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1. (WO2019063165) LINE DISTRIBUTOR WITH LINEAR MOTORS
Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

Linienverteiler mit Linearmotoren

Die Erfindung bezieht sich auf einen Linienverteiler zum Verteilen von Produkten aus einer oder mehreren Linien auf eine oder mehrere andere Linien. Solche Verteiler sind aus dem Stand der Technik bekannt, beispielsweise aus US 2016/000198, US 3,731 ,782, US 5,409,095, US 2002/0096417 und EP 2 679 524.

Bei Linienverteilern aus dem Stand der Technik können jedoch mehrere Probleme auftauchen. Beispielsweise kann es zur Drehung des Produkts und/oder Beschädigung des Produkts oder dessen Hülle kommen. Außerdem sind die möglichen Bahnen im Stand der Technik oft fest vorgegeben, so dass eine Änderung der Anzahl der Linien und/oder des Ab-stands zwischen den Linien erst durch aufwändige bauliche Änderungen erfolgen kann.

Die Erfindung kann einen oder mehrere der im Stand der Technik vorhandenen Nachteile verringern oder beseitigen.

Die Erfindung umfasst einen Linienverteiler nach Anspruch 1 sowie eine Anlage zum Verteilen oder Zusammenführen von Produkten nach Anspruch 14. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Ein erfindungsgemäßer Linienverteiler umfasst einen Förderer für Produkte. Produkte können beispielsweise Getränkegebinde, wie beispielsweise Sixpacks oder andere Zusammenstellungen von mehreren Getränkebehältern, zum Beispiel von Dosen, umfassen oder sein.

Der Linienverteiler umfasst Tragplatten, die durch den Förderer in Förderrichtung beförderbar sind. Hierbei wird die Förderrichtung typischerweise (nur) im Bereich des Förderers betrachtet, in dem der Linienverteiler dazu ausgebildet ist, Produkte zu transportieren, da typischerweise der Förderer in einem anderen Bereich die Tragplatten wieder zur Ausgangsposition zurückführen kann (und dafür die Tragplatten in eine oder mehrere andere Richtungen bewegen kann). Die Tragplatten sind gegenüber der Förderrichtung senkrecht durch den Linearmotor verschiebbar.

Diese Tragplatten sind so ausgebildet und ansteuerbar, dass eine oder mehrere Tragplatten gemeinsam als Standfläche für ein Produkt verwendbar sind. Es kann somit entlang des Förderers transportiert werden, während es auf einer relativ zur Auflagefläche des Produktes stillstehenden Standfläche steht. Bei Transport des Produktes auf einer Tragplatte kann dieses somit in Förderrichtung bewegt werden, sowie senkrecht dazu, ohne dass es dabei zu einer Bewegung des Produktes im Bezug auf die Unterlage kommt.

Wenn mehrere Tragplatten gemeinsam als Standfläche eines Produktes verwendet werden können, sind diese typischerweise so ansteuerbar, dass sie sich relativ zueinander nicht bewegen, so dass auch in diesem Fall eine Bewegung des Produktes im Bezug auf die Unterlage vermieden werden kann.

Bei einem erfindungsgemäßen Linienverteiler können also die Tragplatten durch den Förderer entlang der Förderrichtung bewegt werden und gleichzeitig durch einen Linearmotor in einer zweiten Richtung senkrecht zur Förderrichtung verschoben werden.

Bei Betrachtung einer einzelnen Tragplatte, ist die Standfläche der Bereich der Tragplatte, auf die ein Produkt oder ein Teil eines Produktes beim Transport gestellt werden kann. Die Standfläche einer Tragplatte kann im Wesentlichen eben ausgebildet sein.

Als Draufsicht auf die Tragplatte kann im Folgenden eine Sicht auf die Tragplatte senkrecht zur Förderrichtung und zur möglichen Bewegungsrichtung von Tragplatten durch den Linearmotor bezeichnet werden, wobei die Tragplatte in einer hypothetischen Position (ungefähr) bei der Mitte des Förderers in Förderrichtung betrachtet wird. Der Blickpunkt liegt dabei bevorzugt in großer Entfernung oder über der Mitte des Förderers in Förderrichtung und in der Mitte des Förderers bezüglich dessen Breite. Bei einem horizontalen Förderer kann dies einer Draufsicht senkrecht auf die Tragplatte von oben entsprechen.

