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1. (WO2019025563) DEVICE AND METHOD FOR HOMOGENEOUSLY DISTRIBUTING CURRENT AND/OR FOR REDUCING SWITCHING LOSSES OF ELECTRICALLY CONTROLLABLE SWITCHING ELEMENTS
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Schaltverlusten von elektrisch steuerbaren Schaltelementen

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur homogenen Stromverteilung und/oder zur Reduzierung von Schaltverlusten von elektrisch steuerbaren Schaltelementen.

Um die Stromtragfähigkeit von Leistungsmodulen zu erhöhen, können Transistoren parallel geschaltet werden. Ein bekanntes Problem von parallel geschalteten Transistoren ist die ungleichmäßige Stromverteilung während des Schaltens. Bisherige Ansätze versuchen eine gleichmäßige Stromverteilung während des Schaltens des Transistors durch eine symmetrische Anordnung der einzelnen Halbleiter Chips zu erreichen. Nachteilig ist hier, dass Bauteilstreuungen, wie beispielsweise unterschiedliche Schwellspannungen (Vth) oder Steilheit der einzelnen Halbleiter Chips, nicht ausgeglichen werden können. Weitere Ansätze

versuchen dies durch einen aktiven Eingriff in den Gate Treiber auszugleichen. Hierbei ist für die Strommessung und deren Auswertung zusätzlicher Schaltungsaufwand notwendig. Weiterhin ist eine sehr genaue zeitliche Auflösung erforderlich, wobei ein weiterer Nachteil die Kalibrierung des Systems ist. Hierbei müssen die einzelnen Zeitverzögerungen ausgemessen werden und in die Steuerung einprogrammiert werden. Einflüsse über die Lebenszeit des Mo-duls werden nicht erfasst. Für die Parallelschaltung von Leistungstransistoren sind unter anderem der Einschaltwiderstand, die unterschiedlichen Schwellspannungen (Vth) und die unterschiedlichen Transfer Charakteristika (Steilheit) der einzelnen Chips entscheidend. Insbesondere die unterschiedlichen Schwellspannungen (Vth) und die unterschiedlichen Transfer Charakteristika (Steilheit) haben großen Einfluss auf das Schaltverhalten der Transistoren.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren für elektrisch gesteuerte Schaltelemente bereitzustellen, die es ermöglichen, eine gleichmäßigere Stromverteilung während des Schaltens zu erzielen und/oder die Schaltenergie zu reduzieren.

Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der nebengeordneten Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Sofern nichts anderes angegeben ist, wird im Rahmen der vorliegenden Beschreibung unter dem Begriff„Verbinden" stets ein elektrisches Verbinden verstanden.

Ein erster unabhängiger Aspekt zur Lösung der Aufgabe betrifft eine Schaltungsvorrichtung aufweisend: eine Mehrzahl von elektrisch gesteuerten Schaltelementen, wobei die Mehrzahl von elektrisch gesteuerten Schaltelementen parallel zueinander geschaltet sind und über einen gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad miteinander verschaltet sind, eine Steuereinheit zum Bereitstellen eines Steuersignals, wobei jedes der elektrisch gesteuerten Schalt-demente aufweist: einen ersten Laststromanschluss für den Zufluss eines zu schaltenden Laststroms, einen zweiten Laststromanschluss für den Abfluss des zu schaltenden Laststroms und einen Steueranschluss zum Steuern des Schaltelements mittels des Steuersignals, wobei der erste und der zweite Laststromanschluss in einem Laststrompfad der Schaltungsvorrichtung integriert sind und wobei der Steueranschluss in einem Steuerstrompfad der Schaltungs-Vorrichtung integriert ist, ein Kopplungselement zum galvanisch getrennten Übertragen von Energie, wobei ein erster Teil des Kopplungselements, wenigstens zwei Anschlüsse aufweist und in Serie mit dem Laststrompfad verschaltet ist, und ein zweiter Teil des Kopplungselements wenigstens zwei Anschlüsse aufweist, wobei zumindest einer der Anschlüsse mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad verbunden ist.

Unter einer„Schaltungsvorrichtung" wird im Sinne der Erfindung eine elektrische Schaltung bzw. ein elektrischer Schaltkreis verstanden. Unter einem„elektrisch gesteuerten Schaltelement" wird ein elektrischer Schalter, insbesondere ein Halbleiterschalter bzw. ein Transistor, verstanden, welcher über eine Ladung oder einen Strom gesteuert, d.h. ein- und ausgeschaltet werden kann. Das Schaltelement kann also elektrisch, d.h. insbesondere mit Hilfe einer Spannung oder eines Stroms gesteuert bzw. geschaltet werden. Das elektrisch gesteuerte Schaltelement kann daher z.B. ein spannungsgesteuertes oder stromgesteuertes Schaltelement sein.

