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1. (WO2019048228) DEVICE AND METHOD FOR CUTTING FOOD BARS
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BESCHREIBUNG

Titel

VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM SCHNEIDEN VON LEBENSMITTELRIEGEL

Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung geht aus von einer Aufschneidevorrichtung für

Lebensmittelriegel, wobei die Aufschneidevorrichtung eine als rotierende Klinge ausgebildete Schneidevorrichtung aufweist, wobei die Aufschneidevorrichtung eine Kühlvorrichtung für aufzuschneidende Lebensmittelriegel aufweist, wobei die Kühlvorrichtung mindestens eine erste Düse zum Ausstoß von Kühlmittel aufweist.

Derartige Aufschneidevorrichtungen bzw. Verfahren sind aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus der Patentanmeldung DE 100 01 338 A1 , hinlänglich bekannt. Bei diesen sogenannten„Slicern" werden stangenförmige oder anders geformte Lebensmittelriegel, beispielsweise Wurst, Käse, Schinken, Rohschinken oder dergleichen mit einer sehr hohen Schneidleistung, beispielsweise bis zu 1 .000 Schnitte pro Minute oder mehr, in Scheiben geschnitten. Die Lebensmittelriegel liegen auf einer Auflage auf und werden in Richtung eines sich bewegenden, vorzugsweise rotierenden, Schneidmessers transportiert, das Lebensmittelscheiben von dem vorderen Ende des Lebensmittelriegels abschneidet. Dabei wird der Lebensmittelriegel von einem Mittel, das sich oberhalb von dem Lebensmittelriegel befindet, beispielsweise einem Band, in Richtung des Schneidmessers transportiert und/oder gegen die Auflage gedrückt. Des Weiteren wird das hintere Ende des Lebensmittelriegels vor oder während des Ausschneidens mit einem Greifer in Eingriff gebracht, insbesondere um den Lebensmittelriegel, wenn er schon vergleichsweise weit aufgeschnitten ist, zu stabilisieren und/oder um das Reststück zu entsorgen. Die Aufschneidevorrichtungen gemäß dem Stand der Technik haben jedoch den Nachteil, dass die Lebensmittelriegel vorgekühlt oder sogar

schockgefrostet werden müssen, um eine optimale Schneidqualität und Ablage der aufgeschnittenen Lebensmittelnegel zu gewährleisten. Hierdurch gestaltet sich der Aufschneideprozess langwierig und kompliziert.

Offenbarung der Erfindung

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Aufschneidevorrichtung und ein entsprechendes Verfahren zum Aufschneiden von Lebensmittelriegeln

bereitzustellen, die eine verbesserte Schneidqualität und Ablage der

Lebensmittelriegel ohne Vorkühlung und Schockfrosten ermöglichen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird gelöst durch eine

Aufschneidevorrichtung für Lebensmittelriegel, wobei die Aufschneidevorrichtung eine als rotierende Klinge ausgebildete Schneidevorrichtung aufweist, wobei die Aufschneidevorrichtung eine Kühlvorrichtung für aufzuschneidende

Lebensmittelriegel aufweist, wobei die Kühlvorrichtung mindestens eine erste Düse zum Ausstoß von Kühlmittel aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Düse in einem der Schneidevorrichtung zugeordneten Schneidebereich angeordnet ist.

Hierdurch ist es erfindungsgemäß möglich, die Lebensmittelriegel unmittelbar vor und während des Schneidvorgangs zu kühlen. Eine Temperaturabweichung, insbesondere eine Erwärmung, des Lebensmittelriegels durch den Transport des Lebensmittelriegels von der Kühlvorrichtung zur Schneidevorrichtung wird so vorteilhaft vermieden. Das Aufschneiden der Lebensmittelriegel erfolgt

erfindungsgemäß vorteilhaft bei einer definierten Temperatur des

Lebensmittelriegels. Der Lebensmittelriegel kann hierbei auf eine Temperatur gekühlt werden, die eine optimale Schneidqualität und Ablage des aufgeschnittenen

Lebensmittelriegels ermöglicht. Auch kann auf zusätzliche Kühlvorrichtungen, insbesondere zusätzliche Vorrichtung zum Schockfrosten, verzichtet werden.

