Processing

Please wait...

Settings

Settings

Goto Application

1. WO2020109394 - HEATING INSTALLATION AND METHOD FOR OPERATING A HEATING INSTALLATION

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Ansprüche :

1. Heizungsinstallation (1) umfassend

- einen Heizkreisverteiler (4) mit einem Verteilerbalken (5) und einem Sammelbalken (6),

- an den Heizkreisverteiler (4) angeschlossene Heizkreisläufe

(7; 8),

- eine Kontrolleinrichtung (9),

- eine an den Verteilerbalken (5) angeschlossene

Vorlaufleitung (10),

- eine an den Sammelbalken (6) angeschlossene Rücklaufleitung

(11) ,

- jeweils eine Volumenstrommesseinrichtung (13; 14) in jedem Heizkreislauf (7; 8),

- jeweils ein fernbedienbares Stellventil (15; 16) in jedem Heizkreislauf (7; 8) und

- wobei die Volumenstrommesseinrichtungen (13; 14) und die Stellventile (15; 16) an die Kontrolleinrichtung (9) angeschlossen sind,

dadurch gekennzeichnet,

- dass jede Volumenstrommesseinrichtung (13; 14) der

Heizkreisläufe (7; 8) einen CTA-Sensor (17; 18) umfasst und im Bereich des Sammelbalkens (6) angeordnet ist und

- dass die Heizungsinstallation (1) einen in der

Vorlaufleitung (10) angeordneten Vorlauftemperatursensor (12) umfasst,

- wobei der Vorlauftemperatursensor (12) die Temperatur eines durch die Vorlaufleitung (10) strömenden Mediums (3) erfasst und an die Kontrolleinrichtung (9) angeschlossen ist .

2. Heizungsinstallation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorlauftemperatursensor (12) als CTA-Sensor (22)

ausgebildet ist, welcher abwechselnd eine Temperatur des Mediums (3) und eine Strömungsgeschwindigkeit Mediums (3) erfasst.

3. Heizungsinstallation nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass der Verteilerbalken als Verteilerleitung ausgebildet ist und dass der Sammelbalken als Sammelleitung ausgebildet ist.

4. Heizungsinstallation nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verteilerleitung und die Sammelleitung über

wenigstens zwei Stockwerke eine Gebäudes erstrecken.

5. Heizungsinstallation nach wenigstens einem der

vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Heizkreisen angeordnete Heizkörper jeweils einen Bypass

aufweisen, derart, dass das Medium (3) an dem jeweiligen

Heizkörper vorbeiströmen kann.

6. Heizungsinstallation nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder CTA-Sensor ein

Kommunikationsmodul umfasst, wobei die Kommunikationsmodule untereinander und/oder über die Kontrolleinrichtung zu einem Kommunikationsnetz verbunden sind und wobei in dem

Kommunikationsnetz die von den CTA-Sensoren erfassten Daten zusammengeführt werden.

7. Heizungsinstallation nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erfassten Daten derart ausgewertet werden, dass in den Kommunikationsmodulen oder in einem der Kommunikationsmodule oder in der Kontrolleinrichtung Stellbefehle für die motorisch verstellbaren Stellventile generiert werden, wobei die

Stellbefehle derart bemessen sind, dass ein hydraulischer

Abgleich aller Heizkreise derart erfolgt, dass im Durchschnitt jeder Heizkreis mit einer vorprogrammierten Energiemenge versorgt ist.

8. Verfahren zum Betrieb einer Heizungsinstallation (1)

entsprechend wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels des Vorlauftemperatursensor (12) gemessene Temperatur des Mediums (3) und die mittels der CTA-Sensoren (17; 18) gemessenen Temperaturen und

Strömungsgeschwindigkeiten des aus den Heizkreisläufen (7; 8) in den Sammelbalken (6) rückströmenden Mediums (3) von der

Kontrolleinrichtung (9) zur Steuerung und/oder Überwachung der Heizungsinstallation (1) ausgewertet werden.

9. Verfahren nach Anspruch 8 dadurch gekennzeichnet, dass eine wiederholte Messung dieser Temperaturen und

Strömungsgeschwindigkeiten erfolgt und dass hieraus die von den einzelnen Heizkreisläufen (7; 8) pro Zeiteinheit abgegebene

Wärmemenge auf der Basis von Querschnitten (Q17b; Q18b) von

Leitungsabschnitten, in welchen Messsonden (17a; 18a) der CTA-Sensoren (17; 18) aufgenommen sind, berechnet wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,

- dass die Stellventile (15; 16) derjenigen Heizkreisläufe (7;

8) , deren abgegebene Wärmemenge über einem Soll-Wert liegt, von der Kontrolleinrichtung (9) weiter geschlossen werden,

- dass die Stellventile (15; 16) derjenigen Heizkreisläufe (7;

8) , deren abgegebene Wärmemenge unter einem Soll-Wert liegt, von der Kontrolleinrichtung (9) weiter geöffnet werden und

- dass dieser Ablauf so lange wiederholt wird bis die von den Heizkreisläufen (7; 8) pro Zeiteinheit abgegebenen

Wärmemengen den Soll-Werten entsprechen.

