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1. (WO2019001738) DEVICE FOR CONTACTLESSLY DETERMINING THE STRAIGHTNESS OF AT LEAST ONE LONG PRODUCT AND METHOD FOR CALIBRATING A DEVICE OF THIS KIND
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Vorrichtung zum berührunqsfreien Bestimmen der Geradheit wenigstens eines Lanqprodukts

und

Verfahren zum Kalibrieren einer derartigen Vorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum berührungsfreien Bestimmen der Geradheit wenigstens eines Langprodukts gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Kalibrieren einer Vorrichtung zum berührungsfreien Bestimmen der Geradheit wenigstens eines Langprodukts.

Eine derartige Vorrichtung ist aus der Produktbeschreibung "STRAIGHTNESS CHECK" der LAP GmbH Laser Applikationen, Lüneburg, Deutschland, am 7. Juni 2017 verfügbar unter der Internet-Adresse "https://www.lap-laser.com/de/industrie/ihre-aufgabe/ messen/geradheit STRAIGHTNESS_CHECK_fly_de_1 -9_2016-03-03_mix2.pdf" bekannt. Die vorbekannte Vorrichtung zum berührungsfreien Bestimmen der Geradheit wenigstens eines Langprodukts verfügt über eine Anzahl von Strahlungsquellenmodulen, mit denen jeweils ein quer zu einer Längsrichtung eines Langprodukts ausgerichteter Lichtvorhang als Messstrahlung emittierbar ist, mit der wenigstens ein Langprodukt beaufschlagbar ist. Weiterhin ist eine der Anzahl von Strahlungsquellenmodulen entsprechende Anzahl von Strahlungsdetektoren vorhanden, mit denen an in Längsrichtung des Langprodukts verteilten verschiedenen Auftreffberei-chen durch das oder jedes Langprodukt modifizierte Messstrahlung als Detektionsstrahlung in Gestalt eines Schattenwurfs erfassbar ist. Mit einer Steuer- und Auswerteeinheit ist aus aus der Detektionsstrahlung generierten Daten in Gestalt des jeweiligen Versatzes von Schattenwürfen quer zu der Längsrichtung des Langprodukts die

Geradheit des oder jedes von Messstrahlung beaufschlagten Langprodukts bestimmbar.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der ein-gangs genannten Art anzugeben, mit der eine variable, schnelle und verhältnismäßig genaue Bestimmung der Geradheit wenigstens eines Langprodukts geschaffen ist.

Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Kalibrieren einer derartigen Vorrichtung anzugeben.

Diese Aufgaben werden mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 und mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bestimmen der Geradheit erfolgt ein aktives Bewegen der Messstrahlung quer zu der Längsrichtung des oder wenigstens eines Langprodukts. Aus über die Steuerung der aktiven Bewegung gewonnenen Ortsinformationen zu den Auftreffbereichen und charakteristischen Intensitätswer-ten der aus den Auftreffbereichen stammenden Detektionsstrahlung lassen sich die Geradheit schnell und verhältnismäßig genau sowie bei unterschiedlichen Quergeschwindigkeiten der Messstrahlung quer zur Längsrichtung auch variabel bestimmen.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es in diesem Zusammenhang möglich, ohne genaue Kenntnis der Geradheit eines Langprodukts über mehrere Messzyklen Referenzwerte für eine Referenzgeradheit auf der Grundlage von signifikanten Daten aus charakteristischen Intensitätswerten der Detektionsstrahlung zu bestimmen.

Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Diese Ausgestaltungen weisen die nachfolgend umrissenen Vorteile auf.

Durch die Wahl der charakteristischen Intensitätswerte gemäß An-spruch 2 oder Anspruch 3 ergibt sich eine verhältnismäßig hohe Genauigkeit beim Bestimmen der Geradheit.

Durch die Wahl einer direkt mit dem Bewegen der Messstrahlung gekoppelten Ausgangsgrundlage der Ortsinformationen gemäß An-spruch 4 oder Anspruch 5 ergibt sich ebenfalls eine verhältnismäßig hohe Genauigkeit beim Bestimmen der räumlichen Lage der Auf-treffbereiche.

Durch die Wahl der Messstrahlung gemäß Anspruch 6 als ultraviolet-te, sichtbare oder infrarote Strahlung ergibt sich ein verhältnismäßig kostengünstiger und im betrieblichen Alltag beherrsch barer Aufbau.

