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1. WO2016041728 - WATER SEPARATOR WITH A WATER OVERFLOW SECURED BY MEANS OF A FLOAT VALVE

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Beschreibung

Wasserabscheider mit durch Schwimmerventil gesichertem Wasserüberlauf

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft einen Wasserabscheider für in Kraftstoff enthaltenes Wasser.

Stand der Technik

Es ist bekannt, Wasserabscheider mit einer Wasserablasseinrichtung auszubilden. Beispielsweise offenbart die DE 600 26 724 T2 einen wasserabscheidenden Kraftstofffilter mit einem Wassersammeiraum für abgeschiedenes Wasser. Das Erreichen einer maximalen Füllhöhe des Wassers im Wassersammeiraum wird durch einen Sensor detek-tiert. Eine Pumpe des Wasserabscheiders pumpt dann das Wasser aus dem Wassersammeiraum.

Aus der DE 10 2010 047 354 B3 ist ein weiteres Kraftstofffiltersystem bekannt. Das bekannte Kraftstofffiltersystem weist eine Wasserablassleitung auf. Das Kraftstofffiltersystem umfasst ein bidirektional sperrbares Ventil, das abhängig vom Druck der Wasserablassleitung steuerbar ist.

Es ist weiterhin bekannt, Wasserabscheider für in Kraftstoff enthaltenes Wasser mit einem Schwimmerventil auszustatten.

Beispielsweise offenbaren die DE 20 201 1 104 600 U1 und DE 32 17 1 62 A1 wasserabscheidende Kraftstofffilter. Das abgeschiedene Wasser sammelt sich am Boden eines Filtergehäuses. An diesem Boden ist ein Ablassventil angeordnet, das sich im Falle der Wasseransammlung am Boden mittels einer Schwimmerkugel öffnet.

Die DE 1 1 2010 003 359 T5 offenbart einen Kraftstofffilter mit einem Schwimmerventil, das verhindert, dass Kraftstoff in einen Wassersammeiraum eintritt.

Aus der DE 10 2008 020 233 A1 ist ein Wasserabscheider mit einer Verdampfereinrichtung bekannt. Der Wasserabscheider umfasst ein Schwimmerventil am Abdampfausgang, um zu verhindern, dass verdampftes Dieselöl in die Umwelt gelangt.

Die US 5,705,056 A offenbart einen Wasserabscheider mit einem Auslassventil. Das Auslassventil wird bei der Ansammlung von Wasser durch ein Schwimmerventil geöffnet.

Schließlich offenbart die EP 0 060 106 A2 einen Wasserabscheider mit einem Abflusslabyrinth. Oberhalb des Abflusslabyrinths ist ein Abscheideelement, unterhalb des Abflusslabyrinths ist ein Wassersammeiraum angeordnet. In dem Abflusslabyrinth sind mehrere Kugeln vorgesehen, um das Absinken von Kraftstoff in den Wassersammel-raum zu verhindern und das Absinken von Wasser zu beschleunigen.

Bei den bekannten Wasserabscheidern mit einem Schwimmerventil sind Abscheideelement, Wassersammeiraum und eine fluidische Verbindung zwischen Abscheideelement und Wassersammeiraum seriell zueinander angeordnet, wobei das Schwimmerventil den Zugang zum Wassersammeiraum oder den Abfluss vom Wassersammei räum kontrolliert. Für das abgeschiedene Wasser wird somit nur ein Abflussweg aus dem Wasserabscheider bereitgestellt. Fällt dieser eine Abflussweg aus, beispielsweise weil der Wassersammeiraum voll ist und ein Wartungssignal ignoriert wird, so kommt es zu einem Ausfall des Wasserabscheiders.

Aus der WO 2010/020489 A1 ist es hierzu zwar bekannt, einen Wasserabscheider mit einem Wassersammeiraum unterseitig mit einem Wasserauslass und oberseitig mit einem Kraftstoffauslass auszubilden, so dass auch im Falle eines vollen Wasserabscheiders dieser weiter betrieben werden kann. In der WO 2010/020489 A1 fungiert der Wassersammeiraum jedoch als strömungsberuhigtes Abscheideelement. Durch die Rückführung von Kraftstoff wird somit eine gewisse Strömung hervorgerufen.

