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1. WO2007141156 - METHOD OF OPERATING A HYDRAULIC PRESSING UNIT, AND HYDRAULIC PRESSING UNIT HAVING A HYDRAULIC PUMP

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[ DE ]

Verfahren zum Betreiben eines hydraulischen Verpressgerätes sowie hydraulisches Verpressgerät mit einer Hydraulikpumpe

Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zum Betreiben eines hydrauli-sehen Verpressgerätes, insbesondere Hand- Verpressgerätes, wobei das Verpressgerät eine Hydraulikpumpe, ein Bewegungsteil, ein Festteil und ein Rücklaufventil aufweist, wobei weiter das Bewegungsteil durch den Aufbau eines Hydraulikdruckes, der sich durch Füllen eines Hydraulikraumes mit Hydraulikmittel aus einem Vorratsraum unter Nutzung der Hydraulikpumpe ergibt, in eine Verpressstellung verfahren wird, wobei weiter das Bewegungsteil dazu ausgelegt ist, selbsttätig unter Wirkung einer Rückholfeder von der Verpressstellung in eine Endstellung zurückzuverfahren und das Rücklaufventil dazu ausgelegt ist, erst zu schließen, nachdem ein bestimmter, durch das Zurücklaufen des Hydraulikmittels auf das Rücklaufventil wirkender Druck unterschrit-ten wird.

Hydraulische Verpressgeräte und Verfahren zum Betreiben derselben sind bekannt. Es wird diesbezüglich beispielsweise auf die DE 198 25 160 Al verwiesen. Dort ist ein handbetriebenes Pressgerät beschrieben, welches mit einem Rücklaufventil versehen ist, das ausgelöst wird bei Erreichen bzw.
Überschreiten eines vorbestimmten Druckes auf das Bewegungsteil . Nach Öffnen des Rücklaufventils fährt das Bewegungsteil federunterstützt zurück, dies unter Rückdrücken des das Bewegungsteil beaufschlagenden Hydraulikmittels über das Rücklaufventil in den Vorratsraum. Hierbei wird ein auf das Rück-laufventil wirkender Druck, der nur einem Bruchteil des Rücklaufventil-Auslösedrucks entspricht, erzielt, der das Rücklaufventil in der Offenstellung hält. Ein Unterschreiten dieses vorbestimmten Rücklaufdruckes führt zum Schließen des Rücklaufventils, wonach das Verpressgerät wieder für den nächsten Verpressvorgang bereit ist.

Bei dem bekannten Gerät ist bereits mit großem Nutzen ein gattungsgemäßes Verfahren verwirklicht worden und hat eine breite Anwendung gefunden. Im Regelfall ist die Ausgestaltung auch vorteilhaft und zufriedenstellend. Es ergeben sich jedoch Situationen, in welchen ein vorzeitiges Anhalten des Bewe-gungsteiles in Rücklaufrichtung erwünscht ist, ohne dass in sonstigen Fällen das Verfahren des Bewegungsteiles in die Endstellung gehindert wäre.

Im Hinblick auf den zuvor beschriebenen Stand der Technik wird eine technische Problematik der Erfindung dahin gesehen, ein Verfahren zum Betreiben eines hydraulischen Verpressgerätes anzugeben, das ein wahlweises Anhalten des Bewegungsteiles in einer Stellung ermöglicht.

Diese Problematik ist zunächst und im Wesentlichen durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass zur Einwirkung auf das bei geöffnetem Rücklaufventil strömende Hydraulikmittel vor dem Rücklaufventil Mittel vorgesehen sind, welche der Strömung des Hydraulikmittels derart entgegenwirken, dass ein sich einstellender Druckabfall zur Verlagerung des Rücklaufventils in die Verschlussstellung führt. Zufolge dieses erfindungsgemäßen Verfahrens ist ein Anhalten des Bewegungsteiles auch in einer Zwi-schenstellung ermöglicht. Im Zuge des Vorfahrens, d. h. im Zuge eines Ver-pressvorganges ist ein Stoppen des Bewegungsteiles weiter in bekannter Weise durch Stoppen der Hydraulikpumpe erreichbar. Im Zuge des Bewegungsteil-Rücklaufes, was federunterstützt durch ein sich wie aus der vorgenannten DE 198 25 160 Al bekannten selbsthaltenden Rücklaufventils erreicht wird, wird durch Einwirkung auf die Rücklaufströmung ein Stoppen des Bewegungsteiles bewirkt. Hierzu sind Mittel vorgesehen, die die Rücklaufströmung des Hydraulikmittels vor dem Rücklaufventil, d. h. zwischen Bewegungsteil und Rücklaufventil derart beeinflussen, dass sich ein gegebenenfalls nur kurzzeitiger Druckabfall einstellt, der ausreicht, um die bevorzugt vorgesehene Selbsthaltung des Rücklaufventils in der Offenstellung aufzuheben. Durch den Einfluss der Mittel wird der Haltedruck des Rücklaufventils abgesenkt, wonach das Rücklaufventil in die Verschlussstellung fällt. Entsprechend fließt kein Hydraulikmittel mehr in den Vorratsraum ab. Das verbleibende Hydraulikmittelpolster vor dem Bewegungsteil bewirkt das Stoppen desselben. Die Mittel, die auf die Rücklauf-Strömung des Hydraulikmittels zum Stoppen des Bewegungsteiles einwirken, können rein mechanische Mittel sein, die willensbetont durch den Benutzer bei Bedarf betätigt werden. So kann im einfachsten Fall die Rücklaufleitung zwischen Bewegungsteil und Rücklaufventil durch einen Schieber verschlossen werden, wodurch der gewünschte Druckabfall am Rücklauf ventil erreicht wird. Dieser Schieberverschluss kann weiter beispielsweise elektromechanisch erfolgen, so weiter beispielsweise ausgelöst durch einen Impuls zum Starten eines neuen Verpressvorganges, d. h. einen Impuls zum Starten der Hydraulikpumpe. Auch kann ein gesonderter Taster oder dgl. an dem hydraulischen Ver-pressgerät zum Stoppen der Rücklaufbewegung des Bewegungsteiles vorgese-hen sein, über welchen Taster mechanisch oder elektrisch auf die die Strömung beeinflussenden Mittel eingewirkt werden kann. Die Einwirkung auf die Rückströmung geschieht bevorzugt nur kurzzeitig. Der sich sofort einstellende Druckabfall führt zu einem annähernd schlagartigen Schließen des Ventils, wonach eine weitere Beeinflussung durch die Mittel nicht nötig ist.

Die Gegenstände der weiteren Ansprüche sind nachstehend in Bezug zu dem Gegenstand des Anspruches 1 erläutert, können aber auch in ihrer unabhängigen Formulierung von Bedeutung sein.

