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1. (WO2019006482) DEVICE AND METHOD FOR INSPECTING THE FLEXIBILITY OF SEALING LAYERS BOUND BY BITUMEN
Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

PATENTANSPRÜCHE

Vorrichtung (20) zur Flexibilitätsprüfung von bituminös gebundenen Dichtschichten, insbesondere von Oberflächendichtungen aus Asphaltbeton, umfassend eine Auflageplatte (27) zur Lagerung eines zu prüfenden Asphaltprobekörpers (30), wobei die Auflageplatte (27) mittig eine kreisförmige Ausnehmung (28) mit einer konkav abgerundeten Oberkante (29) aufweist sowie der lichte Innendurchmesser (s) der Ausnehmung (28) derart gewählt ist, dass dieser einer Weite (s) einer Setzungsmulde unterhalb des während der Flexibilitätsprüfung mit dem auf der Auflageplatte (27) aufgelegten zu prüfenden Asphaltprobekörpers (30) entspricht, wobei die Ausnehmung (28) während der Flexibilitätsprüfung eine Verformung des Asphaltprobekörpers (30) zu einer Setzungsmulde ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (20) ferner eine Presseinrichtung (24) aufweist, welche während der Flexibilitätsprüfung oberhalb des zu prüfenden Asphaltprobekörpers (30) zur Ausübung eines auf diesen wirkenden Prüfdrucks anordenbar ist sowie zumindest ein Dichtungsmittel (35) zum Abdichten einer Dichtungsebene (32) zwischen dem zu prüfenden Asphaltprobekörper (30) und der Auflageplatte (27) vorgesehen ist, wobei unterhalb der Auflageplatte (27) sowie konzentrisch mit deren Ausnehmung (28) ein zur Ausnehmung (28) offenes Unterdruckgefäß (21) angeordnet ist, welches mit einer Unterdruckeinrichtung (34) kommunizierend verbindbar ist.

Prüfvorrichtung (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Presseinrichtung (24) zumindest ein Druckkissen, vorzugsweise ein Druckluftkissen (26), umfasst, welches Druckkissen dazu eingerichtet ist, während der Flexibilitätsprüfung mit aufgelegtem Asphaltprobekörper (30) zumindest abschnittsweise an einer Oberseite (o, o') des zu prüfenden Asphaltprobekörpers (30) anzuliegen.

Prüfvorrichtung (20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Presseinrichtung (24) während der Flexibilitätsprüfung mit aufgelegtem Asphaltprobekörper (30) ein Prüfüberdruck von 0 bar bis 15 bar, bevorzugt von 0 bar bis 8 bar, besonders bevorzugt von 0 bar bis 3 bar, einstellbar ist, welcher Prüfüberdruck auf die Oberseite (o, o') des zu prüfenden Asphaltprobekörpers (30) einwirkt.

Prüfvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Unterdruckgefäßes (21) zumindest ein Sensor (33) zur Deformationserfassung einer Tiefe (h) einer Setzungsmulde des verformten Asphaltprobekörpers (31) angeordnet ist.

5. Prüfvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Unter druckgefäßes (21) und/ oder eines Saugleitungsanschlusses der Unterdruckeinrichtung (34) zumindest ein Sensor (33) zur Druckerfassung angeordnet ist.

6. Prüfvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterdruckgefäß (21) zumindest abschnittsweise durchsichtig ist.

7. Prüfvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zu untersuchende Asphaltprobekörper (30) eine quadratische Grundfläche hat, wobei eine Seitenkantenlänge (L) des Asphaltprobekörpers (30) von 200 mm bis 500 mm, vorzugsweise von 250 mm, beträgt.

8. Prüfvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Dichtungsmittel (35) zum Abdichten einer Dichtungsebene (32) zwischen dem zu prüfenden Asphaltprobekörper (30) und der Auflageplatte (27) ausgewählt ist aus einer Gruppe umfassend: Dichtmembran, Dichtmembran aus Kunststoff, Dichtungsring, Dichtungspaste, Schaumstoffdichtung, Bitumendichtung.

9. Verfahren zur Flexibilitätsprüfung von bituminös gebundenen Dichtschichten, insbesondere von Oberflächendichtungen aus Asphaltbeton, umfassend die folgenden Verfahrensschritte:

- Bereitstellen einer Prüfvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

- Aufbringen zumindest eines Dichtungsmittels (35) auf eine Auflageplatte (27) mit einer mittig angeordneten kreisförmigen Ausnehmung (28), wobei das Dichtungsmittel (35) von der Ausnehmung (28) beabstandet aufgebracht wird,

- Auflegen eines zu prüfenden Asphaltprobekörpers (30) auf die Auflageplatte (27), wobei eine Unterseite (u) des Asphaltprobekörpers (30) die mittige Ausnehmung (28) der Auflageplatte (27) überdeckt,

- Auflegen einer Presseinrichtung (24) auf eine Oberseite (o) des Asphaltprobekörpers (30),

- Anlegen von Unterdruck (34) in einem Unterdruckgefäß (21) unterhalb der Ausnehmung (28) der Auflageplatte (27),

- Durchführen einer Dichtheitskontrolle des Versuchsaufbaus, indem der Unterdruck im Unterdruckgefäß (21) während eines definierten Zeitintervalls gehalten und kontrolliert wird,

Durchführen eines definierten Belastungszyklus, indem von der Presseinrichtung (24) vordefinierte Prüfüberdrücke auf die Oberseite (o, o') des Asphaltprobekörpers (30, 31) und/ oder definierte Unterdrücke auf die Unterseite (u, u') des Asphaltprobekörpers (30, 31) einwirken,

Erfassen des Kraft- Verformungsverhaltens des Asphaltprobekörpers (30, 31) während des Belastungszyklus mittels eines oder mehrerer Messsensoren, vorzugsweise Deformationssensoren, Drucksensoren und/ oder Temperatursensoren,

Optionales Aufzeichnen des Kraft-Verformungsverhaltens des Asphaltprobekörpers (30, 31) während des Belastungszyklus mittels zumindest einer Videoaufnahme.

Prüfverfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Presseinrichtung (24) bereitgestellt wird, welche zumindest ein Druckkissen, vorzugsweise ein Druckluftkissen (26), umfasst, wobei das Druckkissen zumindest abschnittsweise an einer Oberseite (o, o') des zu prüfenden Asphaltprobekörpers (30) anliegend angeordnet wird und die während des Belastungszyklus auf die Oberseite (o, o') des Asphaltprobekörpers (30, 31) einwirkenden Prüfüberdrücke durch das Druckkissen hervorgerufen werden.