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1. (WO2019007942) CABINET FURNITURE ITEM
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KASTENMÖBEL

TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung betrifft ein Kastenmöbel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

STAND DER TECHNIK

Insbesondere im Rahmen der grifflosen Küche sind seit einiger Zeit Griffmulden bekannt, die einen Greifräum hinter den Möbelfronten zur Verfügung stellen, so dass ein Benut-zer mit seiner Hand im Bereich der Schmalseite der Möbelfront angreifen und die Möbelfront auf der Rückseite hintergreifen kann. Zur Ausbildung solcher Griffmulden werden in der Regel hinter den Möbelfronten Profilelemente angebracht, welche den Greifräum nach hinten abschließen, so dass man von vorne nicht ins Innere des Möbelstücks hinein sehen kann. In entsprechenden Griffmulden werden zunehmend auch Beleuchtungemöglichkeiten geschaffen, um insbesondere den Bereich der Griffmulde auszuleuchten; damit wird nicht nur erreicht, dass die Griffmulde in der Dunkelheit optisch gut zu erkennen ist, sondern es kann auch ein vorteilhafter gestalterischer optischer Effekt mit einer entsprechenden Ausleuchtung erzielt werden. Insbesondere und direkt unterhalb der Arbeitsplatte von Küchenmöbeln ist bekannt, im Querschnitt L-förmige Profilelemente einzusetzen, wobei in der Regel der kurze Schenkel der L-Form mit seinem freien Ende der Rückseite einer Möbelfront zugewandt ist, während der vertikale Schenkel auf die Unterseite der Arbeiteplatte zuläuft. Im Bereich zwischen Arbeitsplatte und dem vertikalen Schenkel der L-Form kann dann ein Beleuchtungselement vorgesehen werden, um die durch das L-Profil gebildete Griffmulde auszuleuchten.

Ein entsprechendes Vorgehen ist dann nicht mehr möglich, wenn Griffmulden zwischen zwei Möbelfronten zu realisieren sind. Zum einen stellt sich das Problem, dass dann in der Regel keine Unterseite wie bei der Arbeiteplatte zur Anbringung einer Beleuchtung zur Verfügung steht, zum anderen würde eine hinter der Front in der Griffmulde vorhandene Beleuchtung jedenfalls das Angreifen einer benachbarten Mö-beifront von der Rückseite behindern und insofern den Greifräum blockieren.

DIE ERFINDUNG

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Kastenmöbel der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem die geschilderten Nachteile vermieden werden.

Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Kastenmöbel mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungsformen finden sich in den Unteransprüchen.

Der Erfindung liegt der grundlegende Gedanke zu Grunde, ein C-förmiges oder U-förmiges Profilelement hinter die Möbel- fronten zu setzen, welches die Griffmulde bildet. Auf diese Weise kann in dieses Profil ein Einsatzprofil zur Aufnahme einer Beleuchtungseinrichtung, beispielsweise eines LED-Bandes oder dergleichen, eingesetzt werden, und zwar bevor-zugt an oder im Bereich von einem der beiden Schenkel des entsprechenden Profilelements. Auf diese Weise kann die Beleuchtungseinrichtung so angeordnet werden, dass sie von vorne nicht zu erkennen ist. Weiter liefert die Form des Profilelements als ü- oder C- Profil den Vorteil, dass es sich universell einsetzen läset, sowohl im Griffbereich zwischen zwei Fronten wie auch zwischen einer Front und der Arbeitsplatte eines Küchenmöbels. Dabei kann die Haupt-längserstreckungsrichtung des Profilelements sowohl horizontal als auch vertikal sein.