Die parallel geschalteten, elektrisch gesteuerten Schaltelemente können z.B. Halbleiter bzw. Halbleiterschalter und insbesondere Transistoren sein. Grundsätzlich kann das elektrisch gesteuerte Schaltelement jegliche Art eines elektrisch gesteuerten Schalters bzw. Transistors darstellen. Beispielsweise kann das Schaltelement ein Bipolartransistor oder ein Feldeffekt-Transistor (FET) sein. Das elektrisch gesteuerte Schaltelement kann insbesondere ein Bipolartransistor mit isolierter Gate-Elektrode (IGBT) oder ein High-electron-mobility transistor (HEMT) sein, um nur zwei willkürlich gewählte Beispiele zu nennen. Insbesondere handelt es sich bei dem elektrisch gesteuerten Schaltelement um einen Leistungsschalter bzw. Leistungstransistor bzw. Leistungshalbleiter.

Das elektrisch gesteuerte Schaltelement weist zumindest drei verschiedene Anschlüsse auf, nämlich einen ersten und zweiten Laststromanschluss sowie einen Steueranschluss. Allgemein wird unter dem Begriff„Anschluss" eine Elektrode des Schaltelements verstanden. An die Laststromanschlüsse kann ein Verbraucher oder eine Last angeschlossen werden, wel-eher/welche über das Schaltelement gesteuert bzw. geschaltet werden kann. Über den Steueranschluss kann ein Laststrom, welcher durch den Schalter bzw. durch einen Verbraucher fließt, geregelt bzw. elektrisch gesteuert werden. Dabei umfasst der Begriff„Steuern" insbesondere ein Ein- und Ausschalten bzw. ein Aktivieren und Deaktivieren. Mit anderen Worten kann das Schaltelement z.B. durch Aufbringen einer bestimmten Ladung bzw. durch Anlegen einer bestimmten Spannung an den Steueranschluss des Schaltelements elektrisch leitend oder isolierend geschaltet werden.

Im Falle eines Bipolartransistors kann der erste Laststromanschluss z.B. ein Emitter oder Kollektor sein. Im Fall eines Feldeffekt-Transistors kann dieser erste Laststromanschluss z.B. ein Source- oder Drain-Anschluss sein. Der zweite Laststromanschluss des elektrisch gesteuerten Schaltelements kann im Fall eines Bipolartransistors entsprechend ein Kollektor oder Emitter und im Fall eines Feldeffekt-Transistors entsprechend ein Drain- oder Source- Anschluss sein. Beispielsweise ist der erste Laststromanschluss ein Drain-Anschluss und der zweite Last-

stromanschluss ein Source- Anschluss . Weiter beispielsweise ist der erste Laststromanschluss ein Emitter und der zweite Laststromanschluss ein Kollektor. Der Steueranschluss kann z.B. im Fall eines Bipolartransistors ein Basis- Anschluss und im Fall eines Feldeffekt-Transistors ein Gate-Anschluss sein. Insbesondere ist bei Leistungsschalter bzw. Leistungs-FET der Source- Anschluss mit einem Bulk Anschluss verbunden.

Der erste und der zweite Laststromanschluss sind in einem Laststrompfad bzw. Laststromkreis der Schaltungsvorrichtung integriert. Mit anderen Worten sind der erste und der zweite Laststromanschluss Bestandteile eines Laststrompfades. Insbesondere sind der erste und der zweite Laststromanschluss mit dem Laststrompfad verbunden. Durch den Laststrompfad bzw. im Laststromkreis fließt im leitenden Zustand des Schaltelements ein Laststrom. Beispielsweise kann der Laststrompfad bzw. der Laststromkreis eine Lastkreis-Spannungsquelle, eine Last sowie den ersten und zweiten Laststromanschluss umfassen. Insbesondere kann der Laststrompfad bzw. der Laststromkreis als ein Strompfad bzw. Stromkreis ausgebildet sein, der eine Lastkreis-Spannungsquelle, eine Last sowie den ersten und zweiten Laststromanschluss des Schaltelements miteinander verbindet. Mit anderen Worten kann der Laststrompfad eine elektrische Verbindung bzw. Verdrahtung einer Lastkreis-Spannungsquelle mit einer Last und dem ersten und zweiten Laststromanschluss des Schaltelementes umfassen bzw. dadurch ausgebildet sein. Insbesondere ist die Lastkreis-Spannungsquelle mit dem ersten Laststroman-schluss und die Last mit dem zweiten Laststromanschluss verbunden.