Die Tragplatte kann so ausgebildet sein, dass sie bei Draufsicht auf die Tragplatte eine Standfläche umfasst, die parallel zur Ebene verläuft, in der der Förderer ein Produkt befördern kann (z.B. eine horizontale Standfläche), und optional Seitenbereiche umfassen, in denen die Tragplatten nicht parallel (z.B. horizontal) verlaufen. Typischerweise umfassen die Seitenbereiche nicht mehr als 20 %, beispielsweise nicht mehr als 10 % des gesamten durch die bei Draufsicht auf die Tragplatte abgedeckten Oberfläche des Förderers. Anschaulich ausgedrückt verläuft die Standfläche einer Tragplatte bei einem typischerweise im Wesentlichen horizontal in dem Bereich des Förderers, in dem der Förderer dazu ausgebildet ist, ein Produkt in einer horizontalen Ebene zu transportieren.

Die Tragplatten (und insbesondere die Standflächen) können hierbei als durchgehende Fläche ausgebildet sein. In anderen Ausführungsformen können sie auch Löcher oder Durchbrechungen umfassen. Sie können mindestens bei Draufsicht auf die Tragplatten entlang der ersten und/oder der zweiten Richtung entlang mindestens einer Linie durchgehend ausgebildet sein.

Eine Qede) Tragplatte kann so ausgebildet sein, dass bei Draufsicht auf die Tragplatte die Standfläche in einer ersten Richtung entlang der Tragplatte eine größere Ausdehnung hat als in einer zweiten Richtung entlang der Tragplatte senkrecht zur ersten Richtung. Die Ausdehnung kann insbesondere mehr als das Zweifache oder mehr als das Dreifache der Ausdehnung in Bezug auf die erste Richtung entlang der Tragplatte haben. Eine Tragplatte kann insbesondere eine größere Ausdehnung der Standfläche in die Richtung haben, die senkrecht zur Förderrichtung ist, also entlang der Bewegungsrichtung der Tragplatten, die durch den Linearmotor erzeugbar ist, als in Förderrichtung.

Die Tragplatten können am Förderer an Rohren befestigt sein und entlang dieser Rohre (durch den Linearmotor) verschiebbar sein. Insbesondere kann ein Förderer beispielsweise senkrecht zur Förderrichtung verlaufende Rohre umfassen, die an den Seiten, beispielsweise durch Ketten, befestigt sind bzw. auf Ketten laufen. Diese Rohre können wie ein Transportband in einer geschlossenen Kurve bewegt werden. Es kann vorteilhaft sein, die Tragplatten am Förderer an (zwei) Rohre zu befestigen, da an den Seiten, wo die Tragplatten vom Förderer entlang der geschlossenen Kurve nach unten bzw. nach oben geführt werden, Rohre typischerweise gut geführt werden können (und insbesondere den Förderer nicht blockieren).

An einer oder mehreren Tragplatten, beispielsweise an jeder Tragplatte, können beispielsweise an der beim Transport von Produkten untenliegenden Seite Läufer angebracht sein, die mit einem Linearmotor (oder Linearmotorstrang) zusammenwirken können, um damit eine Bewegung der Tragplatten zu erzeugen. Beispielsweise können ein Weicheisenkern, ein Ferritmagnet, ein Neodymmagnet oder ein anderer Läufer in die Tragplatten eingebaut, von den Tragplatten umfasst oder an den Tragplatten (optional dauerhaft) befestigt sein.

Die Tragplatten können entlang der Rohre verschiebbar sein. Bevorzugt sind die Tragplatten (im Wesentlichen) entlang der gesamten Länge der Rohre bis jeweils zum rechten und linken Rand des Förderers verschiebbar (z.B. mindestens über 80 % der gesamten Länge der Rohre).

Der Linearmotor kann bei Betrieb des Förderers unterhalb der Tragplatten, auf denen Produkte beförderbar sind, angeordnet sein. Vorteilhafter Weise befinden sich mehrere Linearmotorstränge unterhalb der Tragplatten. Insbesondere können sich diese Linearmotorstränge innerhalb des Umlaufbereichs des Förderers befinden, also zwischen dem Bereich, entlang dem Produkte auf dem Förderer transportiert werden können und dem Bereich, in dem die Tragplatten zurücklaufen, um weitere Produkte aufzunehmen. Die Linearmotorstränge

können insbesondere statisch, also z.B. im Bezug auf den Rahmen des Förderers unbeweglich angeordnet sein.

