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1. WO2011023183 - TRAINING DEVICE FOR HAND-MITT TRAINING WITHOUT A PARTNER

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Beschreibung:

Trainingsgerät für ein partnerloses Hand-Mitt-Training.

Hand-Mitts (ähnlich Focus Mitts) sind Schlagpolster, die gewöhnlich im Kampfsporttraining von einem passiven Trainingspartner mit einer oder beiden Händen gehalten werden, während der aktive Trainingspartner Fuß- und Handübungen gegen diese ausübt.

Hand-Mitt-Training dient vor allem der Verbesserung der Schnellkraft sowie der Einübung verschiedener Schlagtechntken und Schlagkombinationen.

Je nach Halteposition dieser Schlagpolster können nahezu alle Fuß- und Handtechniken sowie deren Kombinationen eingeübt werden.

Grundsätzlich können Hand-Mifts bei allen Kampfsportarten (Martial-Arts) eingesetzt werden, aber vor allem bei solchen, wo es auf Dynamik und Schnellkraft ankommt, wie z.B. Taekwon-Do und Karate.

Denn bei diesen werden die Schläge und Stöße nicht den Gegner tatsächlich verletzend ausgeführt, sondern mit minimalem, aber ausreichendem Krafteinsatz: jeder Treffer, der einen regelgemäßen Zielpunkt mit ausreichender Schnelligkeit und Präzision erreicht, zählt.

Da der Wettkampf sehr kräftezehrend ist, wäre übermäßiger Schlageinsatz kontraproduktiv. Ziel des Trainings ist daher, die Schläge möglichst schnell und präzise, aber mit gerade ausreichender Aufprallenergie zu setzen.

Ein Nachteil beim Hand-Mitt-Training ist, dass eine zweite Person erforderlich ist, die die Schlagpolster halten muss. Ist kein Trainingspartner vorhanden, kann bislang auch kein Hand-Mitt-Training durchgeführt werden.

Andererseits muss ein Trainingspartner die Schlagpolster für den Anderen halten und kann in dieser Zeit selbst keine Übungen ausführen. Zudem ist das Gegenhalten von Mitts oftmals ebenso anstrengend wie die eigentliche Trainingsarbeit, ohne jedoch ihren Effekt zu erzielen.

Zudem ist immer ein qualifizierter Trainingspartner gefordert Denn Unerfahrene neigen dazu, nicht konstant mit der erforderlichen Kraft und den richtigen Positionen gegeπzuhalteπ, oder die Mitts in Reflexbewegungen zurückzuziehen. Dadurch kann die Schlagtechnik nicht präzise auf die Zielpunkte traininert werden, vielmehr besteht das Risiko, den Trainingspartner durch ungedämpfte Schläge auf die Hände oder den Oberkörper zu verletzen - und sich bei unerwarteten "Luftschlägen" auch selbst Zerrungen zuzuziehen.

Zwar sind Geräte bekannt, mit denen auch einzelne Kämpfer aileine Schiagtechniken üben können, jedoch können diese die Funktion von durch Trainingspartnern gehaltenen Schlagpolstern bislang nicht erfüllen. Denn bislang sind keine Geräte oder Einrichtungen bekannt, die die vielen unterschiedlichen Positionen der angestrebten Trefferpunkte darstellen können.

Zudem sind nahezu alle bisher bekannten Geräte dazu gedacht, möglichst große Schlagkraft zutrainieren, etwa indem massenträge, sich verformende Widerstandsobjekte, wie etwa Sandsäcke bearbeitet werden, oder gegen starre oder an ungedämpften mechanischen Federn installierte Polster geschlagen werden soll.

Das Hand-Mitt-Training erfolgt aber mit kurzem Berührschlag gegen die relativ locker gehaltenen Mitts.

Ein Gerät, das dies ohne Einsatz eines Trainingspartner zu üben erlaubt, ist bisher nicht bekannt.

Dem derzeit neuesten Stand der Technik dazu entspricht US Patent 6,077,204.

An einem vertikal versteilbaren Arm ist dort ein Schfagpolster angebracht, dessen Arm bei der Ausführung eines Schlages nachfedert Dieses ungedämpfte Federn mit zwangsläufigem Nachschwingen, das einen Folgeschlag phasengleich oder -entgegengesetzt treffen kann, ist aber störend

Zudem kann je nach Einstellung immer nur ein Ziel angeschlagen werden. Dies ist beim Training von Schlagabfolgen sehr beschränkend und verengt die Anwendung auf das Nachüben einzelner Schwachstellen, kann also den Trainingspartner mit wechselnder Vorhaltung der Schlagpolster schon deshalb nicht ersetzen.

Auch ist der Arm nur in eine Richtung, und zwar in einer Kreisbewegung, verstellbar. Damit können nur wenige der zur Punkterzielung relevanten Schlagziele simuliert werden.

