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1. (WO2010078927) DIESEL ENGINE, PREDETERMINED BREAKING POINT COMPONENT THEREFOR AND METHOD FOR PREVENTING DAMAGE TO A DIESEL ENGINE
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- 1 - 902 ANSPRÜCHE

1. Sollbruchbauteil (7; 107; 407) zum Verschließen eines durch eine Außenwand (3; 103) einer Brennkammer (1) eines Dieselmotors, insbesondere eines Zweitakt-Kreuzkopf-Dieselmotors herausführenden Notabblaskanals (6), wobei die Brennkammer (1 ) von einem Zylinder mehrseitig umschlossen ist, sowie von zumindest einer Oberseite zumindest eines in dem Zylinder auf- und ab bewegten Kolbens, welche die Außenwand (3; 103) für die Brennkammer (1) bilden, und wobei der Notabblaskanal (6) in der Außenwand (3; 103) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil (7; 107; 407) geeignet ist, um den Dieselmotor gegen mögliche Beschädigungen zu schützen, welche durch einen unerwünscht großen Überdruck (py) von Gasen in der Brennkammer (1) während einer Fehlfunktion des Dieselmotors hervorgerufen werden können, wobei das Sollbruchbauteil (7; 107; 407) eine für die Außenwand (3; 103) vorgesehene Sollbruchstelle (12) aufweist, mit einem Sollbruchdruck (ps) unterhalb des Überdrucks (py), ab dem mit den Beschädigungen gerechnet wird, und oberhalb eines unter normalen Motorbetriebsbedingungen maximal vorgesehenen Brennkammernormaldrucks (pn), insbesondere

mit einem Sollbruchdruck (ps), der bei jeder Temperatur (T) in einem in der Brennkammer (1) auftretenden Temperaturbereich (T0-T1 ) größer als ein Schwelldruck (pu) und niedriger als ein Grenzdruck (po) ist, wobei der Schwelldruck (pu) größer als ein unter normalen Motorbetriebsbedingungen maximal auftretender Brennkammernormaldruck (pn) ist und der Grenzdruck (po) niedriger als ein niedrigster Überdruck (py) ist, ab dem mit den Beschädigungen zu rechnen ist, wobei

der Schwelldruck (pu) bevorzugt zumindest um einen Auslösedruckbetrag (Δpu) höher als der unter normalen Motorbetriebsbedingungen maximal auftretende Brennkammernormaldruck (pn) und/oder der Grenzdruck (po) zumindest um einen Sicherheitsdruckbetrag (Δpo) niedriger als der niedrigste Überdruck (py) liegt, ab dem mit den Beschädigungen zu rechnen ist, und wobei der - 2 - 902

Schwelldruck (pu) im in der Brennkammer (1) auftretenden Temperaturbereich vorzugsweise stets um über 10% höher liegt als der unter normalen Motorbetriebsbedingungen maximal auftretende Brennkammernormaldruck (pn), und besonders bevorzugt größer als 180 bar ist, wobei der Grenzdruck (po) besonders bevorzugt kleiner als 270 bar ist.

2. Sollbruchbauteil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Sollbruchstelle an einem ringförmig um einen Sollbruchplattenabschnitt umlaufenden Rand ausgebildet ist, welcher im Vergleich zur umgebenden Außenwand dünnwandig ist und zur Brennkammer hin konvex gewölbt ist.

3. Sollbruchbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sollbruchbauteil eine physische Blockiereinrichtung aufweist, mit der eine eindeutige Positionierung im Notabblaskanal sicherstellbar ist.

4. Sollbruchbauteil (7; 107) nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil (7; 107) einstückig mit einem Sollbruchplatten- abschnitt (11) ausgebildet ist und vorzugsweise eine Fangeinrichtung aufweist, welche auf der der Brennkammer zugewandten Seite des Sollbruchbauteils angeordnet ist und einen Eintritt des Sollbruchplattenabschnitts in die Brennkammer zumindest dann unterbindet, wenn dieser in einem Stück abbricht.