Jeder Linearmotorstrang kann einzeln ansteuerbar, bevorzugt in mehreren Bereichen des Linearmotorstrangs einzeln ansteuerbar sein. Typischerweise liegen in Förderrichtung mehrere, bevorzugt mindestens fünf, bevorzugt mehr als 10, Linearmotorstränge nebeneinander, so dass mehrere Tragplatten durch den Linearmotor gleichzeitig gesteuert werden können. Typischerweise sind die Linearmotorsträngen parallel zueinander und optional in regelmäßigen Abständen zueinander angeordnet. Die Tragplatten sind typischerweise unabhängig voneinander ansteuerbar.

Der Abstand zwischen zwei Linearmotorsträngen in Förderrichtung kann beispielsweise etwa so groß sein wie der Abstand von Tragplatten in Förderrichtung (der Abstand zweier Tragplatten in Förderrichtung kann hierbei der Abstand zwischen den Schwerpunkten zweier in Förderrichtung unmittelbar hintereinander liegender Tragplatten in Förderrichtung - Verschiebungen senkrecht zur Förderrichtung werden hierbei bei Bestimmung des Abstandes typischerweise nicht berücksichtigt - bezeichnen). In anderen Ausführungsformen kann sich der Abstand zwischen den verschiedenen Linearmotorsträngen und der Abstand der Tragplatten in Förderrichtung um weniger als 20 %, beispielsweise um weniger als 10 %, unterscheiden. In wieder anderen Ausführungen können die Linearmotorstränge so angeordnet sein, dass sich ihr Abstand um mehr als 10%, beispielsweise mehr als 20 %, von der dem Abstand der Tragplatten in Förderrichtung unterscheidet.

Durch eine solche Anordnung ist es insbesondere möglich, mehrere Tragplatten in Richtung senkrecht zur Förderrichtung synchron zu steuern und/oder durch das Ansteuern von mehreren Linearmotorsträngen die Tragplatten über weitere Wege senkrecht zur Förderrichtung zu bewegen, als es in der Zeit möglich wäre, in der die Tragplatten über einen Linearmotorstrang verlaufen.

Insbesondere kann die Steuerung der Tragplatten kontaktlos erfolgen, also die Steuerung erfolgen, ohne dass eine Steuereinrichtung Kontakt mit den Tragplatten hat oder dass ein bewegliches Teil an die Tragplatten anstößt. Die Tragplatten können einzeln ansteuerbar sein, beispielsweise durch die oben beschriebenen Linearmotorstränge.

In einem Linienverteiler können zwei oder mehr Tragplatten in einer Richtung senkrecht zur Förderrichtung nebeneinander angeordnet sein. Eine Anordnung von zwei oder mehr Platten (in Richtung senkrecht zur Förderrichtung) nebeneinander kann vorteilhaft sein, da dann mehrere Tragplatten zusammengeführt werden können, um ein größeres Produkt zu transportieren. Alternativ oder zusätzlich kann es bei Zuführung bzw. Abführung der Produkte in mehr als eine Linie, durch die Verwendung von zwei oder mehr Tragplatten nebeneinander, beispielsweise an den gleichen (zwei) Rohren, möglich sein, Standflächen flexibel zusammenzustellen und damit beispielsweise zwei Produkte oder mehr Produkte nebeneinander zu transportieren. Die Tragplatten können so ausgebildet sein, dass sie eine Breite (Ausdehnung) in Förderrichtung aufweisen, so dass in diese Richtung (unmittelbar) nebeneinanderliegende (d.h. in Förderrichtung unmittelbar hintereinanderliegende) Tragplatten nicht aneinander stoßen, aber auch keinen großen Abstand aufweisen, so dass mehrere in diese Richtung nebeneinanderliegende Tragplatten zusammen verwendet werden können, um eine Standfläche für ein Produkt auszubilden. Die Breite (Ausdehnung) in Förderrichtung kann also beispielsweise weniger als der Abstand von Tragplatten in Förderrichtung betragen. Der Abstand zwischen zwei in Förderrichtung unmittelbar nebeneinanderliegende Tragplatten kann beispielsweise weniger als 1 cm, beispielsweise weniger als 0,5 cm betragen.

Die Tragplatten können so ausgebildet sein, dass die gesamte Länge von allen in Richtung senkrecht zur Förderrichtung nebeneinanderliegenden Tragplatten zusammen weniger als die Hälfte der Breite des Förderers oder der Länge, entlang der die Tragplatten durch die Linearmotorsträngen bewegbar sind, beträgt, beispielsweise weniger als ein Drittel der Breite des Förderers oder der Länge, entlang der die Tragplatten durch die Linearmotorstränge bewegbar sind. Anderenfalls kann eine Verteilung von Produkten typischerweise nicht effizient erfolgen, da die Bewegung der Tragplatten dann sehr eingeschränkt sein kann.

