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1. WO2012068595 - RECEPTACLE RAIL

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Behältnisschiene

Die Erfindung betrifft eine Behältnisschiene mit einer daran anzuordnenden doppelwandigen Schubladenseitenwand, die eine Innenwand und eine Außenwand aufweist, wobei im vorderen Endbereich und im hinteren Endbereich der Behältnisschiene jeweils nach oben ragende Aufsätze angeordnet sind, wobei an den Aufsätzen jeweils Befestigungseinrichtungen zur Verbindung mit einer Schubladenfrontblende und mit einer Schubladenrückwand anbringbar sind.

Bei im Stand der Technik bekannten Behältnisschienen mit daran angeordneten Aufsätzen, an denen eine Schubladenfrontblende bzw. eine Schubladenrückwand angebracht werden kann, wird häufig ein hutförmiges Seitenzargenprofil über diese Aufsätze gestülpt. Dadurch sind einerseits die Aufsätze mit ihren Befestigungseinrichtungen für die Schubladenfrontblende und die Schubladenrückwand verdeckt und andererseits kann damit das Seitenzargenprofil gleichzeitig als Schubladenseitenwand dienen (z.B. DE 10 2008 024 673 A1). Kräfte, die beispielsweise über die Schubladenfrontblende in diese Anordnung eingebracht werden - z.B. durch Anstoßen der Schublade zum Schließen - müssen dabei vom Seitenzargenprofil entsprechend aufgenommen werden. Dies erfordert eine entsprechend stabile Ausführung des Seitenzargenprofils. Weiters sind im Stand der Technik Schubladenseitenzargen mit daran angeordneten Relings bekannt (z.B. EP 1 393 653 A1 , DE 20 2004 001 848 U1 ).

Die Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Behältnisschiene anzugeben. Insbesondere soll erreicht werden, dass über die Schubladenfrontblende eingebrachte Kräfte nicht vom Seitenzargenprofil bzw. der Schubladenseitenwand abgefangen werden müssen.

Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Unteransprüchen angegeben.

Gemäß der Erfindung ist also vorgesehen, dass im Inneren der doppelwandigen Schubladenseitenwand im oberen Bereich derselben eine längliche

Stabilisierungseinrichtung vorgesehen ist, welche mit den beiden Aufsätzen verbunden ist und welche zumindest teilweise oberhalb der Behältnisschiene bezüglich der normalen Montagelage einer Schublade mit horizontaler Schubladenausziehführung liegt.

Auf diese Weise ergibt sich ein stabiler Rahmen, gebildet durch die Behältnisschiene, den zwei an der Behältnisschiene angeordneten Aufsätzen und die Stabilisierungseinrichtung.

Vorzugsweise kann dabei vorgesehen sein, dass der vordere Aufsatz Mittel zur Befestigung einer vorderen Befestigungseinrichtung, vorzugsweise einer Frontbeschlagsbaugruppe, aufweist, wobei an der vorderen Befestigungseinrichtung eine Schubladenfrontblende anbringbar ist und dass der hintere Aufsatz Mittel zur Befestigung einer hinteren Befestigungseinrichtung, vorzugsweise eines Rückwandhalters, aufweist, wobei an der hinteren Befestigungseinrichtung eine Schubladenrückwand anbringbar ist.

Durch den stabilen Rahmen, gebildet aus der Behältnisschiene, den zwei an der Behältnisschiene angeordneten Aufsätzen und der Stabilisierungseinrichtung, können Kräfte, welche beispielsweise über die Schubladenfrontblende oder über die Schubladenrückwand in diese Anordnung eingebracht werden, abgefangen werden, unabhängig davon, ob eine Schubladenseitenwand oder ein Seitenzargenprofil vorhanden ist oder nicht. Eine an diesem Rahmen zu befestigende Schubladenseitenwand wird keinen wesentlichen Krafteinwirkungen mehr ausgesetzt und kann dadurch beispielsweise auch sehr dünn ausgeführt werden. Eine sehr dünne Schubladenseitenwand wiederum führt dazu, dass die lichte Breite eines mit dieser Anordnung gebildeten Schubladenbehälters entsprechend vergrößert werden kann, wodurch sich ebenfalls der benutzbare Stauraum im Schubladenbehälter vergrößert. Außerdem können dadurch die Schubladenseitenwände auch als reine Verkleidungselemente ausgeführt sein und aus Werkstoffen bestehen, welche einer Krafteinwirkung der vorbeschriebenen Art nicht standhalten würden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Stabilisierungseinrichtung eine Stange oder Schiene ist. Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass die Stange oder Schiene einen Querschnitt aufweist, wobei der

