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1. (WO2007009503) TEMPERATURE, HEAT AND/OR COLD BARRIER
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TEMPERATUR- , WÄRME- UND/ODER KÄLTEBARRIERE

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere, insbesondere für oder in einer Vorrichtung zur Klimatisierung von Gebäuden sowie damit versehene Gebäude und Gebäudeteile.

Bei der Erstellung moderner Gebäude, insbesondere auch gewerblich - oder industriell genutzter Gebäude, werden vermehrt Glasfassaden oder Glasfronten eingesetzt, welche sowohl architektonisch reizvoll und interessant gestaltbar sind, als auch dem Bewohner oder Nutzer ein angenehmes Raumgefühl verschaffen können.

Diese Vorteile gehen in der Regel jedoch mit Nachteilen einher, wie beispielsweise der durch die hindurchtretende Strahlung bedingten Erwärmung der zugehörigen Innenräume sowie möglichen bei der Beheizung der Gebäude auftretenden Energieverlusten durch erhöhten Wärmeaustrag an den transparenten Flächen oder Gebäudefronten.

Es existieren zwar Verbundglasscheiben mit zwei oder mehreren hintereinander angeordneten Glasscheiben, welche derartigen Nachteile mindern sollen, jedoch vermindern diese lediglich den Energieein- und -austrag, können die absorbierte Energie aber nicht weiter nutzen.

Ferner existieren Verdunkelungseinrichtungen wie Rolläden, Jalousien oder Markisen, welche einen erhöhten
Energieeintrag vermeiden sollen, jedoch wird auch hierbei insbesondere bei großen Fenster-, Tür- oder Fassadenflächen die absorbierte Energie nicht einer weiteren positiven Nutzung zugeführt.

Gebäudewandungen mit Fluiddurchführungen sind aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 298 04 95 mit dem Titel Niedrigenergiehaus sowie aus der den Anmeldungsunterlagen beigefügten deutschen Patentanmeldung DE 10 2005 034970 mit dem Titel „Gebäudewandung mit Fluiddurchführung als
Energiebarriere" bekannt. Der Offenbarungsgehalt dieser beiden Schriften wird hiermit vollumpfanglich zum
Gegenstand der Anmeldung gemacht .

Mit der Erfindung soll die zuvor beschriebene Situation verbessert und insbesondere eine Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere sowie ein Klimatisierungssystem geschaffen werden, welches energiesparend und für die architektonische Gestaltung nützlich sein kann.

Weiter ist Aufgabe der Erfindung, eine Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere bereitzustellen, welche bei
bestehenden Gebäuden, insbesondere bei Gebäudefassaden leicht nachgerüstet werden kann.

Die Aufgabe der Erfindung wird auf höchst überraschende Weise mit den Ansprüchen 1, 56, 57 und 64 gelöst.

Die Erfindung umfasst eine Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere, insbesondere eine Temperatur- oder Wärmebarriere mit einer zumindest teilweise transparenten Scheibe oder Folie sowie einer, vorzugsweise zumindest teilweise transparenten, im Wesentlichen flächigen
Fluidführung, wobei zwischen der Scheibe und der
Fluidführung ein Trägermedium für thermische Energien, insbesondere ein Wärmeträgermedium angeordnet ist, das geeignet ist, Strahlung, insbesondere Wärmestrahlung zu absorbieren, und wobei das Trägermedium für thermische Energien durch Konvektion und/oder fremdbewegt relativ der Scheibe und der Fluidführung bewegbar ist.

Unter einer flächigen Fluidführung wird im Sinne der
Erfindung eine Einrichtung verstanden, welche es
ermöglicht, hinter der Scheibe einen Zwischenraum
auszubilden, um ein Fluid durch den Zwischenraum zu führen. Die Fluidführung ist also innenseitig, typischerweise parallel zur Scheibe angeordnet, so dass zwischen der
Scheibe und der Fluidführung der Zwischenraum ausgebildet ist.

Die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere ist
insbesondere zum Temperieren von Gebäuden sowie zur
Energiegewinnung vorgesehen. Als Wärmebarriere eingesetzt wird der Zwischenraum auf eine Temperatur gebracht, die zumindest höher als die Außentemperatur ist. Unter Zufuhr von Kälte wird im Sinne der Erfindung die Abfuhr von Wärme verstanden. So kann gemäß der Erfindung ein Gebäude
klimatisiert werden, also Wärme abgeführt oder Kälte zugeführt werden.

Bei der flächigen Fluidführung handelt es sich bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung um eine Scheibe, vorzugsweise um eine transparente Scheibe.

Alternativ können als flächigen Fluidführung ein oder mehrere, insbesondere transparente oder transluzente, Vorhänge verwendet werden. Derartige Vorhänge sind ohnehin meist Bestandteil der Inneneinrichtung. Ein Vorhang lässt sich bei bestehenden Gebäuden zudem leicht nachrüsten. Auch wird die Reinigung der Außenscheibe durch einfaches
Zurückziehen des Vorhangs bzw. der Vorhänge ermöglicht.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die flächige Fluidführung zumindest teilweise im Wesentlichen transparent ausgestaltet. So kann die Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere als Fenster genutzt werden.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die flächige Fluidführung zumindest teilweise im Wesentlichen Licht-und/oder Wärmestrahlung reflektierend ausgebildet. Gemäß der Erfindung sind sowohl in einem Teilbereich des
Spektrums, etwa Infrarot-Bereich reflektierende
Fluidführungen vorgesehen, als auch Fluidführungen, die nicht transparent sind und auch einen Großteil des
sichtbaren Lichts nach außen reflektieren.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist zumindest eine weitere flächige Fluidführung vorgesehen.

Bevorzugterweise ist die zumindest eine weitere flächige Fluidführung entfern- und/oder zumindest teilweise von der Scheibe wegbewegbar. So können verschiedene Fluidführungen alternativ verwendet werden. Im Sommer kann eine
Fluidführung verwendet werden, die sichtbares Licht
überwiegend reflektiert und so eine Aufheizung des Raumes vermindert. Im Winter dagegen kann eine im Wesentlichen transparente Fluidführung verwendet werden, um viel Licht in den Raum zu lassen und den Energieeintrag direkt in den Raum zu erhöhen.

Als reflektierende flächige Fluidführung ist insbesondere ein mit einer außenseitigen Reflexionsschicht versehener Vorhang vorgesehen.

Als Vorhang ausgestaltet können die Fluidführungen mittels einer Führung an einer Gebäudewand oder der Decke
angebracht werden, so dass sie beweglich aufhängbar sind.

Gemäß der Erfindung können in der Decke Halteelemente wie zum Beispiel Halfenschienen zum Befestigen von
Fassadenelementen, beispielsweise Glasfassaden,
einbetoniert werden.

