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1. (WO2018224182) FOLDABLE STAIRWAY
Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

Klappbare Treppe

Die Erfindung betrifft eine klappbare Treppe gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Eine solche Treppe kann beispielsweise an Innen- oder Außenwänden von Wohn- oder Büroräumen, Hallen oder anderen Gebäuden Verwendung finden. Üblicherweise wird dabei eine Treppenwange fest an einer Wand installiert. Die andere, raumseitige Wange lässt sich dann in Richtung der Wand bewegen, wodurch die Treppe eingeklappt werden kann.

Klapptreppen werden in der Regel in Bereichen eingesetzt, in denen die räumlichen Verhältnisse optimal genutzt werden müssen. In solchen Bereichen könnten herkömmliche, nicht klappbare Treppen den nutzbaren Raum unnötig reduzieren.

Im Stand der Technik sind klappbare Treppen bekannt. DE 44 16 426 A1 offenbart zum Beispiel eine Treppe, deren Stufen nach Art von Parallelogrammlenkern in Gelenken derart mit den

Wangen verbunden sind, dass sich die Wangen in Parallellage zueinander klappen lassen. Eine derartige Treppe hat jedoch den Nachteil, dass die beiden Treppenwangen im eingeklappten Zustand nicht in einer Ebene liegen können. Vielmehr liegen sie parallel aneinander, wodurch die Treppe auch im eingeklappten Zustand noch immer um eine Dicke von mindestens zwei Wangenstrukturen von der Wand in den Raum ragt. Dies führt dazu, dass die Treppe selbst im eingeklappten Zustand den zur Verfügung stehenden Raum noch nicht optimal nutzbar mach. Weiterhin kann eine derart eingeklappte Treppe durch die Dicke, mit der sie von der Wand ab-steht, als störend empfunden werden.

Darüber hinaus hat die Parallelogrammführung der Gelenke einer Treppe gemäß DE 44 16 426 A1 zum Nachteil, dass die Richtung, in welche sich die raumseitige Wange klappen lässt, durch die Neigung der Treppe festgelegt wird. So ist in der Regel eine diagonale Klappbewegung vorgegeben (nämlich entlang der Treppenneigung), die im Normalfall dazu führt, dass die Gesamt-länge der Treppe im eingeklappten Zustand größer ist als im ausgeklappten Zustand. Neben dem durch diese Technik reduzierten Platzgewinn wird die raumseitige Wange außerdem über einen der Treppenabsätze hinausbewegt - die raumseitige Wange ragt in der Regel über den oberen Treppenabsatz hinaus. An den Treppenabsätzen dürfen sich daher keine Gegenstände oder Aufbauten befinden, da diese einem Einklappen der Treppe entgegenstehen könnten. So sind bereits Türen oder Treppengitter, die sich an einem der Treppenabsätze befinden könnten, mit einer Klapptreppe gemäß DE 44 16 426 A1 nur sehr eingeschränkt vereinbar.

Eine weitere Klapptreppe ist aus der WO 2017/024349 A1 bekannt. Dort wird eine Treppe mit zwei Wangenstruktur beschrieben, wobei die Stufen in Ausnehmungen in den Wangenstrukturen angeordnet und über Achsen mit den Wangenstrukturen schwenkbar verbunden sind. Da-bei sind die Ausnehmungen der ersten Wangenstruktur senkrecht zu den ersten Achsen in Aufstiegsrichtung und die Ausnehmungen der zweiten Wangenstruktur senkrecht zu den zweiten Achsen in Abstiegsrichtung ausgebildet. Die in der WO 2017/024349 A1 beschriebene Treppe weist außerdem einen ebenfalls einklappbaren Handlauf auf. Eine derartige Treppe hat jedoch den Nachteil, dass das Ein- und Ausklappen einen hohen Kraftaufwand erfordert, was darauf zurückzuführen ist, dass keine Elemente vorgesehen sind, welche die Klappbewegung unterstützen könnten. Folglich lässt sich eine nach der WO 2017/024349 A1 gefertigte Treppe ab einer bestimmten Anzahl an Stufen aufgrund des dann vorhandenen Gewichts nicht mehr von einer einzelnen Person aus- bzw. einklappen.

Die Nachteile im Stand der Technik sollen durch die vorliegende Erfindung beseitigt werden. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine sichere und zuverlässige Treppe bereitzustellen, die sich leicht und mit geringem Kraftaufwand klappen lässt, die im eingeklappten Zustand optimale Platzersparnisse gewährleistet und deren Klappbewegung die Gesamtlänge der Treppe nicht verändert.

Hauptmerkmale der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegeben. Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 14.

Die oben genannte Aufgabe wird durch eine klappbare Treppe mit einer ersten und einer zweiten Wangenstruktur dadurch gelöst, dass zwischen den Wangenstrukturen Stufen angeordnet sind, die über erste Achsen mit der ersten Wangenstruktur und über zweite Achsen mit der zweiten Wangenstruktur schwenkbar verbunden sind, wobei die Achsen in Ausnehmungen der Wangenstrukturen angeordnet sind und wobei die Ausnehmungen der ersten Wangenstruktur senkrecht zu den ersten Achsen in Aufstiegsrichtung ausgebildet sind und die Ausnehmungen der zweiten Wangenstruktur senkrecht zu den zweiten Achsen in Abstiegsrichtung ausgebildet sind.

Bei einer besonderen Ausführung ist vorgesehen, dass die Achsen wenigstens teilweise durch ein Drehachsenelement gebildet sind, wobei das Drehachsenelement ein mittiges Drehelement aufweist, welches drehstarr mit der jeweiligen Stufe gekoppelt ist und mindestens ein äußeres Drehelement aufweist, welches drehstarr mit der jeweiligen Wangenstruktur gekoppelt ist, wobei das mittige Drehelement und das mindestens eine äußere Drehelement drehbar zueinander gelagert sind und wobei zwischen dem mittigen Drehelement und dem äußeren Drehelement mindestens ein Torsionsfederelement angeordnet ist.