Mit der Vorrichtung gemäß Anspruch 7 mit einem Strahlungsquellenmodul, mit dem Messstrahlung auch in Längsrichtung be-wegbar ist, lässt sich die Geradheit eines Langprodukts mit verhältnismäßig wenig aktiver Bewegung des Langprodukts in Längsrichtung bestimmen.

Die Vorrichtung gemäß Anspruch 8 zeichnet sich durch eine zum Gewinnen von Ortsinformationen messtechnisch einfacher Anordnung aus.

Durch die Vorrichtungen gemäß Anspruch 9 und Anspruch 10 ergibt sich ein verhältnismäßig schnelles Bestimmen der Geradheit des betreffenden Langprodukts.

Bei der Vorrichtung gemäß Anspruch 1 1 lassen sich bei einem ruhenden Langprodukt Abweichungen von der Geradheit in zwei Dimensionen bestimmen.

Bei der Vorrichtung gemäß Anspruch 12 lässt sich zum einen bei Vorsehen von Strahlungsquellenmodulen nur auf einer Seite des betreffenden Langprodukts auch Abweichungen von Geradheit in zwei Richtungen und bei Vorsehen von in Querrichtung voneinander be-abstandeten Strahlungsquellenmodulen überdies die Genauigkeit der Geradheitsbestimmung verbessern.

Die Wahl der signifikanten Daten gemäß Anspruch 14 oder Anspruch 15 gestattet ein statistisch robustes Festlegen der Referenzgeradheit.

Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die Figuren der Zeichnung.

Es zeigen:

Fig. 1 in einer schematischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung mit einem Strahlungsquellenmodul, einem Strahlungsdetektor, einer Steuer- und Auswerteeinheit sowie einem als Blankstahlstange mit rundem Querschnitt ausgebildeten Langprodukt,

Fig. 2 in einer Draufsicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ,

Fig. 3 in einer Stirnansicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ,

Fig. 4 in einer anschaulichen Darstellung Isolinien der Intensität von rückgeworfener Detektionsstrahlung bei einem Lang- produkt mit kreisförmigem Querschnitt und den Pfad der Apertur eines Strahlungsdetektors,

Fig. 5 den zeitlichen Verlauf von Intensitäten von aus Auftreffbe- reichen eines Langprodukts unbekannter Geradheit und eines Langprodukts mit einer Referenzgeradheit rückgeworfener Detektionsstrahlung,

Fig. 6 in einer perspektivischen schematischen Ansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung mit zwei in Längsrichtung und/oder in Querrichtung eines Langprodukts voneinander beabstandeten, zum Erzeugen punktartiger Messstrahlung eingerichteten Strahlungsquellenmodulen und einem sich in Längsrichtung des Langprodukts erstreckenden sowie in Querrichtung mittig zwischen den Strahlungsquellenmodulen angeordneten Strahlungsdetektor, der über eine Anzahl von Strahlungsempfängern verfügt, wobei die Strahlungsquellenmodule zu einem kontinuierlichen Abtasten des Langprodukts in Längsrichtung eingerichtet sind,

Fig. 7 in einer perspektivischen schematischen Ansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, das ähnlich wie das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 jedoch nur mit einem schrittweise in Querrichtung abtastenden Strahlungsquellenmodul ausgebildet ist,

Fig. 8 in einer perspektivischen schematischen Ansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, das ähnlich wie das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6, jedoch mit linienartiger, in Längsrichtung ausgerichteter Messstrahlung ausgebildet ist,

Fig. 9 in einer Stirnansicht ein punktartiges Auflager einer starren Auflagereinheit eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung gemäß der Erfindung,

Fig. 10 in einer perspektivischen Ansicht ein längliches Auflager einer Auflagereinheit für ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung,

Fig. 1 1 in einer Stirnansicht ein durch zwei drehbare Walzen gebildetes drehbares Auflager einer Auflagereinheit für ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung,

Fig. 12 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung entsprechend Fig. 1 mit einem Langprodukt mit einem hexagonalen Querschnitt als Beispiel für einen nicht rundlichen Querschnitt,

Fig. 13 die Intensitätsverläufe von dem nicht rundlichen und nicht exakt geraden Langprodukt gemäß Fig. 12 rückgeworfener, von drei beidseitig von zwei Kanten liegenden Flachseiten rückgeworfener Detektionsstrahlung und

Fig. 14 in einem Blockschaubild den beispielhaften Aufbau einer

Steuer- und Auswerteeinheit für eine Vorrichtung gemäß der Erfindung.

Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung in einer Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung beim Bestimmen der Geradheit eines Langprodukts in dem Sinne eines Gegenstandes, dessen Erstreckung in einer Längsrichtung wesentlich größer als rechtwinklig zu der Längsrichtung, also in Querrichtung oder in radialer Richtung, ist, das hier in Gestalt einer Blankstahlstange 103 mit kreisförmigem Querschnitt ausgebildet ist.

Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 verfügt als Strahlungsquellenmodul über einen Laserscanner 106, mit dem punktartige Messstrahlung 109 vorzugsweise im ultravioletten, sichtbaren oder infraroten Spektralbereich erzeugbar und mit einer Quergeschwindigkeit quer zu der Längsrichtung der Blankstahlstange 103 bewegbar ist.

Der Laserscanner 106 ist an eine Steuer- und Auswerteeinheit 1 12 angeschlossen, mit der unter anderem die Quergeschwindigkeit der Bewegung der Messstrahlung 109 in Querrichtung der Blankstahl-stange 103 beeinflussbar ist.

Bei Auftreffen der punktartigen Messstrahlung 109 auf die verhältnismäßig hochreflektive Oberfläche der Blankstahlstange 103 wird ein Anteil der Intensität der Messstrahlung 109 von einem bei die-sem Ausführungsbeispiel verhältnismäßig kleinflächigen Auftreffbe-reich 1 15 als Detektionsstrahlung 1 18 hier reflexionsartig rückgeworfen, deren zeitlichen Verlauf der Intensität durch einen einzelligen Strahlungsdetektor 121 mit einem verhältnismäßig großen Öffnungswinkel als Strahlungsdetektionsmodul erfassbar ist.

Der Strahlungsdetektor 121 ist ebenfalls an die Steuer- und Auswerteeinheit 1 12 angeschlossen und übergibt an diese den zeitlichen Verlauf der Intensität der Detektionsstrahlung 1 18 während eines Messzyklus, der durch ein vollständiges Überstreichen der dem Laserscanner 106 zugewandten Oberfläche der Blankstahlstange 103 in Querrichtung gebildet ist.

Fig. 2 zeigt in einer schematischen Darstellung das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 in Draufsicht, aus der ersichtlich ist, dass der Strahlungsdetektor 121 in Längsrichtung der Blankstahlstange 103 von den Auftreffbereichen 1 15 beabstandet ist.

Fig. 3 zeigt in einer Stirnansicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 mit der hier durch einen ersten Querschnittsbereich 303 und einen zweiten Querschnittsbereich 306 dargestellten Blankstahlstange 103, die aufgrund einer Abweichung der Blankstahlstange 103 von einer idealen Geradheit zueinander versetzt sind.

Dadurch weisen die in Querrichtung der Blankstahlstange 103 voneinander beabstandeten Auftreffbereiche 1 15, 1 15' im ersten Querschnittsbereich 303 und im zweiten Querschnittsbereich 306 einen unterschiedlichen Abstand von dem Laserscanner 106 und dem Strahlungsdetektor 121 auf, was zu einem unterschiedlichen zeitlichen Verlauf der den Strahlungsdetektor 121 beaufschlagenden Intensität hervorruft.

Fig. 4 zeigt zur Veranschaulichung eine Anzahl von Isolinien 403 gleicher Intensität von durch eine Blankstahlstange 103 mit kreisförmigem Querschnitt rückgeworfener Intensität von Messstrahlung 109 zusammen mit einem typischen Aperturpfad 406 des Strahlungsdetektors 121 mit einem beispielhaft im Bereich der maximalen Inten-sität eingezeichneten Auftreffbereich 1 15.

Aus der Darstellung gemäß Fig. 4 ist ersichtlich, dass während eines Messzyklus der zeitliche Verlauf der Intensität der von dem Strahlungsdetektor 121 erfassten Detektionsstrahlung 1 18 ein Maximum aufweist, dessen zeitliche Lage von dem Abstand des Auftreffbe-reichs 1 15 relativ zu einer Referenzposition eines ideal geraden Langprodukts, hier in Gestalt der Blankstahlstange 103, abhängt.

