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1. (WO2019042798) SWITCHING DEVICE COMPRISING LASHING POINTS
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Beschreibung

SCHALTEINRICHTUNG AUFWEISEND ZURRPUNKTE

Die Erfindung betrifft eine Schalteinrichtung aufweisend ein Kapselungsgehäuse sowie Zurrpunkte.

Aus dem Prospekt „Gas-insulated switchgear type series 8DN8" geht eine Schalteinrichtung mit einem Kapselungsgehäuse her-vor. Die Schalteinrichtung weist ein Traggerüst auf, an welchem Zurrpunkte zum Befestigen der Schalteinrichtung angeordnet sind. Somit ist es möglich, die Schalteinrichtung unmittelbar mit einem Fundament zu verbinden. Nachteilig ist jedoch, dass durch das Traggerüst die Bauhöhe vergrößert wird. Dadurch kann ein Transport erschwert werden. Weiter können erhöhte Umbruchkräfte insbesondere bei Nutzung in erdbebengefährdeten Regionen auf die Schalteinrichtung einwirken. Entsprechend sind mechanische Verstärkungen für diese Anwendungsfälle vorzusehen.

Somit ergibt sich als Aufgabe der Erfindung, eine Schalteinrichtung anzugeben, welche bei reduzierter Bauhöhe eine verbesserte Stabilität aufweist.

Die Aufgabe wird bei einer vorstehend genannten Schalteinrichtung dadurch gelöst, dass die Zurrpunkte derart angeordnet sind, dass der Schwerpunkt der Schalteinrichtung in Ver-zurrrichtung unterhalb der Zurrpunkte liegt.

Eine Schalteinrichtung ist eine Einrichtung zum Schalten eines Strompfades. Der zu schaltende Strompfad ist bevorzugt zumindest teilweise im Innern eines Kapselungsgehäuses angeordnet. Als solches bildet das Kapselungsgehäuse eine mechanische Barriere für die in seinem Innern angeordneten Ab-schnitte des zu schaltenden Strompfades. Als Schalteinrichtung können beispielsweise Leistungsschalter, Trennschalter, Lastschalter, Erdungsschalter usw. Verwendung finden. Zum Schalten des Strompfades können relativ zueinander bewegbare Schaltkontaktstücke genutzt werden.

Zurrpunkte sind Punkte an der Schalteinrichtung, an welchen Kräfte zum Fixieren derselben eingeleitet werden können. Ein Fixieren kann sowohl temporär als auch dauerhaft über die Zurrpunkte erfolgen. Als Zurrpunkte können beispielsweise Ösen, Gewindebohrungen, Ausnehmungen, Vorsprünge, Haken usw. dienen .

Über die Zurrpunkte besteht die Möglichkeit, die Schalteinrichtung in eine Verzurrrichtung zu belasten. Die Verzurr-richtung wird durch die Summe der Kräfte, welche auf die Schalteinrichtung einwirken, bestimmt. Vorzugsweise liegt die Verzurrrichtung in einer vertikalen Richtung. Der Schwerpunkt der Schalteinrichtung liegt dabei in Verzurrrichtung bevorzugt unterhalb einer Fläche, die von den Zurrpunkten umschlossen ist. Der Schwerpunkt liegt bevorzugt zwischen den Zurrpunkten und einem Widerlager (z. B. Aufsteilfläche) für die Zurrkräfte. Entsprechend kann bei einem Verzurren, also einem Verspannen der Schalteinrichtung gegen eine Aufstellfläche, die Lage der Schalteinrichtung durch den Schwerpunkt zusätzlich stabilisiert werden. Die Aufsteilfläche liegt dabei quer zur Verzurrrichtung, so dass die Aufsteilfläche als Widerlager für in Verzurrrichtung wirkende Kräfte wirken kann. Bevorzugt kann die Aufsteilfläche im Wesentlichen lotrecht zur Verzurrrichtung ausgerichtet sein. Die Zurrpunkte können etwa in einer Ebene liegen, welche im Wesentlichen parallel zu einer Aufsteilfläche verläuft. Weiter weist die An-Ordnung der Zurrpunkte oberhalb des Schwerpunktes den Vorteil auf, dass die Zurrpunkte auch als Kranpunkte genutzt werden können. Bei einem Aufhängen der Schalteinrichtung an den Zurrpunkten wird so eine stabile Lage eingenommen. So ist ein einfacher Wechsel der Belastung der Zurrpunkte möglich ohne die Stabilität der Schalteinrichtung zu gefährden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Kapselungsgehäuse einen Flansch aufweist, über dessen Umfang die Zurrpunkte hervorspringen.