Weiterhin wird durch die Kühlung im Schneidebereich der Aufschneidevorrichtung die Bakterienentwicklung im Schneidebereich vorteilhaft reduziert. Die Regelung der Kühlleistung könnte beispielsweise durch ein Ventil, insbesondere automatisch, erfolgen. Denkbar ist auch, dass die Aufschneidevorrichtung einen

Temperatursensor zum Messen der Temperatur des Lebensmittelriegels aufweist,

wobei vorzugsweise die Regelung der Kühlleistung in Abhängigkeit der mit dem Temperatursensor gemessenen Temperatur erfolgt.

Die Aufschneidevorrichtung weist ein Schneidmesser auf, das von dem vorderen Ende eines Lebensmittelriegels Lebensmittelscheiben abtrennt. Das

Lebensmittelprodukt liegt dabei bevorzugt auf einer Auflage auf und wird in Richtung des, vorzugsweise rotierenden, Schneidmessers intermittierend oder kontinuierlich transportiert. Die Dicke der jeweiligen Lebensmittelscheibe wird durch den Vorschub des Lebensmittelriegels zwischen zwei Schnitten bestimmt. Das hintere Ende des Lebensmittelproduktes wird optional vor oder während des Aufschneidens von einem Greifer ergriffen, um das Lebensmittelprodukt, insbesondere wenn dessen Aufschnitt schon vergleichsweise weit fortgeschritten ist, zu stabilisieren und/oder um das verbleibende Endstück zu entsorgen. Erfindungsgemäß ist es nun möglich, den Lebensmittelriegel während oder unmittelbar vor dem Schneiden zu Kühlen. Hierzu weist die Aufschneidevorrichtung mindestens eine Düse zum Ausstoß eines

Kühlmittels auf. Dabei ist das Kühlmittel bevorzugt flüssig oder gasförmig. Die Düse ist erfindungsgemäß in einem Schneidebereich der Aufschneidevorrichtung angeordnet. Der Schneidebereich umfasst die Bereiche der Aufschneidevorrichtung, in denen das Schneiden der Lebensmittelriegel erfolgt. Der Schneidebereich umfasst vorzugsweise die Schneidevorrichtung selbst sowie die ihr zugeordnete Unterlage, auf der der Lebensmittelriegel während des Schneidens angeordnet ist.

Vorzugsweise ist die Düse derart ausgerichtet, dass eine Anströmung des

Lebensmittelriegels durch das Kühlmittel möglich ist. Es ist denkbar, dass die

Aufschneidevorrichtung geeignet ist, eine Mehrzahl an Lebensmittelriegel gleichzeitig zu schneiden. Entsprechend ist die erste Düse so platziert, dass eine Kühlung der Mehrzahl an Lebensmittelriegeln möglich ist. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Aufschneidevorrichtung eine Mehrzahl an ersten Düsen zum Ausstoß von Kühlmittel auf. Diese sind beispielsweise so im Schneidebereich angeordnet, dass eine Mehrzahl an Lebensmittelriegeln im Wesentlichen auf dieselbe Temperatur gekühlt werden können.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den

