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1. (WO2007003167) INITIAL WETTING AUXILIARY MATERIAL FOR A VAPORISER BODY
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ERSTBENETZUNGSHILFSMATERIAL FÜR EINEN VERDAMPFERKÖRPER

Die Erfindung betrifft ein Erstbenetzungshilfsmaterial zum Aufbringen auf die Verdampferfläche eines elektrisch beheizbaren keramischen Verdampferkörpers, welcher zum Betreiben in einer PVD-Metallisierungsanlage zum Verdampfen von Aluminium vorgesehen ist. Ferner betrifft die Erfindung einen elektrisch beheizbaren keramischen Verdampferkörper mit einem auf der Verdampferfläche aufgebrachten
erfindungsgemäßen Erstbenetzungshilfsmaterial . Die
Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Herrichten eines elektrisch beheizbaren keramischen Verdampferkδrpers, wobei auf die Verdampferfläche des Verdampferkörpers vor dessen Erwärmung ein erfindungsgemäßes Erstbenetzungshilfs-material aufgebracht wird.

Das gebräuchliche Verfahren zum Beschichten von flexiblen Substraten mit Metallen, insbesondere mit Aluminium, ist das sog. Vakuum-Bandmetallisieren gemäß der PVD (physical vapor deposition) -Technik. Als flexible Substrate kommen z.B. Papier, Kunststofffolien und Textilien in Frage und als Metall wird überwiegend Aluminium eingesetzt. So beschichtete Substrate finden breite Anwendung für
Verpackungs-, Dekorationszwecke, bei der Kondensatorherstellung und in der Umwelttechnik (Isolation) .

Die Beschichtung der flexiblen Substrate erfolgt in sog. Metallisierungsanlagen. In der Metallisierungsanlage wird das zu beschichtende Substrat über eine gekühlte Walze geführt und dabei einem Metalldampf ausgesetzt, der sich auf der Substratoberfläche als dünne Metallschicht
niederschlägt. Zur Erzeugung des erforderlichen konstanten Dampfstromes werden elektrisch beheizbare Verdampferkörper eingesetzt, insbesondere in Form sogenannter
Verdampferschiffchen, die auf etwa 1450-16000C erhitzt werden. Metalldraht wird kontinuierlich zugeführt, auf der Oberfläche der Verdampferschiffchen verflüssigt und im Vakuum bei ca. 10"4 mbar verdampft. Als Metall wird
hauptsächlich Aluminium eingesetzt.

Nicht flexible Substrate werden gemäß der PVD-Technik batchweise in einem diskontinuierlichen Prozess, insbesondere mittels Flash-Verdampfung, beschichtet. Nicht flexible Substrate sind z.B. Fernsehbildschirme und Kunststoffteile .

Die für das kontinuierliche Verfahren und das diskontinuierliche Verfahren eingesetzten Verdampferkörper bestehen in der Regel aus heißgepresstem keramischem Material, das als Hauptkomponente Titandiborid und Bornitrid enthält . Titandiborid ist dabei die elektrisch leitfähige Komponente, Bornitrid die elektrisch isolierende Komponente, die miteinander gemischt zu bestimmten spezifischen Widerständen führen.

In der Praxis ist die Benetzung des zu verdampfenden
Metalls auf dem Verdampferkörper zu Beginn des Metallisierungsprozesses unvollständig. Dies führt dazu, dass aufgrund der geringeren Benetzungsfläche zu Beginn des Metallisierungsprozesses nur verminderte Abdampfraten
(Kilogramm Metall/Zeiteinheit) realisiert werden können.

Durch die Erfindung werden ein Erstbenetzungshilfsmaterial, ein Verdampferkörper mit dem erfindungsgemäßen Erstbenetzungshilfsmaterial und ein Verfahren der eingangs genannten Art geschaffen, womit eine verbesserte Erstbenetzung des

Verdampferkörpers durch zu verdampfendes Aluminium erreicht wird, um damit von Beginn des Verdampferbetriebs an erhöhte Abdampfraten zu erzielen.

Die Erfindung stellt ein Erstbenetzungshilfsmaterial zum Aufbringen auf die Verdampferfläche eines elektrisch beheizbaren keramischen Verdampferkörpers, welcher zum Betreiben in einer PVD-Metallisierungsanlage zum Verdampfen von Aluminium vorgesehen ist und Stickstoff, insbesondere in Form von Bornitrid, als eine Materialkomponente enthält, bereit. Das Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der Erfindung ist ein Stück- oder Schichtmaterial, wobei unter
Schichtmaterial wenigstens eine Schicht, die auch als
Platten- oder Folienmaterial gestaltet sein kann, und/oder ein Pulvermaterial, und weist mindestens zwei Komponenten auf: Aluminium als erste Komponente in einer Beschaffenheit, dass es nach dem Start des Betriebs des Verdampferkörpers auf dessen Verdampferfläche schmilzt und mit dem Stickstoff des Verdampferkörpers unter Ausbildung einer Aluminiumnitridschicht auf der Verdampferfläche reagiert, und ein Benetzungsmittel (Benetzungsagens) als zweite
Komponente, mittels dessen eine gleichmäßige und großflächige Verteilung von geschmolzenem Aluminium auf der Verdampferfläche begünstigt wird.

Der Verdampferkörper wird direkt, d.h. im direkten
Stromdurchgang, widerstandsbeheizt .

Das nach dem Start des Verdampfers verflüssigte Aluminium des Erstbenetzungshilfsmaterials wird mittels des Benetzungsmittels schnell und flächendeckend auf der
Verdampferfläche des Verdampferkörpers verteilt, so dass die Verdampferfläche bereits zu Beginn des AufheizVorgangs nahezu vollständig mit Aluminium benetzt ist. Das
Benetzungsmittel bewirkt hierbei insbesondere eine
Verringerung des Benetzungswinkels des schmelzenden
Aluminiums . Das dadurch gut verteilte Aluminium reagiert dann mit dem Bornitrid des Verdampferkörpers zu
Aluminiumnitrid. Das so auf der Verdampferoberfläche gebildete Aluminiumnitrid wird von Aluminium wesentlich besser benetzt als das Bornitrid des Verdampferkörpers . Bei fachgerechter Betreibung des Verdampferkörpers bleibt die durch das Erstbenetzungshilfsmaterial ausgebildete aktive Benetzungsfläche (=auf der Verdampferfläche des
Verdampferkörpers generierte Aluminiumnitridschicht) über die gesamte Lebensdauer des Verdampferkörpers hinweg erhalten.

Mit der mit dem Erstbenetzungshilfsmaterial beim Start (= AufheizVorgang) des Verdampferkörpers auf dessen Verdampferoberfläche sehr schnell bereitstellbaren Aluminiumnitridschicht, auf welche dann das zu verdampfende
Aluminiummaterial kontinuierlich aufgebracht wird, wird eine erhebliche Verbesserung der Benetzung/Beschichtung der Verdampferoberfläche erzielt, da die Schicht aus Aluminiumnitrid im Vergleich zu z.B. Bornitrid eine starke Reduzierung des Benetzungswinkels des Aluminiums (Reduzierung der Oberflächenspannung) gegenüber der Verdampferfläche des Verdampferkörpers bewirkt, so dass die Aluminiumnitridschicht und damit die Verdampferoberfläche schneller benetzt werden. Das Aluminium des Erstbenetzungshilfs-materials schmilzt beim Betriebsstart des Verdampferkörpers, d.h. wenn durch diesen z.B. elektrischer Strom geleitet wird, um diesen aufgrund seines ohmschen Widerstandes elektrisch auf eine Betriebstemperatur von
insbesondere 1450-16000C aufzuheizen, wobei das Benetzungsmittel des Erstbenetzungshilfsmaterials eine schnelle und gleichmäßige Verteilung des Aluminiums des Erstbenetzungs-hilfsmaterials auf der Verdampferoberfläche bewirkt, wobei die zugehörige mit dem geschmolzenen Aluminium des Erstbenetzungshilfsmaterials benetzte Fläche auf dem Verdampferkörper die Erstbenetzungsflache darstellt. Dadurch wird über die gesamte mit dem Erstbenetzungshilfsmaterial versehene Verdampferoberfläche (= spätere Erstbenetzungs- fläche) bereits in der Aufheizphase des Verdampferkörpers eine In-Situ-Reaktion des Aluminiums mit dem Stickstoff im Verdampferkörper erreicht, wodurch schnell und sicher die wie oben erwähnt vorteilhafte Aluminiumnitridschicht ausgebildet wird.

