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1. (WO2007009633) BOOK-TYPE DOCUMENT, IN PARTICULAR IDENTIFICATION DOCUMENT
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Buchartiges Dokument, insbesondere Identifikationsdokument

Die Erfindung betrifft ein buchartiges Dokument, insbesondere Identifikationsdokument.

Ein solches buchartiges Dokument, insbesondere Identifikationsdokument oder Wertdokument, wie beispielsweise Pässe, buchartige Personalausweise, Führerscheine, vorläufige Personaldokumente, Sicherheitsdokumente, Zugangsberechtigungen oder dergleichen, bestehen aus einem Bucheinband oder einem Buchumschlag und darin aufgenommenen Innenseiten aus Papier und/oder Kunststoff. Die Innenseiten werden mittels einer Naht am Vorsatz befestigt und mit dem Bucheinband verbunden. Insbesondere bei Identifikationsdokumenten umfassen die Innenseiten eine Personalisierungsdatenseite, auf der die wichtigsten Per-soneπdaten und das Bild des Inhabers zur Identifikation angeordnet sind. Solche Personalisierungsdatenseiten sind ebenfalls mit den Innenseiten am Vorsatz angenäht. Die Personalisierungsdatenseite weist dieser Naht gegenüberliegend eine Lasche auf, um das Einnähen der Personalisierungsdatenseite zu ermöglichen und einen sicheren Halt zu geben.

Es besteht ein erhebliches Interesse daran, buchartige Dokumente, insbesondere Ideπtifikationsdokumente, vor Fälschungen zu schützen und die Herstellung von Fälschungen technisch zu erschweren oder zumindest unrentabel zu machen.

Bei dem vorgenannten buchartigen Dokument weist die Personalisierungsdatenseite einzelne Sicherheitsmerkmale auf. Somit ist die Manipulation der Personalisierungsdatenseite zumindest erschwert. Eine Sicherung der Personalisierungsdatenseite zur Lasche oder eine Sicherung der Lasche zum buchartigen Dokument ist nicht gegeben, so dass die Gefahr der Manipulation, beispielsweise durch Heraustreπnen einer Personalisierungsdatenseite oder einer Lasche nahe der Naht, durch Austausch einer manipulierten Innenseite oder Lasche besteht.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein buchartiges Dokument, insbesondere Identifikationsdokument, zu schaffen, bei dem die Fälschungssicherheit erhöht und die Gefahr einer Manipulation der Personalisierungsdatenseite mit Lasche erhöht ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein buchartiges Dokument, insbesondere Identifikationsdokument, gemäß den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den weiteren abhängigen Ansprüchen angegeben.

Durch die erfindungsgemäße Einbringung von zumindest einem Sicherheitsmerkmal oder zumindest einem Teil eines Sicherheitsmerkmals der Personalisierungsdatenseite, der Innenseite und/oder des Bucheinbandes in die Lasche wird ermöglicht, dass eine Verknüpfung der Lasche zum weiteren Bestandteilen des buchartigen Dokumentes ermöglicht ist. Diese Verknüpfung oder Koppelung kann zu einem bestimmten Bestandteil oder zu einer beliebigen Anzahl von Bestandteilen des buchartigen Do- kumentes vorgesehen sein. Durch eine solche Verknüpfung, insbesondere logische Verknüpfung, wie beispielsweise Schlüsselzahl der Prüfziffern, wird die Fälschungssicherheit erhöht.

