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1. (WO2017129565) DEVICE AND METHOD FOR CAPTURING IMAGES OF OBJECTS
Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

Einrichtung und Verfahren zur Bildaufnahme von Gegenständen

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 und ein Verfahren zur Bildaufnahme von Gegenständen nach dem Oberbegriff von An-spruch 14.

Vor allem für Kataloge a ber neuerdings auch verstärkt für die Präsentation von Produkten im Internet werden Einrichtungen zur Bildaufnahme von Gegenständen eingesetzt.

Da bei hat sich vor allem die sogenannte Foto box durchgesetzt, bei der zumeist eine von fünf Seiten geschlossene Box mit einem in einer bestimmten Farbe versehener H intergrund verwendet wird, um darin einen Gegenstand zu platzieren und auszuleuchten. Mittels einer Bildaufnahmevorrichtung, die auf einem Stativ angeordnet ist, wird dann eine Bildaufnahme des Gegenstands gemacht, wobei die Bildaufnahmevorrichtung zumeist eine Digital ka-mera ist, jedoch auch eine digitale Videokamera oder eine analoge

Bildaufnahmevorrichtung sein kann. Der Gegenstand wird dann in der Foto box gedreht oder dgl . um eine Aufnahme aus einer anderen Perspektive zu machen. Dann können die erhaltenen Aufnahmen a bgebildet werden oder mit Hilfe einer geeigneten Software auch als 3D-Abbildung animiert werden. Alternativ bestehen auch Lösungen mit einem Drehtel-ler vor einem bestimmten Hintergrund.

Nachteilig an dieser bekannten Lösung ist es, dass sie für Produkte mit veränderlichem Äußeren, wie beispielsweise Lebensmittel in Tüten oder dgl ., nicht optimal einsetzbar sind, da dann Aufnahmen aus unterschiedlichen Betrachtungsrichtungen, die ein Wenden des Produkts erforderlich machen, für den Betrachter erkennbar nicht den exakt sel ben Gegenstand zeigen würden.

Es ist die Aufga be der vorliegenden Erfindung, diesen Nachteil zu beheben. Insbesondere sol len Lebensmittel und dgl. schnell und unkompliziert aufnehm bar sein. Vorzugsweise sol len auch von den Lebensmittel herstel lern durch vol lständigen Verpackungsaufdruck und/oder den Einsatz von Etiketten beachtete lebensmittel kennzeichnungsrechtl iche Bestimmungen, wonach alle inhaltsrelevanten I nformationen für einen potentiellen Käufer für ein bestimmtes Lebensmittel ersichtlich sein müssen, mit H ilfe der erhaltenen Aufnahmen erfül l bar sein.

Diese Aufga be wird gelöst mit der erfindungsgemäßen Einrichtung nach Anspruch 1, dem erfindungsgemäßen Verfahren nach Anspruch 14 und dem erfindungsgemäßen Computerprogrammprodukt nach Anspruch 16. Vorteil hafte Weiterbildungen sind in den a bhängigen U nteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung angegeben.

Erfinderseits wurde erkannt, dass die gestellte Aufga be dadurch in ü berraschender Art und Weise besonders leicht gelöst werden kann, wenn der aufzunehmende Gegenstand ü berhaupt nicht in seiner Lage zu einem bestimmten Anordnungsort verändert wird, sondern stattdessen die unterschiedl ichen Aufnahmerichtungen mittels der Einrichtung sel bst bereitgestel lt werden.

Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Bildaufnahme von Gegenständen, die auf einem Anordnungsort (kann auch una bhängig von der Einrichtung ausgebildet sein) angeordnet sind, mit zumindest einer Bildaufnahmevorrichtung, zeichnet sich daher dadurch aus, dass die Einrichtung ausgebildet ist, mehrere Aufnahmen aus gegenü ber der Vertikalen unterschiedlichen Richtungen aufzunehmen.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Anordnungsort Teil der Einrichtung ist und bevorzugt als eine Halterung für einen Gegenstand ausgebildet ist. Dann ist die Einrichtung besonders einfach aufgebaut. Halterungen können da bei nicht nur Klemmmittel oder dgl . sein, sondern auch Auflageflächen, die den Gegenstand in der Vertikalen halten.

Alternativ könnte a ber auch vorgesehen sein, dass d ie gesamte Einrichtung sich um einen beispielsweise unterhal b von ihr angeordneten Anordnungsort dreht. Dann könnte die Einrichtung beispielsweise eine kreisförmige Schiene aufweisen, die auf einem Boden aufliegt, wobei sich auf dem Boden auch der Anordnu ngsort befindet.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass Anordnungsort und Bildaufnahmevorrichtung relativ zueinander in einer horizontalen Ebene dreh bar ausgebildet sind.

Da bei ist es nicht nur möglich, dass - wie es bevorzugt ist - der Anordnungsort gegenü ber der zumindest einen Bildaufnahmevorrichtung gedreht werden kann, sondern auch, dass die zumindest eine Bildaufnahmevorrichtung gegenü ber dem Anordnungsort gedreht werden kann oder sowohl der Anordnungsort als auch die zumindest eine Bildaufnahme-Vorrichtung gedreht werden können. Dann lassen sich Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven in sehr kurzer Zeit ermöglichen.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Anordnungsort eine transparente Fläche zum Abstellen eines Gegenstandes aufweist, weil dann auch Aufnahmen von unten durch die Fläche gemacht werden können.

Wenn die transparente Fläche einen Grenzwinkel der Totalreflexionswinkel von zumindest kleiner 22,5° aufweist, dann Bildaufnahmevorrichtungen auch unter einem relativ flachen Aufnahmewinkel zur Horizontalen hin von größer gleich 22,5° Aufnahmen vornehmen.