Fig. 5 zeigt in einer schematischen Darstellung den zeitlichen Ver-lauf der auf der Ordinaten 503 abgetragenen Intensität I von Detektionsstrahlung 1 18 in Abhängigkeit der auf der Abszisse 506 abgetragenen Zeit t bei Beaufschlagen eines Auftreffbereichs 115 einer Blankstahlstange 103, deren Geradheit zu bestimmen ist, und eines Auftreffbereichs 1 15' einer als Referenz dienenden Blankstahlstange mit einer, wie weiter unten näher erläutert vorzugsweise erfindungsgemäß bestimmten, Referenzgeradheit zu Zeitpunkten t1 und t2, wobei der Auftreff bereich 1 15 der zu vermessenden Blankstahlstange 103 gegenüber dem Auftreffbereich 1 15' der als Referenz dienenden Blankstahlstange räumlich versetzt ist. Dadurch sind bei diesem Ausführungsbeispiel die durch den Strahlungsdetektor 121 erfassten und als charakteristische Intensitätswerte ausgewerteten maximalen Intensitäten um die Zeit At=t2-t versetzt.

Aus dieser Zeit At ist beispielsweise bei Kenntnis der Quergeschwindigkeit der Messstrahlung 109 sowie der relativen räumlichen Lagen des Laserscanners 106 sowie des Strahlungsdetektors 121 zueinander zusammen mit geeignet gewonnenen Ortsinformationen bezüglich der Auftreffbereiche 1 15 in Längsrichtung die Geradheit des betreffenden Langprodukts in Gestalt einer radialen Längenabweichung von einer idealen Geradheit pro Längeneinheit gegenüber eine Referenzgeradheit bestimmbar.

Alternativ oder ergänzend zu den maximalen Intensitäten lassen sich als charakteristische Intensitätswerte auch auf Flanken einer in Fig. 5 dargestellten Intensitätsverteilung liegende signifikante Intensitätswerte heranziehen.

Dabei lässt sich die Genauigkeit beim Bestimmen der Geradheit beispielsweise dadurch nach Bedarf einstellen, dass für eine verhältnismäßig hohe Genauigkeit die Messstrahlung 109 verhältnismäßig langsam mit einem dementsprechend verhältnismäßig langen Messzyklus und für eine demgegenüber zwar ungenauere, dafür aber schnellere Messung während eines Messzyklus verhältnismäßig schnell bewegt wird.

Fig. 6 zeigt in einer schematischen Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, wobei sich bei dem anhand Fig. 1 bis Fig. 5 erläuterten Ausführungsbeispiel und bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 einander entsprechende Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen und im Weiteren zum Teil nicht nochmals näher erläutert sind. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 sind zwei Laserscanner 106 eines Strahlungsquellenmoduls vorhanden, die sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung in Bezug auf eine an punktartigen Auflagern 603 einer Auflagereinheit gehaltenen Blankstahlstange 103 als Beispiel eines Langprodukts angeordnet sind. Mit beiden Laserscannern 106 sind, wie durch kurvenartig mäandrierende Abtastbahnen 606 beispielhaft angedeutet, zweckmäßigerweise frei von einer Richtungsumkehr in Längsrichtung jeweils über einen Messab-schnitt, auf jeden Fall aber vorbestimmt und reproduzierbar, in Längsrichtung der Blankstahlstange 103 als auch zweckmäßigerweise gleichmäßig oszillierend in Querrichtung der Blankstahlstange 103 bewegbar.

Die Ortsinformationen bezüglich der Lage der Auftreffbereiche 1 15 in Längsrichtung der Blankstahlstange 103 lassen sich insbesondere bei einem kontinuierlichen, scanartigen Bewegen in Längsrichtung und in Querrichtung aus einer Längsgeschwindigkeit und einer Quergeschwindigkeit jeweils bezogen auf Referenzzeitpunkt oder direkt aus der Richtung der Messstrahlung 109 bestimmen.

In Querrichtung der Blankstahlstange 103, und dabei vorzugsweise mittig zwischen den Laserscannern 106, verfügt das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 über ein Strahlungsdetektionsmodul 609 mit einer Empfängerleiste 609, die in Längsrichtung der Blankstahlstange 103 ausgerichtet und mit mehreren Strahlungsdetektoren 121 bestückt ist, die in Längsrichtung der Blankstahlstange 103 zweckmäßigerweise gleichmäßig beabstandet sind.