So ist in einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes vorgesehen, dass auf die Strömung durch eine kurzzeitige Abkopplung einer Teilmenge des Hydraulikmittels eingewirkt wird, welche kurzzeitige Abkopplung zu einem Druckabfall der Rücklaufleitung führt. Die kurzzeitige Abkopplung einer Teilmenge kann beispielsweise durch einen kurzzeitig freigegebenen Lei-tungsabzweig erreicht sein, in welchem weiter beispielsweise ein kolbenartiges Mittel angeordnet ist. Dieses saugt bei Bedarf eine Teilmenge aus dem eigentlichen Rücklaufweg ab, was zu dem gewünschten Druckabfall führt.

Bevorzugt wird eine Ausgestaltung, bei welcher die Abkopplung durch Verfah-ren eines in dem Strömungsweg angeordneten Schaltkolbens entgegen der

Strömungsrichtung erreicht wird. Dieser entgegen der Rücklaufströmung arbeitende Schaltkolben bewirkt ein kurzzeitiges Ansaugen des rücklaufenden Hydraulikmittels, wobei, wenngleich nur eine geringe Menge, an Hydraulikmittel mitgeschleppt wird. Auch hier bewirkt dieses Einwirken auf den Rück-lauf ström einen Druckabfall, was das Schließen des Rücklauf ventils zur Folge hat.

Der Druckabfall zur Erlangung der Rücklaufventil- Verschlussstellung bewegt sich in einer Größenordnung von etwa 0,5 bis 1 bar. Die Selbsthaltung des Rücklaufventils im Zuge des Bewegungsteil-Rücklaufs ist erreicht bei einem Druck von etwa 0,5 bis 2,5 bar, so weiter insbesondere bei 1,5 bar, während das erste Öffnen des Rücklaufventils zum Abschluss des Verpressvorganges bei einem Druck von etwa 400 bis 800 bar, so weiter insbesondere bei 500 oder 700, bevorzugt bei 600 bar erfolgt, wonach über eine Rückstellfeder, die auf das Be-wegungsteil einwirkt im Rücklauf unmittelbar im Bereich des Bewegungsteils ein Druck von etwa 1,5 bis 5 bar, bevorzugt 2,5 bar vorliegt. Die Druckdifferenz von mindestens einem bar zwischen dem durch das rücklaufende Bewegungsteil beaufschlagten Bereich und dem Bereich des Rücklaufventils wird vorwiegend beim Durchströmen kleiner, in Verschlussstellung mit kleineren Teilkol-benflächen zusammenwirkenden Bohrungen des Dichtsitzes als Drosselverlust aufgezehrt.

Der Schaltkolben ist bevorzugt allein durch die Rücklaufströmung in einer nicht betätigten Ablauf stellung gehalten, wobei der Schaltkolben in dieser Ab-laufstellung einen Strömungsdurchlass für das rücklaufende Hydraulikmittel belässt. Dieser Strömungsdurchlass ist weiter so groß bemessen, dass hierdurch keine sich negativ auf die Selbsthaltung des Rücklaufventils ergebenden
Druckverluste ergeben. In der betätigten Pumpstellung des Verpressgerätes hingegen führt der Schaltkolben zu einer Absperrung der Strömung, d. h. der Rücklaufströmung demzufolge eine Auslösung eines Verpressvorganges sogleich die Verlagerung des Schaltkolbens in eine Absperrstellung bewirkt. Allein schon diese Absperrung führt zu einem Druckabfall am Rücklaufventil, zufolge dessen dieses schließt. Die Verlagerung des Schaltkolbens infolge der Inbetriebnahme des Verpressgerätes entgegen der Strömungsrichtung des rück-laufenden Hydraulikmittels bewirkt weiter ein Ansaugen einer Teilmenge des Hydraulikmittels, was den gewünschten Druckabfall zum Schließen des Rücklaufventils weiter unterstützt.

Der Schaltkolben kann bei Auslösen eines erneuten Verpressvorganges bei-spielsweise durch mechanische Mittel in die Pumpstellung verbracht werden. Bevorzugt wird jedoch ein Verfahren, bei welchem der Schaltkolben aus der Ablaufstellung, in welcher dieser einen Strömungsdurchlass für das rücklaufende Hydraulikmittel belässt, in die Pumpstellung durch Einpumpen von Hydraulikmittel aus dem Vorratsbehältnis in den Hydraulikraum bewegt wird. Entsprechend ist der Schaltkolben mit seiner Kolbenfläche im Vorlaufweg des Hydraulikmittels angeordnet derart, dass durch Inbetriebnahme der Hydraulikpumpe das geförderte Hydraulikmittel zunächst über die Schaltkolbenfläche eine Verlagerung des Schaltkolbens aus der Ablauf stellung in die Pumpstellung bewirkt, dies unter Erzeugung eines Druckabfalls zum Schließen des Rücklauf-ventils.

In Rücklaufrichtung des Bewegungsteiles ist der Schaltkolben jenseits der Endstellung des Bewegungsteiles angeordnet. Entsprechend wirkt das Bewegungsteil nicht direkt auf den Schaltkolben ein, sondern vielmehr über das mittels des federbelasteten Bewegungsteils rückgedrückten Hydraulikmittels.

Die Erfindung betrifft des Weiteren ein hydraulisches Verpressgerät mit einer Hydraulikpumpe, einem Bewegungsteil, einem Festteil und einem Rücklaufventil, wobei das Bewegungsteil von einer Ausgangsstellung in eine Verpress-Stellung verfährt aufgrund von Füllen eines Hydraulikraumes mit Hydraulikmittel aus einem Vorratsbehältnis mittels der Hydraulikpumpe, wobei das Rücklaufventil selbsttätig in Abhängigkeit eines der Verpressstellung entsprechenden Hydraulikdruckes in eine Öffnungsstellung verfährt und das Bewegungsteil unter Wirkung einer Rückholfeder zurückfährt.

Ein Verpressgerät der in Rede stehenden Art ist aus der eingangs zitierten DE 198 25 160 Al bekannt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein hydraulisches Verpressgerät der in Rede stehenden Art insbesondere handhabungstechnisch verbessert auszugestalten.

