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1. WO1997047277 - PROCESS AND MEANS FOR PERMANENT HAIR-STYLING

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

BESCHREIBUNG

Verfahren und Mittel zur dauerhaften Haarverformung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur dauerhaften Haarverformung, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst nur der Haaransatz fixiert und anschließend Langen und Spitzen in Form gebracht und in einer 2. Stufe fixiert werden sowie Mittel zur Durchführung des Verfahrens

Die dauerhafte Wellung eines ursprünglich glatten Haares (Dauerwelle genannt) dient bekanntlich in erster Linie dazu, einem Haarschopf mehr Fulie und Volumen zu verleihen und der Frisur eine längere Haltbarkeit zu geben

Die klassische Technik zur Durchfuhrung der dauerhaften Haarverformung besteht dann, daß in einer ersten Stufe die Disulfid-Bindungen des Haarkeratins mit Hilfe eines Mittels, welches einen reduzierenden Wirkstoff enthalt (Verformungsmittel), geöffnet werden, sodann das Haar in die gewünschte Form gebracht wird und anschließend die Disulfid-Bindungen unter Verwendung eines einen oxidierenden Wirkstoff enthaltenden Mittels (Fixiermittel) wieder verknüpft werden Ais reduzierende Wirkstoffe werden hierbei insbesondere Sulfite, Thioglykolsaure, Thiomilchsaure, 3-Mercapto-propιonsaure, Mercaptocarbonsaureester und Cystein verwendet Als Fixiermittel werden insbesondere wasserstoffperoxidhaltige und bromathaltige Flüssigkeiten verwendet

Üblicherweise werden die nassen Haare auf geeignete Formkorper (üblicherweise Wickler) gewickelt, dann die Wellosung aufgetragen und nach einer angemessenen Einwirkungszeit ausgespult. Dann wird die Fixierung als Flüssigkeit oder Schaum auf die gewickelten Haare gegeben, nach einer ausreichenden Einwirkungszeit ausgespult, danach wird abgewickelt und nachfixiert

Dieses Verfahren weist jedoch eine Reihe von Nachteilen auf Einer dieser Nachteile ergibt sich aus der unterschiedlichen Struktur der Haare vom Ansatz zur Spitze
Insbesondere Langen und Spitzen zeigen durch Alterungs-, Licht- und
Feuchtigkeitseinflusse sowie chemische Vorbehandlung wie Dauerwelle und Färbung ein anderes Umformungsverhalten Die Folge daraus ist eine kleinlockige Umformung an den besonders strapazierten Haarspitzen und eine großlockige Umformung am ungeschadigten Haaransatz Ein derartiges Wellbild wirkt unnatürlich und kann durch resultierende Verhakung und Verfilzung in den Spitzen zu weiteren Haarschaden fuhren 2
Darüber hinaus sind, bedingt durch die modische Entwicklung im Frisurenstil, verbunden mit dem Zeitgeschmack, relativ starke Umformungen des Haares heute nicht mehr gefragt. Im allgemeinen Sprachgebrauch der Kunden wird in diesem Zusammenhang auch von einer zu starken und unerwünschten Krause gesprochen.

Für die Erfüllung der oben angeführten Zielsetzung einer Dauerwelle ist aber eine gute Ansatzkrause zwingend erforderlich. Strebt man diese Voraussetzung mit
entsprechenden Maßnahmen wie dünne Wickler, starke Wellpräparate, längere
Einwirkungszeiten etc. an, so sind in der Regel der Mittelteil des Haares und die
Haarspitzen zwangsläufig zu stark gewellt - also zu kraus - und darüber hinaus wird auch die Haarstruktur über Gebühr beansprucht. Trägt man dagegen einer gewünschten großzügigen bzw. natürlichen Wellung von Mittelteil und Spitze des Haares Rechnung, ist die notwendige Ansatzkrause unzureichend, d. h. zu schwach.
Die Lehre der eigenen DE-OS 3 119 634 versucht dieses Problem dadurch zu lösen, daß in einer 2-stufigen Reduktionsbehandlung das Haar insgesamt mit einem
schwachen und der Haaransatz danach mit einem verdickten stärkeren
Verformungsmittel behandelt wird. Dies soll zu Haarschonung und einem
gleichmäßigeren Wellbild führen. Der Nachteil dieser Vorgehensweise ist einmal eine aufwendigere Arbeitstechnik, zum anderen wird die Krausenstärke an Längen und Spitzen trotzdem verstärkt.