Die vorzugsweise aus Glas ausgestaltete Scheibe hat
bevorzugt eine Dicke zwischen 1 und 20 mm, bevorzugt zwischen 5 und 13 mm und besonders bevorzugt zwischen 8 und 9 mm.

Zur Erhöhung der Sicherheit kann die Scheibe aus
Sicherheitsglas ausgebildet sein.

Gemäß der Erfindung ist durch die Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere bereits eine Scheibe aus
Einscheibenglas ausreichend. Auf teuere Isolierverglasung kann also verzichtet werden. Bei Nachrüstung von
entsprechenden Temperaturbarrieren können die alten Fenster eingebaut bleiben. Insbesondere bei unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden muss kaum in die sichtbare Bausubstanz eingegriffen werden.

Die zumindest eine flächige Fluidführung ist zwischen 2 und 50 cm, bevorzugt zwischen 3 und 25 cm, besonders bevorzugt zwischen 5 und 15 cm von der Scheibe beabstandet. Der Abstand kann je nach Anwendungszweck variiert werden. Wird als Trägermedium für thermische Energien Luft verwendet, hat sich ein Abstand von etwa 10 cm als besonders geeignet herausgestellt .

Ferner umfasst die Erfindung eine Einrichtung zur Aufnahme und/oder Abgabe von Energie, insbesondere von Strahlungsoder Wärmeenergie, insbesondere an oder in Gebäuden, sowie ein Klimatisierungssystem mit einer solchen Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere und ein Gebäude, welches mit einer der vorstehend erwähnten Einrichtungen versehen ist.

Vorteilhaft ist es hierbei, wenn das Trägermedium für thermische Energien ein Fluid umfasst, da dieses sowohl in einem Fluidkreislauf zirkulierend angeordnet ist als auch bei Verwendung entsprechender, nachfolgend noch
detaillierter beschriebener Bestandteile in dessen
Wärmeaufnahme- und -abgabevermögen optimiert werden kann.

In vielen Fällen ist es dabei sehr vorteilhaft, wenn das Trägermedium für thermische Energien gasförmig ist,
insbesondere bei Verwendung von Luft als Wärmeträgermedium, da hierbei auch nicht vollständig abgeschlossene Kreisläufe gebildet werden können, welche zu einem bestimmten Teil mit der Raumluft in Austausch stehen können. Hierdurch kann ebenfalls bei entsprechender Führung des teilweise offenen Kreislaufs definiert Frischluft zugeführt werden oder es kann durch Beeinflussung des Feuchtegehalts der Luft auch das Raumklima äußerst vorteilhaft eingestellt werden.

Für derartige teilweise geöffnete Kreisläufe können
vorteilhaft transparente oder auch nicht transparente
Jalousien verwendet werden. Hierbei ist bevorzugt die zweite Scheibe eine Jalousie, insbesondere kann diese eine metallische Jalousie umfassen.

Ferner kann das Trägermedium für thermische Energien zur Erhöhung der Absorption vorteilhaft CO2, Stickstoff, und/oder ein Infrarot-absorbierendes (IR-absorbierendes) Gas enthalten, welches bevorzugt auch in einem
geschlossenen Fluidkreislauf geführt sein kann.

In geschlossenen Fluidkreisläufen kann es ferner auch vorteilhaft sein, wenn das Fluid Wasser in flüssiger Form, in Tröpfchenform oder als Wasserdampf umfasst.

Zur Verbesserung der Absorption oder auch zur gezielten Farbgebung kann das Trägermedium für thermische Energien zumindest einen IR-absorbierenden Farbstoff und/oder auch andere im sichtbaren Spektralbereich wirkende Farbstoffe gelöst oder partikulär umfassen.

Ferner ist es für die Wärmeabsorption aus Strahlung oder Wärme der Umgebung sehr vorteilhaft, wenn das Trägermedium für thermische Energien einen Phasenübergang aufweist, der bei einer definierten ersten Temperatur stattfindet und geeignet ist, Wärme aufzunehmen und bevorzugt der
Phasenübergang die Aufnahme von Verdunstungswärme umfasst.

Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform wird das Trägermedium für thermische Energien flüssig Düsen zugeführt, welche vor oder in der Nähe der ersten und/oder zweiten Scheibe angeordnet sind und durch diese Düsen zerstäubt und nimmt dieses beim Übergang in den gasförmigen Zustand, insbesondere bei einem niedrigerem Druck als im flüssigen Zustand, verstärkt Wärme auf. Diese
Ausführungsform findet in der Sommerzeit Anwendung.

Das gasförmige Trägermedium für thermische Energien kann dann einem Wärmespeicher zugeführt werden, bei, in oder an welchem es, vorzugsweise unter erhöhtem kondensieren und an diesen Wärme abgeben kann.

Hierzu kann das Trägermedium für thermische Energien FreonR und/oder ein FCKW-freies Kältemittel umfassen oder mit diesem ein Gemisch bilden und durch eine Fluidpumpe, insbesondere durch Zufuhr von Über- und/oder Unterdruck fremdbewegt werden.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist zur Abführung des Fluids zwischen der Scheibe und der flächigen Fluidführung zumindest ein Rohr mit Aussparungen, insbesondere ein geschlitztes Rohr angeordnet. Über ein solches Rohr lässt sich eine gezielte Fluidströmung einstellen.

Bevorzugterweise ist das Rohr zur Abführung des Fluids im Wesentlichen im oberen Bereich der Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere angeordnet, wogegen ein
entsprechendes Rohr zum Zuführen von Fluid im Wesentlichen im unteren Bereich der Temperatur-, Wärme- und/oder
Kältebarriere angeordnet ist. So kann eine von unten nach oben verlaufende gleichmäßige Fluidströmung eingestellt werden.

Dazu erstreckt sich das Rohr bevorzugterweise im
Wesentlichen über die gesamte Breite der Temperatur- oder Wärmebarriere .

Vorteilhaft ist es auch, wenn die erste und/oder die zweite Scheibe zumindest eine Beschichtung aufweisen.

Wenn die zweite Scheibe mit zumindest einer das IR-Reflexionsvermögen erhöhenden Schicht beschichtet ist, kann die Absorption durch den reflektierten Strahlungsanteil nochmals gesteigert werden.

Dies gelingt auch, wenn die zweite Scheibe zumindest einen IR-absorbierenden Farbstoff umfasst, da diese in
unmittelbarem Kontakt mit dem Trägermedium für thermische Energien steht und an diese Wärme oder Kälte abgeben kann.

Im erfindungsgemäßen Sinne umfasst dabei der Begriff IR-absorbierend oder Infrarot-absorbierend alles, was bei längeren Lichtwellenlängen als 600 nm ein höheres
Absorptionsverhalten als im sichtbaren Spektralbereich aufweist .

Architektonisch kann es vorteilhaft sein, wenn die zweite Scheibe zumindest einen Milchglas umfassenden und/oder einen opaken Bereich umfasst, beispielsweise aus
Designgründen oder etwa auch in medizinischen oder
Sanitärbereichen zum Schutz der Privatsphäre.