Mittels eines Flansches ist ein Zugang zum Innern des Kapselungsgehäuses möglich. Entsprechend kann der Flansch auch über einen Flanschdeckel verschlossen werden. Der Flansch kann beispielsweise als Ringflansch ausgeführt sein. Der Flansch begrenzt eine Flanschöffnung. Die Zurrpunkte können den Flansch am Umfang des Flansches überragen. So sind exponierte Punkte gebildet, an welchen Zurrkräfte angreifen können. Die Zurrpunkte können beispielsweise im Wesentlichen einander diametral gegenüberliegend angeordnet sein. Die Zurrpunkte sind bevorzugt frei von einer Überdeckung durch einen den Flansch verschließenden Flanschdeckel gehalten. Der

Flansch kann beispielsweise ein Blattflansch sein, dessen Blatt von Zurrpunkten im Wesentlichen in radialer Richtung überragt wird. Die Zurrpunkte können zumindest teilweise in den Flansch übergehen. Somit ist in einfacher Weise eine Kraftverteilung in den Flansch hinein möglich. Der Schwerpunkt der Schaltanlage kann von dem Flansch überspannt sein.

Vorteilhaft kann weiter vorgesehen sein, dass die Zurrpunkte zum Flansch axial versetzt angeordnet sind.

Durch einen axialen Versatz besteht die Möglichkeit, Kräfte zum Verzurren unterhalb des Flansches in das Kapselungsgehäuse einzuleiten. Somit ist eine Trennung von Flansch und Zurrpunkt möglich, wobei weiterhin Kräfte im gleichen Bereich des Kapselungsgehäuses angreifen können.

Weiter kann vorgesehen sein, dass zwischen zwei Zurrpunkten mantelseitig am Kapselungsgehäuse Anbauteile abgestützt sind.

Am Kapselungsgehäuse können Anbauteile abgestützt sein. So können beispielsweise Steuerschränke, Antriebsgehäuse usw. am Kapselungsgehäuse befestigt sein. Zwischen zwei Zurrpunkten verläuft eine lineare Verbindungsachse, zu welcher sich Ebenen erstrecken, die im Wesentlichen parallel zueinander und rechtwinklig zu der linearen Verbindungsachse ausgerichtet sind. Jeweils eine der Ebenen verläuft durch einen Zurrpunkt. Die beiden Ebenen begrenzen den Raum, in welchem Anbauteile mantelseitig am Kapselungsgehäuse angeordnet werden können. Somit besteht die Möglichkeit, am Kapselungsgehäuse Ausleger aus Anbauteilen zu befestigen, welche zwischen den Ebenen begrenzt sich mantelseitig an das Kapselungsgehäuse anschlie-ßen. Insbesondere können die Zurrpunkte weiterhin den Flansch überragen. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der

Flansch dabei quer zur mantelseitigen Ausladung der Anbauteile (in Richtung der Verbindungsachse) eine größere Erstre-ckung, zumindest aber die gleiche Erstreckung wie die Anbau-teile aufweisen. Entsprechend können die Zurrpunkte genutzt werden, um sowohl parallel zu den Ebenen, zwischen welchen sich die Anbauteile erstrecken, als auch lotrecht zu diesen Ebenen (in Richtung der Verbindungsachse) ein Abspannen bzw. Anschlagen von Befestigungsmitteln vorzunehmen.

Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen sein, dass jeweils zwischen zwei Zurrpunkten mantelseitig am Kapselungsgehäuse Anbauteile auf entgegengesetzten Seiten des Kapselungsgehäuses angeordnet sind.