Die erste Wangenstruktur kann dabei an einer Wand befestigt sein, etwa durch Anschrauben, Kleben, Stecken oder eine Kombination dieser Möglichkeiten. Die Wangenstrukturen und Stufen sind vorzugsweise relativ starr und stabil und sollten entsprechend aus einem belastbaren Material ausgebildet sein, beispielsweise aus Holz, Metall oder aus einem entsprechenden Kunststoff, wobei bevorzugterweise Holz vorgesehen ist. Die Stufen sind über Achsen derart schwenkbar, dass sie einen Schwenkwinkel der Stufen von mindestens 90° erlauben, wodurch sich die Treppe von einem vollständig ausgeklappten Zustand in einen vollständig eingeklappten Zustand bewegen lässt. Die Treppe lässt sich durch diese Ausgestaltung im Wesentlich vertikal in Richtung der Wand klappen, wobei sich die Gesamtlänge der Treppe nicht verändert. Unter einem vollständig ausgeklappten Zustand ist dabei vornehmlich ein Zustand zu verste-hen, in dem die Stufen senkrecht zwischen beiden Wangenstrukturen angeordnet sind. Vollständig eingeklappt ist die Treppe vorzugsweise dann, wenn die Flächen der beiden Wangen- strukturen und die Trittflächen der Stufen zueinander parallel und in einer im Wesentlichen zweidimensionalen Ebene angeordnet sind. Der vollständig eingeklappte Zustand wird dabei durch die Aussparungen in den Wangenstrukturen ermöglicht, wobei ein wesentlicher Vorteil in der Tatsache besteht, dass die Ausnehmungen der ersten Wangenstruktur senkrecht zu den ersten Achsen in Aufstiegsrichtung und die Ausnehmungen der zweiten Wangenstruktur senkrecht zu den zweiten Achsen in Abstiegsrichtung ausgebildet sind. Durch diese Gegenläufigkeit der Wangenstrukturen wird ein horizontaler Klappvorgang ermöglicht.

Ein Vorteil ergibt sich aus den Drehachsenelementen, welche ein mittiges und mindestens ein äußeres Drehelement aufweisen. Mittiges und äußeres Drehelement sind drehbar zueinander gelagert. Das mittige Drehelement ist mit der jeweiligen Stufe, in die es eingebracht wurde, drehstarr gekoppelt. Analog dazu ist das mindestens eine äußere Drehelement mit der jeweiligen Wangenstruktur, in die es eingebracht wurde, drehstarr gekoppelt. Durch diesen Aufbau kann gewährleistet werden, dass Wangenstrukturen und Stufen sicher und zuverlässig zueinander verschwenkt werden können. Dabei entsteht zwischen Wangenstrukturen und Stufen keinerlei Reibung, weil die Schwenk- bzw. Rotationskräfte lediglich auf die Drehachsenelemente wirken, welche wiederum drehbar zueinander gelagerte Drehelemente besitzen. Es kann außerdem vorgesehen sein, dass die Drehachsenelemente den vollständig eingeklappten und/oder den vollständig ausgeklappten Zustand der Treppe zusätzlich fixieren, etwa über einen im Drehachsenelement integrierten Rastmechanismus. Vorzugsweise sind die Bauteile des Drehachsenelements aus einem belastbaren und starren Material wie zum Beispiel Metall gefertigt.

Ein besonderer Vorteil ergibt sich aus dem Aufbau des Drehachsenelements. Das Drehachsenelement umfasst dabei mindestens zwei separate Teile - das mittige Drehelement sowie das mindestens eine äußere Drehelement. Durch diese Zwei- bzw. Mehrteiligkeit des Drehachsen-elements wird der Aufbau der Treppe signifikant erleichtert. So kann zunächst das mittige Drehelement in eine dafür vorgesehene Aufnahme eingeführt werden, deren Öffnungen sich jeweils an den wangenseitigen Enden der Stufen befinden. Anschließende kann das mindestens eine äußere Drehelement von außen in eine dafür vorgesehene Aufnahme in den Wangenstrukturen eingeführt und auf das mittige Drehelement geschoben werden. Das mittige Drehelement und das mindestens eine äußere Drehelement sind dann drehbar zueinander gekoppelt. Um diese Art der Montage zu ermöglichen, sind die Aufnahmen der Stufen bzw. der Wangen entsprechend als einzelne Durchgangsbohrungen ausgebildet, die derart zueinander in Deckung gebracht werden können, das gemeinsame Durchgangsbohrung entsteht, in der das nun montier- te Drehachsenelement aufgenommen ist. Nach erfolgter Montage des Drehachsenelements sind die Stufen schwenkbar an den Wangenstrukturen befestigt.

Um die Kräfte zu minimieren, die von einem Benutzer beim Ein- bzw. Ausklappen der Treppe aufgewendet werden müssen, ist zwischen dem mittigen und dem äußeren Drehelement ein Torsionsfederelement angeordnet. Dabei kann je ein Ende des Torsionsfederelements in axialer Richtung in eine Öffnung des äußeren Drehelements eingeführt oder gesteckt werden und das jeweils andere Ende des Torsionsfederelements kann in axialer Richtung in eine Öffnung des mittigen Drehelements eingeführt oder gesteckt werden. Das Torsionsfederelement übt dabei eine Rückstellkraft aus, welche gegen die Kräfte arbeitet, die beim Klappen auf die Trep-pe wirken. Diese Variante ermöglicht es also auf vorteilhafte Weise, dass die Treppe durch einen einzelnen Benutzer bedient werden kann, weil dieser insbesondere beim Einklappen der Treppe unterstützt wird. Gleichzeitig wird hierdurch die Sicherheit der Klapptreppe erhöht, weil die Torsionsfederelemente, die in jeder Achse vorhanden sind, derart vorgespannt sind, dass ihre Rückstellkräfte gegen die Ausklapprichtung der Treppe wirken. Wenn also die Treppe in eingeklapptem Zustand an einer Wand anliegt, verhindern die Torsionsfederelement der Drehachsen ein ungewolltes Ausklappen der Treppe. Insgesamt sorgen die Torsionsfederelemente also dafür, dass sich die Treppe mit geringem Kraftaufwand handhaben lässt. Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung der Drehachsenelemente lassen sich also auch lange Treppen mit entsprechend vielen Stufen ohne Probleme klappen, weil jede weitere Stufe wiederum zusätzliche Torsionsfederelemente mit sich bringt.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Ausnehmungen die Stufen im eingeklappten Zustand der Treppe wenigstens teilweise aufnehmen, wobei die Stufen im eingeklappten Zustand mit der ersten Wangenstruktur und der zweiten Wangenstruktur in einer Ebene angeordnet sind. Dabei können die Ausnehmungen in einer bevorzugten Ausführungs-form derart ausgestaltet sein, dass sie die Stufen nahezu formschlüssig umfassen. Durch diese Ausgestaltung können die Stufen beim Einklappen problemlos in die Ausnehmungen eingeführt werden. Erst durch die Ausnehmungen wird also ein vollständiges Einklappen der Treppe ermöglicht. Die zweite Wangen struktur kann somit in dieselbe Ebene wie erste Wangenstruktur gebracht werden, weil die Stufen in den dafür vorgesehenen Ausnehmungen untergebracht werden können. Darüber hinaus erstreckt sich die eingeklappte Treppe entweder um die Dicke von nur einer Wangenstruktur oder um die Dicke der Stufen von der Wand in Raum hinein - je nachdem, welches Bauteil als das dickere ausgebildet ist. In jedem Fall kann durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung vermieden werden, dass die beiden Wangenstrukturen im einge-

