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1. (WO2019025412) ILLUMINATION DEVICE FOR SIMULATION ARRANGEMENT FOR MOTOR VEHICLE ACCIDENTS
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BELEUCHTUNGSVORRICHTUNG FÜR SIMULATIONSANORDNUNG FÜR KRAFTFAHRZEUGUNFÄLLE

TECHNISCHES GEBIET

[0001] Die vorliegende Offenbarung bezieht sich auf eine Beleuchtungsvorrichtung, insbesondere für den Einsatz in einer Simulationsanordnung für Kraftfahrzeugunfälle, eine Beleuchtungseinheit für eine derartige Beleuchtungsvorrichtung, und ein Verfahren zum Einstellen einer derartigen Beleuchtungsvorrichtung .

HINTERGRUND

[0002] Es sind seit langem Verfahren und Vorrichtungen zum Überprüfen von Wirkungen eines Kraftfahrzeugunfalls bekannt, welche herkömmlicherweise unter den Kurzbezeichnungen Crash-Test und Crash-Testanlage bekannt sind. Bei einem derartigen Crash-Test wird ein Kraftfahrzeug an einen vorher definierten Kollisionspunkt mit seinem eigenen Antrieb geführt. Der Moment der Kollision wird mit speziellen Hochgeschwindigkeitskameras aufgezeichnet, die typischerweise Aufzeichnungsfre-quenzen zwischen 1000 und 2000 Bildern pro Sekunde haben, um möglichst viele Einzelheiten aufzeichnen zu können, so dass die Auswirkungen der Kollision sehr genau analysiert werden können .

[0003] Die Verwendung derartiger Hochgeschwindigkeitskameras mit ihren kurzen Belichtungszeiten erfordert eine intensive und homogene Ausleuchtung des gesamten Kraftfahrzeugs im Zeitpunkt der Kollision. Zu diesem Zweck ist eine Beleuchtungsvorrichtung vorgesehen, welche aus einer Mehrzahl von Beleuchtungseinheiten besteht, welche zumeist an einer von einer Hallendecke herabhängenden Schiene verschieblich befestigt sind. Jede dieser Beleuchtungseinheiten richtet ein Strahlungsbündel auf einen Abschnitt des Kraftfahrzeugs. Das Ziel ist die Erreichung einer räumlich möglichst homogenen Ausleuchtung des gesamten Bereichs des Kraftfahrzeugs.

KURZFASSUNG

[0004] Nach einem ersten Aspekt der Offenbarung umfasst eine Beleuchtungsvorrichtung eine Mehrzahl von Beleuchtungseinheiten, wobei jede Beleuchtungseinheit eine Lichtquelle zum Emittieren eines Strahlungsbündels und mindestens eine Laserstrahlquelle zum Emittieren mindestens eines Laserstrahls aufweist, und eine Mehrzahl von Aktuator-Mitteln, wobei jedes Aktuator-Mittel mit einer Beleuchtungseinheit verbunden und dafür ausgelegt ist, eine Ausrichtung der Beleuchtungseinheit aufgrund einer detektierten Strahlrichtung des Laserstrahls zu verändern.

[0005] Nach einem zweiten Aspekt der Offenbarung umfasst eine Beleuchtungseinheit eine Lichtquelle zum Emittieren eines Strahlungsbündels und eine Laserstrahlquelle zum Emittieren eines Laserstrahls, wobei die Laserstrahlquelle derart angeordnet und dafür ausgelegt ist, mittels des emittierten Laserstrahls die räumliche Ausdehnung des Strahlungsbündels in einem Abstand von der Beleuchtungseinheit zu markieren.

[0006] Nach einem dritten Aspekt der Offenbarung umfasst ein Verfahren zum Einstellen einer Beleuchtungsvorrichtung, welche eine Mehrzahl von Beleuchtungseinheiten aufweist, welche jeweils eine Lichtquelle und eine Laserstrahlquelle aufweisen, das Emittieren von Laserstrahlen von den Laserstrahlquellen, das Detektieren von Strahlrichtungen der Laserstrah- len, und das Verändern der Ausrichtungen der Beleuchtungseinheiten in Abhängigkeit von den detektierten Strahlrichtungen der Laserstrahlen.