Jeweils zwischen zwei Zurrpunkten kann sich jeweils eine lineare Verbindungsachse erstrecken. Bevorzugt sollten die Verbindungsachsen zwischen jeweils zwei Zurrpunkten, zwischen denen sich jeweils die Anbauteile an entgegengesetzten Seiten des Kapselungsgehäuses befinden, im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sein. Entsprechend können die Anbauteile im Wesentlichen lotrecht zu diesen Achsen jeweils mantelseitig vom Kapselungsgehäuse fortragen. Beiderseits des Kapselungsgehäuses befindliche Anbauteile können so zueinander fluchtend angeordnet sein. Vorteilhafterweise sollte in

Fluchtrichtung der Anbauteile ein Ausladen der Zurrpunkte jeweils derart erfolgen, dass zu den Ebenen (lotrecht zur Ver- bindungsachse, durch die Zurrpunkte verlaufend) , welche die Anbauteile in Fluchtrichtung parallel begrenzen, ein lotrechtes bzw. paralleles Verspannen über die jeweiligen Zurrpunkte möglich ist.

Dabei kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Anbauteile die Zurrpunkte in Verzurrrichtung überragen.

In Verzurrrichtung liegt der Schwerpunkt der Schalteinrich-tung unterhalb der Zurrpunkte. Mit einem Überragen der Zurrpunkte durch die Anbauteile kann zusätzlicher Bauraum für die Anbauteile genutzt werden, wobei weiterhin ein Verzurren bzw. Stabilisieren der Schalteinrichtung an den Zurrpunkten möglich ist. Ein Überragen kann in Verzurrrichtung sowohl in beiden Richtungen als auch nur in einer Richtung erfolgen. Die Anbauteile sind dabei derart angeordnet, dass weiterhin der Schwerpunkt der Schalteinrichtung unterhalb der Zurrpunkte liegt. Dabei ist in Richtung der Schwerkraftachse eine Überdeckung der Zurrpunkte durch Anbauteile nicht vorgesehen. Somit sind die Zurrpunkte insbesondere oberhalb des Schwerpunktes frei zugänglich, wodurch eine Nutzung der Verzurrpunkte auch zum Kranen der Schalteinrichtung erfolgen kann.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Flansch einen stirnseitigen Abschluss des Kapselungsgehäuses über einer Aufsteilfläche bildet.

Über einer Aufsteilfläche, gegen welche ein Verzurren der Schalteinrichtung unter Nutzung der Verzurrpunkte erfolgen kann, kann ein stirnseitiger Abschluss des Kapselungsgehäuses über einen Flansch erfolgen. Der Flansch kann dabei mittels eines geeigneten Flanschdeckels (gegebenenfalls fluiddicht) verschlossen werden. Über den stirnseitigen Abschluss des Kapselungsgehäuses ist gewährleistet, dass keine weiteren Kapselungsgehäuseteile oberhalb des stirnseitigen Abschlusses befindlich sind. Dadurch ist ein geeigneter Zugang zu den Zurrpunkten auch aus Richtung des Flansches sowie aus radialen Richtungen auf den Flansch zu ermöglichen.

Eine weiter vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Flansch von einem Getriebedeckel verschlossen ist.

Zum Verschießen eines Flansches kann ein Getriebedeckel dienen. Mittels des Getriebedeckels ist ein Einleiten einer Bewegung in das Innere des Kapselungsgehäuses ermöglicht. Die Bewegung kann so beispielsweise außerhalb des Kapselungsgehäuses erzeugt werden und in das Innere des Kapselungsgehäuses unter Passage des Getriebedeckels übertragen werden. Dadurch besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Bewegung gedichtet in das Innere des Kapselungsgehäuses hineinzuleiten. Der Getriebedeckel kann beispielsweise von einer drehbaren

Welle oder einer axial bewegbaren Stange durchsetzt sein. Ein Durchsetzen des Getriebedeckels kann dabei fluiddicht erfolgen, so dass der Getriebedeckel auch Teil einer fluiddichten Barriere sein kann.

Weiterhin kann dabei vorteilhaft vorgesehen sein, dass am Flansch eine Antriebseinrichtung für relativ zueinander bewegbare Schaltkontaktstücke der Schalteinrichtung abgestützt ist .

Eine Antriebseinrichtung kann dazu dienen, relativ zueinander bewegbare Schaltkontaktstücke der Schalteinrichtung, welche sich bevorzugt im Innern des Kapselungsgehäuses befinden, zu einer Relativbewegung zu veranlassen. Die Antriebseinrichtung kann dabei zumindest teilweise am Flansch gehalten sein. Beispielsweise kann die Antriebseinrichtung unter Zwischenschaltung des Getriebedeckels am Flansch gestützt sein.

Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen sein, dass das Kap-selungsgehäuse ein Druckbehälter ist.

Das Kapselungsgehäuse kann als Druckbehälter ausgebildet sein. Als solches kann das Innere des Kapselungsgehäuses mit einem Über- oder Unterdruck beaufschlagt werden. Das Kapselungsgehäuse ist dazu als solches fluiddicht ausgebildet. Beispielsweise kann das Innere des Kapselungsgehäuses mit einem elektrisch isolierenden Fluid befüllt sein, mit welchem eine Isolation von zueinander bewegbaren Schaltkontaktstücken der Schalteinrichtung vorgenommen wird. Darüber hinaus kann das elektrisch isolierende Fluid auch passive Bauteile wie Phasenleiter, Spannungswandler und dergleichen elektrisch isolieren. Als elektrisch isolierende Fluide sind beispielsweise fluorhaltige Medien wie Schwefelhexafluorid, Fluornit-ril, Fluorketon sowie stickstoffhaltige Medien wie Stickstoff, gereinigte atmosphärische Luft usw. verwendbar. Neben der Verwendung von gasförmigen Fluiden ist auch ein Einsatz von flüssigen Isoliermedien zulässig. Um einer Druckdifferenz widerstehen zu können, weist das Kapselungsgehäuse eine entsprechende mechanische Stabilität auf. Diese mechanische Stabilität kann genutzt werden, um Anbauteile am Kapselungs-gehäuse abzustützen. Zurrpunkte können in der Oberfläche des Kapselungsgehäuses angeordnet sein und aus dem Kapselungsgehäuse bzw. dessen Oberfläche hervorspringen. Anbauteile selbst sind von Zurrpunkten freigehalten. Die Anbauteile selbst sind nicht notwendigerweise als Druckbehälter auszu-führen.

Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in einer Zeichnung gezeigt und nachfolgend näher beschrieben. Dabei zeigt die

Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Schalteinrichtung, die

Figur 2 eine Draufsicht auf die Schalteinrichtung wie aus der Figur 1 bekannt und die

Figur 3 eine perspektivische Ansicht eines Zurrpunktes .

Die Schalteinrichtung in der Figur 1 weist ein Kapselungsge-häuse 1 auf. Das Kapselungsgehäuse 1 ist vorliegend als

Druckbehälter ausgebildet und nimmt in seinem Inneren relativ zueinander bewegbare Schaltkontaktstücke der Schalteinrichtung auf. Eine elektrische Einbindung der Schalteinrichtung in ein Elektronetz kann beispielsweise über Durchführungen erfolgen, welche in eine Wandung des Kapselungsgehäuses 1 eingelassen sind. Dort können beispielsweise Kabel mittels Steckverbindern angeschlossen werden. Durchführungen können beispielsweise von Anbauteilen IIa, IIb umgeben sein, so dass durch die Anbauteile IIa, IIb ein mechanischer Schutz gegeben ist. Das Kapselungsgehäuse 1 ist in seinem Inneren mit einem elektrisch isolierenden Fluid unter Überdruck befüllt. Bevorzugt handelt sich um ein fluorhaltiges Fluid wie Schwefel-hexafluorid, Fluornitril, Fluorketon oder ein stickstoffhaltiges Fluid wie Stickstoff sowie Stickstoffgemische wie ge-reinigte atmosphärische Luft. Das Kapselungsgehäuse 1 ist aufrecht stehend angeordnet und gegenüber einer Aufstellfläche 2 abgestützt. Abgewandt von der Aufsteilfläche 2 weist das Kapselungsgehäuse 1 stirnseitig einen Flansch 3 auf. Der Flansch 3 weist eine unregelmäßige mehreckige Struktur auf (vergleiche auch die Draufsicht in der Figur 2) . Der Flansch 3 ist mit einem Flanschdeckel 4 verschlossen. Der Flanschdeckel 4 ist dabei fluiddicht mit dem Flansch 3 verbunden, so dass ein Entweichen von dem im Inneren des Kapselungsgehäuses angeordneten elektrisch isolierenden Fluid entgegengewirkt ist. Der Flanschdeckel 4 ist vorliegend als Getriebedeckel ausgebildet, das heißt, in einer Anformung ist ein Einleiten einer Bewegung über Getriebeelemente wie beispielsweise Wellen oder Stangen in das Innere des Kapselungsgehäuses 1 ermöglicht. Eine Transmission in das Innere des Kapselungsge-häuses 2 erfolgt dabei bevorzugt fluiddicht. Zur Erzeugung einer Bewegung ist am Getriebedeckel eine Antriebseinrichtung 5 befestigt. Die Antriebseinrichtung 5 ist versetzt zum Flansch 3 angeordnet. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Antriebseinrichtung 5 sich zumindest teilweise bis über den Flansch 3 ausdehnt.