Wenn die transparente Fläche kreisrund ausgebildet ist mit einem auskragenden Rand, der von einem korrespondierend einkragenden Antriebsrad antreibbar ist, dann lässt sich die Fläche antrieben ohne dass störende Antriebselement die Aufnahmen stören. Dazu kann vorteilhaft ergänzend vorgesehen sein, dass das Antrie bsrad und ggf. ergänzende Stützrä-der sich außerhal b eines weiter unten beschriebenen Schirms befinden.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Anordnungsort gegenü ber der Vertikalen verstell bar ausgebildet ist, wo bei insbesondere die transparente Fläche in ihrer Höhenlage justierbar ausgebildet ist.

Alternativ oder zusätzl ich kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Bildaufnahmevorrichtung bei ortsfester Anordnung in Bezug auf den Anordnungsort gegenü ber dem Anordnungsort verkippbar ausgebildet ist, wo bei die Verkippbarkeit bevorzugt um das Zentrum der Eintrittspupille der Bildaufnahme besteht.

I n beiden Fällen lässt sich eine Perspektivkorrektur sehr leicht so ausführen, dass immer das Zentrum des Gegenstands von der zumindest einen Bildaufnahmevorrichtung mit ihrer

optischen Achse erfasst wird. Dieses Zentrum kann sowohl die Mittel in Bezug auf die Höhe des Gegenstands sein als auch ein geometrischer Schwerpunkt.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass die zumindest eine Bildaufnah-mevorrichtung in einer vertikalen Ebene um den Anordnungsort verdreh bar ausgebildet ist, wobei die Verdreh barkeit bevorzugt auf einer Kreisbahn besteht. Dann können mit einer oder wenigen Bildaufnahmevorrichtungen nacheinander verschiedene Aufnahmeperspektiven aufgenommen werden.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass zumindest zwei Bildaufnahmevorrichtungen bestehen, die unterschiedl ich gegenü ber dem Anordnungsort ausgerichtet sind, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass zumindest 3, bevorzugt zumindest 5, insbesondere 9 Bildaufnahmevorrichtungen bestehen, die höchst vorzugsweise äquidistant angeordnet sind. Je mehr Bildaufnahmevorrichtungen verwendet werden, desto detail reicher und genauer können gleitende Perspektivwechsel bei 3D-Aufnahmen wiedergegeben werden. Da bei werden in Bezug auf einen Kreisumfang Abstände der Bildaufnahmevorrichtungen von 22,5° bevorzugt, wobei diese einen Winkel hal bra um von 90° bis 270° in Bezug auf eine horizontale Ebene einschließen.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Anordnungsort von einem Schirm zumindest teilweise umgeben ist, wo bei bevorzugt vorgesehen ist, dass der Schirm den Anordnungsort in einer vertikalen E bene vollstä ndig umgi bt. Dann kann der Gegenstand ohne störende andere Objekte bei gezielt auswähl baren Beleuchtungsverhältnissen aufgenommen werden.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Anordnungsort auf einer Auflage für den Gegenstand angeordnet ist, wo bei die Auflage durch den Schirm reicht. Dadurch kann ein Antrieb der Auflage außerhal b des Schirmes angeordnet werden, wodurch keine durch den Antrieb bedingten Verschmutzungen des Anordnungsorts erfolgen. Auch dadurch wird die Bildqualität verbessert bzw. der Reinigungsaufwand nach den Bildaufnahmen minimiert.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Schirm opak ausgebildet ist, weil dann eine besonders gleichmäßige Ausleuchtung erreicht werden kann.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass die zumindest eine Bildaufnah-mevorrichtung durch eine Durch brechung in dem Schirm bl ickt. Dann besteht eine geringstmögl iche Beeinträchtigung der Aufnahme durch die Bildaufnahmevorrichtung.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass mehrere Leuchtquellen zur Beleuchtung des Gegenstandes bestehen, die una bhängig voneinander ansteuerbar sind. Dann lässt sich beispielsweise durch unterschiedliche Helligkeiten eine Räumlichkeit in den Aufnahmen erzeugen.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Leuchtquel len kühl bar ausge bildet sind, wobei die Leuchtquellen insbesondere an Wärmea bleitmitteln angeord-net sind. Dadurch wird eine Wärmebeeinträchtigung der Gegenstände vermieden, was insbesondere für Lebensmittel oder andere verderbl iche Gegenstände sinnvoll ist.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass Mittel zur automatischen Perspektivkorrektur vorgesehen sind, wobei die Mittel insbesondere angepasst sind, die vertikale Höhe und/oder den geometrischen Schwerpun kt eines Gegenstands zu bestimmen. Dann können gezielte Anpassungen der vertikalen Höhe des Anordnungsorts so vorgenommen werden, dass der Mittelpunkt des Gegenstands sich im Aufnahmezentrum befindet, oder die Ausrichtung der optischen Zentralstrahlen der Bildaufnahmevorrichtungen können gezielt auf den M ittel punkt des Gegensta nds ausgerichtet werden.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass Mittel zur automatischen Zoomanpassung vorgesehen sind, wo bei die Mittel ins besondere angepasst sind, die vertikale Höhe und/oder horizontale Breite eines Gegenstands zu bestimmen. Dann können gezielte Anpassungen des Zooms der Bildaufnahmevorrichtung so vorgenommen werden, dass der Gegenstand formatfül lend aufgenommen wird.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist eine Positionierungshilfe für den Gegenstand gegenü ber dem Anordnungsort dadurch vorgesehen, dass eine Markierung auf vorgesehen

den Anordnungsort projiziert wird. Dies kann beispielsweise in der Form eines Kreuzes mit Laserstrahlen erfolgen. Bevorzugt wird diese Positionierungshilfe vorü bergehend gegeben, nämlich vor der Bildaufnahme. Dadurch können Gegenstände sehr genau positioniert werden, wodurch sich die Bildqualität verbessert. Dies ist vor allem bei dreh baren Anord-nungsorten sinnvoll, wenn der Gegenstand sich mit seinem Zentrum bzw. Schwerpunkt ü ber der Drehachse befinden sollte.