Diese Aufgabe ist zunächst und im Wesentlichen durch den Gegenstand des Anspruchs 7 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass Mittel vorgesehen sind, welche auf die Strömung des Hydraulikmittels im Sinne einer Druckabsenkung einwirken derart, dass das Rücklaufventil in die Verschlussstellung verfährt. Zufolge dieser Ausgestaltung ist ein Verpressgerät der in Rede stehenden Art geschaffen, welches in einer wahlweisen Stellung des Bewegungsteiles anhaltbar ist. So ist ein Anhalten des Bewegungsteiles in Vorverlagerungsrichtung, d. h. in Verpressrichtung jederzeit in üblicher Weise durch Abschalten der Hydraulikpumpe erreichbar. Die Rückbewegung nach Überschreiten des im Zuge des Verpressvorganges erreichten Druckschwellenwertes oder auch ausgelöst durch einen manuellen Eingriff im Zuge der Vorwärtsverlagerung des Bewegungsteiles kann zufolge vorliegender Erfindung auch jederzeit angehalten werden, wozu Mittel vorgesehen sind, die den für die Selbsthaltung des Rück- halteventils in der Öffnungsstellung benötigten Druck vermindern derart, dass ein Abfall des Rücklaufventils erreicht wird. Die Mittel greifen hierbei in die Rücklaufströmung des Hydraulikmittels zwischen Bewegungsteil und Rücklaufventil ein. Die erreichte Druckabsenkung durch die Mittel bewegt sich hier-bei in einer Größenordnung von 0,5 bis 5 bar, bevorzugt 1 bis 1,5 bar, wobei weiter der auf das Rücklaufventil einwirkende Druck zur Selbsthaltung des Ventils in der Offenstellung zwischen 0,5 und 5 bar, bevorzugt 1,5 bar liegt.

Die Gegenstände der weiteren Ansprüche sind nachstehend in Bezug zu dem Gegenstand des Anspruchs 7 erläutert, können aber auch in ihrer unabhängigen Formulierung von Bedeutung sein.

So ist in einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes vorgesehen, dass der Hydraulikraum einen ersten Teilraum aufweist, in welchem das Bewegungsteil verfährt und einen zweiten Teilraum, der als Leitungsabschnitt ausgebildet ist, in welchem das Hydraulikmittel zur Befüllung oder Entleerung des ersten Teilraums strömt und dass die Mittel in dem zweiten Teilraum angeordnet sind. Das Bewegungsteil ist in bevorzugter Ausgestaltung kolbenartig ausgebildet zur unmittelbaren Beaufschlagung eines dem dem Verpressgerät zuordbaren Werkzeug zugeordneten Kolbens bzw. einer Kolbenstange. Der dieses Bewegungsteil insbesondere zylinderförmig umfassende erste Teilraum ist im Wesentlichen getrennt zu dem in Einströmrichtung vorgelagerten zweiten Teilraum, wobei eine strömungsmäßige Verbindung der Teilräume zunächst durch einen Einströmkanal erreicht ist. Ein Rücklaufkanal, durch wel-ches das Hydraulikmittel nach Auslösen des Rücklaufventils und entsprechender Verlagerung desselben in die Öffnungs Stellung zufolge der federbelasteten Rückverlagerung des Bewegungsteiles fließt ist gegebenenfalls schaltbar die beiden Teilräume verbindend ausgebildet.

Die Mittel können zur kurzzeitigen Abkopplung einer Teilmenge des Hydraulikmittels ausgebildet sein. So kann in einfachster Weise eine Druckabsenkung durch ein schieberartiges Organ erreicht sein, welches in den Strömungsweg zwischen Bewegungsteil und Rücklaufventil, die Strömung unterbrechend ein-geschoben wird. Zudem kann eine kurzzeitige Unterdruckeinwirkung auf diesen Strömungsweg zu einem entsprechenden Abkoppeln einer Teilmenge der Rückströmmenge führen, was entsprechend eine Druckabsenkung am Rücklaufventil zur Folge hat. In beispielhafter Ausgestaltung kann hierbei ein in dem Rücklauf-Strömungskanal mündender Querkanal vorgesehen sein, in wel-chem ein kolbenartiges Mittel zur Auslösung des Rücklaufstopps saugend auf das rücklaufende Hydraulikmittel einwirkt .

In weiterer Einzelheit kann vorgesehen sein, dass die Mittel in dem Leitungsabschnitt zur Umschaltung zwischen einem ersten und zweiten Leitungsweg aus-gebildet sind, wobei im Zuge der Umschaltung die Abkopplung erfolgt. Bevorzugt schalten die Mittel in dem Leitungsabschnitt zwischen den Leitungswegen für die Anströmung des Bewegungsteiles im Zuge eines Verpressvorganges und dem Leitungsweg für die Rückströmung des Hydraulikmittels im Zuge der Rückverlagerung des Bewegungsmittels. Die Abkopplung einer Teilmenge des Hydraulikmittels im Zuge des Rücklaufes wird bevorzugt abgeleitet aus der durch die Umschaltung der Mittel zwischen dem ersten und zweiten Leitungsweg resultierenden Bewegung der Mittel. Entsprechend ist die Bewegung der Mittel und die Abkopplung zur Druckabsenkung vor dem Rücklaufventil gekoppelt.

In weiterer Konkretisierung bestehen die Mittel aus einem in dem zweiten Teilraum verfahrbaren Schaltkolben. Dieser ist verlagerbar in dem zweiten Teilraum entlang einer Kolben-Körperachse verlagerbar zwischen zwei Endstellungen, welche Endstellungen zum einen der Vorlaufstellung des Hydraulik-mittels zur Beaufschlagung des Bewegungsteiles und zum anderen der Rück- laufstellung des Hydraulkmittels bei geöffnetem Rücklaufventil entsprechen. Der Schaltkolben besitzt eine wirksame Kolbenfläche und einen Kolbenschaft. Letzterer ist zur Freigabe bzw. zum Verschluss einer der Hydraulikpumpe nachgeschalteten Hydraulikleitung, so insbesondere der den ersten mit dem zweiten Teilraum verbindenden Vorlauf-Strömungsleitung. Der Schaltkolben ist hierbei bevorzugt so positioniert und ausgebildet, dass in der üblichen Betriebsstellung, in welcher über die Hydraulikpumpe Hydraulikmittel in den Hydraulikraum gepumpt wird, dieser in einer vorverlagerten Stellung verharrt, in welcher die vorgenannte Hydraulikleitung freigeschaltet ist. Weiter ist der Kolbenkopf zur Freigabe bzw. zum Verschluss einer zum Rücklauf ventil führenden Ablaufleitung ausgebildet derart, dass in der vorverlagerten Pumpstellung, in welcher die Hydraulikleitung zwischen ersten und zweiten Teilraum freigeschaltet ist, die zum Rücklaufventil führende Ablaufleitung durch den Kolbenkopf versperrt ist. In der Rücklaufstellung, d. h. nach Überschreiten des Maximaldruckes im Hydraulikraum - gegebenenfalls manuell ausgelöst durch Öffnen des Rücklaufventils - fällt der Schaltkolben in eine rückgezogene Position, in welcher dieser zunächst die Vorlauf -Hydraulikleitung verschließt und zugleich die zum Rücklaufventil führende Ablaufleitung zwischen Hydraulikraum und Rücklaufventil öffnet. Der Schaltkolben dient entsprechend im über-tragenen Sinne als druckabhängiges Zweiwege- Ventil zur wechselweisen Freigabe/ Verschluss von Vorlauf leitung und Rücklaufleitung.