Mantelseitig sind am Kapselungsgehäuse 1 drei weitere Antriebseinrichtungen 6a, 6b, 6c angeordnet. Über die weiteren Antriebseinrichtungen 6a, 6b, 6c sind weitere Bewegungen fluiddicht in das Innere des Kapselungsgehäuses 1 einkop-pelbar (z. B. für Erdungsschalter, Trennschalter usw.). Am Umfang des Flansches 3 sind ein erster Zurrpunkt 7a, ein zweiter Zurrpunkt 7b, ein dritter Zurrpunkt 7c sowie ein vierter Zurrpunkt 7d angeordnet. In der perspektivischen Ansicht nach Figur 1 sind lediglich der erste Zurrpunkt 7a sowie der zweite Zurrpunkt 7b unmittelbar erkennbar. Der dritte Zurrpunkt 7c sowie der vierte Zurrpunkt 7d sind in der Figur 1 durch Körperkanten verdeckt.

In der Draufsicht der Figur 2 sind alle vier Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d sichtbar. Die Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d springen über den Umfang des Flansches 3 hervor, so dass die Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d in Richtung einer Schwerkraftachse 8 frei von einer Überdeckung durch den Flansch 3 beziehungsweise den Flanschdeckel 4 sind. Die Schwerkraftachse 8 entspricht im Wesentlichen einer Verzurrrichtung . Im Umlauf der Zurrpunkte 7a, 7b, 7c ist eine Fläche begrenzt, unterhalb welcher in

Richtung der Schwerpunktachse 8 der Schwerpunkt der Schalteinrichtung befindlich ist. Entsprechend sind Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d bezogen auf die Aufsteilfläche 2 oberhalb des Schwerpunktes der Schalteinrichtung angeordnet.

Jeweils zwei der Zurrpunkte 7a, 7d sowie 7b, 7c sind über eine Verbindungsachse 9a, 9b miteinander verbunden. Die Verbindungsachsen 9a, 9b sind im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet. Dabei weist der Abstand des ersten Zurrpunktes 7a zum vierten Zurrpunkt 7d einen größeren Betrag in Richtung der Verbindungsachse 9a auf als der Abstand des zweiten Zurrpunktes 7b zum dritten Zurrpunkt 7c in Richtung der zugeord- neten Verbindungsachse 9b. Entsprechend ergeben sich im Wesentlichen lotrecht zu den Verbindungsachsen 9a, 9b ausgehend von den jeweiligen Zurrpunkten 7a, 7b, 7c, 7d Achsen, welche jeweils in einer Ebene 10a, 10b, 10c, lOd liegen. Die Ebenen 10a, 10b, 10c, lOd begrenzen mantelseitig an gegenüberliegenden Seiten des Kapselungsgehäuses 1 Bereiche, innerhalb welchen Anbauteile IIa, IIb mantelseitig mit dem Kapselungsgehäuse 1 verbunden sind. Die Anbauteile IIa, IIb sind am Kapselungsgehäuse 1 zumindest teilweise abgestützt. Als Anbau-teil IIa, IIb kann beispielsweise auch die Antriebseinrichtung 5 ausgeformt sein. Die Anbauteile IIa, IIb sind dabei derart ausgebildet, dass diese den Flansch 3 in Richtung der Schwerpunktachse 8 überragen (vgl. Figur 1) . Weiterhin überragen die Anbauteile IIa, IIb das Kapselungsgehäuse 1. Dabei ist vorliegend ein Überragen des Kapselungsgehäuses 1 durch die Anbauteile IIa, IIb sowohl oberhalb als auch unterhalb der Stirnseiten des Kapselungsgehäuse 1 in Richtung der

Schwerpunktachse 8 vorgesehen.