Vorzugsweise sind bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 die Laserscanner 106 in Querrichtung der Blankstahlstange 103 so angeordnet, dass deren Messstrahlungen 109 rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 lassen sich Verformungen der Blankstahlstange 103 und damit Abweichungen von einer idealen Geradheit verhältnismäßig in zwei Dimensionen bestimmen.

Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, wobei sich bei dem anhand Fig. 1 bis Fig. 6 erläuterten Ausführungsbeispielen und bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 einander entsprechende Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen und im Weiteren zum Teil nicht nochmals näher erläutert sind. Die Auflagereinheit bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 ist mit einer Anzahl von drehbaren Auflagern 703 ausgestattet, in denen oder mit denen eine aufgelegte Blankstahlstange 103 über einen Winkelbereich von vorzugsweise wenigstens 90 Grad, für höchste Genauigkeit beim Bestimmen der Geradheit jedoch auch bis 360 Grad, drehbar ist. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 ist das Strahlungsquellenmodul mit einem Laserscanner 106 ausgebildet, der dazu eingerichtet ist, sich in Längsrichtung der Blankstahlstange 103 als Beispiel für ein Langprodukt schrittweise zu bewegen, was hier zu einer rechteckartig mäandrierenden Abtastbahn 706 führt.

Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 zeichnet sich durch die Drehbarkeit eine Langprodukts um dessen Längsachse mit einem verhältnismäßig wenig aufwendigen optischen Aufbau und durch die rechteckartig mäandrierende Abtastbahn 706 durch eine verhältnismäßig hohe Genauigkeit aus.

Fig. 8 zeigt in einer schematischen Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, wobei sich bei den voranstehend anhand Fig. 1 bis Fig. 7 erläuterten Ausführungsbeispielen und bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 einander entsprechende Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen und im Weiteren zum Teil nicht nochmals näher erläutert sind. Abweichend von dem anhand Fig. 6 erläuterten Ausführungsbeispiel weisen die Laserscanner 106 eine Strahlformoptik beispielsweise in Gestalt einer Zylinderlinse auf, mit denen sich in Längsrichtung einer Blankstahlstange 103 als Beispiel für ein Langprodukt erstreckende linienartige Messstrahlung 803 erzeugbar ist, die während eines Messzyklus mit einer Quergeschwindigkeit quer zu der Längsrichtung des betreffenden Langprodukts bewegbar ist. Dadurch lässt sich ein Längenabschnitt eines Langprodukts während eines Messzyklus simultan mit mehreren Strahlungsdetektoren 121 eines Strahlungsdetektionsmoduls vermessen und daraus die Geradheit bestimmen.

Fig. 9 bis Fig. 1 1 zeigen in anschaulichen Darstellungen verschie-dene Ausgestaltungen von Auflagereinheiten für Vorrichtungen gemäß der Erfindung.

Fig. 9 zeigt in einer Stirnansicht eine Auflagereinheit mit einer Anzahl von in Längsrichtung einer aufgelegten Blankstahlstange 103 ver-hältnismäßig kurz ausgebildeten Winkelschienenstücken 903 zum statischen Halten der Blankstahlstange 103 an vorzugsweise gleich voneinander beabstandeten Lagerstellen, so dass ein schwerkraftbedingtes Durchbiegen der Blankstahlstange 103 zwischen den Lagerstellen durch Herausrechnen verhältnismäßig einfach kompen-sierbar ist.

Fig. 10 zeigt in einer perspektivischen abschnittsweisen Ansicht eine Auflagereinheit mit einer länglichen Winkelschiene 1003, mit der ein schwerkraftbedingtes Durchbiegen einer eingelegten Blankstahlstange 103 unterbunden und damit eine dementsprechende rechnerische Kompensation des Schwerkrafteinflusses vermeidbar ist.

Fig. 1 1 zeigt in einer Stirnansicht eine Auflagereinheit für eine Vorrichtung gemäß der Erfindung, das über in Querrichtung dicht beieinander liegende drehbare Walzen 1 103 verfügt, mit denen bei Drehen beispielsweise im Uhrzeigersinn eine aufgelegte Blankstahlstange 103 als Beispiel für ein Langprodukt entgegen dem Uhrzei-gersinn drehbar ist, um die Blankstahlstange 103 von verschiedenen Seiten mit Messstrahlung 109, 803 beaufschlagen zu können.