[0007] Nach einem vierten Aspekt der Offenbarung umfasst eine Simulationsanordnung für Kraftfahrzeugunfälle eine Beleuchtungsvorrichtung nach dem ersten Aspekt der Offenbarung.

[0008] Der Fachmann erkennt zusätzliche Merkmale und Vorteile beim Lesen der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und der beiliegenden Zeichnungen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

[0009] Die beiliegenden Zeichnungen stellen Ausführungsbeispiele dar und dienen zusammen mit der Beschreibung zum Erläutern von Prinzipien der vorliegenden Offenbarung sowie Einzelheiten der Ausführungsbeispiele.

[0010] Fig. 1 zeigt eine schematische, Draufsicht auf eine Crash-Testanlage .

[0011] Fig. 2 weist die Figuren 2A-2D auf und zeigt eine schematische Draufsicht auf eine beispielhafte Beleuchtungsvorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Offenbarung, bei welcher drei Beleuchtungseinheiten auf einer Seite der Beleuchtungsvorrichtung vorhanden sind (A) , eine perspektivische Ansicht der drei Beleuchtungseinheiten der Beleuchtungsvorrichtung (B) , eine Draufsicht auf eine Beleuchtungseinheit mit vier Laserdioden gemäß dem zweiten Aspekt der Offenbarung, welche als Beleuchtungseinheit für die Beleuchtungsvorrichtung gemäß Fig. 2A und 2B verwendet werden kann (C) , und eine Draufsicht auf eine Beleuchtungseinheit mit einer Laserdiode und einer Strahlablenkeinrichtung gemäß dem zweiten Aspekt der Offenbarung, welche alternativ als Beleuchtungseinheit für die Beleuchtungsvorrichtung gemäß Fig. 2A und 2B verwendet werden kann (D) .

[0012] Fig. 3 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine beispielhafte Beleuchtungsvorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Offenbarung, bei welcher eine Steuereinrichtung zur An-steuerung der Aktuator-Mittel vorgesehen ist und die Steuereinrichtung mit einer Detektionseinrichtung zur Detektion der Strahlrichtungen der Laserstrahlen verbunden ist.

[0013] Fig. 4 zeigt ein Flußdiagramm zur Erläuterung eines beispielhaften Verfahrens zum Einstellen einer Beleuchtungsvorrichtung gemäß dem dritten Aspekt der Offenbarung.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

[0014] In der folgenden ausführlichen Beschreibung wird auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen, die Teil dieser bilden und in denen zur Veranschaulichung spezifische Ausführungsbeispiele gezeigt sind, in denen die vorliegende Offenbarung ausgeübt werden kann. In dieser Hinsicht wird Richtungsterminologie wie etwa „oben", „unten", „vorne", „hinten", „vorderes", „hinteres", usw. mit Bezug auf die Orientierung der beschriebenen Figur (en) verwendet. Da Komponenten von Ausführungsbeispielen der vorliegenden Offenbarung in einer Anzahl verschiedener Orientierungen positioniert werden können, dient die Richtungsterminologie zur Veranschaulichung und ist auf keinerlei Weise einschränkend. Es versteht sich, dass andere Ausführungsbeispiele benutzt und strukturelle o-der logische Änderungen vorgenommen werden können, ohne von dem Schutzumfang der vorliegenden Offenbarung abzuweichen.

Die folgende ausführliche Beschreibung ist deshalb nicht in einschränkendem Sinne aufzufassen und der Schutzumfang der vorliegenden Offenbarung wird durch die angefügten Ansprüche definiert .