Der Schaltkolben weist drei voneinander gesonderte Beaufschlagungsflächen auf. Diese erstrecken sich in einer Ebene senkrecht zur Verlagerungsrichtung des Schaltkolbens und sind bevorzugt kreisscheibenförmig bzw. ringförmig ausgebildet. Hierbei ist bevorzugt eine erste zusammenhängende Beaufschlagungsfläche des Schaltkolbens dem ersten Teilraum zugeordnet, so entsprechend dem das Bewegungsteil aufnehmenden Hydraulikraum. Diese zusammenhängende Beaufschlagungsfläche ist bevorzugt kreisscheibenförmig, weiter in etwa ebenenflächig ausgebildet. Eine zweite entgegengesetzt zur ersten Be- aufschlagungsfläche angeordnete Beaufschlagungsfläche ist der Ablaufleitung zugeordnet, weist entsprechend in Richtung des zweiten Teilraumes. Diese zweite Beaufschlagungsfläche ist bevorzugt kreisringförmig gebildet mit einem Außendurchmesser, der dem Außendurchmesser der ersten gegenüberliegen-den Beaufschlagungsfläche im Wesentlichen entspricht. Der Innendurchmesser der zweiten Beaufschlagungsfläche ist in einer bevorzugten Ausgestaltung durch den Außendurchmesser des Kolbenschaftes definiert.

Eine dritte, gleichfalls entgegengesetzt zur ersten Beaufschlagungsfläche ange-ordnete Beaufschlagungsfläche ist der Hydraulikpumpe zugeordnet, wird entsprechend in direkter Weise durch das Hydraulikmittel im Zuge der Vorverlagerung des Bewegungsteiles im Rahmen eines Verpressvorganges beaufschlagt. Diese dritte Beaufschlagungsfläche ist im Wesentlichen kreisscheibenförmig gebildet, mit einem Außendurchmesser, der im Wesentlichen dem Außen-durchmesser des Kolbenschaftes entspricht.

Die zweite und dritte Beaufschlagungsfläche entsprechen größenmäßig zu-sammengefasst der ersten Beaufschlagungsfläche. So liegen in einer Projektion auf die erste Beaufschlagungsfläche beide weiteren Beaufschlagungsflächen innerhalb der ersten Beaufschlagungsfläche.

Der Schaltkolben ist bevorzugt zwischen einer Ablaufstellung und einer Pumpstellung bewegbar. So wird der Schaltkolben durch Hydraulikmittelbeaufschlagung insbesondere der dritten Beaufschlagungsfläche in die Pumpstellung be-wegt. Durch entsprechende Hydraulikmittelbeaufschlagung der ersten Beaufschlagungsfläche hingegen wird der Schaltkolben in entgegengesetzter Richtung in die Ablaufstellung verlagert. In der Ablaufstellung ist der Kolbenkopf in einem gegenüber dem Kolbenkopf durchmesservergrößerten Ringraum aufgenommen, welcher Ringraum in die Ablaufleitung übergeht. Dieser Ringraum ist nicht zwingend über den gesamten Umfang des Kolbenkopfes vorgesehen.

Es können auch mit Bezug auf einen Grundriss segmentartige Radialvergrößerungen gegenüber dem Kolbenkopf vorgesehen sein. Wesentlich ist, dass in der Ablaufstellung der Kolbenkopf Wege durch Radialerweiterungen freigibt, durch welche das Hydraulikmittel vom ersten Teilraum in den zweiten Teil-räum, weiter durch die Ablaufleitung strömen kann. Diese durchmesservergrößerten Bereiche (Ringraum) sind in der Pumpstellung des Schaltkolbens verschlossen.

In der Ablaufstellung, in welcher der Schaltkolben die Ablaufleitung freigibt, verschließt dieser zugleich schieberartig die Hydraulikleitung, d. h. die Vorlaufleitung zwischen erstem und zweiten Teilraum, durch welche das Hydraulikmittel in den Hydraulikraum gepumpt wird. Entsprechend verschließt der Kolben in der Pumpstellung, in welcher die vorgenannte Hydraulikleitung freigegeben ist, die Ablaufleitung schieberartig, wobei weiter die schieberartigen Verschlussbewegungen des Schaltkolbens so synchronisiert sind, dass kein gleichzeitiges Öffnen von Ablaufleitung und Hydraulikleitung (Vorlaufleitung) erreicht werden kann. So eilt bevorzugt der schieberartige Verschluss der Hydraulikleitung dem schieberartigen Öffnen der Ablaufleitung vor.

In singulären Fällen, insbesondere im Zuge des Abschaltens nach einer Ver-pressung kann bezüglich des Schaltkolbens eine solche Druckdifferenz auftreten, dass ein erheblicher Überdruck gegeben ist. Um diesem entgegenzuwirken weist der Schaltkolben ein integriertes Überdruckventil auf. Dieses ist bevorzugt die erste und die gegenüberliegende dritte Beaufschlagungsfläche des Schaltkolbens leitungsverbindend ausgebildet, welche integrierte Leitung des Schaltkolbens bei Überdruck ventilgesteuert öffnet. In konstruktiv einfacher Weise ist das Überdruckventil durch eine mittels eines Zapfens gehalterte, tel-lerfederartige Ventilscheibe gebildet. Diese liegt bevorzugt auf Seiten der ersten Beaufschlagungsfläche, den zugeordneten Öffnungsrand der Überdruckleitung überdeckend auf. Der zentral die Ventilscheibe halternde Zapfen ist in einer weiteren Ausführungsform umgeben von der durch die Ventilscheibe überdeckten Überdruckleitung, welcher Zapfen zudem zentral bevorzugt koaxial zur Schaltkolbenachse positioniert ist. In konkretisierter Ausführung ist der Zapfen als Schraube ausgebildet, deren Schraubenkopf die Ventilscheibe verla-gerbar gegen den umlaufenden Rand der zugeordneten Öffnung der Überdruckleitung beaufschlagt.

