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1. (WO2019008012) DISCHARGE DEVICE
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Ausstoßvorrichtung

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Ausstoßvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Verschiedenste Behandlungsmethoden erfordern eine Injektion von Wirkstoffen, beispielsweise unter die Haut eines Patienten, in vielen Fällen in regelmäßigen Abständen wie etwa täglich. Auch in anderen Bereichen, etwa in Tätowiergeräten, kommen ebenfalls Nadeln zum Einsatz, um einen zu injizierenden Stoff unter die Haut einzubringen. Im Bereich der Medikamentenverabreichung sind als Alternative zu konventionellen Spritzen mit Nadeln bereits nadelfreie Injektionsvorrichtungen vorgeschlagen worden, mit welchen flüssige Wirkstoffe unter die Haut eines Patienten eingebracht werden können. Neben rein mechanischen nadelfreien Injektionsvorrichtungen sind hierbei auch

Injektionsvorrichtungen mit Piezoantrieb oder mit Voice-Coil-Antrieb bekannt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung mit verbesserten Ausstoßeigenschaften bereitzustellen. Die Aufgabe wird

erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.

Vorteile der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einer Ausstoßvorrichtung, insbesondere einer nadelfreien Injektionsvorrichtung und/oder einer, vorteilhaft nadelfreien, Tätowiergerätevorrichtung, zum Ausstoßen zumindest eines Stoffs, insbesondere eines Wirkstoffs und/oder eines Farbstoffs, vorzugsweise eines Fluids und/oder eines Pulvers, vorteilhaft zur Injektion in Gewebe, insbesondere in und/oder unter Haut, mit zumindest einer Antriebseinheit, die zu einer Erzeugung zumindest einer Betätigungsbewegung für zumindest ein

Ausstoßelement vorgesehen ist.

Es wird vorgeschlagen, dass die Antriebseinheit zumindest ein zumindest teilweise magnetisch formveränderliches Antriebselement aufweist.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung können vorteilhafte Ausstoßeigenschaften erzielt werden. Vorteilhaft kann eine Ausstoßvorrichtung mit kontrollierbarem und/oder variabel einstellbarem Ausstoßverhalten bereitgestellt werden. Insbesondere kann eine Ausstoßgeschwindigkeit sowie vorteilhaft deren zeitlicher Verlauf einfach und/oder zuverlässig kontrolliert und/oder eingestellt werden. Zudem kann ein Ausstoßverhalten variabel an eine Zielanwendung angepasst werden. Außerdem kann eine

Ausstoßvorrichtung mit einer einfach und/oder präzise ansteuerbaren Antriebseinheit bereitgestellt werden, die insbesondere eine Ausführung unterschiedlicher

Injektionsabläufe ermöglicht. Zudem kann ein hoher Grad an Kompaktheit und/oder an Zuverlässigkeit erzielt werden. Außerdem können vorteilhaft hohe

Ausstoßgeschwindigkeiten und/oder Beschleunigungen erzielt werden, insbesondere aufgrund einer reduzierten Anzahl bewegter Komponenten. Zudem kann eine

Depositionstiefe präzise eingestellt werden, wobei vorteilhaft eine variable Anpassung an unterschiedliche Gewebearten wie beispielsweise unterschiedliche Hautstellen oder Haut unterschiedlicher Tiere oder dergleichen ermöglicht ist. Des Weiteren können vorteilhaft mehrere aufeinanderfolgende Injektionen ohne einen Wechsel von Spitzen und/oder Kanülen schnell und sicher durchgeführt werden. Außerdem kann eine gleichmäßige Wirkstoffeinbringung erzielt werden.

Unter einer„Ausstoßvorrichtung" soll hierbei insbesondere zumindest ein, vorteilhaft funktionsfähiger, Teil eines Ausstoßgeräts wie beispielsweise eines Injektionsgeräts, eines Tätowiergeräts, eines nadelfreien Wirkstoff-Pens wie beispielsweise eines nadelfreien Insulinpens oder dergleichen verstanden werden. Hierbei sind sowohl Ausstoßgeräte denkbar, die zur Behandlung von Menschen, insbesondere zu einer Selbstbehandlung oder auch zu einer Behandlung durch klinisches Personal und/oder einen Arzt, vorgesehen sind, als auch Ausstoßgeräte aus dem tiermedizinischen Bereich. Ferner sind Ausstoßgeräte denkbar, die zu einem Einbringen von Gewürzen und/oder Essig und/oder Öl oder dergleichen in Speisen, insbesondere in Fleisch, vorgesehen sind. Insbesondere kann die Ausstoßvorrichtung auch das gesamte Ausstoßgerät umfassen. Vorteilhaft ist die Ausstoßvorrichtung dazu vorgesehen, eine definierte, insbesondere wählbare, Menge und/oder ein definiertes, insbesondere wählbares, Volumen des Stoffs in zumindest einem einzelnen Ausstoßvorgang auszustoßen. Vorteilhaft ist die

Ausstoßvorrichtung dazu vorgesehen, den Stoff bei dem Ausstoßen in zumindest eine Ausstoßrichtung zu beschleunigen, vorzugsweise in genau eine Vorzugsrichtung, insbesondere auf das Gewebe zu und vorteilhaft senkrecht zu dessen Oberfläche.

Vorteilhaft wird der Stoff in zumindest einem Ausstoßvorgang in das Gewebe eingebracht, vorzugsweise zumindest teilweise unter die, insbesondere menschliche oder tierische, Haut. Insbesondere wird der Stoff in dem Ausstoßvorgang aufgrund der

Betätigungsbewegung beschleunigt und/oder bewegt, wobei eine Bewegung und/oder Beschleunigung des Stoffs der Betätigungsbewegung entsprechend und/oder zu dieser parallel oder auch relativ zu dieser umgelenkt erfolgen kann. Unter„vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.

Der Stoff kann beispielsweise ein Medikament, ein Vitaminpräparat, ein Salzpräparat, ein Mineralienpräparat, generell ein Wirkstoff, ein Entfärbungsmittel, insbesondere für Tätowierungen und/oder für ein Bleichen einer Haut, ein Pigmentmittel, ein Farbstoff, insbesondere ein Tätowierfarbstoff und/oder ein Kosmetikpräparat oder dergleichen umfassen, Kombinationen derselben enthalten und/oder als zumindest eines derselben ausgebildet sein. Insbesondere kann der Stoff ein Fluid, insbesondere eine Flüssigkeit und/oder eine Lösung und/oder eine Emulsion, umfassen und/oder als ein solches/eine solche ausgebildet sein. Zudem ist denkbar, dass der Stoff zumindest einen Feststoff, insbesondere ein Pulver umfasst und/oder als ein solcher/ein solches ausgebildet ist. Der Stoff kann hierbei insbesondere ein Gemisch, beispielsweise eine Suspension, ein Lösungsgemisch oder auch einen Rauch, einen Dampf, einen Nebel, ein Gasgemisch und/oder ein Gemenge umfassen oder entsprechend ausgebildet sein. Ebenso ist denkbar, dass der Stoff ein, insbesondere lösungsmittelfreies und/oder trockenes, Pulver ist.

Vorzugsweise ist die Antriebseinheit zu einer Übertragung der Betätigungsbewegung auf das Ausstoßelement vorgesehen. Insbesondere ist die Antriebseinheit zu einer

Beschleunigung und/oder Bewegung des Ausstoßelements, insbesondere während des Ausstoßvorgangs, vorgesehen. Vorzugsweise ist die Betätigungsbewegung eine

Linearbewegung, besonders vorteilhaft zumindest im Wesentlichen parallel zu der Ausstoßrichtung, wobei, wie erwähnt, auch eine Umlenkung des Stoffs und/oder ein Ausstoß in eine Ausstoßrichtung, die zu einer Richtung der Betätigungsbewegung winklig angeordnet ist, denkbar ist. Vorteilhaft weist das Ausstoßelement zumindest einen Kolben und/oder zumindest einen Stößel und/oder zumindest einen Schieber oder dergleichen auf und/oder ist als ein solcher ausgebildet. Bevorzugt ist das Ausstoßelement als ein, insbesondere dicht geführter und vorteilhaft linear, insbesondere in Ausstoßrichtung, beweglicher, Kolben ausgebildet. Vorzugsweise ist das Ausstoßelement von dem

Antriebselement verschieden ausgebildet. Es ist jedoch auch denkbar, dass das

Ausstoßelement und das Antriebselement zumindest teilweise einstückig verbunden und/oder zumindest teilweise einteilig ausgebildet sind und/oder dass insbesondere das Antriebselement das Ausstoßelement ausbildet. Insbesondere weist die

Ausstoßvorrichtung das Ausstoßelement auf. Es ist auch denkbar, dass die

Ausstoßvorrichtung und insbesondere die Antriebseinheit zumindest ein

Übertragungselement aufweisen, das zu einer Übertragung der Betätigungsbewegung auf das Ausstoßelement vorgesehen ist. Insbesondere in diesem Fall ist denkbar, dass das Ausstoßelement von der Ausstoßvorrichtung verschieden und/oder entfernbar ausgebildet ist und beispielsweise Teil einer Wechselkartusche, eines Einmalkolbens, einer

Austauschpatrone, einer Kapsel oder dergleichen ist. Vorzugsweise ist das

Ausstoßelement in diesem Fall mittels zumindest einer Schnellverbindung mit dem Übertragungselement und/oder der Ausstoßvorrichtung verbindbar und/oder auf dasselbe/dieselbe aufsetzbar ausgebildet. Insbesondere kann die Ausstoßvorrichtung einen entsprechenden Aufnahmebereich für eine Wechselkartusche, eine Kapsel oder dergleichen aufweist. Darunter, dass ein erstes Objekt und ein zweites Objekt„zumindest teilweise einstückig" miteinander verbunden sind, soll insbesondere verstanden werden, dass zumindest ein Element und/oder Teil des ersten Objekts mit zumindest einem Element und/oder Teil des zweiten Objekts einstückig verbunden ist. Unter„einstückig" soll insbesondere zumindest stoffschlüssig verbunden, beispielsweise durch einen Schweißprozess, einen Klebeprozess, einen Anspritzprozess und/oder einen anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Prozess, und/oder vorteilhaft in einem Stück geformt verstanden werden, wie beispielsweise durch eine Herstellung aus einem Guss und/oder durch eine Herstellung in einem Ein- oder Mehrkomponentenspritzverfahren und vorteilhaft aus einem einzelnen Rohling. Darunter, dass ein erstes Objekt und ein zweites Objekt„zumindest teilweise einteilig" ausgebildet sind, soll insbesondere verstanden werden, dass zumindest ein Element und/oder Teil des ersten Objekts und zumindest ein Element und/oder Teil des zweiten Objekts einteilig ausgebildet sind.

Bevorzugt ist das Antriebselement dazu vorgesehen, die Betätigungsbewegung zumindest teilweise zu erzeugen, insbesondere durch eine zumindest teilweise

Verformung des Antriebselements. Es ist auch denkbar, dass die Antriebseinheit zumindest eine Übersetzungseinheit aufweist, die zu einer Umwandlung einer

Verformungsbewegung des Antriebselements in die Betätigungsbewegung vorgesehen ist, wobei die Übersetzungseinheit insbesondere zumindest ein Übersetzungselement wie beispielsweise ein Zahnrad, ein Reibrad, einen Hebel, einen Schieber, ein Getriebe, eine Kurvenscheibe oder dergleichen umfasst. Insbesondere ist eine unmittelbar von dem

Antriebselement erzeugte Verformungsbewegung und/oder die Betätigungsbewegung von einer Rotationsbewegung verschieden. Vorteilhaft ist die Antriebseinheit frei von einem Exzenter und/oder von Komponenten zur Umwandlung einer Drehbewegung in eine Linearbewegung. Insbesondere ist die Verformungsbewegung und vorteilhaft die

Betätigungsbewegung eine lineare Bewegung entlang einer Längsachse des

Antriebselements. Insbesondere ist das Antriebselement dazu vorgesehen, sich zur Erzeugung der Betätigungsbewegung parallel zu seiner Längsachse auszudehnen oder zusammenzuziehen. Vorzugsweise ist das Antriebselement ein magnetisch

formveränderliches Antriebselement. Insbesondere ist das Antriebselement einteilig und/oder als ein Vollkörper ausgebildet. Es ist aber auch denkbar, dass das

Antriebselement, insbesondere zumindest abschnittsweise, als ein Hohlkörper, beispielsweise als ein Hohlzylinder, und/oder als ein Vollkörper mit Ausnehmungen und/oder Hohlräumen oder dergleichen ausgebildet ist.

