Processing

Please wait...

Settings

Settings

Goto Application

1. WO2005008007 - LOCKING DEVICE

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Arretiervorrichtung

Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von einer Arretiervorrichtung für eine Fahrzeugtüre nach der Gattung des Hauptanspruchs. Es sind schon Fahrzeugtüren bekannt, die neben einer stabilen Position in geschlossenem Zustand ein oder zwei OfEhungspositionen aufweisen, in denen sie relativ stabil verbleiben. Werden die Türen nicht genau in diese stabile Öflhungspositionen gebracht, klappen sie entweder weiter auf oder fallen zu. Auch wenn die Türen in eine stabile Position gebracht werden, so kann eine Fahrzeugneigung längs oder quer zu einer Fahrzeuglängsachse dazu führen, dass sich die Türen unbeabsichtigt über den gewünschten und einmal eingestellten Öffhungswinkel hinaus öffnen oder sich wieder schließen. Ein Einsteigen in das Fahrzeug oder ein Aussteigen aus dem Fahrzeug wird durch eine derart zuklappende Türen behindert oder es kann dadurch sogar zu Verletzungen von ein- oder aussteigenden Personen kommen. Darüber hinaus können unbeabsichtigt aufklappende Türen benachbarte Fahrzeuge oder andere Gegenstände beschädigen. Lange Heckklappen, die geöffnet über die Fahrzeughöhe hinausragen, können insbesondere in niedrigen Parkgaragen ebenfalls beschädigt werden. Ferner ist es bekannt, die Türen eines Kraftfahrzeugs gegen unbeabsichtigtes Öffnen insbesondere durch Kinder während der Fahrt zu sichern. Eine derartige Kindersicherung wird gegenwärtig mechanisch fest eingestellt. Ist die Einstellung unterblieben, so fehlt es während der Fahrt gänzlich an einer Sicherung gegen ein Öffnen. Darüber hinaus ist es bekannt, Fahrzeugtüren durch einzelne Schlösser oder gegebenenfalls eine
Zentralverriegelung gegen ein unberechtigtes oder unbeabsichtigtes Öffnen zu sichern. Ist der Schließmechanismus des Schlosses jedoch außer Funktion gesetzt, z.B. bei einem aufgebrochenen Fahrzeug, ist eine weitere Sicherung nicht möglich. Darüber hinaus kann es insbesondere dann zu Verletzungen kommen, wenn bei einem Schließen einer Fahrzeugtüre sich Personen oder z.B. eine Hand in einem Türöffhungsbereich befindet, insbesondere in der Türfalz.

Aus der DE 105 33 804 AI ist eine Fahrzeugtür mit einer hilfskraftbetätigten
Feststellvorrichtung bekannt. Hierbei wird bei einem Fahrzeug mit einer schwenkbaren Tür, welche eine hilfskraftbetätigte Feststellvorrichtung zur Begrenzung des
TüröfÄimgswinkels aufweist, durch einen am Türrand befestigten Sensor ein Abstand zu einem Hindernis überwacht. Bei einem vorbestimmten Abstand zu einem Hindernis löst eine Feststellvorrichtung im Sinne einer Blockierung der weiteren Türöfihungsbewegung verzögerungsfrei aus, so dass eine weitere Vergrößerung des Türöffiiungswinkels unterbunden wird. Eine Vergrößerung des Abstandes oder anders ausgedrückt, eine Bewegung der Tür in Schließrichtung hebt die Arretierung wieder auf. Der Sensor ist zu einer berührungsfreien Messung ausgelegt.