Unteransprüchen, sowie der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen entnehmbar.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die Aufschneidevorrichtung innerhalb des Schneidebereichs eine Schneidleiste aufweist, wobei die erste Düse in einem Schneidleistenbereich angeordnet ist. Hierdurch ist vorteilhaft eine Kühlung der Lebensmittelriegel direkt in dem Bereich möglich, in dem das Schneiden stattfindet. Weiterhin wird durch die Anordnung der ersten Düse im Schneidleistenbereich auch die Schneidleiste gekühlt, wodurch die Gleiteigenschaften der Lebensmittelriegel im Schneidleistenbereich verbessert werden. Insbesondere ist die Schneidleiste der Schneidevorrichtung zugeordnet. Die Schneidleiste bildet die Unterlage für die Schneidevorrichtung, beispielsweise für ein sich bewegendes Schneidmesser der Schneidevorrichtung. Bevorzugt ist das Schneidmesser rotierbar angeordnet. Der Schneidleistenbereich im Sinne der vorliegenden Erfindung umfasst mindestens die Schneidleiste, sowie ihr benachbarte Bereiche. Bevorzugt ist die erste Düse in der Schneidleiste angeordnet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die Aufschneidevorrichtung ein Zuführband für Lebensmittelriegel aufweist, wobei die Kühlvorrichtung mindestens eine zweite Düse zum Ausstoß von Kühlmittel umfasst, wobei die zweite Düse in einem Zuführbandbereich der

Aufschneidevorrichtung angeordnet ist. Hierdurch ist es gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, die Lebensmittelriegel zusätzlich auch vor dem Schneiden zu kühlen. Gemäß dieser bevorzugten

Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, ist die Aufschneidevorrichtung geeignet eine zweistufige Kühlung der Lebensmittelriegel durchzuführen und somit die Kühlleistung weiter zu erhöhen. Insbesondere weist die Aufschneidevorrichtung ein Zuführband auf, das die Lebensmittelriegel in Richtung der Schneidevorrichtung transportiert. Beispielsweise handelt es sich bei dem Zuführband um ein

Transportband, alternativ auch um eine Rolle, insbesondere eine Traktionsrolle. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Zuführband als Endlosband ausgeführt. Das Zuführband liegt an dem Lebensmittelriegel vor und/oder während des

Aufschneidens zumindest zeitweise an und/oder transportiert es in Richtung der Schneidevorrichtung. Vorzugsweise ist das Endlosband als sogenanntes

Traktionsband, insbesondere als Endlostraktionsband, ausgeführt, d. h. seine dem Lebensmittelriegel zugewandte Oberfläche wirkt reib-, form- und/oder kraftschlüssig mit der entsprechenden Oberfläche des Lebensmittelriegels zusammen. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Aufschneidevorrichtung eine Mehrzahl an zweiten Düsen zum Ausstoß von Kühlmittel auf. Diese sind beispielsweise so im Zuführbandbereich angeordnet, dass eine Mehrzahl an Lebensmittelriegeln im Wesentlichen auf dieselbe Temperatur gekühlt werden können.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die Aufschneidevorrichtung eine Lebensmittelriegelauflage aufweist, wobei die Kühlvorrichtung mindestens eine dritte Düse zum Ausstoß von Kühlmittel aufweist, wobei die dritte Düse in einem Lebensmittelriegelauflagebereich der Aufschneidevorrichtung angeordnet ist. Hierdurch ist es gemäß einer

bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich die

Lebensmittelriegel zusätzlich vor dem Schneiden im Auflagebereich zu kühlen.

Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, ist die

Aufschneidevorrichtung geeignet eine zweistufige oder, zusammen mit einer Kühlung im Zuführbandbereich dreistufige, Kühlung der Lebensmittelriegel durchzuführen und somit die Kühlleistung weiter zu erhöhen. Insbesondere weist die

Aufschneidevorrichtung einen Lebensmittelriegelauflagebereich auf, über den die Lebensmittelriegel in die Aufschneidevorrichtung eingebracht und von dem sie mittels des Zuführbandes der Schneidevorrichtung zugeführt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Aufschneidevorrichtung eine Mehrzahl an dritten Düsen zum Ausstoß von Kühlmittel auf. Diese sind beispielsweise so im Lebensmittelriegelauflagebereich angeordnet, dass eine Mehrzahl an

Lebensmittelriegeln im Wesentlichen auf dieselbe Temperatur gekühlt werden können.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die erste, zweite und/oder dritte Düse zum Ausstoß eines

Kryogens geeignet ist. Hierdurch ist es gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, die Lebensmittelriegel vor, unmittelbar vor und/oder während des Schneidprozesses auf effizient auf extrem niedrige

