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1. (WO2019063081) FLAT STEEL PRODUCT AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
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PATENTANSPRÜ CH E

1. Für eine Bake-Hardening-Behandlung geeignetes höchstfestes Stahlflachprodukt, das aus einem Stahl besteht, der neben Eisen und unvermeidbaren Verunreinigungen (in Gew.-%) aus

C: 0,1-0,5%,

Si: 0,5 - 2,0 %,

Mn: 1,0-3,0%,

AI: 0,01 - 1,5%,

N: 0,001 -0,008%,

P: < 0,02 %,

S: < 0,005%,

sowie optional aus einem oder mehreren der folgenden Elemente Cr: 0,01 - 1,0 %, Mo: 0,01 -0,2%, B: 0,001 - 0,01 %,

sowie optional aus in Summe 0,005 - 0,2 % V, Ti und Nb, wobei der Ti-Anteil nicht mehr als 0,10 % beträgt,

besteht, wobei das Stahlflachprodukt ein Gefüge aufweist, das aus

- nicht mehr als 15 Flächen-% Ferrit,

- nicht mehr als 5 Flächen-% Bainit,

- mindestens 5 Volumen-% Restaustenit und

- mindestens 80 Flächen-% Martensit, von welchem mindestens 75 Flächen-% angelassener Martensit ist,

besteht, wobei bezogen auf den gesamten Anteil Martensit im Gefüge dieser für mindestens 90% des Martensits eine Martensitlanzettenlänge von höchstens 7,5 μιτι und eine Martensitlanzettenbreite von höchstens 1000 nm aufweist.

2. Stahlflachprodukt nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Kohlenstoffgehalt mindestens 0,14 Gew.-% beträgt.

3. Stahlflachprodukt nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Summe des Si-Gehalts und der Hälfte des AI-Gehalts mindestens 0,9 Gew.-% beträgt.

4. Stahlflachprodukt nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Si-Gehalt mindestens 0,5 Gew.-% beträgt.

5. Stahlflachprodukt nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Si-Gehalt mindestens 0,9 Gew.-% beträgt.

6. Stahlflachprodukt nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der AI-Gehalt des Stahls des Stahlflachprodukts mindestens 0,02 Gew.-% beträgt.

7. Stahlflachprodukt nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der AI-Gehalt des Stahls des Stahlflachprodukts mindestens 0,2 Gew.-% beträgt.

8. Stahlflachprodukt nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass es eine Dehngrenze Rp02 von über 700 MPa oder eine Streckgrenze ReH von über 700 MPa, eine Zugfestigkeit Rm von 950 - 1500 MPa, eine Dehnung A80 von 7 - 25 % und einen BH2-Wert, der nach einer Vorverformung von 2% und einem Anlassen für 20 Minuten bei 170°C gemäß DIN EN 10325:2006 bestimmt wird, von mindestens 80 MPa aufweist.

9. Stahlflachprodukt nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens auf einer Seite mit einem auf Zink basierendem Korrosionsschutzüberzug versehen ist.

10. Verfahren zum Herstellen eines für eine Bake-Hardening-Behandlung geeigneten höchstfesten Stahlflachprodukts umfassend folgende Arbeitsschritte:

a) Bereitstellen eines warmgewalzten Stahlflachprodukts, welches aus einem Stahl besteht, der neben Eisen und unvermeidbaren Verunreinigungen aus (in Gew.-%)0, 1 - 0,5 % C, 1,0 - 3,0 % Mn, 0,5 - 2,0 % Si, 0,01 - 1,5 % AI, 0,001 - 0,008 % N, bis zu 0,02 % P, bis zu 0,005 % S sowie optional aus einem oder mehreren der folgenden Elemente: 0,01 - 1,0 % Cr, 0,01 - 0,2 % Mo, 0,001 - 0,01 % B sowie optional aus in Summe 0,005 - 0,2 % V, Ti und Nb, wobei der Ti-Anteil nicht mehr als 0, 10 % beträgt, besteht;

b) Beizen des warmgewalzten Stahlflachprodukts;

c) Kaltwalzen des Stahlflachprodukts mit einem Kaltwalzgrad von mindestens 37 %;

d) Erwärmen des kaltgewalzten Stahlflachprodukts auf eine Haltezonentemperatur THZ, welche oberhalb der A3-Temperatur des Stahls liegt und höchstens 950 °C beträgt, wobei das Aufheizen bis zu einer 200 - 400 °C betragenden Wendetemperatur TW mit einer Aufheizgeschwindigkeit ThetaH l von 5 - 50 K/s und oberhalb der Wendetemperatur TW mit einer Aufheizgeschwindigkeit ThetaH2 von 2 - 10 K/s erfolgt;

e) Halten des Stahlflachprodukts für 5 - 15 s auf der Haltezonentemperatur THZ; f) optionales Abkühlen des Stahlflachprodukts innerhalb von 30 - 300 Sekunden von der Haltezonentemperatur THZ auf eine mindestens 620 und höchstens 720°C betragende Zwischentemperatur TLK;

g) Abkühlen des Stahlflachprodukts mit einer Abkühlrate ThetaQ von mehr als durchschnittlich 5 K/s auf eine Kühlstopptemperatur TAB, welche zwischen der Martens itstarttemperatur TMS und einer Temperatur, die bis zu 175 °C kleiner als TMS ist, liegt;

h) Halten des Stahlflachprodukts auf der Kühlstopptemperatur TAB für 10 - 60 Sekunden;

i) Erwärmen des Stahlflachprodukts mit einer Aufheizrate ThetaBl, welche 1 - 80 K/s beträgt, auf eine 350 - 500 °C betragende Behandlungstemperatur TB und optionales isothermes Halten des Stahlflachprodukts auf der Behandlungstemperatur TB, wobei die Zeit für das Erwärmen und das optionale isotherme Halten insgesamt 10 - 1000 Sekunden beträgt;

j) Abkühlen des Stahlflachprodukts mit einer Abkühlrate ThetaB2 von mehr als

5 K/s und weniger als 500 K/s auf Raumtemperatur

k) optionales Beschichten des Stahlflachprodukts in einem Schmelzbad

entweder

kl) mittels Schmelztauchbeschichten vor dem Abkühlen in Arbeitsschritt j) oder

k2) mittels elektrolytischem Beschichten nach dem Abkühlen in Arbeitsschritt j)-

11. Verfahren nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass der Kaltwalzgrad in Arbeitsschritt c) mindestens 42 % beträgt.

12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11 dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlflachprodukt in Arbeitsschritt k) ein auf Zink basierendes Schmelzbad durchläuft.

13. Verfahren nach Anspruch 12 dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzbadzusammensetzung in Arbeitsschritt k) aus 1-2 Gew.-% AI, 1-2 Gew.-% Mg, Rest Zink und unvermeidbare Verunreinigungen besteht.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13 dadurch gekennzeichnet, dass die optionale Beschichtungsbehandlung in Arbeitsschritt k) in einem kontinuierlichen Ablauf erfolgt.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14 dadurch gekennzeichnet, dass die Abkühlrate ThetaB2 in Arbeitsschritt j) mehr als 20 K/s beträgt.