[0015] Insofern in der folgenden Beschreibung, den Patentansprüchen oder den Zeichnungen zum Ausdruck gebracht wird, dass Schaltungselemente miteinander "verbunden", "elektrisch verbunden" oder "elektrisch gekoppelt" sind, so kann dies bedeuten, dass die genannten Elemente direkt, d.h. ohne dazwischen befindliche weitere Elemente miteinander gekoppelt sind. Es kann jedoch auch bedeuten, dass die genannten Elemente nicht direkt miteinander gekoppelt sind und dass weitere Elemente zwischen die genannten Elemente gekoppelt sind. Insofern in den Figuren gleiche Bezugszeichen verwendet werden, so beziehen sich diese auf gleiche oder funktionsgleiche Elemente, so dass in diesen Fällen die Beschreibung dieser Elemente nicht wiederholt wird.

[0016] Fig. 1 zeigt in schematischer und stark vereinfachter Form die wesentlichen Bestandteile einer Crash-Testanlage. Die gewählte Darstellung soll lediglich nochmals den Ausgangspunkt für die vorliegende Offenbarung verdeutlichen. Eine Crash-Testanlage 10 weist einen Kollisionspunkt 1, eine Beleuchtungsvorrichtung 2 und eine Mehrzahl von Hochgeschwindigkeitskameras (nicht dargestellt) auf, welche den Moment des Aufpralls eines Kraftfahrzeugs 3 auf den Kollisionspunkt 1 aufnehmen sollen. Der Kollisionspunkt 1 kann ein feststehendes unbewegliches Hindernis oder ein weiteres Fahrzeug sein. Die Beleuchtungsvorrichtung 2 kann eine Mehrzahl von Beleuchtungseinheiten 2.1 aufweisen, welche beispielsweise an einer Schiene 2.2 befestigt sind, welche ihrerseits an der Hallendecke aufgehängt ist. Es sind beispielshalber drei Be- leuchtungseinheiten 2.1 gezeigt. Jede der Beleuchtungseinheiten 2.1 emittiert ein Strahlungsbündel 2.11 in Richtung auf das Kraftfahrzeug 3. Die Beleuchtungseinheiten 2.1 können beispielsweise mit speziellen Vorschaltgeräten betriebene Halogen-Gasentladungslampen oder Lichtemissionsdioden (LED) , insbesondere Weißlicht-LEDs, enthalten. Um eine möglichst homogene Ausleuchtung des Bereichs des Kraftfahrzeugs 3 durch die Beleuchtungseinheiten 2.1 erzielen zu können, sollten deren Strahlungsbündel 2.11 im Bereich des Kraftfahrzeugs 3 möglichst lückenlos und überlappungsfrei aneinander angrenzen .

[0017] Fig. 2 weist die Figuren 2A - 2D auf und zeigt eine beispielhafte Beleuchtungsvorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Offenbarung (Fig. 2A, 2B) sowie Beispiele für eine Beleuchtungseinheit gemäß dem zweiten Aspekt (Fig. 2C, 2D) .

[0018] Die Beleuchtungsvorrichtung 20 gemäß dem ersten Aspekt weist eine Mehrzahl von Beleuchtungseinheiten 21 auf, wobei jede Beleuchtungseinheit 21 eine Lichtquelle 21.1 zum Emittieren eines Strahlungsbündels 21.1A und Laserstrahlquellen 21.2 zum Emittieren eines Laserstrahls 21.21 aufweist. Die Beleuchtungsvorrichtung 20 weist ferner eine Mehrzahl von Aktuator-Mitteln 22 auf, wobei jedes Aktuator-Mittel 22 mit einer Beleuchtungseinheit 21 verbunden ist und dafür ausgelegt ist, eine Abstrahlrichtung des Strahlungsbündels 21.1A aufgrund einer detektierten Strahlrichtung des Laserstrahls 21.21 zu verändern.