Die Tragplattenlänge (Ausdehnung senkrecht zur Förderrichtung) kann auf die zu fördernden Gebinde abgestimmt sein (z.B. kann die Tragplattenlänge in 50 mm Schritten, z.B. zwischen 100 mm und 1000 mm jeweils so gewählt sein, dass sie mindestens so groß wie die Ausdehnung der Standfläche des zu transportierenden Produktes beim Transport in Richtung senkrecht zu Förderrichtung, bevorzugterweise mindestens 50 mm größer und nicht mehr als 150 mm größer).

Die Tragplattenlänge einer Tragplatte kann beispielsweise zwischen 50 mm und 1000 mm betragen, insbesondere beispielsweise zwischen 80 mm und 650 mm. Für kleinere Produkte, z.B. Medikamente oder Zigarettenschachteln, kann die Tragplattenlänge auch weniger als 50 mm betragen.

Die Breite einer Tragplatte (Ausdehnung der Tragplatten in Förderrichtung) kann beispielsweise zwischen 40 mm und 400 mm betragen, beispielsweise zwischen 60 mm und 250 mm.

In anderen Ausführungsformen, insbesondere für kleinere Produkte, z.B. Medikamente oder Zigarettenschachteln, kann die Tragplattenbreite auch weniger als 40 mm betragen.

Die Tragplatten können durch die Linearmotorstränge, insbesondere entlang der Breite des Förderers oder entlang eines Teils der Breite des Förderers, stufenlos verschiebbar sein. Dies kann insbesondere vorteilhaft sein, wenn die Position, an der Produkte dem Förderer zugeführt werden und/oder vom Förderer weggeführt werden, geändert wird, so dass eine stufenlose Anpassung an solche Änderungen möglich sein kann.

Ein Linienverteiler kann Tragplatten verschiedener Größen, insbesondere beispielsweise Tragplatten, umfassen, die bei Draufsicht auf die Tragplatte verschiedene Größen der Standfläche aufweisen. Dies kann die Flexibilität des Linienverteilers erhöhen, da durch gezieltes Design der entsprechenden Tragplattengrößen eine Eignung für verschiedene Produkte und/oder verschiedene Anzahl von Linien bei der Zu- und Abführung der Produkte zum Linienverteiler gegeben sein kann. Typischerweise weisen alle Tragplatten dabei in Förderrichtung die gleichen Ausmaße auf, aber können in Richtung senkrecht zur Förderrichtung unterschiedliche Maße aufweisen.

Ein Linienverteiler kann dazu ausgebildet sein, dass mindestens zwei Tragplatten so gesteuert werden können, dass sie zusammen ein Produkt transportieren können. Typischerweise sind dafür die Linearmotorstränge einzelnen ansteuerbar, und insbesondere entlang ihrer Ausdehnung in Richtung senkrecht zur Förderrichtung in Teilbereichen einzeln ansteuerbar, so dass parallel nebeneinanderliegende Tragplatten (parallel in Richtung senkrecht zur Förderrichtung) gleichzeitig und unabhängig voneinander gesteuert werden können. Zusätzlich können in Förderrichtung nebeneinanderliegende Platten unabhängig ansteuerbar sein. Beispielsweise können die Linearmotorstränge, die in Förderrichtung nebeneinander liegen, ebenfalls abschnittsweise und unabhängig voneinander ansteuerbar sein.

Der Linienverteiler kann insbesondere dafür ausgebildet sein, Produkte von einem oder mehreren ersten Förderern, die in einer ersten Anzahl von Linien angefördert werden, auf eine zweite Anzahl von Linien verteilen, die optional von einem oder mehr zweiten Förderern abtransportiert werden können. Der Förderer des Linienverteilers kann eine fest vorgegebene Betriebsrichtung haben. Alternativ kann der Förderer des Linienverteilers vorwärts und rückwärts betreibbar sein, also Produkte in zwei entgegengesetzte Richtungen transportieren können (also die Förderrichtung umkehrbar sein).