Es wurde nun überraschend gefunden, daß sich die genannten Nachteile durch die erfindungsgemäße Arbeitsweise vermeiden lassen und erstmals ein gleichmäßiges Verformungsbild bzw. eine wunschgemäße Gestaltung der Umformung und damit der Frisur möglich ist.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zur dauerhaften Verformung der Haare, welches durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet ist:

a) Das gewaschene und handtuchtrockene Haar wird zunächst auf Wickler,
vorzugsweise übliche Dauerwellwickler, aufgewickelt.

b) Anschließend wird ein an sich bekanntes Dauerverformungsmittel auf der Basis einer haarkeratinreduzierenden Substanz - die Verformungswirksamkeit richtet sich nach der vorhandenen Haarstruktur - aufgebracht.

c) Die Einwirkungszeit wird mit einem Probewickler bestimmt und beträgt 5 bis 30
Minuten.

d) Nach Beendigung der Einwirkungszeit werden die Wickel mit Wasser abgespült und vorzugsweise die überschüssige Feuchtigkeit mit einer Saugserviette oder einem Handtuch abgetupft.

Bis zu diesem Schritt ist die Ausführunq mit dem heute üblichen Wellverfahren identisch. Die neuen und erfindungswesentlichen Schritte des vorliegenden Verfahrens sind die nachfolgenden:

e) Danach wird ein viskoses Fixiermittel auf der Basis eines Oxidationsmittels auf die Wickel aufgetragen und es schließt sich eine Einwirkungszeit von 2 bis 6 Minuten, vorzugsweise 3 bis 5 Minuten, an.

Das viskose Fixiermittel unterscheidet sich von herkömmlichen Mitteln dieser Art durch eine so hohe Viskosität, daß am Haaransatz zwar eine gründliche Fixierung der
Ansatzwellung sichergestellt ist, aber gleichzeitig ein vorzeitiges Eindringen der
Fixierung in den Mittelteil und die Spitzen des aufgewickelten Haares verhindert, bzw. deutlich verzögert wird.

f) Nach dem Ablauf der Einwirkungszeit des Fixiermittels am Haaransatz wird das
Haar abgewickelt und die Wickler entfernt.

Da Mittelteil und Haarspitzen zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichend fixiert und stabilisiert sind, ist in diesem Zustand des Haares eine Transformation der in der Regel zu starken Wellung dieser Haarabschnitte in eine großzügige und natürliche Locke problemlos möglich.

Die "Transformation" wird wie folgt durchgeführt:

g) Die noch geschlossenen, zusammenhängenden Locken werden mit einem,
vorzugsweise grobzinkigen, Kamm, den Händen oder einer Bürste aufgelockert und zur gewünschten Frisur gekämmt. Gleichzeitig wird die noch zu enge
Spitzenkrause individuell und frisurenspezifisch entspannt und in eine großlockige natürliche Locke überführt. Dafür kann auch zusätzlich ein engzinkiger Kamm
Verwendung finden.

In einer weiteren Ausführungsform ist es auch möglich, die abgewickelten Haare zur "Transformation" mit einem zum Stylen von Haaren bei erhöhter Temperatur geeigneten Gerät, insbesondere einer elektrisch oder durch erwärmte Luft beheizten Rundbürste, einem Lockenstab oder einem ähnlichem Formkörper oder einer Rundbürste und einem Fön zur gewünschten Frisur zu kämmen.

In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens können die Haare in der Verfahrensstufe zur "Transformation" anstelle des Kämmvorgangs auf Wickler geeigneter Dimension (z. B. Durchmesser von 15 bis 30 mm, z. B. Wasserwellwickler oder ähnliche großdimensionierte Wickler) aufgewickelt und wie nachfolgend beschrieben weiterbehandelt werden.

Da zum Zeitpunkt der Transformation die erforderliche kräftigere Ansatzwellung bereits fixiert und stabilisiert ist, bleibt diese durch die Transformation unbeeinflußt, d. h. in vollem Umfang erhalten.

h) Ist das gewünschte Wellbild erreicht, wird die restliche Haarlänge (Mittelteil und Spitze) ebenfalls mit einem Fixiermittel auf der Basis eines Oxidationsmittels
behandelt.