Als weiter vorteilhaft erweist sich eine Ausgestaltung, bei welcher der Schaltkolben, ein Teil der Ablaufleitung und ein Teil der Hydraulikleitung in einem Einsatzteil ausgebildet sind, das insgesamt in eine bohrungsartige Fortsetzung des ersten Teilraumes eingesetzt ist. So ist eine gegebenenfalls wieder entnehmbare, kompakte Einheit geschaffen, die das wahlweise Bestücken eines hydraulischen Verpressgerätes mit Mitteln zur Druckabfallregelung im Zuge des Hydraulikmittelrücklaufes bzw. eine Nachrüstung von Verpressgeräten mit solchen Mitteln ermöglicht.

Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung, welche lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt, näher erläutert. Hierbei zeigt:

Fig. 1 ein hydraulisches Verpressgerät in Ansicht, partiell geschnitten im Bereich eines ein Bewegungsteil aufweisenden Hydraulikraumes mit an dem Verpressgerät angeordnetem, über das Bewegungsteil bedienbaren Verpressvorsatz;

Fig. 2 den Bereich II gemäß der Darstellung in Fig. 1 in Längsschnittdarstellung, eine zurückgefahrene Grundstellung betreffend;

Fig. 3 den Bereich III in Fig. 2 in vergrößerter Darstellung, die Pumpstellung zur Erreichung einer Verpressung darstellend;

Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung, jedoch nach Überschreiten eines vorgegebenen Verpressdruckes und hiernach
einsetzendem, selbsttätigem Rücklauf des Bewegungsteiles bei geöffnetem Rücklaufventil, eine Zwischenstellung darstellend, in welcher überdruckbedingt ein Sicherheitsventil eines rückverlagerten Schaltkolbens geöffnet ist;

Fig. 5 eine Folgedarstellung der Fig. 4, die Rücklaufstellung bei vollständig rückverlagertem Schaltkolben betreffend;

Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung, jedoch eine Situation ausgehend von einer Rücklaufzwischenstellung gemäß Fig. 5
bzw. einer Rücklauf -Endstellung bei wieder einsetzendem Einpumpen von Hydraulikmittel und damit einhergehender Vor- Verlagerung des Schaltkolbens und Schließen des Rücklaufventils.

Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu Fig. 1 ein elektromotorisch betriebenes, hydraulisches Hand-Verpressgerät l.Ein derartiges Verpress-gerät ist aus der DE 19944229 Al bekannt. Der Inhalt dieser Patentanmeldung wird hiermit vollinhaltlich in die Offenbarung vorliegender Erfindung mit einbezogen, auch zu dem Zwecke, Merkmale dieser Patentanmeldung in Ansprüche vorliegender Erfindung mit einzubeziehen.

In dem Verpressgerät 1 ist ein nicht dargestellter Elektromotor angeordnet. Der Antrieb dieses Elektromotors erfolgt über einen, in einem Handgriff 2 integrierten Akkumulator 3. Bei Betätigung eines fingerbetätigbaren Schalters 4 wird aus einem Vorratsraum 5 Hydraulikmittel (Öl) in einen Hydraulikraum 6 gepumpt, wodurch ein in dem Hydraulikraum 5 verschiebbar aufgenommenes, kolbenartiges Bewegungsteil 7 in Richtung einer Arbeits-Endstellung bewegt wird.

Das Bewegungsteil 7 trägt umfangsseitig eine Radialdichtung 8. Diese bietet den dichtenden Abschluss des rückwärtig des Bewegungsteiles 7 geschaffenen Hydraulikraumes 6 gegenüber dem das Bewegungsteil 7 führenden Hydraulikzylinders 8. An letzteren ist ein auswechselbarer Gerätekopf 10 angeordnet, welcher in der dargestellten Ausführungsform Werkzeugträger 11, 12 aufweist, zur Bestückung mit nicht dargestellten Presswerkzeugen.

Der auswechselbare Gerätekopf 10 ist über eine Ge winde Verbindung 13 man-telaußenseitig auf dem Hydraulikzylinder 9 festlegbar.

Der dem kolbenartigen Bewegungsteil 7 abgewandte Werkzeugträger 11 ist an dem Gerätekopf 10 fest, d. h. nicht verlagerbar ausgeführt. Hingegen ist der diesem Werkzeugträger 11 gegenüberliegende Werkzeugträger 12, zugeordnet dem Bewegungsteil 7 in Bewegungsteil- Verlagerungsrichtung verschiebbar, wozu weiter der verschiebbare Werkzeugträger 12 rückwärtig mit einem Kolbenschaft 14 versehen ist. Dieser ist umgeben von einer Rückstellfeder 15, die weiter den Kolbenschaft 14 in Anlage an das geräteseitige Bewegungsteil 7 belastet.

Durch Einpumpen von Hydraulikmittel in den Hydraulikraum 6 wird das Bewegungsteil 7 und hierüber der Werkzeugträger 12 mitsamt dem eingesetzten Presswerkzeug in Richtung auf den Fest- Werkzeugträger 11 und das dort eingesetzte Presswerkzeug verlagert, dies weiter entgegen der Rückstellkraft der Feder 15.

Die Rückverlagerung des Bewegungsteiles 7 erfolgt allein infolge der Rück-stellkraft der Feder 15, welche über den Kolbenschaft 14 bzw. einen endseitig dem Bewegungsteil 7 zugeordneten Radialkragen auf das Bewegungsteil 7 einwirkt, wobei weiter über das Bewegungsteil 7 das Hydraulikmittel aus dem Hydraulikraum 6 zurück in den Vorratsraum 5 gedrückt wird.

Zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Verbindung bzw. Verpressung wird eine Auslösung eines Rücklauf ventils 16 angestrebt, womit sichergestellt ist, dass die volle Presskraft wirksam war. Ein derartiges Rücklauf ventil 16 ist aus der eingangs erwähnten DE 198 25 160 Al bekannt. Auch diesbezüglich wird der Inhalt dieser Patentanmeldung hiermit vollinhaltlich in die Offenba-rung vorliegender Erfindung mit einbezogen, auch zu dem Zwecke, Merkmale dieser Patentanmeldung in Ansprüche vorliegender Erfindung mit einzubezie-hen.

Das Rücklauf ventil 16 besteht im Wesentlichen aus einem Ventilkolben 17 mit einer stirnseitig zentral angeordneten, spitzkegeligen Nadelspitze 18, zur Bildung einer, gegenüber der gesamten Kolbenfläche 19 wesentlich kleineren und durch den Durchmesser einer mit dem Hydraulikraum 6 verbundenen Bohrung 20 definierten Teilkolbenfläche (Sitzventil- Wirkfläche). Letztere ist in einer, wie in Fig. 2 dargestellten Ausgangsverschlusslage durch die Nadelspitze 18 verschlossen.