Beispielsweise kann der Linienverteiler dafür ausgebildet sein, von einer ersten Linie Produkte auf zwei, drei, vier oder mehre Linien zu verteilen und/oder von zwei Linien auf eine, zwei, drei, vier oder mehre Linien zu verteilen und/oder von drei Linien auf eine, zwei, drei vier oder mehre Linien zu verteilen. Hierbei können die zugeführten Produkte jeweils gleich oder verschieden sein, beispielsweise können auf einer oder mehreren Linien zugeführte Produkte verschieden und/oder verschieden angeordnet (zum Beispiel gedreht) sein. Vorteilhafterweise kann der Linienverteiler so ausgebildet sein, dass er so steuerbar ist, dass er Produkte von einer ersten Anzahl von Linien auf eine zweite Anzahl von Linien verteilen kann, und die Einstellung der entsprechenden Anzahl von Linien über eine Steuerung des Linienverteilers erfolgen kann. Beispielsweise kann ein Linienverteiler so ausgebildet sein, dass er wahlweise Produkte von einer, zwei, drei, vier und/oder mehr Linien auf eine, zwei, drei, vier und/oder mehr Linien verteilen kann.

Die Erfindung umfasst des Weiteren eine Anlage zum Verteilen oder Zusammenführen von Produkten wie beispielsweise Getränkegebinden, die einen zuvor beschriebenen Linienverteiler umfasst. Eine solche Anlage kann insbesondere eine Anlage zum Zusammenführen und Zusammenstellen von Paletten von Produkten wie beispielsweise eine Palette von Getränkegebinden ausgebildet sein. Sie kann einen oder mehrere Förderer für Produkte umfassen, die Produkte zum Linienverteiler hin- und/oder vom Linienverteiler wegführen können. Sie kann des Weiteren einen Sammelbereich für Produkte, zum Beispiel für Produkte, die in eine Palette zusammengeführt werden sollen, umfassen, sowie optional einen Schieber zum Entfernen von Produkten aus dem Sammelbereich. Wenn beispielsweise eine Palette von Getränkegebinden erstellt wird, können diese erst in dem Sammelbereich gesammelt und dann, beispielsweise wenn alle Produkte für eine Palette zusammengestellt sind, durch den Schieber aus dem Sammelbereich entfernt werden.

Eine Anlage kann des Weiteren eine Vorrichtung zum Drehen von Produkten umfassen, die so angeordnet ist, dass Produkte vor dem Durchlaufen des Linienverteilers gedreht werden können, beispielsweise bei Draufsicht von oben um 90°. Damit können insbesondere beim Erstellen von Paletten entsprechende Palettenmuster erstellt werden. Eine solche Vorrichtung zum Drehen von Produkten kann beispielsweise so angeordnet sein, dass sie vor dem Linienverteiler Produkte von oben greifen, oder von oben durch einen Sauger greifen und drehen kann. In anderen Ausführungsformen kann die Vorrichtung zum Drehen von Produkten eine drehbare Platte umfassen. Andere Drehmöglichkeiten, die aus dem Stand der Technik bekannt sind, können ebenfalls zum Einsatz kommen. Vorteilhafterweise können

solche Drehmöglichkeiten einstellbar sein, beispielsweise so, dass sie nicht jedes Produkt, sondern nur bestimmte Produkt drehen.

Weitere Details und Aspekte der Erfindung werden in den folgenden Figuren beschrieben. Hierbei zeigt:

Figur 1 schematisch Teile eines Linienverteilers;

Figur 2 eine mögliche Befestigungsweise einer Tragplatte;

Figuren 3 a - d Beispiele für mögliche Anlagen in schematischer Weise; und

Figuren 4 a - b beispielhafte Anlagen.

Figur 1 zeigt schematisch Teile eines Linienverteilers. Er umfasst einen Förderer, der dazu ausgebildet ist, Tragplatten 2 in (Förder)Richtung E zu bewegen. Optional kann der Förderer so ausgebildet sein, dass er die Tragplatten 2 auch in umgekehrte Richtung, also entgegengesetzt zu E, bewegen kann. Die Tragplatten sind hier schematisch frei schwebend eingezeichnet, damit auch unterhalb der Tragplatten und ihren Befestigungen liegende Bauteile sichtbar sind. Die Tragplatten 2 können beispielsweise an Rohren befestigt sein, die senkrecht zur Richtung durch die Tragplatten verlaufen oder an Ketten oder ähnlichen.

Der Förderer kann so ausgebildet sein, dass er die Tragplatten 2 entlang einer Kurve führt, wobei Produkte auf den Tragplatten 2 entlang Richtung E an der Oberseite des Förderers transportiert werden können und die Tragplatten 2 entlang der Unterseite des Förderers zurückgeführt werden, um weitere Produkte aufzunehmen (z.B. an der Seite, die in Figur 1 nach rechts orientiert ist).