Aus der DE 199 15753 AI ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Begrenzung des Öffhungswinkels einer schwenkbaren Fahrzeugture bekannt. Zum Schutz vor
Beschädigungen beim Ein- oder Aussteigen des Fahrers oder der Passagiere wird mit Hilfe elektronischer Messtechnik der Abstand der Türe oder der Türkante von einem Hindernis, z.B. einem geparkten Fahrzeug, ermittelt und zur selbsttätigen Begrenzung der

Türbewegung in Abhängigkeit von dem gebotenen Abstand oder Sicherheitsabstand der Türe oder Türkante von dem Hindernis ausgewertet. In einem Sonderfall kann es genügen, die Begrenzung der Türbewegung nur kurzzeitig aufrecht zu erhalten, z.B. nur solange, bis der Aussteigende auf das Hindernis aufmerksam wird. Hierbei wird das Erkennen des Hindernisses oder das Ansteuern des Aktuators zusätzlich signalisiert, z.B. durch Aufleuchten der Fahrzeuglampen oder einer Warnlampe, bzw. durch ein akustisches Signal.

Aus der DE 41 19 579 AI ist eine Vorrichtung zum Erfassen von Gegenständen im nicht direkt einsehbaren Sichtfeld eines Fahrzeugs bekannt. Hierbei wird eine Türbremse bei

Annäherung eines Gegenstandes an das Kraftfahrzeug aktiviert.

Vorteile der Erfindung

Die erfindungsgemäße Arretiervorrichtnng mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche hat demgegenüber den Vorteil, dass ein Widerstand zum Öffnen und/oder zum Schließen der Fahrzeugtüre in Abhängigkeit von den Daten eines Sensors zur

Überwachung der Fahrzeugumgebung, des Fahrzeugzustands und/oder des Türraums gewählt wird. Im Gegensatz zu einer bloßen Begrenzung einer Türbewegung kann hiermit eine dynamische Adaption des Widerstands erreicht werden. Im Gegensatz zu einer abrupten Begrenzung eines Öffhungswinkels wird ein Abprallen der Türe an einem Begrenzungspunkt eines Öffhungswinkels vermieden. Zudem kann ein Benutzer durch eine adaptive Anpassung des Öfihungswiderstands flexibel auf die Hindernisse reagieren und die Türe entsprechend öffnen bzw. schließen, selbst wenn er ein Hindernis einmal übersehen haben sollte. Indem sowohl ein Schließen, als auch ein Öffnen der Türe bezüglich des jeweiligen Widerstands angepasst wird, kann nicht nur auf Hindemisse bei einem Öffnen, sondern auch auf Hindemisse bei einem Schließen der Fahrzeugtüre durch die erfϊndungsgemäße Arretiervorrichtung reagiert werden.

Femer ist es vorteilhaft, gegebenenfalls die Fahrzeugture in Abhängigkeil von den Sensordaten vollständig zu arretieren, um einerseits ein Abprallen der Türe an einem künstlich geschaffenen Begrenzungspunkt zu vermeiden und andererseits eine
Türsicherung bzw. Türarretierung zusätzlich zu andern Sicherungen bereitzustellen.

Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte
Weiterbildungen und Verbesserungen der in den Ansprüchen 1 und 2 angegebenen Arretiervorrichtung möglich. Besonders vorteilhaft ist, dass die Fahrzeugtüre dann arretiert wird, wenn bei einer geöffneten Fahrzeugtüre ein Hindernis im Türraum, insbesondere in der Türfalz erfasst wird. Hierdurch wird vermieden, dass bei einem Zuschlagen der Türe, z.B. Hände, Finger oder Gegenstände in der Türfalz eingeklemmt werden können. Ein Abprallen der Türe, z.B. bei einem plötzlichen Zuschlagen, wird durch die Arretierung ebenfalls vermieden.

Femer ist es vorteilhaft, die Türe in geschlossenem Zustand zu arretieren, wenn eine Fahrzeugbewegung und/oder ein Laufen eines Fahrzeugmolors erfassl wird. Zusätzlich zu einer mechanischen Sicherung steht durch die erfindungsgemäße Arretiervorrichtung ein weiteres Mittel zur Sicherung der Türe gegen unbeabsichtigtes Öffnen zur Verfügung.