Rückwärtig ist der Ventilkolben 17 durch eine Andruckfeder 21 beaufschlagt, wodurch die Nadelspitze 18 mit einer, einen maximalen Auslösedruck mitbestimmenden Kraft gegen die Bohrung 20 gepresst wird. Hierdurch ist im We-sentlichen ein Druckbegrenzungsventil in Sitzbauart gegeben.

In bevorzugter Ausgestaltung öffnet das Rücklaufventil 16 bei einem auf die Hydraulikkolbenfläche 22 des Bewegungsteiles 7 einwirkenden Maximaldruck von 600 bar. Je nach Auslegung können auch Abschaltdrücke zwischen 400 und 700 bar, so beispielsweise 500, 550 oder auch 650 bar zu einem Öffnen des Rück- lauf ventils 16 führen. Der Maximal druck ist hierbei definiert durch die auf die Bohrung 20 projizierte, sehr kleine Teilkolbenfläche der Nadelspitze 18 bzw. durch die Querschnittsfläche der Bohrung 20 und durch die Anpresskraft der Andruckfeder 21 auf den Ventilkolben 17.

Übersteigt der Druck des Hydraulikmittels den vordefinierten Maximalwert von bspw. 600 bar, so wird der Ventilkolben 17 aus seinem zur Bohrung 20 dichtenden Sitz entgegen der Kraft der Andruckfeder 21 bewegt, wonach schlagartig die wesentlich größere Kolbenfläche 18 des Ventilkolbens 17 in Wirkung tritt. Durch die Rückverlagerung des Ventilkolbens 17 wird eine, in dem den Ventilkolben 17 aufnehmenden Zylinder 23 angeordnete Ablauf Öffnung 24 zumindest teilweise freigelegt, zum Rückfluss des Hydraulikmittels in den Vorratsraum 5.

In dieser Stellung wirkt das Rücklaufventil 16 als Druckbegrenzungsventil, dies jedoch in Längsschieberbauart mit einem wesentlich niedrigeren Begrenzungsdruck, da hier letzterer nunmehr durch die wesentlich größere Kolbenfläche 19 des Ventilkolbens 17 definiert wird. So ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein Durchmesserverhältnis von kleinerer wirksamer Teilkolbenspitze (Nadelspitze 18 in Bohrung 20) zu der Gesamt-Kolbenfläche 19 von 1:400 gegeben, was zur Folge hat, dass der Begrenzungsdruck in der Öffnungsstellung des Rücklauf ventils 16 um ein 400faches kleiner ist als der Auslösedruck. So stellt sich beispielsweise ein Begrenzungsdruck zum Offenhalten des Rücklaufventils 16 in Abhängigkeit von den Kolbenflächen zueinander von etwa 1,5 bar ein. Die auf das Bewegungsteil 7 wirkende Rückstellfeder 15 ist hinsichtlich ihrer Rückstellkraft so ausgelegt, dass der Druck im Hydraulikraum 6 beim Zurückfahren des Bewegungsteils 7 stets mindestens 2,5 bar beträgt. Die Druckdifferenz von mindestens 1 bar wird vorwiegend beim Durchströmen der kleinen Bohrung 20 des Rücklauf ventils 16 als Drosselverlust aufgezehrt und bestimmt den Öl-durchfluss und damit die Rückzugsgeschwindigkeit des Bewegungsteils 7.

Nach Unterschreiten des vorgenannten Begrenzungsdruckes von bspw. 1, 5 bar fällt das Rücklauf ventil 16 wieder ab in die Verschlussstellung, wobei der diesbezügliche Ventilkolbenl7 mittels der Andruckfeder 21 wieder in die Boh-rungs- Verschlussstellung verlagert wird, in welcher Stellung die Nadelspitze 18 in der Bohrung 20 einliegt. Diese Unterschreitung des Begrenzungsdruckes ist spätestens dann erreicht, wenn das Bewegungsteil 7 im Zuge der Rücklaufbewegung anschlagbegrenzt an den zugeordneten Zylinderboden tritt.

Bei Überschreiten des vorgegebenen Maximaldruckes und damit einhergehendem selbsttätigen Öffnen des Rücklauf ventils 16 wird zugleich der Elektromotor zum Pumpen des Hydraulikmittels aus dem Vorratsraum 5 in den Hydraulikraum 6 abgeschaltet. Das Verpressgerät 1 befindet sich hiernach in einem selbsttätigen, rein federbelasteten Rücklauf.

Für einen erneuten Verpress Vorgang ist ein geschlossenes Rücklauf ventil 16 Bedingung. Entsprechend kann, wie zuvor erläutert, abgewartet werden, bis das Bewegungsteil 7 federunterstützt in die Rücklaufendstellung verfahren ist, zufolge dessen der Begrenzungsdruck gegen Null abfällt und das Rücklaufven-til 16 wieder schließt.

Es besteht jedoch das Bedürfnis aus jeder Rücklauf Stellung des Bewegungsteiles 7 heraus einen erneuten Verpressvorgang zu starten. Hierzu sind Mittel 25 vorgesehen, die im Zuge des Hydraulikmittel-Rücklaufes den das Rücklaufven-til 16 in Offenstellung haltenden Begrenzungsdruck zumindest kurzzeitig so absenken, dass die Selbsthaltung des Rücklauf ventils 16 aufgehoben wird und der Ventilkolben 17 zum Verschluss der Bohrung 20 mittels der Nadelspitze 18 zurückfährt.

Hierzu ist ein in selber Richtung wie das Bewegungsteil 7 verlagerbarer Schaltkolben 26 vorgesehen. Dieser ist in einem Einsatzteil 27 gehaltert, das aufgenommen in einer bohrungsartigen Fortsetzung 28 des Hydraulikraumes 6 im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist. Mantelaußenseitig ist das Einsatz-teil 27 mit einer umlaufenden Ringdichtung 29 versehen, zur Abdichtung gegen die Wandung der bohrungsartigen Fortsetzung 28.

Das Einsatzteil 27 ist festgesetzt durch eine in den dem Bewegungsteil 7 abgewandten Boden der bohrungsartigen Fortsetzung 28 eingreifende Schraube 30, deren Schraubenkopf in einem zentral das Einsatzteil 27 im Wesentlichen durchsetzenden Leitungsabschnitt 31 einliegt.

Der Leitungsabschnitt 31 ist entsprechend koaxial zur Körperachse des Einsatzteiles 27 ausgerichtet. Weiter liegt auf dieser Körperachse des Einsatzteiles 27 auch der Schaltkolben 26, welcher zudem als Rotationsbauteil geformt ist.