Temperaturen zu kühlen. Kryogene im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise, insbesondere in flüssiger Form: Helium, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, sowie, insbesondere in gefrorener Form, Kohlenstoffdioxid (Trockeneis). Es sind jedoch auch andere Kryogene denkbar. Extrem niedrige Temperaturen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Temperaturen, die durch Kühlung mit

Kühlmitteltemperaturen bevorzugt von weniger als 0°C, besonders bevorzugt durch Kühlung mit Kühlmitteltemperaturen von und unterhalb des Sublimationspunkts von gefrorenem Kohlenstoffdioxid, d.h. von -78,5°C, erreicht werden.

Ferner ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Aufschneiden von Lebensmittelriegeln mit einer Aufschneidevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 5, wobei in einem ersten Verfahrensschritt mindestens ein Lebensmittelriegel auf der Lebensmittelriegelauflage angeordnet wird, wobei der mindestens eine Lebensmittelriegel in einem zweiten

Verfahrensschritt über das Zuführband in den Schneidebereich eingebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Lebensmittelriegel in einem dritten Verfahrensschritt mittels eines aus der ersten Düse ausgestoßenen

Kühlmittels gekühlt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren hat gegenüber dem Stand der Technik analog alle bereits im Zusammenhang mit der vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Aufschneidevorrichtung erläuterten Vorteile. Insbesondere ist es erfindungsgemäß möglich, die Lebensmittelriegel gleichzeitig oder unmittelbar nacheinander zu kühlen und zu schneiden. Hierdurch ist es vorteilhaft möglich, den Schneidprozess bei einer definierten Temperatur durchzuführen. Insbesondere ist es möglich, die Temperatur der Lebensmittelriegel so einzustellen, dass eine optimale Schneidqualität und Ablage der aufgeschnittenen Lebensmittelriegel erreicht wird. Bevorzugt wird durch das Kühlen ein Randfrosten des Lebensmittelriegels erreicht. Ein dem

Schneidprozess vorgelagertes Schockfrosten entfällt. Hierdurch wird der

Aufschneideprozess vorteilhaft beschleunigt und vereinfacht. Durch die Kühlung der Lebensmittelriegel direkt im Schneidebereich wird eine Temperaturveränderung zwischen Kühlschritt und Schneideschritt vorteilhaft vermieden. Insbesondere wird vermieden, dass der Lebensmittelriegel sich nach dem Kühlen wieder erwärmt. Der erfindungsgemäße Aufschneideprozess zeichnet sich somit durch eine erhöhte Effizienz auf. Ferner wird die Bakterienbildung im Schneidebereich durch die

Kühlung und damit einhergehende Temperaturreduktion vorteilhaft reduziert. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das erfindungsgemäße Verfahren mit einer Mehrzahl an Lebensmittelriegeln durchgeführt. Insbesondere wird eine Mehrzahl an Lebensmittelriegeln in einem ersten Verfahrensschritt auf der

Lebensmittelriegelauflage angeordnet, in einem zweiten Verfahrensschritt über das Zuführband in den Schneidebereich eingebracht und in einem dritten

Verfahrensschritt mittels eines aus der ersten Düse ausgestoßenen Kühlmittels gekühlt. In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Kühlen im dritten

Verfahrensschritt mit einer Mehrzahl an ersten Düsen. Die Regelung der Kühlleistung könnte beispielsweise durch ein Ventil, insbesondere automatisch, erfolgen. Denkbar ist auch, dass die Aufschneidevorrichtung einen Temperatursensor zum Messen der Temperatur des Lebensmittelriegels aufweist, wobei vorzugsweise die Regelung der Kühlleistung in Abhängigkeit der mit dem Temperatursensor gemessenen

Temperatur erfolgt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass der mindestens eine Lebensmittelriegel im zweiten