klappten Zustand der Treppe parallel aneinander anliegen müssen, wodurch sich die Treppe entsprechend mindestens um die Dicke beider Wangenstrukturen in den Raum hinein erstrecken würde.

Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass die wangenseitigen Enden der Stufen schmaler sind als ein Trittbereich der Stufe, wobei die Eckbereiche zwischen den Enden und dem Trittbereich kugelförmige Aussparungen aufweisen. Durch ihre schmaler ausgestalteten Enden lassen sich die Stufen formschlüssig in die Ausnehmungen der Wangenstrukturen einbringen. Dabei ermöglichen die kugelförmigen Aussparungen der Eckbereiche zwischen den Enden und dem Trittbereich eine bündige Aufnahme der Stufen in den Wangenelementen in eingeklapptem Zu-stand. Bei den Aussparrungen handelt es sich im Wesentlichen um konvexe Ausfräsungen der Eckbereiche. Ohne die kugelförmigen Aussparungen der Eckbereiche wäre ein großes Spiel zwischen Stufen und Wangenstrukturen nötig, um die Ein- und Ausschwenkbarkeit der Treppe zu ermöglichen. Dieses große Spiel würde wiederum im eingeklappten Zustand eine sichtbare Lücke zwischen den Stufenenden und den Wangenelementen zur Folge haben. Durch die ku-gelförmige Aussparung lässt sich die Treppe also möglichst ästhetisch ausgestalten, weil die Aufnahme der Stufen durch die Wangenelemente im Wesentlichen formschlüssig erfolgen kann.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das mittige Drehelement an seinem Außenumfang Längsrippen auf, die formschlüssig in das Material der Stufen eingreifen. Alternativ kann das mittige Drehelement an seinem Außenumfang gerändelt sein. Die profilierte Oberfläche des

Außenumfangs hat eine erhöhte Griffigkeit des Drehelements in der Stufe zur Folge. Die Längsrippen haben dabei den zusätzlichen Vorteil, dass sie eine leichte Einführbarkeit des mittigen Drehelements in die Stufe ermöglichen; gleichzeitig wird durch die Längsrippen verhindert, dass sich die mittigen Drehelemente beim Klappen der Treppe innerhalb der Stufe in Klapprichtung mitdrehen. Dies sorgt für eine zusätzliche Unterstützung beim Klappen der Treppe, weil nunmehr in den Achsen keine Kraft durch ein andernfalls mögliches Verdrehen der Drehachsenelemente verloren gehen kann. Außerdem sorgt die profilierte und insbesondere längsgerippte Oberfläche des Außenumfangs für eine erhöhte Stabilität der mittigen Drehelemente und somit für eine höhere Sicherheit beim Klappen der Treppe. Die profilierte Oberfläche der Außenum-fänge der mittigen Drehelemente hat darüber hinaus zum Vorteil, dass die Drehelemente nicht mit den Stufen verklebt werden müssen.

Gemäß einer Weiterentwicklung weist das mindestens eine äußere Drehelement einen Zapfen und eine Welle auf, wobei der Zapfen an seinem Außenumfang Längsrippen aufweist, die formschlüssig in das Material Wangenstruktur eingreifen. Zapfen und Welle können dabei insbesondere zweiteilig ausgestaltet sein. Die Welle ist vorzugsweise aus Stahl hergestellt und sorgt mit ihrer Belastbarkeit für eine erhöhte Stabilität und Lebensdauer der mittigen Drehelemente und somit der Drehachsenelemente. Die Zapfen sind zur Fixierung des mittigern Drehelements in der Stufe vorgesehen. Dabei erhöhen die Längsrippen der Zapfen die Griffigkeit der Drehelemente, welche sich dann bewegungsfest in den für sie vorgesehenen Aufnahmen der Wangen fixieren lassen. Dies sorgt für eine zusätzliche Unterstützung beim Klappen der Treppe, weil nunmehr in den Achsen keine Kraft durch ein Verrutschen der mittigen Drehelemente verloren gehen kann. Außerdem sorgt der längsgerippte Außenumfang der Drehelemente für eine erhöhte Stabilität und somit für eine erhöhte Sicherheit der Treppe. Alternativ können die Zapfen an ihrem Außenumfang gerändelt sein. Die profilierte Oberfläche der Außenumfänge der äußeren Drehelemente hat zum Vorteil, dass die Drehelemente nicht mit den Wangenelementen verklebt werden müssen.

Es kann außerdem vorgesehen sein, dass die Welle drehbar gelagert im Zapfen des äußeren Drehelements aufgenommen ist. Diese Ausgestaltung gewährleistet eine reibungsminimierte und saubere Schwenkbewegung.

In einer Variante der Treppe ist die Welle drehbar gelagert im mittigen Drehelement aufgenom-men. Auch diese Ausgestaltung gewährleistet eine reibungsminimierte und saubere Schwenkbewegung. In jedem Fall wird durch den drehbar gelagerten Aufbau des Drehachsenelements die Belastbarkeit der Achsen erhöht.

Vorteilhafterweise kann ferner vorgesehen sein, dass das mindestens eine Torsionselement eine Spiralfeder ist. Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass die Spiralfedern im ausgeklappten Zustand unter größeren Vorspannungen stehen, als im eingeklappten Zustand. Die Vorspannungen können derart eingestellt sein, dass sie ein Einklappen der Treppe unterstützen.