U na bhängiger Schutz wird beansprucht für das erfindungsgemäße Verfahren zur Bildaufnahme von Gegenständen, die auf einem Anordnungsort angeordnet sind, mit zumindest einer Bildaufnahmevorrichtung, das sich dadurch auszeichnet, dass mehrere Aufnahmen aus gegenüber der Vertikalen unterschiedlichen Richtungen aufgenommen werden.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass die erfindungsgemäße Einrichtung verwendet wird. Diese ist besonders gut zur Umsetzung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass in Bezug auf den vertikalen M ittelpunkt und/oder den geometrischen Schwerpunkt des aufzunehmenden Gegenstandes eine Perspektivkorrektur durchgeführt wird.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Anlauf und Abbremsgeschwindigkeit so anpassbar ist, dass keine Bewegung des Gegenstands gegenü ber dem Anordnungsort stattfindet. Dies verhindert Verwackl ungen der Aufnahmen. Vor al lem bei gebogenen Gegenständen kann ein solches Verwackel n stattfinden, da solche Gegenstände zumeist ein insta biles Gleichgewicht gegenü ber dem Anordnungsort aufweisen und ein positive oder negative Beschleunigung beim Anlaufen oder Abbremsen zu einer Bewegung des Gegenstands führt.

Vorzugsweise erfolgt vora b eine Verwacklungserkennung dadurch, dass dem Gegenstand ein Bewegungsimpuls, insbesondere ein Drehimpuls ü bertragen wird. Anschl ießend werden Aufnahmen gemacht und ermittelt, ob sich die Lage zumindest eines Abschnitts der Außenkontur des Gegenstands gegenü ber dem H intergru nd und/oder dem Anordnungsort ändert. Wenn eine solche Lageänderung bestimmt wird, dann erfolgt die o ben genannte Anpassung der Anlauf- und Abbremsgeschwindigkeit. Dadurch erfolgt eine solche Anpassung nur, wenn sie wirklich erforderl ich ist, so dass bei allen anderen Gegenständen mit normaler Anlauf- und Abbremsgeschwindigkeit, also auch einem höheren Durchsatz, gearbeitet werden kann.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass eine Schrift- und/oder Bilderkennung in Bezug auf die Bildaufnahmen erfolgt. Dies ist vor allem für Inhaltsanga ben zweckmäßig, weil dadurch deren Erfassung und gesonderte Wiederga be automatisiert erfolgen kann. Zwar hinterlegen Herstel ler von Lebensmitteln beispielsweise diese Anga ben in öffentlichen Daten banken, diese Daten baken sind al lerdings nicht für bel iebige Dritte einseh bar, so dass diese Informationen von den An bietern entsprechender Le bensmittel sel bst eingeholt und ausgewiesen werden müssen.

M it einer Schrifterkennung, beispielsweise einer OC -Erkennung, lassen sich entsprechen-de schriftliche Informationen direkt auslesen. Außerdem könnte eine Bilderkennung

Piktogramme oder Logos erkennen und wiedergeben, die bestimmte Gütesigel, Qualitätsstandards etc. ausweisen, wie zum Beispiel„Bio" oder„vegan" und dgl . Solche Bilder können vora b in einem entsprechenden Speicher hinterlegt sein, so dass ein Abgleich erkannter Bilder mit dem Speicher erfolgen kann.

I n einer vorteil haften Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Auslösungen der Bildaufnahmevorrichtungen nicht zeitgleich, sondern seriel l nacheinander erfolgen. Dadurch kann für jede Bildaufnahmevorrichtung eine optimale Beleuchtungseinstell ung vorgenommen werden.

Weiterhin kann die Erfindung in Gestalt eines Computerprogrammprodukts verwirkl icht werden, das von einem computernutzbaren oder computerlesbaren Medium zugänglich ist und einen Programmcode für die Benutzung durch oder für die Benutzung in Verbindung mit einem Computer oder einem Befehlsausführungssystem bereitgestellt ist. Daher wird auch sel bständiger Schutz beansprucht für das erfindungsgemäße Computerprogrammprodukt, das auf einem für einen Computer lesbaren Medium gespeichert ist, und für den Computer lesbare Programmmittel umfasst, die den Com puter veranlassen, das erfin-

dungsgemäße Verfahren auszuführen, wenn die Programmmittel auf dem Computer ausgeführt werden.

Für die Zwecke dieser Beschrei bung können computern utzbare oder computerlesbare Medien al le Einrichtungen oder Vorrichtungen sein, die das Programm für die Benutzung durch oder die Benutzung in Verbindung mit dem Befehlsausführungssystem, der Vorrichtung oder der Einrichtung enthalten, speichern, kom munizieren, verbreiten oder transportieren. Da bei können auch mo bile Kommunikationsmittel, beispielsweise Mobiltelefone, Ta bletcomputer und dgl . eingesetzt werden.