Das erfindungsgemäße Kastenmöbel weist dazu wenigstens eine Möbelfront auf, hinter welcher eine zurückspringende Griff-mulde in Gestalt eines auf der der Vorderseite der Möbelfront abgewandten Rückseite der Möbelfront angeordneten Profilelements angeordnet ist. Die Hauptlängserstreckungsrichtung verläuft wie erwähnt parallel oder senkrecht zur Bodenebene. Das Profilelement ist dabei im Querschnitt quer zur Hauptlängserstreckungsrichtung im Wesentlichen C-förmig oder U-förmig ausgebildet. An den Boden des Profilelements schließen sich beidseitig nicht in der Ebene des Bodens liegende Seitenabschnitte an, die die seitlichen Schenkel des C- oder U-förmigen Querschnitts ausbilden. Angrenzend an wenigstens einen der Seitenabschnitte auf der Innenseite des Profilelemente ist erfindungsgemäß ein Einsatzprofil angeordnet, in welches eine Beleuchtungseinrichtung aufnehmbar oder aufgenommen ist.

Das Profilelement bietet somit einige Vorteile gegenüber bekannten Lösungen, insbesondere läset es sich im Kastenmöbel an unterschiedlichen Stellen anbringen; man benötigt also nur noch ein Profilelement, um ein entsprechendes Einsatzprofil für Beleuchtungsmittel im Bereich der Griffmulde zu platzieren.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das Einsatzprofil auf der der Innenseite der wenigstens einen Möbelfront zugewandten Seite einen zurückspringenden Abschnitt aufweist. Dieser zurückspringende Abschnitt bewirkt, dass ein Hintergreifen der davor liegenden Möbelfront möglich ist, ohne dass der Eingangsbereich durch das Einsatzprofil blockiert wird. Der zurückspringende Abschnitt kann dabei als von der Innenseite der Möbel -front weg verlaufende Schrägfläche ausgebildet sein. Auf diese Weise würde der Finger des Benutzers beim Hintergreifen der Möbelfront in den Eingriffsbereich geführt. Der zurückspringende Abschnitt kann insbesondere mit der Innenseite der Möbelfront einen Winkel <<x) einschließen, der bevorzugt ca. 45° beträgt, wobei auch andere Winkel möglich sind.

Aus ästhetischen Gründen kann vorgesehen sein, dass zwischen dem Boden und einem Seitenabschnitt des Profilelements ein gekrümmter Übergangsbereich vorhanden ist. Natür- lieh können auch winklige Übergangsbereiche vorgesehen sein.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung liegt das Einsatzprofil zumindest abschnittweise formschlüssig am Profilelement an. Durch den Formschluss wird eine Montage des Einsatzprofils im Profilelement erleichtert, zudem wird ein sicherer Halt, beispielsweise durch Kleben, durch Formschlussflächen gewährleistet. Außerdem kann auf diese Weise die Stromversorgung der Beleuchtungseinrichtung sehr einfach aus dem Einsatzprofil durch eine rückwandige Durchführungsöffnung in den Möbelkorpus hinein geführt werden.

Das Einsatzprofil ist bevorzugt ein einen Aufnahmeraum we-nigstens teilweise umschlieilendes Kohlprofil. In diesem Aufnahmeraum kann eine Beleuchtungseinrichtung untergebracht sein, dabei kann es sich beispielsweise um ein LED-Band handeln, natürlich sind je nach Größe des Aufnahme-raums auch andere Beleuchtungemittel denkbar.

Nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Einsatzprofil eine Öffnung aufweist, die durch ein, insbesondere zumindest teilweise transparent ausgebildetes, Verschlusselement ver-schlössen ist. Die Öffnung dient zum einen dem Einbringen der Beleuchtungseinrichtung, zum anderen kann diese Öffnung bei der Teiltransparenz des Verschlusselements auch als Abstrahlöffnung für die Beleuchtungseinrichtung dienen. Natürlich können auch andere Teile des Einsatzprofils trans-parent sein.

Hierbei kann vorgesehen sein, dass insbesondere am Verschlusselement ein Reflektorabschnitt zur Reflexion von von der Beleuchtungseinrichtung ausgestrahltem Licht vorgesehen ist. Auf diese Weise kann das mitunter eher punktförmige Abstrahlmuster der Beleuchtungseinrichtung in den Aufnahme-räum hinein homogenisiert werden.

Auch kann bevorzugt insbesondere am Verschlusselement ein transparenter Abstrahlabschnitt vorgesehen sein, welcher dazu ausgelegt ist, das von der Beleuchtungseinrichtung abgestrahlte Licht aus dem Einsatzprofil abzustrahlen.

Nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Reflektorabschnitt vorteilhafter Weise so an-geordnet, dass das von der Beleuchtungeeinrichtung abgestrahlte Licht durch den Reflektorabschnitt in Richtung des transparenten Abstrahlabschnitts reflektiert wird. Auf diese Weise wird die Ausleuchtung der Griffmulde optimiert.

Das erfindungsgemäße Profilelement ist universell einsetzbar. So kann es im Bereich zweier benachbarter Schmalseiten von Möbelfronten oder im Bereich der Schmalseite einer Möbelfront und einer benachbarten Arbeitsplatte oder Seitenwange des Kastenmöbels angeordnet sein. Entsprechend der Lage ist dann auch die Lage des Einsatzprofils entsprechend zu wählen.

Das Einsatzprofil mit der Beleuchtungseinrichtung läset sich mit dem erfindungsgemäßen Profilelement auch hinter der Möbelfront verstecken, so dass es von außen nicht sichtbar ist. Dazu kann insbesondere vorgesehen sein, dass die zur Mitte des Profilelements weisende Seite des Einsatzprofils gegenüber der Schmalseite der dem Einsatzprofil nächstgelegenen Möbelfront zurückspringt. Die Höhe des Rücksprungs kann ein paar Millimeter betragen. Dadurch wird bewirkt, dass das Einsatzprofil durch die nächstgelegene Möbelfront bei Betrachtung der Frontseite des Kastenmöbels wenigstens teilweise verdeckt wird.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGSABBILDUNGEN

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Figur 1 - zeigt eine Schnittansicht durch ein nicht

vollständig dargestelltes erfindungsgemäßes Kastenmöbel im Bereich zweier Möbelfronten,

Figur 2 - zeigt eine Vergrößerung des Ausschnitts A aus

Figur 1,

Figur 3 - zeigt eine Ausschnittvergrößerung des in Figur

2 gezeigten Einsatzprofils .

BESTER WEG ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

In der in Figur 1 dargestellten Schnittansicht ist der besseren Übersicht halber das komplette Kastenmöbel nicht abgebildet. Gezeigt ist lediglich der Bereich zweier Möbel-fronten 1, 2, zwischen denen eine Griffmulde 4 ausgebildet ist. Die Griffmulde 4 wird einerseits begrenzt durch die beiden gegenüberliegenden Schmalseiten der Möbelfronten 1, 2 sowie rückseitig durch das Profilelement 3. Das Profil-element 3 ist erfindungsgemäß C-förmig oder U- förmig ausge-bildet, wobei es einen Bodenabschnitt und zwei daran angrenzende Schenkelabschnitte aufweist.

In Figur 2 ist der Ausschnitt aus Figur 1 vergrößert dargestellt. Vom Profilelement ist lediglich ein Teil des Boden-abschnitte 30 gezeigt sowie ein Schenkel 32 und der zwischen beiden vorhandene Übergangsbereich 31, der im gezeigten Beispiel eine Rundung aufweist, durchaus aber auch gewinkelt sein kann. In das Profilelement ist auf der Innenseite ein Einsatzprofil 5 eingesetzt, welches im gezeigten Beispiel formschlüssig am Übergangebereich 31 und am Schenkel 32 auf der Innenseite des Profilelements anliegt. Die in der Darstellung untere Seite des Einsatzprofils 5 springt gegenüber der Schmalseite der Front 1 um einen Abstand d leicht zurück. Blickt man von der Vorderseite des Kastenmöbels (in der Zeichnung von links) auf das Kastenmöbel, so verdeckt die Front 1 das Einsatzprofil 5, so dass es für den Betrachter von vorne nicht sichtbar ist.

