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1. (WO2019025191) DEVICE AND METHOD FOR ADJUSTING A GRAPHIC USER INTERFACE
Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

Vorrichtung und Verfahren zur Einstellung einer grafischen

Benutzeroberfläche

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche.

In heute gängigen Fahrzeugen erfolgt eine Lenkung des Fahrzeuges über ein Lenkrad, durch welches ein Fahrzeuginsasse direkt das Fahrzeug steuert. In zukünftigen Fahrzeugen ist hingegen eine pilotierte Steuerung des Fahrzeuges vorgesehen, sodass das Fahrzeug ohne Lenkung durch den Fahrzeuginsassen gesteuert wird. Der durch die lenkradfreie Steuerung gewonnene Raum wird dazu genutzt, eine Schautafel mit einem

Breitbildmonitor in einem Armaturenbrett einzurichten. Es ist bekannt, bei derartigen pilotierten Fahrzeugen vor dem Breitbildmonitor eine Ablagefläche anzuordnen, die in Form eines vorgelagerten Tisches ausgebildet ist. Ein derartiger Tisch ermöglicht es dem Fahrzeuginsassen, Gegenstände, wie beispielsweise Handys oder Kaffeebecher abzulegen.

Aus dem Dokument DE 10 2014 005 760 A1 ist eine Anordnung für einen Innenraum eines Kraftfahrzeuges bekannt, bei der ein Anzeigeinhalt in Abhängigkeit von einem eine Anzeige verdeckenden Gegenstand

verschoben werden kann.

Das Dokument DE 10 2012 005 674 A1 offenbart eine Anzeigevorrichtung und ein Verfahren zum lenkwinkelabhängigen Darstellen von Informationen. Dabei wird eine Anzeige eines Kombiinstruments in Abhängigkeit von einem Lenkwinkel angepasst, um eine Verdeckung eines Anzeigeinhalts zu vermeiden.

Aus dem Dokument DE 10 2008 048 825 A1 sind ein Anzeige- und

Bediensystem in einem Kraftfahrzeug mit nutzerbeeinflussbarer Darstellung von Anzeigeobjekten sowie ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Anzeige- und Bediensystem bekannt. Dabei kann ein Anzeigeobjekt verschoben werden.

Im Stand der Technik sind somit Verfahren und Vorrichtungen bekannt, mit denen ein Anzeigeinhalt in Abhängigkeit von einem die Anzeige

verdeckenden Obstakel verschoben werden kann. Derartige Verfahren und Vorrichtungen berücksichtigen jedoch nicht den Blickwinkel von

Fahrzeuginsassen, um die Verschiebung der Anzeige für den

Fahrzeuginsassen automatisch optimiert darzustellen.

Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung sowie ein Verfahren bereitzustellen, mit der bzw. mit dem eine verbesserte Anzeige einer grafischen Benutzeroberfläche ermöglicht und damit das

Bedienempfinden eines Fahrzeuginsassen verbessert wird.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des

Patentanspruchs 1 , ein Verfahren, welches die Merkmale des

Patentanspruchs 8 aufweist, sowie ein Fahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 1 gelöst.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI), in einem Fahrzeug, umfassend eine Schalttafel mit einem Breitbildmonitor, wobei die grafische

Benutzeroberfläche in einer Fläche des Breitbildmonitors ausgebildet ist, sowie eine Ablagefläche, die vor dem Breitbildmonitor in einen Innenraum des Fahrzeuges hineinragend ausgebildet ist. Der Breitbildmonitor ist alternativ als normaler Bildmonitor ausgebildet. Dies bietet den Vorteil, dass der Bildmonitor in einem Teilbereich des Armaturenbrettes ausgebildet werden kann. Optional kann eine beschriebene erfindungsgemäße