Es ist ferner vorteilhaft, die Fahrzeugture in einem geschlossenen Zustand dann zu arretieren, wenn eine Alarmanlage des Fahrzeugs aktiviert ist. Hierdurch kann zusätzlich zu der mechanischen Sicherung durch ein Schloss die Türe durch die Arretiervorrichtung gesichert werden. Das Aufbrechen eines Schlosses bzw. das Einschlagen der Scheibe ist dann nicht ausreichend, um die Fahrzeugtüre zu öffnen.

Es ist ferner vorteilhaft, die Bewegung der Fahrzeugtüre in offenem Zustand zumindest zu erschweren, wenn eine Neigung des Fahrzeugs erfasst wird. Hierdurch kann ein unbeabsichtigtes Zu- oder Aufklappen der Fahrzeugtüren vermieden werden. Somit können hierdurch bedingte Verletzungen und Sachschäden am eigenen Fahrzeug, am fremden Fahrzeug oder an anderen Objekten verhindert werden. Ein Ein- oder Ausstieg aus dem Fahrzeug wird damit bei einer Neigung des Fahrzeugs komfortabler, da es nicht erforderlich ist, durch den Ein- bzw. Aussteigenden zusätzlich die Fahrzeugture zu halten, da eine adaptive Anpassung einer Türarretierung in einer geeigneten Öffhungsposition bereits durch die erfindungsgemäße Arretiervorrichtung vorgenommen wird.

Es ist ferner vorteilhaft ein Slellelemenl, das auf die Fahrzeugture wirkt, als ein elektromechanisches, elektropneumatisches oder elektrohydraulisches Stellelement auszuführen. Durch diese Stellelemente kann eine Bewegung der Fahrzeugtüre sowohl verhindert, als auch gedämpft oder gegebenenfalls sogar unterstützt werden.

Weiterhin ist vorteilhaft, an der Fahrzeugtüre ein Bedienelement zur Aufhebung der von der Arretiervorrichtung erwirkten Arretierung der Fahrzeugtüre vorzusehen. Hierdurch kann auf einfache Weise eine entsprechende Arretierung der Fahrzeugtüre aufgehoben werden, wobei sichergestellt ist, dass dies nicht durch zufälligen Druck auf die Türe, sondern nur mit Wissen des Benutzers erfolgt.

Femer ist vorteilhaft, bei einem Unfall eine mögliche Arretierung der Fahrzeugtüren vollständig aufzuheben, um den Passagieren des Fahrzeugs ein möglichst zügiges

Aussteigen aus dem Fahrzeug zu ermöglichen.

Zeichnung

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 eine erfindungsgemäße Arretiervorrichtung an einer Fahrzeugtüre,
Figur 2 einen schematischen Aufbau einer erfindungsgemäßen Arretiervorrichtung mit daran angeschlossenen Sensoren.

Beschreibung des Ausfuhrungsbeispiels

Die erfindungsgemäße Arretiervorrichtung kann für beliebige Fahrzeuge verwendet werden. Insbesondere ist sie vorteilhaft für Personenkraftfahrzeuge verwendbar, bei denen oftmals ein recht zügiges Ein- und Aussteigen aus dem Fahrzeug gewünscht wird. Im Folgenden ist die erfindungsgemäße Arretiervorrichtung am Beispiel einer
Verwendung in einem Kraftfahrzeug erläutert.

In der Figur 1 ist eine Seitenansicht auf eine Fahrzeugtüre 1 in einem Kraftfahrzeug 2 dargestellt. Die Fahrzeugtüre 1 deckt eine Öffnung in einer Fahrzeugkarosserie 3 des Kraftfahrzeugs 2 ab und ermöglicht in geöffnetem Zustand, dass der Fahrer in das Fahrzeug einsteigen bzw. aus dem Fahrzeug aussteigen kann. Die Fahrzeugture 1 ist an einer Drehachse 4 beweglich gelagert und verriegelt über nicht gezeigte
Befestigungselemente in geschlossenem Zustand in der Fahrzeugkarosserie 3. Ein Öffnen der Fahrzeugtüre 1 aus dem Verriegelungszustand erfolgt über einen Türgriff 5. Bei einer Betätigung des Türgriffs 5 werden die Befestigungselemente so gelöst, dass die Fahrzeugtüre 1 geöffnet werden kann. In einer bevorzugten Ausführungsform ist an oder neben dem Türgriff 5 ein Türschloss 6 angeordnet, dass eine Betätigung des Türgriffs in verschlossenem Zustand sperrt. In der Figur 1 ist lediglich ein außenliegender Türgriff 5 dargestellt. Entsprechend dem außenliegenden Türgriff kann auch eine Überwachung einer Betätigung eines innenliegenden Türgriffs erfolgen.