Der Schaltkolben 26 besitzt einen Kolbenschaft 32 mit einem Außendurchmesser, der dem Innendurchmesser des Leitungsabschnittes 31 entspricht. Der Kolbenkopf ist demgegenüber durchmesservergrößert. So entspricht der Kopf-durchmesser etwa dem Zweifachen des Schaftdurchmessers, wobei weiter die in axialer Richtung gemessene Stärke des kragenartig überragenden Kolbenkopfes 33 etwa einem Viertel der freien axialen Erstreckungslänge des Kolbenschaftes 32 entspricht.

Der Leitungsabschnitt 31 ist einerends, dem Schaltkolben 26 abgewandt strömungsmäßig angeschlossen an eine Hydraulik.-Zulaufleitung 34 des Verpress-gerätes 1, durch welch letztere mittels einer nicht dargestellten Pumpe Hydraulikmittel aus dem Vorratsraum 5 unter Zwischenschaltung eines Rückschlagventils 35 gefördert wird.

Von dem zentralen Leitungsabschnitt 31 geht eine radial nach außen zur Mantelwandung geführte Hydraulikleitung 36 ab, die in einem durch Durchmesserreduzierung des Einsatzteiles 27 zwischen dem Einsatzteil 27 und der bohrungsartigen Fortsetzung 28 geschaffenen Ringraum mündet. Dieser Ringraum öffnet sich hin zu dem Hydraulikraum 6 auf Seiten der Kolbenfläche 22 des Bewegungsteiles 7.

Das Einsatzteil 27 ist entsprechend in die Zulaufleitung zwischen Vorratsraum 5 und Hydraulikraum 6 geschaltet.

In gleicher Weise ist das Einsatzteil 27 auch zwischen dem Hydraulikraum 6 und dem Rücklauf ventil 16 geschaltet, wozu das Einsatzteil 27 eine exzentrisch zur Körperachse des Einsatzteiles 27 angeordnete, i. W. achsparallel verlaufende Ablaufleitung 37 aufweist, die einerends in einer gerätegehäuseseitigen Rücklaufleitung 38 mündet. Letztere ist angeschlossen an das Rücklaufventil 16, konkret mit der ventilsitzseitigen Bohrung 20.

Der Schaltkolben 26 ist in dem Einsatzteil 27 koaxial zur Einsatzteilachse ausgerichtet und in Achsrichtung beidseitig endseitig anschlagbegrenzt verschiebbar gehalten. Der Kolbenschaft 32 liegt hierbei in dem Leitungsabschnitt 31 des Einsatzteiles 27 ein, während der durchmesservergrößerte Kolbenkopf 33 in einem entsprechend durchmesservergrößerten, zum Hydraulikraum 6 hin offenen Bohrungsabschnitt 39 geführt einliegt. Eine hintere, die Bewegung des Schaltkolbens 26 in Richtung auf den Leitungsabschnitt 31 begrenzende An-schlagfläche ist durch den von dem Leitungsabschnitt 31 durchsetzten Bohrungsabschnittboden 40 gegeben. In entgegengesetzter Richtung, d. h. in Richtung auf den Hydraulikraum 6 wirkt anschlagbegrenzend der Kopf einer stirnseitig des Einsatzteils 27 eingedrehten Anschlagschraube 41, deren Kopf radial nach innen über den zugeordneten Bohrungsabschnittrand ragt.

Die einsatzteilseitige Ablaufleitung 37 mündet etwa mit dem halben Öffnungsquerschnitt in dem den Schaltkolben 26 führenden Bohrungsabschnitt 39. Entsprechend ist die Achse der Ablaufleitung 37 so positioniert, dass diese in etwa in die Mantelwandung des Bohrungsabschnittes 39 einläuft. Der zugeordnete Übergangsbereich von Bohrungsabschnittwandung zu Bohrungsabschnittboden 40 ist gegenüber dem weiteren Bohrungsabschnitt 39 sowie dem Außendurchmesser des Kolbenkopfes 33 durchmesservergrößert, so dass sich bei zurückgezogenem Schaltkolben 26, d. h. in Anschlagstellung desselben gegen den Bohrungsabschnittboden 40 ein freier Umströmungsbereich in Form eines Ringraumes 50 zur Verbindung der Ablaufleitung 37 mit dem Hydraulikraum 6 einstellt.

Die axiale Länge des Kolbenschaftes 32 bzw. der axiale Verfahrweg des Schaltkolbens 26 sowie die Positionierung der radial ausgerichteten Hydraulikleitung 36 sind so gewählt, dass in einer Pumpstellung gemäß der Darstellung in Fig. 3 und damit einhergehender Vorverlagerung des Schaltkolbens 26, bei welcher dieser anschlagbegrenzt gegen die Schraube 41 tritt, die Hydraulikleitung 36 in Strömungs Verbindung steht zu dem zentralen Leitungsabschnitt 31.

Es stellen sich zufolge der gewählten Geometrie des Schaltkolbens 26 drei vereinzelte Hydraulikmittel-Beaufschlagungsflächen ein. So zunächst eine erste Beaufschlagungsfläche 42, welche dem Hydraulikraum 6 zugewandt ist und definiert ist durch die entsprechende quer zur Achse ausgerichtete Kolbenkopffläche. Die dritte Beaufschlagungsfläche 43 ist definiert durch die der ersten Beaufschlagungsfläche 42 abgewandte quer zur Achse ausgerichtete Stirnfläche des Kolbenschaftes 32. Diese dritte Beaufschlagungsfläche 43 ist parallel versetzt ausgerichtet zur ersten Beaufschlagungsfläche 42.

Während die erste und die dritte Beaufschlagungsfläche jeweils im Wesentli-chen kreisscheibenförmig gewählt sind, ist die zweite Beaufschlagungsfläche 44 ringförmig durch die der ersten Beaufschlagungsfläche 42 abgewandte Oberfläche des Kolbenkopfes 33 gebildet, welche zweite Beaufschlagungsfläche 44 auch zugleich die mit der durch den Bohrungsabschnittboden 40 gebildeten Anschlagfläche zusammenwirkende Gegenanschlagfläche ist.

Zusammengefasst entsprechen die zweite und die dritte Beaufschlagungsfläche 43 und 44 größenmäßig der ersten Beaufschlagungsfläche 42. So ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Beaufschlagungsflächenverhältnis von dritter Beaufschlagungsfläche 43 zu erster Beaufschlagungsfläche 42 von 1:2 bis 1:4, bevorzugt 1:3 vorgesehen, während das Verhältnis von zweiter Beaufschlagungsfläche 44 zur ersten Beaufschlagungsfläche 42 1:2 bis 3:4, bevorzugt 2:3 beträgt.