Vorrichtung an mindestens einer Rückenfläche einer Kopfstütze bzw. eines Vordersitzes angeordnet sein. Dies bietet die Möglichkeit, dass die

erfindungsgemäße Vorrichtung für Fahrzeuginsassen auf hinteren

Sitzplätzen bereitgestellt werden kann. Die Schalttafel ist vorzugsweise im vorderen Bereich des Fahrzeuges, vorzugsweise im Armaturenbrett, angeordnet. Besonders vorteilhaft erstreckt sich Schalttafel über die gesamte Breite des Armaturenbrettes und der Breitbildmonitor erstreckt sich entlang der gesamten Länge der Schalttafel. Der Breitbildmonitor ist ausgebildet, eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) darzustellen, wobei der gesamte Breitbildmonitor ausgebildet ist, die grafische Benutzeroberfläche darstellen zu können. Die Ablagefläche ist vorzugsweise rechteckig ausgebildet.

Alternativ ist die Ablagefläche halbmondförmig oder in einer anderen bedienfreundlichen Ausgestaltung ausgebildet, wobei die Ablagefläche eingerichtet ist, mindestens ein Obstakel aufnehmen zu können. Die

Ablagefläche ist optional verschiebbar oder einklappbar ausgebildet

Das Einstellsystem ist ausgebildet, die Darstellungsposition der grafischen Benutzeroberfläche einzustellen. Die Einstellung der Darstellungsposition der grafischen Benutzeroberfläche ermöglicht eine Verschiebung der grafischen Benutzeroberfläche in einer Fläche des Breitbildmonitors. Die

Darstellungsposition der grafischen Benutzeroberfläche ist vorzugsweise in einem Wirkungsbereich eines Fahrzeugführers oder in einem

Wirkungsbereich eines Beifahrers des Fahrzeuges ausgebildet. Die grafische Benutzeroberfläche ist dem Bedien bedürfnis eines Fahrzeuginsassen anpassbar, so dass je nach Benutzer der grafischen Bedienoberfläche die grafische Benutzeroberfläche in einer Darstellungsposition positioniert ist. Die Einstellbarkeit der Darstellungsposition der grafischen

Benutzeroberfläche verbessert das Bedienempfinden eines

Fahrzeuginsassen. Zudem wird eine ansprechende Darstellung der grafischen Bedienoberfläche im Innenraum des Fahrzeuges umgesetzt, was zu einem modernen Design der grafischen Bedienoberfläche und des

Breitbildmonitors beiträgt. Dies trägt zu einem verbesserten

Komfortempfinden seitens des Fahrzeuginsassen bei.

In Ausgestaltung ist das Einstellsystem ausgebildet, die Darstellungsposition der grafischen Benutzeroberfläche in Abhängigkeit eines Blickwinkels eines Fahrzeuginsassen und eines auf der Ablagefläche angeordneten Obstakels einzustellen. Ein Obstakel ist ein Hindernis, welches die Sicht eines

Fahrzeuginsassen auf die grafische Benutzeroberfläche behindert. Derartige Obstakel können beispielsweise Kaffeebecher, Handys, Schlüsselbunde, Stofftiere, Essenspakete, Kartenmaterial, Sonnenbrillen oder andere

Gegenstände sein. Bei pilotierten Fahrzeugen ist es möglich, in dem Bereich, in dem bei herkömmlichen Fahrzeugen das Lenkrad angeordnet ist, eine geräumige Ablagefläche zu schaffen, wodurch es möglich wird, das

