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1. (WO2018041797) MULTI-CHAMBER BAG
Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

Patentansprüche

1 . Mehrkammerbeutel (10) mit zwei umlaufend verbundenen Folienwänden (46a, 46b) und einem umlaufenden Rand (36), umfassend zumindest eine erste Kammer (12) und eine zweite Kammer (14), wobei die mindestens zwei Kammern (12, 14) voneinander durch eine lösbare Naht (20), insbesondere eine Peelnaht (22), getrennt sind, wobei in der ersten Kammer (12) und in der zweiten Kammer (14) jeweils mindestens eine Komponente (16, 18), insbesondere eine viskose Flüssigkeit eingeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teilbereich (24) der zweiten Kammer (12, 14) abgetrennt ist, insbesondere die Folienwände (46a, 46b) des Teilbereichs (24) verklebt oder verschweißt sind, und der Teilbereich (24) eine Verengung (34) zur Ausbildung einer Auslassrinne (36) zu einem Sollaustrittsbereich (42) am Rand (38) der zweiten Kammer (14) hin definiert, in der zumindest eine Komponente (1 6, 18), insbesondere ein Mischprodukt (30) aus erster und zweiter Komponente (1 6, 18), gebündelt und / oder umgelenkt werden kann, wobei dieser Teilbereich (24) an die Naht (20) angrenzt und diese zumindest abschnittsweise berührt.

2. Mehrkammerbeutel (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassrinne (36) an einer Seite durch den Teilbereich (24) und an der zweiten Seite durch den Rand (38) der zweiten Kammer (14) begrenzt wird.

3. Mehrkammerbeutel (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Teilbereiche (24) zur Definition von zwei oder mehr Auslassrinnen (36) mit verschiedenen Rinnenbreiten b1 , b2 angeordnet sind und / oder dass mehrere Einreißkerben (26) an einem Teilbereich (24) zur Ausbildung unterschiedlicher Rinnenbreiten b1 , b2 angeordnet sind.

4. Mehrkammerbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrkammerbeutel (10) eine im wesentliche rechteckförmige oder quadratische Form aufweist und / oder die Naht (20) im wesentliche entlang einer Mittelachse der Form verläuft.

5. Mehrkammerbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen der Komponente (1 6, 18) in einer Kammer (12, 14), insbesondere in der ersten Kammer (12) mindestens doppelt so groß wie das Volumen der Komponente (1 6, 18) in der anderen Kammer (12, 14), insbesondere in der zweiten Kammer (14), ist, bevorzugt beträgt das Verhältnis der Volumina der Komponenten (16, 18) 10:1 .

6. Mehrkammerbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kammer (12) ein geringeres Volumen als die zweite Kammer (14) aufweist.

7. Mehrkammerbeutel (10) nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente (1 6, 18) mit dem geringeren Volumen in der Kammer (12, 14) mit dem größeren Volumen eingebracht ist, wobei bevorzugt die Kammer mit dem größeren Volumen die zweite Kammer (1 6) ist.

8. Mehrkammerbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Naht (20) geradlinig ausgebildet ist, und/oder dass der Teilbereich (24) einen gekrümmten oder abgewinkelten Begrenzungsrand zur zweiten Kammer (14) aufweist.

9. Mehrkammerbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Naht (20) durch Druckbeaufschlagung selbstöffnend ist, so dass beim Aufbringen einer Druckbelastung auf zumindest eine Kammer (12, 14), insbesondere der ersten Kammer (12), die Naht (20) zumindest teilweise geöffnet wird, sodass die Komponente (1 6, 18) der ersten Kammer (12) mit der Komponente der zweiten Kammer (14) in Kontakt treten kann, wobei die beiden Komponenten (16, 18) zu einem Mischprodukt (30) vermischbar sind.

10. Mehrkammerbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Randbereich der zweiten Kammer (14) zumindest teilweise quer zur Auslassrinne (36) ein Teilbereich (24) der zweiten Kammer (18) zur Ausbildung einer Austrittsöffnung (28) bevorzugt händisch abtrennbar ist, sodass durch die Auslassrinne (36) eine Dosierung und eine Portionierung zumindest einer Komponente (16, 18), bevorzugt des Mischprodukts (30) in Form eines zylinderförmigen Ausgabeproduktes (48) mit einem definierten Produktquerschnitt bereitgestellt wird.

1 1 . Mehrkammerbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Komponenten (16, 18) aus einer bei Raumtemperatur pastösen Flüssigkeit bestehen.

12. Mehrkammerbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Komponente (1 6, 18) empfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit ist.

13. Mehrkammerbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrkammerbeutel (10) aus einem luftundurchlässigen Material besteht, insbesondere Aluminium oder Kunststoff.

14. Mehrkammerbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten (1 6, 18) einen 2K-Klebstoff ausbilden und aus einem Hybrid-Polymers oder MS-Polymer oder SMP- Klebstoff bestehen, wobei die erste Komponente als Klebstoff und die zweite Komponente als Booster / Beschleuniger bereitgestellt ist.

15. Verfahren zur Bereitstellung eines Ausgabeproduktes (48) aus einem Mehrkammerbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine mindestens 10-malige, bevorzugt 20- malige Druckbelastung auf beide Kammern (16, 18) sich die beiden Komponenten (14, 1 6) vermischen und das Mischprodukt (30) aus der ersten Komponente (1 6) und der zweiten Komponente (18) homogen ausgebildet ist.

1 6. Verfahren zur Herstellung eines Mehrkammerbeutels (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet die folgenden Schritte:

- Falten eines flächigen Materials zum Ausbilden der zwei Folienwände (46a, 46b), sodass die beiden Folienwände (46a, 46b) flächig aufeinander liegen und eine Seite durch die ausgebildete Faltnaht (50) geschlossen wird,

- Aufbringen einer lösbare Naht (20), insbesondere eine Peelnaht (22) rechtwinklig zur Faltnaht (50), wobei diese mittig oder außermittig bezüglich der Länge der Faltnaht (50) angebracht werden kann,

- Schließen der Außenseite, die gegenüber der Faltnaht (50) angeordnet ist, insbesondere durch ein Verkleben oder Verschweißen der beiden Folienwände (46a, 46b) im Randbereich, zur Erzeugung zweier Kammern (12, 14),

- Erzeugung eines Teilbereichs (24) in der zweiten Kammer (14) durch teilweises verbinden der beiden Folienwände (46a, 46b), insbesondere durch verschweißen oder verkleben, sodass eine Verengung (34) zur Ausbildung einer Auslassrinne (36) zu einem Sollaustrittsbereich (42) am Rand (38) der zweiten Kammer (14) hin definiert wird, wobei der Teilbereich (24) an die Naht (20) angrenzt und diese zumindest teilweise berührt.

- Einbringen einer erste Komponente (1 6) in die erste Kammer (12) und einer zweiten Komponente (18) in die zweite Kammer (14) durch die jeweils offene Seite, die parallel zur Naht (20) angeordnet ist,

- Verschließen, insbesondere verkleben oder verschweißen, der beiden noch offen Seitenränder zur Erzeugung eines geschlossenen Mehrkammerbeutels (10).