Vorteilhaft ist das Antriebselement zumindest teilweise, bevorzugt zu wenigstens einem Großteil und besonders bevorzugt vollständig aus einem formveränderlichen Material ausgebildet. Das magnetisch formveränderliche Material könnte beispielsweise ein magnetostriktives Material sein. Vorteilhaft ist das magnetisch formveränderliche Material jedoch ein magnetisch wirksames und/oder aktives Formgedächtnismaterial,

insbesondere ein magnetisches Formgedächtnismaterial, und besonders bevorzugt eine magnetische Formgedächtnislegierung (auch bekannt als MSM-Material = Magnetic Shape Memory). Insbesondere ist die Antriebseinheit als eine MSM-Antriebseinheit und/oder als ein MSM-Aktor ausgebildet. Hierdurch kann insbesondere eine besonders

einfache Verformung mit einer vorteilhaft großen Bewegungsstrecke realisiert werden. Grundsätzlich ist selbstverständlich denkbar, dass die Antriebseinheit eine Mehrzahl von, insbesondere zueinander identisch oder unterschiedlich ausgebildeten,

Antriebselementen aufweist. Insbesondere können zu einer Anpassung eines

Gesamthubs und/oder einer Gesamtbetätigungskraft mehrere Antriebselemente nebeneinander und/oder hintereinander angeordnet und/oder wirkungsmäßig seriell und/oder parallel geschaltet sein. Vorzugsweise ist das Antriebselement, insbesondere zumindest abschnittsweise, länglich und/oder stiftförmig und/oder stößelartig und/oder quaderförmig und/oder zylinderförmig ausgebildet. Besonders bevorzugt weist das Antriebselement, insbesondere entlang seiner Längsachse, einen zumindest im

Wesentlichen konstanten Querschnitt auf. Vorzugsweise ist die Längsachse des

Antriebselements zumindest im Wesentlichen parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung des Antriebselements oder zumindest im Wesentlichen senkrecht zu dieser angeordnet. Besonders bevorzugt ist die Längsachse des Antriebselements zumindest im

Wesentlichen parallel oder zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer

Bewegungsrichtung der Betätigungsbewegung angeordnet. Unter„zumindest im

Wesentlichen senkrecht" soll hier insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung, insbesondere in einer Bezugsebene, verstanden werden, wobei die Richtung und die Bezugsrichtung einen Winkel einschließen, der insbesondere weniger als 8°, vorteilhaft weniger als 5° und besonders vorteilhaft weniger als 2° von einem rechten Winkel abweicht. Unter„zumindest im Wesentlichen parallel" soll hier

insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung, insbesondere in einer Ebene, verstanden werden, wobei die Richtung gegenüber der Bezugsrichtung eine Abweichung insbesondere kleiner als 8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist.

Bevorzugt enthält das formveränderliche Material Nickel, Mangan und Gallium. Besonders bevorzugt ist das formveränderliche Material eine Nickel-Mangan-Gallium-Legierung. Insbesondere enthält des magnetisch formveränderliche Material, vorzugsweise bezogen auf ein Gewicht, wenigstens 20 %, vorteilhaft wenigstens 30 %, besonders vorteilhaft wenigstens 40 % und bevorzugt wenigstens 45 % und/oder höchstens 80 %, vorteilhaft höchstens 70 %, besonders vorteilhaft höchstens 60 % und bevorzugt höchstens 55 % Nickel. Weiterhin enthält das magnetisch formveränderliche Material, vorzugsweise bezogen auf ein Gewicht, insbesondere wenigstens 10 %, vorteilhaft wenigstens 15 %

und besonders vorteilhaft wenigsten 20 % und/oder höchstens 50 %, vorteilhaft höchstens 40 %, besonders vorteilhaft höchstens 35 % und bevorzugt höchstens 30 % Mangan. Zudem enthält das magnetisch formveränderliche Material, vorzugsweise bezogen auf ein Gewicht, insbesondere wenigstens 10 %, vorteilhaft wenigstens 15 % und besonders vorteilhaft wenigsten 20 % und/oder höchstens 50 %, vorteilhaft höchstens 40 %, besonders vorteilhaft höchstens 35 % und bevorzugt höchstens 30 % Gallium. Hierdurch kann insbesondere eine besonders einfach erzielbare Verformbarkeit mit einer vorteilhaft großen Bewegungsstrecke realisiert werden.

Alternativ könnte das formveränderliche Material auch eine Eisen-Palladium-Legierung und/oder eine Eisen-Palladium-haltige Legierung sein. Zudem könnte das

formveränderliche Material auch als Schaum und/oder als Kompositstruktur und/oder als Granulat und/oder als poröses Material ausgebildet sein, wobei insbesondere im Fall eines Kompositmaterials denkbar ist, dass Nickel-, Mangan- und/oder Gallium-Bestandteile, vorteilhaft NiMnGa-Stücke und/oder -kristallite, in einer Matrix eingebettet sein können.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das magnetisch formveränderliche Material einkristallin ist. Vorzugsweise ist das Antriebselement als ein Einkristall aus dem magnetisch formveränderlichen Material ausgebildet. Es ist auch denkbar, dass das Auslöseelement aus mehreren, insbesondere aus einigen,

beispielsweise aus zwei oder drei oder vier oder fünf einzelnen Einkristallen

zusammengesetzt ist. Hierdurch kann insbesondere eine vorteilhaft große Hubwirkung erreicht werden. Es ist allerdings auch denkbar, dass das magnetisch formveränderliche Material polykristallin ausgebildet ist.

Eine hohe Zuverlässigkeit und/oder eine kostengünstige Herstellbarkeit kann

insbesondere erzielt werden, wenn das Antriebselement als ein Vollkörper ausgebildet ist.

Vorteilhaft weist die Antriebseinheit zumindest eine Magneteinheit auf, die zu einer Erzeugung zumindest eines, insbesondere zeitlich veränderlichen,

Formveränderungsmagnetfelds für das Antriebselement vorgesehen ist. Vorzugsweise ist die Magneteinheit, insbesondere elektronisch, ansteuerbar. Insbesondere ist die

Magneteinheit dazu vorgesehen, in Abhängigkeit von zumindest einem Ansteuersignal, insbesondere von einem zeitlich veränderlichen Betätigungsstrom und/oder von einer

zeitlich veränderlichen Betätigungsspannung, zumindest ein, insbesondere entsprechend, zeitlich veränderliches Magnetfeld zu erzeugen. Vorteilhaft weist die Magneteinheit zumindest ein Magnetelement, insbesondere ein induktives Magnetelement,

vorzugsweise eine Spule auf. Insbesondere ist die Magneteinheit dazu vorgesehen, in zumindest einem Betriebszustand, insbesondere in einem Pulsbetriebszustand, zumindest einen einzelnen, vorzugsweise rechteckartigen und/oder sägezahnartigen und/oder dreieckartigen und/oder glockenartigen, Magnetfeldpuls, insbesondere auch mehrere Magnetfeldpulse, vorteilhaft in wählbaren und/oder von einem Betriebsmodus abhängigen, insbesondere regelmäßigen, Zeitabständen, zu erzeugen. Insbesondere in dem Fall, dass die Ausstoßvorrichtung eine insbesondere medizinische

Injektionsvorrichtung, beispielsweise für Wirkstoffe, ist, sind einzelne Pulse vorteilhaft, wobei ein einzelner Injektionsvorgang mittels eines einzelnen Pulses auslösbar sein kann. Insbesondere in dem Fall, dass die Ausstoßvorrichtung eine Tätowiergerätevorrichtung ist, ist die Magneteinheit vorteilhaft zu einem Betrieb in einem wiederholten Pulsmodus vorgesehen, wobei vorteilhaft eine Mehrzahl aufeinanderfolgender Injektionsvorgänge mittel einer Mehrzahl aufeinanderfolgender Magnetfeldpulse erzeugt wird. Hierdurch kann vorteilhaft eine hohe Variabilität hinsichtlich erzeugbarer Bewegungen erzielt werden. Ferner kann hierdurch eine Art und/oder ein Umfang und/oder eine Wiederholrate einer Bewegung präzise und/oder zuverlässig angepasst werden.

Zudem wird vorgeschlagen, dass die Magneteinheit zumindest ein Spulenelement aufweist, welches das Antriebselement, insbesondere dessen Längsachse, zumindest teilweise umgibt. Vorzugsweise umgibt das Spulenelement das Antriebselement in einer Betrachtung entlang der Längsachse des Antriebselements vollständig. Besonders bevorzugt entspricht eine Spulenachse des Spulenelements der Längsachse des

Antriebselements. Insbesondere ist das Antriebselement innerhalb des Spulenelements angeordnet. Vorteilhaft weist das Spulenelement, insbesondere entlang dessen

Spulenachse, eine Länge auf, die wenigstens 50 %, vorteilhaft wenigstens 60 %, besonders vorteilhaft wenigstens 70 %, bevorzugt wenigstens 80 % und besonders bevorzugt wenigstens 90 % einer Länge des Antriebselements, insbesondere entlang der Längsachse des Antriebselements entspricht. Insbesondere erzeugt das Spulenelement in zumindest einem Betriebszustand, insbesondere bei einer Betätigung und/oder zu einer Erzeugung der Betätigungsbewegung, ein Magnetfeld, dessen Feldlinien zumindest abschnittsweise, insbesondere in einem innerhalb des Spulenelements und innerhalb des Antriebselements angeordneten Bereich, der sich vorteilhaft über wenigstens 50 %, besonders vorteilhaft über wenigstens 60 % und bevorzugt über wenigstens 70 % der Länge des Spulenelements und/oder der Länge des Antriebselements erstreckt, zumindest im Wesentlichen parallel zu der Längsachse des Antriebselement verlaufen. Vorzugsweise ist die Antriebseinheit, insbesondere in diesem Fall, frei von einem

Magnetkreis. Besonders bevorzugt ist das Spulenelement als eine Luftspule ausgebildet. Hierdurch kann vorteilhaft eine hohe Bauraumeffizienz, insbesondere hinsichtlich einer Anordnung einer Spule und eines Antriebselements, erzielt werden. Zudem kann vorteilhaft eine kurze Reaktionszeit und/oder ein spontanes Ansprechverhalten und insbesondere eine hohe Beschleunigung erzielt werden.

Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass die Magneteinheit zumindest ein

Spulenelement aufweist, welches neben dem Antriebselement angeordnet ist. Weiterhin ist denkbar, dass die Magneteinheit zumindest einen Magnetkreis aufweist, der zu einem Einleiten des Formveränderungsmagnetfelds in das Antriebselement vorgesehen ist. Generell ist denkbar, dass die Magneteinheit zu einer Erzeugung des

Formveränderungsmagnetfelds derart vorgesehen ist, dass dessen Feldlinien, insbesondere in einem Bereich des Antriebselements und/oder innerhalb des

Antriebselements, zumindest im Wesentlichen senkrecht oder alternativ zumindest im Wesentlichen parallel zu der Längsachse des Antriebselements verlaufen. Vorzugsweise kann hierdurch wahlweise eine Kontraktion oder eine Expansion des Antriebselements erzeugt werden.

Grundsätzlich ist auch denkbar, dass das Antriebselement zu einer Erzeugung der Betätigungsbewegung mittels zumindest einer lokalen Verformung vorgesehen ist.