Am Ende des AufheizVorgangs des Verdampferkörpers liegt dann also bereits nahezu über die gesamte Verdampferfläche hinweg eine Aluminiumnitridschicht vor, wobei gleichzeitig auch der Dampfdruck des Aluminiums den Druck aus der
Gasphase erreicht bzw. diesen überschreitet, so dass das überschüssige Aluminium des Erstbenetzungshilfsmaterials verdampft. Das anschließende kontinuierliche Verdampfen des zu verdampfenden Aluminiums erfolgt daher von einer deut-lieh größeren aktiven Aluminiumbadfläche (=durch das kontinuierlich zugeführte, geschmolzene Aluminium eingenommene Fläche auf der Verdampferfläche des Verdampferkörpers) aus und mit einer wesentlich erhöhten Abdampfrate schon zu Beginn des Abdampfprozesses . Mit der erreichten großflächigen Erstbenetzung durch das Aluminium des Erstbenetzungshilfsmaterials gleich zu Beginn des AufheizVorgangs wird ferner auch die anfängliche thermische Belastung des Verdampferkörpers reduziert und dadurch seine Standzeit erhöht und seine elektrische Steuerung erleichtert.

Durch die gleichmäßige und vollflächige Erstbenetzung wird zudem die sog. Spritzerbildung erheblich reduziert.
Spritzer entstehen unter anderem durch schlagartiges
Verdampfen von Aluminium und stellen Fehlstellen auf dem beschichteten Substrat dar. Bei einer unvollständigen
Benetzung/Beschichtung der Verdampferfläche und
pulsierenden Aluminiumbadbewegungen wird ständig Aluminium von kühleren, benetzten Teilen der Verdampferfläche auf heißere, unbenetzte Teile der Verdampferfläche gebracht, was zu vielen kleinen Spritzern führt . Durch die durch das erfindungsgemäße Erstbenetzungshilfsmaterial ausgebildete gleichmäßige und vollflächige Benetzungsschicht auf der Verdampferfläche wird verhindert, dass das Aluminium auf Grund von Temperaturgradienten schlagartig auf der
Verdampferfläche verdampft, so dass die Spritzerbildung erheblich reduziert wird.

Neben der Verwendung des Erstbenetzungshilfsmaterials für den kontinuierlichen Betrieb des Verdampferkörpers bzw. die kontinuierliche Zufuhr von Aluminium auf die Verdampferfläche, kann das erfindungsgemäße Erstbenetzungshilfs-material ebenso zum Herrichten von Verdampferkörpern verwendet werden, die zum diskontinuierlichen Verdampfen von Aluminium und Beschichten von nicht flexiblen
Substraten mittels eines Flash-Verdampfers eingesetzt werden.

Der Verdampferkörper ist vorteilhaft aus Bornitrid als Isolierkomponente und Stickstofflieferant zur Ausbildung der Aluminiumnitridschicht und aus Titandiborid als elektrisch leitende Komponente . Das Bornitrid und das Titandiborid sind bevorzugt zu jeweils 50 Gew.% im Verdampferkörpermaterial enthalten.

Das Erstbenetzungshilfsmaterial ist ferner sehr einfach herstellbar und an dem Verdampferkörper anbringbar. So weist das Erstbenetzungshilfsmaterial insbesondere einfach ein Klebemittel, wie insbesondere Acrylat-Kleber, auf, mittels dessen das Erstbenetzungshilfsmaterial auf der Verdampferfläche klebehaftend anbringbar ist. Das Erstbenetzungshilfsmaterial kann jedoch auch einfach auf den Verdampferkörper auflegbar gestaltet sein, wenn es z.B. folienförmig/plattenförmig oder stückig ausgebildet ist, oder auf den Verdampferkörper aufstreubar sein, wenn es z.B. pulverförmig ausgebildet ist. Das Erstbenetzungshilfsmaterial kann auch eine Kombination eines Folien/Platenmaterials mit einem Pulvermaterial sein. Bevorzugt ist der Verdampferkörper mit einer Kavität versehen, in welcher die Folie und/oder das Pulver in loser Form sicherer eingebracht sind. Es kann auch ein pulver-förmiges Benetzungsmittel einfach auf die Verdampferoberfläche des Verdampferkörpers gestreut oder gewalzt und dann von einer lose aufgelegten oder mittels eines Klebemittels aufgeklebten Aluminiumfolie oder von einem Aluminiumblech abgedeckt sein.

Ferner weist das Erstbenetzungshilfsmaterial vorzugsweise Zinn als zusätzliche Materialkomponente auf, wobei das Zinn in elementarer Form oder in gebundener Form vorliegen kann. Das Zinn, welches insbesondere in Pulverform mit einer maximalen Korngröße von 0,02 bis 0,06 mm, insbesondere 0,045 mm, bereitgestellt ist, übernimmt ab Temperaturen von über 23O0C durch Ausbildung einer schmelzflüssigen Phase die Haftwirkung des Klebemittels, wodurch eine Haftung/Fix-ierung des Erstbenetzungshilfsmaterials auf der Verdampferoberfläche des Verdampferkörpers auch bei erhöhten Temperaturen, nachdem sich der Klebstoff zersetzt bzw. nachdem der Klebstoff verdampft ist, sichergestellt ist. Wichtig ist dabei, dass das Zinn die Haftwirkung übernimmt, noch bevor das Klebemittel verdampft ist, um ein Haften des Erstbenet-zungsmaterials über den gesamten Temperaturbereich
sicherzustellen. Auf Grund seiner Schmelztemperatur und seines Dampfdrucks ist Zinn hierfür besonders gut geeignet, da es im Vergleich zu seiner Schmelztemperatur einen relativ niedrigen Dampfdruck aufweist, welcher in etwa dem des Aluminiums entspricht, so dass durch das Zinn in
Kombination mit dem Klebemittel über das gesamte Temperaturfenster des Prozesses die Haftung des Erstbenetzungshilfsmaterials auf der Verdampferfläche gewährleistet ist. Ferner, da der Dampfdruck von Zinn in etwa mit dem von Aluminium übereinstimmt, wird das Zinn gegen Ende des
AufheizVorgangs, bei Erreichen der maximalen
Aufheiztemperatur vollständig, d.h. rückstandslos,
verdampft. Das Zinn kann direkt dem Klebemittel und/oder dem Benetzungsmittel zugemischt und/oder dem Aluminium zulegiert sein. Es sei darauf hingewiesen, dass sich die Erfindung nicht auf den Einsatz von Zinn als Haftmittel für einen erhöhten Temperaturbereich beschränkt, sondern vielmehr auch andere Materialkomponenten verwendet werden können, welche ein ähnliches Temperaturfenster hinsichtlich ihres Schmelz- und Siedepunkts aufweisen. Dabei ist vor allem wichtig, dass die gewählte Materialkomponente die geforderte Haftwirkung noch vor der Zersetzung/Verdampfung des Klebemittels entfaltet und etwa gleiche
Dampfdruckverhältnisse wie Aluminium aufweist, so dass keine Rückstände gebildet werden. Auch wenn die Kombination von Zinn und Klebemittel eine nahezu ideale Haftwirkung über den gesamten Temperaturbereich hinweg bietet, kann das Zinn oder das Klebemittel auch ohne die jeweils andere Materialkomponente in dem Erstbenetzungshilfsmaterial vorliegen.