Das Medium kann ein elektronisches, magnetisches, optisches, elektromagnetisches, I nfrarot- oder Hal bleitersystem (oder Vorrichtung oder Einrichtung) sein oder ein Ausbreitungsmedium. Beispiele eines computerlesbaren Mediums umfassen einen Hal bleiter oder Feststoffspeicher, Magnetband, eine entfern bare Computerdiskette, einen Random Access Memory ( RAM ), einen Read-only Memory ( RO M), eine feste magnetische Disk und eine optische Disk. Gegenwärtige Beispiele von optischen Disks umfassen Compactdisk-Read-only Memory (CD-ROM ), Compactdisk-Read/Write (CD-R/W) und DVD.

Ein Datenverarbeitungssystem, das geeignet ist, den Programmcode zu speichern und/oder auszuführen, umfasst wenigstens einen Prozessor, der direkt oder indirekt mit zumindest einem Speicherelement durch einen System bus verbunden ist. Das Speicherelement kann lokalen Speicher umfassen, der während der aktuel len Ausführung des Programmcodes tätig wird, Massenspeicher und Pufferspeicher, der eine tem poräre Speicherung von wenigstens einigen Programmcodes bereitstellt, um die Anzahl an Abrufen des Codes vom Massenspeicher während der Ausführung zu reduzieren.

Einga be/Ausga be- oder I/O-Einrichtungen, die Tastaturen, Displays, Zeigeeinrichtungen etc. umfassen können, jedoch nicht darauf limitiert sind, können mit dem System entweder direkt oder durch zwischen geschaltete I/O-Controller an das System angekoppelt sein.

Netzwerkadapter können ebenfalls mit dem System verbunden sein, um zu ermögl ichen, dass das Daten verarbeitende System mit anderen Datenverarbeitungssystemen oder entfernten Druckern oder Speichereinrichtungen durch zwischengeschaltete private oder

öffentliche Netzwerke angekoppelt wird. Modems, Ka belmodems oder Ethernet-Karten sind in diesem Zusammenhang nur einige Beispiele der gegenwärtig verfügbaren Typen von Netzwerkadaptern.

Die Merkmale und weitere Vorteile der vorl iegenden Erfindung werden im Folgenden anhand der Beschrei bung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit den Figuren deutl ich werden. Da bei zeigen rein schematisch :

Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung in einer perspektivischen Ansicht,

Fig. 2a, 2 b den Schirm der Einrichtung nach Fig. 1 in zwei unterschiedlichen perspektivischen Ansichten,

Fig. 3 den Antrieb der Auflagefläche der Einrichtung entsprechend des Ausschnitts X in Fig. 1 und

Fig. 4 den Antrieb der Bildaufnahmevorrichtungen der Einrichtung entsprechend des Ausschnitts Y in Fig. 1.

I n den Fig. 1 bis 4 ist eine bevorzugte Ausgestaltu ng der erfindungsgemäßen Einrichtung 10 zur Bildaufnahme von Gegenständen 12 in verschiedenen Ansichten rein schematisch gezeigt.

Es ist zu erkennen, dass die Einrichtung einen Anordnungsort 14 aufweist, der als transparente, tel lerförmige Auflagefläche 14 ausgebildet ist, auf der der Gegenstand 12 steht. Weiterhin weist die Einrichtung 10 einen opaken Schirm 16 auf, der in einem Rahmen 18 angeordnet ist. Der Rahmen 18 wiederum ist mittels eines Gestells 20 an einem Standfuß 22 der Einrichtung 10 befestigt. Der Standfuß 22 ist m it Rol len untersetzt, so dass die Einrichtung 10 gegenü ber dem Boden bewegt werden kann (nicht gezeigt).

Der Rahmen 18 weist zwei ringförmige Elemente 24, 26 auf, die ü ber Querstreben 28 miteinander verbunden sind. Die Querstreben 28 wiederum sind mittels zweier umlaufender Bänder 30 versteift.

An den umlaufenden Bändern 30 sind in regelmäßigen Abständen von 9° Leuchtelemente 32 befestigt, wobei diese Leuchtelemente 32 an rückseitig geriffelt ausgebildeten Wärmeleitblechen (nicht gezeigt) aus beispielsweise Aluminium angeordnet sind, um die durch die Leuchtelemente 32 im Betrieb erzeugte Wärme radial nach außen a bleiten zu können.

Die Leuchtelemente 32 sind Tageslicht-LE D-Bänder, d ie auf ca. 50 cm Länge 42 LE Ds aufweisen und eine Farbtemperatur von 5.000 K aufweisen. Sie bestrahlen die U mfangsflä-che 34 des Schirms 16, um dadurch im Inneren 36 des Schirms 16 eine bestimmte Beleuchtung des Gegenstands 12 zu erzeugen. Die LEDs sind mittels Pulsweitenmodulation des jeweil igen Netzteils dimm bar. Auch eine Ansteuerung ü ber ein oder mehrere D MX-Module ( Digital M ultiplex-Module der Lichttechnik) ist möglich.

Der Schirm 16 weist eine Öffnung 38 auf, um Gegenstände 12 im Inneren 36 des Schirms 16 auf der Auflagefläche 14 anordnen zu können. Die Öffnung 38 weist eine Breite von 50 cm und eine Höhe entsprechend einem Kreisradius von 47 cm auf. Der Schirm 16 besitzt einen Radius von 61 cm und eine Breite von 50 cm. I n der Seite 40, die der Seite 42, in der die Öffnung 36 angeordnet ist, befindet sich ein Schl itz 44. Somit weist diese Öffnung 38 eine solche Dimension auf, dass sogar Waschmittel pakete hindurch auf der Auflagefläche 14 a bgestellt werden könnten. Die Auflagefläche 14 weist hierzu natürl ich eine ebensolche Tragfähigkeit auf.