Zu diesem Zweck kann entweder das viskose Fixiermittel in das gesamte Haar eingearbeitet (z. B. eingekämmt) werden oder auch eine handelsübliche dünnflüssige Fixierlösung (Spülfixierung) zum Einsatz kommen. In letzterem Fall handelt es sich um eine 2-Komponenten-Fixierung, mit dem Vorteil einer Zeitersparnis.

i) Nach einer weiteren Einwirkungszeit von 1 bis 10 Minuten, vorzugsweise 3 bis 5
Minuten, wird das Fixiermittel mit Wasser ausgespült.

Bei der Verwendung einer zusätzlichen dünnflüssige Fixierlösung für die Längen der Haare kann eine Einwirkungszeit entfallen.

Als Haarverformungsmittel sind alle üblichen derartigen Mittel geeignet. Das
Verformungsmittel kann sowohl in Form einer wäßrigen Lösung oder einer Emulsion als auch in verdickter Form auf wäßriger Basis, insbesondere als Creme, Gel oder Paste vorliegen.

Die in dem Dauerverformungsmittel enthaltenen haarkeratmreduzierenden Substanzen werden in dem gebrauchsfertigen Mittel zur dauerhaften Haarverformung bevorzugt in einer Menge von 2 bis 20 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt in einer Menge von 4 bis 12 Gewichtsprozent und ganz besonders bevorzugt in einer Menge von 6 bis 10 Gewichtsprozent eingesetzt

Als haarkeratinreduzierende Substanzen können z. B. Thioglykolsaure, Thiomilchsaure, Cystein, Cysteamin, Alkyl- oder Acylcysteamine oder die Salze dieser Verbindungen, ferner Thioglykolsaureester oder Sulfite, insbesondere im sauren pH-Bereich, auch im Gemisch miteinander, eingesetzt werden

Die gebrauchsfertigen Dauerverformungsmittel besitzen bevorzugt einen pH-Wert von 6 bis 9 besonders bevorzugt von 6,5 bis 8,5 Als Alkalisierungsmittel bzw als Mittel zur Einstellung des pH-Wertes kommen insbesondere Ammoniak oder Natronlauge, aber auch alle anderen wasserlöslichen, physiologisch vertraglichen Salze von organischen und anorganischen Basen, wie z B Ammoniumhydrogencarbonat, in Betracht

Das Dauerverformungsmittel kann als Ein-, Zwei- oder Dreikomponenten-Praparat konfektioniert sein, wobei das Mittel sowohl in Form einer wäßrigen Losung oder einer Emulsion als auch in verdickter Form auf wäßriger Basis, insbesondere als Creme, Gel oder Paste, vorliegen kann

So ist das Dauerverformungsmittel zum Beispiel durch Vermischen zweier Komponenten erhaltlich, von denen die erste Komponente mindestens ein Alkalisierungsmittel, beispielsweise ein Alkalicarbonat, Ammoniumcarbonat, Alkahhydrogencarbonat oder Ammoniumhydrogencarbonat, und die haarkeratinreduzierende Substanz enthalt und die zweite Komponente mindestens eine der nachstehend genannten kosmetischen Zusatzstoffe und Wasser enthalt

Ebenfalls ist es möglich, das Dauerverformungsmittel in Form eines Dreikomponenten-Praparates abzupacken, wobei eine Komponente einige der nachfolgend genannten kosmetischen Zusatzstoffe sowie Wasser enthalt, eine zweite, wasserfreie Komponente die haarkeratinreduzierende Substanz enthalt und die dritte Komponente weitere Zusatzstoffe, wie z B Parfumole, Losungsvermittler und Pflegestoffe, in wäßriger Losung oder in wasserfreier Form enthalt Bei allen Ausführungsformen des Dauerverformungsmittels können die kosmetischen Zusatzstoffe sowohl in der wäßrigen als auch in der/den nichtwäßrigen Komponente(n) enthalten sein.

