegt ist.

Es ist auch vorgesehen mittels der Kontrolleinrichtung 9 einen aufeinander abgestimmten Betrieb der in den Heizkreisläufen 7, 8angeordneten CTA-Sensoren 16, 17 und des der Vorlaufleitung 10 zugeordneten CTA-Sensors 22 durchzuführen, um die Genauigkeit des auf der Basis der gemessenen Strömungsgeschwindigkeiten für den Volumenstrom errechneten Wertes zu erhöhen. Hierzu wird der Gesamtvolumenstrom auf der Basis der

Strömungsgeschwindigkeitsmessungen des der Vorlaufleitung 10 zugeordneten CTA-Sensors 22 ermittelt solange die in den

Heizkreisläufen 7, 8 angeordneten CTA-Sensoren 16, 17 die

Temperatur des Mediums 3 messen. Weiterhin wird hierzu der

Gesamtvolumenstrom auf der Basis der

Strömungsgeschwindigkeitsmessungen der in den Heizkreisläufen 7,

8 angeordneten CTA-Sensoren 16, 17 ermittelt solange der der

Vorlaufleitung 10 zugeordnete CTA-Sensor 22 die Temperatur des Mediums 3 misst. Durch diesen alternierenden Betrieb der CTA-Sensoren 16, 17, 22 lässt sich der Volumenstrom nicht nur mit Unterbrechungen, sondern durchgehend erfassen. Es ist vorgesehen, dass eine Zeitdauer, für welche die den Heizkreisläufen 7, 8 zugeordneten CTA-Sensoren 16, 17 die Strömungsgeschwindigkeit messen, einer Zeitdauer entspricht, für welche der der

Vorlaufleitung 10 zugeordneten CTA-Sensor 22 die

Strömungsgeschwindigkeit misst. Für die Zeitdauer ist ein Wert zwischen 5 Sekunden und 50 Sekunden und insbesondere ein Wert zwischen 5 Sekunden und 15 Sekunden vorgesehen, wobei der Wert für die Zeitdauer besonders bevorzugt etwa 10 Sekunden beträgt.

Bezugszeichenliste :

1 Heizungsinstallation

2 Heizung

3 Medium

4 HeizkreisVerteiler

5 Verteilerbalken

6 Sammelbalken

7 erster Heizkreislauf

8 zweiter Heizkreislauf

9 Kontrolleinrichtung

10 Vorlaufleitung

11 Rücklaufleitung

12 Vorlauftemperatursensor

13 Volumenstrommesseinrichtung

14 Volumenstrommesseinrichtung

15 Stellventil

16 Stellventil

17 CTA-Sensor

17a Messsonde

17b Rohrleitungsabschnitt

18 CTA-Sensor

18a Messsonde

18b Rohrleitungsabschnitt

20 Heizkörper in 4

21 Heizkörper in 5

22 CTA-Sensor als 12

22a Messsonde

22b Rohrleitungsabschnitt

Q17b Querschnitt von 17

Q18b Querschnitt von 18

Q22b Querschnitt von 22

R Raum

RST Temperatursensor im Raum R

V2 Verbindung zwischen 2 und 9 V12 Verbindung zwischen 12 und 9 VI5 Verbindung zwischen 15 und 9 VI 6 Verbindung zwischen 16 und 9 VI7 Verbindung zwischen 17 und 9

VI8 Verbindung zwischen 18 und 9