Die tellerförmige Auflagefläche 14 verläuft teilweise durch den Schl itz 44 und wird dort von seitlich angeordneten Stützrädern 46 gelagert. Diese Stützräder 46 sind an einem Ausleger 48 angeordnet, der an dem Gestell 20 befestigt ist. Auf Seiten der Öffnung 38 wird die Auflagefläche 14 ebenfal ls ü ber ein an einem Ausleger 50 angeordnetes Stützrad 52 gelagert und zusätzlich ü ber ein an dem Ausleger 52 angeordnetes Antriebsrad 54 angetrieben, wobei wie in Fig. 3 gezeigt ist, ein Schrittmotor 56 das Antriebsrad 54 antreibt, um genau definierte Winkeleinstell ungen der Rotation der Auflagefläche 14 erreichen zu können. Da bei ist das Antriebsrad 54 mit dem Schrittmotor 56 ü ber einen

Zahnriemen 55 gekoppelt.

Die Auflagefläche 14 weist eine kreissegmentartig ausge bildete Außenkante 58 auf zu der sowohl die Stützräder 46, 52 als auch das Antriebsrad 54 passförmig korrespondierende U mfangskonturen 60 aufweisen, in die die Außenkante 58 eingreift. Die Stützräder 46, 52 und das Antriebsrad 54 sind aus einem Hartgummimaterial oder weisen am Kontakt zu der Außenkante 58 ein solche Material auf, um einerseits eine ausreichende Reibung für die Führung und den Antrieb der Auflagefläche 14 bereitzustel len und um andererseits eine ausreichende Dämpfung der Lagerung der Auflagefläche 14 zu ermöglichen. Da bei sind diese Räder 46, 52, 54 jeweils kugelgelagert ausgebildet. Durch diese besondere Art der Lagerung werden Lagerspuren auf oder unter der Auflagefläche 14 wirksam vermieden.

Die Einrichtung 10 weist 9 Bildaufnahmevorrichtungen 62 auf, die konzentrisch um den Schirm 16 angeordnet sind. Genauer gesagt sind die Bildaufnahmevorrichtungen 62 äquidistant, jeweils im Abstand von 22,5° voneinander entfernt und bl icken durch entsprechende Aussparungen 64 im Schirm 16 in das I nnere 36 des Schirms 16.

Die Bildaufnahmevorrichtungen 62 sind an Achsen 66 befestigt, die sich beidseits der Bildaufnahmevorrichtungen 62 erstrecken und am Rahmen 18 gelagert sind. Entsprechend Fig. 4 besteht ein Antrieb ü ber einen Schrittmotor 68 und einer Zahnradkopplung 70.

Die Achse 66 verläuft durch das Zentrum der Eintrittspupille (nicht gezeigt) der Bildaufnahmevorrichtungen 62, so dass durch ein Verschwenken der Bildaufnahmevorrichtungen 62 gegenü ber der Achse 66 eine Perspektivkorrektur durchgeführt werden kann und dennoch Bilder unterschiedl icher Bildaufnahmevorrichtungen 62 zusammengesetzt werden können.

Die Bildaufnahmevorrichtungen 62 sind so angeordnet, dass eine sich direkt senkrecht unter der Auflagefläche 14 (270°) befindet, sich eine direkt senkrecht ü ber der Auflagefläche 14 (90°) befindet und eine Bildaufnahmevorrichtungen 62a 90° versetzt zu diesen beiden angeordnet ist (0°).

Alle Bildaufnahmevorrichtungen 62 sind 3 M P Videoka meras mit 30x Zoom der Firma The I maging Source Gm bH, Bremen, die fernsteuerbar sind ü ber das GigE-Protokoll und 60 Bilder/s aufnehmen können. Sie sind jeweils mit zirkulären Polarisationsfiltern versehen, um Reflexionen zu vermeiden, und die Aussparungen 64 im Schirm 16 sind mit einem

Fenster verschlossen, um die Bildaufnahmevorrichtungen 62 vor Feuchte und Verschmutzung durch die aufzunehmenden Gegenstände 12 zu sch ützen.

Die Auflagefläche 14 ist aus Glas vom Typ Amiran® der Firma Schott AG, Mainz, gefertigt, das reflexionsarm und farbneutral ist und auch als M useumsglas Verwendung findet. Es weist einen Grenzwinkel der Totalreflexionswinkel von weniger als 22,5° auf, so dass sämtl iche Bildaufnahmevorrichtungen 62 durch die Auflagefläche 14 bl icken können.

Der Schirm 16 ist aus einem opaken Plexiglas gefertigt, nämlich dem Plexiglas Satinice der Firma Evonik Industries AG, Darmstadt. Es weist eine beidseitig satinierte Oberfläche auf, um eine sehr gleichmäßige Verteilung des Lichts der Leuchtpunkte 32 zu erzielen.

Der Schirm 14 wird bevorzugt aus einem Plexiglasplattenmaterial hergestel lt, das ü ber entsprechende Formen thermisch verformt wird. Vorliegend wurden sechs Einzelteile verwendet, die miteinander verklebt sind, näml ich zwei Hal bumfangsflächen und jeweils zwei Hal bkreise. Bevorzugt sind die Ü bergänge zwischen Umfangsfläche 34 und Seitenflächen 40, 42 gefast ausge bildet, um einen mögl ichst gleichmäßig Lichtdurchleitung zu ermögl ichen.