Wenn die zweite Scheibe phototrop ist oder eine phototrope Substanz umfasst, kann nicht nur das Absorptionsvermögen durch die Farbgebung gesteigert werden sondern es können auch selbstregulierende Systeme geschaffen werden, die bei zu großer Helligkeit diese in einem gewünschten Bereich halten, welches beispielsweise in gewerblicher Umgebung für Bildschirmarbeitsplätze große Vorteile mit sich bringt.

Zur Verwirklichung der Erfindung können die erste, zweite und/oder dritte Scheibe oder Folie Glas oder Kunststoff umfassen. Sehr vorteilhaft, insbesondere für Reinigung, Reparatur oder Instandhaltung ist es, wenn die erste und/oder zweite Scheibe, ein Vorhang oder ein Teil der ersten und/oder zweiten Scheibe beweglich oder entfernbar angeordnet ist.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die flächige Fluidführung als Vorhang ausgebildet, der über zumindest eine Rolle bewegbar ist. So lässt sich insbesondere über eine elektrische Betätigung der Vorhang leicht öffnen oder schließen. Die Rolle zur Führung und/oder Bewegung des Vorhangs befindet sich vorzugsweise außerhalb des
Scheibenbereiches im oberen und/oder unteren Bereich der Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind auf der Scheibe und/oder der flächigen Fluidführung zumindest
abschnittsweise Solarzellen angeordnet, insbesondere aufgedruckt. Insbesondere sind im Wesentlichen transparente Solarzellen, vorzugsweise ausgebildet aus amorphem
Silizium, vorgesehen. So können Scheiben mit einer Schicht aus amorphen Silizium verwendet werden, das für eine Tönung der Scheiben sorgt und gleichzeitig als Solarzelle zur Stromgewinnung verwendet wird. Alternativ oder in
Kombination können Solarzellen auch auf einer nicht
transparenten Fluidführung angeordnet werden.

Die Solarzellen sind vorzugsweise über im Wesentlichen transparente elektrische Leiter kontaktiert.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die flächige Fluidführung bewegbar und durch im Wesentlichen randseitig angeordnete Magnete geführt und/oder im
Wesentlichen fluiddicht gehalten. So wird verhindert, dass das Fluid in größeren Mengen in den Raum strömt.
Gleichzeitig kann die flächige Fluidführung auch mittels einer Magnethalterung befestigt werden.

Alternativ ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass die flächige Fluidführungen an zumindest einer Klemmleiste befestigter sind.

Gemäß der Erfindung wird das Trägermedium für thermische Energien vorzugsweise durch eine weitere Temperatur-,
Warme- und/oder Kältebarriere oder ein Kollektorsystem, insbesondere in der Wand oder im Dach eines Gebäudes geführt und kann dort gewonnene Wärme abgeben.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die
Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil eines transparenten Gebäudedachs oder auch Teil einer Innenwand eines Gebäudes sein.

In nochmals weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil eines
Fensters oder einer Tür sein, welches durch flexible Zu-und Ableitungen an den Fluidkreislauf angeschlossen ist und somit sowohl im Sommer zur Kühlung als auch im Winter zur Beheizung beitragen kann. Hierdurch können sowohl im Winter Kältebrücken als auch im Sommer "Wärmebrücken" vermieden werden.

Insbesondere im Winter oder bei kälteren Außentemperaturen kann dazu die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere mit einem relativ zu einem Innenraum auf eine erhöhte
Temperatur erwärmten Trägermedium für thermische Energien durchströmt und als Heizung verwendet werden.

Mit in einem Gebäudeboden, insbesondere im Estrich
verlegten Zu- und/oder Ableitungen des Wärmeträgermediums zu und/oder von der Temperatur-, Wärme- und/oder
Kältebarriere können diese auch als Heizung, insbesondere Boden- und Wandheizung verwendet werden. Besonders
vorteilhaft ist dann der Durchfluss mittels an der
Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere und an den im Boden oder Estrich verlegen Leitungen vorbeiführenden Bypassleitungen sowie zugeordneten Ventilen getrennt
Steuer- und/oder regelbar, wodurch ein sowohl gezieltes partielles Kühlen als auch Heizen ermöglicht ist.

Die Verlegung der Zu- und Ableitungen innerhalb eines
Estrichs ermöglicht auch vorteilhaft die Nachrüstung bestehender Gebäude mit den erfindungsgemäßen Temperatur-und Wärmebarrieren.

Vorteilhaft umfasst ein derartiges Klimatisierungssystem ferner einen Wärmespeicher, insbesondere einen Erdspeicher, sowie ein Fluidführungssystem wie diese in dem
Klimatisierungssystem bzw. der Energieanlage für Gebäude der WO 97/10474 beschrieben sind, welche durch Bezugnahme vollumfänglich auch zum Gegenstand der vorliegenden
Offenbarung sowie der vorliegenden Erfindung gemacht wird.

Ferner kann die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere auch vor der Gebäudefassade eines bereits bestehenden
Gebäudes als Klimabarriere angeordnet sein, welche sowohl die Energiebilanz des Gebäudes bei dessen Klimatisierung verbessert als auch dessen Belüftung verbrauchsoptimieren kann .

Zu diesem Zweck kann die Temperatur-, Wärme- und/oder
Kältebarriere bei einer Ausführungsform der Erfindung vorteilhaft vollflächig sowohl vor Fenster- als auch vor Wandabschnitten vor dem Gebäude angeordnet sein.

Eine alternative Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere mit
zumindest einer teilweise transparenten Scheibe, wobei an der Innen- oder Außenseite, vorzugsweise der Innenseite der Scheibe ein Trägermedium für thermische Energien entlang führbar ist. Das Trägermedium für thermische Energien ist durch Konvektion oder fremdbewegt relativ zu der Scheibe bewegbar.

Gemäß dieser Ausführungsform ist keine zweite Fluidführung vorgesehen, sondern das Trägermedium für thermische
Energien wird als Vorhang, der eine Temperaturbarriere bildet, an der Scheibe entlang geführt.

Mit dieser Ausführungsform der Erfindung können
insbesondere ältere Gebäude ohne großen Aufwand und
Eingriff in die Bausubstanz nachgerüstet werden.

Vorzugsweise sind im unteren Bereich beziehungsweise unterhalb der Scheibe und im oberen Bereich beziehungsweise oberhalb der Scheibe Mittel zur Abführung und Zuführung des Trägermediums für thermische Energien angeordnet. So kann das Trägermedium für thermische Energien von unten nach oben oder von oben nach unten entlang der Scheibe geführt werden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere derart
ausgestaltet, dass im Sommer kalte Luft von oben nach unten entlang der Scheibe geführt wird und im Winter warme Luft von unten nach oben geführt wird.