Die Tragplatten sind durch Linearmotorsträngen 3b (zur Übersichtlichkeit sind nur für zwei der Linearmotorstränge Referenzzeichen eingezeichnet). Ebenfalls eingezeichnet ist schematisch ein Kurzstator 3a. Die Linearmotorsträngen können beispielsweise mehrere solche Kurzstatoren umfassen und/oder in anderer Weise einzelnen ansteuerbare Bereiche umfassen. Die an den Tragplatten 2 befestigt oder von ihnen umfassten Läufer sind typischerweise dazu ausgebildet, durch die Linearmotorstränge 3b angesteuert zu werden. Wie eingezeichnet können sich die Linearmotorsträngen 3b optional fast entlang der gesamten Beförderungslänge des Förderers von Produkten erstrecken, so dass die Tragplatten 2 fast entlang der gesamten Fördererlänge auf dem Linienverteiler durch die Linearmotorstränge 3b ange- steuert werden können. Typischerweise sind die Linearmotorstränge 3b einzeln ansteuerbar und auch in einzelnen Bereichen einzeln ansteuerbar.

Durch die Linearmotoren erfolgt typischerweise eine kontaktlose Ansteuerung der Tragplatten, so dass Verschleiß von Weichen oder anderen mechanischen Bauteilen zur Führung der Produkte entfallen. Außerdem können durch Linearmotorsträngen, wie eingezeichnet, die Tragplatten stufenlos im Wesentlichen entlang der gesamten Breite des Förderers (senkrecht zur Förderrichtung) bewegbar sein, so dass auch ein (mechanischer) Umbau bei Änderung der Anforderungen an den Linienverteiler entfallen kann.

Durch die Verwendung von Tragplatten, auf denen die Produkte ohne Relativbewegung zur Unterlage transportiert werden können, kann auch eine mögliche Verschiebung bzw. unkontrollierte Drehung von Produkten sowie die Beschädigung der Produkte bzw. deren Verpackung entfallen gegenüber der Herangehensweise aus dem Stand der Technik.

Durch eine beispielhaft beschriebene Befestigung der Tragplatten an Rohren, typischerweise an zwei Rohren, die unmittelbar hintereinander entlang des Förderers verlaufen, können die Tragplatten am Anfang und Ende des Förderers recht unkompliziert entlang einer geschlossenen Kurve geführt werden und (z.B. unterhalb der Linearmotorstränge) wieder zum Anfang des Förderers zurückgeführt werden.

Die Figur 2 zeigt beispielhaft, wie Tragplatten 2 an Rohren 4 befestigt sein können. Beispielsweise können Tragplatten 2 an zwei Rohren 4 befestigt sein, wobei die Rohre 4 typischerweise senkrecht zur Förderrichtung E (optional in gleichmäßigen Abstand) über (im Wesentlichen) die gesamte Breite des Förderers angeordnet sein können, so dass die Tragplatten 2 (im Wesentlichen) entlang der gesamten Breite des Förderers bewegt werden können.

Die Tragplatten 2 können zweiteilig ausgebildet sein, beispielsweise einen Tragplattenoberteil 2b und ein Tragplattenunterteil 2c umfassen, die durch Schrauben oder andere Befestigungsmittel 2a verbunden oder aneinander befestigt werden, so dass sie an den Rohren 4 (gleitend) befestigt sind.

Die Rohre 4 können beispielsweise auf Ketten oder anderen Befestigungsmitteln angeordnet sein. Die Tragplatten 2 können gleitend auf den Rohren befestigt sein und/oder so ausgebildet sein, dass sie nur in einem bestimmten Bereich auf den Rohren aufliegen, und diese möglichst wenig Reibung aufweist, z.B. können die Tragplatten über zwei oder mehr Auflagen (z.B. Teflongleitringe) an den Rohren befestigt sein.

Die Figuren 3a bis 3d zeigen beispielhafte Anordnungen einer beispielhaften Anlage zum Zusammenführen oder Verteilen von Produkten. Die Anlage umfasst einen Linienverteiler 1 zum Befördern von Produkten entlang der Förderrichtung E, sowie einen oder mehrere Förderer 5 zum Anfördern von Produkten in Linien und einen oder mehrere Förderer 6 zum Abfördern von Produkten in Linien.