Der Steueranschluss ist in einem Steuerstrompfad bzw. Steuerstromkreis oder Gatestromkreis der Schaltungsvorrichtung integriert. Mit anderen Worten ist der Steueranschluss ein Bestandteil des Steuerstrompfades. Insbesondere ist der Steueranschluss mit dem Steuerstrompfad verbunden. Der Steuerstrompfad bzw. Steuerkreis dient zum Steuern des Schaltelements. Beispielsweise kann der Steuerstrompfad bzw. der Steuerstromkreis die Steuereinheit bzw. einen Gate-Treiber und den Steueranschluss des Schaltelements umfassen. Mit anderen Worten kann der Steuerstrompfad eine elektrische Verbindung bzw. Verdrahtung der Steuereinheit

mit dem Steueranschluss des Schaltelementes umfassen bzw. dadurch ausgebildet sein. Insbesondere ist die Steuereinheit mit dem Steueranschluss des Schaltelements verbunden. Die Steuereinheit kann zumindest eine schaltbare Steuer-Spannungsquelle oder Steuer-Stromquelle zum Bereitstellen einer Steuerspannung oder Steuerstroms umfassen. Insbeson-dere kann die Steuereinheit zumindest eine Spannungsquelle oder Stromquelle und einen oder mehrere Steuerschalter umfassen. Vorzugsweise umfasst die Steuereinheit einen Standard Gate-Treiber. Die Steuereinheit der Schaltungsvorrichtung stellt das Steuersignal bereit. Mit Hilfe der Steuereinheit kann das Schaltelement gesteuert, d.h. ein und ausgeschaltet bzw. leitend und isolierend geschaltet werden. Die Steuereinheit ermöglicht insbesondere ein stati-sches Einschalten des Schaltelements.

Ferner weist jedes der elektrisch gesteuerten Schaltelemente der Schaltungsvorrichtung ein Kopplungselement zum galvanisch getrennten Übertragen von Energie bzw. einer Ladung, einer Spannung und/oder eines Stroms auf. Das Kopplungselement kann insbesondere ein induktives, kapazitives oder optisches Kopplungselement sein. Mit anderen Worten kann die Kopplung bzw. Rückkopplung von Energie induktiv, kapazitiv oder optisch erfolgen. Unter einer galvanischen Trennung oder galvanischen Entkopplung wird allgemein das Vermeiden von elektrischen Leitungen zwischen zwei Strompfaden bzw. Stromkreisen, zwischen denen Leistung oder Signale ausgetauscht werden sollen, verstanden. Anstelle einer elektrischen Leitung wird das Kopplungselement verwendet.

Zur Erhöhung der Stromtragfähigkeit von Leistungsmodulen werden die Transistoren parallel geschaltet, wobei jeder der Transistoren einen einzelnen Strang repräsentiert. Die parallel geschalteten Transistoren besitzen dabei einen gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein weiterer Anschluss des zweiten Teils des Kopplungselements mit dem Steueranschluss des jeweiligen elektrisch gesteuerten Schaltelements verbunden. Durch die induktive Kopplung vom Last- zum Gatekreis durch das Kopplungselement wird eine gezielte Reduzierung oder Erhöhung der Stromänderung ermöglicht. Vorteilhaft dabei ist, dass dadurch ein als elektrisch gesteuertes Schaltelement verwendeter Transistor beschleunigt oder ausgebremst wird.

In einer weiter bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung ist zumindest einer der Anschlüsse des zweiten Teils des Kopplungselements eines ersten elektrisch gesteuerten Schaltelements mit dem Steueranschluss eines weiteren elektrisch gesteuerten Schaltelements verbunden, wobei zumindest ein weiterer Anschluss des zweiten Teils des Kopplungselements des ersten elektrisch gesteuerten Schaltelements mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad verbunden ist, wobei zumindest einer der Anschlüsse des zweiten Teils des Kopplungselements des weiteren elektrisch gesteuerten Schaltelements mit dem Steueranschluss des ersten elektrisch gesteuerten Schaltelements verbunden ist und wobei zumindest ein weiterer Anschluss des zweiten Teils des Kopplungselements des weiteren elektrisch ge-steuerten Schaltelements mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad verbunden ist. Ein als elektrisch gesteuertes Schaltelement verwendeter Transistor wird durch die Stromänderung des benachbarten Transistors beschleunigt oder ausgebremst.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die zweiten Teile der Kopplungs-demente der elektrisch gesteuerten Schaltelemente in Serie verschaltet, wobei die Serienschaltung der zweiten Teile der Kopplungselemente in Serie mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad verschaltet ist. Durch die Serienschaltung der zweiten Teile der Kopplungselemente können alle elektrisch gesteuerten Schaltelemente global beschleunigt oder ausgebremst werden.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein weiterer Anschluss des zweiten Teils des Kopplungselements mit dem Steueranschluss des jeweiligen elektrisch gesteuerten Schaltelements verbunden, wobei jedes der elektrisch gesteuerten Schaltelemente ein weiteres Kopplungselement aufweist, wobei die zweiten Teile der Kopplungselemente der weiteren Kopplungselemente der elektrisch gesteuerten Schaltelemente in Serie verschaltet sind, wobei die Serienschaltung der zweiten Teile der Kopplungselemente der weiteren Kopplungselemente in Serie mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad verschaltet ist. Das Kopplungselement limitiert oder erhöht die Stromänderung während des Schaltens des Schaltelements. Die Stromänderung ruft eine Spannung proportional zur Stromänderung hervor, wobei die Spannung in den Steuerstrompfad wieder eingekoppelt wird und zu einer Abbremsung oder Beschleunigung der Schaltgeschwindigkeit führt. Durch diese Maßnahme, wird ein gleichmäßiger Stromanstieg der einzelnen Stränge erreicht. Ein Nachteil dabei ist die erhöhte Verlustleistung. Dies wird durch das Koppeln bzw. Übertragen von Energie aus dem Laststrompfad in den gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad kompensiert. Das zweite Kopplungselement stellt eine zweite unabhängige Spannung zur Verfügung, welche wiederum proportional zur Stromänderung ist. Die Spannungen der einzelnen Kopplungselemente werden in Reihe geschaltet und in den gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad der Schaltelemente eingespeist. Eine negative Spannung erhöht die Schaltgeschwindigkeit des gesamten Moduls. Durch die Rückkopplung durch die Kopplungselemente kann die Stromänderung insgesamt erhöht werden, wodurch die Schaltverluste reduziert werden. Die einzelnen Pfade werden durch selektive Abbremsung, mithilfe der ersten Kopplungselemente, auf einen gleichen Stromänderungswert getrimmt.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Kopplungselement ein Transformator, wobei der erste Teil des Kopplungselements eine Primärspule des Transformators ist und der zweite Teil des Kopplungselements eine Sekundärspule des Transformators ist.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Steuereinheit zurnin-dest eine Spannungsquelle und/oder einen Standard Gate Treiber auf. Die Spannungsquelle dient insbesondere zum Bereitstellen einer Steuerspannung für den Steueranschluss des Schaltelements und kann somit auch als Steuer-Spannungsquelle bezeichnet werden. Alternativ oder zusätzlich umfasst die Schaltungsvorrichtung einen Standard Gate-Treiber. Die