Die Öffnung 36 im Schirm könnte verschlossen werden mit einem solchen Plexiglas, allerdings ist es bevorzugt, wenn sie offen bleibt, da sich dadurch eine einseitige Änderung der Lichtverteil ung ergi bt, die auf den erzielten Aufnahmen eine erhöhte Plastizität bewirkt. Zusätzlich können die einzel nen Leuchtelemente 32 mit H ilfe des mit dem Computer 72 verbundenen ersten Controllers 74 gezielt in ihrer Leuchtstärke reguliert werden, um damit eine bestimmte Lichtverteilung im I nneren 36 des Schirms 16 zu erzielen und damit den Gegenstand 12 plastisch besonders auszuleuchten. Bevorzugt wird die Öffnung 36 verschlossen, um Störungen durch U mgebungslicht auf den Bildaufnahmeprozess zu vermeiden.

Dieser Control ler 74 steuert auch die Ausrichtung der Bildaufnahmevorrichtungen 62 ü ber die Schrittmotoren 68 und die Winkelstel lung der Auflagefläche 14 ü ber den Schrittmotor 56.

Ein zweiter Controller 76 steuert die Funktionen der Bildaufnahmevorrichtungen 62, inkl usive der Bildaufnahme- und deren Auslesung sowie die Zoomeinstell ung aller Bildaufnahmevorrichtungen 62.

Die Zoomeinstell ung der Bildaufnahmevorrichtungen 62 wird da bei in Abhängigkeit von der Größe des Gegenstands 12 einheitl ich für alle Bilda ufnahmevorrichtungen 62 so vorgenommen, dass für sämtliche Bildaufnahmevorrichtungen 62 gut Format fül lende Aufnahmen entstehen können, ohne dass Teile des Gegenstands 12 außerhal b von

Einzelaufnahmen liegen.

Hierzu kann die 0°- Bildaufnahmevorrichtung 62a eingesetzt werden, um die Höhe des Gegenstands 12 zu bestimmen. Aufgrund der bestimmten Höhe wird dann die Zoomeinstellung entsprechend programmierter Vorga ben eingestel lt. Alternativ kann auch eine händische Einga be der Höhe erfolgen, wonach der zweite Control ler 74 die Zoomeinstel-lung vornimmt.

M it Hilfe der vom zweiten Controller 74 ermittelten Höhe des Gegenstands 12 erfolgt außerdem ü ber den ersten Controller 72 die Ausrichtung der von 90° und 270° a bweichenden Bildaufnahmevorrichtungen 62 so, dass deren optischer Zentralstrahl jeweils auf die M itte der Höhe des Gegenstands 12 eingerichtet ist zur Perspektivkorrektur.

Alternativ hierzu könnte auch die vertikale Höhe der Auflagefläche 16 so eingestel lt werden, dass die M itte der Höhe des Gegenstands 12 auf Höhe der 0°- Bildaufnahmevorrichtung 62a liegt. Dazu müsste ein breiterer Schlitz 44 vorliegen und auch die Öffnung 38 müsste weiter nach unten reichen. Außerdem könnte die Halterung der Ausleger 50 am Gestell 20 teleskopierbar ausgebildet sein. Aufgrund der damit verbundenen weiteren Öffnung des Schirms 14 wird allerdings die beschrie bene Ausgestaltung mit verschwenkbaren Bildaufnahmevorrichtungen 62 bevorzugt.

Nachfolgend wird eine bevorzugte Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Einrichtung 10 beschrieben.

Es sol len von einem Gegenstand 12 Bildaufnahmen gemacht werden, die zu einer SD-Animation verbunden werden können, so dass ein Interessent sich im I nternet diesen Gegenstand 12 so detaill iert betrachten kann, dass er eine Kaufentscheidung fast wie in einem Geschäft treffen kann.

Hierzu wird der Gegenstand 12 durch die Öffnung 38 zentral im Drehpunkt (nicht gezeigt) auf der Auflagefläche 14 angeordnet. Die Auflagefläche 14 war zuvor ggf. gereinigt worden, so dass eine ungestörte Transmission von Licht durch sie hindurch besteht.

M it Hilfe eines auf dem Computer 72 laufenden Verarbeitungsprogramms und des ersten Controllers 74 wird die Beleuchtung so eingestellt, dass entweder eine gleichmäßige Ausleuchtung des Gegenstands 12 vorliegt oder eine bevorzugte Lichtrichtung zur Erzeugung einer Räuml ichkeit in den Aufnahmen besteht.

Wenn nicht vora b die Höhe des Gegenstands 12 gemessen und in den Computer eingegeben wurde, wird mit Hilfe des zweiten Controllers 76 und der 0o-Bildaufnahmevorrichtung 62a diese Höhe bestimmt. Da bei kann auch vorgesehen sein, dass durch Drehung der Auflagefläche 14 ü berprüft wird, ob sich die Höhe des Gegenstandes 12 ändert, wobei dann mit der größten Höhe weitergearbeitet wird.

I n Abhängigkeit von der eingegebenen oder ermittelten Höhe des Gegenstands 12 werden mit H ilfe des ersten Controllers 74 sämtl iche Bilda ufnahmevorrichtungen 62 mit Ausnahme derjenigen von 90° und 270° mit ihrem Zentralstrahl auf die vertikale M itte des Gegenstands ausgerichtet, wo bei die Einstel lung der entsprechenden Verschwenkung der jeweili-gen Bildaufnahmevorrichtung 62 ü ber eine im Computer a bgespeicherte Ta belle erfolgt, in der die Höhe des Gegenstands 12 mit dem jeweiligen Verschwenkungswinkel korreliert ist.