5. Sollbruchbauteil (407) nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil (407) eine separate Sollbruchscheibe (411 ) umfasst, an der der Sollbruchplattenabschnitt vorgesehen ist, und eine Spanneinrichtung (14, 21) zum Verspannen der Sollbruchscheibe (411 ) in ihre den Notabblaskanal verschließende Position und vorzugsweise eine Fangeinrichtung aufweist, welche auf der der Brennkammer zugewandten Seite des Sollbruchbauteils angeordnet ist und einen Eintritt des Sollbruchplattenabschnitts in die Brennkammer zumindest dann unterbindet, wenn dieser in einem Stück abbricht.

6. Sollbruchbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil zur den Notabblaskanal (6) abdichtenden Montage vom Brennkammerinneren her ausgebildet ist, nach - 3 - 902

Einführung in die Brennkammer von außen, wobei das Sollbruchbauteil vorzugsweise eine Form hat, die das Einführen durch einen geradlinigen Kanal erlaubt, der die selben Abmessungen wie der zu verschließende Notabblaskanal aufweist.

7. Sollbruchbauteil (7; 107; 407) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil (7; 107; 407) zur den Notabblaskanal (6) abdichtenden Montage von außen her am Motor ausgebildet ist.

8. Sollbruchbauteil (107) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil (107) zum Verstopfen des Notabblaskanals als Hülse ausgebildet ist oder einen Hülsenabschnitt (10) umfasst, deren oder dessen Querschnittskontur der Querschnittskontur des Notabblaskanals (6) entspricht und vorzugsweise zylindrisch ist, und insbesondere eine rotationssymmetrische Dichteinrichtung aufweist, welche im montierten Zustand auf der zur Brenn- kammer hin gewandten Seite des Sollbruchbauteils angeordnet ist und das Sollbruchbauteil bevorzugt zur Brennkammer hin abschließt.

9. Sollbruchbauteil (107) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse oder der Hülsenabschnitt (10) auf der der Brennkammer (1 ) zugewandten Stirnseite eine solche Form aufweist, dass die Innenoberfläche der Außenwand (103) mit dem Sollbruchbauteil (107) bündig ist, wenn sich das Sollbruchbauteil (107) in Einsatzstellung befindet.

10. Sollbruchbauteil (107) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil (107) am Außenumfang des Hülsenabschnitts (10) ein Außengewinde (17) zum Einschrauben in ein entsprechendes Innengewinde (18) am Notabblaskanal aufweist.

11. Sollbruchbauteil (7; 107) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil (7; 107) als Deckel (7) ausgebildet ist oder einen Deckelabschnitt (113) aufweist, mit welchem es von außen her auf den Notabblaskanal (6) aufsetzbar ist.

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12. Sollbruchbauteil (7; 107; 407) nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil (7; 107; 407) einen ringförmig um den

Notabblaskanal (6) umlaufenden Spannflansch (13; 113; 21 ) mit einer ununterbrochenen, zur Brennkammer (1 ) hin gewandten Dichtfläche (15; 115) aufweist.

13. Sollbruchbauteil (7; 107; 407) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung des Sollbruchbauteils (407) ein ringförmig umlaufenden Spannflansch (13; 113; 21 ) mit Durchgangslöchern für Schraubbolzen (14) vorgesehen sind.

14. Sollbruchbauteil (107) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil (107) zumindest auf seiner im montierten Zustand der Brennkammer (1 ) zugewandten Stirnseite einen Hitze- und/oder Korrosionsschutzschirm (19, 20) umfasst, wobei der Hitzeschutzschirm (19, 20) insbesondere eine Beschichtung (19) aus einer hitzebeständigen Legierung umfasst, beispielsweise einer Nickellegierung, und/oder einen porösen Festkörper, beispielsweise einen Metallschaum oder ein Metallnetz.

15. Sollbruchbauteil (407) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil (407) auf seiner im montierten Zustand der Brennkammer abgewandten Seite der Sollbruchstelle eine Befestigungseinrichtung für einen Fangfilter oder einen Fangfilter (408) aufweist, um eine Aufnahmeumgebung für die beim Bruch der Sollbruchstelle austretenden Bruchstücke zu bilden, wobei der Fangfilter vorzugsweise einstückig und gemeinsam mit dem Sollbruchbauteil (7) austauschbar ist.