Querschnitt über die gesamte Länge der Stange oder Schiene im Wesentlichen gleich ist. Hierbei kann beispielsweise der Querschnitt rechteckig sein. Selbstverständlich kann der Querschnitt aber auch andere Formen aufweisen und z.B. rund oder vieleckig ausgeführt sein.

Eine besonders Ausführungsvariante sieht vor, dass die Stabilisierungseinrichtung mit der Schubladenseitenwand verbindbar ist. Dabei ist vorgesehen, dass die Schubladenseitenwand mehrteilig ausgeführt ist und eine Innenwand und eine Außenwand umfasst. Vorzugsweise kann dabei vorgesehen sein, dass die Innenwand zwischen den Aufsätzen mit der Außenwand verbindbar ist.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Schubladenseitenwand zumindest über einen Teil ihrer Längserstreckung formschlüssig mit der Stabilisierungseinrichtung verbindbar ist. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Schubladenseitenwand zumindest über einen Teil ihrer Längserstreckung mit der Stabilisierungseinrichtung verklebbar ist. Dabei kann beispielsweise ein Zweikomponentenkleber zum Einsatz kommen.

Eine besondere Ausführungsvariante sieht vor, dass die Schubladenseitenwand zumindest teilweise aus Aluminium besteht.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Stabilisierungseinrichtung als Schiene ausgeführt ist, deren Querschnitt eine im Wesentlichen U-förmige Gestalt aufweist, so kann z.B. eine entsprechend geformte Innenwand in diese U-förmige Schiene eingehängt und darin gelagert werden. Die Schiene kann dabei auch entsprechende Erhebungen aufweisen, sodass die Innenwand in der Schiene nicht nur gelagert, sondern zusätzlich im Wesentlichen spielfrei z.B. zwischen Erhebungen an der ersten Profilseitenwand und der den Erhebungen gegenüberliegenden, zweiten Profilseitenwand des U-Profils eingeklemmt werden kann. Alternativ oder zusätzlich können jedoch auch andere Befestigungsarten zum Einsatz kommen, um die Schubladenseitenwand mit der Stabilisierungseinrichtung zu verbinden. So kann die Schubladenseitenwand mit der Stabilisierungseinrichtung beispielsweise verklebt, verschraubt, verschweißt, vernietet oder geclincht werden.

Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Stabilisierungseinrichtung zumindest teilweise aus Stahl besteht. Wenn auch die Behältnisschiene und/oder die beiden Aufsätze zumindest teilweise aus Stahl bestehen, kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass die Behältnisschiene mit den beiden Aufsätzen starr verbunden - vorzugsweise verschweißt - ist. Ebenso kann vorgesehen sein, dass die Stabilisierungseinrichtung mit den beiden Aufsätzen starr verbunden - vorzugsweise verschweißt - ist. Dadurch wird ein stabiler Rahmen, bestehend aus Behältnisschiene, Stabilisierungseinrichtung und den beiden Aufsätzen gebildet. Besonders günstig ist dabei, wenn die Stabilisierungseinrichtung mit den oberen Endbereichen der Aufsätze verbunden ist. Dadurch kann besonders einfach erreicht werden, dass eine entsprechend geformte Schubladenseitenwand nicht nur lagestabil auf der Stabilisierungseinrichtung gelagert werden kann, sondern gleichzeitig auch die Aufsätze optisch verdecken kann. Vorzugsweise verläuft dabei die Stabilisierungseinrichtung im Wesentlichen parallel zur Behältnisschiene.