Offenbarung der Erfindung

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Wasserabscheider mit einem signifikant verbesserten Wirkungsgrad bereitzustellen, der dennoch bei ausbleibender Leerung des Wassersammeiraums nicht ausfällt.

Diese Aufgabe wird durch einen Wasserabscheider mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbildungen an.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird somit gelöst durch einen Wasserabscheider für in Kraftstoff enthaltenes Wasser, aufweisend:

a) ein Wasserabscheidergehäuse;

b) ein im Wasserabscheidergehäuse angeordnetes Abscheideelement;

c) einen im Betrieb des Wasserabscheiders unterhalb des Abscheideelements angeordneten Wassersammeiraum, der mit dem Abscheideelement über eine Was- sersammelraum-Durchgangsausnehmung fluidisch verbunden ist;

d) eine Ableitungs-Durchgangsausnehmung, die zum Ableiten von Wasser aus dem Wasserabscheider einenends aus dem Wasserabscheider herausführt und ande- renends fluidisch durch ein Überlaufventil mit dem Wassersammeiraum verbunden ist;

e) einen Schwimmer im Überlaufventil zum Verschließen der Ableitungs-Durch- gangsausnehmung, wobei die Durchschnittsdichte des Schwimmers mehr als 700 kg/m3 und weniger als 1000 kg/m3 beträgt, so dass der Schwimmer bei Er- reichen des Wasserfüllpegels am Überlaufventil die Verbindung zwischen Was- sersammelraum und Ableitungs-Durchgangsausnehmung öffnet.

Durch den Schwimmer wird das Überlaufventil nur durch Wasser, nicht aber durch Kraftstoff geöffnet. Der Wirkungsgrad des Wasserabscheiders wird somit signifikant ver-bessert. Gleichzeitig wird durch die Wasserabführung mittels des Überlaufventils die Funktion des Wasserabscheiders auch dann gewährleistet, wenn ein Entleeren des gefüllten Wassersammeiraums nicht vorgenommen wird. Weiterhin schützt der erfindungsgemäße Wasserabscheider ein Einspritzsystem eines Kraftfahrzeuges, wenn Schwallwasser aus dem Tank in den Wasserabscheider angesaugt wird, da das Über-laufventil ein Durchziehen von Wasser zum Einspritzsystem verhindert. Das Einspritzsystem wird dadurch vor Korrosion geschützt.

Die Durchschnittsdichte des Schwimmers von mehr als 700 kg/m3 und weniger als 1000 kg/m3 entspricht der Dichte von in Kraftfahrzeugen verwendetem Kraftstoff. Bevor-zugt beträgt die Durchschnittsdichte des Schwimmers mehr als 819 kg/m3 und weniger als 1000 kg/m3. Der Schwimmer wird in diesem Fall von Wasser angehoben, nicht aber von Dieselkraftstoff. Besonders bevorzugt beträgt die Durchschnittsdichte des Schwimmers mehr als 875 kg/m3 und weniger als 885 kg/m3.

Die Ableitungs-Durchgangsausnehmung kann im Überlaufventil von der Wassersammei raum-Durchgangsausnehmung abzweigen. Der Wasserabscheider ist in diesem Fall konstruktiv besonders einfach ausgebildet.

Der Schwimmer kann inhomogen ausgebildet sein. Beispielsweise kann der Schwimmer einen Kern aus einem ersten Material und eine Hülle aus einem anderen Material aufweisen. Um die Herstellung des Schwimmers zu vereinfachen, weist der Schwimmer jedoch bevorzugt ein einziges Material mit einer homogenen Dichte auf. Der Schwimmer ist besonders einfach herstellbar, wenn er aus Polypropylen ausgebildet ist.

Das Überlaufventil ist konstruktiv besonders einfach ausgebildet, wenn der Schwimmer kugelförmig ausgebildet ist. In diesem Fall muss keine Führung zur Orientierung des Schwimmers vorgesehen werden.

Die Herstellung des Wasserabscheiders wird weiterhin vereinfacht, wenn das Überlaufventil einen Ventilsitz mit einer Dichtfläche aufweist, deren Geometrie zumindest teilweise komplementär zur Außenseite des Schwimmers ausgebildet ist. Bevorzugt ist die Dichtfläche in Form einer Teilkugelfläche zur Aufnahme eines kugelförmigen Schwimmers ausgebildet.