Das Einsatzprofil 5 ist in der Figur 3 noch etwas genauer gezeigt. Es verfügt über einen Aufnahmeraum 56, in welchem eine hier nicht näher gezeigte Beleuchtungseinrichtung untergebracht sein kann. Bevorzugt wird in den Bereich oberhalb der Schräge 54 eine LED-Leiste eingesetzt. Das Einbringen einer Beleuchtungseinrichtung kann durch die zwi-sehen den Punkten 57 und 58 ausgebildete Öffnung im Ein- satzprofil 5 erfolgen. Im gezeigten Beispiel ist die Öffnung durch ein Verschlusselement 51 verschlossen. Dieses Verschlusselement 51 kann beispielsweise transparent sein, so dass etwaiges im Aufnahmeraum 56 durch die Beleuchtungs-einrichtung erzeugtes Licht durch das Verschlusselement 51 nach außen in die Griffmulde 4 im Bereich des Profilelements 3 (Figur 1) abgestrahlt wird. Bevorzugt ist das Verschlusselement 51 nach Art einer Schnappverbindung zwischen den Vorsprüngen 57 und 58 des Einsatzprofils festgeklemmt. Dazu kann das Verschlusselement entsprechende Aufnahmen oder Aussparungen aufweisen, in die die Vorsprünge 57, 58 einrasten können. Der Vorsprung 57 ist am freien Ende eines abgerundeten Abschnitts 53 des Einsatzprofils 5 vorgesehen. Dieser Abschnitt 53 setzt sich hin zum Abschnitt 55 fort. Die Abschnitte 53 und 55 sind an der Außenseite des Einsatzprofils bevorzugt so ausgebildet, dass sie formschlüssig an den Abschnitten 31 und 32 (Figur 2) des Profilelements auf der Innenseite desselben anlegen können.

Auf der Innenseite des Einsatzprofils 5 ist anliegend an die Abschnitte 53 und 55 ein Reflektorelement 52 vorgesehen, welches im gezeigten Beispiel bevorzugt einstückig mit dem Verschlusselement 51 ausgebildet ist. Es kann natürlich auch separat an der Innenwand des Einsatzprofils 5 anliegen oder mit dieser zusammen ausgebildet sein. Das Reflektorelement 52 reflektiert das von der Beleuchtungseinrichtung erzeugte Licht und wirft es zumindest in Richtung des transparenten Verschlusselements 51, so dass das so zurückgeworfene Licht in die Griffmulde des Profilelements ein-strahlt.

Der Vorsprung 58, der das Verschlusselement 51 hält, befindet sich am Ende eines schräg verlaufenden, zurückspringenden Abschnitts 54. Dieser hat auf seiner Außenseite eine Schräge, welche mit der Rückseite der Möbelfront 1 (siehe Figur 2) , in Figur 3 dargestellt durch die gestrichelte Linie S, einen Winkel α einschließt. Auf diese Weise entsteht zwischen der Möbelfront S und dem Einsatzprofil 5 im Bereich dieser Winkelaussparung ein Greifraum, in welchen die Finger des Benutzers beim Angreifen an die Möbelfront, d.h. Eingreifen in die Griffmulde, hineinlangen können. Die Möbelfront 1 kann deswegen trotz des in der Griffmulde befindlichen Einsatzprofils 5 an ihrer Unterseite durch Hintergreifen bewegt werden, um einen hinter der Front 1 beispielsweise vorhandenen Stauraum zu öffnen bzw. zugäng-lieh zu machen.

Natürlich läset sich das erfindungsgemäße Einsatzprofil im Profilelement nicht nur wie hier gezeigt an der oberen Seite, sondern alternativ oder ergänzend auch an der gegen-überliegenden Seite, d.h. am dem Schenkel 31, 32 gegenüberliegenden Schenkel des Profilelements 3 anbringen. Bevorzugt wird das Einsatzprofil 5 mit dem Profilelement 3 verklebt. Andere Befestigungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Schrauben oder Ver-rasten sind ebenfalls denkbar.

Auch wenn im gezeigten Beispiel ein im Hinblick auf die Hauptlängserstreckung des Profilelement 3 horizontale Verlaufsform abgebildet ist, so ist es beim selben Kastenmöbel oder bei anderen Kastenmöbeln natürlich auch möglich, eine Profilanordnung zu wählen, bei der die Hauptlängserstre- ckung des Profilelements 3 in vertikaler Richtung, d.h. senkrecht zur Bodenebene verläuft.