Gleichzeitig kann die Kraft, die beim Ausklappen auftrifft, durch die Vorspannungen der Spiralfedern minimiert werden. Alternativ kann die Rückstellkraft durch eine einzelne, durchgehende Spiralfeder erzeugt werden. Die Spiralfedern haben also zum Vorteil, dass sich die Treppe mit geringem Kraftaufwand klappen lässt, weil die Vorspannungen der Spiralfedern gegen die

Schwerkraft arbeiten, welche beim Klappen auf die Treppe wirkt. Mit Hilfe dieser Ausgestaltung kann die Treppe durch eine einzelne Person ein- und ausgeklappt werden. Durch diese vorteil- hafte Ausgestaltung der Drehachsenelemente lassen sich also auch lange Treppen mit entsprechend vielen Stufen ohne Probleme klappen, weil jede weitere Stufe wiederum zusätzliche Drehachsenelemente mit sich bringt.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Möglichkeit, dass mindestens eine der Wangenstruktu-ren aus Wangenelementen aufgebaut sein kann, wobei die Wangenelemente Mittelelemente und Endelemente umfassen und wobei alle Mittelelemente im Wesentlichen dieselbe Form aufweisen. Die Endelemente sorgen einerseits als Fuß dafür, dass die Wangenstrukturen im ausgeklappten Zustand der Treppe stabil stehen können und andererseits dafür, dass die Wangenstrukturen je nach Bedarf bündig mit dem oberen Treppenabsatz abschließen. Durch die Ausgestaltungen der Wangenelemente lassen sich die Neigungen und Längen der Wangenstrukturen in Abhängigkeit der Umgebung der Treppe variieren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Treppe im unaufgebauten Zustand einfacher zu transportieren ist, weil die ansonsten sehr langen Wangenstrukturen in kleinere und somit handlichere Bauteile zerlegt werden können.

Ferner kann vorgesehen sein, dass die Wangenelemente die Ausnehmung sowie eine Einführungsgeometrie und/oder eine Aufnahmegeometrie aufweisen, wobei die Einführungsgeometrie eines Wangenelements formschlüssig in die Aufnahmegeometrie eines anderen Wangenelements gesteckt werden kann. Diese Ausgestaltung hat zur Folge, dass die Wangenelemente nach Art eines Puzzles problemlos ineinandergesteckt werden können. Außerdem erhalten vor allem die Mittelelemente durch die Geometrien eine Richtungsorientierung, wodurch sich Fehler beim Zusammenbau vermeiden lassen. Durch die Geometrien der Wangenelemente wird außerdem die Stabilität der gesteckten Wangenstrukturen erhöht, weil die formschlüssige Aufnahme der Einführungsgeometrie durch die Aufnahmegeometrie für eine Vorfixierung sorgt. Dabei kann ferner vorgesehen sein, dass die Wangenelemente im Steckbereich eine Durchgangsbohrung aufweisen. Die Durchgangsbohrung gewährleistet eine stabile abschließende Fixierung der Wangenelemente. Sie erlaubt zum Beispiel ein Verschrauben oder Dübeln der Wangenelemente.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weisen die Ausnehmungen je einen schwenkach-senparallelen Rand auf, der entlang der Axialrichtung eine nutförmige Vertiefung aufweist. Die nutförmige Vertiefung kann zum Beispiel entsprechend einer Hohlkehle ausgestaltet sein und ermögliche eine formschlüssige der Stufen in den Wangenelementen bei gleichzeitiger

Schwenkbarkeit der Stufen relativ zu den Wangenelementen. Ohne die Vertiefung wäre bei

formschlüssiger Anordnung der Stufen in den Aufnahmen der Wangenelemente keine

Schwenkbarkeit mehr möglich, weil sich die Stufen und die Wangenelementen dann verklemmen würden.

Es ist außerdem von Vorteil, wenn die Ausnehmungen in ihren Eckbereichen je einen Frei-schnitt aufweisen. Der Freischnitt ermöglicht eine formschlüssige Aufnahme der Stufen in den Ausnehmungen der Wangenstrukturen. Ohne den Freischnitt der Eckbereiche wäre ein großes Spiel zwischen Stufen und Wangenstrukturen nötig, um die Ein- und Ausschwenkbarkeit der Treppe zu ermöglichen. Dieses große Spiel würde wiederum im eingeklappten Zustand eine große Lücke zwischen den Stufenenden und dem achsenparallelen Rand der Wangenelemente zur Folge haben. Durch die Freischnitte lässt sich die Treppe also möglichst ästhetisch ausgestalten, weil Aufnahme der Stufen durch die Wangen im Wesentlichen formschlüssig erfolgen kann.

Gemäß einer Weiterentwicklung weist die zweite Wangenstruktur mindestens einen Griff und/oder einen Handlauf auf. Der Griff vereinfacht auf vorteilhafte Weise die Bediendung der erfindungsgemäßen Treppe, weil sich die Wangenstruktur über den Griff besser halten und somit leichter ein- bzw. ausklappen lässt. Mit dem Handlauf lässt sich das Sturzrisiko minimieren, welches beim Treppensteigen bestehen kann.

Es kann außerdem vorgesehen sein, dass der Handlauf beweglich mit der zweiten Wangenstruktur verbunden ist. Durch die bewegliche Verbindung kann der Handlauf bei eingeklappter Treppe ebenfalls eingeklappt werden. Somit lässt sich die Platzersparnis zusätzlich optimieren.

Bei einer besonderen und, insbesondere unabhängigen, Ausführung können die Achsen an den Wangenstrukturen horizontal angeordnet sein. Die Ausnehmungen können die Stufen im eingeklappten Zustand der Treppe wenigstens teilweise aufnehmen. Die Stufen können im eingeklappten Zustand mit der ersten Wangenstruktur und der zweiten Wangenstruktur in einer Ebe-ne angeordnet sein.

Vorzugsweise sind die Stufen im eingeklappten Zustand mit der ersten Wangenstruktur und der zweiten Wangenstruktur in einer im Wesentlichen zweidimensionalen Ebene angeordnet. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass sich die eingeklappte Treppe entweder um die Dicke von nur einer Wangenstruktur oder um die Dicke der Stufen von der Wand in Raum hinein erstreckt - je nachdem, welches Bauteil als das dickere ausgebildet ist. In jedem Fall kann durch die erfin- dungsgemäße Ausgestaltung vermieden werden, dass die beiden Wangenstrukturen im eingeklappten Zustand der Treppe parallel aneinander angeordnet sein müssen, wodurch sich die Treppe entsprechend mindestens um die Dicke beider Wangenstrukturen in den Raum hinein erstrecken würde.