Fig. 12 zeigt in einer schematischen Darstellung das Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung entsprechend Fig. 1 , bei dem als Langprodukt eine Blankstahlstange 103 mit einem hexagonalen Querschnitt als Beispiel eines nicht runden Querschnitts dargestellt ist. Aufgrund der zwischen den Kanten 1203 nunmehr planen Außenflächen 1206 ergeben sich nunmehr mehrere Auftreff-bereiche 1 15 mit während eines Messzyklus maximaler Intensität von Detektionsstrahlung 1 18, die jedoch zeitlich gegenüber Abweichungen von einer idealen Geradheit deutlich unterscheidbar sind.

Fig. 13 zeigt in einem Schaubild ähnlich Fig. 5 bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 12 den zeitlichen Verlauf der durch den Strahlungsdetektor 121 erfassten Intensität der Messstrahlung 109 bei Abweichungen der hexagonalen Blankstahlstange 103 von einer idealen Geradheit. Aus Fig. 13 lässt sich entnehmen, dass bei Abweichungen der tatsächlichen Geradheit der hexagonalen Blankstahlstange 103 mit At' von einer idealen Geradheit, die kleiner als die zeitlichen Abstände t-ι, t-ι' beziehungsweise t2, t2' zwischen Kanten 1203 ist, die Geradheit der hexagonalen Blankstahlstange 103 eindeutig bestimmbar ist.

Fig. 14 zeigt in einem verhältnismäßig stark vereinfachten Blockschaubild den Aufbau einer typischen Steuer- und Auswerteeinheit 112 für ein Ausführungsbeispiel von Vorrichtungen gemäß der Erfindung. Die Steuer- und Auswerteeinheit 1 12 verfügt über ein Zentralmodul 1403, in das Messparameter eines Eingabemoduls 1406 und aus einem dem oder jedem Strahlungsdetektor 121 nachgeordneten Analog/Digital-Wandler 1409 einspeisbar sind. Durch das Zentralmodul 1403 sind weiterhin ein Digital/Analog-Wandler 1412 zum Ansteuern des oder jedes Laserscanners 106 und ein Mo-torsteuermodul 1415 zum Drehen einer Blankstahlstange 103 ansteuerbar. Schließlich weist die Steuer- und Auswerteeinheit ein Ausgabemodul 1418 zum Anzeigen der ausgewerteten Daten zur Geradheit beispielsweise in Gestalt einer Gut/Schlecht-Anzeige, Ak-zeptabel/Kritisch/lnakzeptabel-Anzeige oder einer genauen Gerad-heitswertanzeige auf.

Bei einem Ausführungsbeispiel eines Verfahrens gemäß der Erfindung zum Kalibrieren einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wie anhand der voranstehend erläuterten Ausführungsbeispiele beispielhaft erläutert, wird ein Langprodukt beispielsweise in Gestalt einer Blankstahlstange 103 unbekannter Geradheit in eine Auflagereinheit eingelegt und ein Messzyklus entweder durch Bewegen von Messstrahlung 109 in Querrichtung oder Drehen des Langprodukts um die Längsachse durchgeführt und anschließend wenigstens ein weiterer Messzyklus vollzogen. Anschließend werden als signifikante Daten beispielsweise die Medianwerte oder die Mittelwerte aus charakteristischen Intensitätswerten wie der Lage der maximalen Intensitäten der Detektionsstrahlung 1 18 für Referenzwerte einer Referenzgeradheit bestimmt, die anschließend als Referenz für das Bestimmen der Geradheit weiterer Langprodukte dient.

Für ein effizientes Durchführen eines Verfahrens gemäß der Erfindung zum Erreichen einer vorbestimmten Genauigkeit bei dem Be-

stimmen der Geradheit von Langprodukten ist es zweckmäßig, dass der Schritt des Drehens des Langprodukts unbekannter Geradheit und das Durchführen eines Messzyklus so oft wiederholt wird, bis die Streuung der der signifikanten Daten einen vorbestimmten ma-ximalen Grenzwert unterschritten hat. Dadurch wird die Vorrichtung so genau kalibriert, wie später die Geradheit von Langprodukten zu bestimmen ist. Dies ist insbesondere bei wechselnden Chargen mit verschiedenen Anforderungen an Geradheit zweckmäßig.