In dem Fahrzeug ist eine Steuereinheit 7 für die Regelung der erfindungsgemäßen Arretiervorrichtung angeordnet. Die Steuereinheit 7 wirkt in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel auf eine erste motorische Einheil 11 und eine zweite motorische Einheit 12. Die erste motorische Einheit 11 dient dazu, die Fahrzeugtüre in ihrer momentanen Position unmittelbar zu verriegeln. In einer bevorzugten Ausfuhrungsform wirkt durch die erste motorische Einheit ein nicht dargestelltes Sperrelement auf die Drehachse 4, so dass die Sperrung durch die erste motorische Einheit 11 ohne eine Leistungsaufnahme während der Sperrung erfolgen kann. Die zweite motorische Einheit 12 dient dazu, eine Kraft auf die Drehachse auszuüben, durch die sich ein Widerstand gegen eine Bewegung der Türe erhöht, bzw. mit der die Türe selbst bewegt werden kann.

Bei der Öffnung der Türen werden die motorischen Einheiten 11, 12 so angesteuert, dass sich die Fahrzeugtüre 1 z.B. bei einer Berührung eines in der Zeichnung nicht dargestellten innenliegenden Türöffhers nur so weit öffnen lässt, dass ein nahegelegenes Objekt von ihr gerade nicht berührt wird. Erfindungsgemäß erfolgt hierbei die
Begrenzung der Türöffhung über die Erhöhung eines Öffnungswiderstandes. Unter einer Erhöhung des Widerstandes ist dabei zu verstehen, dass mittels der zweiten motorischen Einheit eine Kraft auf die Drehachse 4 und damit auf die Fahrzeugture übertragen wird, die einer Betätigungskraft eines Benutzers, der die Türe öffnen oder schließen will, entgegenwirkt. Zusätzlich zu der Trägheit der Türmasse und des Reibungswiderstands im

Türlager muss nun auch diese Gegenkraft überwunden werden, um die Fahrzeugture zu bewegen. Der Benutzer kann die Türe nun dennoch öffnen bzw. schließen, muss hierfür jedoch gegenüber einer Türbewegung ohne zusätzlichen Widerstand eine größere Kraft aufwenden. Diese größere Kraft ist für den Benutzer unmittelbar erfühlbar, so dass der Benutzer hierdurch darauf hingewiesen wird, dass sich möglicherweise ein Hindernis im

Öflhungsbereich der Fahrzeugtüre 1 befindet. Zudem wird durch den erhöhten
Widerstand eine mit üblichem Krafteinsatz begonnene Türöffhung gebremst. Der Widerstand kann bei einem Hindernis im Türöffhungsbereich auf einen kontinuierlichen Wert eingestellt werden. Es ist jedoch auch möglich, den Widerstand mit der Annäherung an ein Hindernis ggf. bis zu einer Sperrung der Fahrzeugtüre zu erhöhen.

fti einem weiteren Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, die erste und die zweite motorische Einheit 11, 12 in einer Stelleinheil zusammen zu fassen. In einer weiteren Ausfuhrungsform kann durch die zweite motorische Einheit 12 die Türe auch automatisch geöffnet oder geschlossen werden. In einer weiteren Ausführungsform ist es möglich, dass ein Öffnen und/oder ein Schließen der Fahrzeugture 1 motorisch unterstützt wird. Wird also die Fahrzeugtüre manuell geöffnet oder geschlossen, so wird diese Bewegung durch die zweite motorische Einheit unterstütz, indem eine Kraft in die jeweilige Bewegungsrichtung wirkt. Hierdurch wird ein Kraftaufwand für eine manuelle Bewegung verringert.