Bei einer möglichen Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Behältnisschiene einen im Querschnitt im Wesentlichen S-förmigen oder Z-förmigen Abschnitt aufweist. Dieser Abschnitt kann dabei vorzugsweise so ausgeführt sein, dass die Behältnisschiene einen Auflagesteg für einen Schubladenboden aufweist, wobei der Auflagesteg zwei höhenmäßig unterschiedliche Auflageschenkel umfasst.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Behältnisschiene mit einer daran zu befestigenden Schubladenseitenwand,

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer Behältnisschiene mit daran befestigter Schubladenseitenwand gemäß Fig. 1 , Fig. 3 eine mit einer Innenwand zu befestigende Stabilisierungseinrichtung, Fig. 4 eine Innenwand mit daran befestigter Stabilisierungseinrichtung, welche mit einer Behältnisschiene zu verbinden ist,

Fig. 5 mit der Behältnisschiene und der Stabilisierungseinrichtung gemäß

Fig. 4 zu verbindende Aufsätze, an welchen eine

Schubladenfrontblende und eine Schubladenrückwand angebracht werden können,

Fig. 6 eine perspektivische Darstellung gemäß Fig. 5 mit an der

Behältnisschiene und der Stabilisierungseinrichtung befestigten Aufsätzen,

Fig. 7 eine Detaildarstellung des Stabilisierungsrahmens bestehend aus der Behältnisschiene, den beiden Aufsätzen und der Stabilisierungseinrichtung,

Fig. 8 eine Anordnung gemäß Fig. 6 mit daran zu befestigender

Außenwand,

Fig. 9a - 9c verschiedene Ansichten gemäß Fig. 8 mit einer an der Innenwand eingehängten Außenwand,

Fig. 10a - 10d die Außenwand gemäß Fig. 9 in einer weiter zur Innenwand verschwenkten Position,

Fig. 11a - 11 d die Außenwand gemäß Fig. 10 in einer mit der Innenwand verrasteten Position, und

Fig. 12a - 12d verschiedene Ansichten gemäß Fig. 11a bis 11d, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit verschiedene Elemente ausgeblendet sind.

Fig. 1 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Behältnisschiene 1 und einer daran zu befestigenden Schubladenseitenwand 5. Die Schubladenseitenwand 5 ist in diesem Beispiel zweiteilig ausgeführt und besteht aus einer Innenwand 5a und einer Außenwand 5b. Die Behältnisschiene 1 weist im Querschnitt einen im Wesentlichen S-förmigen bzw. Z-förmigen Abschnitt auf. Dieser Abschnitt bildet insbesondere einen Auflagesteg 6, welcher die zwei höhenmäßig unterschiedlichen Auflageschenkel 6a und 6b umfasst. Auf dem Auflagesteg 6 kann ein entsprechend geformter Schubladenboden eines Schubladenbehälters aufgesetzt und mit der Behältnisschiene 1 verbunden werden. Nach weiterer erfolgter Montage von Schubladenseitenwänden 5 an den Behältnisschienen 1 sowie Schubladenfrontblende und Schubladenrückwand an den Aufsätzen 2 und 3 kann der dadurch gebildete Schubladenbehälter beispielsweise mit einer im Möbelkorpus vormontierten Schubladenausziehführung verbunden werden. Dafür ist ein an der Behältnisschiene 1 zu befestigendes Kupplungselement 19 vorgesehen, mit dem sich der auf die Schubladenausziehführung aufgesetzte Schubladenbehälter mit den Schienen der

Schubladenausziehführung verbinden lässt, wobei sich die Schienen der Schubladenausziehführung unterhalb des Auflageschenkels 6b befinden.

Am äußeren Rand weist die Behältnisschiene 1 einen entlang der äußeren Längskante umgebogenen, nach unten weisenden, Schenkel 17 auf. An diesem vertikalen Schenkel 17 der Behältnisschiene 1 kann der untere Endabschnitt 8 der Innenwand 5a befestigt werden. Diese Befestigung kann beispielsweise durch Clinchen, Kleben, Vernieten, Verschrauben, Verschweißen etc. erfolgen. Die Innenwand 5a kann im Bereich Ihrer oberen Längskante mit einer Stabilisierungseinrichtung 4 verbunden werden. Die Stabilisierungseinrichtung 4 ist in diesem Beispiel als U-förmige Stabilisierungsschiene 4 ausgebildet, welche in eine korrespondierende Nut 11 der Innenwand 5a eingreifen und mit der Innenwand 5a beispielsweise verklebt werden kann, um in typischen Gebrauchssituationen einer diese Anordnung umfassende Schublade keine nennenswerte Geräuschentwicklung zu verursachen. Als Klebstoff kann dabei z.B. ein Zweikomponentenkleber zum Einsatz kommen.