[0019] Die Beleuchtungseinheit gemäß dem zweiten Aspekt, wie sie beispielsweise in der Fig. 2C gezeigt ist, weist eine Lichtquelle 21.1 zum Emittieren eines Strahlungsbündels 21.1A und eine Laserstrahlquelle 21.2 zum Emittieren eines Laser- Strahls 21.1A auf, wobei die Laserstrahlquelle 21.2 derart angeordnet und dafür ausgelegt ist, mittels des emittierten Laserstrahls (21.2A) die räumliche Ausdehnung des Strahlungsbündels (21.1A) in einem Abstand von der Beleuchtungseinheit (21) zu markieren. Insbesondere ist die Laserstrahlquelle 21.2 derart ausgerichtet, dass die Strahlrichtung emittierten Laserstrahls parallel zur Strahlrichtung am Rand des Strahlungsbündels 21.1A ist, um solchermaßen die Divergenz des Strahlungsbündels 21.1A abzubilden.

[0020] Gemäß dem in Fig. 2 gezeigten Beispiel einer Beleuchtungsvorrichtung 20 weist jede der Beleuchtungseinheiten 21 genau vier Laserstrahlquellen 21.2 auf. Es sei jedoch bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass für die Zwecke der vorliegenden Offenbarung auch eine einzelne Laserstrahlquelle ausreichend sein kann. Ein Beispiel hierfür wird weiter unten noch angegeben werden.

[0021] Gemäß einem Beispiel der Beleuchtungsvorrichtung 20 nach dem ersten Aspekt und der Beleuchtungseinheit nach dem zweiten Aspekt weist die Lichtquelle 21.1 eine Mehrzahl von matrixförmig angeordneten LEDs 21.11, insbesondere Weißlicht-LEDs 21.11, auf. Alternativ dazu kann die Lichtquelle 21.1 auch durch eine Halogen-Gasentladungslampe gegeben sein.

[0022] Gemäß einem Beispiel der Beleuchtungsvorrichtung 20 gemäß dem ersten Aspekt und der Beleuchtungseinheit nach dem zweiten Aspekt, welches in Fig. 2 gezeigt ist, weist die Laserstrahlquelle vier Laserdioden 21.2 auf, das Strahlungsbündel 21.1A weist einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf, und die vier Laserdioden 21.2 sind derart angeordnet, dass jeder der von ihnen emittierten Laserstrahlen 21.21 an einer der vier Ecken des rechteckigen Querschnitts des Strahlungsbündels 21.1A parallel zur Abstrahlrichtung am Rand des Strahlungsbündels 21.1A verläuft. Es sind aber auch andere Konstellationen denkbar, bei denen die Anzahl der Laserdioden kleiner als vier ist, beispielsweise zwei oder auch nur eine Laserdiode. Ein Beispiel hierfür ist weiter unten anhand Fig. 2D gezeigt.

[0022] Gemäß einem Beispiel der Beleuchtungsvorrichtung 20 nach dem ersten Aspekt und der Beleuchtungseinheit nach dem zweiten Aspekt ist sowohl die Lichtquelle 21.1 als auch die Laserstrahlquelle 21.2, wie am Besten in Fig. 2B zu sehen ist, innerhalb eines flachen rechteckigen Gehäuses 21.3 befestigt, das vier Seitenwände und eine Rückwand (nicht sichtbar) aufweist. Wie weiter unten erläutert werden wird, besteht die Aufgabe der mindestens einen Laserstrahlquelle 21.2 darin, die räumliche Ausdehnung des Strahlungsbündels 21.1A in einem vorgegebenen Abstand von den Beleuchtungseinheiten 21 zu markieren.

[0023] Gemäß einem Beispiel der Beleuchtungsvorrichtung 20 nach dem ersten Aspekt und der Beleuchtungseinheit nach dem zweiten Aspekt weisen die Laserstrahlquellen 21.2 jeweils eine Laserdiode, beispielsweise eine im sichtbaren Spektralbereich emittierende Laserdiode, auf.