Insbesondere kann die Magneteinheit zu einer Erzeugung eines lokal und zeitlich veränderlichen Magnetfelds vorgesehen sein, die eine zeitlich veränderliche lokale

Verformung des Antriebselements bewirkt. Beispielsweise kann die Antriebseinheit nach Art einer MSM-Pumpe arbeiten, wobei der Stoff vorteilhaft entlang des Antriebselements aufgrund dessen lokaler Verformung gepumpt wird. Hierbei ist denkbar, dass der Stoff direkt aufgrund eines derartigen Pumpens ausgestoßen wird. Ebenso ist denkbar, dass mittels des Antriebselements zumindest ein Fluid auf diese Weise gepumpt und eine erzeugte Bewegung insbesondere hydraulisch verstärkt wird, um beispielsweise ein kolbenartiges Ausstoßelement zu bewegen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die

Ausstoßvorrichtung eine Einstelleinheit aufweist, die zu einer Einstellung zumindest eines Funktionsparameters, insbesondere der Antriebseinheit, vorgesehen ist. Insbesondere definiert der Funktionsparameter zumindest eine Funktionsweise der Ausstoßvorrichtung und vorzugsweise der Antriebseinheit. Der Funktionsparameter kann eine Art und/oder einen Umfang und/oder ein Ausstoßvolumen und/oder die Ausstoßrichtung des

Ausstoßens umfassen. Vorteilhaft umfasst der Funktionsparameter zumindest eine Ausstoßgeschwindigkeit und besonders vorteilhaft einen zeitlichen Verlauf der

Ausstoßgeschwindigkeit. Ebenso kann der Funktionsparameter eine Ausstoßkraft und/oder einen Ausstoßstrom, insbesondere einen Volumenstrom und/oder einen

Massestrom des Ausstoßes, umfassen. Grundsätzlich ist denkbar, dass die Einstelleinheit zu einem Einstellen unterschiedlicher Funktionsparameter vorgesehen ist und/oder dass der Funktionsparameter eine Mehrzahl unterschiedlicher Einzelparameter umfasst und beispielsweise ein Parametersatz ist. Es ist denkbar, dass die Einstelleinheit zu einer Eingabe des Funktionsparameters durch einen Benutzer vorgesehen ist. Alternativ oder zusätzlich kann die Einstelleinheit zu einem zumindest teilweise automatisierten Einstellen des Funktionsparameters vorgesehen sein. Hierdurch kann vorteilhaft eine

Ausstoßvorrichtung bereitgestellt werden, die für unterschiedliche Anwendungen und/oder Patienten und/oder Anwender individuell einstellbar und/oder anpassbar ist.

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Einstelleinheit eine Steuer- und/oder Regeleinheit umfasst, die zu einer Ansteuerung der Antriebseinheit vorgesehen ist. Insbesondere ist die Steuer- und/oder Regeleinheit dazu vorgesehen, die Ausstoßgeschwindigkeit und/oder den Ausstoßstrom zu steuern und vorteilhaft zu regeln. Bevorzugt ist die Steuer- und/oder Regeleinheit mit der

Magneteinheit verbunden und/oder zu deren Ansteuerung vorgesehen. Es ist denkbar, dass zumindest ein Betriebsparameter der Steuer- und/oder Regeleinheit von dem Benutzer vorgebbar ist. Insbesondere kann die Einstelleinheit hierfür zumindest eine Eingabeeinheit und/oder eine Ein- und Ausgabeeinheit wie beispielsweise einen

Drehknopf, einen Druckknopf, einen Schieberegler, eine Wähltaste, ein Touchdisplay, eine Digitalanzeige oder dergleichen aufweisen. Vorzugsweise weist die Einstelleinheit und insbesondere die Steuer- und/oder Regeleinheit zumindest einen internen Speicher auf, in welchem zumindest ein betriebszustandsabhängiger Steuer- und/oder

Regelparameter hinterlegt ist, welchen die Steuer- und/oder Regeleinheit insbesondere in Abhängigkeit von dem von dem Benutzer vorgegebenen Betriebsparameter zumindest teilweise automatisiert auswählt und/oder abruft. Hierdurch kann vorteilhaft ein

Ausstoßverhalten präzise kontrolliert werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Steuer- und/oder Regeleinheit dazu vorgesehen ist, zumindest einen Antriebsparameter für die Antriebseinheit in Abhängigkeit von zumindest einem Ausstoßparameter und/oder in Abhängigkeit von zumindest einem Stoffparameter zumindest teilweise automatisiert anzupassen. Der Ausstoßparameter kann insbesondere der von dem Benutzer vorgebbare Betriebsparameter und/oder von diesem abhängig sein. Beispielsweise kann der Ausstoßparameter eine Zieltiefe einer Injektion in und/oder unter Haut, eine Ausstoßmenge, eine Ausstoßgeschwindigkeit, eine Wiederholrate für Ausstoßvorgänge, beispielsweise im Fall eines Tätowierens, und/oder ein zeitlicher Verlauf der Ausstoßgeschwindigkeit und/oder des Ausstoßstroms sein. Insbesondere kann der Stoffparameter zumindest eine Information über den Stoff und/oder dessen Beschaffenheit umfassen. Beispielsweise kann der Stoffparameter zumindest eine Information bezüglich einer Dichte, eines Volumens, einer Viskosität, eines

Aggregatszustands, einer Konzentration, eines Mischungsverhältnisses, einer Farbe und/oder dergleichen enthalten. Insbesondere kann der Ausstoßparameter und/oder der Stoff parameter eine Mehrzahl von Einzelparametern umfassen und/oder ein

Parametersatz sein. Der Ausstoßparameter und/oder der Stoffparameter können insbesondere in dem internen Speicher der Steuer- und/oder Regeleinheit und/oder in einer externen Datenbank derart hinterlegt sein, dass die Steuer- und/oder Regeleinheit diese in Abhängigkeit von dem von dem Benutzer vorgegebenen Betriebsparameter abfragt und/oder abruft. Beispielsweise wählt ein Benutzer einen bestimmten Stoff sowie einen bestimmten Betriebsmodus, woraufhin die Steuer- und/oder Regeleinheit, vorzugsweise zumindest teilweise automatisiert, einen entsprechenden

Ausstoßparameter sowie einen entsprechenden Stoff parameter abruft. Hierdurch kann vorteilhaft die Antriebseinheit zur Erzeugung gezielt anpassbarer Bewegungen herangezogen werden.

Alternativ oder zusätzlich wird vorgeschlagen, dass die Einstelleinheit zumindest ein zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, mechanisches Einstellelement aufweist. Das Einstellelement kann beispielsweise als ein Drehrad, ein mechanischer Schieber, ein Hebel oder dergleichen ausgebildet sein. Vorzugsweise ist das Einstellelement dazu

vorgesehen, zumindest einen mechanischen Funktionsparameter der Antriebseinheit einzustellen, wie beispielsweise eine Vorspannung des Antriebselements und/oder des Ausstoßelements, einen Hub des Ausstoßelements, eine Bewegungsbahn des

Ausstoßelements, ein Ausstoßvolumen, einen Öffnungsquerschnitt einer Ausstoßöffnung oder dergleichen. Es ist denkbar, dass die Einstelleinheit vollständig mechanisch ausgebildet ist und in diesem Fall insbesondere keine Steuer- und/oder Regeleinheit aufweist. Jedoch ist auch denkbar, dass die Einstelleinheit zu einem teilweise

automatisierten und/oder elektronischen Einstellen sowie zu einem teilweise

mechanischen Einstellen von, insbesondere unterschiedlichen, Funktionsparametern der Antriebseinheit vorgesehen ist. Hierdurch kann ein hoher Grad an Zuverlässigkeit und/oder eine kosteneffiziente Herstellbarkeit erzielt werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die

Ausstoßvorrichtung, insbesondere die Einstelleinheit und vorteilhaft die Steuer- und/oder Regeleinheit, zumindest eine Sensorschnittstelle aufweist, die zu einer Verbindung mit zumindest einem Sensor vorgesehen ist. Hierdurch kann vorteilhaft kostengünstig und/oder trotz einer kompakten Bauweise ein erweitertes und insbesondere

umfangreiches Funktionsspektrum erzielt werden. Die Sensorschnittstelle kann eine permanente Verbindung mit einer Sensoreinheit sein. Vorteilhaft ist die

Sensorschnittstelle zur Verbindung mit zumindest einem externen Sensor und/oder mit zumindest einem entfernbaren Sensor vorgesehen. Insbesondere kann die

Sensorschnittschnelle eine mechanische und/oder elektronische Schnellverbindung sein. Bevorzugt ist die Sensorschnittstelle drahtlos ausgebildet, insbesondere als

Funkschnittstelle. Vorteilhaft kann die Sensorschnittstelle zu einer Verbindung mit einer mobilen Vorrichtung, beispielsweise mit einem Smartphone, einem Tablet-PC, einem Smartband, generell einem Wearable, einer Datenbrille oder dergleichen, und

insbesondere mit zumindest einem Sensor dieser mobilen Vorrichtung wie beispielsweise einer Kamera, einem Irisscanner, einem Umgebungsparametersensor oder dergleichen vorgesehen sein, beispielsweise mittels zumindest eines kabellosen

Datenübertragungsverfahrens wie etwa mittels einer Verbindung über Bluetooth, WLAN, ZigBee, NFC, BLE, WiMAX oder dergleichen. Beispielsweise ist denkbar, dass der Benutzer mit seiner mobilen Vorrichtung zumindest ein Bild eines zu behandelnden Gewebes aufnimmt und dieses Bild mittels der Sensorschnittstelle an die Steuer-und/oder Regeleinheit übertragen wird, um, etwa mittels zumindest einer Bildanalyse, zumindest einen Gewebeparameter, insbesondere einen Hautparameter wie

beispielsweise eine Hautfarbe, einen Haarwuchs, eine Hautdicke, eine Porengröße, eine Körpertemperatur, eine Hauttemperatur, einen pH-Wert, einen Grad an Benetzung mit Flüssigkeit wie insbesondere Schweiß oder dergleichen zu ermitteln.

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Ausstoßvorrichtung zumindest eine Sensoreinheit aufweist, die zu einer Erfassung zumindest eines Parameters, insbesondere eines Ausstoßzielparameters und/oder eines Stoffparameters, vorgesehen ist. Hierdurch kann ein hoher Grad an Bedienkomfort erzielt werden. Ferner können Fehlbedienungen vermieden werden. Außerdem kann eine präzise Anpassung eines Injektionsverhaltens an einen verwendeten Stoff und/oder an ein Zielgewebe erzielt werden. Es ist denkbar, dass die Sensoreinheit mit der

Sensorschnittstelle verbindbar und/oder verbunden ist. Vorteilhaft weist die

Ausstoßvorrichtung die Sensoreinheit alternativ und besonders vorteilhaft zusätzlich zu der Sensorschnittstelle auf. Bevorzugt ist die Sensoreinheit zu einer Erfassung eines anderen Parameters vorgesehen als ein mit der Sensorschnittstelle verbindbarer Sensor. Die Sensoreinheit weist vorteilhaft zumindest einen Sensor zur Erfassung des Parameters auf. Bevorzugt ist die Sensoreinheit mit der Steuer- und/oder Regeleinheit verbunden. Besonders bevorzugt weist die Sensoreinheit zumindest eine Recheneinheit auf, die zu einer Ermittlung des Parameters anhand zumindest eines Sensorsignals des Sensors der Sensoreinheit vorgesehen ist. Vorteilhaft ist der Ausstoßzielparameter ein Sollwert für zumindest einen Ausstoßparameter, insbesondere für eine Ausstoßgeschwindigkeit und/oder deren zeitlichen Verlauf und/oder für einen Ausstoßstrom und/oder dessen zeitlichen Verlauf. Vorteilhaft ist die Sensoreinheit dazu vorgesehen, den

Ausstoßzielparameter anhand zumindest eines Gewebeparameters zu ermitteln.

Vorzugsweise weist die Sensoreinheit zur Ermittlung des Ausstoßzielparameters, insbesondere anhand des Gewebeparameters, und zur Ermittlung des Stoffparameters zumindest zwei unterschiedliche Sensoren auf. Vorteilhaft ist die Sensoreinheit zur Erfassung des Stoffparameters anhand zumindest einer Messung an dem Stoff vorgesehen. Insbesondere kann die Sensoreinheit zu einer Erfassung mehrerer unterschiedlicher Einzelparameter des Stoffs vorgesehen sein, beispielsweise dessen Temperatur, dessen Viskosität und/oder dessen Konzentration. Ebenso ist denkbar, dass die Sensoreinheit zumindest eine Spezifikation des Stoffs, die beispielsweise als

Information auf einer Wechselkartusche oder dergleichen hinterlegt ist, etwa in Form eines QR-Codes, einer RFID-Information, einer magnetischen Information, einer optischen Information oder dergleichen. Zudem ist denkbar, dass die Steuer- und/oder Regeleinheit dazu vorgesehen ist, den Stoff zumindest anhand des Stoffparameters zu identifizieren und insbesondere zusätzliche Stoffparameter aus einer Datenbank und/oder aus ihrem internen Speicher abzufragen. Beispielsweise könnte im Fall eines

Tätowiergeräts der Stoff anhand seiner Farbe erkannt und dessen hinterlegte

physikalische Parameter zu einem Einstellen der Antriebseinheit abgerufen werden.