Im vorderen Endbereich der Behältnisschiene 1 ist ein Aufsatz 2 vorgesehen, an welchem beispielsweise eine Frontbeschlagsbaugruppe 21 angeordnet werden kann, um in weiterer Folge an der Frontbeschlagsbaugruppe 21 eine Schubladenfrontblende befestigen zu können. Da der Endabschnitt 8 der Innenwand 5a in diesem Beispiel im vorderen und hinteren Endbereich der Innenwand 5a Ausnehmungen aufweist, kann der Aufsatz 2 direkt an der Behältnisschiene 1 und an der Stabilisierungsschiene 4, beispielsweise durch Schweißen, befestigt werden. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn sowohl Behältnisschiene 1 als auch Aufsatz 2 als auch Stabilisierungsschiene 4 aus Stahl bestehen und die Innenwand 5a nicht aus Stahl besteht. Die Frontbeschlagsbaugruppe 21 kann eine Mehrzahl von Versteileinrichtungen aufweisen, um die Lage der Schubladenfrontblende relativ zur Behältnisschiene 1 zu verändern. Solche VerStelleinrichtungen werden typischerweise mittels Schraubenzieher durch entsprechende Ausnehmungen der Innenwand 5a hindurch bedient. Um nach erfolgter Anpassung die VerStelleinrichtungen optisch abzudecken, ist eine Abdeckung 20 vorgesehen, die an der Innenwand 5a lösbar befestigbar ist, z.B. durch eine Schnappverbindung.

Im Bereich des hinteren Endes der Behältnisschiene 1 ist ein Aufsatz 3 vorgesehen, welchem beispielsweise ein Rückwandhalter 12 zur Befestigung eii

Schubladenrückwand angebracht werden kann. Die beiden Aufsätze 2 und 3 können wie oben erwähnt mit der Behältnisschiene 1 und der Stabilisierungseinrichtung 4 verbunden - vorzugsweise verschweißt - werden, sodass sich ein stabiler Rahmen, gebildet aus Behältnisschiene 1 , Aufsätze 2 und 3 und Stabilisierungseinrichtung 4, ergibt. Dieser stabile Rahmen dient dazu, Kräfte aufzunehmen, welche beispielsweise über die Schubladenfrontblende eingebracht werden.

Die Innenwand 5a weist in diesem Beispiel im Bereich seiner oberen, äußeren Längskante einen S-förmig gebogenen Abschnitt auf, welcher als Schwenklager 10 für einen entsprechend hakenförmig gebogenen Abschnitt 18 der oberen Längskante der Außenwand 5b dienen kann. Der hakenförmige Abschnitt 18 der Außenwand 5b kann in das Schwenklager 10 eingehängt werden, und in weiterer Folge kann die Außenwand 5b relativ zur Innenwand 5a verschwenkt werden. Die Außenwand 5b weist in diesem Beispiel im unteren Endbereich einen U-förmig gebogenen Endabschnitt 9 auf, an welchen sich ein S-förmig gebogener Abschnitt anschließt, welcher als Rastteil 7b dient. Dieser Rastteil 7b kann nach entsprechender Verschwenkung der Außenwand 5b zur Innenwand 5a an einer entsprechend geformten Rastaufnahme 7a oberhalb des Endabschnitts 8 der Innenwand 5a einrasten, wodurch die Außenwand 5b an der Innenwand 5a befestigt werden kann. Die Rastaufnahme 7a der Innenwand 5a und der Rastteil 7b der Außenwand 5b bilden eine mechanische Rastverbindung 7. Der Endabschnitt 8 der Innenwand 5a dient dabei gleichzeitig als Anschlag für den Endabschnitt 9 der Außenwand 5b, sodass nach erfolgter Verrastung mittels Rastverbindung 7 der Endabschnitt 9 der Außenwand 5b zumindest abschnittsweise am Endabschnitt 8 der Innenwand 5a anliegt.

Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Behältnisschiene 1 mit daran befestigter Schubladenseitenwand 5 gemäß Fig. 1. Zwischen Innenwand 5a und Außenwand 5b befindet sich eine an der Innenwand 5a angebrachte und in dieser Darstellung durch die Innenwand 5a verdeckte und somit nicht sichtbare Stabilisierungseinrichtung 4, welche gemeinsam mit der Behältnisschiene 1 und den Aufsätzen 2 und 3 (hier ebenfalls nicht sichtbar), welche sowohl mit der Behältnisschiene 1 als auch mit der Stabilisierungseinrichtung 4 verbunden sind, einen kräfteaufnehmenden Rahmen bildet. Am hinteren Aufsatz 3 ist ein Rückwandhalter 12 zur Befestigung einer Schubladenrückwand angebracht. Die VerStelleinrichtungen der am Aufsatz 2 angeordneten Frontbeschlagsbaugruppe 21 sind mit einer Abdeckung 20 optisch abgedeckt. Zur Verbindung der Behältnisschiene 1 mit einer Schubladen-ausziehführung ist ein Kupplungselement 19 vorgesehen, welches in dieser Darstellung bereits an der Behältnisschiene 1 befestigt ist.

Die Fig. 3 bis 6 zeigen einen vorgeschlagenen Montageablauf, um eine Innenwand 5a mit einer Behältnisschiene 1 zu verbinden.

Fig. 3 zeigt eine Innenwand 5a und eine daran zu befestigende Stabilisierungseinrichtung 4, welche in diesem Beispiel als im Wesentlichen U-förmige Stabilisierungsschiene 4 ausgebildet ist, in einer perspektivischen Innenansicht, das heißt in einer perspektivischen Ansicht von schräg oben auf die Vorderseite der Innenwand 5a. Die Innenwand 5a weist in diesem Beispiel einen Wandteil 22 auf, an den sich im oberen Endbereich des Wandteils 22 ein im Querschnitt im Wesentlichen U-förmiger Deckel 23 anschließt. Dieser Deckel 23 ist dabei durch einen entlang der oberen Längskante des Wandteils 22 umgebogenen Abschnitt gebildet und stellt gleichzeitig den oberen Rand der Schubladenseitenwand 5 dar. Der Deckel 23 ist als im Wesentlichen S-förmiger Profilabschnitt fortgeführt, welcher als Schwenklager 10 für eine mit der Innenwand 5a zu verbindende Außenwand 5b dienen kann. An den S-förmigen Profilabschnitt schließt ein senkrechter Profilabschnitt 24 an, wobei Wandteil 22, senkrechter Profilabschnitt 24 und Deckel 23 eine im Wesentlichen U-förmige Nut 1 1 bilden, in die die U-förmigen Stabilisierungsschiene 4 eingreifen kann.

Die Stabilisierungsschiene 4 weist in diesem Beispiel zusätzlich eine Mehrzahl von Erhebungen 13 auf, welche ausgehend von der inneren Profilseitenwand 25 der Stabilisierungsschiene 4 in Richtung der äußeren Profilseitenwand 26 ausgebildet sind. Dadurch kann der senkrechte Profilabschnitt 24 der Innenwand 5a zwischen der äußeren Profilseitenwand 26 und den Erhebungen 13 an der inneren Profilseitenwand 25 eingeklemmt werden, wodurch sich eine lagestabile und im Wesentlichen spielfreie Lagerung der Innenwand 5a auf der Stabilisierungsschiene 4 erzielen lässt. Als zusätzliche Befestigung und als Maßnahme zu einer Geräuscheindämmung in typischen Gebrauchssituationen einer diese Anordnung umfassende Schublade kann zusätzlich zwischen der inneren Profilseitenwand 25 der Stabilisierungsschiene 4 und dem Wandteil 22 der Innenwand 5a eine, vorzugsweise elastische, Dämpfvorrichtung eingebracht werden, beispielsweise in Form eines Klebstoffstreifens im Klebebereich 15 (siehe Fig. 9c).