[0024] Gemäß einem Beispiel einer Beleuchtungsvorrichtung 20 nach dem ersten Aspekt und der Beleuchtungseinheit nach dem zweiten Aspekt ist die mindestens eine Laserstrahlquelle 21.2 derart konfiguriert, dass sie in einem vorbestimmten Abstand von der jeweiligen Beleuchtungseinheit 21 die räumliche Lage und die Größe des Strahlungsfeldes des von der Beleuchtungseinheit 21 abgestrahlten Strahlungsbündels 21.1A markiert. Der vorbestimmte Abstand kann beispielsweise durch den Ab- stand von der Beleuchtungseinheit 21 bis zu einer zentralen Längsachse eines für einen Crash-Test vorgesehenen Kraftfahrzeugs gegeben sein. In einer Umgebung dieser Ebene ist ein möglichst lückenloses und überlappungsfreies Aneinandergren-zen seitlich benachbarter Strahlungsfelder der von jeweils zwei benachbarten Beleuchtungseinheiten 21 abgestrahlten Strahlungsbündel 21.1A erwünscht. Bei der Einstellung der Beleuchtungsvorrichtung 20 kann in dieser Ebene beispielsweise eine geeignete Projektionsfläche 25 angeordnet werden, auf welche das Strahlungsbündel 21.1A und der oder die Laserstrahlen 21.21 projiziert werden. Das Auftreffen der von zwei seitlich benachbarten Beleuchtungseinheiten 21 abgestrahlten Laserstrahlen 21.21 auf die Projektionsfläche 25 kann dann in einer geeigneten Weise detektiert werden und auf dieser Basis die Abstrahlrichtung der Beleuchtungseinheit 21 verändert werden .

[0025] Gemäß einem Beispiel der Beleuchtungsvorrichtung 20 nach dem ersten Aspekt und der Beleuchtungseinheit nach dem zweiten Aspekt ist das Strahlungsbündel 21.1A üblicher Weise leicht divergent, so dass die Abstrahlrichtungen an den Rändern des Strahlquerschnitts in einem von 0° verschiedenen Winkel zur Senkrechten verlaufen, wie am Besten in Fig. 2A zu sehen ist. Die Abstrahlrichtungen der Laserstrahlen 21.21 sind dementsprechend so einzustellen, dass sie parallel zu der Strahlrichtung am Rand des Strahlungsbündels 21.1A verlaufen, d.h. somit die Divergenz des Strahlungsbündels abbilden. Somit ist sicher gestellt, dass die Auftreffpunkte

21.21A der Laserstrahlen 21.21 auf der Projektionsfläche 25 möglichst exakt an den Ecken des Strahlungsfeldes des Strahlungsbündels 21.1A liegen und somit die Größe des von ihnen eingeschlossenen Strahlungsfeldes wiedergeben. Die Laserdioden 21.2 können innerhalb des Gehäuses 21.3 der Beleuchtungs- einheit 21 fest montiert sein, so dass ihre Abstrahlrichtung unveränderbar ist. Es kann aber alternativ auch vorgesehen sein, dass die Laserdioden 21.2 innerhalb des Gehäuses 21.3 beweglich, insbesondere justierbar hinsichtlich ihrer Abstrahlrichtung angeordnet sind, so dass ihre Abstrahlrichtungen gegebenenfalls an veränderte Divergenzeigenschaften des Strahlungsbündels 21.1A anpaßbar sind.