Der Ventilsitz kann im Wasserabscheidergehäuse ausgebildet sein. In diesem Fall ist die Ableitungs-Durchgangsausnehmung zumindest teilweise im Wasserabscheidergehäuse ausgebildet.

Alternativ dazu kann der Ventilsitz durch ein Einsatzstück des Überlaufventils ausgebildet sein, wobei das Einsatzstück mit dem Wasserabscheidergehäuse verbunden ist. Durch das Einsatzstück werden aufwändige Ausgestaltungen bzw. Ausfräsungen des Wasserabscheidergehäuses vermieden, so dass die Produktion des Wasserabscheiders signifikant vereinfacht wird. In diesem Fall ist die Ableitungs-Durchgangsausneh-mung zumindest teilweise im Einsatzstück ausgebildet.

Das Einsatzstück ist vorzugsweise durch zumindest eine Gewindeverbindung am Wasserabscheidergehäuse befestigt. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Einsatzstück durch radiale Pressrillen im Wasserabscheidergehäuse befestigt sein.

Um das Risiko einer Fehlbetätigung des Überlaufsitzes zu minimieren, kann die Was-sersammelraum-Durchgangsausnehmung zwischen Wassersammeiraum und Schwimmer eine Querschnittsfläche von weniger als 7 mm2, ein Prallelement und/oder ein La-byrinth aufweisen.

Das Überlaufventil kann über der Decke des Wassersammeiraums angeordnet sein.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann das Wasserabscheidegehäuse ei-nen Ringkanal zwischen dem Abscheideelement und dem Wassersammeiraum aufweisen, wobei das Überlaufventil fluidisch mit dem Ringkanal verbunden und zwischen Abscheideelement und Wassersammeiraum angeordnet ist.

Der Ringkanal kann teilweise zum Wassersammeiraum hin geschlossen ausgebildet sein.

Besonders bevorzugt weist der Wasserabscheider zusätzlich zur Ableitungs-Durch-gangsausnehmung eine Wasseraustragseinrichtung zum zumindest teilweisen Entleeren von im Wassersammeiraum gesammeltem Wasser auf. Die "übliche" Entleerung des Wassersammeiraums erfolgt dadurch über die Wasseraustragseinrichtung. Die Wasseraustragseinrichtung ist vorzugsweise im Betrieb des Wasserabscheiders unterhalb des Wassersammeiraums angeordnet oder ausgebildet, so dass Wasser aus dem Wassersammeiraum ohne Pumpe aus dem Wassersammeiraum abgelassen werden kann.

In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist die Wasseraustragseinrichtung im Betrieb des Wasserabscheiders unterhalb des Überlaufventils angeordnet. Weiter bevorzugt ist die Wasseraustragseinrichtung im Betrieb des Wasserabscheiders unterhalb der Ableitungs-Durchgangsausnehmung angeordnet.

Die Wasseraustragseinrichtung kann dabei eine Ablassöffnung im Bodenbereich des Wassersammeiraums aufweisen.

Die Wasseraustragseinrichtung kann alternativ oder zusätzlich dazu einen Austragskanal aufweisen, über den im Wassersammeiraum gesammeltes Wasser nach oben durch den Wasserabscheider ableitbar ist, wobei der Austragskanal zumindest teilweise im Wasserabscheidergehäuse und/oder im Abscheideelement ausgebildet ist.

Besonders bevorzugt weist der Wasserabscheider einen Kraftstofftank und eine fluidisch mit dem Kraftstofftank verbundene Rückführleitung auf, wobei die Ableitungs-Durchgangsausnehmung fluidisch mit der Rückführleitung verbunden ist. Die Ablei-tungs-Durchgangsausnehmung mündet somit schließlich in den Kraftstofftank. Eine Wasserentsorgung für das über die Ableitungs-Durchgangsausnehmung abgeleitete Wasser ist in diesem Fall nicht nötig.

In weiter bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weist der Wasserabscheider einen Wasserstandsensor zum Erfassen des Wasserfüllpegels im Wasserabscheider auf. Der Wasserstandsensor ist bevorzugt in der Wassersammeikammer angeordnet. Die Herstellung des Wasserabscheiders wird vereinfacht, wenn der Wasserstandsensor mittig auf der Längsachse des Wasserabscheiders angeordnet ist.