Bevorzugt enthält das Benetzungsmittel des Erstbenetzungshilfsmaterials mindestens 30 Gew.%, vorzugsweise 40 Gew.%, Zirkonium, Molybdän, Titan oder eine Kombination davon als Materialkomponente . Die genannten Komponenten können dabei in elementarer Form, als Metalllegierung oder gebunden vorliegen. In gebundener Form liegen die Komponenten vorzugsweise als Boride und/oder Suizide und/oder Nitride und/oder Carbide und/oder als Carbonitride, insbesondere als Borid und/oder Silizid, vor, nicht jedoch oxidiert. Es ist wichtig, dass die Verbindungen unter den in der
Metallisierungsanlage gegebenen Aufheizbedingungen im
Kontakt mit flüssigem Aluminium freies
Titanmetall/Molybdänmetall/Zirkoniummetall bilden.

Insbesondere ist das Benetzungsmittel Titandiborid,
Titanmetall, Zirkoniumdiborid, Zirkoniummetall,
Titandisilizid, Zirkoniumdisilizid, Molybdändisilizid, Molybdänmetall, Ferrosiliziumdititanat (FeSiTi2) oder eine Kombination davon.

Das Benetzungsmittel kann z.B. pulverförmig ausgebildet, insbesondere mit einer Korngröße von kleiner oder gleich 0,2 mm, sein oder in Form eines Legierungsbestandteils mit dem Aluminium des Erstbenetzungshilfsmaterials als eine Aluminiumlegierung vorgesehen sein. Das Aluminium des
Erstbenetzungshilfsmaterials kann z.B. in Form einer
Aluminiumfolie bzw. eines Aluminiumblechs mit einer Dicke von 0,01 bis 4 mm, insbesondere einer Aluminiumfolie mit einer Dicke von 0,01-0,1 mm oder einem Aluminiumblech mit einer Dicke von 0,2-0,3 mm, vorzugsweise 0,024-0,26 mm, ausgebildet sein; hierbei ist nach einer bevorzugten
Ausführungsform das Benetzungsmittel auf die Aluminiumfolie bzw. das Aluminiumblech aufgebracht, vorzugsweise aufge-walzt. Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist ein Pulvergemisch aus Zinn und Benetzungsmittel auf die Aluminiumfolie bzw. das Aluminiumblech aufgebracht, vorzugsweise durch Aufwalzen oder Aufspritzen des
Pulvergemisches. Das Aluminium kann auch pulverförmig, insbesondere mit einer Korngröße von kleiner oder gleich 0,5 mm vorgesehen sein.

Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist das Aluminium des Erstbenetzungshilfsmaterials in Form einer Folie oder eines Blechs aus einer Aluminiumlegierung ausgebildet, welche außer dem Aluminium das Benetzungsmittel als Legierungsbestandteil enthält. Als weiterer Legierungsbestandteil kann dem Aluminium Zinn zulegiert sein. Nach einer alternativen Ausführungsform sind das Aluminium des Erstbenetzungshilfsmaterials und das Benetzungsmittel und vorzugsweise Zinn zu einem
Pulvergemisch gemischt. Im Falle eines Aufklebens der
Aluminiumschicht auf den Verdampferkörper, z.B. mittels eines Acrylat-Klebers, verhindert das Zinn, entsprechend den obigen Erläuterungen, dass die Aluminiumfolie bzw. das Aluminiumblech durch im Betrieb schmelzenden und
verdampfenden bzw. sich zersetzenden Kleber vom Verdampfer abgehoben wird, weil das Zinn im Schmelzzustand eine ausreichende Haftwirkung mit sich bringt. Alternativ könnte man auch eine poröse Aluminium-Folie bzw. ein poröses
Aluminiumblech vorsehen, durch die oder durch das der
Kleber-Dampf entweichen kann, ohne dass die Folie bzw. das Blech abgehoben wird.

Nach einer noch anderen Ausführungsform ist das Erstbe-netzungshilfsmaterial als eine Suspension aus flüssigem Klebemittel, insbesondere organischem Kleber oder Wachs, ausgebildet, in welchem das Pulvergemisch aus Aluminium, Benetzungsmittel und vorzugsweise Zinn dispergiert ist. Dies erlaubt es, das Erstbenetzungshilfsmaterial als
Schicht mittels einfachen AufStreichens auf dem Verdampferkörper auszubilden. Das flüssige Klebemittel stellt eine Matrix, insbesondere eine organische Matrix, dar, in welcher das Pulvergemisch eingebunden ist. Nach einer bevorzugten Ausführungsform weist die Suspension z.B.
Parrafin-Stearat-Wachs, Titan- und/oder Titandiborid-Pulver mit einer maximalen Korngröße von 0,015 mm, Aluminiumpulver mit einer maximalen Korngröße von 0,5 mm und vorzugsweise Zinnpulver mit einer maximalen Korngröße von 0,02 bis 0,06 mm, insbesondere 0,045 mm, auf. Das Wachs wird z.B. auf eine Temperatur von ca. 15O0C aufgeheizt, wobei dann das Aluminium, das Benetzungsmittel und gegebenenfalls das Zinn unter Erstellung der Suspension in das heiße Wachs eingerührt werden. Die WachsSuspension kann dann in diesem erwärmten Zustand auf den Verdampfer, insbesondere in eine Kavität des Verdampfers hinein, aufgebracht werden.
Anschließend wird die WachsSuspension durch Abkühlen verfestigt, so dass der derart präparierte Verdampferkörper ausgeliefert/verschickt werden kann. Vorzugsweise weist die Suspension daher einen Schmelzpunkt von über 7O0C auf.
Zudem kann die verfestigte Wachssuspension mit einer
Prägung zur Übermittlung von Informationen, z.B. von
Betriebshinweisen oder Werbung, versehen werden. Beim
Aufheizen des Verdampferkörpers schmilzt und verdampft bzw. zersetzt sich das Wachs, so dass zunächst das Aluminium und das Benetzungsmittel zum Ausbilden der Aluminiumnitridschicht sowie gegebenenfalls das Zinn zurückbleiben, wobei das Zinn letztlich zusammen mit dem verbleibenden Aluminium verdampft wird. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungs-form weist die Suspension z.B. Aluminiumpulver, Titan-und/oder Titandiborid-Pulver, Zucker, Glykol und vorzugsweise Zinn auf. Bei Verwendung von sich nicht bei
Zimmertemperatur verfestigenden Suspensionen oder losem Pulver als Erstbenetzungshilfsmaterial, kann der damit hergerichtete Verdampferkörper z.B. mit einer selbsthaftenden Folie oder einer sonstigen Abdeckung versehen sein, die beim Transport verhindert, dass die Suspension bzw. das Pulver aus z.B. einer Kavität im Verdampferkörper heraus-gelangt. Die Abdeckung kann z.B. hitzeempfindlich sein, so dass sie dann im Betrieb des Verdampferkörpers automatisch zerstört wird oder aber auch abnehmbar, wie z.B. in Form einer Abziehfolie, vorgesehen sein.

Das Erstbenetzungshilfsmaterial kann seinerseits eine
Mehrschichtstruktur, aus z.B. einer Aluminiumschicht, einer auf der Aluminiumschicht ganzflächig aufgebrachten
Benetzungsmittelschicht, vorzugsweise einer auf der
Benetzungsmittelschicht aufgebrachten Schicht aus
Zinnpulver und einer auf der Benetzungsmittelschicht bzw. der Zinnpulverschicht aufgebrachten Klebeschicht sein, mittels deren dann das Erstbenetzungshilfsmaterial wie ein Haftetikett auf den Verdampferkörper aufgebracht wird. Der Kleber der Klebeschicht ist insbesondere derart gewählt, dass er sich beim Erhitzen des Verdampferkörpers bei einer Temperatur von 2500C oder mehr zersetzt und komplett, d.h. annähernd rückstandslos, verdampft. Ein solcher Kleber ist z.B. Acrylat-Kleber . Das Zinnpulver übernimmt wie oben beschrieben durch Ausbildung einer Schmelze die Haftwirkung bei Temperaturen über 23O0C, wobei der Übergang der Haft-Wirkung fließend bzw. überlappend erfolgt, d.h., dass in einem Temperaturbereich von ca. 2300C bis ca. 2600C die Haftung/Fixierung des Erstbenetzungshilfsmaterials auf der Verdampferfläche durch das Klebemittel und -die Zinnschmelze erfolgt. Das Zinnpulver ist bevorzugt einfach mit dem
Kleber vermischt, so dass dann die separate Zinnschicht entfällt.

Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist das
Erstbenetzungshilfsmaterial als Dualschicht ausgebildet, mit einer ersten Schicht aus einem Gemisch aus organischem Acrylat-Kleber und dem Benetzungsmittel und vorzugsweise Zinnpulver und mit einer zweiten Schicht aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, wobei die Dicke der zweiten
Schicht bevorzugt größer als die Dicke der ersten Schicht ist. Hierbei ist die erste Schicht vorzugsweise 0,02-0,06 mm, bevorzugt 0,050 mm, dick, wobei das Benetzungsmittel Titan- und/oder Titandiboridpulver mit einer Korngröße von 0,01-0,02 mm, insbesondere 0,015 mm, ist und mit einem Gewichtsanteil von 15-40 Gew.%, insbesondere 30 Gew.%, in der ersten Schicht enthalten ist, und wobei das Zinnpulver mit einem Gewichtsanteil von 5-30 Gew.%, insbesondere 30 Gew%, in der ersten Schicht enthalten ist. Die Dicke der zweiten Schicht beträgt 0,045-4 mm, vorzugsweise 0,045-0,1 mm, insbesondere 0,055 mm, oder 0,2-0,3 mm, insbesondere 0,24-0,26 mm.

Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist das Aluminium des Erstbenetzungshilfsmaterials in Form eines Aluminiumstücks, insbesondere eines Aluminiumdrahtstücks, eines Aluminiumwürfels oder in Linsenform, ausgebildet. Hierbei weist das Aluminiumstück neben Aluminium bevorzugt noch das Benetzungsmittel als Bestandteil auf, wobei das Benetzungsmittel ein nicht mit Aluminium legierbares
Material ist. Das Drahtstück kann z.B. meanderförmig gebogen sein und auf den Verdampferkörper aufgeklebt oder aufgelegt werden.

Ferner alternativ kann gemäß der Erfindung das Aluminium auch in Form eines Materialstücks, insbesondere eines
Drahtmaterialstücks, eines Quaderkörpers oder in
Linsenform, aus einer Aluminiumlegierung ausgebildet sein, welche neben Aluminium das Benetzungsmittel und
gegebenenfalls Zinn als Legierungsbestandteil enthält.

Die Aluminiumlegierung enthält bevorzugt 90-97 Gew.% metallisches Aluminium, inklusive Verunreinigungen, und als Benetzungsmittel 3-10 Gew.% Titan.

Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist das Erstbenetzungshilfsmaterial als Dreifach- oder Dreilagenschicht ausgebildet, mit einer von der Aluminiumfolie oder dem Aluminiumblech gebildeten ersten Schicht, einer auf die erste Schicht aufgebrachten zweiten Schicht aus dem Benetzungsmittel und einer auf die Benetzungsmittel-Schicht aufgebrachten dritten Schicht aus einem Klebemittel, insbesondere einem Acrylat-Kleber . Hierbei ist die zweite Schicht z.B. durch Aufwalzen von 0,05 g Titan und/oder Titandiborid und 0,03-0,05 g, vorzugsweise 0,05 g, Zinn auf der Oberfläche der ersten Schicht fixiert, wobei die
Klebemittel-Schicht 0,02-0,06 mm, insbesondere 0,03 mm, dick ist, und wobei die Gesamtdicke des Haftetiketts 0,1-4 mm, vorzugsweise 0,10-0,16 mm, insbesondere 0,13 mm, oder 0,25-0,35 mm, beträgt. Vorzugsweise ist dem Benetzungsmittel und/oder dem Klebemittel Zinnpulver, vorzugsweise mit einer maximalen Korngröße von 0,02-0,06 mm, insbesondere 0,045 mm, zugemischt.

Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist das
Klebemittel eine Klebeschicht, insbesondere aus Acrylat-Kleber, mit einer Dicke von 0,02-0,06 mm, insbesondere

0,03-0,05 mm, und die Gesamtdicke des Erstbenetzungshilfs-materials beträgt 0,07-4 mm, vorzugsweise 0,07-0,16 mm, insbesondere 0,10-0,13 mm, oder 0,2-0,35 mm. Diese
Dickenabmessungen haben sich als ausreichend hinsichtlich der gewünschten Verteilung und ausreichenden Ausbildung einer Aluminiumnitridschicht herausgestellt, wobei sich der Kleber ausreichend schnell, jedoch erst nach Einsetzen der Haftwirkung durch das flüssige Zinn zersetzt und verdampft, und wobei bis zum Einsetzen der Haftwirkung durch das Zinn eine ausreichend starke Haftwirkung durch das Klebemittel entfaltet wird.

Das Erstbenetzungshilfsmaterial wird gemäß der Erfindung ferner vorteilhaft als Informationsträger herangezogen, wofür es z.B. mit einer Prägung oder einem Aufdruck
versehen ist. Hiermit können z.B. Eigenschaften, sonstige Kennzeichnungen, wie Werbung und Marken auf das
Erstbenetzungshilfsmaterial angebracht werden. Zum
Aufbringen einer Prägung eignen sich insbesondere die verfestigte Wachssuspension sowie die Aluminiumfolie bzw. das Aluminiumblech; letztere/letzteres ist auch
insbesondere zum Aufbringen eines Aufdrucks geeignet.

Die Erfindung stellt ferner einen elektrisch, im direkten Stromdurchfluss beheizbaren Verdampferkörper bereit, insbesondere einen keramischen Verdampferkörper, der eine Verdampferfläche zum Betreiben in einer PVD-Metal-lisierungsanlage zum Verdampfen von Aluminium aufweist. Der Verdampferkörper enthält als Materialkomponente Stickstoff, insbesondere in Form von Bornitrid, und ist mit einem auf der Verdampferfläche aufgebrachten, insbesondere vollflächig aufgebrachten, erfindungsgemäßen Erstbenetzungs-hilfsmaterial versehen.

Der Verdampferkörper ist wie oben bereits kurz angesprochen bevorzugt eine Mischkeramik mit den Hauptkomponenten
Titandiborid und Bornitrid, wobei ein Mischungsverhältnis von je 50 Gew.% plus/minus 10 Gew.% vorliegt. Der
Verdampferkörper kann gemäß der Erfindung eine Kavität aufweisen, in welche die suspensionsartige, pulverförmige oder folienförmige Erstbenetzungshilfsschicht eingebracht ist, die vorzugsweise mit einer abnehmbaren oder wärmeempfindlichen Abdeckung abgedeckt ist.

Der Verdampferkörper weist eine Verdampfungsfläche auf . Die Verdampferfläche kann vorzugsweise vollflächig oder auch teilflächig mit einem Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der Erfindung belegt sein.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform beträgt die auf die Verdampferfläche des Verdampferkörpers bezogene eingesetzte Masse an Benetzungsmittel 0,3 bis 400 mg/cm2verdampferflache/ vorzugsweise 1 bis 6 mg/cm2veraampferfiäche/ un<^ beträgt die des Aluminiums 0,1 bis 100 mg/cm2verdampferflache/ vorzugsweise 10 bis 60 mg /cm2verdampf erf lache -

Die Erfindung stellt ferner ein Verfahren zum Herrichten eines Verdampferkörpers bereit, insbesondere eines im direkten Stromdurchfluss beheizbaren keramischen
Verdampferkörpers, der zum Betreiben in einer PVD- Metallisierungsanlage zum Verdampfen von Aluminium
vorgesehen ist und Stickstoff, insbesondere in Form von Bornitrid, als Materialkomponente enthält. Dabei wird ein erfindungsgemäßes Erstbenetzungshilfsmaterial zumindest teilflächig, insbesondere im wesentlichen ganzflächig, auf die Verdampferfläche des Verdampferkörpers vor dessen
Erwärmung aufgebracht. Im Einsatz wird der Verdampferkörper gemäß der Erfindung dann mit elektrischem Strom betrieben, um das Aluminium des Erstbenetzungshilfsmaterials zu schmelzen und mittels des Benetzungsmittels großflächig auf der Verdampferfläche zu verteilen, wodurch das Aluminium des geschmolzenen Erstbenetzungshilfsmaterials mit der Stickstoffkomponente des Verdampferkörpers unter Ausbildung einer Aluminiumnitridschicht reagiert, auf welche dann das eigentlich zu verdampfende Aluminiummaterial aufgebracht wird.