[0026] Dies ist in Fig. 2A etwas näher illustriert. In einem gewünschten Abstand von den Beleuchtungseinheiten 21 ist die Projektionsfläche 25 angeordnet, auf welche die Strahlungsbündel 21.1A und die Laserstrahlen 21.21 projiziert werden. Die auf die Projektionsfläche 25 projizierten Laserstrahlen 21.21 sind optisch detektierbar und können dazu dienen, durch gezielte Veränderung der Ausrichtung der Beleuchtungseinheiten 21, beispielsweise durch ein automatisiertes Verfahren, die Strahlungsfelder optimal nebeneinander zu setzen. Dazu müssen die Auftreffpunkte 21.21A von Laserstrahlen 21.21 benachbarter Beleuchtungseinheiten 21 zum Überlapp gebracht werden. Fig. 2A zeigt eine Situation, in welcher bezüglich der obersten und der mittleren Beleuchtungseinheit 21 ein Überlapp derartiger benachbarter Auftreffpunkte 21.21A gegeben ist. Bezüglich der mittleren und der untersten Beleuchtungseinheit 21 ist durch die gestrichelt gezeichneten Laserstrahlen 21.21 eine anfängliche Situation dargestellt, in der die Auftreffpunkte 21.21A der Laserstrahlen 21.21 auf der Projektionsfläche 25 nicht zusammenfallen. Dieses kann, wie weiter unten noch gezeigt werden wird, durch eine geeignete Detektionseinrichtung erfaßt werden, worauf eine mit ihr verbundene Steuereinrichtung die Aktuator-Mittel 22 dazu veranlaßt, die Abstrahlrichtung der Beleuchtungseinheiten 21 derart zu verändern, dass die Auftreffpunkte der Laserstrahlen 21.2A benachbarter Beleuchtungseinheiten 21 miteinander zum Überlapp gebracht werden. Im gezeigten Fall würde das mit der untersten Beleuchtungseinheit 21 verbundene Aktuatormittel 22 beispielsweise ein Verschwenken der Beleuchtungseinheit 21 um eine zur Darstellungsebene senkrechte Achse bewirken, um solchermaßen die Abstrahlrichtung der Laserstrahlen 21.21 zu ändern, die nach dem Verschwenkvorgang durch die durchgezogen gezeichneten Laserstrahlen 21.21 gegeben sind. Zusätzlich o-der alternativ kann das Aktuatormittel 22 auch eine laterale Verstellung der Beleuchtungseinheit bewirken.

[0027] Gemäß einem Beispiel der Beleuchtungsvorrichtung 20 nach dem ersten Aspekt sind die Beleuchtungseinheiten 21 derart befestigt, dass durch entsprechende Ansteuerung seitens der Aktuator-Mittel 22 ihre Ausrichtung und somit die Abstrahlrichtung der Strahlungsbündel 21.1A geändert werden kann. Die Abstrahlrichtung kann sowohl durch Translation als auch durch Rotation der Beleuchtungseinheiten 21 geändert werden. Beispielsweise können die Beleuchtungseinheiten 21 nebeneinander auf einer Schiene angeordnet sein und können in Längsrichtung der Schiene beweglich sein, wie durch die Pfeile in Fig. 2A gekennzeichnet ist. Des Weiteren können die Beleuchtungseinheiten 21 um zwei oder drei Achsen drehbar oder verschwenkbar sein.

[0028] Gemäß einem alternativen Beispiel der Beleuchtungsvorrichtung 20 nach dem ersten Aspekt und der Beleuchtungseinheit nach dem zweiten Aspekt weist das Strahlungsbündel einen nicht-rechteckigen Querschnitt auf, beispielsweise einen kreisrunden Querschnitt, wobei in diesem Fall vier Laserdioden an den Positionen 0°, 90°, 180° und 270° des Kreisum-fangs angeordnet sein können, so dass jeder der von ihnen emittierten Laserstrahlen im Wesentlichen parallel zur Abstrahlrichtung am Rand des Strahlungsbündels verläuft.