Spannungsquelle oder Stromquelle und/oder der Standard Gate-Treiber sind vorzugsweise über die Sekundärspule des Transformators mit dem Steueranschluss des Schaltelements verbunden. Die Spannungsquelle oder Stromquelle ist insbesondere ein Bestandteil des Gate-Treibers. Mit Hilfe der Steuereinheit können die parallel geschalteten Schaltelemente gesteu-ert werden, d.h. ein und ausgeschaltet bzw. leitend und isolierend geschaltet werden. Die Steuereinheit ermöglicht insbesondere ein statisches Einschalten des Leistungsmoduls. Der Verbraucher bzw. die Last kann dabei über die gemeinsame Steuereinheit ein- und ausgeschaltet werden.

Ein weiterer unabhängiger Aspekt zur Lösung der Aufgabe betrifft ein Verfahren zur homogenen Stromverteilung und/oder zur Reduzierung von Schaltverlusten für parallel geschaltete, elektrisch gesteuerte Schaltelemente aufweisend:

- Bereitstellen von parallel geschalteten, elektrisch gesteuerten Schaltelementen wobei jedes der elektrisch gesteuerten Schaltelemente aufweist:

einen ersten Laststromanschluss für den Zufluss eines zu schaltenden Laststroms, einem zweiten Laststromanschluss für den Abfluss des zu schaltenden Laststroms und einem Steueranschluss zum Steuern des Schaltelements, wobei der erste und der zweite Laststromanschluss in einen Laststrompfad und der Steueranschluss in einen Steuerstrompfad integriert wird;

- Steuern der parallel geschalteten, elektrisch gesteuerten Schaltelemente mit Hilfe einer Steuereinheit über einen gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad;

- galvanisch getrenntes Übertragen von Energie mit Hilfe eines Kopplungselements, wobei ein erster Teil des Kopplungselements, wenigstens zwei Anschlüsse aufweist und in Serie mit dem Laststrompfad verschaltet ist, und ein zweiter Teil des Kopplungselements we-nigstens zwei Anschlüsse aufweist, wobei zumindest einer der Anschlüsse mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad verbunden ist.

In einer bevorzugten Ausfuhrungsform des Verfahrens ist ein weiterer Anschluss des zweiten Teils des Kopplungselements mit dem Steueranschluss des jeweiligen elektrisch gesteuerten Schaltelements verbunden, wobei das Verfahren weiter aufweist:

- galvanisch getrenntes Übertragen von Energie mit Hilfe eines Kopplungselements aus dem Laststrompfad in den Steuerstrompfad.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist zumindest einer der Anschlüsse des zweiten Teils des Kopplungselements eines ersten elektrisch gesteuerten Schaltelements mit dem Steueranschluss eines weiteren elektrisch gesteuerten Schaltelements ver-bunden, wobei zumindest ein weiterer Anschluss des zweiten Teils des Kopplungselements des ersten elektrisch gesteuerten Schaltelements mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad verbunden ist, wobei zumindest einer der Anschlüsse des zweiten Teils des Kopplungselements des weiteren elektrisch gesteuerten Schaltelements mit dem Steueranschluss des ersten elektrisch gesteuerten Schaltelements verbunden ist, wobei zumindest ein weiterer Anschluss des zweiten Teils des Kopplungselements des weiteren elektrisch gesteuerten Schaltelements mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad verbunden ist, wobei das Verfahren weiter aufweist:

- galvanisch getrenntes Übertragen von Energie mit Hilfe eines Kopplungselements aus dem Laststrompfad des ersten elektrisch gesteuerten Schaltelements in den Steuerstrom-pfad des weiteren elektrisch gesteuerten Schaltelements,

- galvanisch getrenntes Übertragen von Energie mit Hilfe eines Kopplungselements aus dem Laststrompfad des weiteren elektrisch gesteuerten Schaltelements in den Steuerstrompfad des ersten elektrisch gesteuerten Schaltelements.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens sind die zweiten Teile der Kopplungselemente der elektrisch gesteuerten Schaltelemente in Serie verschaltet, wobei die Serienschaltung der zweiten Teile der Kopplungselemente in Serie mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad verschaltet ist, wobei das Verfahren weiter aufweist:

- galvanisch getrenntes Übertragen von Energie mit Hilfe der Kopplungselemente aus den Laststrompfaden der elektrisch gesteuerten Schaltelemente in den gemeinsamen Steuereinheit-Steuer anschluss Pfad.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist zumindest ein weiterer Anschluss des zweiten Teils des Kopplungselements mit dem Steueranschluss des jeweiligen elektrisch gesteuerten Schaltelements verbunden ist, wobei jedes der elektrisch gesteuerten Schaltelemente ein weiteres Kopplungselement aufweist, wobei die zweiten Teile der Kopplungselemente der weiteren Kopplungselemente der elektrisch gesteuerten Schaltelemente in Serie verschaltet sind, wobei die Serienschaltung der zweiten Teile der Kopplungselemente der weiteren Kopplungselemente in Serie mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad verschaltet ist, wobei das Verfahren weiter aufweist:

- galvanisch getrenntes Übertragen von Energie mit Hilfe der Kopplungselemente aus den Laststrompfaden in die Steuerstrompfade des jeweiligen elektrisch gesteuerten Schalt-elements,

- galvanisch getrenntes Übertragen von Energie mit Hilfe der Kopplungselemente aus den Laststrompfaden der elektrisch gesteuerten Schaltelemente in den gemeinsamen Steuer-einheit-Steueranschluss Pfad.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Figuren weiter erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 ein schematisches Schaltbild einer Schaltungsvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 ein weiteres schematisches Schaltbild einer Schaltungsvorrichtung gemäß einer bevorzugten Aixsführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 3 ein weiteres schematisches Schaltbild einer Schaltungsvorrichtung gemäß einer bevor- zugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 4 ein weiteres schematisches Schaltbild einer Schaltungsvorrichtung gemäß einer bevorzugten Aiisführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 5 ein weiteres schematisches Schaltbild einer Schaltungsvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Die Fig. 1 zeigt ein schematisches Schaltbild einer Schaltungsvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Schaltungsvorrichtung 1 umfasst zwei parallel geschaltete, elektrisch gesteuerte Schaltelemente 120, 220 mit zwei Kopplungselementen 140, 240 und einer Steuereinheit 30. Die elektrisch gesteuerten Schaltelemente 120, 220 sind beispielsweise Halbleiterbauelemente bzw. Transistoren. Die Schaltelemente 120, 220 weisen einen ersten Laststromanschluss 122, 222 für den Zufluss eines zu schaltenden Laststroms und einen zweiten Laststromanschluss 124, 224 für den Abfluss des zu schal-tenden Laststroms auf. Zudem weisen die Schaltelemente 120, 220 einen Steueranschluss 126, 226 zum Steuern der Schaltelemente mittels eines Steuersignals auf. Bei den Laststromanschlüssen 122, 222; 124, 224 handelt es sich insbesondere um die Drain- und Source-Anschlüsse eines Transistors. Bei dem Steueranschluss 126, 226 handelt es sich insbesondere um den Gate-Anschluss eines Transistors. Die Transistoren werden mittels eines Steuersig-nals geschaltet, das über einen gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad 10 übertragen wird. Die Schaltvorrichtung 1 umfasst bzw. ist unterteilt in Laststrompfade bzw. Last-stromkreise 110, 210 und Steuerstrompfade bzw. Steuerstromkreise 112, 212. Die ersten und die zweiten Laststromanschlüsse 122, 222; 124, 224 der Schaltelemente 120, 220 sind in die Laststrompfade 110, 210 integriert, während die Steueranschlüsse 126, 226 der Schaltelemente 120, 220 in die Steuerstrompfade 112, 212 integriert sind. In den Laststrompfaden 110, 210 fließen Lastströme, welcher mit Hilfe der Schaltelemente bzw. mit Hilfe der Steuerstrompfa-de 112, 212 gesteuert werden können. Über die parallel geschalteten Laststrompfade 110, 210 kann ein Verbraucher bzw. eine Last integriert sein, die über die beiden Lastanschlüsse 41, 42 mit den Laststrompfaden 110, 210 verbunden ist. Der Verbraucher bzw. die Last kann über die gemeinsame Steuereinheit ein- und ausgeschaltet werden. Bei den Kopplungselementen 140, 240 handelt es sich um Transformatoren mit einer Primärspule 142, 242 und einer Sekundärspule 144, 244. Die Primärspule 142, 242 und die Sekundärspule 144, 244 sind induk-tiv miteinander gekoppelt. Die Primärspulen 142, 242 der Kopplungselemente sind in den Laststrompfad der Transistoren integriert, wobei die Sekundärspulen 144, 244 mit einem ihrer Anschlüsse mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad 10 verbunden ist. Der weitere Anschluss der Sekundärspule 144, 244 ist mit dem Steueranschluss 126, 226 des jeweiligen Transistors verbunden.