So kann das Gebäude klimatisiert werden. Dazu ist
vorzugsweise zumindest ein Wärmespeicher vorgesehen, der bei warmen Temperaturen gespeist wird. Bei kalten
Außentemperaturen kann das Klimatisierungssytem
umgeschaltet werden. Die Wärmeenergie wird nun dem Speicher entnommen und warme Luft von unten nach oben entlang der Scheibe geführt.

Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind zur Temperierung zumindest zwei Speicher mit unterschiedlichen Temperaturbereichen vorgesehen.

Das Trägermedium für thermische Energien wird vorzugsweise über Rohre mit zumindest einer Aussparung zu- und
abgeführt. Die Rohre selbst können dabei eine nahezu beliebige Form aufweisen. Vorzugsweise haben die Rohre Schlitze zum Aus- und Einströmen des Trägermediums für thermische Energien.

Diese Schlitze verlaufen vorzugsweise in Strömungsrichtung und können darüber hinaus Strömungsbeeinflussende Aufsätze umfassen.

So kann das Trägermediums für thermische Energien im
Wesentlichen laminar strömen. Es bildet sich auf diese Weise ein Fluidvorhang aus und störender Zug durch Fluid welches in Folge von Turbulenzen in Raum strömt, wird verringert.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Scheibe Teil eines Fensters, welches geöffnet werden kann. Insbesondere im Sommer kann sogar bei geöffnetem Fenster ein kühlender Fluidvorhang ausgebildet werden.

Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Gebäude, das zumindest einen Wärmespeicher, insbesondere einen
Erdwärmespeicher umfasst. In dem Wärmespeicher kann über Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere gewonnene Wärme gespeichert werden. Besonders in Gebieten mit hohen
Durchschnittstemperaturen ist aber auch denkbar, in der Nacht den Wärmespeicher runter zu kühlen und tagsüber das Gebäude über die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere zu kühlen.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind hierfür zwei Wärmespeicher vorgesehen, die auf unterschiedlichen
Temperaturniveaus gehalten werden. So dient ein
Wärmespeicher zum Kühlen und der andere zum Heizen.

Das Gebäude umfasst vorzugsweise noch Solarkollektoren und/oder Wärmetauscher, die bei einer besonderen
Ausführungsform der Erfindung zumindest teilweise über die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere gespeist werden.

Weiter umfasst die Erfindung ein Dachfenster umfassend eine erfindungsgemäße Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere sowie ein modular aufgebautes Dach. Ein derartige Dach lässt sich insbesondere im Rahmen von Renovierungsarbeiten leicht nachrüsten.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter
Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen detaillierter beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine erste
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder
Kältebarriere Teil einer Gebäudeaußenwand ist,

Fig. 2 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine zweite
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder
Kältebarriere Teil einer Gebäudeaußenwand ist, und die zweite Scheibe eine Beschichtung
aufweist,

Fig. 3 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine dritte
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder
Kältebarriere Teil einer Gebäudeaußenwand ist,
und ein fluides absorbierendes Trägermedium für
thermische Energien verwendet wird, welches eine absorptionserhöhenden Farbstoff aufweist,

Fig. 4 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine vierte
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder
Kältebarriere Teil einer Gebäudeaußenwand ist,
und ein fluides absorbierendes Trägermedium für
thermische Energien verwendet wird, welches durch eine gitter- oder schwammartige
wärmeabsorbierende Struktur hindurch tritt,

Fig. 5 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine dritte
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder
Kältebarriere Teil einer Gebäudeaußenwand ist,
und ein fluides Trägermedium für thermische
Energien verwendet wird, welches zerstäubt werden kann und einen Phasenübergang in den gasförmigen

Zustand aufweist,

Fig. 6 eine schematische Darstellung der Fluidkreisläufe durch einen Wärmespeicher, insbesondere einen
Erdwärmespeicher, Fig. 7 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes mit einem Teil von dessen Boden,
bei welchem eine weitere Ausführungsform der
Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die
Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil
einer Gebäudeaußenwand ist, und ein Dickglas
aufweist,

Fig. 8 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes mit einem Teil von dessen Boden,
bei welchem eine nochmals weitere Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil
einer Gebäudeaußenwand ist, und ein Doppelglas
aufweist,

Fig. 9 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes mit einem Teil von dessen Boden,
bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung
verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil einer
Gebäudeaußenwand ist, und Zu- und Ableitungen im Estrich eines Gehäusebodens verlegt sind,

Fig. 10 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes mit einem Teil von dessen Boden,
bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung
verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere als zweite Scheibe eine Jalousie, insbesondere eine metallische
Jalousie aufweist,

Fig. 11 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes mit einem Teil von dessen Boden,
bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung
verwirklicht wurde, bei welcher die zweite
Scheibe zumindest teilweise entnehmbar oder zu
öffnen ist,

Fig. 12 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes mit einem Teil von dessen Boden,
bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung
verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-,

Wärme- und/oder Kältebarriere Teil einer
Gebäudeaußenwand ist und bei welcher die zweite
und die erste Scheibe zumindest teilweise
entnehmbar oder zu öffnen ist,

Fig. 13 und
Fig. 14
in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die

Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil
einer Gebäudeaußenwand ist, und als flächige
Fluidführungen Vorhänge vorgesehen sind,

Fig. 15 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil
einer Gebäudeaußenwand ist, und als flächige
Fluidführung ein beschichteter Vorhang vorgesehen ist,

Fig. 16 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil
einer Gebäudeaußenwand ist, und eine beschichtete zweite Scheibe vorgesehen ist,

Fig. 17 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil
einer Gebäudeaußenwand ist, eine zweite Scheibe
vorgesehen ist, und zum Einbringen und Abführen
des Fluids geschlitzte Rohre vorgesehen sind,

Fig. 18 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die

Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil
einer Gebäudeaußenwand ist, eine zweite Scheibe
vorgesehen ist und zum Durchleiten des Fluids ein Ventilationssystem vorgesehen ist,

Fig. 19 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher zwei Vorhänge als flächige
Fluidführung vorgesehen sind,

Fig. 20 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher eine Fluidführung mit einer amorphen

Solarzellenschicht versehen ist,

Fig. 21 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil
einer Gebäudeaußenwand ist, und sich eine weitere Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere durch den Dachbereich des Gebäudes erstreckt,

Fig. 22 in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere als im Wesentlichen Rollo-artiger Vorhang ausgebildet
ist.

Fig. 23 und 24 zeigen in einer Querschnittsdarstellung
einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine alternative Ausführungsform der Erfindung
verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere nicht über eine
Fluidführung verfügt, sondern das Trägermedium
für thermische Energien direkt an einer Scheibe
entlang geführt wird.

Fig. 25 zeigt in einer in etwa horizontalen
Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines
Gebäudes bei der eine Ausführungsform der
Erfindung verwirklicht wurde.

Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen

Bei der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsformen werden gleiche Bezugszeichen für gleiche oder ähnliche Bestandteile der verschiedenen
Ausführungsformen verwendet. Ferner ist die Darstellung in den Figuren um der Klarheit willen lediglich schematisiert vorgenommen worden und sind die einzelnen Bestandteile nicht maßstabsgerecht wiedergegeben.

Nachfolgend werden sowohl Ausführungsformen mit
geschlossenen als auch mit zumindest teilweise offenen Fluidkreisläufen beschrieben.

Geschlossene Systeme entsprechen dabei den
Ausführungsformen in den Figuren 1 bis 5 sowie 7 bis 9, während zumindest zeitweise teilweise offene Systeme in den Ausführungsformen der Figuren 10 bis 12 dargestellt sind.

Bei geschlossenen Systemen findet im Wesentlichen keine Kommunikation des Wärmeträgermediums mit dem Innenraum, dies bedeutet kein Eintritt des Wärmeträgermediums in den Innenraum, statt.

Hier können beispielsweise vollständig geschlossene
Fluidkreisläufe vorliegen, wie diese in der WO 97/10474 beschrieben sind und es kann die Temperatur- und
Wärmebarriere Teil des dort beschriebenen Kreislaufs sein, beispielsweise mit Wasser als Wärmeträgermedium, welches im Sommer oder an heißen Tagen einen Erdwärmespeicher erwärmt und im Winter oder an kalten Tagen diesem Wärme zu
Heizzwecken entnimmt.

Es können ferner teilweise geschlossene Kreisläufe des Wärmeträgermediums vorliegen, beispielsweise wenn Luft als Trägermedium für thermische Energien verwendet wird, bei welchen das Trägermedium für thermische Energien im
Wesentlichen geschlossen gegenüber dem Innenraum des
Gebäudes geführt ist aber mit dem Außenraum des Gebäudes in Verbindung steht, wie dieses beispielsweise bei einer Führung der Abluft relativ zur Zuluft im Gegenstromprinzip der Fall ist.

Ferner umfasst die Erfindung teilweise offene Systeme, vorzugsweise mit Luft als Wärmeträgermedium, bei welchen die bewegte Luft sowohl klimatisierte Luft zuführen als auch Abluft abführen kann und hierzu für das Abführen ein gewollter Unterdrück für die entsprechenden Öffnungen zwischen dem Innenraum und dem Fluidkreislauf eingestellt werden und kann für das Zuführen ein gewollter Überdruck für die entsprechenden Öffnungen zwischen dem Innenraum und dem Fluidkreislauf, jeweils bezogen auf den Luftdruck im Innenraum, eingestellt werden kann.

Dieser Über- und/oder Unterdruck kann über Fluidpumpen, insbesondere Ventilatoren und/oder Exhaustoren, definiert eingestellt werden, so dass stets ein für den Nutzer optimales Klima einstellbar ist. Hierzu kann eine
entsprechende Be- oder Entfeuchtung der zugeführten
Raumluft vorgenommen werden.

Bei der weiteren Beschreibung soll der Begriff Fluidpumpe Ventilatoren, Exhaustoren, Flüssigkeitspumpen oder Pumpen, welche geeignet sind, gasförmige und flüssige Bestandteile zu fördern, umfassen.

Es sind in weiterer Ausgestaltung der Erfindung viele von deren Ausführungsformen in bestehende Energieanlagen oder Klimatisierungssysteme, insbesondere gemäß der WO 97/10474, integrierbar, so dass Wärme- oder Kältebrücken,
insbesondere im Bereich großer Glasflächen oder von
Fenstern oder Türen nahtlos vermeidbar sind.

Bei der nachfolgenden detaillierten Beschreibung wird zunächst auf Fig. 1 Bezug genommen, welche in einer
Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines allgemein mit dem Bezugszeichen 1 bezeichneten Gebäudes zeigt, bei welchem eine erste Ausführungsform der Erfindung
verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere 2 Teil einer Gebäudeaußenwand 3 ist.

Die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere 2 umfasst eine erste zumindest teilweise transparente Scheibe 4 sowie eine zweite, vorzugsweise zumindest teilweise transparente, Scheibe 5, wobei zwischen der ersten und der zweite Scheibe ein Trägermedium für thermische Energien 6 angeordnet ist.

Die erste zumindest teilweise transparente Scheibe 4 ist fluiddicht mittels in Fig. 1 schematisch angedeuteter
Dichtungen in der Gehäusewand 3 gehalten. Die zweite, vorzugsweise zumindest teilweise transparente, Scheibe 5, ist hinter der ersten Scheibe 4 angeordnet, mittels
schematisch angedeuteter Dichtungen ebenfalls fluiddicht gehalten .

Das Trägermedium für thermische Energien 6 ist geeignet, Strahlung, insbesondere Wärmestrahlung zu absorbieren und wird durch Konvektion und/oder fremdbewegt relativ zu der ersten und der zweiten Scheibe 4, 5 bewegt, wodurch mittels dieses Mediums ein Wärmetransport von absorbierter
Strahlung oder absorbierter Wärme von der Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere 2 zu einem Wärmespeicher, insbesondere einem Erdwärmespeicher 17 stattfindet, welcher an späterer Stelle unter Bezugnahme auf Fig. 6 noch
detaillierter beschrieben werden wird.

Für diesen Transport umfasst das Trägermedium für thermische Energien ein Fluid, welches durch Konvektion oder durch Fluidpumpen fremdbewegt werden kann. Als fremdbewegt wird erfindungsgemäß jede durch Unter- oder Überdruck erzeugte Bewegung des Fluids verstanden, insbesondere mit zu- und/oder abführenden Fluidpumpen, welche geeignet ist, diese Bewegung zu erzeugen.

Bei der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das Trägermedium für thermische Energien 6 gasförmig und umfasst Luft, CO2, Stickstoff, und/oder je nach Wunsch ein weiteres IR-absorbierendes Gas.

Nachfolgend wird auf Fig. 2 Bezug genommen, welche in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine zweite Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere Teil einer Gebäudeaußenwand ist, und zumindest die zweite Scheibe 5 eine Beschichtung 7
aufweist.

Die zweite Scheibe 5 ist bei dieser Ausführungsform mit zumindest einer das IR-Reflexionsvermögen erhöhenden
Schicht beschichtet und kann ferner zumindest einen IR-absorbierenden Farbstoff umfassen.

Ferner kann die zweite Scheibe 5 einen Milchglas
umfassenden und/oder einen opaken Bereich 8 umfassen, welcher sich vollflächig oder nur über Teile der zweiten Scheibe 5 erstrecken kann.

In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung kann die zweite Scheibe phototrop sein oder eine phototrope Substanz umfassen.

Nachfolgend wird auf Fig. 3 Bezug genommen, welche in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes 1 , bei welchem eine dritte Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere 2 ebenfalls Teil einer Gebäudeaußenwand 3 ist, und ein flüssiges, insbesondere Wasser enthaltendes Trägermedium für thermische Energien 6 verwendet wird, welches einen absorptionserhöhenden
Farbstoff aufweist.