16.Sollbruchbauteil (7; 107; 407) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstelle (12) einen Sollbruchdruck (ps) aufweist, der zu jedem Zeitpunkt während einer vorgesehenen Lebensdauer des Sollbruchbauteils (7; 107; 407) größer als der Schwelldruck (pu) und niedriger als der Grenzdruck (po) ist.

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17. Sollbruchbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der die Sollbruchstelle umfassende Abschnitt des Sollbruchbauteils aus einem vorzugsweise metallischen Materialgemisch besteht, welches wiederum eine Anzahl Einzelsubstanzen aufweist, wobei mindestens ein aufgezeichnetes Spektrumsprofil der reinen Komponenten dieser Einzelsubstanzen das Materialgemisch des die Sollbruchstelle umfassenden Abschnitts des Sollbruchbauteils identifiziert.

18.Sollbruchbauteil (107) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine im montierten Zustand vorzugsweise von außen her ablesbare Markierung (22) auf dem Sollbruchbauteil (107) vorgesehen ist, aus der eine Klassifizierung des Sollbruchbauteils (107) nach Parametern wie z.B. Sollbruchdrucktoleranzen, Einbaudatum und/oder vorgesehene Lebensdauer hervorgeht, wobei die Markierung insbesondere auf einem berührungslos auslesbaren, vorzugsweise elektronisch auslesbaren Speicherbaustein angeordnet ist, beispielsweise einem RFID-Chip.

19. Dieselmotor, insbesondere Zweitakt-Kreuzkopf-Großdieselmotor, mit zumindest einer Brennkammer (1), welche von einem Zylinder mehrseitig umschlossen ist, sowie von zumindest einer Oberseite zumindest eines in dem Zylinder auf- und ab bewegten Kolbens, welche eine Außenwand (3; 103) für die Brennkammer (1 ) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer (1 ) an ihrer Außenwand (3; 103) eine Sollbruchstelle (12) aufweist, und die Sollbruchstelle (12) geeignet ist, um den Dieselmotor gegen mögliche Beschädigungen zu schützen, welche durch einen unerwünscht großen Überdruck (py) von Gasen in der Brennkammer (1 ) während einer Fehlfunktion des Dieselmotors hervorgerufen werden können, wobei die Sollbruchstelle (12) einen Sollbruchdruck (ps) unterhalb des Überdrucks (py) aufweist, ab dem mit den Beschädigungen gerechnet wird, und oberhalb eines unter normalen Motorbetriebsbedingungen maximal vorgesehenen Brennkammernormaldrucks (pn), insbesondere

einen Sollbruchdruck (ps), der bei jeder Temperatur (T) in einem in der - 6 - 902

Brennkammer (1 ) auftretenden Temperaturbereich (T0-T1 ) größer als ein Schwelldruck (pu) und niedriger als ein Grenzdruck (po) ist, wobei der Schwelldruck (pu) größer als ein unter normalen Motorbetriebsbedingungen maximal auftretender Brennkammernormaldruck (pn) ist und der Grenzdruck (po) niedriger als ein niedrigster Überdruck (py) ist, ab dem mit den Beschädigungen zu rechnen ist, wobei

der Schwelldruck (pu) bevorzugt zumindest um einen Auslösedruckbetrag (Δpu) höher als der unter normalen Motorbetriebsbedingungen maximal auftretende Brennkammernormaldruck (pn) und/oder der Grenzdruck (po) zumindest um einen Sicherheitsdruckbetrag (Δpo) niedriger als der niedrigste Überdruck (py) liegt, ab dem mit den Beschädigungen zu rechnen ist, und wobei der Schwelldruck (pu) im in der Brennkammer (1) auftretenden Temperaturbereich vorzugsweise stets um über 10% höher liegt als der unter normalen Motorbetriebsbedingungen maximal auftretende Brennkammernormaldruck (pn), und besonders bevorzugt größer als 180 bar ist, wobei der Grenzdruck (po) besonders bevorzugt kleiner als 270 bar ist.