Nach obigem Verfahren wird das Erstbenetzungshilfsmaterial vorzugsweise in Form einer Suspension in eine Kavität des Verdampferkörpers hinein eingebracht . Auch kann die
Suspension auf die Verdampferfläche des Verdampferkörpers mit einer Schichtdicke von 0,05-2,0 mm, insbesondere 0,1-0,2 mm, aufgebracht werden. Vorzugsweise wird eine
Suspension mit einem über einer Temperatur von 700C liegendem Schmelzpunkt verwendet, so dass die Suspension nach dem Aufbringen auf die Verdampferfläche des
Verdampferkörpers bzw. nach dem Einbringen in die Kavität des Verdampferkörpers durch Abkühlen verfestigt werden kann. Dies ermöglicht das Vorsehen einer Prägung auf der Oberfläche der Wachsschicht zur Übermittlung von
Informationen und gestattet ein problemloses
Ausliefern/Versenden des mit dem Erstbenetzungshilfsmaterial ausgestatteten Verdampferkörpers .

Die Erfindung wird im Folgenden anhand bevorzugter
Ausführungsformen mit Bezugnahme auf die Zeichnung
erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Verdampferkörpers mit einem Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
Figur 2 eine Querschnittsansicht eines Verdampferkörpers mit einem Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung,
Figur 3 eine perspektivische Ansicht eines
Verdampferkörpers mit einem Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung,
Figur 4 eine Querschnittsansicht eines Verdampferkörpers mit einem Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform der Erfindung,
Figur 5 eine perspektivische Ansicht eines Verdampferkörpers mit einem Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß einer noch anderen Ausführungsform der Erfindung,
Figur 6 eine Querschnittsansicht eines Verdampferkörpers mit einem Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform der Erfindung, und
Figur 7 eine perspektivische Ansicht eines
Verdampferkörpers mit einem Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß einer noch anderen Ausführungsform der Erfindung.

Fig. 1 und Fig. 2 zeigen' einen Verdampferkörper 1 mit einem Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß einer ersten Ausführungs-form der Erfindung. Der Verdampferkörper 1 ist in Form eines sog. Verdampferschiffchens ausgebildet und besteht aus heißgepresstem keramischem Material, das als
Hauptkomponente Titandiborid und Bornitrid enthält, wobei Titandiborid die elektrisch leitfähige Komponente und
Bornitrid die elektrisch isolierende Komponente ist. Das Mischungsverhältnis von leitfähiger zu nichtleitfähiger Komponente liegt bei je 50 Gew.% (+/- 10 Gew.%), woraus sich ein spezifischer Widerstand von ca. 600-6000μOhm*cm ergibt. Der Verdampferkörper 1 weist z.B. eine Länge L von ca. 130 mm, eine Breite B von ca. 30 mm und eine Höhe H von ca. 10 mm auf.

Vorzugsweise wird der Verdampferkörper direkt, d.h. im direkten Stromdurchfluss, widerstandsbeheizt. Er kann jedoch auch indirekt, d.h. mittels einer externen
Heizquelle, beheizt werden.

Das Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung ist als Mehrschichtstruktur
ausgebildet und auf die die Verdampferfläche bildende obere Fläche des Verdampferkörpers 1 aufgebracht. Das Erstbenetzungshilfsmaterial weist eine Länge 1 von etwa 100 mm, eine Breite b von etwa 28 mm und eine Höhe h von 0,105-0,4 mm auf. Die in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigte Mehrschichtstruktur ist eine Dualschicht 2 mit einer ersten Schicht I und einer zweiten Schicht II.

Die erste Schicht I der Dualschicht 2 ist als Haftschicht ausgebildet und besteht aus einer 0,02-0,06 mm, bevorzugt 0,03-0,05 mm, dicken Klebemittel-Schicht, welcher Titan-und oder Titandiboridpulver mit einem Gewichtanteil von 15-40 Gew.%, insbesondere 30 Gew.%, zugemischt ist. Das Titan-und/oder Titandiboridpulver hat eine maximale Korngröße von 0,01-0,02 mm, insbesondere 0,015 mm. Vorzugsweise ist der Haftschicht zusätzlich Zinnpulver mit einem Gewichtanteil von 5-30 Gew.%, insbesondere 30 Gew.% zugemischt, wobei das Zinnpulver eine maximale Korngröße von 0,06 mm,
insbesondere 0,045 mm, aufweist. Das Titan- und/oder
Titandiboridpulver dient als Benetzungsmittel, wobei alternativ Zirkoniumdiborid, Zirkonium, Titandisilizid, Zirkoniumdisilizid, Molybdändisilizid, Molybdän oder Ferrosiliziumdititanat (FeSiTi2) als Benetzungsmittel verwendet und der Klebemittel-Schicht beigemischt werden können. Als Klebemittel wird hier organischer Acrylat-Kleber verwendet, wobei die Erfindung nicht auf die
Verwendung von organischem Acrylat-Kleber als Klebemittel begrenzt ist. Das Zinn fungiert bei Temperaturen über 2300C unter Ausbildung einer Schmelze als "Haftmittel" und ersetzt so bei erhöhten Temperaturen das Klebemittel, welches bei ca. 2500C verdampft. Der Dampfdruck des Zinns und des Aluminiums sind in etwa gleich, so dass das Zinn vollständig, d.h. rückstandslos, verdampft wird.

Die zweite Schicht II der Dualschicht 2 weist eine Dicke von 0,045-4 mm, vorzugsweise 0,045-0,1 mm, insbesondere 0,055 mm, oder 0,2-0,3 mm, insbesondere 0,24-0,26 mm, auf und enthält als Hauptkomponente Aluminium. Das Aluminium ist dabei vorzugsweise in Form einer Aluminiumfolie oder eines Aluminiumblechs mit einer Länge von 100 mm und einer Breite von 28 mm vorgesehen, kann jedoch auch in Form einer Folie bzw. eines Blechs aus einer Aluminiumlegierung ausgebildet sein, welche/welches neben dem zu etwa 90-97 Gew.% enthaltenen Aluminium das Benetzungsmittel, z.B.
Titan, zu etwa 3-10 Gew.% enthält. Auch kann der Legierung Zinn als Legierungsbestandteil zulegiert sein.