[0029] Gemäß einem Beispiel der Beleuchtungsvorrichtung 20 nach dem ersten Aspekt und der Beleuchtungseinheit nach dem zweiten Aspekt ist die Strahlrichtung des Laserstrahls der Laserstrahlquelle zeitlich veränderlich, insbesondere für den Fall dass nur eine einzige oder zwei Laserstrahlquellen wie Laserdioden verwendet werden. Gemäß einem weiteren Beispiel ist die Strahlrichtung des Laserstrahls derart zeitlich veränderlich, dass bei einer Projektion des Laserstrahls auf eine Projektionsfläche der Laserstrahl ein Rechteck zeichnet, welches das Strahlungsfeld des Strahlungsbündels der Beleuchtungseinheit einschließt. Gemäß einem anderen Beispiel würde der Laserstrahl eine einzelne Linie auf die Projektionsfläche zeichnen, welche beispielsweise eine äußere Begrenzungslinie des Strahlungsfeldes anzeigt. Gemäß einem weiteren Beispiel weist eine Beleuchtungsvorrichtung eine einzelne Laserstrahlquelle, insbesondere eine Laserdiode, auf, welche zusätzlich eine Strahlablenkeinrichtung aufweist, welche dafür eingerichtet ist, den Laserstrahl in einer gewünschten Weise zeitlich veränderlich abzulenken. Gemäß einem weiteren Beispiel weist eine derartige Strahlablenkeinrichtung ein Galvanometer auf .

[0030] Ein Beispiel hierfür ist in Fig. 2D gezeigt, in welcher eine weitere Beleuchtungseinheit 31 gemäß dem zweiten Aspekt dargestellt ist. Die Beleuchtungseinheit 31 weist ebenso wie die Beleuchtungseinheit 21 der Fig. 2C ein rechteckiges Gehäuse 31.3 auf, in dessen Vorderseite eine Lichtquelle 31.1 eingebaut ist, welche eine matrixförmig angeordnete Mehrzahl von Weißlicht-LEDs 31.11 aufweist. Die Beleuchtungseinheit 31 weist dagegen nur eine Laserstrahlquelle 31.2 auf, welche beispielsweise im Zentrum der Mehrzahl von Weißlicht-LEDs 31.11 in das Gehäuse eingebaut ist und eine Laser- diode 31.21 und eine Ablenkeinrichtung 31.22 aufweist. Die Ablenkeinrichtung 31.22 kann beispielsweise ein Galvanometer sein. Der von der Laserdiode 31.21 emittierte Laserstrahl wird der Ablenkeinrichtung 31.22 zugeführt und von dieser derart zeitabhängig abgelenkt, dass er in einem Abstand von der Beleuchtungseinheit 31 ein Rechteck auf eine Projektionsfläche zeichnet, welches die räumliche Ausdehnung des Strahlungsbündels markiert.

[0031] Fig. 3 zeigt schematisch eine weitere Ausführungsform einer Beleuchtungsvorrichtung 40 nach dem ersten Aspekt.

[0032] Gemäß einem Beispiel einer Beleuchtungsvorrichtung 40 nach dem ersten Aspekt umfasst die Beleuchtungsvorrichtung 40 demnach ferner eine Detektionseinrichtung 23, welche dafür eingerichtet ist, die Strahlrichtung des Laserstrahls bzw. die Auftreffpunkte des Laserstrahls auf die Projektionsfläche 25 zu detektieren. Gemäß einem weiteren Beispiel davon weist die Detektionseinrichtung 23 einen optischen Sensor, insbesondere eine Kamera wie eine CCD-Kamera, auf. Wie durch die gestrichelten Linien angedeutet ist, wird der gesamte Bereich der Projektionsfläche 25, in dem Auftreffpunkte 21.21A der Laserstrahlen 21.21 vorhanden sind, auf die Detektionseinrichtung 23 abgebildet. Anschließend kann das aufgenommene Muster einer Bildverarbeitung unterzogen werden und aufgrund des Ergebnisses dieser Bildverarbeitung können den Aktuator-mitteln 22 geeignete Steuersignale übersandt werden, um die Beleuchtungseinheiten 21 geeignet zu verfahren.