Die Fig. 2 zeigt ein schematisches Schaltbild einer Schaltungsvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bei der in Fig. 2 gezeigten Schaltungsvorrichtung 1 ist die Primärspule 144 des ersten Transformators 140 in den Laststrompfad 110 des ersten Transistors 120 integriert. Die Sekundärspule 142 des ersten Transformators 140 ist mit einem ihrer Anschlüsse mit dem Steueranschluss 226 eines weiteren Transistors 220 verbunden. Der weitere Anschluss der Sekundärspule 142 des ersten Transformators 140 ist mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad 10 verbunden. Die Primärspule 242 des weiteren Transformators 220 ist in den Laststrompfad 210 des weiteren Transistors 220 integriert. Die Sekundärspule 244 des weiteren Transformators 240 ist mit einem ihrer Anschlüsse mit dem Steueranschluss 126 des ersten Transistors 120 verbunden. Der zweite Anschluss der Sekundärspule 244 ist mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad 10 verbunden. Der jeweilige Transistor 120, 220 wird durch die Stromänderung des benachbarten Transistors 120, 220 beschleunigt oder ausgebremst.

Die Fig. 3 zeigt ein weiteres schematisches Schaltbild einer Schaltungsvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausfuhrungsform der vorliegenden Erfindung. Bei der in Fig. 3 gezeigten Schaltungsvorrichtung 1 ist die Primärspule 144 des ersten Transformators 140 in den Lasts-trompfad 110 des ersten Transistors 120 integriert. Die Sekundärspule 142 des ersten Transformators 140 ist mit der Sekundärspule 254 eines weiteren Transformators 250 verbunden, wobei der weitere Transformator 250 in den Laststrompfad 210 eines weiteren Transistors 220 integriert ist. Die Sekundärspulen 154, 254 der Transformatoren 150, 250 sind in Reihe geschaltet und mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad 10 in Reihe ver-schaltet. Dadurch können alle Transistoren 120, 220 über den gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad 10 global beschleunigt oder abgebremst werden.

Die Fig. 4 zeigt ein weiteres schematisches Schaltbild einer Schaltungsvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bei der in Fig. 4 gezeigten Schaltungsvorrichtung 1 besitzt jeder der zwei Transistoren 120, 220 einen ersten und einen zweiten Transformator 140, 150; 240, 250. Die Primärspulen 142, 152; 242, 252 sind in die Laststrompfade 110, 210 der Transistoren integriert. Die Sekundärspulen 144, 244 der ersten Transformatoren 140, 240 sind mit einem ihrer Anschlüsse mit den Steueranschlüssen 126, 226 der Transistoren verbunden. Mit dem anderen Anschluss sind die Sekundärspulen 144, 244 der ersten Transformatoren 140, 240 mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad 10 verbunden. Die Sekundärspulen 154, 254 der zweiten Transformatoren 150, 250 sind in Reihe geschaltet und mit dem gemeinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad 10 in Reihe geschaltet. Die ersten Transformatoren 140, 240 sind insbesondere derart ausgelegt und angeordnet, dass bei einem Einschaltvorgang der Schaltelemente 120, 220 an den Steueranschlüssen der Schaltelemente 126, 226 eine zusätzliche Spannung anliegt. Die Transformatoren verhalten sich während des Einschaltvorgangs der Schaltelemente also wie eine zusätzliche Spannungsquelle, wodurch sich ein Steuersignal bzw. ein Steuerstrom erhöht oder erniedrigt. Somit kann die Schaltgeschwindigkeit der Schaltelemente 120, 240 vorteilhafterweise beschleunigt oder ausgebremst werden. Die ersten Transformatoren 140, 240 limitieren oder erhöhen die Stromänderung während des Schaltens der Transistoren 120, 220. Die Stromänderung ruft eine Spannung proportional zur Stromänderung hervor, wobei die Spannung in die Steuerstrompfade 112, 212 wieder eingekoppelt wird und zu einer Abbremsung oder Beschleunigung der Schaltgeschwindigkeit führt. Durch diese Maßnahme, wird ein gleichmäßiger Stromanstieg der einzelnen Stränge erreicht. Die zweiten Transformatoren 150, 250 stellen eine zweite unabhängige Spannung zur Verfügung, welche wiederum proportional zur Stromänderung im Lastrompfad ist. Die Spannungen der Sekundärspulen 154, 254 der zweiten Transformatoren 150, 250 werden in Reihe geschaltet und in dem ge-meinsamen Steuereinheit-Steueranschluss Pfad 10 der Transistoren 120, 220 eingespeist. Eine negative Spannung erhöht die Schaltgeschwindigkeit des gesamten Moduls. Durch die Rückkopplung durch die Transformatoren 150, 250 kann die Stromänderung insgesamt erhöht werden, wodurch die Schaltverluste reduziert werden.