An der Fahrzeugtüre 1 (oder an einer anderen dafür geeigneten Stelle) sind ein oder mehrere Abstandssensoren 8 angeordnet, die einen Abstand der Kante der Fahrzeugtüre zu möglichen Hindernissen in der Umgebung des Kraftfahrzeugs 2 bestimmen. Der Abstandssensor 8 ist in einer bevorzugten Ausführungsform als ein Ultraschallsensor ausgeführt. Es können jedoch auch andere Sensoren, z.B. Radar- oder Videosensoren, verwendet werden. In einer bevorzugten Ausfuhrungsform wird nicht nur lediglich der Abstand, sondern auch die relative Geschwindigkeit der Fahrzeugtüre zu dem Objekt in der Fahrzeugumgebung zur Bestimmung eines Kollisionsrisikos erfasst.

Im Bereich des Übergangs der Fahrzeugtüre 1 und der Fahrzeugkarosserie 3 sind Sensoren 9 angeordnet, die einen Raum zwischen der Fahrzeugtüre 1 und der
Fahrzeugkarosserie 3 überwachen. Hierzu sind die Sensoren 9 als kapazitive Sensoren, optische Sensoren, z.B. Lichtschranken, und/oder Ultraschallsensoren ausgeführt, die ein Vorhandensein eines Hindernisses in dem Türspalt detektieren. Für den Fall, dass sich bei einer geöffneten Türe Hindernisse insbesondere in der Nähe des Randes der Öffnung für die Fahrzeugtüre 1 befinden, wird von den Sensoren 9 eine Waniinformation an die Steuereinheit 7 übermittelt. Ebenso werden die Daten von dem Abslandssensor 8 an die Steuereinheit 7 übermittelt. Ferner ist ein Sensor vorgesehen, mit dem ein Status des Türgriffs 5 und/oder des Türschlosses 6 an die Steuereinheit 7 übermittelt werden. Somit kann erfasst werden, ob die Tür verschlossen ist bzw. ob ein Benutzer den Türgriff 5 berührt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit der Zeichnung sind in der Figur 1 nur einige der Komponenten angegeben, mit denen eine erfindungsgemäße Arretiervorrichtung verbunden werden kann.

In der Figur 2 ist in einer detaillierten, schematischen Darstellung eine
erfindungsgemäßen Arretiervorrichtung in Verbindung mit einer Vielzahl von Sensoren dargestellt, die alternativ oder auch gemeinsam an die Steuereinheit 7 angeschlossen werden können. Die Steuereinheit 7 weist einen Speicher 14 auf, in dem Grenzwerte für die von den verschiedenen, an die Steuereinheil 7 angeschlossenen Sensoren 9 gemessenen Größen abgelegt sind. Werden diese Grenzwerte überschritten, so erfolgt entsprechend einer gespeicherten Vorschrift eine Ansteuerung der motorischen Einheilen 11, 12. Entsprechend dieser Beeinflussung wird eine Bewegung der Fahrzeugtüre erschwert oder erleichtert bzw. die Fahrzeugtüre wird arretiert oder die Arretierung wird aufgehoben. Insbesondere können in dem Speicher 14 Werte dafür abgelegt sein, wie sich z.B. der Wiederstand, der einer Türbewegung entgegengesetzt wird, verhält, wenn sich die Türkante an ein Hindernis in der Fahrzeugumgebung annähert. Hierbei ist es z.B. vorgesehen, einen steigenden Widerstand gegen eine Bewegung der Türe mit zunehmender Annäherung an das Hindernis vorzusehen. Zudem kann es hierdurch auch ermöglicht werden, bei einem Türschließen eine Dämpfung gegenüber einem Zuschlagen der Fahrzeugtüre vorzusehen, indem bei einer schnell bewegten Türe kurz vor einem Zuschlagen über die motorische Einheit 12 eine Bremskraft auf die Fahrzeugtüre 1 ausgeübt wird. Zur Erfassung der aktuellen Türposilion ist ein Positionssensor 20 vorgesehen, der den jeweils aktuellen Öffhungswinkel der Fahrzeugtüre bestimmt. In Abhängigkeit von diesem ermittelten Öffhungswinkel kann die Steuereinheit 7 eine entsprechende Regelung der motorischen Einheiten 11, 12 vornehmen, z.B. eine Arretierung in einer Öflnungsposition oder ein Bremsen bei einem Zuschlagen. Im Gegensatz zu einer mechanischen Arretierung der Türe kann bei einer motorischen Arretierung die Arretierposition frei gewählt werden.