Fig. 4 zeigt die Anordnung gemäß Fig. 3, wobei die Stabilisierungsschiene 4 an der Innenwand 5a bereits vormontiert ist. An den unteren Endbereich des Wandteils 22 der Innenwand 5a schließt sich in diesem Beispiel ein horizontal abstehender Anlageabschnitt 27 an, der am äußeren Ende eine im Wesentlichen senkrecht abstehende Nase aufweist, welche als Rastaufnahme 7a dient, um die Innenwand 5a mit der Außenwand 5b zu verrasten. An die Rastaufnahme 7a wiederum schließt sich ein senkrechter Profilabschnitt an, welcher den Endabschnitt 8 der Innenwand 5a bildet. Im Bereich dieses Endabschnitts 8 kann die Innenwand 5a mit dem vertikalen Schenkel 17 der Behältnisschiene 1 verbunden werden. Für den Fall, dass Behältnisschiene 1 und Innenwand 5a aus unterschiedlichen Materialien bestehen (z.B. kann die Behältnisschiene 1 aus Stahl und die Innenwand 5a aus Aluminium bestehen), erfolgt die Verbindung zwischen Behältnisschiene 1 und Innenwand 5a vorzugsweise durch Clinchen.

Im vorderen und hinteren Endbereich der Innenwand 5a weist der Endabschnitt 8 Ausnehmungen auf. Diese Ausnehmungen dienen dazu, dass im weiteren Montageablauf entsprechende Aufsätze 2, 3 für die Befestigung von Schubladenfrontblende und Schubladenrückwand, welche mit der Stabilisierungsschiene 4 zu verbinden sind, auch direkt mit der Behältnisschiene 1 verbindbar sind.

Fig. 5 zeigt die Anordnung gemäß Fig. 4, wobei die Innenwand 5a bereits mit der Behältnisschiene 1 verbunden ist, aus einer perspektivischen Außenansicht, das heißt in einer perspektivischen Ansicht von schräg oben auf die Hinterseite der Innenwand 5a. Der Endabschnitt 8 der Innenwand 5a weist im vorderen und hinteren Endbereich entsprechende Ausnehmungen auf. Dadurch ist es möglich, dass die Aufsätze 2 und 3 an ihren unteren Endbereichen direkt mit der Behältnisschiene 1 verbunden werden können. Dafür weisen die Aufsätze 2 und 3 in diesem Beispiel entsprechende Befestigungsstellen 14 auf, an denen die Aufsätze 2 und 3 mit der Behältnisschiene 1 beispielsweise verschweißt werden können. An den oberen Endbereichen weisen die Aufsätze 2 und 3 weitere Befestigungsstellen 14 auf, an denen die Aufsätze 2 und 3 mit der Stabilisierungsschiene 4 verbunden werden können, beispielsweise durch Verschweißen.

Fig. 6 zeigt die Anordnung gemäß Fig. 5, wobei die Aufsätze 2 und 3 bereits mit der Behältnisschiene 1 und der Stabilisierungsschiene 4 verbunden sind. Dadurch ergibt sich ein stabiler Rahmen, gebildet aus Behältnisschiene 1 , vorderem Aufsatz 2, Stabilisierungsschiene 4 und hinterem Aufsatz 3. Dieser Rahmen bildet ein tragendes Gerüst, welches insbesondere Kräfte aufnehmen kann, die über den vorderen Aufsatz 2 einwirken, an welchem eine hier nicht gezeigte Schubladenfrontblende angebracht werden kann.