Vorzugsweise umfasst das Trägermedium für thermische
Energien den zumindest einen IR-absorbierenden Farbstoff dabei gelöst oder in partikulärer Beimengung.

Hierdurch lässt sich diese Ausführungsform der Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere 2 in den Fluidkreislauf einer Energieanlage für Gebäude gemäß der WO 97/10474
integrieren.

Fig. 4 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes 1, bei welchem eine vierte
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere 2 Teil einer Gebäudeaußenwand 3 ist, und ein fluides
absorbierendes Trägermedium für thermische Energien
verwendet wird, welches durch eine gitter- oder
schwammartige wärmeabsorbierende Struktur 9 hindurch tritt.

Die gitter- oder schwammartige wärmeabsorbierende
Struktur 9 ist mit einer zumindest IR-absorbierenden Farbe an deren Oberfläche oder in deren Vollmaterial versehen und erhöht derart die Absorption des durch die erste Scheibe tretenden Lichts erheblich und gibt diese in Form von Wärme an das hindurchströmende Trägermedium für thermische
Energien 6 ab.

Die Struktur 9 kann ein festes Gitter aus Metall oder
Kunststoff oder auch alternativ metallische Jalousien umfassen, welche in dem Fachmann bekannte Weise
vorzugsweise motorisch geöffnet oder geschlossen und auch motorisch zwischen die erste und zweite Scheibe 4, 5 oder von diesen weg bewegt werden kann.

Fig. 5 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes 1, bei welchem eine dritte
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere 2 Teil einer Gebäudeaußenwand 3 ist, und ein fluides
Trägermedium für thermische Energien 6 verwendet wird, welches zerstäubt werden kann und einen Phasenübergang in den gasförmigen Zustand aufweist.

Bei dieser Ausführungsform kann das Trägermedium für thermische Energien als Fluid Wasser in flüssiger Form, in Tröpfchenform oder auch als Wasserdampf umfassen, je nach Ort innerhalb des Fluidkreislaufs 10.

Alternativ kann das Trägermedium für thermische Energien 6 FreonR und/oder ein FCKW-freies Kältemittel umfassen oder aus diesem bestehen.

Hierbei weist das Trägermedium für thermische Energien 6 einen Phasenübergang auf, der bei einer definierten ersten Temperatur stattfindet und geeignet ist, Wärme aufzunehmen und umfasst der Phasenübergang die Aufnahme von
Verdunstungswärme .

Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform wird das Trägermedium für thermische Energien 6 in der Zuleitung 11 des Fluidkreislaufs 10 flüssig und mit Überdruck nur schematisch dargestellten Düsen 12 zugeführt und von diesen zerstäubt. Hierdurch wird ein feinstverteilte Tröpfchen aufweisender Nebel 13 erzeugt, bei welchem die gesamte Oberfläche der Tröpfchen um ein Vielfaches höher als die Oberfläche der Flüssigkeit in der Zuleitung 11 ist, wodurch die Verdampfung des Wärmeträgermediums sowie der Entzug von Verdampfungswärme stark gefördert wird.

Ferner kann mittels der Ableitung 14 des Fluidkreislaufs 10 zusätzlich ein Unterdruck erzeugt werden, welche die
Verdampfung nochmals stark fördert.

Beim Übergang in den gasförmigen Zustand, insbesondere bei diesem niedrigerem Druck als im flüssigen Zustand, nimmt das Trägermedium für thermische Energien 6 folglich
erheblich Wärme auf.

Das Trägermedium für thermische Energien 6 wird hierbei durch eine oder mehrere Fluidpumpen, insbesondere durch Zufuhr von Über- und/oder Unterdruck entlang der Ableitung 14 des Fluidkreislaufs 10 so bewegt, dass dieses zum
Wärmespeicher 17 geführt wird und in diesem durch
Druckerhöhung, insbesondere mittels einer Fluidpumpe eine Kondensation stattfinden kann wobei diesem
Kondensationswärme zugeführt wird. Nach dieser Kondensation liegt das Trägermedium für thermische Energien 6 wieder flüssig vor und kann den Düsen 12 wieder entsprechend zugeführt werden.

Nachfolgend wird auf Fig. 6 Bezug genommen, welche eine schematische Darstellung der Fluidkreisläufe durch einen Wärmespeicher 17, insbesondere einen Erdwärmespeicher, zeigt, welcher von dem ersten Fluidkreislauf 10 durchzogen ist und welcher zumindest einen weiteren Fluidkreislauf 15 umfasst, an welche dieser Wärme abgeben oder aus welchem dieser Wärme aufnehmen kann.

In dem weiteren Fluidkreislauf 16 ist beispielsweise eine weitere erfindungsgemäße Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere 16 angeordnet, welche Wärme dem Fluidkreislauf 15 zuführen oder diesem zu Heizzwecken entnehmen kann.

Generell ist hierbei sowohl die Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere 2 als auch die Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere 16 mit einem relativ zu einem
Innenraum auf eine erhöhte Temperatur erwärmten
Trägermedium für thermische Energien durchströmbar und auch als Heizung verwendbar.

Durch getrennte Fluidkreislaufe 10 und 15 ist hierbei die Wärmezu- und Abfuhr der Fluidkreislaufe getrennt steuerbar. So kann gleichzeitig auf einer wärmeren Gebäudeseite Wärme aufgenommen und an eine kältere Gebäudeseite abgegeben wejden.

Oder es kann in allen Fluidkreislaufen Wärme aufgenommen werden, wenn die Außentemperaturen höher sind, und es kann mit allen Fluidkreislaufen Wärme zu Heizzwecken an die Temperatur- oder Wärmebarrieren 2, 15 abgegeben werden. Erfindungsgemäß können .auch mehr als zwei getrennte und getrennt regel- und steuerbare Fluidkreislaufe und kann mehr als ein Wärmespeicher verwendet werden.

Vorteilhaft sind dabei in einem Gebäudeboden 18 oder in einem Estrich 19 verlegte Zu- und/oder Ableitungen 11, 14 des Wärmeträgermediums 6 zu und/oder von den Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere 2, 20, wie diese
beispielsweise in den Figuren 8 bis 12 dargestellt sind.

Hierbei sind die Temperatur-, Wärme- und/oder
Kältebarrieren 2, 16, 20 sowie die im Boden angeordneten Zu- und Ableitungen 11, 14 mit einem relativ zu einem
Innenraum auf eine erhöhte Temperatur erwärmten
Trägermedium für thermische Energien 6 durchströmbar und als Heizung, insbesondere als getrennt Steuer- und/oder regelbare Boden- und Wandheizung verwendbar.