In Figur 3a ist der Linienverteiler ausgebildet, um Produkte von vier Linien auf drei Linien zu verteilen. Dazu werden die Produkte auf einem oder mehreren Förderern 5 in vier Linien angefördert. Der oder die Förderer 5 können dabei kontinuierlich und zusammen betreibbar oder einzeln unabhängig voneinander betreibbar sein. Von diesen vier Linien ist der Förderer ausgebildet, die Produkte auf Tragplatten zu bewegen und die Tragplatten gleichzeitig so zu verschieben, dass die Produkte auf drei Linien verteilt werden, die dann von einem oder mehreren Förderern 6 (beispielhaft eingezeichnet drei Förderer 6) verteilt werden können. Die Förderer 6 können jeweils zusammen und kontinuierlich und/oder einzelnen unabhängig voneinander betreibbar sein.

Der Linienverteiler kann - in diesem Beispiel wie auch in den anderen Beispielen, z.B. der Figuren 3b, c und d, für die das nicht extra explizit erwähnt wird - optional so steuerbar sein, dass er auch Produkte von einer anderen Anzahl von Linien auf eine andere Anzahl von Linien verteilen kann. Beispielsweise kann er so ausgebildet sein, dass er - je nach Steuerung - Produkte von einer, zwei, drei und/oder vier (und/oder mehr) Linien auf eine, zwei, drei und/oder vier (und/oder mehr) Linien verteilen kann.

Figur 3b zeigt eine beispielhafte Anordnung einer Anlage zum Verteilen von Produkten von zwei Linien auf eine Linie entlang der Förderrichtung E. Beispielhaft werden Produkte auf Förderern 5 in zwei Linien angefördert. Auf dem Linienverteiler werden diese dann auf eine Linie gebracht und durch einen Förderer 6 abtransportiert.

In dem gezeigten Beispiel sind dabei jeweils mehrere Tragplatten 2 in Richtung senkrecht zur Förderrichtung nebeneinander angeordnet und dazu ausgebildet, so angesteuert zu werden, dass mehrere Tragplatten zusammen ein Produkt transportieren können. In dem gezeigten Beispiel werden beispielsweise drei nebeneinanderliegende Tragplatten in Richtung senkrecht zur Förderrichtung sowie vier Tragplatten nebeneinander in Förderrichtung zusammen gesteuert, um eine Standfläche für ein Produkt auszubilden. In dem gezeigten Bei-

spiel sind jeweils vier Tragplatten 2 nebeneinander senkrecht zur Förderrichtung angeordnet. Andere Anzahlen sind ebenfalls möglich. Außerdem können, je nach Produkt, mehre oder weniger Tragplatten senkrecht und entlang der Förderrichtung zusammenwirken, um ein Produkt zu transportieren.

In dem gezeigten Beispiel sind alle Tragplatten gleichgroß. In anderen Ausführungsformen können sie jedoch verschiedene Größen umfassen. Außerdem werden in dem gezeigten Beispiel, abhängig davon, auf welchem Förderer 5 das Produkt, das von dem Linienverteiler als nächstes befördert werden soll, jeweils die in dieser Richtung liegenden Tragplatten des Förderers verwendet und die, auf der dem Förderer 5 abgewandten Seite, nicht bewegt. In anderen Ausführungsformen kann dies jedoch ebenfalls anders erfolgen.

Die Figur 3c zeigt eine Anlage, die durch einen Förderer 5 jeweils zwei Produkte in einer Linie anfördert, die durch den Linienverteiler 1 auf zwei Förderer 6, also auf zwei Linien, verteilt werden. Beispielhaft eingezeichnet ist die eine Verwendung von zwei Tragplatten entlang nebeneinander senkrecht zur Förderrichtung E. Das Produkt wird jeweils auf vier in Förderrichtung E (unmittelbar) nebeneinanderliegenden (bzw. unmittelbar hintereinanderlie-genden) Tragplatten transportiert. Die Tragplatten werden in dem Beispiel so gesteuert, dass sie bei Übergabe des Produkts an den Linienverteiler nebeneinander laufen und dann während des Transports auseinander bewegt werden, so dass die dann auf zwei getrennten Förderer 6 jeweils ein Produkt übergeben können.

