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1. WO2006094546 - DISPLAY DEVICE FOR A MOTOR VEHICLE

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Anzeigeeinrichtung für ein Kraftfahrzeug

Die Erfindung betrifft eine Anzeigeeinrichtung für ein Kraftfahrzeug, insbesondere in Form eines Kombinationsinstrumentes, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Anzeigeeinrichtungen bzw. Kombinationsinstrumente für Kraftfahrzeuge sind in vielfältiger Form bekannt. Derzeitige Standardanzeigeeinrichtungen sind Kombiinstrumente mit beispielsweise physikalischen Rundinstrumenten und einem oder mehreren TFT-Displays zur Darstellung weiterer Informationen, die im Sichtbereich des Fahrers im Armaturenbrett angeordnet sind. Zwischen dem Fahrer und dem im Armaturenbrett angeordneten Kombiinstrument ist das mittlerweile im allgemeinen höhenverstellbare Lenkrad angeordnet, so dass der Fahrer durch den Lenkradkranz hindurch auf das Kombiinstrument blickt. Bedingt durch unterschiedliche Fahrergrößen und daraus resultierenden Sitzabständen sind unter Umständen Teile des Kombinationsinstruments für kleine oder große Fahrer nicht einsehbar.

Um dieses Problem zu überwinden, wird in der DE 37 26 938 A1 ein Instrumentenblock für eine Armaturentafel vorgeschlagen, der eine im wesentlichen planare Anzeigefläche aufweist, wobei der Instrumentenblock in einem Aufnahmeschacht einer Armaturentafel vertieft angeordnet und durch eine Schwenklagerung um eine horizontale Achse sowohl neigungsverstellbar als auch höhenverstellbar ist. Dadurch kann die Anzeigefläche auch von einem großwüchsigen Fahrer ganzflächig abgelesen werden.

Weiterhin zeigt die DE 197 44 382 A1 eine Multifunktionsanzeige für ein Kraftfahrzeug, bei der diejenigen Bereiche der Anzeige, die vom Lenkradkranz verdeckt sind, als Funktion der Fahrergröße und der Lenkradstellung nicht angesteuert werden.

Nun ist aus der zum Anmeldezeitpunkt unveröffentlichten Anmeldung DE 10 2004 054 769 ist eine im Armaturenbrett angeordnete Anzeigevorrichtung für Kraftfahrzeuge bekannt, die einen gegenüber der Blickrichtung des Fahrers gekippten, halbdurchlässigen Spiegel aufweist, wobei in die Richtung hinter dem Spiegel ein Display und unterhalb des Spiegels auf der Spiegelseite physikalische Rundinstrumente angeordnet sind. Durch die Überlagerung des Displaybildes in Durchblickrichtung sowie die Einspiegelung der Rundinstrumente in Blickrichtung des Fahrers wird ein gemeinsames Anzeigebild erzeugt. Ein derartiges System wird auch als Spiegel-Kombinationsinstrument bezeichnet. Die oben genannten Maßnahmen zur Anpassung des Anzeigebildes an große oder kleine Fahrer lassen sich bei dieser gattungsgemäßen Anzeigevorrichtung nicht durchführen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, dass Anzeigebild einer gattungsgemäßen Spiegel-Kombinationsinstrument an die Fahrergröße anzupassen.

Diese Aufgabe der Erfindung wird durch eine Anzeigeeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Anzeigeeinrichtung für ein Kraftfahrzeug, die insbesondere als Spiegel-Kombinationsinstrument realisiert ist, erzeugt in Blickrichtung des Fahrers ein Anzeigebild, und umfasst einen gegenüber der Blickrichtung des Fahrers geneigten halbdurchlässigen Spiegel, ein Display und mindestens ein physikalisches Instrument, wobei der Display und das mindestens eine physikalische Instrument relativ zum Spiegel so angeordnet sind, dass eines in Durchsichtrichtung hinter dem Spiegel und das jeweils andere vor dem Spiegel angeordnet ist, so dass durch Verlagerung von Durchsichtrichtung und Spiegelrichtung ein Anzeigebild von Display und dem mindestens einem physikalischen Instrument erzeugt wird, und wobei der halbdurchlässige Spiegel mittels einer Stelleinrichtung verstellbar ist. Vorzugsweise ist der Spiegel mittels der Stelleinrichtung hinsichtlich seiner Neigung verstellbar, d.h., hinsichtlich des Winkels des Spiegels zur Fahrerblickrichtung. Weiter bevorzugt ist der Spiegel in bzw. entgegengesetzt zur Fahrerblickrichtung verschiebbar, insbesondere kann der Spiegel auch senkrecht zur Fahrerblickrichtung verschiebbar sein.

Vorzugsweise ist das Display, welches insbesondere ein TFT-Display ist, in Durchblickrichtung des Spiegels hinter diesem angeordnet, und die physikalischen Instrumente bzw. das mindestens eine physikalische Instrument ist vor dem Spiegel angeordnet, so dass es in Blickrichtung des Fahrers eingespiegelt wird. Weiter bevorzugt ist das mindestens eine physikalische Instrument unterhalb des Spiegels angeordnet. Das mindestens eine physikalische Instrument ist insbesondere ein Rundinstrument, beispielsweise für Geschwindigkeit oder Drehzahl, und es sind insbesondere zwei Rundinstrumente, nämlich eines für die Geschwindigkeit und eines für die Drehzahl unterhalb des Spiegels angeordnet.