Das Sicherheitsmerkmal oder ein Teil des Sicherheitsmerkmals, das in der Lasche der Personalisierungsdatenseite vorgesehen ist, wird bevorzugt durch eine Perforierung, drucktechnische Behandlung, Prägung, Anstanzung, Ausstanzung oder eine Kombination hiervon eingebracht. Die Art der Einbringung der Sicherheitsmerkmale ist bevorzugt an weitere Verfahrensabläufe zur Herstellung eines buchartigen Dokumentes sowie an die Materialauswahl der Lasche angepasst. Durch die Kombination verschiedener Techniken zur Einbringung des Sicherheitsmerkmals oder deren Überlagerung wird die Fälschungssicherheit erhöht.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass als Sicherheitsmerkmal eine Nummerierung vorgesehen ist und zumindest eine Teilsequenz der Nummerierung in die Lasche deckungsgleich zur Nummerierung der benachbarten Innenseite oder Vorsatz vorgesehen ist. Beispielsweise kann in einer Fußzeile des buchartigen Dokumentes eine mehrstellige Zahlen-, Buchstaben- und/oder Symbolkombination als Nummerierung eingebracht sein, wobei eine oder mehrere Nummern in die Lasche eingebracht werden, die innerhalb der Breite der Lasche aufbringbar sind. Durch die deckungsgleiche Anordnung der Nummern in der Lasche und der Nummern auf der Innenseite oder Vorsatz kann in einer teilweise oder vollständig aufgeklappten Position des Dokumentes die Lasche zur darunter oder darüber liegenden Innenseite positioniert sein. Sofern die in die Lasche und benachbarte Innenseite eingebrachten Nummern nicht deckungsgleich übereinander liegen, ist eine Manipulation gegeben. Somit ist eine optische Verknüpfung der Lasche zu einer Innenseite oder Vorsatz des Dokumentes gegeben sowie eine optische Prüfung ermöglicht. Bei dicken Pässen kann eine deckungsgleiche Anordnung der Nummern in der Lasche und auf der beziehungsweise den Innenseiten oder Vorsatz im geschlossenen Zustand des Dokumentes gegeben sein. Bei teilweise oder vollständig aufgeschlagenem Dokument ist eine Deckungsgleichheit zumeist nicht mehr gegeben, wobei durch die Perforation immer noch ein optischer Vergleich mit den aufgebrachten Merkmalen ermöglicht ist. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die Perforation bei dicken Dokumenten in einer bestimmten, teilweise oder vollständig aufgeklappten Position deckungsgleich sind und in den anderen weiteren Positionen nicht deckungsgleich übereinstimmt. Auch darin kann ein Sicherheitsmerkmal gesehen sein, so dass bei der Prüfung die Einnahme dieser bestimmten Anordnung des Dokuments erforderlich ist.

Nach einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass als Sicherheitsmerkmal eine Prüfziffer einer Nummerierung im buchartigen Dokument vorgesehen ist, welches in die Lasche eingebracht ist. Durch eine solche Prüfziffer als Sicherheitsmerkmal kann eine logische Verknüpfung ermöglicht sein, die eine Verbindung zu einem Bestandteil eines Sicherheitsmerkmals oder einem Sicherheitsmerkmal ermöglicht, welches oder welche entfernt von der Lasche im buchartigen Dokument vorgesehen sind.

Vorteilhafterweise ist die Prüfziffer als zumindest eine Zahl, zumindest ein Buchstabe, zumindest ein Symbol oder als eine Kombination hiervon eingebracht. Dadurch wird die Fälschungssicherheit erschwert, da zusätzlich ein dahinterstehender Algorithmus oder ein Rechenmodell zur Erstellung der Prüfziffer sowie deren Ableitung aus einem oder mehreren Sicherheitsmerkmalen im buchartigen Dokument zu entschlüsseln ist.

Die Prüfziffer kann vorteilhafterweise unabhängig von der Ausrichtung und Positionierung einer laufenden Nummer in einer Kopf-, Fußzeile oder im Faltbereich der Lasche vorgesehen sein. Dadurch ist die Flexibilität in der Anbringung erhöht. Zusätzlich ist das Inverbindungbringen mit einem weiteren Sicherheitsmerkmal erschwert.

Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass die Nummerierung als Laseroder Nadelperforationsnummerierung ausgebildet ist. Bei der Nummerierung, aus welcher das zumindest eine Sicherheitsmerkmal für die Lasche abgeleitet ist, wird bevorzugt auf eine Passnummer, eine Identifikationsnummer oder eine Registriernummer zurückgegriffen. Dadurch kann eine ohnehin in einem buchartigen Dokument vorhandene oder eiπzubrϊn- geπde Nummerierung gleichzeitig die Einbringung eines Sicherheitsmerkmals in die Lasche ermöglichen. Beispielsweise können verschiedene Geometrien der Ausstanzungen für die Perforation vorgesehen sein. Beispielsweise können runde, ovale, elliptische, mehreckige oder sonstige Freiformen vorgesehen sein. Diese können innerhalb einer Kennzeichnung gleich oder beliebig abwechselnd vorgesehen sein.

Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben werden im Folgenden anhand den in den Zeichnungen dargestellten Beispielen näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen buchartigen Identifikationsdokumentes,

Figur 2 eine schematische Ansicht auf eine Personalisie- rungsdatenseite und eine Innenseite eines aufgeschlagenen Dokumentes gemäß Figur 1 und

Figur 3 eine schematische Ansicht auf eine alternative Ausführungsform einer Personalisierungsdatenseite und
einer Innenseite des buchartigen Dokumentes gemäß Figur 1.

In Figur 1 ist ein buchartiges Dokument 11 dargestellt. Bei diesem Dokument 11 handelt es sich beispielsweise um ein Identifikationsdokument wie einen Reisepass oder einen Personalausweis. Das Dokument 11 umfasst einen Bucheinband 12. Auf einer Innenseite des Bucheinbandes 12 ist ein Vorsatz 14 vorgesehen, der an dem Bucheinband 12 befestigt ist. Über eine gemeinsame Naht 16 sind zumindest eine Personalisierungsdatenseite 17 und Innenseiten 18 mit dem Vorsatz 14 verbunden. Die Innenseiten 18 des buchartigen Dokumentes dienen der Aufnahme von Visa oder Stempeln oder sonstigen Eintragungen. Die Personalisierungsdatenseite 17 kann beispielsweise gemäß dem ICAO- Standard ausgebildet sein und umfasst ein Bild 19 des Dokumenteninhabers, eine OCR-maschinenlesbare ICAO-Zeile 21 und weitere Personalisierdaten 22. In diesem Ausführungsbeispiel weist die Personalisierungs- datenseite 17 eine Laminatschichtumhüllung auf, die die Personalisie- rungsdatenseite 17 umgibt. Der Naht 16 gegenüberliegend ist eine Lasche 26 an der Personalisierungsdatenseite 17 ausgebildet, die beispielsweise aus zwei miteinander verbundenen Laminatschichten besteht.

Die Personalisierungsdatenseite 17 kann alternativ auch auf einem Einlegeblatt und einer Laminierschicht bestehen, die sich über die Naht 16 hinaus erstreckt und die Lasche 26 umfasst. Des Weiteren kann alternativ vorgesehen sein, dass die Personalisierungsdatenseite 17 ebenso wie die Lasche 26 aus Papier ausgebildet ist. Darüber hinaus können weitere Materialkombinationen vorgesehen sein, um die Personalisierungsdatenseite 17 und die Lasche 26 auszubilden, wobei nicht erforderlich ist, dass der Aufbau der Personalisierungsdatenseite 17 dem der Lasche 26 entspricht. Zumindest die Lasche 26 kann aus Papier, einer Kunststofffolie, einem Faservlies, Papiervlies, kaschiertem Papier- oder Kunststoffmaterial, einem verpressten Vliesmaterial aus Papier und/oder Fasern, aus Papier-, Faser- oder Kunststoffschnipseln und/oder einem Verbundmaterial aus zumindest einem der vorgenannten Materialien hergestellt sein. Bevorzugt ist zumindest ein Material der Lasche 26 auch Teil der Personalisierungsdatenseite 17.

In Figur 2 ist eine schematische Ansicht auf ein aufgeschlagenes buchartiges Dokument 11 dargestellt, bei dem eine Vorderseite der Personalisierungsdatenseite 17 zu sehen ist sowie die dazugehörige Lasche 26, die teilweise eine darunter liegende Innenseite 18 verdeckt. Die weiteren eingenähten Innenseiten 18 sind nicht näher dargestellt. Die Lasche 26 ist mit zumindest einem Sicherheitsmerkmal 28 versehen. Bei dieser Ausführungsform ist das Sicherheitsmerkmal 28 eine Teilsequenz einer Nummerierung 29, die in dem Dokument 11 vorgesehen ist. Diese Nummerierung 29 ist beispielsweise in der Fußzeile vorgesehen und kann alternativ in der Kopfzeile oder im Nahtbereich angeordnet sein.