[0033] Gemäß einem Beispiel einer Beleuchtungsvorrichtung 30 nach dem ersten Aspekt weist die Beleuchtungsvorrichtung 30 ferner eine Steuereinrichtung 24 auf, welche beispielsweise wie oben beschrieben eine Einrichtung zur Bildverarbeitung enthalten kann. Die Einrichtung zur Bildverarbeitung kann aber alternativ auch in der Detektionseinrichtung 23 enthalten sein. Die Steuereinrichtung 24 ist mit den Aktuator-Mitteln 22 verbunden und eingerichtet, die Aktuator-Mittel 22 so anzusteuern, dass die Ausrichtungen der Beleuchtungseinheiten 21 in einer Weise geändert werden, dass die Auftreffpunkte von Laserstrahlen benachbarter Beleuchtungseinheiten 21 auf der Projektionsfläche 25 zum Überlapp gebracht werden. Damit wird erreicht, dass die Strahlungsbündel 21.1A in der Ebene der Projektionsfläche 25 lückenlos und überlappungsfrei aneinander angrenzen. Gemäß einem weiteren Beispiel davon ist die Steuereinrichtung 24 mit der Detektionseinrichtung 23 verbunden und ist dafür eingerichtet, von der Detektionseinrichtung 23 ein Signal zu empfangen, welches eine Aussage darüber enthält, welche Auftreffpunkte benachbarter Beleuchtungseinheiten 21 noch voneinander beabstandet sind. Auf der Basis dieses Signals berechnet die Steuereinrichtung 24 sämtliche erforderlichen Verstellungen der Beleuchtungseinheiten

21 und leitet dementsprechend Signale an die Aktuator-Mittel

22 weiter. Die Berechnung durch die Steuereinrichtung 24 kann dabei derart erfolgen, dass die Anzahl der erforderlichen Verstellungen der Beleuchtungseinheiten 21 minimiert wird.

[0034] Weitere Ausführungsbeispiele können durch Kombination mit Merkmalen und Beispielen gebildet werden, wie sie weiter oben im Zusammenhang mit einer Beleuchtungsvorrichtung nach dem ersten Aspekt beschrieben wurden.

[0035] Fig. 4 zeigt ein Flußdiagramm für ein Verfahren zum Einstellen einer Beleuchtungsvorrichtung gemäß einem dritten Aspekt der Offenbarung.

[0036] Gemäß Fig. 4 weist ein Verfahren 50 zum Einstellen einer Beleuchtungsvorrichtung, welche eine Mehrzahl von Beleuchtungseinheiten aufweist, welche jeweils eine Lichtquelle und eine Laserstrahlquelle aufweisen, das Emittieren von Laserstrahlen von den Laserstrahlquellen (51), das Detektieren der räumlichen Lage der Laserstrahlen in einem Abstand von der jeweiligen Beleuchtungseinheit (52), und das Verändern der Ausrichtungen der Beleuchtungseinheiten in Abhängigkeit von den detektierten räumlichen Lagen der Laserstrahlen (53) auf .

[0037] Gemäß einem Ausführungsbeispiel des Verfahrens nach dem dritten Aspekt werden die Ausrichtungen der Beleuchtungseinheiten in einer Weise geändert, dass die Strahlungsbündel in einem vorgegebenen Abstand von der Beleuchtungsvorrichtung lückenlos und überlappungsfrei aneinander angrenzen.

[0038] Weitere Ausführungsbeispiele können durch Kombination mit Merkmalen und Ausführungsbeispielen, wie sie weiter oben im Zusammenhang mit einer Beleuchtungsvorrichtung nach dem ersten Aspekt und einer Beleuchtungseinheit nach dem zweiten Aspekt, gebildet werden.

[0039] Obwohl spezifische Ausführungsformen in dieser Beschreibung dargestellt und beschrieben wurden, ist für den Fachmann auf dem Gebiet zu erkennen, dass die gezeigten und beschriebenen spezifischen Ausführungsformen gegen eine Vielfalt von alternativen und/oder äquivalenten Implementierungen ausgetauscht werden können, ohne vom Schutzbereich der vorliegenden Offenbarung abzuweichen. Diese Anmeldung soll jegliche Anpassungen oder Veränderungen der hierin erörterten spezifischen Ausführungsformen abdecken. Daher ist vorgese- hen, dass diese Offenbarung nur durch die Ansprüche und deren Äquivalente begrenzt ist.