Femer ist an die Steuereinheit 7 ein Schloss- und/oder Türgriffsensor 21 angeschlossen, mit dem bestimmbar ist, ob die Fahrzeugtüre verschlossen ist und/oder ob der Türgriff 5 betätigt wird. Ist die Türe verschlossen, kann zusätzlich zu der Sicherung durch das Türschloss 6 eine Sicherung durch die motorischen Einheiten 11, 12 veranlasst werden, so dass auch bei einem aufgebrochenen Türschloss eine Öffnung der Fahrzeugtüre nicht möglich ist. Hierdurch ist ein zusätzlicher Diebstahlsschutz gegeben. In einer weiteren Ausfuhrungsform kann bei aufgeschlossener Türe und einer beliebigen Position der Fahrzeugtüre eine Arretierung gelockert oder sogar aufgehoben werden, wenn eine Betätigung des Türgriffes 5 erfasst wird.

Femer ist ein Datenausgang eines Λirbagsteuergeräts 22 zu der Steuereinheit 7 geführt. Löst ein Airbag aus, ist von einem Unfall auszugehen. In diesem Fall hebt die
Steuereinheil 7 eine Türarretierung auf, um ein leichtes Öffnen der Türen zu ermöglichen. In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Steuervorrichtung eine hierfür geeignete Notstromversorgung z.B. in Form geeigneter Kapazitäten auf, die selbst bei einem

Spannungszusammenbruch die für ein Lösen einer Verriegelung notwendige Energie bereitstellen können.

Femer ist die Steuereinheit 7 mit den Sensoren 9 zur Überwachung des Grenzbereichs zwischen der Fahrzeugtüre 1 und der Fahrzeugkarosserie 3, insbesondere zur Überwachung der Türfalz verbunden. Wird bei einer geöffneten Fahrzeugtüre 1 ein Hindernis zwischen der Fahrzeugtüre 1 und der Fahrzeugkarosserie 3 ermittelt, so blockiert die motorische Einheit 11 ein weiteres Schließen der Fahrzeugtüre 1. Wird ein Hindernis mit dem Abstandssensor 8 erfasst, so wird ein weiteres Öffnen der
Fahrzeugtüre durch ein Arretieren der Fahrzeugtüre verhindert bzw. der Widerstand für ein Öffnen der Fahrzeugtüre 1 wird kontinuierlich bis zu einer Arretierung erhöht. Durch ein derartiges dynamisches Anwachsen wird ein Benutzer durch den wachsenden Widerstand vor einem Hindernis gewarnt, ohne dass ihm die sich mit größerem
Widerstand öffnende Türe selbst zum Hindernis wird. Gegebenenfalls können für die Detektion von Hindernissen in der Fahrzeugumgebung noch weitere Sensoren angeordnet sein.