Komfortempfinden eines Fahrzeuginsassen zu verbessern, indem dieser seine Bedarfsutensilien auf dieser Ablagefläche ablegen kann. Der Nachteil dieser auf der Ablagefläche abgelegten Utensilien, die Obstakel darstellen, ist, dass der Fahrzeuginsasse bei einem Blick auf den Breitbildmonitor durch das Obstakel an einer direkten Sicht auf den Breitbildmonitor, und

insbesondere auf die grafische Benutzeroberfläche (GUI), gehindert wird. Das Einstellsystem bietet den Vorteil, dass die Darstellungsposition der grafischen Benutzeroberfläche in Abhängigkeit eines Blickwinkels eines Fahrzeuginsassen und eines auf der Ablagefläche angeordneten Obstakels einstellbar ist, wodurch eine optimale Ergonomie für eine oder zwei Personen erzielbar ist. Das Einstellsystem ist eingerichtet, die Position eines Obstakels zu erfassen, sowie den Blickwinkel eines Fahrzeuginsassen zu erfassen. Das Einstellsystem ist ausgebildet, basierend auf den erfassten Werten eine neue Darstellungsposition der grafischen Benutzeroberfläche dergestalt zu

ermitteln, dass eine Verschiebungsstrecke ermittelt wird, um die die grafische Benutzeroberfläche verschoben werden muss, um eine direkte Sicht des Fahrzeuginsassen auf die grafische Benutzeroberfläche zu ermöglichen. Durch die Verschiebung der grafischen Benutzeroberfläche (GUI) wird eine verbesserte Sichtbarkeit der grafischen Benutzeroberfläche erzielt. Dabei kann die grafische Oberfläche aus der Sicht des Fahrzeuginsassen sowohl nach links in Bezug auf das Obstakel oder nach rechts in Bezug auf das Obstakel verschoben werden. Vorzugsweise ist das Einstellsystem

eingerichtet, eine Darstellungsposition zu bevorzugen, bei der eine

Entfernung zwischen Fahrzeuginsasse und der grafischen

Benutzeroberfläche, im Vergleich zu einer alternativen Darstellungsposition, kürzer ist. Alternativ kann der Fahrzeuginsasse die Verschiebungsrichtung der grafischen Benutzeroberfläche bestimmen.

In einer Weiterbildung umfasst das Einstellsystem mindestens eine

Messvorrichtung, die ausgebildet ist, die Position eines Obstakels, welches auf der Ablagefläche angeordnet ist, zu erfassen. Die Messvorrichtung ist dabei vorzugsweise im Innenraum des Fahrzeuges angeordnet und ist derart angeordnet, dass sie ein Obstakel auf der Ablagefläche des Fahrzeuges erfassen kann. Optional kann die Messeinrichtung die Positionen mehrerer Obstakel erfassen. Die Messvorrichtung ist vorzugsweise derart angeordnet, dass die Messvorrichtung das Gesicht, insbesondere die Augen eines Fahrzeuginsassen erfasst. Vorzugsweise umfasst die Messvorrichtung mindestens zwei Messsysteme, wobei ein erstes Messsystem eingerichtet ist, mittels mindestens einer Kamera ein Obstakel zu erfassen. Ein zweites Messsystem ist vorzugsweise eingerichtet, mindestens eine Augenposition und mindestens einen Blickwinkel zu erfassen. Optional kann die

Kopfposition durch ein weiteres Messsystem separat erfasst werden.

In einer weiteren Ausführungsform ist die Messvorrichtung ausgebildet, den Blickwinkel mindestens eines Fahrzeuginsassen zu erfassen. Vorzugsweise ist die Messvorrichtung derart im Innenraum des Fahrzeuges angeordnet, dass die Messvorrichtung sowohl das Obstakel, welches auf der

Ablagefläche angeordnet ist, erfassen kann, als auch einen Blickwinkel eines Fahrzeuginsassen. Alternativ ist die Messvorrichtung zweiteilig ausgebildet, derart, dass ein erster Teil die Position des Obstakels auf der Ablagefläche erfasst, und ein zweiter Teil den Blickwinkel eines Fahrzeuginsassen erfasst. Der Blickwinkel ist dabei der Winkel, in dem der Fahrzeuginsasse ausgehend von der geraden Sicht auf die Straße auf die grafische Benutzeroberfläche in ihrer Darstellungsposition schaut.