Um diesen Nachteil des Standes der Technik zu überwinden, ist es Gegenstand vorliegender Erfindung, vollwertiges Hand-Mitt-Training durch ein Gerät zu ermöglichen, bei dem geeignete Postionierungen und typische, sonst anatomisch bedingte Widerstandsmomente am Gerät so einstellbar sind, dass auch ohne Partner effektiv trainiert werden kann.

Dabei ist es insbesondere wichtig, dass die Mitts in einer Weise positionierbar sind, dass die Vektoren der Schlagausübung so auf sie zulaufen, dass ihre Federung und Dämpfung dem qualifiziert handgehaltenen Schlagpolster entspricht.

Dies wird erfindungsgemäß durch einen Aufbau ermöglicht, der auf einer zweifachBügelhalterung an einer Wand oder Säule befestigt ist.

Die Hand-Mitts sind mittels flexibel einstellbaren Zwischenhalterungen daran angebracht. Diese können z.B. durch die Anordnung verschiedener hydraulisch gedämpfter Drehgelenke dargestellt sein.

In einer vorteilhaften, einfacheren Ausführung wird dazu jedoch eine jeweils geschlossene Zugfeder mit hohen Anpressmoment verwendet, die in einer schlauchartigen Hülle mit zäh-viskoser Füllung, z.B. einem Wachs-basierten Gel, angeordnet ist. Sie hat den Vorteil, ähnlich wie der Arm eines Trainingspartners, in mehreren Richtungen nachzugeben, ohne dass weitere Zwischengelenke erforderlich sind.

Diese Federυngs/Dämpfυngs-Elemente sind auswechselbar und so der Schlagkraft des Trainierenden anzupassen. So können geeignete Typen für Damen und Herren, Anfänger und Jugendliche vorgehalten werden. Alternativ ist es aber auch möglich, diese Elemente mit einstellbaren Manschetten oder mit dem Umwickein von Gummibändern erhöhten Schlagkräften anzupassen.

Weiter ist es Gegenstand der Erfindung, die Mitts selbst in unterschiedlicher Form und dämpfender Füllung auszuführen und am entsprechenden Versteligeienk (siehe Zeichnungen) in einer rastenden Klemmhalterung auszutauschen.

Mit der EinsteHmöglichkeit in 4 Achsen ist jede erforderliche Position der Schlagpolster justierbar, die auch beim Partnertraining üblich wäre, so dass damit alle Fußund Handtechniken eingeübt werden können.

Die Erfindung wird anhand der anliegenden Zeichnungen wie folgt näher erläutert:

Fig. 1 Das Trainingsgerät für ein partnerloses Hand-Mitt-Training 1, besteht aus der zwei-fach-Bügelhalterung 2 zur Befestigung an der Wand 3 oder einer Säule (nicht dargestellt). Der Trainierende 4 kann die daran befestigten Schlagpolster (Mitts) 5, 6 und 7 in verschiedenen Höhen und Winkeln zur Rotationsachse um die Halterohre 2 an den Befestigungsschellen 8 und 9 positionieren.

Fig. 2 a und b zeigt der Aufbau der Einzelnen Elemente in einer Frontalansicht (a) und im Schnitt (b). Dabei ist das Schlagpolster mit 15, seiner Halterung mit 16, sowie die Positionierschraube für das Schwenken des Mitts mit 17 bezeichnet, ferner die mögliche Drehung der Aufhängung und ihre Fixierung mit der Schelle mit 18, und die geschlossenen Zugfeder 19 mit Gelfüllung 20 und Schutemanschette 21 dargestellt.

Fig. 3 zeigt die wichtigsten, für das Scoring relevanten Körperpunkte 25, 27, 28 und 30, auf die der Trainierende mit frontalen Schlägen und Stößen abstellen muss und die Zielpunkte 26, 29, 31 und 32, die durch die in Fig. 6 dargestellten Bewegungsrichtungen bearbeitet werden müssen.

Fig.4 zeigt ein typisches Mitt 40 in der Ausführung als Schlagplatte mit dem rastenden Steckansatz 41, der in die Halterung 16 in Fig.2 fixiert wird.

Fig, 5 zeigt ein konventionelles Mitt 42, das ebenso in die Halterung 16 passt

Fig. 6 stellt schematisch die möglichen Positionen der Mitts 48 bis 50 am Befestigungsbügel 2 und die zugehörigen Bewegungsvektoren 26 und 29, sowie 31 und 32 dar, mit denen an sie bei Schlägen in der Y-Richtung und bei halbkreisförmigen Fußtritten zum Bauch oder Kopf erfolgen.

Fig. 7 zeigt die Stellung der Mitts 44 bis 47 , die Schläge und gerade Fußtritte zu den Kontaktpunkten 25, 27, 28 und 30 in Fig. 3 in x-Richtung aufnehmen, daher in der YZ-Ebene positioniert sind.

Es versteht sichdabei, dass beide Schlagrichtungen und weitere Zwischenstellungen durch gemischte Anbringung und Einstellung der Schlagpolster in einer Schlagfolge trainiert werden können.