Verfahrensschritt mittels eines aus der zweiten Düse ausgestoßenen Kühlmittels gekühlt wird. Hierdurch wird vorteilhaft die Kühlleistung weiter erhöht. Insbesondere findet eine Vorkühlung im zweiten Verfahrensschritt, d.h. während des Transports der Lebensmittelriegel zur Schneidevorrichtung, statt. In einer bevorzugten

Ausführungsform erfolgt das Kühlen im zweiten Verfahrensschritt mit einer Mehrzahl an zweiten Düsen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass der mindestens eine Lebensmittelriegel im ersten

Verfahrensschritt mittels eines aus der dritten Düse ausgestoßenen Kühlmittels gekühlt wird. Hierdurch ist es gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, dass der mindestens eine Lebensmittelriegel im ersten Verfahrensschritt mittels eines aus der dritten Düse ausgestoßenen

Kühlmittels gekühlt wird. Hierdurch wird vorteilhaft die Kühlleistung weiter erhöht. Insbesondere findet eine Vorkühlung im ersten Verfahrensschritt, d.h. beim

Einbringen der Lebensmittelriegel in die Aufschneidevorrichtung, statt. In einer bevorzugten Ausführungsform findet eine Kühlung der Lebensmittelriegel sowohl im ersten als auch im zweiten Verfahrensschritt statt. Dabei wird im ersten

Verfahrensschritt die dritte Düse genutzt und im zweiten Verfahrensschritt die zweite Düse. Hierdurch wird die Kühlleistung weiter erhöht und eine kontinuierliche Kühlung der Lebensmittelriegel vom Einbringen in die Aufschneidevorrichtung bis zum

Schneiden gewährleistet. In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Kühlen im ersten Verfahrensschritt mit einer Mehrzahl an dritten Düsen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass wobei im dritten Verfahrensschritt zusätzlich die

Schneidevorrichtung, insbesondere ein Schneidmesser der Schneidevorrichtung, gekühlt wird. Durch die Kühlung der Schneidevorrichtung, insbesondere eines Schneidmessers bzw. einer Schneidklinge der Schneidevorrichtung, werden beim Schneidprozess anfallende Eiweißablagerungen minimiert. Abstand und Anzahl der notwendigen Reinigungsvorgänge der Aufschneidevorrichtung werden somit reduziert. Bevorzugt ist das Schneidmesser ein bewegliches, insbesondere rotierendes Schneidmesser. Bevorzugt wird die Klinge des Schneidmessers im dritten Verfahrensschritt mittels der ersten Düse mitgekühlt. In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Kühlung der Schneidevorrichtung mittels einer ersten Düse und die Kühlung der Lebensmittelriegel mittels einer weiteren ersten Düse.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass der mindestens eine Lebensmittelriegel in einem vierten

Verfahrensschritt mittels der Schneidevorrichtung geschnitten wird. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass der vierte Verfahrensschritt unmittelbar auf den dritten Verfahrensschritt folgt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass der vierte Verfahrensschritt gleichzeitig mit dem dritten

Verfahrensschritt erfolgt. Hierdurch ist es gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorteilhaft möglich, die Lebensmittelriegel unmittelbar vor und/oder während des Schneidens erfolgt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass ein Kryogen als Kühlmittel verwendet wird. Hierdurch ist es vorteilhaft möglich, die Lebensmittelriegel auf extrem niedrige Temperaturen zu kühlen. Hierdurch ist es gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise möglich, eine optimale Schneidqualität und Ablage der aufgeschnittenen Lebensmittelriegel zu erreichen.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Zeichnungen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten

Ausführungsformen anhand der Zeichnungen. Die Zeichnungen illustrieren dabei lediglich beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung, welche den wesentlichen Erfindungsgedanken nicht einschränken.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Figur 1 zeigt schematisch eine Aufschneidevorrichtung für

Lebensmittelnegel gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Ausführungsformen der Erfindung

In Figur 1 ist schematisch eine Aufschneidevorrichtung 1 für Lebensmittelriegel gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeigt. Die Aufschneidevorrichtung 1 weist eine Schneidevorrichtung 2 zum Schneiden der Lebensmittelriegel auf. Insbesondere weist die Schneidevorrichtung 2 ein