In Ausgestaltung ist die Messvorrichtung als eine Kamera oder als ein Infrarotgerät ausgebildet. Alternativ umfasst die Messvorrichtung mindestens zwei Kameras oder mindestens einen Sensor oder mindestens ein

Infrarotgerät oder eine Kombination hieraus. Die Ausgestaltung als Kamera bietet den Vorteil, dass ein Blickwinkel eines Fahrzeuginsassen erfasst werden kann. Die Ausgestaltung als Infrarotgerät bietet den Vorteil, dass ein Obstakel auf der Ablagefläche erfasst werden kann. Alternativ kann die Position des Obstakels mittels der Kamera erfasst werden. Optional kann die Messvorrichtung zweiteilig ausgebildet sein, wobei ein erster Teil der

Messvorrichtung als Kamera und ein zweiter Teil der Messvorrichtung als Infrarotgerät ausgebildet ist. In einer alternativen Ausgestaltung kann die Messvorrichtung als ein anderes Erfassungsgerät ausgebildet sein.

In einer weiteren Ausgestaltung umfasst das Einstellsystem eine

Auswerteeinheit, die ausgebildet ist, basierend auf dem erfassten Blickwinkel eines Fahrzeuginsassen und der erfassten Position des Obstakels eine neue Darstellungsposition für die grafische Bedienoberfläche zu ermitteln. Die Auswerteeinheit ist ausgebildet, basierend auf den erfassten Werten eine Verschiebungsstrecke zu ermitteln. Die Verschiebungsstrecke ist

vorzugsweise die Strecke, um die die grafische Benutzeroberfläche (GUI) verschoben werden muss, damit die grafische Benutzeroberfläche (GUI) durch einen Fahrzeuginsassen vollständig einsehbar ist.

In Weiterbildung ist die Auswerteeinheit in der Schalttafel angeordnet. Dies bietet den Vorteil, dass die Auswerteeinheit im Hintergrund in der Schalttafel verborgen tätig werden kann.

Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI), in einem Fahrzeug, umfassend ein Einstellsystem nach einem der voranstehenden Merkmale, umfassend eine Schalttafel mit einem Breitbildmonitor, wobei die grafische

Benutzeroberfläche in einer Fläche des Breitbildmonitors ausgebildet ist, sowie eine Ablagefläche, die vor dem Breitbildmonitor in einen Innenraum des Fahrzeuges hineinragend ausgebildet ist. Alternativ wird ein Bildschirm, insbesondere ein 6:9-Bildschirm oder ein 20:9-Bildschirm vorgesehen.

Das Einstellsystem wird mit der grafischen Benutzeroberfläche und einer Auswerteeinheit in dem Fahrzeug bereitgestellt. Zudem wird eine

Messeinrichtung in dem Fahrzeug bereitgestellt. Die Messeinrichtung ist vorzugsweise eine Kamera bzw. ein Infrarotgerät. Die Messeinrichtung erfasst eine Position eines Obstakels, welches auf der Ablagefläche angeordnet ist. Zudem erfasst die Messeinrichtung einen Blickwinkel mindestens eines Fahrzeuginsassen auf die grafische Benutzeroberfläche. Die Auswerteeinheit wertet die durch die Messeinrichtung erfassten Werte aus und ermittelt ausgehend von einer aktuellen Darstellungsposition eine neue Darstellungsposition der grafischen Bedienoberfläche. Die

Auswerteeinheit ermittelt hierfür eine Verschiebungsstrecke, um die die grafische Bedienoberfläche verschoben werden muss, um eine neue

Darstellungsposition festlegen zu können, in der ein Fahrzeuginsasse eine freie Sicht auf die grafische Benutzeroberfläche erhält. Anschließend erfolgt eine Neupositionierung der grafischen Benutzeroberfläche in der Fläche des Breitbildmonitors basierend auf der Ermittlung der neuen

Darstellungsposition. Vorzugsweise ist die Geschwindigkeit, in der die grafische Benutzeroberfläche auf dem Bildschirm verschoben wird, bei einer Bewegung eines Kopfes eines Fahrzeuginsassen oder bei einer Bewegung des Obstakels einstellbar.

In einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens wird die Position des Obstakels mittels einer Kamera oder eines Infrarotgeräts ermittelt. Dies bietet den Vorteil, dass die Position des Obstakels mittels einer Messeinrichtung erfasst werden kann, die durch die Ausbildung als Kamera oder als

Infrarotgerät leicht in einen Innenraum eines Fahrzeuges eingebracht werden kann, ohne dass der Fahrzeuginsasse sie zur Kenntnis nimmt. Optional kann die Position des Obstakels mit anderen Erfassungsgeräten ermittelt werden. Alternativ ist die Position des Obstakels mittels mindestens eines Sensors, der in der Ablagefläche ausgebildet ist, erfassbar.

In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung wird der Blickwinkel des

Fahrzeuginsassen mittels einer Kamera oder eines Infrarotgeräts ermittelt. Die Erfassung des Blickwinkels mittels einer Kamera bietet den Vorteil, dass heutige Kameras derart klein ausbildbar sind, dass eine Positionierung der Kamera in einem Innenraum des Fahrzeuges leicht umsetzbar ist. Dabei ist die Kamera so positionierbar, dass der Fahrzeuginsasse diese nicht wahrnimmt, wodurch ein gutes Komfortempfinden des Fahrzeuginsassen erhalten bleibt.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Fahrzeug mit einem Einstellsystem zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI), in einem Fahrzeug, nach einem der voranstehend beschriebenen Merkmale.

Die Erfindung ist anhand einer Ausführungsformen in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung weiter beschrieben. Es zeigt:

Figur 1 eine schematische Darstellung des Einstellsystems zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI) gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Einstellsystems.

Figur 2a eine schematische Darstellung des Einstellsystems zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche in einer möglichen Ausführungsform.

Figur 2b eine Detailansicht einer Position eines Laptops vor einer erfindungsgemäßen grafischen Benutzeroberfläche.

Figur 3 eine schematische Darstellung des Einstellsystems zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche in einer möglichen Ausführungsform.

Figur 4 eine schematische Darstellung des Einstellsystems zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche mit einer möglichen Anordnung von Kamerapositionen.

Figur 1 zeigt eine Ausführungsform des Einstellsystems 10 zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche 13. Das Einstellsystem 10 ist in einem Innenraum eines Fahrzeuges 1 1 in einem vorderen Bereich, vorzugsweise im Bereich eines Armaturenbrettes des Fahrzeuges 1 1 , ausgebildet und umfasst eine Schalttafel 17, mit einem Breitbildmonitor 12, wobei in einer Fläche des Breitbildmonitors 12 die grafische Benutzeroberfläche 13 ausgebildet ist. Die Schalttafel 17 mit dem Breitbildmonitor 12 erstreckt sich vorzugsweise im Innenraum des Fahrzeuges 1 1 über das gesamte

Armaturenbrett des Fahrzeuges 1 1 . Vorzugsweise wird die Schalttafel 17 vollständig durch den Breitbildmonitor 12 verdeckt. Entlang der Erstreckung der Schalttafel 17 ist in den Innenraum hineinragend eine Ablagefläche 14 ausgebildet. Die Ablagefläche 14 ist als rechteckiger Tisch ausgebildet. Alternativ kann die Ablagefläche oval, rund, gebogen bzw. teilweise verstellbar in eine X-Richtung, eine Y-Richtung und eine Z-Richtung, oder in einer anderen Ausgestaltungsform ausgebildet sein. Die Ablagefläche 14 ermöglicht es einem Fahrzeuginsassen 15, mindestens einen Gegenstand 16, wie beispielsweise ein Laptop, ein Tablet, ein Handy, ein Kaffeebecher, ein Schlüsselbund, ein Stofftier, ein Essenspaket, Kartenmaterial, eine Sonnenbrille oder andere Gegenstände, auf der Ablagefläche 14 abzulegen. Alternativ können mehrere Gegenstände 16 zur gleichen Zeit auf der Ablagefläche 14 angeordnet sein. Die auf der Ablagefläche 14 abgelegten Gegenstände stellen Obstakel 16 in Bezug auf eine freie Sicht des