Zudem ist denkbar, dass die Sensoreinheit zu einer Erfassung zumindest eines Istwerts zumindest eines Ausstoßparameters vorgesehen ist. Insbesondere kann die

Sensoreinheit zu einer Erfassung eines Istwerts der ersten und/oder der zweiten

Geschwindigkeit und/oder eine Position des Ausstoßelements, insbesondere relativ zu der Ausstoßkammer und/oder relativ zu der Ausstoßöffnung vorgesehen sein. Zudem ist denkbar, dass die Sensoreinheit zu einer Erfassung eines Istwerts eines Drucks des Stoffs, insbesondere in der Ausstoßkammer, vorgesehen ist. Vorzugsweise ist die Sensoreinheit zu einer Ermittlung des Ausstoßparameters in Echtzeit vorgesehen, sodass insbesondere ein in Echtzeit ermittelter Istwert des Ausstoßparameters zur Regelung auf einen entsprechenden Sollwert verwendbar ist. Vorteilhaft ist die Steuer- und/oder Regeleinheit dazu vorgesehen, den Antriebsparameter in Abhängigkeit von dem Istwert des Ausstoßparameters zu steuern und insbesondere zu regeln. Bevorzugt ist die Steuer-und/oder Regeleinheit dazu vorgesehen, zumindest ein hysteretisches Ansprechverhalten der Magneteinheit und/oder des Antriebselements anhand einer Regelung zumindest teilweise auszugleichen.

Es wird ferner vorgeschlagen, dass die Ausstoßvorrichtung, insbesondere die

Einstelleinheit und vorzugsweise die Steuer- und/oder Regeleinheit, zumindest eine Datenschnittstelle aufweist, die zu einer Verbindung mit zumindest einer, vorteilhaft externen, Datenbank vorgesehen ist. Die Datenbank kann insbesondere auf einem dedizierten Server aber auch in einer Cloud gebildet sein. Vorzugsweise ist die

Datenschnittstelle eine kabellose Datenschnittstelle und vorteilhaft zur kabellosen Datenübertragung, insbesondere zu einem kabellosen Senden und Empfangen von Daten, vorgesehen. Vorteilhaft ist die Steuer- und/oder Regeleinheit dazu vorgesehen, zumindest einen betriebsmodusabhängigen und/oder betriebsmodusdefinierenden Parameter aus der Datenbank zu beziehen. Beispielsweise können

anwendungsspezifische Antriebsparameter, wie beispielsweise eine Beschaffenheit von Magnetisierungspulsen, eine Betätigungskraft, eine Betätigungsbewegung, PID-Werte für eine Regelung einer Magnetisierung und/oder einer Bewegung des Antriebselements von der Datenbank abrufbar sein und/oder Betriebszustände definieren, beispielsweise zur Behandlung von Hautpartien von unterschiedlicher Beschaffenheit, von Anwendern und/oder, insbesondere menschlichen oder tierischen, Patienten unterschiedlichen Geschlechts, unterschiedlicher Hautfarbe, unterschiedlichen Alters und dergleichen oder beliebige andere Betriebszustände. Etwa in dem Fall, dass die Ausstoßvorrichtung als eine Injektionsvorrichtung für Tiere ausgebildet ist, können in der Datenbank

entsprechende Parameter für unterschiedliche Tierarten hinterlegt sein. Hierbei ist auch denkbar, dass die Einstelleinheit eine Tierart bei einer Behandlung automatisiert erkennt, beispielsweise anhand zumindest einer Bilderfassung und/oder anschließenden

Bildanalyse, und vorteilhaft entsprechende Parameter aus der Datenbank bezieht, um automatisiert einen an die Tierart angepassten Betriebszustand auszuwählen. Analog ist im Fall eines Tätowiergeräts denkbar, dass die Einstelleinheit anhand zumindest eines erkannten Hautparameters und/oder zumindest eines Parameters einer bereits vorhandenen Tätowierung wie beispielsweise einer Farbe, einer Kantenschärfe, einer Fläche oder dergleichen einen entsprechenden Betriebszustand automatisiert auswählt. Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass mittels der Datenschnittstelle Rohdaten, Sensordaten, gemessene Parameter oder dergleichen zu einer Analyse an eine externe Recheneinheit, die insbesondere auch in einer Cloud gebildet sein kann, übergeben werden, beispielsweise zur Ermittlung des Ausstoßzielparameters, des Stoffparameters, des Gewebeparameters oder dergleichen. Die Erfindung umfasst entsprechend ferner ein System mit zumindest einer, insbesondere externen, Datenbank und mit zumindest einer mit der Datenbank verbindbaren erfindungsgemäßen Ausstoßvorrichtung. Hierdurch kann vorteilhaft ein variabel und/oder für unterschiedliche Anwendungen einsetzbares

Ausstoßgerät bereitgestellt werden. Zudem kann ein lernendes und/oder updatefähiges System bereitgestellt werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die

Ausstoßvorrichtung zumindest eine Ausstoßkammer aufweist, in welcher das

Ausstoßelement in zumindest einem Betriebszustand zumindest teilweise angeordnet ist. Ein Ausstoßverhalten kann vorteilhaft variabel über eine geeignete Wahl einer Geometrie der Ausstoßkammer eingestellt werden. Vorzugsweise entspricht ein innerer Querschnitt der Ausstoßkammer zumindest abschnittsweise einem äußeren Querschnitt des

Ausstoßelements. Besonders bevorzugt ist das Ausstoßelement als ein in der

Ausstoßkammer geführter Kolben ausgebildet. Die Ausstoßkammer weist vorzugsweise zumindest eine, insbesondere genau eine, Ausstoßöffnung auf. Vorteilhaft weist die Ausstoßkammer zumindest eine Hauptkammer, insbesondere mit einem konstanten Querschnitt, sowie besonders vorteilhaft zumindest einen die Ausstoßöffnung mit der Hauptkammer verbindenden Ausstoßkanal auf. Es ist aber auch denkbar, dass die Ausstoßöffnung direkt in die Hauptkammer mündet. Vorzugsweise ist das

Ausstoßelement in der Ausstoßkammer, insbesondere in Ausstoßrichtung und/oder auf die Ausstoßöffnung und/oder den Ausstoßkanal zu, beweglich gelagert. Vorteilhaft ist die Ausstoßkammer zylinderförmig, insbesondere kreiszylinderförmig ausgebildet, wobei beliebige andere Geometrien denkbar sind. Vorteilhaft weist die Ausstoßöffnung einen kleineren Querschnitt auf als die Hauptkammer, insbesondere in eine Richtung senkrecht zu der Ausstoßrichtung. Insbesondere ist eine Querschnittsfläche A0 der Ausstoßöffnung wenigstens 10-mal, vorteilhaft wenigstens 20-mal, besonders vorteilhaft wenigstens 50-mal, vorzugsweise wenigstens 100-mal oder auch 200-mal oder 300-mal kleiner als eine Querschnittsfläche der Ausstoßkammer. Insbesondere ist eine zu einer

Beschleunigung des Ausstoßelements nötige Kraft F im Fall einer zu erzielenden

Geschwindigkeit v von durch die Ausstoßöffnung ausgestoßenen Stoffs gegeben als


wobei p eine Dichte des Stoffs ist.

Es wird zudem vorgeschlagen, dass zumindest die Ausstoßkammer und insbesondere die Ausstoßkammer gemeinsam mit dem Ausstoßelement wechselbar ausgebildet ist.

Vorteilhaft ist die Ausstoßkammer und/oder das Ausstoßelement zumindest ein Teil einer Wechselkartusche oder dergleichen, wobei vorzugsweise die Ausstoßkammer mit dem Stoff bereits befüllt ist. Insbesondere ist denkbar, dass die Ausstoßkammer und/oder das Ausstoßelement mit dem Übertragungselement der Antriebseinheit koppelbar und/oder verbindbar ausgebildet ist. Hierdurch kann ein hoher Komfort und/oder eine einfache Handhabbarkeit bei einem Wechsel eines zu injizierenden Stoffs wie beispielsweise eines Wirkstoffs oder einer Tätowierfarbe erzielt werden.

Es ist jedoch ebenso denkbar, dass die Ausstoßvorrichtung eine permanente und/oder nicht wechselbare Ausstoßkammer aufweist, die insbesondere mit dem Stoff befüllbar ist.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die

Antriebseinheit dazu vorgesehen ist, insbesondere in zumindest einem

Eindringbetriebszustand, zumindest einen Ausstoß des Stoffs mit zumindest einer ersten Geschwindigkeit und, insbesondere in zumindest einem Zuführbetriebszustand, mit zumindest einer von der ersten Geschwindigkeit verschiedenen zweiten Geschwindigkeit zu bewirken. Hierdurch kann vorteilhaft ein Injektionsvorgang präzise auf ein Zielgewebe angepasst werden. Zudem kann ein zuverlässiges und/oder schmerzfreies Eindringen des Stoffs in das Gewebe erzielt werden. Vorzugsweise dringt bei einer Anwendung der Stoff in dem Eindringbetriebszustand erstmalig in eine Haut ein und wird besonders bevorzugt in dem Zuführbetriebszustand der Haut und/oder einem darunter liegenden Gewebe, insbesondere durch in dem Eindringbetriebszustand gebildete Kanäle und/oder temporäre mikroskopische Öffnungen der Haut zugeführt. Vorzugsweise ist eine Menge eines injizierten Stoffs über eine Dauer des Zuführbetriebszustands einstellbar. Es ist denkbar, dass die Einstelleinheit eine Dauer des Eindringbetriebszustands und/oder des

Zuführbetriebszustands in Abhängigkeit von dem von dem Benutzer vorgegebenen Betriebsparameter, von dem Stoffparameter, von dem Gewebeparameter oder dergleichen zumindest teilweise automatisiert einstellt und vorzugsweise die

Magneteinheit entsprechend ansteuert. Insbesondere im Fall einer medizinischen

Injektion beträgt die Dauer des Eindringbetriebszustands beispielsweise wenigstens 1 με, vorteilhaft wenigstens 5 με und besonders vorteilhaft wenigstens 10 με und/oder höchstens 500 με, vorteilhaft höchstens 100 με und besonders vorteilhaft höchstens 50 με. Insbesondere im Fall einer medizinischen Injektion beträgt zudem die Dauer des Zuführbetriebszustands wenigstens 10 με, vorteilhaft wenigstens 50 με und besonders vorteilhaft wenigstens 100 με und/oder höchstens 1000 με, vorteilhaft höchstens 500 με und besonders vorteilhaft höchstens 200 με, wobei eine maximale Dauer des

Zuführbetriebszustands auch größer gewählt werden kann, falls größere Mengen des Stoffs injiziert werden sollen. Vorteilhaft bewegt die Antriebseinheit das Ausstoßelement in dem Eindringbetriebszustand und in dem Zuführbetriebszustand mit Geschwindigkeiten, die zueinander in einem Verhältnis stehen, das einem Verhältnis der ersten

Geschwindigkeit zu der zweiten Geschwindigkeit entspricht und die insbesondere kleiner, vorteilhaft deutlich kleiner, sind als diese, vorzugsweise gemäß einem Verhältnis der

Querschnittsflächen A0 und A^ . Vorteilhaft ist die Steuer- und/oder Regeleinheit dazu vorgesehen, die erste Geschwindigkeit und/oder die zweite Geschwindigkeit,

vorzugsweise die erste und die zweite Geschwindigkeit, auf einen jeweiligen Sollwert einzustellen und insbesondere einzuregeln. Vorteilhaft ist die Sensoreinheit zu einer Erfassung der ersten Geschwindigkeit und/oder der zweiten Geschwindigkeit, beispielsweise anhand einer Messung an der Ausstoßöffnung und/oder anhand einer Geschwindigkeitsmessung an dem Ausstoßelement und/oder an dem

Übertragungselement und/oder indirekt anhand einer Energieaufnahme und/oder eines Stroms der Magneteinheit vorgesehen.

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die erste Geschwindigkeit größer ist als 20 m/s, vorteilhaft größer als 50 m/s, besonders vorteilhaft größer als 100 m/s und bevorzugt größer als 150 m/s, insbesondere im Fall einer medizinischen Injektion, wobei insbesondere im Fall einer Tätowierung kleinere Geschwindigkeiten vorteilhaft sein können. Eine Eindringtiefe des Stoffs ist insbesondere über geeignete Wahl der ersten und/oder der zweiten Geschwindigkeit möglich, wobei üblicherweise eine große erste Geschwindigkeit ein tiefes Eindringen und eine weniger große erste Geschwindigkeit ein weniger tiefes Eindringen ermöglicht. Insbesondere im Fall, dass der Stoff in die Haut und insbesondere nicht darunter injiziert werden soll, wie beispielsweise bei einem Tätowieren, sind kleinere erste Geschwindigkeiten zu wählen. Vorteilhaft ist die Einstelleinheit dazu vorgesehen, die erste Geschwindigkeit und/oder die zweite Geschwindigkeit in Abhängigkeit von einer, insbesondere von einem Benutzer vorgegebenen, Zieleindringtiefe, die vorteilhaft auch anhand des von dem Benutzer vorgegebenen Betriebsparameters und/oder des Gewebeparameters automatisiert von der Steuer- und/oder Regeleinheit ermittelt sein kann, zumindest teilweise automatisiert einzustellen. Hierdurch kann vorteilhaft ein zuverlässiges Eindringen in Gewebe erzielt und/oder ein Zurückspritzen des Stoffs bei einem Injektionsprozess, insbesondere aufgrund einer zu langsamen Geschwindigkeit des Stoffs bei einem Aufprall auf die Haut, vermieden werden.