Die Fig. 5 zeigt ein weiteres schematisches Schaltbild einer Schaltungsvorrichtung 1 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Schaltungsvorrichtung 1 umfasst mehrere parallel geschaltete, elektrisch gesteuerte Schaltelemente 120, 220, 320 mit mehreren Kopplungselementen 140, 240, 340; 150, 250, 350 und einer Steuereinheit 30. Bei den Kopplungselementen 140, 240, 340; 150, 250, 350 handelt es sich um Transformatoren mit einer Primärspule 152, 252, 352 und einer Sekundärspule 154, 254, 354. Die PTimärspule 152, 252, 352 und die Sekundärspule 154, 254, 354 sind induktiv miteinander gekoppelt.

Die elektrisch gesteuerten Schaltelemente 120, 220, 320 sind beispielsweise Halbleiterbauelemente bzw. Transistoren. Die Schaltelemente 120, 220, 320 weisen einen ersten Last-stromanschluss 122, 222, 322 für den Zufluss eines zu schaltenden Laststroms und einen zweiten Laststromanschluss 124, 224, 324 für den Abfluss des zu schaltenden Laststroms auf. Zudem weisen die Schaltelemente 120, 220, 320 einen Steueranschluss 126, 226, 326 zum Steuern der Schaltelemente mittels eines Steuersignals auf. Bei den Laststromanschlüssen 122, 222, 322; 124, 224, 324 handelt es sich insbesondere um die Drain- und Source-Anschlüsse eines Transistors. Bei dem Steueranschluss 126, 226, 326 handelt es sich insbesondere um den Gate-Anschluss eines Transistors.

Die Schaltvorrichtung 1 umfasst bzw. ist unterteilt in Laststrompfade bzw. Laststromkreise 110, 210, 310 und Steuerstrompfade bzw. Steuerstromkreise 112, 212, 312. Die ersten und die zweiten Laststromanschlüsse 122, 222, 322; 124, 224, 324 der Schaltelemente 120, 220, 320 sind in die Laststrompfade 110, 210, 310 integriert, während die Steueranschlüsse 126, 226, 326 der Schaltelemente 120, 220, 320 in die Steuerstrompfade 112, 212, 312 integriert sind. In den Laststrompfaden 110, 210, 310 fließen Lastströme, welcher mit Hilfe der Schaltelemente bzw. mit Hilfe der Steuerstrompfade 112, 212, 312 gesteuert werden können. Über die parallel geschalteten Laststrompfade 110, 210, 310 kann ein Verbraucher bzw. eine Last integriert sein, die über die beiden Lastanschlüsse 41, 42 mit den Laststrompfaden 110, 210, 310 verbunden ist. Der Verbraucher bzw. die Last kann über die gemeinsame Steuereinheit ein-und ausgeschaltet werden.

Ein einzelner Strang umfasst einen Halbleiterchip 120, 220, 320. Die parasitäre Drain Induktivität wird durch repräsentiert. Die parasitäre Source Induktivität wird durch

repräsentiert. Die Common Source Induktivität, wird durch Lcs,i, Lcs,2, Lcs,3

dargestellt, wobei sich iss und iG einen Strompfad teilen. Die parasitäre Gate Induktivität wird durch
repräsentiert. Die Widerstände
) erlauben das kontrollierte Einschalten, die Widerstände

schalten der Transistoren 120, 220, 320. Die Widerstände erlauben das

kontrollieren der gesamten Schaltgeschwindigkeit für alle Stränge. Die Induktivität L^quer stellt die Drain-Querverbindung zwischen den Strängen dar. Die Induktivität Ls,qUer stellt die Source-Querverbindung zwischen den Strängen dar. Die Induktivität LG,,,*» stellt die Gate-Querverbindung zwischen den Strängen dar, hier jeweils für Ein- und Ausschalten separat.

Die Induktivität Lss,quer stellt die Source-Sense-Querverbindung zwischen den Strängen dar, auf den sich der Gate-Treiber referenziert.