Fig. 7 zeigt dabei in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes 1 mit einem Teil von dessen Boden 18, bei welcher die erste Scheibe 4 der Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere 2, 20 Teil einer Gebäudeaußenwand 3 ist, und ein Dickglas 21 aufweist

Fig. 8 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes 1 mit einem Teil von dessen Boden 18, bei welcher die erste Scheibe 4 der Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere 2, 20 Teil einer Gebäudeaußenwand 3 ist, und ein Doppelglas 22 aufweist.

Fig. 9 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes 1 mit einem Teil von dessen Boden 18, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung
verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere Teil einer Gebäudeaußenwand ist, und Zu- und Ableitungen im Estrich 19 eines Gehäusebodens 18 verlegt sind.

Bei den vorstehend Temperatur- oder Wärmebarrieren 2, 16, 20 kann die erste und/oder zweite Scheibe 4, 5 Glas oder Kunststoff umfassen oder aus diesem Material bestehen.

Vorteilhaft sind dabei die erste und/oder zweite Scheibe oder ein Teil der ersten oder zweiten Scheibe beweglich oder entfernbar angeordnet ist.

Die Scheiben können dabei derart entfernbar angeordnet sein, dass diese auch als ganze entnehmbar sind,
beispielsweise mit davor angeordneten Leiste, die verrast- oder verschraubbar sind und nach deren Montage einen sicheren Sitz der Scheiben 4, 5 gewährleisten.

Fig. 10 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes 1 mit einem Teil von dessen Boden 18, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung
verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme-und/oder Kältebarriere 2, 20 als zweite Scheibe 4 jeweils eine Jalousie, insbesondere eine metallische Jalousie 23, 24 aufweist.

Diese Jalousien 23, 24 können wie mit der Rolle 25 sowie den Pfeilen in der Nähe der Jalousien 23, 24 beispielhaft in Fig. 10 dargestellt relativ zur ersten Scheibe 4 herab-und herauf bewegt werden, wodurch sich bei herabgelassenen Jalousien 23, 24 ein teilweiser offener Fluidkreislauf 25, 26 ergibt.

Der teilweise offene Fluidkreislauf 25, 26 wird
vorzugsweise mit Luft als Trägermedium für thermische
Energien 6 versehen und gestattet es durch Wahl des
Unterdrucks, beispielsweise in der Ableitung 14 mehr oder weniger Abluft aus dem Innenraum 27 des Gebäudes 1
herauszuführen .

Der teilweise offene Fluidkreislauf 25, 26 gestattet aber auch, durch Wahl des Überdrucks, beispielsweise in der Zuleitung 11 mehr oder weniger Zuluft, insbesondere
klimatisierte Zuluft beispielhaft dem Innenraum 28 des Gebäudes 1 zuzuführen.

Werden bei dieser Ausführungsform die erste Scheibe 4, beispielsweise entnehmbar gestaltetet, kann mit
heraufgezogener Jalousie 24 auch ein vergrößerter Durchgang nach draußen, beispielsweise auf eine Balkon oder auf eine Terrasse geschaffen werden.

Fig. 11 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes 1 mit einem Teil von dessen Boden 18, bei welcher die zweite Scheibe 5 zumindest teilweise in einem Bereich 29 entnehmbar oder zu öffnen ist. In der Gebäudedecke ist eine Halterung 39, hier ausgebildet als einbetonierbare Halfenschiene, angeordnet, um Glaselemente der Fassade aufzunehmen.

Fig. 12 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes 1 mit einem Teil von dessen Boden 18, bei welcher die erste und die zweite Scheibe 4, 5 zumindest teilweise in einem Bereich 29 bzw. 30 entnehmbar oder zu öffnen sind.

Fig. 13 und Fig. 14 zeigen in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes 1, bei welchem eine
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil einer Gebäudeaussenwand ist, und als flächige
Fluidführungen Vorhänge 31, 32 vorgesehen sind. Als
Vorhänge sind ein innerer Vorhang 31 und ein äußerer
Vorhang 32 vorgesehen. Der äußere Vorhang 31 ist mit einer reflektierenden Beschichtung versehen und wird bevorzugt im Sommer bei großem Lichteinfalls zugezogen. Der innere
Vorhang 32 ist dagegen transparent ausgebildet. Die
Vorgänge lassen sich über Umlenkrollen 33 bewegen und an die Seitenwand ziehen. Der äußere Vorhang 31 ist in der

Darstellung in Fig. 13 im oberen Bereich geöffnet. In Fig. 14 ist dargestellt, wie im Sommer beide Vorhänge 31, 32 geschlossen sind.

Fig. 15 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes 1, bei welchem die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil einer Gebäudeaussenwand ist und als flächige Fluidführung ein beschichteter Vorhang 34 vorgesehen ist. Es handelt sich dabei um eine
Reflexionsschicht, welche sich nur auf der Außenseite des Vorhangs 34 befindet und so ermöglicht, dass die Innenseite des beschichteten Vorganges 34 beliebig ausgestaltet sein kann. Der beschichtete Vorhang 34 ist über Magnetschienen 40 am Gebäude 1 befestigt.

Fig. 16 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes 1, bei welchem die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil einer Gebäudeaussenwand ist und statt eines beschichteten Vorhangs eine
beschichtete zweite Scheibe 35 vorgesehen ist.

Fig. 17 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes 1, bei welchem eine
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil einer Gebäudeaussenwand ist, eine zweite Scheibe vorgesehen ist und zum Einbringen und Abführen des Fluids geschlitzte Rohre 36, 37 vorgesehen sind. Die geschlitzten Rohre 36, 37 sind im Wesentlichen im unteren und oberen Bereich der

Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere angeordnet. Über ein unteres geschlitztes Rohr 36 wird Fluid zugeführt und über ein oberes geschlitztes Rohr wieder abgeführt. Da die Rohre im Wesentlichen über die gesamte Scheibenbreite verlaufen, lässt sich eine sehr gleichmäßige Luftströmung erreichen.

Fig. 18 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil einer
Gebäudeaussenwand ist, eine zweite Scheibe vorgesehen ist und zum Durchleiten des Fluids ein Ventilationssystem vorgesehen ist. Über zwischen der ersten Scheibe 4 und zweiten Scheibe 5 angeordnete Ventilatoren 38 wird eine Fluidströmung erzeugt.

Die vorstehend beschriebenen Temperatur- oder
Wärmebarrieren müssen nicht als Teil des Gebäudes
ausgebildet sein, sondern können auch vor der
Gebäudefassade als Klimabarriere angeordnet werden, wobei dann die Zu- und Ableitungen 11, 14 vorzugsweise hinter weniger oder nicht transparenten Bereichen der Scheiben 5, 4 angeordnet sind und der Wärmespeicher 17 sich vor dem Gebäude 1 befinden kann. Hierbei kann die erfindungsgemäße Temperatur- und Wärmebarriere alternativ auch vollflächig sowohl vor Fenster- als auch vor Wandabschnitten vor dem Gebäude angeordnet sein.