Die Achsen können wenigstens teilweise durch ein Schwenkachsenelement gebildet sein. Durch die Nutzung der Schwenkachsenelemente werden Stabilität und Belastbarkeit der Achsen erhöht. Es kann ferner vorgesehen sein, dass die Schwenkachsenelemente den vollständig eingeklappten und/oder den vollständig ausgeklappten Zustand zusätzlich fixieren, etwa über einen im Schwenkachsenelement integrierten Rastmechanismus.

Das Schwenkachsenelement kann ein Torsionselement und/oder eine Stahlwelle, ein erstes Zapfwellenende, ein zweites Zapfwellenende und eine Gleitlagerbuchse aufweisen, wobei die Gleitlagerbuchse mittels eines ersten Sicherungsrings und eines zweiten Sicherungsrings an der Stahlwelle fixiert wird. Dabei sorgt die Stahlwelle mit ihrer Belastbarkeit für eine erhöhte Stabilität und Lebensdauer der Achsen. Die Gleitlagerbuchse gewährleistet eine reibungsmini-mierte und saubere Schwenkbewegung. Die Sicherungsringe dienen dazu, die Gleitlagerbuchse an der Stahlwelle in Position zu halten. In jedem Fall wird durch das Schwenkachsenelement insgesamt eine die Belastbarkeit der Achsen erhöht, wodurch das Ein- und Ausklappen der Treppe entsprechend verbessert wird. Alternativ kann die Stahlwelle als Torsionselement dienen. Dabei kann die Stahlwelle elastisch ausgebildet sein und somit beim Schwenken der Ach-se eine Rückstell kraft erzeugen. Das Schwenkachsenelement unterstützt dann über die elastische Stahlwelle die Ein- und Ausklappbewegung, indem die Rückstellkraft der Stahlwelle gegen die Kräfte arbeitet, welche beim Klappen auf die Treppe wirken. Diese Variante ermöglicht es auf vorteilhafte Weise, dass die Treppe durch eine einzelne Person bedient werden kann.

Das erste Zapfenwellenende kann einen kleineren Durchmesser als das zweite Zapfenwellen-ende aufweist. Diese Ausgestaltung ermöglicht einen einfachen Einbau des Schwenkachsenelements. Außerdem erhalten die Schwenkachsenelemente dadurch eine Orientierung, wodurch Fehler beim Einbau der Schwenkachsenelemente zusätzlich verhindert werden.

Zwischen dem ersten Zapfwellenende und der Gleitlagerbuchse kann eine erste Spiralfeder, und zwischen dem zweiten Zapfwellenende und der Gleitlagerbuchse kann eine zweite Spiral-feder angeordnet sein, wobei die Spiralfedern im ausgeklappten Zustand unter größeren Vorspannungen stehen, als im eingeklappten Zustand. In dieser Ausführungsform sind die Spiral- federn als Torsionselemente ausgebildet. Die Stahlwelle ist dann vorzugsweise starr. Dabei können die Vorspannungen der Spiralfedern derart eingestellt sein, dass sie ein Einklappen der Treppe unterstützen. Gleichzeitig kann die Kraft, die beim Ausklappen auftrifft, durch die Vorspannungen der Spiralfedern minimiert werden. Diese Ausführung hat also zum Vorteil, dass sich die Treppe mit geringem Kraftaufwand handhaben lässt, weil die Vorspannungen der Spiralfedern gegen die Schwerkraft arbeiten, welche beim Klappen auf die Treppe wirkt. Mit Hilfe dieser Ausgestaltung kann die Treppe durch eine einzelne Person ein- und ausgeklappt werden. Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung der Schwenkachsenelemente lassen sich also auch lange Treppen mit entsprechend vielen Stufen ohne Probleme klappen, weil jede weitere Stufe wiederum zwei zusätzliche Schwenkachsenelemente mit sich bringt.

Die Zapfenwellen sowie die von der Stahlwelle entfernte Seite der Gleitlagerbuchse können gerändelt sein. Durch die gerändelten Oberflächen sind die Schwenkachsenelemente griffiger. Sie lassen sich dann besser in den für sie vorgesehenen Aufnahmen fixieren. Dies sorgt für eine zusätzliche Unterstützung beim Klappen der Treppe, weil nunmehr in den Achsen keine Kraft durch ein Verrutschen der Schwenkachsenelemente verloren gehen kann. Außerdem sorgt die gerändelte Oberfläche der Schwenkachsenelemente für eine erhöhte Stabilität der Achsen und somit für eine verbesserte Sicherheit der Treppe.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen.

Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine Ausführungsvariante einer Treppe in ausgeklapptem Zustand,

Fig. 2 zeigt in perspektivischer Ansicht eine Ausführungsvariante der Treppe in ausgeklapptem und in eingeklapptem Zustand sowie in einem Übergangszustand,

Fig. 3 zeigt in perspektivischer Ansicht eine Ausführungsvariante der Treppe in ausgeklapptem Zustand mit Handlauf,

Fig. 4 zeigt in Detailansicht eine Ausführungsvariante eines Drehachsenelements,

Fig. 5 zeigt in Detailansicht eine alternative Ausführungsvariante eines Drehachsenelements, Fig. 6 zeigt in Detailansicht zwei ineinandergesteckte Mittelelemente einer Wangenstruktur,

Fig. 7 zeigt in Aufsicht und in Seitenansicht eine Ausführungsvariante eines Wangenelements, speziell eines Mittelelements

Fig. 8 zeigt in Aufsicht und in Seitenansicht eine Ausführungsvariante einer Stufe.