Das Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der ersten
Ausführungsform der Erfindung ist mittels der als
Haftschicht ausgebildeten ersten Schicht I wie ein
Haftetikett auf der die Verdampferfläche bildenden
Oberfläche des Verdampferkörpers 1 aufgeklebt . Vorzugsweise ist das Erstbenetzungshilfsmaterial großflächig, zentral auf der Oberfläche des Verdampferkörpers 1 angebracht, so dass ein seitliches Herunterfließen des geschmolzenen
Aluminiums bzw. des Benetzungsmittels vermieden bzw.
reduziert wird. Das Klebemittel der ersten Schicht I, mittels dessen das Erstbenetzungshilfsmaterial wie ein Haftetikett auf den Verdampferkörper 1 aufgebracht ist, ist insbesondere derart gewählt, dass es sich beim Erhitzen des Verdampferkörpers 1 zersetzt und komplett, d.h. annähernd rückstandslos, verdampft, wobei die Zersetzungstemperatur des Klebemittels vorzugsweise bei ca. 25O0C oder höher liegt. Kurz vor der Zersetzung des Klebemittels, beginnt das Zinn zu schmelzen und übernimmt die Haftwirkung des Klebemittels. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn die zweite Schicht II der Dualschicht 2 als Folie/Blech oder pulverförmig ausgebildet ist . Dann wird durch die
Zinnschmelze verhindert, dass die Folie bzw. das Blech oder einzelne Pulverpartikel durch aufsteigende Gasblasen des sich zersetzenden Klebemittels angehoben bzw. mitgerissen werden. Entscheidend ist dabei, dass das Zinn bereits vor der Zersetzungstemperatur des Klebemittels seine
Haftwirkung voll entfaltet. Zusätzlich oder alternativ kann eine perforierte Folie bzw. ein perforiertes Blech
vorgesehen sein, so dass der verdampfende Kleber entweichen kann, ohne die Folie anzuheben.

Der Verdampferkörper 1 mit der auf seiner Oberfläche bzw. Verdampferfläche aufgebrachten Dualschicht 2 wird dann in einer Metallisierungsanlage unter Hochvakuum vorzugsweise widerstandsbeheizt und auf eine Temperatur von ca. 1450 bis 16000C gebracht. Zu Beginn des AufheizVorgangs zersetzt sich der Acrylat-Kleber der ersten Schicht I des
Erstbenetzungshilfsmaterials, -und dann beginnt das
Aluminium der zweiten Schicht II des
Erstbenetzungshilfsmaterials zu schmelzen. Das flüssige Aluminium wird durch das Benetzungsmittel, hier Titan und/oder Titandiborid, aufgrund des geringen
Benetzungswinkels gegenüber der Verdampferfläche des
Verdampferkörpers 1 gleichmäßig auf dieser verteilt und kann damit über die ganze, zuvor beklebte Verdampferfläche In-Situ mit dem Bornitrid des Verdampferkörpers 1 zu
Aluminiumnitrid reagieren. Der Vorteil der
Aluminiumnitridbildung während des AufheizVorgangs liegt darin begründet, dass das Aluminiumnitrid von Aluminium deutlich besser benetzt wird als das Bornitrid des
Verdampferkörpers 1. Am Ende des AufheizVorgangs wird auch der Dampfdruck des Aluminiums erreicht, d.h. der Dampfdruck des Aluminiums ist gleich oder größer dem Druck aus der Gasphase, so dass das Aluminium verdampft. Von dem eingangs aufgebrachten Erstbenetzungshilfsmaterial bleibt dann nur noch Titan/Titandiborid auf der Verdampferfläche des
Verdampferkörpers 1 zurück.

Auf die beim Aufheizvorgang generierte
Aluminiumnitridschicht und den Titan/Titandiborid-Rückstand des Erstbenetzungshilfsmaterials wird nun kontinuierlich Aluminium, z.B. in Form eines Aluminiumdrahtes, zugeführt. Aufgrund der Aluminiumnitridschicht wird das kontinuierlich zugeführte Aluminium gleichmäßig auf der Verdampferfläche des Verdampferkörpers 1 verteilt, wobei etwa 80% der mit dem als Dualschicht 2 ausgebildeten
Erstbenetzungshilfsmaterial beklebten Oberfläche des
Verdampferkörpers 1 mit Aluminium benetzt ist. Hierdurch ergibt sich bereits zu Beginn eine hohe anfängliche
Abdampfrate, und die anfängliche Abdampfrate muss nicht geringer als die gewünschte Zielabdampfrate eingestellt werden. Das Benetzungsmittel, hier Titan/Titandiborid, wird nicht verdampft und bleibt somit auf der Verdampferfläche des Verdampferkörpers 1 als Rückstand zurück. Weitere
Vorteile, die sich durch eine verbesserte Erstbenetzung des Aluminiums auf dem keramischen Verdampferkörper 1 ergeben, sind eine Reduzierung der anfänglichen thermischen
Belastung auf den Verdampferkörper 1 und eine größere und gleichmäßige Benetzungsfläche auch über die
Erstbenetzungsphase hinaus, wodurch die Standzeit des Verdampferkörpers 1 erhöht wird und die elektrische
Kontrolle des Verdampferkörpers 1 verbessert wird.

Fig. 3 und Fig. 4 zeigen eine zweite Ausführungsform der Erfindung. Der gezeigte Verdampferkörper 1 entspricht dem zuvor beschriebenen, in Fig. 1 dargestellten
Verdampferkörper, d.h. Abmessungen und Zusammensetzung des Verdampferkörpers aus Fig. 1 und Fig. 3 sind identisch, weshalb sie mit denselben Bezugszeichen bezeichnet sind.

Gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung ist ein Erstbenetzungshilfsmaterial, welches erneut als
Mehrschichtstruktur ausgebildet ist, auf der die
Verdampferfläche bildenden oberen Fläche des
Verdampferkörpers 1 aufgebracht. Das
Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der zweiten
Ausführungsform der Erfindung weist vorzugsweise eine Länge 1 von etwa 100 mm, eine Breite b von etwa 28 mm und eine Höhe h von etwa 0,1 mm bis 4 mm auf und ist eine
Dreifachschicht 2' mit einer ersten Schicht I1, einer zweiten Schicht II1 und einer dritten Schicht III.

Die erste Schicht I ' der Dreifachschicht 2 ' enthält als -Hauptkomponente Aluminium, wobei das Aluminium vorzugsweise in Form einer Aluminiumfolie bzw. eines Aluminiumblechs vorgesehen ist, jedoch auch in Form einer Folie bzw. eines Blechs aus einer Aluminiumlegierung ausgebildet sein kann, welche neben dem zu etwa 90-97 Gew.% enthaltenen Aluminium ein Benetzungsmittel, z.B. Titan, zu etwa 3-10 Gew.% enthält . Auch kann der Folie neben dem Benetzungsmittel zusätzlich Zinn zulegiert sein, welches wie oben
beschrieben als Haftmittel für Temperaturen über 2300C dient .

Die zweite Schicht II1 besteht aus einem Benetzungsmittel, hier Titan und/oder Titandiborid, welches pulverförmig bereitgestellt und auf die erste Schicht I1 aufgebracht ist. Vorzugsweise ist das Benetzungsmittel auf die erste Schicht I1 aufgewalzt, um es an der ersten Schicht I1 zu fixieren bzw. die erste Schicht I1 mit dem Benetzungsmittel zu überziehen. Insgesamt 0,05 g Titan und/oder Titandiborid sind durch Aufwalzen auf der Oberfläche der ersten Schicht I1 fixiert. Alternativ können Zirkoniumdiborid, Zirkonium, Titandisilizid, Molybdän, Ferrosiliziumdititanat (FeSiTi2) , Molybdändisilizid oder Zirloniumdisilizid als
Benetzungsmittel verwendet werden.

Die dritte Schicht III der Dreifachschicht 2 ist als eine Haftschicht ausgebildet und besteht aus einer 0,02 bis 0,06 mm, bevorzugt 0,03 mm, dicken Klebemittel-Schicht, die unterhalb der ersten Schicht I ' und der zweiten Schicht II ' angeordnet ist, wobei die Gesamtdicke des
Erstbenetzungshilfsmaterials 0,1-4 mm, vorzugsweise 0,10-0,16 mm, insbesondere 0,13 mm, oder 0,25-0,35 mm beträgt. Als Klebemittel wird hier organischer Acrylat-Kleber verwendet, wobei die Erfindung nicht auf die Verwendung von organischem Acrylat-Kleber als Klebemittel begrenzt ist.

Vorzugsweise ist dem Benetzungsmittel und/oder dem
Klebemittel Zinnpulver mit einer maximalen Korngröße von 0,02 bis 0,06 mm zugemischt. So können z.B. 0,05 g
Titan/Titandiborid und 0,05 g Zinn vermischt werden und durch Aufwalzen oder ein anderes Verfahren auf die erste Schicht I1 aufgebracht werden.