Die Figur 3 zeigt stellvertretend für alle Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d ein Detail des zweiten Zurrpunktes 7b. Der zweite Zurrpunkt 7b ist bezüglich der Schwerkraftachse 8 axial beabstandet zum Flansch 3, mantelseitig am Kapselungsgehäuse 1 angeordnet. Vorliegend ist der Zurrpunkt 7b Stoffschlüssig mit dem Kapselungsgehäuse 1 verbunden. Beispielsweise kann im Rahmen eines Gussverfahrens für das Kapselungsgehäuse 1 ein Zurrpunkt 7a, 7b, 7c, 7d im Rahmen des Gusses mit ausgeformt werden. Vorliegend ist der zweite Zurrpunkt 7b in Richtung der Schwerpunktache 8 axial beabstandet zu dem Flansch 3 an-geordnet. Die Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d sind bevorzugt in einer Ebene liegend angeordnet, welche im Wesentlichen lotrecht zur Schwerpunktachse 8 ausgerichtet ist. Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d als Teil des Flansches 3 in dem Flansch 3 liegen beziehungs-weise zumindest teilweise durch den Flansch 3 ausgeformt sind. Die Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d sind dabei bevorzugt symmetrisch, am Umlauf des Flansches 3 verteilt, angeordnet. Be- vorzugt können Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d jeweils diametral gegenüberliegend angeordnet sein, so dass ein gleichmäßiges Verzurren der Schalteinrichtung möglich ist. Ein Verzurren ausgehend von den Zurrpunkten 7a, 7b, 7c, 7d erfolgt vorzugs-weise in Richtung der jeweiligen Aufsteilfläche 2, wobei die einzelnen Kräfte bevorzugt verschieden von einer Parallelen zu der Schwerpunktachse 8 in die Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d angeleitet werden. In Summe ergibt sich bevorzugt eine Ver-zurrrichtung in Richtung der Schwerpunktachse 8. Ein Verlauf beispielsweise von Spannlaschen ist dabei bevorzugt jeweils in einem Sektor vorgesehen, welcher in Richtung der Schwerpunkteachse 8 gesehen, zwischen den jeweiligen Verbindungsachsen 9a, 9b sowie den jeweiligen Ebenen 10a, 10b, 10c, lOd eingeschlossen ist. In Summe der an den Zurrpunkten 7a, 7b, 7c 7d angreifenden Zurrkräfte wird das Kapselungsgehäuse 1 mit der Stirnseite, an welcher der Flansch 3 angeordnet ist, in Richtung der Schwerpunktachse 8 gegen die Aufsteilfläche 2 gepresst. Der Schwerpunkt der Schalteinrichtung liegt dabei unterhalb der Ebene, in welcher die Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d liegen. Weiterhin ist der Schwerpunkt, in Richtung der

Schwerpunktachse 8 gesehen, innerhalb eines von den Zurrpunkten 7a, 7b, 7c, 7d eingeschlossenen Fläche angeordnet. Entsprechend kann aufgrund der Zugänglichkeit der Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d aus entgegengesetzter Richtung zur Aufsteilfläche 2 auch ein Zugang mit Kranmittel vorgesehen sein, so dass auch ein Heben der Schaltanlage über die Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d möglich ist. Vorliegend sind die Zurrpunkte 7a, 7b, 7c, 7d mit einer Durchgangsbohrung versehen, in welchen beispielsweise Ösen, Haken, Bolzen usw. festlegbar sind, um Kräfte über Anschlagmittel sicher an den Zurrpunkten 7a, 7b, 7c, 7d angreifen zu lassen.

Bezugs zeichenliste

1 Kapselungsgehäuse

2 Aufstelltlache

3 Flansch

4 Flanschdeckel

5 Antriebseinrichtung

6a, 6b, 6c, 6d weitere Antriebseinrichtungen

7a erster Zurrpunkt

7b zweiter Zurrpunkt

7c dritter Zurrpunkt

7d vierter Zurrpunkt

8 Schwerpunktachse

9a, 9b Verbindungsachse

10a, 10b, 10c, lOd Ebene

IIa, IIb Anbauteil