Selbstverständlich kann das Dauerverformungsmittel alle für derartige Mittel üblichen und bekannten Zusatzstoffe, zum Beispiel Verdickungsmittel, wie beispielsweise, Bentonit, Fettsäuren, Stärke, Polyacrylsäure und deren Derivate, Cellulosederivate, Alginate, Vaseline, Paraffinöle; Netzmittel oder Emulgatoren aus den Klassen der anionischen, kationischen, amphoteren oder nichtionogenen oberflächenaktiven
Substanzen, beispielsweise Fettalkoholsulfate, Fettalkoholethersulfate, Alkylsulfonate, Alkylbenzolsulfate, quaternäre Ammoniumsalze, Alkylbetaine, oxethylierte Alkylphenole, Fettsäurealkanolamide oder oxethylierte Fettsäureester; ferner Trübungsmittel, wie zum Beispiel Polyethylenglykolester; Alkohole, wie zum Beispiel Ethanol, Propanol,
Isopropanol und Glycerin; Zucker wie z. B. D-Glucose; Lösungsvermittler, Stabilisatoren, Puffersubstanzen, Parfümöle, Farbstoffe sowie haarkonditionierende und haarpflegende Bestandteile, wie zum Beispiel kationische Polymere, Lanolinderivate, Cholesterin, Pantothensäure und Betain, enthalten.

Die erwähnten Bestandteile werden in den für solche Zwecke üblichen Mengen verwendet, zum Beispiel die Netzmittel und Emulgatoren in Konzentrationen von insgesamt 0,2 bis 30 Gewichtsprozent, die Alkohole in einer Menge von insgesamt 0,1 bis 20
Gewichtsprozent, die Trübungsmittel, Parfümöle und Farbstoffe in einer Menge von jeweils 0,01 bis 1 Gewichtsprozent, die Puffersubstanzen in einer Menge von insgesamt 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, Zucker, Lösungsvermittler, Stabilisatoren, sowie
haarkonditionierende und haarpflegende Bestandteile in einer Menge von jeweils 0,1 bis 5 Gewichtsprozent, während die Verdickungsmittel und Lösungsvermittler in einer Menge von insgesamt 0,5 bis 20 Gewichtsprozent in diesem Mittel enthalten sein können.

Weiterhin können diesem Mittel zur Wirkungssteigerung sogenannte Quell- und
Penetrationsstoffe, wie zum Beispiel Dipropylenglykolmonomethylether, 2-Pyrrolidon oder lmidazolidin-2-on, in einer Menge von 1 bis 30 Gewichtsprozent sowie zur
Vermeidung einer Überkrausung der Haare Dithioverbindungen, beispielsweise
Dithiodiglykolsäure, Dithiomilchsäure, die Dithiole der genannten Verbindungen oder die jeweiligen Salze, ebenfalls in einer Menge von 1 bis 30 Gewichtsprozent, zugesetzt werden.

Nach einer für die dauerhafte Verformung des Haares ausreichenden Einwirkungszeit, welche je nach Haarbeschaffenheit, dem pH-Wert und der Verformungswirksamkeit des Verformungsmittels sowie in Abhängigkeit von der Anwendungstemperatur 5 bis 30 Minuten (20 bis 30 Minuten ohne Wärmeeinwirkung; 15 bis 25 Minuten mit
Wärmeeinwirkung) beträgt, wird das Haar mit Wasser gespült. Vorzugsweise dauert der Ausspülvorgang 2 bis 4 Minuten. Danach ist es vorteilhaft, die Wickel mit einer
Saugserviette oder einem Handtuch abzutupfen. Die Anwendungstemperatur bei Wärmeeinwirkung liegt im Bereich von 30 bis 45 Grad Celsius.

Das viskose Fixiermittel ist dadurch gekennzeichnet, daß es eine solche Viskosität aufweist, daß ein vorzeitiges Eindringen der Fixierung in den Mittelteil und die Spitzen des aufgewickelten Haares verhindert bzw. deutlich verzögert wird, d.h. es liegt in verdickter Form auf wäßriger Basis, insbesondere als Creme, Gel, Suspension, Paste oder als viskoser Schaum vor. Vorzugsweise weist es eine Viskosität von 50 bis 5 000 mPa • s bei 25 Grad Celsius, besonders bevorzugt 100 bis 3 000 mPa s bei 25 Grad Celsius und ganz besonders bevorzugt 100 bis 1000 mPa • s bei 25 Grad Celsius, gemessen z. B. mit einem Haake Rotationsviskosimeter Typ VT 550 bei einer
Schergeschwindigkeit von 50/Sekunde, auf.