Eine zuverlässige Injektion, insbesondere ohne ein Rückspritzen des Stoffs von einer Haut, kann insbesondere erzielt werden, wenn die zweite Geschwindigkeit kleiner ist als die erste Geschwindigkeit. Beispielsweise kann die zweite Geschwindigkeit um einen Faktor 1 ,5, einen Faktor 2, einen Faktor 5, einen Faktor 10, einen Faktor 20 oder um einen beliebigen anderen, insbesondere auch größeren oder kleineren, Faktor kleiner sein als die erste Geschwindigkeit.

Es wird ferner vorgeschlagen, dass die Ausstoßvorrichtung zumindest ein, insbesondere von der Ausstoßkammer verschiedenes, Stoffreservoir aufweist, welches zu einer Aufnahme des auszustoßenden Stoffs in einem Umfang vorgesehen ist, der für mehr als einen Ausstoßvorgang ausreichend ist. Insbesondere fasst das Stoffreservoir eine Menge an Stoff, die für wenigstens fünf, vorteilhaft für wenigstens zehn, besonders vorteilhaft für wenigstens 20 und bevorzugt für wenigstens 50 Ausstoßvorgänge ausreichend ist.

Insbesondere im Fall einer Tätowiergerätevorrichtung ist auch ein deutlich größeres Stoffreservoir denkbar, dass Stoff für mehrere hundert, mehrere tausend oder mehrere zehntausend Ausstoßvorgänge fassen kann. Vorzugsweise ist das Stoffreservoir mit der Ausstoßkammer verbindbar und/oder verbunden, insbesondere zu einer Befüllung der Ausstoßkammer mit Stoff aus dem Stoffreservoir. Es ist denkbar, dass das Stoffreservoir auswechselbar ausgebildet ist, beispielsweise nach Art einer Vorratskartusche, einer Patrone oder dergleichen. Hierdurch kann vorteilhaft eine wiederholte Injektion ermöglicht werden, beispielsweise zur regelmäßigen Versorgung mit einem Wirkstoff oder insbesondere bei einem Tätowieren.

Außerdem wird vorgeschlagen, dass die Ausstoßvorrichtung zumindest eine

Rückstelleinheit mit zumindest einem Rückstellelement, das in zumindest einem

Rückverformungsbetriebszustand zu einer Erzeugung einer Rückverformungskraft für das Antriebselement vorgesehen ist, aufweist. Hierdurch kann eine zuverlässige

Funktionsweise und/oder eine einfache Bauweise erzielt werden. Insbesondere ist die Rückverformungskraft der Betätigungsbewegung entgegengerichtet. Vorteilhaft wirkt die Rückverformungskraft in dem Rückverformungsbetriebszustand zumindest im

Wesentlichen parallel zu der Längsachse des Antriebselements und vorzugsweise auf dessen Stirnseite. Vorteilhaft beaufschlagt das Rückstellelement das Antriebselement mit der Rückverformungskraft. Beispielsweise kann das Rückstellelement als eine, insbesondere mechanische, Feder ausgebildet sein. Ebenso kommen auch

Magnetfedern, Gasfedern oder hydraulische Federn in Betracht. Zudem ist denkbar, dass das Rückstellelement als ein aktives Rückstellelement ausgebildet ist, welches insbesondere die Rückverformungskraft bedarfsweise und vorteilhaft in Abhängigkeit von zumindest einem, insbesondere elektronischen, Anforderungssignal erzeugt.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das

Rückstellelement zumindest teilweise aus einem magnetisch formveränderlichen Material und vorzugsweise aus einer magnetischen Formgedächtnislegierung ausgebildet ist. Insbesondere ist denkbar, dass das Rückstellelement ein Antriebselement einer weiteren Antriebseinheit ist, die insbesondere zu der Antriebseinheit antagonistisch angeordnet ist. Vorzugsweise ist das Rückstellelement identisch zu dem Antriebselement ausgebildet. Vorzugsweise sind die Antriebseinheit und die weitere Antriebseinheit derart angeordnet, dass eine Expansion des Antriebselements eine Kompression des Antriebselements der weiteren Antriebseinheit bewirkt und vorzugsweise umkehrt. Die Antriebseinheiten können dabei über zumindest einen Kraftwandler verbunden sein. Insbesondere ist denkbar, dass das Antriebselement und das Antriebselement der weiteren Antriebseinheit auf gegenüberliegende Seiten eines Kipphebels wirken. Vorteilhaft sind die Antriebseinheit und die weitere Antriebseinheit einander gegenüberliegend und/oder koaxial angeordnet. Insbesondere entspricht eine Längsachse des Antriebselements der weiteren

Antriebseinheit der Längsachse des ersten Antriebselements. Insbesondere bilden die Antriebseinheit und die weitere Antriebseinheit gemeinsam einen bistabilen Aktor aus, beispielsweise einen Push-Push-Aktor oder einen Pull-Pull-Aktor. Hierdurch kann vorteilhaft ein präzise ansteuerbarer Aktor bereitgestellt werden. Zudem können Endlagen schnell und/oder zuverlässig angefahren werden.

Es wird außerdem vorgeschlagen, dass die Rückstelleinheit zu einer zumindest teilweisen Erzeugung der Rückverformungskraft aus einer Druckkraft des Stoffs vorgesehen ist. Hierdurch kann eine hohe Effizienz erzielt werden. Zudem kann eine kostengünstige Bauweise erzielt werden. Vorzugsweise wirkt in dem Rückverformungsbetriebszustand die Druckkraft des Stoffs, insbesondere über das Ausstoßelement und/oder das

Übertragungselement, auf das Antriebselement. Beispielsweise kann der Stoff, insbesondere in diesem Fall, ein unter Druck stehendes Fluid umfassen, welches in dem Rückverformungsbetriebszustand die Rückverformungskraft zumindest teilweise erzeugt. Insbesondere ist denkbar, dass in dem Rückverformungsbetriebszustand, insbesondere nach einem erfolgten Ausstoß, Stoff aus dem Stoffreservoir in die Ausstoßkammer strömt und dabei, insbesondere aufgrund einer auf das Ausstoßelement wirkenden Druckkraft, das Antriebselement rückverformt.

Alternativ oder zusätzlich wird vorgeschlagen, dass die Rückstelleinheit dazu vorgesehen ist, zumindest eine Befüllbewegung für zumindest eine Befüllung, insbesondere der Ausstoßkammer und/oder des Stoffreservoirs, mit dem Stoff zu erzeugen. Insbesondere ist die Rückstelleinheit in dem Rückverformungsbetriebszustand dazu vorgesehen, als Befüllbewegung eine Bewegung des, insbesondere an das Antriebselement gekoppelten, Ausstoßelements derart zu erzeugen, dass Stoff, beispielsweise aus dem Stoffreservoir, in die Ausstoßkammer gefördert, insbesondere gesaugt, wird. Es ist auch denkbar, dass die Befüllbewegung zusätzlich von der Druckkraft des Fluids unterstützt ist. Vorzugsweise ist das Rückstellelement dazu vorgesehen, die Befüllbewegung zumindest teilweise zu erzeugen. Hierbei ist eine Erzeugung der Befüllbewegung durch ein als Feder ausgebildetes Rückstellelement denkbar. Insbesondere im Fall einer antagonistisch zu der Antriebseinheit angeordneten weiteren Antriebseinheit ist ferner denkbar, dass das Antriebselement der weiteren Antriebseinheit zu der Erzeugung der Befüllbewegung vorgesehen ist. Eine Verformung des Antriebselement der weiteren Antriebseinheit kann in diesem Fall zu einer gemeinsamen und/oder gleichzeitigen Erzeugung der

Befüllbewegung und der Rückverformungskraft vorgesehen sein. Hierdurch kann, beispielsweise im Fall einer Tätowiergerätevorrichtung, eine zuverlässige Versorgung mit zu injizierendem Stoff sichergestellt werden.

Vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich einer kontrollierbaren Injektion und/oder eines einstellbaren Injektionsverhaltens können insbesondere mit einem Ausstoßgerät mit zumindest einer erfindungsgemäßen Ausstoßvorrichtung erzielt werden. Das

Ausstoßgerät kann beispielsweise als nadelfreies Injektionsgerät, insbesondere als Stoffapplikationsgerät und/oder als Tätowiergerät und/oder als Body-Painting-Gerät oder dergleichen ausgebildet sein. Vorzugsweise ist das Ausstoßgerät ein Kleingerät, insbesondere ein Elektrokleingerät und bevorzugt dazu vorgesehen, bei dessen

Benutzung mit einer Hand gehalten und/oder bedient zu werden. Vorteilhaft weist das Ausstoßgerät ein Gewicht von höchstens 2 kg, besonders vorteilhaft von höchstens 1 kg, bevorzugt von höchstens 0,5 kg und besonders bevorzugt von höchstens 0,3 kg auf.

Die Erfindung umfasst zudem ein Verfahren mit und/oder zur Herstellung und/oder zum Betrieb einer erfindungsgemäßen Ausstoßvorrichtung.

Vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich einer präzisen Injektion können insbesondere erzielt werden, wenn die erfindungsgemäße Ausstoßvorrichtung zur Injektion zumindest eines Stoffs in Gewebe, insbesondere in Haut, beispielsweise eines Anwenders und/oder eines Patienten, verwendet wird.

Die erfindungsgemäße Ausstoßvorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die

erfindungsgemäße Ausstoßvorrichtung zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl und/oder eine beliebige sinnvolle

Kombination derselben aufweisen. Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.

Zeichnungen

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

Fig ein Ausstoßgerät mit einer Ausstoßvorrichtung in einer schematischen perspektivischen Darstellung,

Fig 2 die Ausstoßvorrichtung in einer schematischen Teilschnittdarstellung, Fig 3 ein erstes alternatives Ausstoßgerät mit einer ersten alternativen

Ausstoßvorrichtung in einer schematischen perspektivischen

Darstellung,

Fig 4 die erste alternative Ausstoßvorrichtung in einer schematischen

Teilschnittdarstellung,

Fig 5 eine zweite alternative Ausstoßvorrichtung in einer schematischen

Teilschnittdarstellung,

Fig 6 eine dritte alternative Ausstoßvorrichtung in einer schematischen

Teilschnittdarstellung und

Fig. 7 eine vierte alternative Ausstoßvorrichtung in einer schematischen Schnittdarstellung.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Die Figur 1 zeigt ein Ausstoßgerät 42a mit einer Ausstoßvorrichtung 10a in einer schematischen perspektivischen Darstellung. Das Ausstoßgerät 42a ist im vorliegenden Fall als ein nadelfreies Injektionsgerät ausgebildet. Das Ausstoßgerät 42a kann beispielsweise zur Injektion eines Wirkstoffs und/oder eines Medikaments und/oder eines Vitaminpräparats oder dergleichen in und/oder unter eine Haut eines Patienten verwendet werden. Zudem ist im vorliegenden Fall die Ausstoßvorrichtung 10a als eine

Injektionsvorrichtung ausgebildet. Insbesondere ist die Ausstoßvorrichtung 10a als eine Injektionsvorrichtung zur Injektion unter eine Haut eines Patienten ausgebildet, im vorliegenden Fall eines menschlichen Patienten, wobei grundsätzlich eine analoge Ausstoßvorrichtung im tiermedizinischen Bereich denkbar ist. Die Ausstoßvorrichtung 10a ist zur Injektion eines Stoffs (12a) in Gewebe, insbesondere in und/oder unter Haut, insbesondere eines Menschen, vorgesehen (vgl. auch Figur 2).