Ferner kann die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere auch Teil eines transparenten Gebäudedachs oder auch Teil einer Innenwand sein.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die
Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil eines Fensters oder einer Tür sein und sind die Zu- und
Ableitungen flexibel ausgebildet, so dass jeweils ein Fluidkreislauf aufrecht erhalten werden kann obwohl bewegliche Elemente im Kreislauf angeordnet sind. Hierzu kann die erfindungsgemäße Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere sowohl weniger transparent als auch im
Wesentlichen vollständig transparent ausgebildet sein.

Fig. 19 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher zwei Vorhänge als flächige Fluidführung vorgesehen sind. Ein oberer
Vorhang 41 lässt sich über eine Umlenkrolle 33 elektrisch nach unten bewegen. Der obere Vorhang 41 ist mit einer Reflexionsschicht beschichtet und kann bei starker
Sonneneinstrahlung heruntergelassen werden. Ein unterer Vorhang 42 ist dagegen transparent ausgestaltet. Wie hier dargestellt, können die beiden Vorhänge teilweise
heruntergelassen beziehungsweise hochgefahren werden, so dass nur im oberen Bereich die Fluidführung flächig
ausgebildet ist.

Fig. 20 entspricht im Wesentlichen der Fig. 19. Der obere Vorhang 41 ist Rollo-artig ausgebildet und weist statt einer Reflexionsschicht eine Solarzellenschicht aus
amorphem Silizium 43 auf. So dient der obere Vorgang 41 bei Sonneneinstrahlung der Gewinnung von elektrischem Strom.

Fig. 21 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die
Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere Teil einer
Gebäudeaussenwand ist, und sich eine weitere Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere durch den Dachbereich 45 des Gebäudes 1 erstreckt. Unter der Dachdeckung 44 sind
Schläuche 46 angeordnet, die als Wärmekollektoren dienen. Bei Sonneneinstrahlung wird aufgeheizte Luft von der
Fassade in den Dachbereich geführt, wo die Wärme zusätzlich zu der über die Dachdeckung eingetragenen Wärme über die Schläuche abgeführt und so einem Wärmespeicher zugeführt werden kann (nicht dargestellt) .

Fig. 22 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen
Ausschnitt eines Gebäudes, bei welchem eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere als im
Wesentlichen Rollo-artige Jalousie 24 ausgebildet ist, die entlang seitlicher Führungskanäle 48 geführt wird. Die seitlichen Führungskanäle umfassen Magnete 47 die für eine im Wesentlichen fluiddichte Anlage der Jalousie sorgen.

Fig. 23 und 24 zeigen in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes 1, bei welchem eine
Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, bei welcher die Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere nicht über eine Fluidführung verfügt, sondern das
Trägermedium für thermische Energien direkt an einer
Scheibe entlang geführt wird. Die Scheibe ist bei diesem Ausführungsbeispiel als Fenster 49 ausgebildet.

Fig. 23 zeigt beispielhaft den Betrieb im Winter. Die Fenster 49 sind geschlossen. Über im unteren Bereich der Fenster 49 angeordnete geschlitzte Rohre 36 wird aus einem Wärmespeicher (nicht dargestellt) warme Luft eingeleitet. Die Ausströmöffnungen (nicht dargestellt) der geschlitzten Rohre 36 sind aerodynamisch so gestaltet, dass der
Luftstrom nach oben gerichtet ist. Über im oberen Bereich angeordnete geschlitzte Rohre 37 wird die warme Luft abgeführt. Es entsteht also eine Art Vorhang aus warmer Luft, der eine Wärmebarriere bildet.

Fig. 24 zeigt den Betrieb im Sommer. Die Fenster 49 sind zur Frischluftzufuhr geöffnet. Die Strömungsrichtung verläuft nun umgekehrt: Über die oberen geschlitzten Rohre 37 wird kühle Luft eingeleitet und über untere geschlitzte Rohre abgeführt. Die Luft wärmt sich dabei auf. Über einen Wärmeaustauscher (nicht dargestellt) wird die so gewonnene Wärmeenergie einem Wärmespeicher (nicht dargestellt) zugeführt .

Fig. 25 zeigt in einer in etwa horizontalen
Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt eines Gebäudes bei der eine Ausführungsform der Erfindung verwirklicht wurde, welche einen äußeren Vorhang 31 und einen inneren Vorhang 32 umfasst, die hinter einer zwischen den Außenwänden 3 angeordneten Scheibe 49 angeordnet sind. Der äußere Vorhang 31 ist aus einem im Wesentlichen transparentem Kunststoff ausgestaltet und wird über in der Decke und im Boden angeordnete Magnetschienen (nicht dargestellt) gespannt. So wird eine durch den Vorhang einen im Wesentliche
transparente Scheibe ausbildet. Der innere Vorgang 32, welcher auf der nach außen gewandten Seite mit einer aufgedruckten photovoltaischen Schicht versehen ist, dient insbesondere als Lichtschutz.

Es versteht sich, dass der Gegenstand der Erfindung nicht auf eine Kombination der Merkmale vorstehend beschriebener Ausführungsbeispiele beschränkt ist, sondern dass der
Fachmann die Merkmale, soweit sinnvoll, beliebig
kombinieren wird.

00180
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Bezugszeichenliste

1 Gebäude
2 Temperatur-, Wärme- und/oder Kältebarriere
3 Gebäudeaussenwand
4 erste zumindest teilweise transparente Scheibe
5 zweite, vorzugsweise zumindest teilweise transparente, Scheibe 5
6 Wärmeträgermedium
7 Beschichtung
8 Milchglas und/oder opaker Bereich
9 gitter- oder schwammartige wärmeabsorbierende Struktur

10 Fluidkreislauf
11 Zuleitung
12 Düsen
13 Nebel
14 Ableitung
15 weiterer Fluidkreislauf
16 weitere Temperatur- oder Wärmebarriere
17 Wärmespeicher, insbesondere Erdwärmespeicher
18 Boden
19 Estrich
20 Temperatur- oder Wärmebarriere
21 Dickglas
22 Doppelglas
23 Jalousie, insbesondere eine metallische Jalousie 24

24 Jalousie, insbesondere eine metallische Jalousie

25 teilweise offener Fluidkreislauf
26 teilweise offener Fluidkreislauf
27 Innenraum
28 Innenraum
29 Bereich der Scheibe 5
30 Bereich der Scheibe
31 äußerer Vorhang 32 innerer Vorhang
33 Umlenkrolle
34 beschichteter Vorhang
35 beschichtete Scheibe
36 unteres geschlitztes Rohr

37 oberes geschlitztes Rohr

38 Ventilator
39 Halterung
40 Magnetschiene
41 oberer Vorhang
42 unterer Vorhang
43 Schicht aus amorphem Silizium 44 Dachdeckung
45 Dachbereich
46 Schlauch
47 Magnet
48 Führungskanal
49 Fenster