Die Steuereinheit 30 ist derart ausgelegt, ein Steuersignal bereitzustellen, welches über den gemeinsamen Gate-Treiber Pfad 10 an die die Steueranschlüsse 126, 226, 326 der Schaltelemente 120, 220, 320 geführt bzw. angelegt wird. Im einfachsten Fall umfasst die Steuereinheit 30 lediglich eine Spannungsquelle zum Bereitstellen einer Steuer- oder Gate-Spannung. Insbesondere umfasst oder ist die Steuereinheit ein Standard Gate-Treiber. Der Gate-Treiber besteht aus einem konventionellen, käuflichen Gate-Treiber IC, mit einem separaten Pfad zum Einschalten und einem Pfad zum Ausschalten des Transistors. Der Gate-Treiber IC hat einen endlichen internen Widerstand, angedeutet durch die Widerstände 37, 38. Zwei externe Kapazitäten 33, 34 dienen zur Spannungsversorgung des Gate-Treiber IC. Die entsprechenden Spannungen werden mithilfe des Gate-Treiber IC an das Gate des Transistors angelegt (durch Schließen der Schalter). Die parasitäre Induktivität der Gate-Treiber-Schaltung wird durch LG repräsentiert.

Die Kopplungselemente 140, 240, 340; 150, 250, 350 bzw. die Transformatoren dienen zum galvanisch getrennten Übertragen von Energie aus den Laststrompfaden 110, 210, 310 in die Steuerstrompfade 112, 212, 312 mittels der ersten Transformatoren 140, 240, 340 sowie aus den Laststrompfaden 110, 210, 310 in den gemeinsamen Gate-Treiber Pfad 10 mittels der zweiten Transformatoren 150, 250, 350.

Das Koppeln bzw. Übertragen von Energie aus den Laststrompfaden 110, 210, 310 in die Steuerstrompfade 112, 212, 312 erfolgt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel induktiv mit Hilfe der ersten Transformatoren 140, 240, 340. Die ersten Transformatoren 140, 240, 340 sorgen dafür, dass sich infolge einer zeitlichen Änderung der Lastströme in den Laststrompfaden 110 210, 310 in den Primärspulen 142, 242, 342 ein Magnetfeld aufbaut bzw. ändert, welches auch die Sekundärspulen 144, 244, 344 durchdringt bzw. erfasst. In der Sekundär spu- len 144, 244, 344 wird somit eine Spannung induziert, welche direkt proportional zur zeitlichen Änderung der Lastströme ist. Die Transformatoren 140, 240, 340; 150, 250, 350 verhalten sich während des Einschaltvorgangs zeitweise wie eine zusätzliche Spannungsquelle, wodurch der Steuerstrom bzw. Gate-Strom erhöht wird.

Im Folgenden wird die Funktionsweise eines einzelnen Strangs der parallel geschalteten Transistoren
beschrieben. Der Transformator 140 (ΤΜ) limitiert oder erhöht die Stromänderung während des Schaltens des Transistors 120 (Qi). Die

Stromänderung ruft eine Spannung VR^I proportional zu
hervor, wobei die Spannung in den Steuerstrompfad 112, 212, 312 wieder eingekoppelt wird und zu einer Abbrem-

sung oder Beschleunigung der Schaltgeschwindigkeit führt. Durch diese Maßnahme, wird ein gleichmäßiger Stromanstieg der einzelnen Stränge erreicht.

Ein Nachteil dabei ist die erhöhte Verlustleistung. Dies wird durch das Koppeln bzw. Über- tragen von Energie aus dem Laststrompfad 110, 210, 310 in den gemeinsamen Gate-Treiber Pfad 10 kompensiert. Dies geschieht auf ähnliche Weise wie beim ersten Transformator 140 (TL,I). Ein zweiter Transformator 150 (TG,I), vergleichbar mit 140 (TL,I), stellt eine zweite unabhängige Spannung VTCU zur Verfügung, welche wiederum proportional zu ist. Die

Spannungen VTG.I, VTG,2 und VTG,3 werden in Reihe geschaltet und in dem gemeinsamen Ga- te-Treiber Pfad 10 der Transistoren über den Widerstand 20

(Rft,Giob) eingespeist. Eine negative Spannung VRfb,Giob erhöht die Schaltgeschwindigkeit des gesamten Moduls. Durch die Rückkopplung durch die Transformatoren 150, 250, 350 (TG,I, TGA TG^) kann die Stromänderung insgesamt erhöht werden, wodurch die Schaltverluste reduziert werden. Die einzelnen Pfade werden durch selektive Abbremsung, mithüfe der ersten Transformatoren 140, 240, 340 (TL,I, TL^, TL,3) auf einen gleichen Stromänderungswert ge-

Die dieser Patentanmeldung zu Grunde liegende Erfindung entstand in einem Projekt, welches unter der Bezeichnung„Performante leistungselektronische Systeme durch hochoptimierte Aufbau- und Verbindungstechnik" (peakAVT) vom BMBF gefordert wurde.