Fahrzeuginsassen 15 auf die grafische Benutzeroberfläche 13 dar. Die Obstakel 16 hindern den Fahrzeuginsassen 15 an einer freien Sicht auf die grafische Benutzeroberfläche 13. Das Einstellsystem 10 ist ausgebildet, die Darstellungsposition der grafischen Benutzeroberfläche 13 in Abhängigkeit eines Blickwinkels eines Fahrzeuginsassen 15 und des auf der Ablagefläche 14 angeordneten Obstakels 16 einzustellen. Das Einstellsystem 10 umfasst mindestens eine - in Figur 1 nicht gezeigte - Messvorrichtung, die

ausgebildet ist, die Darstellungsposition des Obstakels 16, welches auf der Ablagefläche 14 angeordnet ist, zu erfassen. Zudem ist die Messvorrichtung ausgebildet, den Blickwinkel des mindestens einen Fahrzeuginsassen 15 zu erfassen. Alternativ werden der Blickwinkel mindestens eines

Fahrzeuginsassen 15 und die Position mindestens eines Obstakels mittels mindestens zweier Kameras erfasst. Dabei ist die Messvorrichtung vorzugsweise als Kamera oder als ein Infrarotgerät ausgebildet. Die

Messvorrichtung ist eingerichtet, die erfassten Daten bzw. Werte an die Schalttafel 17 zu leiten. Das Einstellsystem 10 umfasst zudem eine - in Figur 1 nicht gezeigte - Auswerteeinheit, die vorzugsweise in der Schalttafel 17 angeordnet und eingerichtet ist, die von der Messvorrichtung erfassten und an die Schalttafel 17 übermittelten Daten bzw. Werte auszuwerten. Die Auswerteeinheit ist eingerichtet, basierend auf dem erfassten Blickwinkel des Fahrzeuginsassen 15 und der erfassten Position des Obstakels 16 eine neue Darstellungsposition für die grafische Bedienungsoberfläche 13 zu ermitteln.

Ferner zeigt Figur 1 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Verfahrens zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche 13 in einem Fahrzeug 1 1 , umfassend ein oben beschriebenes Einstellsystem 10, umfassend eine Schalttafel 17 mit einem Breitbildmonitor 12, wobei die grafische Benutzeroberfläche 13 in einer Fläche des Breitbildmonitors 12 ausgebildet ist, sowie eine Ablagefläche 14, die vor dem Breitbildmonitor 12 in einem Innenraum des Fahrzeuges 1 1 hineinragend ausgebildet ist. Bei dem Verfahren wird das Einstellsystem 10 mit der grafischen

Benutzeroberfläche 13 und der Auswerteeinheit in dem Fahrzeug 1 1 bereitgestellt. Zudem wird eine Messeinrichtung im Innenraum des

Fahrzeuges 1 1 bereitgestellt. Mittels der Messeinrichtung wird eine Position eines Obstakels 16, welches auf der Ablagefläche 14 angeordnet ist, erfasst. Zudem wird mittels der - in Figur 1 nicht gezeigten - Messeinrichtung, die vorzugsweise als Kamera, ausgebildet ist, der Blickwinkel eines

Fahrzeuginsassen 15 ermittelt. In einem nächsten Schritt erfolgt die

Auswertung der mittels der Messeinrichtung erfassten Werte mittels einer Auswerteeinheit und eine Ermittlung einer neuen Darstellungsposition der grafischen Bedienoberfläche 13. Anschließend wird die grafische

Benutzeroberfläche 13 in der Fläche des Breitbildmonitors 12 basierend auf der Ermittlung der neuen Darstellungsposition neu positioniert.