Fig.1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine erfindungsgemäße Treppe 10 im ausgeklappten Zustand 12. Eine solche Treppe 10 eignet sich vor allem zum Einsatz in Bereichen, in denen die vorhandenen räumlichen Verhältnisse optimal genutzt werden müssen. So kann die Treppe 10 bei Nichtbenutzung ohne großen Aufwand aus einem eingeklappten Zustand 14 in den ausgeklappten Zustand 12 überführt werden. Auf diese Weise ergibt sich anderweitig nutzbarer Platz. Die Treppe 10 weist dafür eine erste Wangenstruktur 16 und eine zweite Wangenstruktur 18 auf, wobei nach der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform die erste Wangenstruktur 16 an einer Wand angebracht ist. Weiterhin sind zwischen den Wangenstrukturen 16,18 Stufen 20 angeordnet, welche über erste Achsen 22 mit der ersten Wangen struktur 16 sowie über zweite Achsen 24 mit der zweiten Wangenstruktur 18 schwenkbar verbunden sind. Dabei sind erfin-dungsgemäß Ausnehmungen 26 in den Wangenstrukturen 16,18 vorgesehen, welche die Achsen 22,24 der Stufen 20 aufnehmen. Die Wangenstrukturen 16,18 sind im gezeigten Beispiel gegenläufig angeordnet, was bedeutet, dass die Ausnehmungen 26 der ersten Wangenstruktur 16 in Aufstiegsrichtung senkrecht zu den ersten Achsen 22 ausgebildet sind, die Ausnehmungen 26 der zweiten Wangenstruktur 18 hingegen in Abstiegsrichtung senkrecht zu den zweiten Achsen 24. Die erfindungsgemäßen Ausnehmungen 26 sorgen dafür, dass sich die Stufen 20 im vollständig eingeklappten Zustand 14 zusammen mit den Wangenstrukturen 16,18 in einer Ebene anordnen lassen. Nach einer bevorzugten Ausführung kann die zweite Wangenstruktur 18 einen Griff aufweisen (nicht dargestellt). Dieser vereinfacht das Greifen der Wangen struktur 18 und sorgt somit für eine erleichterte Bedienung der klappbaren Treppe 10.

Fig. 2 zeigt in perspektivischer Ansicht das Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 , allerdings ist die Treppe 10 neben dem ausgeklappten Zustand 12 auch in einem eingeklappten Zustand 14 sowie in einem entsprechenden Übergangszustand dargestellt. Die ersten und zweiten Achsen 22,24 des in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiels sind vorteilhafterweise horizontal in den Wangenstrukturen 16, 18 angeordnet. Diese Ausgestaltung erlaubt es, die zweite Wangenstruktur 18 in vertikaler Richtung zur Wand zu klappen (A). Ein diagonales Klappen wird somit vermieden. Die Treppe 10 lässt sich dementsprechend klappen, ohne dass dabei

ihre Gesamtlänge verändert wird. Diese bevorzugte Ausführungsform ermöglicht die Nutzung der Treppe 10 in Bereichen, in denen zum Beispiel die Treppenabsätze zusätzliche Aufbauten wie etwa Türen o. dgl. aufweisen.

Weiterhin haben die beispielhaft gezeigten Ausnehmungen 26 der Wangenstrukturen 16,18 den Vorteil, dass die Stufen 20 zumindest teilweise in den Wangenstrukturen 16, 18 aufgenommen werden können. Dadurch liegt die Treppe 10 im eingeklappten Zustand 24 im Wesentlichen zweidimensional vor, wobei die erste Wangenstruktur 16, die zweite Wangenstruktur 18 und die Stufen 20 in diesem Zustand in einer gemeinsamen Ebene liegen. Eine derartig eingeklappte Treppe 10 sorgt entsprechend für bestmöglichen Platzgewinn.

Fig. 3 zeigt in perspektivischer Ansicht eine Treppe 10, wie sie bereits in Fig. 1 und Fig. 2 beschrieben wurde. Zusätzlich ist in Fig. 3 jedoch ein Handlauf 1 1 gezeigt, welcher vorzugsweise schwenkbar mit der zweiten Wangenstruktur 18 verbunden ist. Dabei zeigt Fig. 3 den beispielhaften Handlauf 1 1 in einem eingeschwenkten Zustand, in einem ausgeschwenkten Zustand sowie in einem entsprechenden Übergangszustand. Durch seine Schwenkbarkeit hat der Hand-lauf 1 1 auf die Klappbarkeit der Treppe 10 keine Auswirkung. Auch wird der vollständig eingeklappte Zustand 14 der Treppe 10 durch den Handlauf 1 1 nicht beeinflusst - so lässt sich die Treppe 10 nach wie vor in eine nahezu zweidimensionale Ebene einklappen. Der Handlauf 11 dient zur Verbesserung der Sicherheit der Treppe 10.

Fig. 4 zeigt in Detailansicht eine Ausführungsvariante eines Drehachsenelements 30. Über der-artige Drehachsenelemente 30 sind die Stufen 20 mit den Wangenstrukturen 16,18 schwenkbar verbunden. Die Drehachsenelemente 30 bilden also zumindest teilweise die Achsen 22,24 der Treppe 10. Das beispielhaft in Fig. 4 gezeigte Drehachsenelement 30 weist ein mittiges Drehelement 32 und ein äußeres Drehelement 34 auf, wobei das äußere Drehelement 34 als einstückiges Bauteil ausgebildet ist, welches vom mittigen Drehelement 32 gelagert umschlossen wird. Das einstückig ausgebildete äußere Drehelement 34 ist dabei eine durgehende Welle 35, deren jeweilige Endbereiche als Zapfen 38 ausgebildet sind. Erfindungsgemäß können auch zwei äußere Drehelemente 34 vorgesehen sein, die jeweils über eine eigene Welle 35 drehbar gelagert mit dem mittigen Drehelement 32 verbunden sind, wobei die zwei äußeren Drehelemente 34 an je einem Ende des mittigen Drehelement 32 in axialer Richtung in das mittige Dre-helement 32 eingeführt werden. Im Falle des nach Fig. 4 ausgestalteten Drehachsenelements 30 wird das äußere Drehelement 34, welches als durchgängige Welle 35 ausgebildet ist, über

einen Sicherungsring an dem mittigen Drehelement 32 fixiert, welches im Falle des Beispiels aus Fig. 4 als Gleitlagerbuchse ausgebildet ist.

Die Lagerung der erfindungsgemäßen Drehelemente 32,34 zueinander ermöglicht eine saubere Schwenkbewegung der Achsen 22,24, weil sie die Reibung, die beim Schwenkvorgang ent-steht, deutlich herabsetzt. Dadurch kann gewährleistet werden, dass sich die Treppe 10 ohne große Mühen durch eine Person ein- bzw. ausklappen lässt. Nach dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die beiden Zapfen 36 des äußeren Drehelements 34 jeweils unterschiedliche Durchmesser auf. Durch diese Ausgestaltung wird der Einbau eines Drehachsenelements 30 mit einteiligem äußeren Drehelement 34 vereinfacht, da das äußere Drehelement 34 mit dem jeweils kleineren Zapfen 36 voraus in eine entsprechende Achsenführung eingeführt werden kann. Ein weiterer vorteilhafter Aspekt, der sich aus unterschiedlich groß ausgebildeten Zapfen 36 ergibt, besteht darin, dass die Drehachsenelemente 30 eine Orientierung erhalten, wodurch ein fehlerhafter Einbau der Drehachsenelemente 30 verhindert wird.