Vorzugsweise wird die Verstellung des Spiegels und die Einstellung des Displays miteinander synchronisiert. Dabei wird die Einstellung des Displays vorzugsweise durch elektrische Einstellung vorgenommen, insbesondere kann die Größe des auf dem Display dargestellten Bildes verändert werden.

Vorzugsweise werden die untere und die obere Grenze des für den Fahrer sichtbaren Bereichs durch die Verstellung des Spiegels und die damit einhergehende Synchronisation des Displays verändert.

Zur Veränderung des Neigungswinkels und/oder der Position des Spiegels weist dessen Stelleinrichtung vorzugsweise mindestens einen Stellmotor für eine automatische bzw. elektrische Verstellung und/oder mindestens eine Spindel für eine manuelle Verstellung auf. Die Verstellung des Spiegels sowie die Synchronisation des Displays kann automatisch als Funktion der Sitzstellung und der Lenkradstellung erfolgen. Die Verstellung kann auch vom Fahrer vorgenommen werden. Vorzugsweise ist die Verstellung des Spiegels an den vor der Anzeigeeinrichtung liegenden Lenkradkranz angepasst. Dadurch wird erreicht, dass keine wesentliche Information durch den Lenkradkranz für den Fahrer verloren geht.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren erläutert.

Fig. 1 zeigt ein gattungsgemäßes Spiegelkombiinstrument in schematischer Darstellung ohne Verstellmöglichkeit, und

Fig. 2 zeigt ein Spiegelkombiinstrument in schematischer Darstellung mit der Möglichkeit der Verstellung des Spiegels.

Fig. 1 zeigt ein Spiegelkombiinstrument 1 ohne Verstellmöglichkeit in schematischer Querschnittsdarstellung, wobei das Spiegelkombiinstrument in einem nicht dargestellten Armaturenbrett angeordnet ist. Das Spiegelkombiinstrument 1 umfasst einen halbdurchlässigen Spiegel 2, ein in Durchsichtrichtung hinter den Spiegel 2 angeordnetes Display 3 sowie mindestens ein unterhalb des Spiegels, jedoch vor diesem angeordnetes Rundinstrumeπt 4. Ferner ist die Blickrichtung 5 des Fahrers dargestellt. Für den durch den Sichtstrahl 7 definierten Auslegungsbereich, wobei der Sichtstrahl 7 die äußere Grenze bildet, ist das Rundinstrument 4 voll sichtbar. Für Augenpunkte oberhalb des Auslegungsbereiches, welche durch den Sichtstrahl 8 dargestellt sind, ist ein Teil des Rundinstruments durch den Lenkradkranz verdeckt. Mit anderen Worten für bestimmte Personengrößen ist der Darstellungsbereich des Spiegelkombiinstruments 1 nicht komplett sichtbar. Um für ein Kraftfahrzeug einen vorgegebenen Auslegungsbereich zu haben, muss daher das Spiegelkombiinstrument ohne Verstellmöglichkeit so weit verkleinert werden, bis die in den Auslegungsbereich fallenden Personen das gesamte Kombiinstrument 1 sehen können.

Fig. 2 zeigt ein verstellbares Spiegelkombiinstrument gemäß der Erfindung in schematischer Querschnittsdarstellung. Das verstellbare Spiegelkombiinstrument 1 umfasst ebenfalls einen halbdurchlässigen Spiegel 2, hinter dem ein Display 3 und unterhalb dem mindestens ein Rundinstrument 4 angeordnet ist. Hier lässt sich der halbdurchlässige Spiegel 2 mittels einer nicht dargestellten Verstelleinheit winkel- und positionsmäßig verstellen, was durch die Position A und B symbolisiert wird. Ferner ist auch hier die Blickrichtung 5 des Fahrers dargestellt. Position A zeigt die Stellung des Spiegels 2 bei einem Sichtstrahl 8 oberhalb des Auslegungsbereichs. Wie in Fig. 1 symbolisiert der Teilstrahl 8A, dass der obere Teil des Kombiinstruments nicht sichtbar ist. Nach der Verstellung des Spiegels 2 in die Position B erreicht der Sichtstrahl 8B den oberen Bereich des Rundinstruments und bleibt damit sichtbar. Die Anpassung der oberen und unteren Bildschirmgrenzen des Displays 3, der insbesondere als TFT-Display ausgelegt ist, wird durch elektrische Einstellung am Bildschirm erzeugt. Mit anderen Worten die Größe des auf dem Bildschirm 3 dargestellten Bildes kann mit der Verstellung des Spiegels einhergehen, so dass das Bild des Rundinstrumentes sowie die Position des in das Gesamtbild eingestellte gespiegelte Rundinstrument in dem Bild des Bildschirms erhalten bleibt. Eine untere Grenze kann mit einer zweiten Verstellmöglichkeit des verstellbaren Spiegels 2 realisiert werden, was nicht dargestellt ist, da dies analog zur Anpassung der oberen Grenze verläuft.

BEZUGSZEICHENLISTE

1 Spiegelkombiinstrument
2 halbdurchlässiger Spiegel
3 Display
4 Rundinstrument
5 Fahrerblickrichtung
6 Lenkradkranz
7 Sichtstrahl
8 Sichtstrahl
8A Sichtstrahl Position A
8B Sichtstrahl Position B
A erste Position des Spiegels
B zweite Position des Spiegels