Fig. 7 zeigt diesen Rahmen gemäß Fig. 6 in einer perspektivischen Innenansicht, wobei die Innenwand 5a ausgeblendet ist, damit der Rahmen sichtbar ist. In diesem Beispiel bestehen Behältnisschiene 1 , vorderer Aufsatz 2, hinterer Aufsatz 3 und Stabilisierungsschiene 4 aus Stahl, wobei die Aufsätze 2 und 3 mit der Behältnisschiene 1 und der Stabilisierungsschiene 4 jeweils verschweißt sind. Dadurch ergibt sich ein stabiler tragender Rahmen, welcher einwirkende Kräfte aufnehmen kann, unabhängig davon, ob eine Schubladenseitenwand mit diesem Rahmen verbunden ist oder nicht. Eine Befestigung der Aufsätze 2 und 3 an der Behältnisschiene 1 und der Stabilisierungsschiene 4 kann selbstverständlich aber auch auf andere Art erfolgen, z.B. durch Vernieten, Verschrauben oder Clinchen.

Die Fig. 8 bis 12 zeigen einen vorgeschlagenen Montageablauf, um eine Außenwand 5b mit einer Innenwand 5a zu verbinden.

Fig. 8 zeigt die Anordnung gemäß Fig. 6 und eine Außenwand 5b, welche mit der Innenwand 5a zu verbinden ist. Die Innenwand 5a ist in diesem Beispiel bereits mit einer Behältnisschiene 1 und mittels an der Innenwand 5a vormontierter Stabilisierungsschiene 4 mit den Aufsätzen 2 und 3 verbunden, sodass sich eine stabile Baugruppe bestehend aus Behältnisschiene 1 , Innenwand 5a mit daran befestigter Stabilisierungsschiene 4 und den mit der Behältnisschiene 1 und der Stabilisierungsschiene 4 verbundenen Aufsätzen 2 und 3 ergibt. Die Innenwand 5a weist entlang der äußeren oberen Längskante einen im Wesentlichen S-förmig gebogenen Abschnitt auf, welcher als Schwenklager 10 für die Außenwand 5b dient. In dieses Schwenklager 10 kann die Außenwand 5b mit ihrem hakenförmigen Abschnitt 18 eingehängt, in Richtung der Innenwand 5a verschwenkt und mit Hilfe eines durch die Perspektive der Darstellung nicht ersichtlichen Rastteils 7b mit der Rastaufnahme 7a der Innenwand 5a verrastet werden.

Fig. 9a zeigt die im Schwenklager 10 der Innenwand 5a eingehängte Außenwand 5b in einer perspektivischen Außenansicht, Fig. 9b dieselbe Anordnung in einer Querschnittsdarstellung und Fig. 9c den mit A bezeichneten, kreisförmig markierten, Bereich der Fig. 9b in einer vergrößerten Darstellung. Die Außenwand 5b weist einen entlang der oberen Längskante hakenförmig nach innen gebogenen Abschnitt 18 auf, durch den die Außenwand 5b in das Schwenklager 10 der Innenwand 5a einhängbar ist.

Der untere Rand der Außenwand 5b ist in diesem Beispiel durch eine tiefe, U-förmige Rinne gebildet, welche gleichzeitig den Endabschnitt 9 der Außenwand 5b darstellt. An den Endabschnitt 9 schließt sich ein im Wesentlichen S-förmiger Abschnitt an, welcher den Rastteil 7b der Außenwand 5b bildet. Dieser Rastteil 7b kann mit der nasenförmigen Rastaufnahme 7a der Innenwand 5a zusammenwirken, sodass der Rastteil 7b der Außenwand 5b an der Rastaufnahme 7a der Innenwand 5a einrasten kann und damit die Außenwand 5b an der Innenwand 5a befestigbar ist.

Fig. 10a, 10b und 10c zeigen Darstellungen gemäß Fig. 9a, 9b und 9c, wobei die Außenwand 5b bis zum Anschlag des Rastteils 7b an der Rastaufnahme 7a der Innenwand 5a verschwenkt wurde. Fig. 10d zeigt den mit B bezeichneten, kreisförmig markierten, Bereich der Fig. 10b in einer vergrößerten Darstellung. Es ist zu erkennen, dass die aus Rastaufnahme 7a der Innenwand 5a und Rastteil 7b der Außenwand 5b gebildete Rastverbindung 7 noch nicht verrastet ist. Als zusätzliche Befestigung und als Maßnahme zu einer Geräuscheindämmung in Gebrauchsituationen einer diese Anordnung umfassende Schublade können zusätzlich zwischen der Innenwand 5a und der Außenwand 5b vorzugsweise elastische Dämpfvorrichtungen eingebracht werden, beispielsweise in Form von Klebstoffstreifen in den Klebebereichen 16 im Bereich des Schwenklagers 10 und der Rastverbindung 7.