Anschließend wird anhand der festgestel lten Höhe der Bildausschnitt durch Einstel lung der Brennweite des Zoomo bjektivs der Bildaufnahmevorrichtungen 62 festgelegt. Auch hierbei liegt eine im Computer a bgespeicherte Ta bel le vor, die die Höhe mit der Brennweite korreliert. Alle Bildaufnahmevorrichtungen 62 bekommen da bei eine ü bereinstimmende Brennweite vorgegeben.

Anstelle entsprechender Ta bel len kann auch mit einem Konturerkennungsprogramm gearbeitet werden, wobei der Zoom so eingestellt wird, dass der aufgenommene Gegenstand 12 beispielsweise nicht mehr als 90% der Bildaufnahmefläche der Bildaufnahmevorrichtung 62 in Anspruch nimmt.

Falls es sich um einen Gegenstand handel n sollte, der mehr breit als hoch ist, muss eine entsprechende Korrektur vorgenommen werden. Alternativ könnte die 0°- Bildaufnahmevorrichtung 62a auch benutzt werden, um die Breite des Gegenstands 12 zu bestimmen.

Schl ießlich erfolgt die Scharfstel lung der Bildaufnahmevorrichtungen 62, wobei sich eines Autofokus bedient wird und zugleich eine für eine Tiefenschärfe ü ber den gesamten Gegenstand 12 ausreichende Blendeneinstell ung einheitl ich für alle Bildaufnahmevorrichtungen 62 gewählt wird. Fal ls bei dieser Einstel lung Probleme auftreten sollten, meldet dies die Einrichtung 10 und der Benutzer kann eine manuel le Einstel lung vornehmen.

Solche Schwierigkeiten können beispielsweise auftreten, wenn eine schwache Schrift auf nahezu durchsichtigen Verpackungen vorliegt, wie es z. B. bei Getränkeflaschen auftreten kann.

Anschließend wird mit H ilfe des zweiten Control lers 76 eine zeitgleiche Auslösung sämtli-eher Bildaufnahmevorrichtungen 62 vorgenommen, wodu rch ü ber einen Hal braum von

180° neun einander ü berlappende Bildaufnahmen erzeugt werden, deren umfangsmäßiger Abstand 22,5° beträgt.

Anstelle der zeitgleichen Auslösung kann auch vorgesehen sein, dass die Auslösungen seriell nacheinander erfolgen. Dadurch kann für jede Bildaufnahmevorrichtung 62 eine optimale Beleuchtungseinstel lung vorgenommen werden .

Anschließend wird die Auflagefläche 14 um einen bestimmten Winkel exakt weiter gedreht, beispielsweise um 40° oder auch 22,5° und nach jedem Positionswechsel werden wiederum zeitgleich die neun Bildaufnahmen gemacht. Nach einer Rotation um 320° bzw. 337,5° liegen somit neun bzw. sechzehn Sätze von Hal braumaufnahmen vor, also insgesamt 81 bzw. 144 Aufnahmen des Gegenstands 12.

Nach jeder Hal braumaufnahme wird bei jeder einzel nen Bildaufnahme der H intergrund des Gegenstandes 12 herausgelöscht. Dies kann entweder ü ber eine Differenzmethode mit einem Referenzbild erfolgen oder ü ber eine Konturerkennung. Dieses Herausrechnen des Hintergrundes kann ggf. auch schon gleich in der jeweiligen Bildaufnahmevorrichtung 62 erfolgen.

Bei einander gegenü berliegenden Bildaufnahmevorrichtungen 62 erfolgt erfahrungsgemäß keine relevante Beeinflussung der Aufnahmen durch die Durch brechungen 64 im Schirm 14 und den dahinter angeordneten Bildaufnahmevorrichtu ngen 62, da die Hel ligkeit des Schirms 14 eine Ü berstrahlung dieser Bereiche bewirkt.

Nachdem al le Bildaufnahmen vorliegen, werden diese in ein Programm geladen, um die Bildü bergänge und verschiedene Vergrößerungsstufen zu erzeugen. Beispielsweise kann es sich um das Programm„O bject2VR" der Firma Garden G nome Software, Wien, handeln.

Die erzeugte 3 D-Animation kann dann mit einem geeigneten Bild betrachter, beispielsweise „Ajax-Zoom" der Firma Custom Web Solutions, Essen unter verschiedenen Bl ickwinkel n und Vergrößerungen betrachtet werden. Da bei sind aufgrund der Hal braumaufnahmen nicht nur Drehungen um die Vertikale um 360° ff. mögl ich, sondern auch Drehungen um eine horizontale Achse und sogar bel iebige schräge Zwischenstufen, also eine VoMsphärendarstellung des aufgenommenen Gegenstands 12.

Diese VoMsphärendarstel lung kann ohne Umlagerung des Gegenstands 12 erhalten werden, da dieser auf der transparenten Auflagefläche 14 angeordnet ist, so dass gleichzeitig al le Seiten des Gegenstands 12 erfasst werden können. Da durch die räumlich ausgedehnte Auflagefläche 14 ein gewisser Strahlversatz erfolgt, könnte man zur Vervoll kommnung der VoMsphärendarstell ung unter Vermeidung unnatürlicher Bildü bergänge eine entsprechende Kompensation einrechnen.