Erfindungsgemäß weist das Drehachsenelement 30 mindestens ein Torsionsfederelement 38 auf. Bei dem in Fig. 4 gezeigten Drehachsenelement 30 ist das Torsionsfederelement 38 eine Spiralfeder. Dabei weist das Drehachsenelement 30 an beiden Enden je eine separate Spiralfeder auf. Über das Torsionsfederelement 38 bzw. über die Spiralfedern wird ein Torsionsmoment erzeugt, welches unterstützend beim Ein- bzw. Ausklappen der Treppe 10 wirkt. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass das Torsionsmoment durch eine einzelne, durchgehende Feder erzeugt wird.

In Fig. 5 ist eine alternative Variante des Drehachsenelements 30 gezeigt. Im Unterschied zu der Ausführungsvariante aus Fig. 4 sind in Fig. 5 zwei äußere Drehelemente 36 vorhanden, die jeweils als Zapfen 36 ausgebildet sind und über je eine Welle 35 drehbar gelagert mit dem mittigen Drehelement 32 verbunden werden können. Die Zapfen 36 der äußeren Drehelemente 34 können jeweils unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Jede Welle 35 kann sowohl in dem äußeren Drehelement 34 als auch in dem mittigen Drehelement 32 drehbar gelagert aufgenommen sein. Alternativ kann die Welle 35 aber auch mit je einem der beiden Drehelemente 32,34 bewegungsfest verbunden sein - etwa durch verschweißen - und nur in dem jeweils an-30 deren Drehelement 32,34 drehbar gelagert aufgenommen sein. Entlang der beiden Wellen ist zwischen dem mittigen Drehelement 32 und dem jeweiligen äußeren Drehelement 34 ein Torsionsfederelement 38 angeordnet. Dabei kann je ein Ende des Torsionsfederelements 38 in axialer Richtung in eine Öffnung des äußeren Drehelements 34 eingeführt oder gesteckt wer- den und das jeweils andere Ende des Torsionsfederelements 38 in axialer Richtung in eine Öffnung des mittigen Drehelements 36 eingeführt oder gesteckt werden. Die mehrteilige Ausgestaltung des Drehachsenelements 30 aus Fig. 5 hat eine leichte Montage der Treppe 10 zum Vorteil, weil nun mehr das mittige Drehelement 32 und das mindestens eine äußere Drehele-ment 34 nacheinander in die Treppe 10 eingebaut werden können.

Die Zapfen 36 der äußere Drehelemente 32 sowie das mittige Drehelement 34 der Drehachsenelemente 30 aus Fig. 4 und Fig. 5 weisen an ihren Außenumfängen Längsrippen auf, die formschlüssig in das Material der Stufen 20 bzw. der Wangenstrukturen 16,18 eingreifen können. Alternativ können die Zapfen 36 und das mittige Drehelement 32 gestoßen oder gerändelt sein oder ein vergleichbares Profil aufweisen. Durch die profilierten Oberflächen sind die Drehachsenelemente 30 griffiger. Sie lassen sich dann besser in den für sie vorgesehenen Aufnahmen fixieren. Dies sorgt für eine zusätzliche Unterstützung beim Klappen der Treppe 10, weil nunmehr in den Achsen 22,24 keine Kraft durch ein Verrutschen der Drehachsenelemente 30 verloren gehen kann. Außerdem sorgt die profilierte Oberfläche der Außenumfänge der Dreh-achsenelemente 30 für eine erhöhte Stabilität der Achsen 22,24 und somit für eine verbesserte Sicherheit der Treppe 10.

Die Drehachsenelemente 30 sind als Unterstützungsmittel für die Ein- und Ausklappbewegung vorgesehen. Mit ihnen lassen sich die Stufen 20 ohne größeren Kraftaufwand schwenken, wodurch die Klappbewegung der Treppe 10 auf vorteilhafte Weise erleichtert wird. Ein weiterer Vorteil der Drehachsenelemente 30 besteht darin, dass sie die Stabilität und die Belastbarkeit der Achsen 22,24 erhöhen. Dazu sind die Drehachsenelemente 30 vorzugsweise aus Stahl gefertigt.

Fig. 6 zeigt die Detailansicht zweier Wangenelemente 40, speziell zweier Mittelelemente 42, der Wangenstrukturen 16,18. Die Mittelelemente 42 sind Bauteile, aus denen in einer Ausführungs-Variante der Treppe 10 die Wangenstrukturen 16,18 aufgebaut sind. Dadurch können die

Wandstrukturen 16, 18 variabel und je nach räumlicher Beschaffenheit des späteren Treppenbereichs ausgebildet werden.

Die Mittelelemente 42 weisen Ausnehmungen 26 auf, in welchen die schmalen Enden der schwenkbar gelagerten Stufen 20 über die Achsen 22,24 angeordnet sind. Außerdem stellen die Ausnehmungen 26 Platz für die Enden Stufen 20 bereit, um sie im eingeklappten Zustand 14 aufnehmen zu können. Zusätzlich ist an jedem Mittelelement 42 eine Einführungsgeometrie 46 sowie eine Aufnahmegeometrie 44 ausgebildet. Dabei kann die Aufnahmegeometrie 44 in einer besonders bevorzugten Variante die Einführungsgeometrie 46 formschlüssig umfassen. Aufnahmegeometrie 44 und Einführungsgeometrie 46 haben gemeinsam zum Vorteil, dass sich die Wangenelemente 40 in einem ersten Fixierschritt ineinanderstecken lassen. Durch eine Durchgangsbohrung, wie sie exemplarisch in Fig. 5 gezeigt ist, lassen sich die Wangenelemente 40 bei Bedarf abschließend fixieren. Dabei können die Wangenelemente 40 zum Beispiel miteinander verschraubt oder gedübelt werden. Die Durchgangsbohrung setzt sich auf vorteilhafte Weise aus Teilbohrungen zusammen, welche jeweils in der Aufnahmegeometrie 44 und in der Einführungsgeometrie 46 vorhanden sind. Sobald zwei Wangenelemente 40 miteinander versteckt sind, bilden die Teilbohrungen gemeinsam die Durchgangsbohrung aus.