Bevorzugt ist der Wasserstandsensor im Betrieb des Wasserabscheiders unterhalb des Überlaufventils, besonders bevorzugt unterhalb der Ableitungs-Durchgangsausneh-mung, angeordnet.

Das Abscheideelement kann ein Siebrohr und ein Stützrohr aufweisen, zwischen denen ein Wasserabscheidespalt ausgebildet ist, wobei der Wasserabscheidespalt fluidisch mit dem Wassersammeiraum verbunden ist.

Um die Wasser-Abscheiderate zu erhöhen, weist das Abscheideelement bevorzugt ein Koaleszermedium auf.

Weiter bevorzugt weist das Abscheideelement ein Filtermedium auf, um zusätzlich zur Wasserabscheidung Schmutz aus dem Kraftstoff herauszufiltern.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt sowie aus den An-Sprüchen.

Die in der Zeichnung dargestellten Merkmale sind derart dargestellt, dass die erfindungsgemäßen Besonderheiten deutlich sichtbar gemacht werden können. Die verschiedenen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kom-binationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein.

Es zeigen:

Fig. 1 eine geschnittene Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Wasserabscheiders mit einem Wasserabscheidergehäuse und einem Überlaufventil, wobei ein Ventilsitz des Überlaufventils im Wasserabscheidergehäuse ausgebildet ist; Fig. 2 eine geschnittene Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Wasserabscheiders mit einem Überlaufventil, wobei ein Ventilsitz des Überlaufventils in einem Einsatzstück ausgebildet ist;

Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des Überlaufventils aus Fig. 2; und

Fig. 4 eine geschnittene Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels eines Wasserab- scheiders mit einem Überlaufventil, wobei ein Ventilsitz des Überlaufventils in einem Einsatzstück ausgebildet ist und eine Wassersammelraum-Durchgangsaus- nehmung neben dem Überlaufventil verläuft.

Fig. 1 zeigt einen Wasserabscheider 10 in Form eines Kraftstofffilters. Der Wasserab-scheider 10 weist ein Abscheideelement 12 auf. Das Abscheideelement 12 ist in einem Wasserabscheidergehäuse 14 angeordnet.

Das Abscheideelement 12 ist in Form eines Filterelements, genauer gesagt in Form eines Rundfilterelements, ausgebildet. Dabei ist das Abscheideelement 12 im Wesent-liehen axialsymmetrisch zu seiner mittigen Filterelementlängsachse 1 6 ausgebildet. Das Abscheideelement 12 weist ein Filtermedium 18 zur Abscheidung von Schmutz aus dem Kraftstoff auf. Dem Filtermedium 18 ist ein Koaleszermedium 20 fluidisch nachgeschaltet. Am Koaleszermedium 20 bilden sich aus dem im Kraftstoff enthaltenen abzuscheidenden Wasser Wassertröpfchen aus. Das Koaleszermedium 20 stützt sich radial, d.h. senkrecht zur mittigen Filterelementlängsachse 16 an einem Stützrohr 22 ab. Radial nach innen zum Stützrohr 22 versetzt weist das Abscheideelement 12 ein Siebrohr 24 auf. Zwischen Stützrohr 22 und Siebrohr 24 befindet sich ein Wasserabscheidespalt 26.

Das am Abscheideelement 12 abgeschiedene Wasser läuft über den Wasserabscheidespalt 26 weiter über eine Wassersammelraum-Durchgangsausnehmung 28 in einen Wassersammeiraum 30. Das aus dem Kraftstoff abgeschiedene Wasser sammelt sich somit im Wassersammeiraum 30. Das Erreichen einer vordefinierten Füllhöhe des Wassersammeiraums 30 mit Wasser ist durch Wasserstandselektroden (nicht gezeigt) des Wasserabscheiders 10 detektierbar. Die Detektion des Erreichens der vordefinierten Füllhöhe des Wassersammeiraums 30 löst eine Servicemeldung aus. Das aus dem Kraftstoff abgeschiedene Wasser kann dann in einer Werkstatt mittels einer Wasseraustragseinrichtung (nicht gezeigt) im Bodenbereich 32 des Wassersammei raums 30 abgelassen werden. Die Wasseraustragseinrichtung ist dabei vorzugsweise in Form eines Stopfens, eines Hahns oder eines Ventils ausgebildet.