Schneidmesser auf. Das Schneidmesser ist bevorzugt beweglich, besonders bevorzugt rotierbar, ausgeführt. Die Lebensmittelriegel werden über die

Lebensmittelriegelauflage 5 in einem ersten Verfahrensschritt in die

Aufschneidevorrichtung 1 eingebracht. Mittels eines Zuführbands 4 werden die Lebensmittelriegel in einem zweiten Verfahrensschritt zur Schneidevorrichtung 2 transportiert. Mittels der Schneidevorrichtung 2, insbesondere mittels des rotierenden Schneidmessers, werden die Lebensmittelriegel in einem vierten Verfahrensschritt in Scheiben geschnitten. Um eine optimale Schneidqualität und Ablage der

aufgeschnittenen Lebensmittelriegel zu gewährleisten, ist es notwendig, die

Lebensmittelriegel zu kühlen. Bisherige Aufschneidevorrichtungen und

entsprechende Verfahren zum Aufschneiden von Lebensmittelriegeln kühlen die Lebensmittelriegel aus diesem Grund vor oder verwenden schockgefrostete

Lebensmittelriegel. Der hiermit einhergehende Schneideprozess ist entsprechend aufwändig und zeitintensiv. Auch kommt es zur Erwärmung der vorgekühlten oder schockgefrosteten Lebensmittelriegel durch den langen Transport der

Lebensmittelriegel zwischen Vorkühlung bzw. Schockfrosten und Schneiden. Das bisherige Aufschneideverfahren ist also auch vergleichsweise ineffizient. Um diese Nachteile zu vermeiden, sieht die erfindungsgemäße Aufschneidevorrichtung 1 eine Kühlvorrichtung vor, die im Schneidebereich 6 der Aufschneidevorrichtung 1 angeordnet ist. Insbesondere weist die Aufschneidevorrichtung 1 eine im

Schneidebereich 6 der Aufschneidevorrichtung 1 angeordnete erste Düse zum

Ausstoß von Kühlmittel auf. Alternativ kann auch eine Mehrzahl von ersten Düsen im Schneidebereich 6 angeordnet sein. Dabei ist der Schneidebereich 6 der der

Schneidevorrichtung 2 zugeordnete Bereich der Aufschneidevorrichtung 1 . Der Schneidebereich 6 umfasst die Bereiche der Aufschneidevorrichtung 1 , in denen das Schneiden der Lebensmittelriegel erfolgt. Der Schneidebereich 6 umfasst

vorzugsweise die Schneidevorrichtung 2 selbst sowie die ihr zugeordnete Unterlage, auf der der Lebensmittelriegel während des Schneidens angeordnet ist. Der

Schneidevorrichtung 2 ist eine Schneidleiste 3 als Unterlage zugeordnet. Die

Schneidleiste 3 dient beispielsweise als Unterlage für das rotierende Schneidmesser. Bevorzugt ist die mindestens eine erste Düse im Schneidleistenbereich 7

angeordnet. Der Schneidleistenbereich 7 umfasst mindestens die Schneidleiste 3 selbst. Die Anordnung der ersten Düse im Schneidleistenbereich 7 stellt sicher, dass eine Kühlung der Lebensmittelriegel direkt in dem Bereich der

Aufschneidevorrichtung 1 erfolgt, in dem der Schneidprozess stattfindet. Hierdurch wird eine optimale Schneidqualität und Ablage sichergestellt. Bevorzugt erfolgt das Kühlen mittels der erstens Düse unmittelbar vor und/oder beim Schneiden.