11. Verfahren zum Betrieb einer Heizungsinstallation (1) nach Anspruch 8 umfassend die Schritte:

- wobei in einer ersten Sequenz die Temperatur des Mediums (3) durch Anlegen einer geringen Heizleistung an einen Platin- Messwiderstand eines der CTA-Sensoren (7; 8) bestimmt wird,

- wobei in einer zweiten Sequenz die Strömungsgeschwindigkeit des Mediums (3) durch diesen CTA-Sensor (7; 8) bestimmt wird, wobei hierzu eine bestimmte Heizleistung an einen

Platin-Messwiderstand dieses CTA-Sensors (7; 8) angelegt wird, hierdurch Wärme an dem Platin-Messwiderstand erzeugt wird und diese Wärme von dem strömenden Medium (3)

abgetragen wird und eine zeitabhängige Temperaturänderung des Mediums (3) bestimmt wird und

- wobei dann aus der ermittelten Strömungsgeschwindigkeit und auf der Basis eines Querschnitts Q17b, Q18b eines

Leitungsabschnittes, in welchem eine Messsonde (17a; 18a) dieses CTA-Sensors (17; 18) aufgenommen ist, ein

Volumenstrom des Mediums (3) berechnet wird,

- wobei dann auf der Basis einer mittels des CTA-Sensors bei ruhendem Medium durchgeführten Messung einer Einschwingzeit für eine durch eine Heizung verursachte Temperaturerhöhung des Mediums aus hinterlegen Referenzwerten eine

Zusammensetzung des Mediums ermittelt wird und hieraus eine Wärmeleitfähigkeit des Mediums (3) bzw. eine Wärmekapazität des Mediums (3) bestimmt wird.

12. Verfahren zum Betrieb einer Heizungsinstallation (1) nach Anspruch 8 umfassend die Schritte:

- es wird das Stellventil (15; 16) eines der Heizkreisläufe (7;

8) geöffnet und es werden die Stellventile aller anderen Heizkreisläufe (8; 7) geschlossen,

- es wird der Volumenstrom des Mediums (3) mittels eines in

der Vorlaufleitung (10) angeordneten CTA-Sensors (22) auf der Basis eines bekannten Querschnitts (Q22b) , welchen die Vorlaufleitung (10) im Bereich einer Messsonde (22a) dieses CTA-Sensors (22) aufweist, gemessen,

- gleichzeitig wird mit dem CTA-Sensor (17; 18) des geöffneten Heizkreislaufs (7; 8) gemessen,

- in der Kontrolleinrichtung (9) werden zu gleichen

Zeitpunkten erfasste Messwerte des in der Vorlaufleitung (10) angeordneten CTA-Sensors (22) und des in dem

geöffneten Heizkreislauf (7; 8) angeordneten CTA-Sensors (17; 18) einander zugeordnet,

- in der Kontrolleinrichtung (9) wird aus den Abweichungen der Messwerte des in dem Heizkreislauf (7; 8) angeordneten CTA- Sensors (7; 8) gegenüber dem in der Vorlaufleitung (10) angeordneten CTA-Sensor (22) ein Querschnitt (Q17b; Q18b) des Rohrleitungsabschnitts (17b; 18b) des geöffneten

Heizkreislaufs (7; 8) berechnet.

13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,

- dass das Verfahren nach Anspruch 11 zeitgesteuert und/oder ereignisgesteuert wiederholt wird und

- dass die bei den einzelnen Messungen ermittelten Werte für Wärmekapazität und/oder Wärmeleitfähigkeit miteinander verglichen werden und

- dass Abweichungen gegenüber vorhergehenden Messungen,

welche bei gleiche Anlagenbedingungen und insbesondere bei gleichen Ventilstellungen durchgeführt wurde und welche auf eine Veränderung des Mediums (3) schließen lassen, von der Kontrolleinrichtung (9) gemeldet werden.

14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,

- dass das Verfahren nach Anspruch 12 zeitgesteuert und/oder ereignisgesteuert wiederholt wird und

- dass die bei den einzelnen Messungen ermittelten Werte für den Volumenstrom miteinander verglichen werden und

- dass Abweichungen, welche auf eine Veränderung des

Querschnitts (Q17b; Q18b) des Rohrleitungsabschnitts (17b; 18b) geöffneten Heizkreislaufes (7; 8) schließen lassen, von der Kontrolleinrichtung (9) gemeldet werden.

15. Verfahren zum Betrieb einer Heizungsinstallation nach

Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei der in den Ansprüchen 9 bis 14 beschriebenen Verfahren wiederholt

sequentiell oder parallel durchgeführt werden.

16. Verfahren zum Betrieb einer Heizungsinstallation (1) nach Anspruch 8, wobei der Betrieb derart erfolgt,

- dass die Volumenstrommesseinrichtungen (13; 14) mit ihren CTA-Sensoren (17; 18) abwechselnd eine Strömungsgeschwindigkeit und eine Temperatur des durch den jeweiligen Heizkreislauf (7; 8) strömenden Mediums (3) messen,

dass der als CTA-Sensor (22) ausgebildete

Vorlauftemperatursensor (12) , abwechselnd einen Volumenstrom und eine Temperatur des dem Verteilerbalken (5) zuströmenden Mediums (3) messen,

- dass die CTA-Sensoren (17; 18; 22) von der

Kontrolleinrichtung (9) derart gesteuert werden, dass die in den Heizkreisläufen (7; 8) angeordneten CTA-Sensoren (17; 18) immer dann die Temperatur des Mediums (3) messen, wenn der in der

Vorlaufleitung (10) angeordnete CTA-Sensor (22) die

Strömungsgeschwindigkeit misst und

- dass die CTA-Sensoren (17; 18; 22) von der

Kontrolleinrichtung (9) derart gesteuert werden, dass die in den Heizkreisläufen (7; 8) angeordneten CTA-Sensoren (17; 18) immer dann die Strömungsgeschwindigkeit messen, wenn der in der

Vorlaufleitung (10) angeordnete CTA-Sensor (22) die Temperatur des Mediums (3) misst.