20. Dieselmotor nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstelle an einem ringförmig um einen Sollbruchplattenabschnitt umlaufenden Rand ausgebildet ist, welcher im Vergleich zur umgebenden Außenwand dünnwandig ist und zur Brennkammer hin konvex gewölbt ist.

21. Dieselmotor nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass in der Außenwand (3; 103) ein aus der Brennkammer (1 ) heraus führender Notabblaskanal (6) vorgesehen ist, welcher mit einem separaten Sollbruchbauteil (7; 107; 407) nach einem der Ansprüche 1 bis 18 verschlossen ist.

22. Dieselmotor nach Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass der

Dieselmotor eine Einrichtung zum Befestigen zumindest eines Sollbruchbauteils (7; 107; 407) nach einem der Ansprüche 1 bis 18 an der Außenwand (3; 103) der Brennkammer (1 ) aufweist, vorzugsweise an einem auf Seiten eines oberen Totpunkts des Kolbens auf einer Zylinderbuchse montierten Zylinderkopfs (2;

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102; 202; 302; 402) oder -deckeis.

23. Dieselmotor nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenoberfläche der Brennkammeraußenwand um den Notabblaskanal herum angefast ist.

24. Dieselmotor nach Anspruch 21 , 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil als den Notabblaskanal verstopfende Hülse ausgebildet ist oder einen den Notabblaskanal verstopfenden Hülsenabschnitt aufweist, deren/dessen der Brennkammer zugewandte Stirnfläche von der Innenoberfläche der Brennkammeraußenwand beabstandet ist.

25. Dieselmotor nach Anspruch 21 , 22, 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass der bei Bruch der Sollbruchstelle durchströmte Querschnitt des Notabblaskanals in einem Abschnitt zwischen der Innenoberfläche der Brennkammeraußenwand und der der Brennkammer zugewandten Stirnfläche des Sollbruchbauteils kleiner ist als im weiter außen gelegenen, vom Sollbruchbauteil verstopften Abschnitt.

26. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 21 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Notabblaskanal zwischen der Brennkammer und dem Sollbruchbauteil einen abgeknickten oder gekrümmten Verlauf aufweist.

27. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 19 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Brennkammer (1) und der Sollbruchstelle ein druckdurchlässiges Hitzeschutzmaterial (19) angeordnet ist, insbesondere ein poröser Festkörper, wie beispielsweise ein Metallschaum oder ein Metallnetz.

28. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 21 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Brennkammer (1 ) zugewandte Stirnfläche des Sollbruchbauteils (107) und die Innenoberfläche der Außenwand (103) bündig sind.

29. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 21 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass der Notabblaskanal einen mit einem Innengewinde (18) versehenen Bohrungsabschnitt umfasst, in den das Sollbruchbauteil (107) mit seinem - 8 - 902 Außengewinde (17) eingeschraubt ist.

30. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 21 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder auf seiner Außenseite eine geschlossen um den Notabblaskanal (6) umlaufende Auflagefläche (16; 116) aufweist, und das Sollbruchbauteil (7) einen entsprechenden Spannflansch (13) mit einer korrespondierenden, zur Brennkammer hin gewandten Dichtfläche (14), wobei insbesondere eine umlaufende Dichtung (411), vorzugsweise als Dichtring (411 ), zwischen der Auflagefläche und der Dichtfläche am Sollbruchbauteil (407) vorgesehen ist.

31. Dieselmotor nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sollbruchstelle in der als separate Scheibe gestalteten Dichtung (411 ) befindet.

32. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 19 bis 31 , dadurch gekennzeichnet, dass der Notabblaskanal (6) auf der der Brennkammer (1 ) abgewandten Seite der Sollbruchstelle (12) an eine Aufnahmeumgebung (4; 105; 308; 408) für die beim Bruch der Sollbruchstelle (12) austretenden Bruchstücke und bevorzugt auch für die dabei austretenden heißen Gase angeschlossen ist.

33. Dieselmotor nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die

Aufnahmeumgebung (4) ein an den Auslass der Brennkammer (1 ) angeschlossener Auslasskanal (4) ist, welcher über eine zur Sollbruchstelle (12) führende Anschlussleitung (8) mit dem Notabblaskanal (6) verbunden ist.