Als Verdicker kommen sowohl polymere Verdickungsmittel wie Polyacrylsäure und deren Derivate, Cellulosederivate, Alginate und Chitin- oder Chitosanderivate als auch tensidische Systeme (Emulsionen, Mikroemulsionen, Suspensionen und viskose flüssigkristalline Phasen) wie Kombinationen geeigneter Emulgatoren aus den Klassen der anionischen, kationischen, amphoteren oder nichtionogenen oberflächenaktiven Substanzen, beispielsweise Fettalkoholsulfate, Fettalkoholethersulfate, Alkylsulfonate, Alkylbenzolsulfate, quaternäre Ammoniumsalze, Alkylbetaine, oxethylierte Alkylphenole, oxethylierte Fettalkohole, Fettsäurealkanolamide oder oxethylierte Fettsäureester mit geeigneten Fettphasen wie Fettalkoholen, Fettsäureamiden, Fettsäureglyceriden und Fettsäureglycolaten, Vaseline und Paraffinölen und -wachsen, als auch anorganische Verdickungsmittel wie Bentoniten in Frage. Die Verdicker sind vorzugsweise in einer Menge von insgesamt 1 bis 30 Gew.% enthalten.

Beispiele für in Fixiermitteln verwendbare Oxidationsmittel sind Kalium- und
Natriumbromat, Natriumperborat, Harnstoffperoxid und Hydrogenperoxid. Die Konzentration des Oxidationsmittels ist in Abhängigkeit von der Art des Oxidationsmittels, der Anwendungszeit (in der Regel 5 bis 15 Minuten) und der Anwendungstemperatur unterschiedlich. Normalerweise liegt das Oxidationsmittel in dem gebrauchsfertigen viskosen Fixiermittel in einer Konzentration von 1 bis 15 Gewichtsprozent vor. Bevorzugt enthält das viskose Fixiermittel Wasserstoffperoxid in einer Menge von 1 bis 5 Gew. % oder Bromat in einer Menge von 5 bis 15 Gew. %.

Das Mittel für die oxidative Nachbehandlung kann selbstverständlich weitere Stoffe, wie zum Beispiel Netzmittel, Pflegestoffe wie kationische Polymere, schwache Säuren, Puffersubstanzen oder Peroxidstabilisatoren, enthalten.

Zur Durchführung der Verfahrensstufe h) kann entweder das viskose Fixiermittel in das gesamte Haar eingearbeitet werden, oder aber jedes beliebige, bisher für eine derartige Behandlung verwendete, Fixiermittelmittel angewandt werden.

Die nachfolgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung näher erläutern, ohne den Gegenstand auf diese Beispiele zu beschränken.

BEISPIELE

Beispiel 1

Ungeschädigtes Haar wird mit einem Shampoo gewaschen, frottiert und auf Wickler mit einem Durchmesser von 8 Millimetern gewickelt. Anschließend wird die nachstehend angeführte Dauerwellösung vom pH = 8,2 mittels einer Flasche mit Auftragedüse gleichmäßig auf dem gewickelten Haar verteilt.

Dauerwellösung

10,00 g Thioglykolsäure
6,10 g Ammoniumhydrogencarbonat
7,60 g Ammoniak, 25%ige wäßrige Lösung
1 ,00 g mit 35 Mol Ethylenoxid oxethyiiertes Rizinusöl
0,20 g Cocoamphoglycinat (CTFA: SODIUM COCOAMPHOACETATE)
0,50 g Parfümöl
74,60 g Wasser
100,0 g

Sodann wird das Haar mit einer Plastikhaube abgedeckt und 10 Minuten lang unter einer Trockenhaube bei einer Temperatur von 40 Grad Celsius erwärmt. Anschließend wird g
die Abdeckung entfernt, das aufgewickelte Haar 2 bis 3 Minuten lang mit warmem Wasser gespült und die überschüssige Feuchtigkeit mittels eines Frotteehandtuchs von den Wickeln abgetupft. Danach werden 60 g des folgenden viskosen Fixiermittels auf die Wickel mit einem Pinsel aufgetragen:

viskoses Fixiermittel mit Wasserstoffperoxid

2,00 g Cetylstearylalkohol
0,20 g Dinatriumphosphat
0,15 g o-Phosphorsäure
0,20 g Natriumlaurylsulfat
4,00 g Wasserstoffperoxid, 50 Gew. %-ig
0,30 g Parfümöl
0, 10 g Vinylpyrrolidon/Styrol-Mischpolymerisat
(Antara® 430 der GAF Corp.; New York/USA)
93,05 g Wasser
100,00 g
Es folgt eine I Einwirkungszeit von 3 Minuten.