Das Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der zweiten
Ausführungsform der Erfindung ist mittels der als
Haftschicht ausgebildeten dritten Schicht III wie ein
Haftetikett auf der Oberfläche des Verdampferkörpers 1 aufgeklebt. Das Klebemittel der dritten Schicht III ist derart gewählt, dass es sich beim Erhitzen des
Verdampferkörpers 1 zersetzt und komplett, d.h. annähernd rückstandslos, verdampft, wobei bei Temperaturen über 2300C das Zinn die Haftwirkung des Klebemittels ersetzt. Der Verdampferkörper 1 mit dem aufgeklebten
Erstbenetzungshilfsmaterial wird wie oben beschrieben in einer Metallisierungsanlage unter Hochvakuum vorzugsweise widerstandsbeheizt und somit auf eine Temperatur von ca. 1450 bis 16000C gebracht. Der Aufheizvorgang und das
Ergebnis sind entsprechend der Beschreibung der ersten Ausführungsform der Erfindung.

Zudem ist es möglich die dritte Schicht III der
Dreifachschicht 2 ' wegzulassen, und stattdessen das
Erstbenetzungshilfsmaterial auf den Verdampferkörper 1, insbesondere in eine an der Oberseite des Verdampferkörpers 1 ausgebildete Kavität hinein, zu legen, anstatt es auf den Verdampferkörper 1 aufzukleben.

Ferner, alternativ zu der Aluminiumfolie/dem Aluminiumblech oder der Aluminiumlegierungs-Folie/dem Aluminiumlegierungs-Blech kann auch ein Stück Aluminiumdraht verwendet werden, der mit dem Benetzungsmittel, vorzugsweise Titan und/oder Titandiborid, überzogen wird und auf die Verdampferfläche des Verdampferkörpers 1, insbesondere in eine an der
Oberseite des Verdampferkörpers 1 ausgebildete Kavität hinein, gelegt wird und/oder mittels eines Klebemittels auf die Verdampferfläche des Verdampferkörpers 1 aufgeklebt wird. Vorzugsweise ist der Aluminiumdraht meanderförmig gebogen und auf die Verdampferfläche aufgelegt, so dass er einen möglichst großen Teil der Verdampferfläche einnimmt bzw. abdeckt. Jedoch kann die Verdampferfläche auch so nicht vollständig mit dem Erstbenetzungshilfsmaterial bedeckt werden, so dass hinsichtlich des Aspekts einer möglichst schnellen, großflächigen Erstbenetzung bzw.
Beschichtung der Verdampferfläche die Ausbildung des
Erstbenetzungshilfsmaterials als Haftetikett nach der ersten bzw. der zweiten Ausführungsform der Erfindung dieser Variante vorzuziehen ist.

Gemäß einer dritten, nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist ein Erstbenetzungshilfsmaterial
vorgesehen, welches in Form eines Haftetiketts ausgebildet ist und auf die Oberfläche bzw. die Verdampferfläche des Verdampferkörpers aufgeklebt ist . Der zu verwendende
Verdampferkörper entspricht dem oben beschriebenen
Verdampferkörper. Das Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der dritten Ausführungsform der Erfindung hat vorzugsweise eine Länge von ca. 100 mm, eine Breite von ca. 28 mm und eine Höhe von ca. 0,1-4 mm und ist ähnlich der ersten
Ausführungsform der Erfindung als Dualschicht mit einer ersten Schicht und einer zweiten Schicht ausgebildet.

Die erste Schicht des Erstbenetzungshilfsmaterials gemäß der dritten Ausführungsform der Erfindung ist eine 0,02-0,06 mm, insbesondere 0,03 mm, dicke Haftschicht aus organischem Acrylat-Kleber, wobei die Erfindung nicht auf den Einsatz von Acrylat-Klebstoff begrenzt ist. Wie oben beschrieben ist das Klebemittel derart ausgewählt, dass es sich beim Erhitzen des Verdampferkörpers zersetzt und komplett, d.h. annähernd rückstandslos, verdampft. Wie oben beschrieben kann dem Klebemittel zudem Zinn beigemischt sein.

Die zweite Schicht des Erstbenetzungshilfsmaterials gemäß der dritten Ausführungsform der Erfindung weist Aluminium in Form einer Folie oder eines Aluminiumblechs aus einer Aluminiumlegierung auf, welche neben dem Aluminium ein Benetzungsmittel als Legierungsbestandteil aufweist, wobei die Aluminium-Benetzungsmittel-Legierung 90-97 Gew.% metallisches Aluminium, inklusive Verunreinigungen, und 3-10 Gew.% Benetzungsmittel aufweist. Das Benetzungsmittel ist vorzugsweise Titan, welches dem Aluminium zulegiert ist, jedoch kann dem Aluminium auch ein anderes
Benetzungsmittel, z.B. Zirkonium, zulegiert sein. Ferner kann dem Aluminium auch Zinn als weiterer
Legierungsbestandteil zulegiert sein.

Der mit dem Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der dritten Ausführungsform der Erfindung ausgestattete Verdampferkörper wird in einer Metallisierungsanlage unter Hochvakuum vorzugsweise widerstandsbeheizt auf eine Temperatur von ca. 1450-16000C gebracht. Der Aufheizvorgang und das Ergebnis sind entsprechend der Beschreibung der ersten Ausführungs-form der Erfindung.

Alternativ kann gemäß einer vierten, nicht dargestellten Ausbildungsform der Erfindung ein Materialstück, z.B. ein Drahtmaterialstück, ein Materialwürfel oder linsenförmig gepresstes Material, aus einer Aluminiumlegierung, welche neben Aluminium ein Benetzungsmittel als Legierungs-bestandteil enthält, vorgesehen sein und entweder mittels einer Haft- bzw. Klebemittel-Schicht auf die Verdampfer-fläche des Verdampferkörpers aufgeklebt sein und/oder in eine an der Oberfläche des Verdampferkörpers ausgebildete Kavität hinein eingebracht sein. Dabei ist das Material-stück vorzugsweise derart ausgebildet und auf die
Verdampferfläche aufgebracht, dass es einen möglichst großen Teil der Verdampferfläche abdeckt. Ferner kann dem Aluminium auch Zinn als weiterer Legierungsbestandteil zulegiert sein.

Fig. 5 und Fig. 6 zeigen eine fünfte Ausführungsform der Erfindung mit einem Verdampferkörper l1. Hinsichtlich der Abmessungen und seiner Zusammensetzung entspricht der
Verdampferkörper I1 dem zuvor beschriebenen Verdampferkörper 1, jedoch weist der Verdampferkörper 1' an seiner die Verdampferfläche bildenden Oberfläche eine Kavität 3 auf. Die Kavität 3 hat z.B. eine Länge von ca. 100 mm, eine Breite von ca. 26 mm und eine Höhe von ca. 1 mm. Die
Kavität 3 in Fig. 5 und Fig. 6 weist einen rechteckigen Querschnitt auf, jedoch kann die Kavität 3 auch eine andere Querschnittsform, z.B. einen kreisrunden Querschnitt aufweisen. Ebenso können die Begrenzungsflächen der Kavität 3, hier jeweils als ebene und senkrechte Begrenzungsfläche dargestellt, als geneigte oder gekrümmte Begrenzungsflächen ausgebildet sein, so dass Rückstande in der Kavität bzw. von dem Verdampferkörper problemlos entfernt werden können.