Das Einsatzteil 27 bzw. die in dem Einsatzteil 27 vorgesehenen Leitungswege sind insgesamt Teil des Hydraulikraumes 6, wobei der Schaltkolben 26 diesen in zwei Teilräume unterteilt, so in einen ersten Teilraum 45, in welchem das Bewegungsteil 7 verfährt und einen zweiten Teilraum 46, der die vorgenannten Leitungsabschnitte innerhalb des Einsatzteiles 27 bildet.

Der Schaltkolben 26 weist weiter ein integriertes Überdruckventil 47 auf. Dieses ist im Wesentlichen durch eine, mittels einer einen Zapfen ausbildenden
Schraube 48 gehalterten, tellerfederartigen Ventilscheibe 49 gebildet. Diese Ventilscheibe 49 überdeckt eine im Wesentlichen den Schaltkolben 26 zentral in Achsrichtung durchsetzende Überdruckleitung 51, die zugewandt dem Hy d-raulikraum 6 mittig den Kolbenkopf 33 durchtritt. In entgegengesetzter Richtung, d. h. hin zum Leitungsabschnitt 31 ist ein Radialsprung der Leitung vorgesehen, um weiter zentral einen Gewinde-Halterungsabschnitt für die Schraube 48 zu bieten, deren Schraubenkopf die Ventilscheibe 49 gegen den zugewandten umlaufenden Rand der Überdruckleitung 51 drückt. In einer über-druckunbeeinflussten Stellung gemäß der Darstellung in Fig. 3 ist die Ventil- scheibe 49 in einer durch die Schraube 48 belasteten Ruheposition, in welcher diese die Überdruckleitung 51 verschließt.

Zur Einleitung eines Verpressvorganges wird bei Einschalten der nicht darge-stellten Pumpe Hydraulikmittel aus dem Vorratsraum 5 durch die gehäusesei-tige Hydraulik-Zulaufleitung 34, das Rückschlagventil 35 durchlaufend in den einsatzteilseitigen Leitungsabschnitt 31 gedrückt, was über die dritte Beaufschlagungsfläche 44 des Schaltkolbens 26 eine axiale Verlagerung des Schaltkolbens 26 in die vorverlagerte Stellung in Richtung auf den Hydraulikraum 6 bewirkt, wobei im Zuge dieser Verlagerung des Schaltkolbens 26 die radiale Hydraulikleitung 36 schieberartig geöffnet wird, während der in dem Bohrungsabschnitt 39 geführte Kolbenkopf 33 die einsatzteilseitige Ablaufleitung 37 schieberartig verschließt.

Über die Hydraulikleitung 36 wird das Hydraulikmittel in den Hydraulikraum 6 gepumpt, was eine Axialverlagerung des in diesem Hydraulikraum 6 verschiebbar gehalterten Bewegungsteils 7 und hierüber des gerätekopfseitigen Kolbenschaftes 14 zur Erlangung der Verpressstellung bewirkt.

Mit Erreichen des maximalen Verpressdruckes von bspw. 600 bar, der auch im Leitungsabschnitt 31 und darüber hinaus auch bedingt durch die nicht druckfeste Dichtung zwischen Kolbenschaft 32 und zugeordneter Wandung des Leitungsabschnittes 31 in der Ablaufleitung 37 bzw. Rücklaufleitung 38 aufgebaut wird, hebt das Rücklauf ventil 16 wie beschrieben ab und gibt den Rücklauf weg über die Ablauföffnung 24 frei. Zugleich wird bedingt durch die sich einstellende Druckdifferenz der Schaltkolben 26 in axialer Richtung rückverlagert, wobei weiter durch das vor der dritten Beaufschlagungsfläche 43 in dem Leitungsabschnitt 31 noch bestehende Hydraulikmittel-Polster gegebenenfalls ein erheblicher Überdruck aufgebaut sein kann, der in diesem Fall durch selbsttäti- ges, federartiges Anheben der Ventilscheibe 49 gemäß der Darstellung in Fig. 4 abgebaut wird.

Im Zuge der Rückverlagerung des Schaltkolbens 36 in die Ablauf stellung ver-schließt dieser mittels des Kolbenschaftes 32 zunächst die radial von dem Leitungsabschnitt 31 abgehende Hydraulikleitung 36, um abschließend in der anschlagbegrenzten Endstellung den radial erweiterten Ringraum 50 freizulegen. Entsprechend hat der Schaltkolben 26 die Hydraulikleitung 36 schieberartig verschlossen und hiernach die Ablaufleitung 37 gleichfalls schieberartig geöff-net.

Das Hydraulikmittel kann hiernach federbelastet über das Bewegungsteil 7 aus dem Hydraulikraum 6 ausgedrückt werden, unter Umströmung des Kolbenkopfes 33.

Besteht der Bedarf aus einer beliebigen Rücklaufstellung des Bewegungsteiles 7 heraus einen erneuten Verpressvorgang einzuleiten - ohne die anschlagbegrenzte Endstellung des Bewegungsteiles 7 abzuwarten - bedarf es nur einer erneuten Schalterbetätigung zur Aktivierung der Pumpe, woraufhin erneut Hydraulikmittel in den zentralen einsatzteilseitigen Leitungsabschnitt 31 gepumpt wird. Diese Situation ist in Fig. 6 dargestellt. Entsprechend wird aus dieser Situation heraus zunächst nur die flächenmäßig kleine dritte Beaufschlagungsfläche 43 des Kolbenschaftes 32 druckbeaufschlagt, zufolge dessen der Schaltkolben 26 wieder in Richtung auf die Pumpstellung bewegt wird. Der Kolbenkopf 33 verlässt hierbei den durchmesservergrößerten Ringraumbereich des Bohrungsabschnittes 39; verschließt demzufolge schieberartig die Ablaufleitung 37. Damit einhergehend wird eine kurzzeitige Abkopplung einer Teilmenge des in der Ablaufleitung 37 befindlichen Hydraulikmittels erreicht, so insbesondere durch Erzeugung eines kurzzeitigen Saugeffektes im Bereich der zweiten, ringförmigen und der Ablaufleitung 37 zugewandten Beaufschla- gungsfläche 44. Dies bewirkt einen zumindest kurzzeitigen Druckabfall in der Ablaufleitung 37 und entsprechend auch in der Rücklaufleitung 38, welcher Druckabfall zufolge der Federbelastung auf den Ventilkolben 17 ein sofortiges Schließen des Rücklauf ventils 16 zur Folge hat. Der Ablauf des Hydraulikmit-tels ist entsprechend unterbrochen.

Der Schaltkolben 26 wird druckbeaufschlagt durch das Hydraulikmittel in die durch die Schraube 41 anschlagbegrenzte Stellung gemäß der Darstellung in Fig. 3 gedrängt, wonach die Vorverlagerung des Bewegungsteils 7 und entspre-chend der Press Vorgang durchgeführt wird.

Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollin-haltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.