Die Figur 2 zeigt die Ausstoßvorrichtung 10a in einer schematischen

Teilschnittdarstellung. Die Ausstoßvorrichtung 10a ist zu einem Ausstoßen zumindest eines Stoffs 12a vorgesehen. Im vorliegenden Fall ist die Ausstoßvorrichtung 10a dazu vorgesehen, den Stoff 12a in und/oder unter eine Haut zu injizieren, insbesondere ohne Verwendung einer Nadel. Die Ausstoßvorrichtung 10a weist zumindest eine

Antriebseinheit 14a auf, die zu einer Erzeugung zumindest einer Betätigungsbewegung für zumindest ein Ausstoßelement 16a vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall weist die Ausstoßvorrichtung 10a das Ausstoßelement 16a auf. Es ist aber auch denkbar, dass eine Ausstoßvorrichtung 10a zur Verbindung mit einem separaten Ausstoßelement vorgesehen ist, das beispielsweise Teil einer Wechselkartusche oder dergleichen ist. Des Weiteren ist das Ausstoßelement 16a im vorliegenden Fall als ein Kolben ausgebildet und weist insbesondere einen runden und vorteilhaft einen kreisförmigen Querschnitt, insbesondere senkrecht zu der Längsachse 44a des Antriebselements 18a, auf.

Der Stoff 12a ist im vorliegenden Fall ein Wirkstoff. Zudem ist der Stoff 12a im

vorliegenden Fall ein Fluid, insbesondere eine Flüssigkeit, beispielsweise eine ein Medikament enthaltende Lösung. Der Stoff 12a kann aber auch ein Gemenge, eine

Emulsion, ein Aerosol, eine Suspension, ein Gasgemisch und grundsätzlich ein beliebiges Gemisch umfassen. Zudem ist denkbar, dass der Stoff 12a ein Reinstoff ist. Außerdem kann der Stoff 12a ein, insbesondere trockenes, Pulver sein. Beispielsweise könnte als Stoff 12a ein pulverförmiger und insbesondere unverdünnter Wirkstoff und/oder ein beliebiges pulverförmiges Präparat verwendet werden.

Die Antriebseinheit 14a weist zumindest ein zumindest teilweise magnetisch

formveränderliches Antriebselement 18a auf. Das Antriebselement 18a ist dazu vorgesehen, die Betätigungsbewegung mittels einer, insbesondere magnetisch ausgelösten, Verformung zu Erzeugen. Im vorliegenden Fall ist die Antriebseinheit 14a derart beschaffen, dass sich das Antriebselement 18a zur Erzeugung der

Betätigungsbewegung parallel zu seiner Längsachse 44a ausdehnt.

Das Antriebselement 18a ist zumindest teilweise, im vorliegenden Fall zu wenigstens einem Großteil und insbesondere vollständig, aus einer magnetischen

Formgedächtnislegierung ausgebildet. Wie oben erwähnt sind alternativ jedoch auch beispielsweise magnetostriktive Materialien denkbar. Das Antriebselement 18a ist im vorliegenden Fall ein magnetisches Formgedächtniselement.

Die magnetische Formgedächtnislegierung enthält Nickel, Mangan und Gallium, wobei jedoch andere geeignete Materialien ebenso denkbar sind. Im vorliegenden Fall ist die Formgedächtnislegierung zudem einkristallin ausgebildet. Insbesondere ist das

Antriebselement 18a ein Einkristall oder zumindest aus lediglich einigen Einkristallen zusammengesetzt. Beispielsweise aus Kostengründen und/oder falls für eine bestimmte Anwendung ein geringer Hub ausreichend ist sind jedoch auch polykristalline Materialien denkbar.

Das Antriebselement 18a ist im vorliegenden Fall quaderförmig. Zudem ist das

Antriebselement 18a ein Vollkörper. Eine Länge des Antriebselements 18a ist

anwendungsspezifisch wählbar und insbesondere abhängig von einem zu erzielenden Hub des Ausstoßelements 16a. Im vorliegenden Fall ist das Antriebselement 18a zu einer Längenänderung von etwa 4 % vorgesehen, wobei auch kleinere oder größere

Längenänderungen denkbar sind.

Die Antriebseinheit 14a weist zumindest eine ansteuerbare Magneteinheit 32a auf, die zu einer Erzeugung zumindest eines Formveränderungsmagnetfelds für das Antriebselement 18a vorgesehen ist. Die Magneteinheit 32a ist dazu vorgesehen, das

Formveränderungsmagnetfeld derart zu erzeugen, dass dessen Feldlinien in einem Bereich des Antriebselements 18a und/oder innerhalb des Antriebselements 18a zumindest im Wesentlichen senkrecht zu dessen Längsachse 44a verlaufen. Das Antriebselement 18a ist derart ausgebildet, dass es sich, insbesondere ausgehend von einem ungedehnten Zustand, in Anwesenheit des Formveränderungsmagnetfelds entlang seiner Längsachse 44a ausdehnt, wodurch vorteilhaft die Betätigungsbewegung erzeugt ist.

Die Ausstoßvorrichtung 10a weist zumindest einen Auslöser 62a auf, der zu einer Eingabe zumindest eines Auslöseparameters durch einen Benutzer vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall ist der Auslöser 62a als ein Druckknopf ausgebildet. Die

Ausstoßvorrichtung 10a weist ferner zumindest eine Energieversorgung 64a, die beispielsweise zumindest eine Batterie umfasst, auf. Auf eine Eingabe des

Auslöseparameters hin wird die Magneteinheit 32a mit elektrischer Energie versorgt und das Ausstoßen des Stoffs 12a initiiert.

Im vorliegenden Fall umfasst die Magneteinheit 32a zumindest eine erste Spule 46a und zumindest eine zweite Spule 48a. Ferner umfasst die Magneteinheit 32a zumindest ein Magnetleitelement 50a. Das Magnetleitelement 50a ist zumindest teilweise aus einem ferromagnetischen Material ausgebildet. Im vorliegenden Fall ist das Magnetleitelement 50a ein Eisenkern.

Die Ausstoßvorrichtung 10a weist zumindest eine Ausstoßkammer 34a auf, in welcher das Ausstoßelement 16a in zumindest einem Betriebszustand zumindest teilweise angeordnet ist. Vor dem Ausstoßen des Stoffs 12a ist dieser in der Ausstoßkammer 34a angeordnet. Das Ausstoßelement 16a ist in der Ausstoßkammer 34a geführt und/oder beweglich. Das Ausstoßelement 16a ist parallel zu der Längsachse 44a des

Antriebselements 18a in der Ausstoßkammer 34a beweglich.

Die Ausstoßkammer 34a weist zumindest eine Ausstoßöffnung 52a auf. Bei dem

Ausstoßen des Stoffs 12a wird dieser von dem Ausstoßelement 16a auf die

Ausstoßöffnung 52a zubewegt und durch diese hindurch ausgestoßen. Die

Ausstoßkammer 34a kann in Richtung der Ausstoßöffnung 52a und/oder in Richtung eines zu der Ausstoßöffnung 52a führenden Ausstoßkanals 54a trichterförmig und/oder sich verjüngend ausgebildet sein. Die in der Figur 2 gezeigte Geometrie ist hierbei als rein schematische Darstellung zu verstehen.

Die Ausstoßöffnung 52a weist eine Querschnittsfläche, insbesondere eines Querschnitts senkrecht zu der Längsachse 44a des Antriebselements 18a, auf, die kleiner,

vorzugsweise um ein Vielfaches kleiner, ist als eine Querschnittsfläche der

Ausstoßkammer 34a, insbesondere eines Querschnitts senkrecht zu der Längsachse 44a des Antriebselements 18a. Beispielsweise kann die Querschnittsfläche der

Ausstoßöffnung 52a um einen Faktor 50, einen Faktor 100, einen Faktor 200, einen Faktor 500 oder um einen beliebigen anderen Faktor kleiner sein.

Die Antriebseinheit 14a ist dazu vorgesehen, in einem Eindringbetriebszustand zumindest einen Ausstoß des Stoffs 12a mit zumindest einer ersten Geschwindigkeit zu bewirken. Insbesondere wird in dem Eindringbetriebszustand der Stoff 12a mit der ersten

Geschwindigkeit aus der Ausstoßöffnung 52a auf die Haut ausgestoßen, sodass diese durchdrungen werden kann. Vorteilhaft entstehen dabei kleine Öffnungen und/oder Durchlässe in der Haut, vorzugsweise ohne eine Verletzung von Gewebe. Zudem ist die Antriebseinheit 14a dazu vorgesehen, in einem Zuführbetriebszustand einen Ausstoß des Stoffs 12a mit einer von der ersten Geschwindigkeit verschiedenen zweiten

Geschwindigkeit zu bewirken. Vorteilhaft wird in dem Zuführbetriebszustand der Stoff 12a durch die in dem Eindringbetriebszustand erzeugten Öffnungen in der Haut in und/oder unter diese injiziert. Eine Menge an injiziertem Stoff 12a ist hierbei insbesondere über eine Dauer des Zuführbetriebszustands einstellbar. Diese Menge kann jedoch

selbstverständlich zusätzlich von einer Beschaffenheit des Stoffs 12a, von der

Querschnittsfläche der Ausstoßöffnung 52a, von der ersten und/oder von der zweiten Geschwindigkeit und dergleichen mehr abhängen.

Die erste Geschwindigkeit ist größer als 20 m/s. Im vorliegenden Fall ist die erste

Geschwindigkeit größer als 100 m/s. Vorteilhaft beträgt die erste Geschwindigkeit zwischen 100 m/s und 200 m/s. Eine Eindringtiefe des Stoffs 12a in und/oder unter die Haut kann insbesondere über die erste Geschwindigkeit eingestellt werden, wobei mit zunehmender erster Geschwindigkeit zunehmende Eindringtiefen realisierbar sind.

Die zweite Geschwindigkeit ist kleiner als die erste Geschwindigkeit. Im vorliegenden Fall ist die zweite Geschwindigkeit beispielsweise um einen Faktor 2 oder einen Faktor 3 oder einen Faktor 5 kleiner als die erste Geschwindigkeit. Wird die zweite Geschwindigkeit, insbesondere deutlich, kleiner gewählt als die erste Geschwindigkeit, kann ein

Zurückspritzen des Stoffs 12a von der Haut vermieden werden.

Die Ausstoßvorrichtung 10a weist zumindest ein Stoffreservoir 36a auf, welches zu einer Aufnahme des auszustoßenden Stoffs 12a in einem Umfang vorgesehen ist, der für mehr als einen Ausstoßvorgang ausreichend ist. Das Stoffreservoir 36a ist im vorliegenden Fall als eine wechselbare Patrone ausgebildet. Beispielsweise kann das Stoffreservoir 36a eine Wirkstoffpatrone sein, die Wirkstoff für zehn oder 20 oder eine beliebige andere Anzahl an Injektionsvorgängen enthält. Eine derartige Ausgestaltung ist insbesondere für eine Selbstbehandlung eines Patienten, der in regelmäßigen Abständen Injektionen, beispielsweise mit Insulin, benötigt, vorteilhaft. Die Ausstoßvorrichtung 10a weist zudem einen Anschluss 56a für das Stoffreservoir 36a auf. Der Anschluss 56a kann

beispielsweise zu einer druckdichten Schnellverbindung mit dem Stoffreservoir 36a vorgesehen sein.

Vor dem Ausstoßen des Stoffs 12a aus der Ausstoßkammer 34a wird diese mit einem Teil des Stoffs 12a aus dem Stoffreservoir 36a befüllt. Vorzugsweise enthält das Stoffreservoir 36a den Stoff 12a mit einem Überdruck, vorteilhaft von mehreren Bar, zumindest vor einer ersten Entnahme des Stoffs 12a aus dem Stoffreservoir 36a.

Die Ausstoßvorrichtung 10a weist eine Rückstelleinheit 38a mit zumindest einem

Rückstellelement 40a auf, das in zumindest einem Rückverformungsbetriebszustand, insbesondere bei einer Rückverformung des Antriebselements 18a, zu einer Erzeugung einer Rückverformungskraft für das Antriebselement 18a vorgesehen ist. Die

Rückverformungskraft wirkt im vorliegenden Fall parallel zu der Längsachse 44a des Antriebselements 18a und insbesondere auf dessen Stirnseite 58a. Die Rückstelleinheit 38a ist zu einer Kompression des Antriebselements 18a nach dessen Dehnung, beispielsweise bei der Erzeugung der Betätigungsbewegung, vorgesehen.

Im vorliegenden Fall ist das Rückstellelement 40a als eine mechanische Feder, insbesondere als eine Spiralfeder, ausgebildet, wobei jedoch auch beliebige andere Federn wie beispielsweise Magnetfedern, Gasfedern, hydraulische Federn oder dergleichen infrage kommen.