Gemäß der fünften Ausführungsform der Erfindung wird das Erstbenetzungshilfsmaterial in Form einer Suspension 2 ' ' bereitgestellt, vorzugsweise in Form einer 1500C heißen Wachssuspension, welche in die Kavität 3 des Verdampfer-körpers 1' hinein gefüllt wird, wobei ein pulverförmiges Gemisch aus Aluminium und einem Benetzungsmittel in der Suspension 21 1 enthalten sind. Die Suspension 2'1 enthält z.B. 95-105 g, vorzugsweise 100 g, Paraffin-Stearat-Wachs als eine organische Matrix (z.B. Wachs oder Kleber), in welches zwischen 1,5 und 2,5 g, vorzugsweise 2,0 g, Titan und/oder Titandiboridpulver mit einer maximalen Korngröße von 0,01-0,02 mm, vorzugsweise 0,015 mm, und 10-20 g, vorzugsweise 15 g Aluminiumpulver mit einer maximalen
Korngröße von 0,4-0,6 mm, vorzugsweise 0,5 mm eingerührt werden, vorzugsweise bei einer Temperatur von 15O0C, so dass das Gemisch aus Benetzungsmittel und Aluminium in der Suspension 21 1 fein verteilt ist bzw. in der organischen Matrix eingebunden ist. Vorzugsweise ist der Suspension 21 1 zudem Zinn beigemischt.

Der Verdampferkörper I1 wird wie oben beschrieben in einer Metallisierungsanlage auf eine Temperatur von 1450-16000C erhitzt. Zu Beginn des AufheizVorgangs verdampft die organische Matrix, hier das Wachs, und das Gemisch aus Benetzungsmittel und Aluminium und gegebenenfalls Zinn bleibt in der Kavität 3 des Verdampferkörpers I1 zurück. Die weiteren Vorgänge während des AufheizVorgangs und das Ergebnis davon entsprechen dem für die erste Ausführungs-form der Erfindung beschriebenen AufheizVorgang.

Gemäß einer sechsten, nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung wird eine Suspension aus Glykol, organischem Klebstoff, Titan/Titandiboridpulver und Aluminiumpulver mit einer Schichtdicke von 0,01-2 mm, insbesondere 0,1-0,2 mm, als ein Erstbenetzungshilfsmaterial auf die Verdampferfläche des Verdampferkörpers aufgetragen. Der Verdampferkörper entspricht vorzugsweise dem in der ersten
Ausführungsform der Erfindung verwendeten Verdampferkörper, er kann jedoch auch eine Kavität gemäß dem Verdampferkörper I1 aufweisen. 100 g Suspension enthalten 50 g Aluminiumpulver (d90<0,05 mm), 7 g Titan/Titandiboridpulver (d90<13 mm) , 5 g Zucker und 38 g Glykol. Vorzugsweise ist in der Suspension zudem Zinnpulver enthalten.

Somit kann das Erstbenetzungshilfsmaterial gemäß der sechsten Ausführungsform der Erfindung mittels einfachen AufStreichens auf dem Verdampferkörper aufgebracht werden. Alternativ kann die Suspension in die an der Verdampferfläche des Verdampferkörpers ausgebildete Kavität hinein eingebracht werden.

Fig. 7 zeigt eine siebte Ausführungsform der Erfindung, gemäß welcher das Aluminium des Erstbenetzungshilfs-materials in Form eines Aluminiumstücks vorgesehen ist, insbesondere in Form eines Aluminiumbandstücks 4 oder eines Aluminiumdrahtstücks 4 ' , welche vorzugsweise meanderförmig gebogen sind, wobei das Aluminiumstück neben Aluminium noch das Benetzungsmittel als Bestandteil aufweist, wobei das Benetzungsmittel ein nicht mit Aluminium legierbares
Material ist. Ferner kann dem Aluminium Zinn als Legierungsbestandteil zulegiert sein. Das Benetzungsmittel, z.B. Titandiboridpulver, wird dem Aluminiumstück zugemischt, welches, wie in Fig. 7 gezeigt, einfach lose auf die
Verdampferfläche des Verdampferkörpers 1 aufgelegt wird oder zum besseren Halt in eine an der Verdampferfläche des Verdampferkörpers 1 ausgebildete Kavität hinein gelegt werden kann. Alternativ kann das Gemisch aus Aluminiumstück und Benetzungsmittel mittels eines Klebers, dem
vorzugsweise Zinn beigemischt ist, auf die Verdampferfläche des Verdampferkörpers 1 aufgeklebt werden. Auch hier ist das Aluminiumstück vorzugsweise derart auf der
Verdampferfläche aufgebracht, dass es einen möglichst großen Teil der Verdampferfläche einnimmt bzw. abdeckt, jedoch kann die Verdampferfläche des Verdampferkörpers mit dieser Ausführungsform der Erfindung im Gegensatz zu denjenigen Ausführungsformen, in welchen das
Erstbenetzungshilfsmaterial als Haftetikett oder Suspension auf die Verdampferfläche aufgebracht ist, nicht vollständig mit dem Erstbenetzungshilfsmaterial bedeckt werden.

Für die oben beschriebenen Ausführungsformen 2 bis 7 gilt, dass das Erstbenetzungshilfsmaterial mittels einer Haftbzw. Klebemittel-Schicht auf der Verdampferfläche des
Verdampferkörpers aufgebracht sein kann und/oder in eine an der Oberfläche des Verdampfers ausgebildete Kavität
eingebracht sein kann. Des Weiteren ist die Wahl des
Benetzungsmittels nicht auf Titandiborid und Titan
beschränkt. Metalllegierungen, welche Zirkonium und/oder Molybdän und/oder Titan enthalten, Zirkonium,
Zirkoniumdiborid, Titandisilizid, Molybdän, Zirkonium- disilizid, Molybdändisilizid, Ferrosiliziumdititanat
(FeSiTi2) sind weitere Benetzungsmittel, die eingesetzt werden können. Generell gilt, dass das Benetzungsmittel mindestens 30 Gew.%, vorzugsweise 40 Gew%, Zirkonium, Molybdän, Titan oder eine Kombination davon als
Materialkomponente enthält . Die genannten Komponenten können elementar, als Metalllegierung oder in gebundener Form, wie z.B. als Borid oder Silizid, vorliegen. Zudem können die Komponenten als Nitride, Carbonate oder
Carbonitride vorliegen. Oxide der Metalle sind nicht geeignet. Dabei gilt, dass die Verbindungen in der Lage sind unter den in der Metallisierungsanlage gegebenen
Aufheizbedingungen im Kontakt mit flüssigem Aluminium freies Titanmetall/Molybdänmetall/Zirkoniummetall bilden. Wenn als Pulver eingesetzt, wird das Benetzungsmittel generell mit einer Korngröße von 0-0,2 mm bereitgestellt. Die Aluminiumquelle kann eine Aluminiumfolie bzw. ein
Aluminiumblech mit einer Dicke von 0,01-4 mm, vorzugsweise eine 0,01 bis 0,1 mm dicke Aluminiumfolie oder ein 0,2-0,3 mm dickes Aluminiumblech, Aluminiumpulver mit einer
Korngröße kleiner gleich 0,5 mm oder ein Aluminiumstück sein. Die eingesetzte, auf die Verdampferfläche des
Verdampferkörpers bezogene Masse an Benetzungsmittel beträgt 0,3 bis 400 mg/cm2verdampferfläche/ vorzugsweise 1 bis 6 mg/cm2verdampferfläche, und die des Aluminiums beträgt 0,1 bis 100 mg/cm2verdampferfläche, vorzugsweise 10 bis 60
mg/ Cm Verdampferfläche-

Zudem kann das erfindungsgemäße Erstbenetzungshilfsmaterial vorteilhaft als Informationsträger herangezogen werden, wobei z.B. Eigenschaften, Kennzeichnungen oder auch Werbung und Marken auf dem Erstbenetzungshilfsmaterial angebracht werden können. Dies kommt vor allem in denjenigen
Ausführungsformen zur Geltung, in denen die oberste Schicht des Erstbenetzungshilfsmaterials eine Aluminiumfolie/ein Aluminiumblech ist, welche/welches bedruckt oder geprägt ist. Liegt ein in Wachs dispergiertes Pulvergemisch aus Aluminium und Benetzungsmittel vor, so kann das Wachs geprägt werden.