Bei dieser Nummerierung 29 kann es sich um eine Passnummer, eine Identifikationsnummer oder eine Registriernummer handeln.

Das Sicherheitsmerkmal 28 ist nach einer ersten Alternative durch eine Laserperforation eingebracht. Diese Perforation wird beispielsweise von vorne nach hinten eingebracht. Alternativ kann diese Perforation auch von hinten nach vorne eingebracht werden. Diese Perforation weist den Vorteil auf, dass beim Übereinanderlegen der Lasche 26 zur benachbarten Innenseite, die im vorliegenden Fall die darunter liegende Innenseite ist, geprüft werden kann, ob das Sicherheitsmerkmal 28 in der Lasche 26, das als Teilsequenz ausgebildet ist, deckungsgleich zur darunter liegenden Teilsequenz vorgesehen ist. Durch ein gemeinsames Einbringen der Nummerierung 29 sowohl in die Lasche 26 als auch in die Innenseiten 18 sind Manipulationen bei nicht deckungsgleicher Anordnungen leicht zu erkennen. Insbesondere bei einer Laserperforation wird die Manipulation erschwert, da diese Laserperforation sich beispielsweise konisch entlang der Innenseiten verjüngt oder zylindrisch ausgebildet ist.

Alternativ zur Laserperforation kann auch eine Nadelperforation vorgesehen sein. Die Anzahl der Ziffern beziehungsweise die Teilsequenz des Sicherheitsmerkmals 28 ist abhängig von der Breite der Lasche 26 und/oder der Positionierung beziehungsweise dem Beginn der Nummerierung 29 auf der Innenseite 18.

Diese Nummerierung 29 kann ebenfalls in der PersonaÜsierungsdatensei-te 17 vorgesehen sein. Des Weiteren kann die Nummerierung 29 auch auf dem Vorsatz 14 und/oder Bucheinband 12 vorgesehen sein.

In Figur 3 ist eine alternative Ausführungsform zu Figur 2 dargestellt. Das in die Lasche 26 eingebrachte Sicherheitsmerkmal 28 ist als Prüfziffer ausgebildet. Die Ausrichtung der Prüfziffer kann abweichend von einer laufenden Nummerierung 29 sein. Die Prüfziffer als Sicherheitsmerkmal 28 kann durch zumindest einen Buchstaben, eine Zahl, eine Symbol oder eine Kombination hiervon ausgebildet sein. Diese Prüfziffer kann sich aus der Nummerierung 29 ergeben. Ebenso kann die Prüfziffer sich aus einer Passnummer, einer Identifikationsnummer oder Regist- rierπummer sowie weiteren Merkmalen des buchartigen Dokumentes oder Wertdokumentes ergeben.

Durch die Anbringung von zumindest einem Sicherheitsmerkmai 28 in die Lasche 26 kann bei den vorbeschriebenen Ausführungsformen eine optische Verbindung oder Anbindung der Lasche 26 an das Dokument 11 erfolgen. Zusätzlich oder alternativ kann in Abhängigkeit der Auswahl des Sicherheitsmerkmales 28 eine logische Verknüpfung gegeben sein. Die Einbringung des zumindest einen Sicherheitsmerkmals 28 in die Lasche 26 kann auf das verwendete Material angepasst werden. Insbesondere ist eine Perforierung, drucktechnische Behandlung, wie beispielsweise Laserbeschriftung oder Offset-Druck oder Bedrucken durch Tinten-strahlverfahren oder dergleichen sowie eine Prägung, Ausstanzung, An-staπzung oder eine Kombination hiervon vorgesehen.

Des Weiteren kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass das zumindest eine Sicherheitsmerkmal 28 die Naht 16 kreuzt, so dass Manipulationen nahe der Naht 16 erschwert werden. Beispielsweise können Symbole eingebracht werden, die sich vor und hinter der Naht 16 auf der Personalisierungsdatenseite 17 und der Lasche 26 erstrecken, so dass die Manipulation durch gegebenenfalls Heraustrennen der Lasche 26 und/oder der Personalisierungsdatenseite 17 erkennbar ist.

Die vorstehenden beschriebenen Merkmale sind jeweils für sich erfindungswesentlich und können beliebig miteinander kombinierbar sein.