Die Rückstelleinheit 38a ist dazu vorgesehen, zumindest eine Befüllbewegung für zumindest eine Befüllung der Ausstoßkammer 34a mit dem Stoff 12a zu erzeugen. Im vorliegenden Fall bewegt die Rückstelleinheit 38a das Ausstoßelement 16a in dem Rückverformungsbetriebszustand parallel zu der Längsachse 44a des Antriebselements 18a und/oder von der Ausstoßöffnung 52a weg. Eine entsprechende Bewegung des Ausstoßelements 16a dient hierbei als Befüllbewegung, die insbesondere Stoff 12a aus dem Stoffreservoir 36a in die Ausstoßkammer 34a saugt.

Im vorliegenden Fall ist die Rückstelleinheit 38a außerdem dazu vorgesehen, die

Rückverformungskraft zumindest teilweise mittels einer Druckkraft des Stoffs 12a zu erzeugen. Der unter Druck stehende Stoff 12a des Stoffreservoirs 36a drückt in dem

Rückverformungsbetriebszustand gegen das Ausstoßelement 16a und dieses wiederum, insbesondere mittelbar über zumindest ein stabförmiges Übertragungselement 60a, gegen die Stirnseite 58a des Antriebselements 18a. Insbesondere findet im vorliegenden Fall bei der Rückverformung des Antriebselements 18a eine Befüllung der

Ausstoßkammer 34a mit Stoff 12a aus dem Stoffreservoir 36a statt.

Grundsätzlich ist jedoch auch denkbar, dass das Stoffreservoir 36a den Stoff 12a ohne Überdruck enthält und dieser lediglich aufgrund der Befüllbewegung, insbesondere des Ausstoßelements 16a, in die Ausstoßkammer 34a gelangt.

Im Folgenden wird teilweise zusätzlich oder alternativ zur Figur 2 nochmals auf die Figur 1 Bezug genommen. Die Ausstoßvorrichtung 10a weist eine Einstelleinheit 20a auf, die zu einer Einstellung zumindest eines Funktionsparameters vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall ist die Einstelleinheit 20a zu einem Einstellen der ersten Geschwindigkeit und/oder der zweiten Geschwindigkeit beziehungsweise zu einem Einstellen entsprechender Sollwerte vorgesehen.

Die Einstelleinheit 20a weist zumindest eine Eingabeeinheit 66a auf, die beispielsweise ein Eingabeelement 67a mit Wählschaltern, Knöpfen oder dergleichen umfassen kann sowie vorteilhaft zumindest ein Display 69a. Die Eingabeeinheit 66a ist zur Eingabe zumindest eines Betriebsparameters durch den Benutzer vorgesehen. Beispielsweise kann dieser mittels der Eingabeeinheit 66a einen Betriebsmodus auswählen, eine zu injizierende Stoffmenge einstellen, einen Sollwert für eine Injektionstiefe eingeben oder dergleichen.

Die Einstelleinheit 20a weist eine Steuer- und/oder Regeleinheit 22a auf, die zu einer Ansteuerung der Antriebseinheit 18a vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall ist die Steuer-und/oder Regeleinheit 22a eine Steuer- und Regeleinheit. Die Steuer- und/oder

Regeleinheit 22a ist zu einer Ansteuerung der Magneteinheit 32a vorgesehen. Zudem ist die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a zu einer Verarbeitung des Auslöseparameters vorgesehen.

Die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a ist dazu vorgesehen, zumindest einen

Antriebsparameter für die Antriebseinheit 14 in Abhängigkeit von zumindest einem Ausstoßparameter und/oder in Abhängigkeit von zumindest einem Stoffparameter zumindest teilweise automatisiert anzupassen. Im vorliegenden Fall ist die Steuer-und/oder Regeleinheit 22a dazu vorgesehen, die erste Geschwindigkeit und die zweite Geschwindigkeit auf einen jeweiligen Sollwert einzustellen und insbesondere zu regeln. Zudem ist die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a dazu vorgesehen, entsprechende Sollwerte zumindest anhand des von dem Benutzer eingegeben Betriebsparameters zu ermitteln. Insbesondere steuert die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a eine Bestromung der Magneteinheit 32a derart, dass ein zeitlicher Verlauf einer Geschwindigkeit des Ausstoßelements 16a geregelt wird. Beispielsweise kann die Steuer- und/oder

Regeleinheit 22a bei dem Ausstoßen des Stoffs 12a die erste Geschwindigkeit über einen Zeitraum von 50 με bis 100 με und/oder die zweite Geschwindigkeit über einen Zeitraum von 100 με bis 200 με auf einen entsprechenden Sollwert regeln und hierzu insbesondere die Magneteinheit 32a entsprechend bestromen.

Die Ausstoßvorrichtung 10a weist eine Sensoreinheit 28a auf, die zu einer Erfassung zumindest eines Parameters vorgesehen ist. Die Sensoreinheit 28a ist vorteilhaft zur Übermittlung des Parameters an die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a vorgesehen. Ferner ist die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a vorteilhaft zu einer Verarbeitung des Parameters und insbesondere zu einer Bestimmung zumindest eines

Regelungsparameters, beispielsweise von PID-Werten und/oder Sollwerten, anhand des Parameters vorgesehen.

Im vorliegenden Fall ist die Sensoreinheit 28a zu einer Erfassung zumindest eines Stoff parameters vorgesehen. Die Sensoreinheit 28a umfasst beispielsweise zumindest einen ersten Sensor 68a, der den Stoffparameter des Stoffs 12a in der Ausstoßkammer 34a erfasst. Beispielsweise kann der Stoffparameter eine Temperatur, eine Absorption, eine Viskosität oder dergleichen sein.

Weiterhin ist im vorliegenden Fall die Sensoreinheit 28a zu einer Erfassung zumindest eines Ausstoßparameters vorgesehen. Die Sensoreinheit 28a umfasst beispielsweise zumindest einen zweiten Sensor 70a, der den Ausstoßparameter in einem Bereich der Ausstoßöffnung 52a oder alternativ in der Ausstoßkammer 34a erfasst. Der

Ausstoßparameter kann beispielsweise ein Istwert einer Geschwindigkeit des Stoffs 12a und/oder des Ausstoßelements 16a bei dem Ausstoßen des Stoffs 12 sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Sensoreinheit 28a zu einer Erfassung einer Verformung und/oder einer Verformungsgeschwindigkeit des Antriebselements 18a vorgesehen sein.

Außerdem ist im vorliegenden Fall die Sensoreinheit 28a zu einer Erfassung zumindest eines Ausstoßzielparameters vorgesehen. Die Sensoreinheit 28a umfasst beispielsweise zumindest einen dritten Sensor 72a zur Erfassung zumindest eines Gewebeparameters, anhand dessen der Ausstoßzielparameter ermittelbar ist. Insbesondere ist die Steuer-und/oder Regeleinheit 22a dazu vorgesehen, den Ausstoßzielparameter anhand des Gewebeparameters zu ermitteln. Der Gewebeparameter kann beispielsweise eine

Information bezüglich eines korrekten Aufsetzens der Ausstoßvorrichtung 10a auf die Haut umfassen. Der Ausstoßzielparameter könnte in diesem Fall eine Freigabe umfassen, die lediglich erfolgt, sofern ein korrektes Aufsetzen vorliegt. Im Fall eines unkorrekten Aufsetzens kann die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a beispielsweise dazu vorgesehen sein, das Ausstoßen des Stoffs 12a auch nach Eingabe des Auslöseparameters zu verhindern. Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass der Gewebeparameter

beispielsweise eine Hauttemperatur, eine Hautfarbe, eine Hautdicke, eine Leitfähigkeit oder dergleichen ist. Der dritte Sensor 72a kann hierfür beispielsweise als Kamera ausgebildet und zur Erfassung zumindest eines Bilds der Haut vorgesehen sein.

Selbstverständlich sind jedoch andere geeignete Sensoren denkbar. Die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a kann insbesondere in diesem Fall dazu vorgesehen sein, als

Ausstoßzielparameter Sollwerte für die erste Geschwindigkeit und/oder für die zweite Geschwindigkeit anhand des Gewebeparameters zu ermitteln. Beispielsweise kann ein hoher Sollwert für die erste Geschwindigkeit ermittelt werden, falls der Gewebeparameter ein Vorliegen einer dicken und/oder starken Haut anzeigt.

Grundsätzlich kann die Sensoreinheit 28a beliebige Kombinationen von Sensoren 68a, 70a, 72a aufweisen, beispielsweise lediglich einen der beschriebenen Sensoren 68a, 70a, 72a oder lediglich zwei der beschrieben Sensoren 68a, 70a, 72a oder beliebige weitere Sensoren. Beispielsweise ist auch denkbar, dass die Sensoreinheit 28a einen Sensor zur direkten Erkennung eines Typs des Stoffreservoirs 36a, beispielsweise anhand eines an diesem angebrachten RFID-Chips aufweist.

Die Ausstoßvorrichtung 10a weist zudem zumindest eine Sensorschnittstelle 26a auf, die zu einer Verbindung mit zumindest einem Sensor vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall ist die Sensorschnittstelle 26a zur Verbindung mit einer nicht gezeigten mobilen Vorrichtung wie beispielsweise einem Smartphone, einem Tablet, einer Datenbrille, einem Smartband, einem Wearable oder dergleichen beziehungsweise mit zumindest einem Sensor derselben vorgesehen. Die Sensorschnittstelle 26a ist im vorliegenden Fall als eine drahtlose Datenschnittstelle ausgebildet. Vorteilhaft ist die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a über die Sensorschnittstelle 26a mit einer Kamera der mobilen Vorrichtung oder mit einem anderen Sensor derselben verbindbar. Beispielsweise kann der Benutzer mittels der Kamera der mobilen Vorrichtung zumindest ein Bild der Haut aufnehmen, anhand dessen, insbesondere mittels zumindest einer Bildanalyse, die Steuer- und/oder

Regeleinheit 22a zumindest einen Ausstoßzielparameter ermittelt. Ebenso ist denkbar, dass der Benutzer ein Bild des Stoffreservoirs 36a, insbesondere vor dessen Verbindung mit der Ausstoßvorrichtung 10a, und/oder ein Bild einer Verpackung des Stoffreservoirs 36a aufnimmt, anhand dessen eine Beschaffenheit des Stoffs 12a, insbesondere mittels zumindest einer Datenbankabfrage, ermittelt werden kann. Auf diese Weise kann die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a dazu vorgesehen sein, zumindest einen

Stoff parameter zu ermitteln.

Die Ausstoßvorrichtung 10a weist zumindest eine Datenschnittstelle 30a auf, die zu einer Verbindung mit zumindest einer Datenbank vorgesehen ist. Die Datenschnittstelle 30a ist im vorliegenden Fall einteilig mit der Sensorschnittstelle 26a ausgebildet. Die

Datenschnittstelle 30a kann aber auch von der Sensorschnittstelle 26a verschieden ausgebildet sein. Die Datenschnittstelle 30a ist als eine drahtlose Datenschnittstelle ausgebildet. Die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a ist dazu vorgesehen, zumindest einen Parameter, beispielsweise einen Ausstoßzielparameter und/oder einen Stoffparameter, von der Datenbank zu beziehen. Insbesondere kann die Steuer- und/oder Regeleinheit

22a dazu vorgesehen sein, den Parameter in Abhängigkeit von mittels der Sensoreinheit 28a erfassten Parametern und/oder in Abhängigkeit von dem von dem Benutzer eingegebenen Betriebsparameter von der Datenbank abzufragen, beispielsweise um hinterlegte Sollwerte für die erste und/oder die zweite Geschwindigkeit in Abhängigkeit von einem Hauttyp, einer Hautfarbe, einer Anwendung, einer Zielinjektionstiefe oder dergleichen abzufragen und/oder entsprechend optimierte PID-Werte von der Datenbank zu beziehen. Zudem ist denkbar, dass die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a dazu vorgesehen ist, Rohdaten oder teilprozessierte Daten zu einer Weiterverarbeitung mittels der Datenschnittstelle 30a an eine externe Recheneinheit, beispielsweise an einen virtuellen Rechner einer Cloud, zu übergeben, insbesondere Bilddaten zu einer

Bildanalyse. Ferner kann die Steuer- und/oder Regeleinheit 22a dazu vorgesehen sein, zumindest ein mittels der Datenschnittstelle 30a empfangenes Analyseergebnis zu verarbeiten und/oder zumindest einen Antriebsparameter anhand eines solchen

Analyseergebnisses zu ermitteln.