34. Dieselmotor nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass die

Aufnahmeumgebung (105) für die beim Bruch der Sollbruchstelle (12) austretenden heißen Gase und Bruchstücke ein mit mehreren der Brennkammern (1 ) des Dieselmotors verbundener Abgassammelbehälter (105) ist, welcher über eine zur Sollbruchstelle (12) führende Anschlussleitung (108) mit dem Notabblaskanal (6) verbunden ist.

35. Dieselmotor nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass als

Aufnahmeumgebung (308) für die beim Bruch der Sollbruchstelle (12) - 9 - 902 austretenden heißen Gase und Bruchstücke für mehrere der Brennkammern (1) ein gemeinsamer Notgassammelbehälter (308) vorgesehen ist, welcher an jeder Brennkammer (1) über die Sollbruchstelle (12) mit dem jeweiligen Notabblaskanal (6) verbunden ist.

36. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 21 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer (1) durch einen Zylinderkopf (2; 102; 202; 302; 402), und eine mit dem Zylinderkopf (2; 102; 202; 302; 402) verschraubte Zylinderbuchse mehrseitig umschlossen ist und das Sollbruchbauteil (7; 107; 407) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 19 am Zylinderkopf (2; 102; 202; 302; 402), vorzugsweise exzentrisch an einem Deckel des Zylinderkopfs (2; 102; 202; 302; 402) vorgesehen ist.

37. Dieselmotor nach Anspruch 32 oder 36, dadurch gekennzeichnet, dass als

Aufnahmeumgebung (408) für die beim Bruch der Sollbruchstelle (12) austretenden Bruchstücke für jede Brennkammer (1) ein separater Fangfilter (408) vorgesehen ist, welcher über die Sollbruchstelle (12) mit dem Notabblaskanal (6) verbunden ist.

38. Dieselmotor nach Anspruch 36 oder 37, dadurch gekennzeichnet, dass die

Sollbruchstelle an einer um ein vorgegebenes Winkelsegment gegenüber einer

Auslassrichtung, mit der der Auslasskanal (104) aus dem Zylinderkopf (402) herausgeführt wird, verdrehten Position exzentrisch am Deckel des

Zylinderkopfs (402) angeordnet ist, vorzugsweise um etwa 90° verdreht.

39. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 19 bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spüleinrichtung zum Bespülen der der Brennkammer abgewandten Seite der Sollbruchstelle bzw. des Sollbruchplattenabschnitts mit einem Kühlmittel, insbesondere mit Kühlwasser oder -gas, vorgesehen ist.

40. Dieselmotor nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spülmittelleitung von einer stromauf einer Spülgaszufuhr zum Zylinder gelegenen Stelle zur Sollbruchstelle vorgesehen ist und als das Kühlmittel eine dem Zylinder zugeführte Ladeluft.

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41. Dieselmotor nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spülmittelleitung von einer stromab einer Abgasabfuhr aus dem Zylinder gelegenen Stelle zur Sollbruchstelle vorgesehen ist und als das Kühlmittel ein aus dem Zylinder geführtes Abgas.

42. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 39 bis 41 , dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstelle an einem einen Notabblaskanal verschließenden Sollbruchbauteil vorgesehen ist, wobei auf der im eingebauten Zustand der Brennkammer abgewandten Seite des Sollbruchplattenabschnitts eine Zusatzblende in dem Notabblaskanal vorgesehen ist, wobei der Sollbruchplattenabschnitt und die Zusatzblende eine vorzugsweise gegenüber der Wand des Notabblaskanals gegen Kühlmittelaustritt abgedichtete Kühlkammer begrenzen, und wobei die Zusatzblende einen gegenüber dem Sollbruchdruck der Sollbruchstelle geringeren Sollbruchdruck aufweist, wobei als Kühlmittel insbesondere eine Kühlflüssigkeit vorgesehen ist.

43. Dieselmotor nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass als Kühlmittel eine Kühlflüssigkeit vorgesehen ist und eine Drosseleinrichtung, über welche im Ansprechen auf einen Bruch der Sollbruchstelle die Kühlmittelzufuhr drosselbar ist.