Fig. 11a bis 11 d zeigen Darstellungen gemäß Fig. 10a bis 10d, wobei die Außenwand 5b mittels Rastverbindung 7 an der Innenwand 5a befestigt wurde. Fig. 12a bis 12d zeigen dieselben Darstellungen, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit der Rückwandhalter 12 und das Kupplungselement 19 ausgeblendet wurden. In der dargestellten Anordnung wurde die Außenwand 5b bis zum Einrasten des Rastteils 7b an der Rastaufnahme 7a der Innenwand 5a verschwenkt. Der Endabschnitt 8 der

Innenwand 5a bildet dabei gleichzeitig einen Anschlag für den Endabschnitt 9 der Außenwand 5b, sodass der Endabschnitt 9 der Außenwand 5b nach Wirksamwerden der Rastverbindung 7 zumindest abschnittsweise am Endabschnitt 8 der Innenwand 5a anliegt.

Im gezeigten Beispiel ist der Endabschnitt 8 der Innenwand 5a in etwa bündig mit der unteren Kante des vertikalen Schenkels 17 der Behältnisschiene 1 , wobei der Endabschnitt 9 der Außenwand 5b über das untere Ende des Endabschnitts 8 der Innenwand 5a hinausragt. Dadurch kann einerseits ermöglicht werden, dass die Außenwand 5b zusätzlich als Dekorelement einsetzbar ist, da es die dahinterliegende Anordnung verdecken kann. Darüber hinaus kann durch diese Anordnung ein Aushängeschutz gegen unbeabsichtigtes Lösen der Außenwand 5b von der Innenwand 5a erzielt werden. Wenn eine nach außen gerichtete Kraft F auf den Endabschnitt 9 der Außenwand 5b einwirkt, so führt dies zu einer noch stärkeren Verrastung der Rastverbindung 7 anstatt diese zu lösen, wodurch ein unbeabsichtigtes Aushängen der Außenwand 5b von der Innenwand 5a vermieden werden kann.

Die Behältnisschiene 1 ist zur Befestigung an der Unterseite eines Schubladenbodens vorgesehen. Wie insbesondere in Fig. 12b zu erkennen ist, kann dabei der äußere Rand des Schubladenbodens durch den horizontalen Anlageabschnitt 27, den Endabschnitt 8 der Innenwand 5a und die Behältnisschiene 1 eingefasst werden. Dabei kann der horizontale Anlageabschnitt 27 auf dem Schubladenboden aufliegen, wodurch die Rastaufnahme 7a zusätzlich versteift werden kann. Eine nach außen auf den Endabschnitt 9 der Außenwand 5b gerichtete Kraft F führt zu einer Verschwenkung des Endabschnitts 9 um eine gedachte Drehachse D, welche sich im Bereich der Rastaufnahme 7a der Innenwand 5a befindet. Der nasenförmige Abschnitt 28 des Rastteils 7b der Außenwand 5b wird dabei nach unten gegen die Rastaufnahme 7a und den horizontalen Anlageabschnitt 27 der Innenwand 5a gedrückt (siehe Fig. 12d). Dadurch, dass bei vorhandenem Schubladenboden der horizontale Anlageabschnitt 27 am Schubladenboden anliegt, kann die Rastaufnahme 7a jedoch nicht nach unten ausweichen, wodurch sich die Rastverbindung 7 nicht lösen kann und somit eine Lösung der Außenwand 5b von der Innenwand 5a verhindert werden kann.

Für alle gezeigten Ausführungsbeispiele können die Innenwand 5a und die Außenwand 5b beispielsweise aus einem Stahl- oder Aluminiumblech bestehen und die vorbeschriebenen, speziellen und multifunktionalen Formgebungen von Innenwand 5a und Außenwand 5b können dabei durch einen Blechbiegeprozess realisiert werden.