Wird der Wassersammeiraum 30 nicht entleert, kommt es bei den meisten bekannten Wasserabscheidern zu einer Beschädigung des Wasserabscheiders durch einen weiter ansteigenden Wasserpegel. Dabei kann es zu einem Einfrieren von Wasser im Wasserabscheider und/oder zu einem "Durchreißen" von Wasser in ein Einspritzsystem und Korrosionserscheinungen im Einspritzsystem kommen. Alternativ dazu kann das ignorierte Servicesignal mit einer Abschaltung des mit dem Kraftstoff angetriebenen Verbrennungsmotors verbunden sein.

Der erfindungsgemäße Wasserabscheider kann demgegenüber auch im Falle eines ignorierten Servicesignals sicher weiterbetrieben werden. Hierzu weist der Wasserabscheider 10 eine Ableitungs-Durchgangsausnehmung 34 auf. In der Ableitungs-Durch-gangsausnehmung 34 ist eine Drossel 36 angeordnet, um die Abflussmenge zu regu-lieren. Die Drossel 36 ist in Form einer Einpressdrossel ausgebildet. Die Ableitungs-Durchgangsausnehmung 34 ist einenends mit einem Kraftstofftank (nicht gezeigt) und anderenends mit einem Überlaufventil 38 fluidisch verbunden.

Das Überlaufventil 38 ist in einem Ringkanal 40 des Wasserabscheidergehäuses 14 an- geordnet. Der Ringkanal 40 ist unterenends durch eine Decke 42 des Wassersammeiraums 30 zumindest teilweise geschlossen ausgebildet.

Das Überlaufventil 38 ist in Fig. 1 lediglich schematisch dargestellt. Es weist einen Schwimmer 44 auf. Der Schwimmer 44 ist kugelförmig ausgebildet. In Fig. 1 ist der Schwimmer 44 in einer oberen Position (dort ist er in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 44 versehen) und in einer unteren Position dargestellt. Die untere Position des Schwimmers 44 entspricht der Stellung des Schwimmers 44 "im Regelbetrieb", d.h. ohne übervollen Wassersammeiraum 30. Der Schwimmer 44 sitzt in diesem Zustand in einem Ventilsitz 46 des Überlaufventils 38 und dichtet die Ableitungs-Durchgangsausnehmung 34 gegenüber der Wassersammelraum-Durchgangsausnehmung 28 ab.

Der Schwimmer 44 weist eine Durchschnittsdichte zwischen 700 kg/m3 und 800 kg/m3 auf. Der Schwimmer 44 ist dadurch leichter als Wasser und schwerer als Dieselkraft-Stoff. In Dieselkraftstoff schwimmt der Schwimmer 44 somit nicht auf, während er bei ansteigendem Wasserpegel aufsteigt und die fluidische Verbindung des Überlaufventils 38 zwischen der Wassersammelraum-Durchgangsausnehmung 28 und der Ableitungs-Durchgangsausnehmung 34 öffnet, so dass das Wasser über die Ableitungs-Durch-gangsausnehmung 34 abfließen kann. Im Ergebnis fließt somit über die Ableitungs-Durchgangsausnehmung 34 kein Krafstoff aus dem Wasserabscheider 10 zurück in den Kraftstofftank.

Fig. 2 zeigt einen Teil eines weiteren Wasserabscheiders 10. Der Wasserabscheider 10 weist ein Überlaufventil 38 auf, das fluidisch zwischen einer Wassersammelraum-Durchgangsausnehmung 28 und einem Wassersammeiraum 30 angeordnet ist. Das Überlaufventil 28 ist weiterhin mit einer Ableitungs-Durchgangsausnehmung 34 verbunden. Das Überlaufventil 38 ist in der Decke 42 des Wassersammeiraums 30 befestigt. Ein Schwimmer 44 des Überlaufventils 38 befindet sich dabei im Betriebszustand des Wasserabscheiders 10 oberhalb der Decke 42.