44. Bauteil eines Dieselmotors nach einem der Ansprüche 19 bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil Anschlussmittel für mindestens ein Sollbruchbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 18 aufweist.

45.Verfahren zur Vermeidung von möglichen Beschädigungen eines Dieselmotors, insbesondere eines Zweitakt-Kreuzkopf-Großdieselmotors mit Längsspülung, wobei der Dieselmotor zumindest eine Brennkammer (1) aufweist, welche von einem eine Außenwand (3; 103) für die Brennkammer (1) bildenden Zylinder mehrseitig umschlossen ist, sowie von zumindest einer Oberseite zumindest eines in dem Zylinder auf- und ab bewegten Kolbens, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verhindern von Beschädigungen, welche durch einen unerwünscht großen - 11 - 902

Überdruck (py) von Gasen in einer Brennkammer (1 ) während einer Fehlfunktion des Dieselmotors auftreten können, zumindest ein Sollbruchbauteil (7; 107; 407) nach einem der Ansprüche 1 bis 18 in der Außenwand (3; 103) zumindest einer Brennkammer (1 ) vorgesehen wird und/oder der Dieselmotor gemäß einem der Ansprüche 19 bis 38 aufgebaut wird und

bei einem Druckaufbau in der Brennkammer (1 ) über den unter normalen Motorbetriebsbedingungen maximal vorgesehenen Brennkammernormaldruck (pn) hinaus ein Bruch der Sollbruchstelle (12) hingenommen und so ein weiterer Druckaufbau bis zu dem die Beschädigungen hervorrufenden Überdruck (py) verhindert wird.

46. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass ein an der Brennkammer vorhandenes Sicherheitsventil durch ein Sollbruchbauteil (7; 107; 407) nach einem der Ansprüche 1 bis 19 ersetzt wird.

47. Verfahren nach Anspruch 41 , dadurch gekennzeichnet, dass der ursprünglich als Einbaukanal für das Sicherheitsventil dienende, aus der Brennkammer herausführende Kanal als Notabblaskanal umgewidmet und mit einem Sollbruchbauteil (407) verschlossen wird.

48.Verfahren nach einem der Ansprüche 40 bis 42, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollbruchbauteil vor Erreichen einer festgelegten Lebensdauer- begrenzung ausgetauscht wird, wobei die Lebensdauerbegrenzung beispielsweise einer Markierung des Sollbruchbauteils entnommen wird.

49.Verfahren nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, dass die

Lebensdauerbegrenzung, vor und nach der das Sollbruchbauteil ausgetauscht werden muss, durch Integration der am Sollbruchbauteil aufgetretenen Belastungen über die Zeit abgeschätzt wird.

5O.Verfahren nach einem der Ansprüche 40 bis 44, dadurch gekennzeichnet, dass eine ständige Überwachung der auftretenden Belastungen am Sollbruchbauteil mittels eines Messsystems vorgenommen wird.

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51. Verfahren nach Anspruch 44 oder 45, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem nicht durchgeführten, aber nötigen Austausch automatisch ein Warnsignal gegeben wird, dass ein Sollbruchbauteil seine Lebensdauer überschritten hat, und der Motor automatisch gedrosselt wird, um das betroffene Sollbruchbauteil lediglich einem gegenüber einem unter normalen Motorbetriebsbedingungen maximal vorgesehenen Brennkammernormaldruck verringerten Druck auszusetzen.

52. Verfahren nach einem der Ansprüche 40 bis 46, dadurch gekennzeichnet, dass während des Austauschs des Sollbruchbauteils (12) an einem der Zylinder die anderen Zylinder weiterarbeiten.

53.Verfahren nach einem der Ansprüche 40 bis 47, wobei ein Sollbruchbauteil nach Anspruch 17 oder 18 verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Herkunft dieses Sollbruchbauteils durch Übereinstimmung mindestens eines später aufgezeichneten Materialkomponenten-Spektrumsprofil für dieses Sollbruchbauteil mit einem früher aufgezeichneten Materialkomponenten- Spektrumsprofil eines gleichartigen Sollbruchbauteils verifiziert wird.