Figur 2a zeigt eine schematische Darstellung des Einstellsystems 10 zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche 13 in einer möglichen Ausführungsform. Ein Breitbildmonitor 12 ist dabei in einem Fahrzeug

angeordnet. Zwei Ablageflächen 14 sind in verschiedenen Abständen zur dem Breitbildmonitor 12 ausgebildet. Jede der Ablageflächen 14 kann mindestens ein Obstakel 16 aufnehmen. Das Einstellsystem 10 ist eingerichtet, für jeden der Fahrzeuginsassen 15 in Bezug auf ein sich auf der Ablagefläche 14 vor dem jeweiligen Fahrzeuginsassen 15 angeordnetes Obstakel 16 unter Berücksichtigung des Abstandes des Obstakels 16 zu dem Breitbildmonitor 12 separat eine neue Position der grafischen

Benutzeroberfläche 13 zu ermitteln.

Figur 2b zeigt eine Detailansicht einer Position eines Obstakels 16 in Form eines Laptops vor einer erfindungsgemäßen grafischen Benutzeroberfläche 13. In dem Bereich des Bildmonitors 12, der durch das Obstakels 16 verdeckt wird, erfolgt keine Anzeige der grafischen Benutzeroberfläche 13.

Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung des Einstellsystems 10 zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche 13 in einer möglichen Ausführungsform. Das Einstellsystem 10 umfasst dabei einen Bildmonitor 12 mit einer grafischen Benutzeroberfläche 13, der an einer Rückseite eines Vordersitzes 18 angeordnet ist. An der Rückseite des Vordersitzes 18 ist zudem eine Ablagefläche 14 ausgebildet, auf der ein Obstakel 16 in Form eines Bechers angeordnet ist. Das Einstellsystem 10 ist eingerichtet, für einen Fahrzeuginsassen 15, der auf einem der hinteren Sitze des

Fahrzeuges sitzt, die grafische Benutzeroberfläche 13 basierend auf einer Auswertung des Blickwinkels des Fahrzeuginsassen 15 und der Position des Obstakels 16 neu zu positionieren.

Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung des Einstellsystems 10 zur Einstellung einer grafischen Benutzeroberfläche 13 mit einer möglichen Anordnung von Kamerapositionen 20, 21 . Dabei sind in einem Fahrzeug Kamerapositionen 20 für die Erfassung eines Blickwinkels eines

Fahrzeuginsassen 15 und Kamerapositionen 21 für die Erfassung eines Kopfes oder eines Obstakels 16 eingerichtet. Die Kamerapositionen 20 für die Erfassung eines Blickwinkels eines Fahrzeuginsassen 15 sind

vorzugsweise in einem Bereich des Armaturenbrettes, insbesondere im Bereich des Bildmonitors 12, ausgebildet. Optional ist mindestens eine Kameraposition 20 für die Erfassung eines Blickwinkels eines

Fahrzeuginsassen 15 in einem vorderen Randbereich, der in den Innenraum des Fahrzeuges hineinreichenden Ablagefläche 14, angeordnet. Optional kann die Position des Obstakels 16 mittels Sensoren 19, die in der

Ablagefläche 14 ausgebildet sind, erfasst werden. Die Kamerapositionen 21 , die für die Erfassung eines Kopfes oder eines Obstakels 16 eingerichtet sind, sind vorzugsweise in der A- und/oder B-Säule des Fahrzeuges ausgebildet. Alternativ sind die Kamerapositionen 21 , die für die Erfassung eines Kopfes oder eines Obstakels 16 eingerichtet sind, im Bereich des Himmels des Fahrzeuges angeordnet, insbesondere im Bereich einer Sonnenblende.