Insbesondere erfolgt das Kühlen in einem dritten Verfahrensschritt und das

Schneiden in einem vierten Verfahrensschritt, wobei dritter und vierter

Verfahrensschritt unmittelbar nacheinander und/oder gleichzeitig durchgeführt werden. Hierdurch wird ein Erwärmen der Lebensmittelriegel zwischen Kühlen und Schneiden minimiert. Dies maximiert die Effizienz der Kühlvorrichtung und minimiert Energieverluste. Zusätzlich erfolgt so eine Kühlung des Schneidebereichs 6 und damit eine Reduktion der Bakterienbildung in diesem Bereich. Auch werden die Gleiteigenschaften der Lebensmittelriegel im Schneidleistenbereich 7 verbessert, so dass die Schnittgeschwindigkeit erhöht werden kann. Es ist weiterhin denkbar, dass die Schneidevorrichtung 2, insbesondere das Schneidmesser, mittels der ersten Düse mitgekühlt wird. Hierdurch wird die Temperatur des Schneidmessers, insbesondere der Klinge des Schneidmessers, gesenkt und somit die Ablagerung von Eiweißen am Schneidmesser minimiert.

Eine Erhöhung der Kühlleistung der Kühlvorrichtung wird beispielsweise durch mindestens eine zweite Düse zum Ausstoß von Kühlmittel bewirkt. Die zweite Düse ist in einem Zuführbandbereich 8 der Aufschneidevorrichtung 1 angeordnet. Dabei ist der Zuführbandbereich 8 der Bereich, der dem Zuführband 4 zugeordnet ist.

Hierdurch ist es vorteilhaft möglich, während die Lebensmittelriegel bereits während des zweiten Verfahrensschrittes, d.h. bereits während des Transports der

Lebensmittelriegel von der Auflage 5 zum Schneidebereich, zu kühlen. Zusätzlich oder alternativ kann die Kühlleistung weiter erhöht werden, indem mindestens eine dritte Düse zum Ausstoß von Kühlmittel in einem Lebensmittelriegelauflagebereich 8 angeordnet wird. Die mindestens eine dritte Düse ermöglicht eine zusätzliche Kühlung der Lebensmittelriegel im Auflagebereich 8, d.h. während des ersten Verfahrensschrittes.

Als Kühlmittel wird bevorzugt ein Kryogen verwendet. Kryogene im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Stoffe, die eine extrem niedrige Temperatur aufweisen. Beispiele für Kryogene sind flüssiges Helium, flüssiger Wasserstoff, flüssiger Stickstoff, flüssiger Sauerstoff oder Trockeneis, d.h. gefrorenes Kohlendioxid.

Hierdurch wird eine effiziente Kühlung der Lebensmittelriegel auf extrem niedrige Temperaturen ermöglicht. Bevorzugt erfolgt die Kühlung im dritten Verfahrensschritt mittels der ersten Düse zum Randfrosten der Lebensmittelriegel.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Aufschneidevorrichtung 1 derart ausgeführt, dass gleichzeitig eine Mehrzahl an Lebensmittelriegeln im ersten Verfahrensschritt auf der Auflage 5 angeordnet werden können, im zweiten

Verfahrensschritt mittels Zuführband 4 zur Schneidevorrichtung 2 transportiert werden können und im dritten Verfahrensschritt gegebenenfalls von einer Mehrzahl an ersten Düsen gekühlt werden können. Das Schneiden erfolgt im vierten

Verfahrensschritt unmittelbar nach und/oder gleichzeitig mit dem dritten

Verfahrensschritt in der Schneidevorrichtung 2. Zusätzlich kann eine Kühlung im ersten Verfahrensschritt mit einer Mehrzahl an dritten Düsen und/oder eine Kühlung im zweiten Verfahrensschritt mit einer Mehrzahl an zweiten Düsen erfolgen.

Hierdurch wird die Effizienz und Schneidgeschwindigkeit der Aufschneidevorrichtung 1 vorteilhaft erhöht.

Bezugszeichenliste

1 Aufschneidevorrichtung

2 Schneidevorrichtung

3 Schneidleiste

4 Zuführband

5 Lebensmittelnegelauflage

6 Schneidebereich

7 Schneidleistenbereich

8 Zuführbandbereich

9 Lebensmittelriegelauflagebereich