Neben den Mittelelementen 42 können als weitere Wangenelemente 40 noch Endelemente 43 ausgebildet sein (in Fig. 1 dargestellt). Diese sind in ihrer Beschaffenheit im Wesentlichen mit den Mittelelementen 42 identisch. Allerdings weisen die Endelemente 43 neben einer Ausnehmung 26 stets entweder nur eine Aufnahmegeometrie 44 oder nur eine Einführungsgeometrie 46 auf, nicht aber beide Geometrien gleichzeitig. Die Endelemente 43 können entsprechend der Bereiche, in denen die Treppe 10 verwendet werden soll, weitere Formanpassungen erfahren, etwa um einen besseren Stand der Wangenstrukturen 16,18 zu gewährleisten oder um bündig mit Treppenabsätzen abschließen zu können.

Es versteht sich außerdem, dass sich die Wangenelemente 40 der ersten Wangenstruktur 16 nicht von den Wangenelementen 40 der zweiten Wangenstruktur 18 unterscheiden müssen. Die Gegenläufigkeit der Wangenstrukturen 16, 18 kann sich beispielsweise allein aus der Wahl der jeweiligen Endelemente 43 ergeben.

In Fig. 7 ist eine Ausführungsvariante eines Wangenelements 40 in Aufsicht und in Seitenansicht gezeigt, wobei es bei dem dargestellten Wangenelement 40 um ein Mittelelement 42 han-delt. Das beispielhaft gezeigte Mittelelement 42 weist eine Ausnehmung 26, eine Aufnahmegeometrie 44 und eine Einführungsgeometrie 46 auf. Dabei kann die Aufnahmegeometrie 44 in einer besonders bevorzugten Variante die Einführungsgeometrie 46 formschlüssig umfassen. Aufnahmegeometrie 44 und Einführungsgeometrie 46 haben gemeinsam zum Vorteil, dass sich die Wangenelemente 40 durch sie als ersten Fixierschritt ineinanderstecken lassen. Nach einer bevorzugten Variante weisen die Ausnehmungen 26 der Wangenelemente 40 an ihrem schwenkachsenparallelen Rand 48 eine nutförmige Vertiefung 50 auf. Wie im Beispiel aus Fig. 7 kann die nutförmige Vertiefung 50 als Hohlkehle ausgestaltet sein. Ohne die Vertiefung 50 wäre ein großes Spiel zwischen Stufen 20 und dem achsenparallelen Rand 48 der Wangenelemente 40 nötig, um die Ein- und Ausschwenkbarkeit der Treppe zu ermöglichen. Dieses große Spiel würde wiederum im eingeklappten Zustand 14 eine große Lücke zwischen den Stufen 20 und den Wangenelementen 40 zur Folge haben. Durch die Hohlkehle, bzw. durch die nutförmige Vertiefung 50 des achsenparallelen Rands 48 der Aussparung lässt sich die Treppe 10 also möglichst ästhetisch ausgestalten, weil Aufnahme der Stufen 20 durch die Ausnehmungen 26 der Wangenelemente 40 im Wesentlichen formschlüssig erfolgen kann.

Das in Fig. 7 gezeigte Wangenelement 40 weist außerdem in den Eckbereichen der Ausnehmung je einen Freischnitt 52 auf. Der Freischnitt 52 kann dabei direkt an die nutförmige Vertie-fung 50 anschließen. Der Freischnitt 52 ermöglicht eine formschlüssige Aufnahme der Stufen 20 in den Ausnehmungen 26 der Wangenstrukturen 16,18. Ohne den Freischnitt 52 der Eckbereiche wäre ein großes Spiel zwischen Stufen 20 und den Wangenelementen 40 der Wangenstrukturen 16, 18 nötig, um die Ein- und Ausschwenkbarkeit der Treppe 20 zu ermöglichen.

In Fig. 8 ist eine Ausführungsvariante einer Stufe 20 in Aufsicht und in Seitenansicht gezeigt. Eine derart ausgebildete Stufe weist einen Trittbereich 54 der sowie zwei im Verhältnis zum

Trittbereich 54 schmalere wangenseitige Enden auf, wobei der Eckbereich zwischen den Enden und dem Trittbereich 54 wie im Falle des in Fig. 7 gezeigten Beispiels kugelförmige Aussparungen 56 aufweisen können. Durch ihre schmaler ausgestalteten Enden lassen sich die Stufen 20 formschlüssig in die Ausnehmungen 26 der Wangenelemente 40 einbringen.

Die kugelförmige Aussparungen 56 der Eckbereiche zwischen den Enden und dem Trittbereich 54 ermöglichen eine bündige Aufnahme der Stufen 20 in den Wangenelementen 40 in eingeklapptem Zustand 14. Ohne die kugelförmigen Aussparungen 56 der Eckbereiche wäre ein großes Spiel zwischen Stufen 20 und Wangenelementen 40 nötig, um die Ein- und Ausschwenkbarkeit der Treppe 20 zu ermöglichen. Dieses große Spiel würde wiederum im einge-klappten Zustand 14 eine leicht sichtbare Lücke zwischen den Enden der Stufen 20 und den Wangenelementen 40 zur Folge haben. Durch die kugelförmige Aussparung 54 lässt sich die Treppe 20 also möglichst ästhetisch ausgestalten, weil die Aufnahme der Stufen 20 durch die Wangenelemente 40 im Wesentlichen formschlüssig erfolgen kann.

Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern in vielfältiger Weise abwandelbar.

Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.

Bezugszeichen liste

Treppe

Handlauf

ausgeklappter Zustand

eingeklappter Zustand

e rste Wa n ge n stru ktu r

zweite Wangenstruktur

Stufen

erste Achsen

zweite Achsen

Ausnehmungen

Drehachsenelement

mittiges Drehelement

äußeres Drehelement

Welle

Zapfen

Torsionsfederelement

Wangenelement

Mittelelement

Endelement

Aufnahmegeometrie

Einführungsgeometrie

Rand

nutförmige Vertiefung

Freischnitt

Trittbereich

Aussparung

Klapprichtung