Femer ist die Steuereinheit 7 mit einem Neigungssensor 23 verbunden, der die
Fahrzeugneigung isst. In Abhängigkeit von der Fahrzeugneigung wirken bei geöffneter Fahrzeugtüre entsprechende Gegenkräfte, falls die Türe mit steigendem Hang zu öffnen ist, oder zusätzliche Kräfte, falls die Türe mit abfallendem Hang zu öffnen ist. In Abhängigkeit von der Neigung werden dabei durch die zweite motorische Einheit 12 derartige Kräfte bei einem Öffnen auf die Fahrzeuge ausgeübt, dass sich die
aufzuwendenden Kräfte in einer bevorzugten Ausführungsform ähnlich verhalten, wie bei einem ebenerdig abgestellten Fahrzeug. Insbesondere ist es vorgesehen, dass bei einer geöffneten Fahrzeugtüre und einer entsprechenden Neigung des Fahrzeugs die Türe in dem geöffneten Zustand durch die erste motorische Einheit 11 arretiert wird. Hierdurch kann ein unbeabsichtigtes Zufallen oder Aufklappen der Fahrzeugtüre verhindert werden. Anstelle eines Neigungssensors können auch elektronische Anfahrtshilfen am Berg, die elektrohydraulische Bremse oder eine Fahrdynamikregelung ausgewertet werden, um eine geneigte Position des Fahrzeugs zu ermitteln.

Femer ist die Steuereinheit 7 mit einem Fahrzeugbus 24 verbunden. Über den
Fahrzeugbus 24 ist es z.B. abfragbar, ob sich das Fahrzeug bewegt bzw. ob der Motor läuft. In diesem Fall kann die Fahrzeugtüre 1, wenn sie geschlossen ist, in dem geschlossenen Zustand arretiert werden. Hierdurch ist die Funktion einer ICindersicherung gewährleistet. Die Türe kann in diesem Fall nur von außen geöffnet werden.

Fe er ist die Steuereinheit 7 mit einer Alarmanlage 25 des Fahrzeugs verbunden. Ist die Alarmanlage 25 aktiviert, so ist ein Öffnen der Fahrzeugtüre während der Aktivierung der Alarmanlage 25 unerwünscht. Bevorzugt wird daher die erste motorische Einheit 11 zur Arretierung der Fahrzeugtüre 1 aktiviert. Ebenso ist die Steuereinheit 7 mit einer Zentralverriegelung 26 des Fahrzeugs verbunden, wobei bei einer Verriegelung der Fahrzeugtüren mittels der Zentralverriegelung 26 ebenfalls eine zusätzliche Arretierung mittels der ersten motorischen Einheit 11 erfolgt.

Wird von den Sensoren ein Zustand, der zu einer Beeinflussung einer Öffnung der Fahrzeugtüre bzw. sogar zu einer Arretierung der Fahrzeugtüre gefuhrt hat, nicht mehr erfasst, so wird die Arretierung automatisch aufgehoben. Gegebenenfalls kann in dem Fahrzeug auch ein Bedienelement zur Deaktivierung bzw. Aktivierung der
Arretiervorrichtung vorgesehen sein.

Sollten von mehreren Sensoren zugleich Daten gemeldet werden, nach denen ein höherer Widerstand für ein Öffnen und/oder Schließen der Fahrzeugtüre 1, also ein Bremsen einer Türbewegung, erforderlich ist, so wird stets der höchste Widerstand eingestellt, der sich aus den einzelnen Daten der mehreren Sensoren jeweils ergibt. Steht das Fahrzeug z.B. derart an einem Hang, dass die motorischen Einheiten ggf. sogar bei einem Öffnen die Türbewegung unterstützen sollten, wird aber ein Hindernis im Öffnungsbereich der Türe erfasst, so wird der Widerstand zum Öffnen der Fahrzeugtüre auf das erfasste Hindernis abgestellt. Das Offnen der Türe wird also entsprechend erschwert. Vorrang hat damit stets der Schutz vor einer möglichen Kollision.

Neben der Anwendung für Fahrzeugtüren an den Seilenflächen eines Kraftfahrzeugs kann eine erfindungsgemäße Arretiervorrichtung auch für Heckklappen, Seitenklappen oder Abdeckungen von Fahrzeugöffhungen verwendet werden.