Nach dem Ablauf der Einwirkzeit werden die Wickler abgewickelt und die mit Ausnahme des Haaransatzes noch nicht fixierte, relativ starke Wellung in den Längen der Haare mit einem Kamm in die gewünschte Stärke der Umformung transformiert. Ist der
gewünschte Zustand erreicht, werden weitere 50 g der vorstehenden viskosen
Fixiermittels in das gesamte Haar verteilt und eingearbeitet. Es folgt eine weitere Einwirkungszeit von 5 Minuten. Danach wird das Haar erneut mit warmem Wasser gründlich ausgespült. Damit ist die eigentliche Behandlung beendet. Es schließt sich die gewohnte Erstellung der Frisur mit Fön und Bürste an.

Beispiel 2

Oxidativ geschädigtes und dauergewelltes Haar wird mit einem Shampoo gewaschen, frottiert und auf Wickler mit einem Durchmesser von 8 Millimetern gewickelt.
Anschließend wird die nachfolgende Dauerwellösung gleichmäßig auf dem gewickelten Haar verteilt.

neutrale Dauerwellösung aus 2 Komponenten

Komponente A

94,6 g Ammoniumthioglykolat, 70% ige wäßrige Lösung
5,4 g Cysteinhydrochlorid
100,0 g
(pH = 6,0)

Komponente B

0,8 g Ammoniak, 25%ige wäßrige Lösung
0,5 g Ammoniumhydrogencarbonat
2,0 g Laurylalkohol, mit 4 Mol Ethylenoxid oxethyliert
1.0 g Polydimethyldiallylammoniumchlorid
1.0 g Parfümöl
0,5 g Vinylpyrrolidon-Styrol-Mischpolymerisat
0,5 g Cetyltrimethylammoniumchlorid
93,7 g Wasser
100,00 g

Die Komponente B weist einen pH-Wert von 8,5 auf. Vor dem Gebrauch werden 15 g der Komponente A und 66 g der Komponente B zu 81 g des gebrauchsfertigen Haarverformungsmittels vom pH = 7,5 vermischt.

Sodann wird das Haar mit einem Infrarot-Wärmehaube mit der Temperatureinstellung "Dauerwelle" 10 Minuten lang behandelt. Anschließend wird das aufgewickelte Haar 2 bis 3 Minuten lang mit warmem Wasser gespült und die überschüssige Feuchtigkeit mittels eines Frotteehandtuchs von den Wickeln abgetupft. Danach werden 60 g des nachfolgenden viskosen Fixiermittels auf die Wickel mit einem Pinsel aufgetragen.

viskoses Fixiermittel mit Bromat

11,0 g Natriumbromat
6,0 g Cetylstearylalkohol
2,0 g Vaseline
2,0 g mit 25 Mol Ethylenoxid oxethylierter Cetylstearylalkohol (CTFA:
Ceteareth 25)
1,0 g Cetyltrimethylammoniumchlorid
1 ,0 g Poly(dimethyldiallylammoniumchlorid)
0.3 g Parfümöl
0,5 g Natriumphosphat
1 ,0 g Dinatriumphosphat
0, 1 g Vinylpyrrolidon/Styrol-Mischpolymerisat
(Antara® 430 der GAF Corp.; New York/USA)
75,1 g Wasser
100,0 g

Es folgt eine Einwirkungszeit von 3 Minuten. Nach dem Ablauf der Einwirkungszeit werden die Wickler abgewickelt und die mit Ausnahme des Haaransatzes noch nicht fixierte, relativ starke Wellung in den Längen der Haare mit einem Kamm in die gewünschte Stärke der Umformung transformiert. Ist der gewünschte Zustand erreicht, werden weitere 50 g des vorstehenden viskosen Fixiermittels in das gesamte Haar verteilt und eingearbeitet. Es folgt eine weitere Einwirkungszeit von 5 Minuten. Danach wird das Haar erneut mit warmem Wasser gründlich ausgespült. Damit ist die eigentliche Behandlung beendet. Das so geformte Haar wird ohne zusätzliche mechanische Hilfsmittel unter der Infrarot-Wärmehaube luftgetrocknet.