In den Figuren 3 bis 7 sind weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt. Die nachfolgende Beschreibung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleichbleibender Bauteile, Merkmale und Funktionen auf die Beschreibung des Ausführungsbeispiels der Figuren 1 und 2 verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 und 2 durch die Buchstaben b bis e in den Bezugszeichen der Ausführungsbeispiele der Figuren 3 bis 7 ersetzt. Bezüglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, kann grundsätzlich auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung des Ausführungsbeispiels der Figuren 1 und 2 verwiesen werden.

Die Figur 3 zeigt ein erstes alternatives Ausstoßgerät 42b mit einer ersten alternativen Ausstoßvorrichtung 10b in einer schematischen perspektivischen Darstellung. Die Figur 4 zeigt die erste alternative Ausstoßvorrichtung 10b in einer schematischen

Teilschnittdarstellung. Das erste alternative Ausstoßgerät 42b ist im vorliegenden Fall als ein Tätowiergerät ausgebildet. Die erste alternative Ausstoßvorrichtung 10b ist zudem im vorliegenden Fall als eine Tätowiergerätevorrichtung ausgebildet. Die erste alternative Ausstoßvorrichtung 10b ist zu einem Ausstoßen eines Stoffs 12b vorgesehen. Zudem ist

die erste alternative Ausstoßvorrichtung 10b dazu vorgesehen, den Stoff 12b in und/oder unter eine Haut, insbesondere eines Menschen oder eines zu

tätowierenden/markierenden Tieres, zu injizieren. Die erste alternative Ausstoßvorrichtung 10b weist zumindest eine Antriebseinheit 14b auf, die zu einer Erzeugung zumindest einer Betätigungsbewegung für zumindest ein Ausstoßelement 16b vorgesehen ist. Die

Antriebseinheit 14b weist zumindest ein zumindest teilweise magnetisch

formveränderliches Antriebselement 18b auf.

Der Stoff 12b enthält im vorliegenden Fall zumindest einen Farbstoff. Beispielsweise kann der Stoff 12b eine flüssige Tätowierfarbe sein. Ebenso kann der Stoff 12b ein Pulver eines Pigments oder eine pulverförmige Pigmentmischung umfassen und insbesondere als eine solche ausgebildet sein.

Das Antriebselement 18b ist im vorliegenden Fall aus einer magnetischen

Formgedächtnislegierung ausgebildet. Insbesondere ist das Antriebselement 18b ein MSM-Antriebselement.

Die Antriebseinheit 14b weist eine Magneteinheit 32b auf, die zu einer Erzeugung eines Formveränderungsmagnetfelds für das Antriebselement 18b vorgesehen ist. Das

Formveränderungsmagnetfeld ist im vorliegenden Fall dazu vorgesehen, insbesondere ausgehend von einem unverformten und/oder gedehnten Zustand des Antriebselements 18b, eine Kontraktion des Antriebselements 18b, insbesondere parallel zu dessen

Längsachse 44b, zu bewirken. Die Magneteinheit 32b ist dazu vorgesehen, das

Formveränderungsmagnetfeld derart zu erzeugen, dass dessen Feldlinien in einem Bereich des Antriebselements 18b und/oder innerhalb des Antriebselements 18b zumindest im Wesentlichen parallel zu dessen Längsachse 44b verlaufen.

Im vorliegenden Fall weist die Magneteinheit 32b zur Erzeugung des

Formveränderungsmagnetfelds eine Spule 46b auf. Die Spule 46b umgreift das

Antriebselement 18b. Das Antriebselement 18b ist zumindest abschnittsweise und vorteilhaft vollständig innerhalb der Spule 46b angeordnet. Wicklungen der Spule 46b verlaufen um die Längsachse 44b des Antriebselements 18b herum. Eine Spulenachse 74b der Spule 46b ist mit der Längsachse 44b des Antriebselements 18b identisch.

Die Ausstoßvorrichtung 10b weist eine Rückstelleinheit 38b mit zumindest einem

Rückstellelement 40b auf. Das Rückstellelement 40b ist als eine Feder ausgebildet. Im vorliegenden Fall ist das Rückstellelement 40b eine Druckfeder. Das Rückstellelement 40b umgreift das Antriebselement 18b. Das Rückstellelement 40b ist mit Lagerelementen 76b, 78b für das Antriebselement 18b verbunden. Bei einer Rückverformung drückt das Rückstellelement 40b die Lagerelemente 76b, 78b derart auseinander, dass das, insbesondere entlang seiner Längsachse 44b nach einem Ausstoßen verkürzte,

Antriebselement 18b entlang seiner Längsachse 44b gedehnt wird.

Die Ausstoßvorrichtung 10b weist eine Ausstoßkammer 34b auf. Das Ausstoßelement 16b ist nach Art eines Kolbens in der Ausstoßkammer 34b beweglich angeordnet. Das Ausstoßelement 16b ist über zumindest ein Übertragungselement 60b an das

Antriebselement 18b derart gekoppelt, dass eine Kontraktion des Antriebselements 18b eine Bewegung des Ausstoßelements 16b innerhalb der Ausstoßkammer 34b bewirkt. Das Übertragungselement 60b tritt durch eine Durchführung 80b in die Ausstoßkammer 34b ein. Das Übertragungselement 60b ist abschnittsweise innerhalb der Ausstoßkammer 34b angeordnet. Bei dem Ausstoßen des Stoffs 12b bewegt sich das Ausstoßelement 16b auf die Durchführung 80b zu. Vor dem Ausstoßen des Stoffs 12b ist dieser gemeinsam mit dem Übertragungselement 60b auf einer Seite des Ausstoßelements 16b angeordnet. Die Ausstoßkammer 34b weist einen Ausstoßkanal 54b auf, der im vorliegenden Fall seitlich aus dieser austritt. Bei dem Ausstoßen des Stoffs 12b drückt das Ausstoßelement 16b diesen in eine Richtung auf die Durchführung 80b zu und in den Ausstoßkanal 54b. Die Antriebseinheit 14b ist im vorliegenden Fall als ein Pull-Aktor ausgebildet.

Insbesondere zieht die Antriebseinheit 14b bei dem Ausstoßen des Stoffs 12b an dem Ausstoßelement 16b.

Selbstverständlich ist alternativ eine Verwendung eines Pull-Aktors, insbesondere analog zu dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 denkbar. Zudem ist denkbar, dass ein Ausstoßkanal 54b auf einer der Antriebseinheit 14b zugewandten Seite der

Ausstoßkammer 34b angeordnet ist. Ferner ist denkbar, dass ein Pull-Aktor in

Kombination mit einer geeigneten Übersetzungsmechanik verwendet wird, sodass beispielsweise ein drückendes Ausstoßelement analog zu dem Fall der Figuren 1 und 2 eingesetzt werden kann.

Die Figur 5 zeigt eine zweite alternative Ausstoßvorrichtung 10c in einer schematischen Teilschnittdarstellung. Die zweite alternative Ausstoßvorrichtung 10c weist eine

Antriebseinheit 14c mit zumindest einem Antriebselement 18c auf. Das Antriebselement 18c ist im vorliegenden Fall aus einer magnetischen Formgedächtnislegierung

ausgebildet.

Die zweite alternative Ausstoßvorrichtung 10c weist eine Rückstelleinheit 38c für das Antriebselement 18c mit einem Rückstellelement 40c auf, welches zumindest teilweise aus einem magnetisch formveränderlichen Material ausgebildet ist. Das Rückstellelement 40c ist im vorliegenden Fall ein Antriebselement einer weiteren Antriebseinheit 82c.

Insbesondere kann das Rückstellelement 40c zu dem Antriebselement 18c der

Antriebseinheit 14c identisch ausgebildet sein. Die weitere Antriebseinheit 82c ist zu der Antriebseinheit 14c antagonistisch angeordnet. Die Antriebseinheit 14c und die weitere Antriebseinheit 82c sind nach Art eines Pull-Pull-Aktors angeordnet und bilden insbesondere gemeinsam einen solchen aus. Vorzugweise sind die Rückstelleinheit 38c und die Antriebseinheit 14c gemeinsam dazu vorgesehen, eine Verformung des

Rückstellelements 40c zu einer Rückverformung des Antriebselements 18c zu nutzen und umgekehrt. Zudem ist denkbar, dass die Rückstelleinheit 38c dazu vorgesehen ist, die Verformung des Rückstellelements 40c zu einer zumindest teilweisen Erzeugung einer Befüllbewegung zu nutzen.

Die Figur 6 zeigt eine dritte alternative Ausstoßvorrichtung 10d in einer schematischen Teilschnittdarstellung. Die dritte alternative Ausstoßvorrichtung 10d weist eine

Antriebseinheit 14d mit zumindest einem Antriebselement 18d auf. Zudem weist die dritte alternative Ausstoßvorrichtung 10d eine Rückstelleinheit 38d mit zumindest einem Rückstellelement 40d auf. Die Antriebseinheit 14d und die Rückstelleinheit 38d bilden gemeinsam einen Push-Push-Aktor, insbesondere einen MSM-Push-Push-Aktor aus. Die dritte alternative Ausstoßvorrichtung 10d ist grundsätzlich analog zu der zweiten alternativen Ausstoßvorrichtung 10c der Figur 5 ausgebildet, wobei jedoch eine Dehnung des Antriebselements 18d beziehungsweise des Rückstellelements 40d anstelle einer Kontraktion zur Bewegungserzeugung verwendet wird.

Die Figur 7 zeigt eine vierte alternative Ausstoßvorrichtung 10e in einer schematischen Schnittdarstellung. Die vierte alternative Ausstoßvorrichtung 10e ist zu einem Ausstoßen eines Stoffs 12e vorgesehen. Die vierte alternative Ausstoßvorrichtung 10e weist eine Antriebseinheit 14e mit zumindest einem zumindest teilweise magnetisch

formveränderlichen Antriebselement 18e auf. Die Antriebseinheit 14e ist in der Figur 7 lediglich teilweise dargestellt.

Die vierte alternative Ausstoßvorrichtung 10e weist eine Einstelleinheit 20e auf, die zu einer Einstellung zumindest eines Funktionsparameters vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall ist die Einstelleinheit 20e zu einer Einstellung eines Sollwerts zumindest einer Geschwindigkeit eines Ausstoßes des Stoffs 12e vorgesehen. Die Einstelleinheit 20e kann zudem zu einem Einstellen eines Ausstoßvolumens vorgesehen sein.

Die Einstelleinheit 20e weist zumindest ein zumindest teilweise mechanisches

Einstellelement 24e auf. Im vorliegenden Fall ist das Einstellelement 24e ein rein mechanisches Einstellelement. Das Einstellelement 24e ist als eine Stellschraube ausgebildet. Das Einstellelement 24e ist zu einer Vorspannung eines, insbesondere als Rückstellelement für das Antriebselement 18e fungierenden, Federelements 84e vorgesehen. Das Einstellelement 24e ist auf das Antriebselement 18e zu oder von diesem wegbewegbar, insbesondere mittels eines Schraubens. Mittels Vorspannen des

Federelements 84e ist eine Vorspannung des Antriebselements 18e und insbesondere dessen Verformungsverhalten einstellbar.

Ferner weist die vierte alternative Ausstoßvorrichtung 10e eine Ausstoßkammer 34e sowie ein in der Ausstoßkammer 34e angeordnetes Ausstoßelement 16e auf. Die

Ausstoßkammer 34e ist wechselbar ausgebildet. Im vorliegenden Fall sind die

Ausstoßkammer 34e und das Ausstoßelement 16e gemeinsam wechselbar ausgebildet.

Das Ausstoßelement 16e ist zu einer Verbindung mit einem Übertragungselement 60e der Antriebseinheit 14e vorgesehen. Insbesondere kann die Verbindung eine, insbesondere mechanische, Schnellverbindung, beispielsweise eine Klickverbindung, eine

Rastverbindung, eine magnetische Verbindung oder dergleichen sein.

Die Ausstoßkammer 34e und das Ausstoßelement 16e sind im vorliegenden Fall Teile einer Wechselkartusche 86e, beispielsweise mit einer definierten Maximalmenge des Stoffs 12e, beispielsweise eines Wirkstoffs. Die Wechselkartusche 86e kann

beispielsweise zu einer einmaligen Injektion vorgesehen sein. Für einen erneuten

Injektionsvorgang ist dann eine weitere Wechselkartusche zu verwenden.