Aufgrund der hohen Aufnahmegeschwindigkeit ist der die Zeit vorgebende Faktor die Drehung der Auflagefläche 14. Bei acht bzw. fünfzeh n Drehungen und einer Zeit zum Drehen und Abwarten des Abklingens von Schwingungen in der Einrichtung 10 pro Drehung von ca. 5s ist mit einer Gesamtzeit für die Erstell ung einer VoMsphärendarstell ung pro Gegenstand 12 von ca. 1 bis 2 min zu rechnen. Die erfindungsgemäße Lösung ermögl icht somit einen sehr hohen Gegenstandsdurchsatz, so dass auch für beispielsweise Onl ineshops im Lebensmittel bereich mit seiner sehr hohen Produktvielfalt in Kürze die gesamte Warenpalette im Internet dargestellt werden kann.

Noch ein weiterer bedeutender Vorteil besteht im Lebensmittel bereich : Hier müssen sämtl iche Produkte gemäß der a b dem 13.12.2014 in Europa geltenden Lebensmittel-I nformationsverordnung ( LM IV) gekennzeichnet werden . Da dies auch für den Verkauf, insbesondere dem Verkauf im I nternet gilt, behelfen sich Onl ine-Shops für Lebensmittel derzeit damit, al le im Rahmen der LM IV erforderl ichen I nformationen auf einer gesonderten Informationsseite oder dgl . neben ein oder mehreren Produkta bbildungen getrennt auszuweisen. Da bei verwenden diese Shops sel bst erstellte Daten blätter, Was sehr Zeit aufwändig ist.

Durch die erfindungsgemäß gewonnene Vollsphärena bbildung jedes Produktes 12 ist dies nicht mehr erforderlich, da der Käufer sich jedes Produkt 12 wie in einem realen Geschäft vol lständig betrachten und dadurch alle notwendigen Informationen erhalten kann.

Zusätzlich könnte natürlich auch eine gesonderte Ausweisung der relevanten Informatio-nen vorgesehen sein. Dazu wäre es zweckmäßig, wenn man mittels eines OCR-Programms diese Informationen aus den Aufnahmen automatisch ausliest und einer entsprechenden I nformationszusammenstell ung zuführt. Andererseits kann der Automatisierungsgrad noch dadurch erhöht werden, dass nur ein Barcode oder dgl. oder ein eventuel l vorhandener Pfandcode ausgelesen werden, wobei zu jedem entsprechenden Code die relevanten I nformationen schon herstellerseitig hinterlegt wurden.

Weiterhin kann auch eine tatsächliche dreidimensionale Darstell ung mithilfe entsprechender Anzeigeverfahren vorgenommen werden. Zur Berechnung der entsprechenden Daten könnte eine räuml ich versetzte Anordnung von Bildaufnahmevorrichtungen 62 erfolgen. Andererseits kann auch eine Softwarelösung dadurch vorliegen, dass der Gegenstand 12 gleichzeitig mit einem Laserscanner (nicht gezeigt) vermessen wird, um aus der Vermessung die notwendigen I nformationen zur Darstell ung der Dreidimensionalität zu gewinnen.

Die erfindungsgemäße Lösung hat auch den Vorteil, dass sich ein I nteressent das gewünschte Produkt fast wie im wirkl ichen Leben betrachten kann, wodurch das Einkaufserlebnis deutlich gesteigert wird gegenü ber bisherigen Online-Angeboten.

Aus der vorstehenden Darstell ung ist deutlich geworden, dass bel iebige Gegenstände, insbesondere solche mit veränderlichem Äußeren, wie beispielsweise Lebensmittel in Tüten oder dgl., schnel l aus unterschiedlichen Betrachtungsrichtungen aufgenommen werden können, wobei die Bildaufnahmen schnel l und unkompliziert erfolgen können. Außerdem sind auch lebensmittel kennzeichnungsrechtl iche Bestimmungen, wonach al le inhaltsrelevanten Informationen für einen potentiel len Käufer für ein bestimmtes Lebensmittel ersichtlich sein müssen, mit H ilfe der erhaltenen Aufnahmen erfül l bar.

Soweit nichts anders angegeben ist, können sämtl iche Merkmale der vorl iegenden Erfindung frei miteinander kom biniert werden. Auch die in der Figuren beschreibung beschriebenen Merkmale können, soweit nichts anderes angegeben ist, als Merkmale der Erfindung frei mit den ü brigen Merkmalen kom biniert werden. Da bei können gegenständl iche Merkmale der Einrichtung auch im Rahmen des Verfahrens umformul iert zu Verfahrensmerkmalen Verwendung finden und Verfahrensmerkmale im Rahmen der Einrichtung umformul iert zur Einrichtungsmerkmalen.

Bezugszeichenliste

10 Einrichtung

12 aufzunehmender Gegenstand

14 Anordnungsort, transparente, tel lerförmige Auflagefläche

16 opaker Schirm

18 Rahmen

20 Gestel l

22 Standfuß

24, 26 ringförmige Elemente des Rahmens 18

28 Querstreben

30 umlaufende Bänder

32 Leuchtelemente

34 Umfangsfläche des Schirms 16

36 Innere des Schirms 16

38 Öffnung des Schirms 16

40, 42 Seitenflächen des Schirms 16

44 Schlitz in Seitenfläche 40

46 Stützräder für Auflagefläche 14

48, 50 Ausleger

52 Stützrad für Auflagefläche 14

54 Antriebsrad für Auflagefläche 14

55 Zahnriemen

56 Schrittmotor

58 Außenkante der Auflagefläche 14

60 Umfangskonturen der Stützräder 46, 52 und des Antriebsrades 54

62, 62a Bildaufnahmevorrichtungen

64 Aussparungen im Schirm 16 für die Bildaufnahmevorrichtungen 62, 62a

66 Achsen zur Befestigung der Bildaufnahmevorrichtu ngen 62, 62a

68 Schrittmotor

70 Zahnradkoppl ung

72 Computer

erster Controller zweiter Controller