Die Figur 3d zeigt ein Beispiel einer Anlage mit Tragplatten verschiedener Größe. In dem gezeigten Beispiel sind jeweils zwei (gleichgroße) größere und zwei (gleichgroße) kleinere Tragplatten nebeneinander senkrecht zur Förderrichtung angeordnet. Hierbei sind jeweils die Ausdehnung in den Tragplatten in Förderrichtung E gleich, aber ihre Ausdehnung senkrecht zur Förderrichtung E verschieden groß. Die Tragplatten mit der kleineren Standfläche sind außen angeordnet (bei Betrachtung der nebeneinanderliegenden Tragplatten als Ensemble: näher am Rand des Förderers als andere Tragplatten im Bezug auf die Richtung, die der Linearmotor die Tragplatten bewegen kann), die Tragplatten mit der größeren Standfläche sind innen (bei Betrachtung der nebeneinanderliegenden Tragplatten als Ensemble: näher zur Mitte des Förderers im Bezug auf die Richtung, die der Linearmotor die Tragplatten bewegen kann) angeordnet. In dem gezeigten Beispiel ist der Linienverteiler so ausgebildet, dass er Produkte von einer Linie von einem Förderer 5 auf zwei Linien auf Förderer 6 verteilen kann. Beispielhaft werden jeweils drei Tragplatten senkrecht zur Förderrichtung E nebeneinander und vier Tragplatten in Förderrichtung E zusammen verwendet, um ein Produkt

zu transportieren. Abhängig von dem Förderer 6, an den das Produkt übergeben werden soll, werden beispielhaft jeweils die drei Tragplatten verwendet, die auf der dem Förderer 6 näher liegenden Seite angeordnet sind. Die auf der dem verwendeten Transporteur weiter entfernt liegenden Seite liegenden Tragplatten 2 werden jeweils am Rande des Förderers belassen und nicht bewegt. Andere Verwendungen, beispielsweise andere Größen der Tragplatten und/oder andere Verwendung der Tragplatten zusammen, sind natürlich auch möglich (nicht gezeigt).

Die Figur 4a zeigt eine beispielhafte Anlage, beispielsweise zum Packen von Paletten 10 umfassend einen Linienverteiler 1 , einen Förderer 5, der die Produkte auf den Linienverteiler 1 überführt, einen Förderer 6, der die Produkte vom Linienverteiler 1 zu dem Sammelbereich 7 führt sowie beispielhaft einen Schieber 8, der dazu ausgebildet ist, die zusammengestellte Palette aus dem Sammelbereich 7 zu entfernen. In dem gezeigten Beispiel ist dieser Schieber 8 dazu senkrecht zur Förderrichtung bewegbar.

In dem gezeigten Beispiel werden die Produkte in zwei Linien auf den Linienverteiler verschoben und werden vom Linienverteiler auf sechs Linien verteilt und auf diesen Linien dann vom Förderer 6 in den Sammelbereich 7 geschoben. Andere Anzahlen von Linien und/oder Förderern sind ebenfalls möglich. Optional (hier nicht eingezeichnet) können ein oder mehrere Produkte vor der Übergabe an den Linienverteiler gedreht werden, beispielsweise am Ende des Förderers 5 und/oder vor Übergabe an den Förderer 5.

Sobald sich alle gewünschten Produkte für die Palette im Sammelbereich 7 befinden, ist der Schieber beispielhaft dazu ausgebildet, die Produkte zusammenzuschieben und aus dem Sammelbereich 7 zu entfernen, so dass die Palette 10 abtransportiert werden kann.

Die Figur 4b zeigt eine weitere beispielhafte Ausbildung einer Anlage, die dazu ausgebildet ist, mit dem Linienförderer Produkte von dem Förderer 5, die in einer Linie angefordert werden, auf sechs Linien aufzuteilen, die von dem Förderer 6 in den Sammelbereich 7 überführt werden können. Die Bewegung der Produkte erfolgt hierbei wieder in Förderrichtung E. Beispielhaft eingezeichnet ist ebenfalls wieder ein Schieber 8, der dazu ausgebildet ist, Produkte aus dem Sammelbereich 7 zu entfernen, sobald alle Produkte für eine Palette im Sammelbereich angeordnet sind, so dass die fertige Palette 10 entfernt werden kann.

Wie oben beschrieben kann ein Linienförderer so steuerbar sein, dass er ohne Änderung seines Aufbaus von einer anderen Linienanzahl in eine andere Linienanzahl Produkte transportieren kann. Beispielsweise kann die in Figur 4a gezeigte Anlage als die gleiche Anlage wie in Figur 4b ausgebildet sein, wobei lediglich eine Änderung in der Steuerung der Anlage erforderlich sein kann, um die beiden Betriebsmodi der Anlage zu erreichen.