Fig. 3 zeigt eine stark vergrößerte Darstellung des Wasserabscheiders 10 aus Fig. 2. Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass das Überlaufventil 38 auf konstruktiv besonders einfache Art und Weise ausgebildet ist, indem es ein Einsatzstück 48 aufweist, in dem ein Ventilsitz 46 mit einer Dichtfläche 50 für den Schwimmer 44 ausgebildet ist. Der Ventilsitz 46 muss daher - im Gegensatz zur Ausführungsform des Wasserabscheiders 10 gemäß Fig. 1 - nicht im Wasserabscheidergehäuse 14 ausgebildet werden. Das Einsatzstück 48 ist durch eine erste Gewindeverbindung 52 und eine zweite Gewindeverbindung 54 am Wasserabscheidergehäuse 14 befestigt. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Einsatzstück 48 durch radiale Pressrillen (nicht gezeigt) im Wasserabscheidergehäuse 14 befestigt sein.

Das Einsatzstück 48 weist in Richtung seiner mittigen Längsachse 56 eine erste Durch-gangsausnehmung 58 auf, die einenends mit der Wassersammelraum-Durchgangsaus-nehmung 28 und anderenends mit dem Wassersammeiraum 30 fluidisch verbunden ist. Im Einsatzstück 48 ist quer zur Richtung seiner Längsachse 56, insbesondere senkrecht zur Richtung seiner Längsachse 56 eine Ableitungs-Durchgangsausnehmung 34 ausgebildet. Gemäß Fig. 3 ist die Ableitungs-Durchgangsausnehmung 34 durch den Schwimmer 44 verschlossen. Ein Aufschwimmen des Schwimmers 44 in angestautem Wasser bewirkt jedoch eine fluidische Verbindung zwischen der ersten Durchgangsaus-nehmung 58 und der Ableitungs-Durchgangsausnehmung 34, so dass Wasser aus dem Wassersammeiraum 30 (siehe Fig. 2) abfließen kann.

Fig. 4 zeigt einen weiteren Wasserabscheider 10. Der Wasserabscheider 10 gemäß Fig. 4 entspricht dem Wasserabscheider 10 gemäß Fig. 2. Ein Pfeil 60 zeigt den Weg des von einem Abscheideelement 12 abgeschiedenen Wassers in einen Wassersammeiraum 30.

Im Gegensatz zum Wasserabscheider 10 gemäß Fig. 2 verläuft eine Wassersammel-raum-Durchgangsausnehmung 28 nicht durch das Überlaufventil 38, sondern umgeht das Überlaufventil 38. Sich im Wassersammeiraum 38 anstauender Kraftstoff kann daher über die Wassersammelraum-Durchgangsausnehmung 28 nach oben zum Abscheideelement 12 hin verdrängt werden, wobei sich die Bezeichnung "nach oben" auf den Betriebszustand des Wasserabscheiders 10 bezieht. Demgegenüber wird sich im Wassersammeiraum 30 anstauendes Wasser über eine Ableitungs-Durchgangsausneh-mung 34 in eine Rückführleitung 62 geleitet, die in einen Kraftstofftank (nicht gezeigt) führt.

Zusammenfassend betrifft die Erfindung einen Wasserabscheider, insbesondere in

Form eines Kraftstofffilters für ein Kraftfahrzeug. Der Wasserabscheider weist einen Wassersammeiraum auf. Der Wassersammeiraum ist mit einem Überlaufventil gegenüber einer Ableitungs-Durchgangsausnehmung verschlossen. Das Überlaufventil weist einen Schwimmer auf, der leichter als Wasser, aber schwerer als Kraftstoff, insbeson-dere schwerer als Dieselkraftstoff ist. Der Schwimmer schwimmt bei im Wassersammel-raum angestautem Wasser auf und gibt die mit dem Überlaufventil fluidisch verbundene Ableitungs-Durchgangsausnehmung frei, über die das angestaute Wasser abfließen kann. Kraftstoff öffnet demgegenüber das Überlaufventil nicht, so dass nur im Falle einer Wasserstauung eine Ableitung über die Ableitungs-Durchgangsausnehmung aus dem Wasserabscheider erfolgt, wodurch der Wirkungsgrad des Wasserabscheiders stark erhöht wird. Die Ableitungs-Durchgangsausnehmung ist bevorzugt fluidisch mit einem Kraftstofftank des Kraftfahrzeugs verbunden. Zum regulären Wasseraustrag aus dem Wassersammeiraum ist dieser vorzugsweise mit einer Wasseraustragseinrichtung verbunden.