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1. WO1996038612 - WEFT THREAD DISTRIBUTOR IN A SHED COURSE LOOM

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[ DE ]

Schussfadenverteilvorrichtunq einer Reihenfachwebmaschine

Die Erfindung betrifft eine Schussfadenverteilvorrichtung einer Reihenfachwebmaschine mit einer Zuführdüse und mit einer Injektordüse, die einen Schussfaden entgegen der Drehrichtung eines Webrotors in einen Verbindungskanal zwischen einem ortsfesten Ringteil und einem Webrotor einblasen, wobei der Schussfaden aus dem Verbindungskanal in ein Einschiessrohr umgelenkt wird und nach seinem Eintrag in Eintragsrichtung gesehen hinter dem
Einschiessrohr geklemmt und geschnitten wird, um eine so entstandene neue Schussfadenspitze zurückzusaugen und entgegen der Drehrichtung des Webrotors in ein weiteres Einschiessrohr zu blasen.

Eine derartige Vorrichtung ist in der EP-B-0 143 860 beschrieben. Es handelt sich insbesondere um den Teil der Vorrichtung, der auf Seite 3, Zeile 7 bis 19 beschrieben ist. Versuche mit solchen Schussfadenverteilvorrichtungen haben gezeigt, dass es gar nicht so einfach ist, einen im Webrotor eingetragenen Schussfaden so im Fach zu halten, dass er vom Schneidvorgang unbeeinflusst ist, und
andererseits den Schneidvorgang für jede neue
Schussfadenspitze mit grosser Wiederholgenauigkeit durchzuführen.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein genaues Zuschneiden der neuen Schussfadenspitze und ein störungsfreies Umsteuern dieser Schussfadenspitze
vorzunehmen. Diese Aufgabe wird dadurch erfüllt, dass in Einschussrichtung gesehen an das Einschiessrohr räumlich eine Schneidvorrichtung und anschliessend eine
Klemmvorrichtung anschliesst und dass zeitlich gesehen bereits vor dem Klemmen des Schussfadens eine
Rückziehkraft im Verbindungskanal besteht, die die
Bremsung in der Klemmvorrichtung unterstützt und während dem Schneiden eine Schlaufenbildung zwischen
Einschiessrohr und Klemmvorrichtung verhindert.

Diese Anordnung hat den Vorteil, dass der Schussfaden gegen Ende des Einlaufs im Fach vorgebremst und gespannt wird und nach seiner mechanischen Klemmung in der
Klemmeinrichtung nicht mehr zur Klemmvorrichtung
nachläuft. Der eigentliche Stop-Schlag wird durch die Klemmvorrichtung erzeugt und abgefangen, während die Rückziehkraft so gross ist, dass sie ein Nachlaufen der geringen Fadenmasse zwischen Verbindungskanal und
Klemmvorrichtung verhindert, um ein Schneiden des
Schussfadens in gespanntem Zustand zu ermöglichen.

Vorteilhafte Weiterbildungen der , Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 4 aufgezeigt. So hat es sich gezeigt, dass der Uebergang der Schussfadenspitze aus dem Verbindungskanal in das Einschiessrohr durch eine schräge Abstreifschulter, die einen stumpfen Winkel mit einer Trennebene zum ortsfesten Ringteil bildet, problemlos erfolgt. In der Abwicklung des Verbindungskanals besteht daher nur im Bereich der Abstreifschulter einer kleiner Trennspalt zum ortsfesten Ringteil, während auf dem restlichen Umfang eine eingeschnittene Rinne auf der

Rotorseite besteht, die so tief eingeschnitten ist, dass im Einflussbereich von Zuführdüse und Injektordüse eine Mindestströmung entgegen der Drehrichtung erzeugt werden kann. Beim Umsteuern der neuen Schussfadenspitze kann es vorteilhaft sein, wenn entgegen der Drehrichtung
Zusatzdüsen entlang des Verbindungskanals im ortsfesten Ring eingebaut sind, die zu einem gewollten Zeitpunkt entgegen der Drehrichtung in den Verbindungskanal blasen.

Die Genauigkeit des Zuschneidens hängt dabei auch von der Repetiergenauigkeit beim Ansteuern der Injektordüsen und der eventuellen Zusatzdüsen ab. Es ist daher vorteilhaft, die Luftimpulse durch eine offene Steuerkette und
kinematische Verknüpfung der Ansteuerventile mit der Drehbewegung des Webrotors zu erzeugen. Da mehrere
Schussfäden nacheinander gebremst, unter Vorspannung geschnitten und umgesteuert werden müssen, ist ein
Drehschieber, der die Luftimpulse nacheinander den für die verschiedenen Schussfäden zuständigen Düsen zuteilt, eine besonders kostengünstige und genaue Lösung. Dadurch, dass ein Element mit einer geringen Streuung in seiner Oeffnungs- und Schliesscharakteristik alle Injektordüsen oder alle Zusatzdüsen ansteuert ist die
Repetiergenauigkeit hoch. Ausserdem kann durch Justieren an diesem einen Element, der Impuls für alle daran angeschlossenen Düsen verändert werden.

Im weiteren ist die Erfindung anhand eines
Ausführungsbeispiels gezeigt.

Es zeigen die Figuren 1 bis 4 schematisch jeweils einen abgewickelten Schnitt quer zur Trennebene zwischen
Webrotor und ortsfestem Ringteil und jeweils längs dem Verbindungskanal für einen Schussfaden, wobei schematisch der Ablauf für das Umsteuern eines Schussfadens
dargestellt ist.

Fig. 5 zeigt einen kinematisch über Zahnräder mit einem Webrotor verbundenen Drehschieber, der verschiedene
Injektordüsen in einem Takt nacheinander ausspeisen kann.

Bei den Figuren handelt es sich um eine
Schussfadenverteilvorrichtung für eine
Reihenfachwebmaschine, bei welcher ein Schussfaden in einen Verbindungskanal über eine Zuführdüse eingespiesen wird und innerhalb des Verbindungskanals an
Einschiessrohre verteilt wird. Um ein störungsfreies Abschneiden des eingetragenen Schusses und Umsteuern der neuen Schussfadenspitze zu erreichen, ist eine
Schneidvorrichtung räumlich zwischen Einschiessrohr und Klemmvorrichtung angeordnet, damit vor dem Stillsetzen des Schussfadens durch die Klemmvorrichtung bereits mittels Zuführdüse und Injektordüse eine Rückziehkraft und eine unter dieser Rückziehkraft stehende Schlaufe gebildet werden. Während dem Stillsetzen in der
Klemmvorrichtung ist der Faden in der Schneidvorrichtung vorgespannt und kann problemlos geschnitten werden. Die Schlaufe streckt sich und eine neue Schussfadenspitze wird in das nächste Einschiessrohr eingetragen.

Ein mit dem Webrotor 8 verbundener Uebernahmering 20 dreht sich in Drehrichtung 7 und dreht mit wenig Spiel in einer Trennebene 13 zu einem ortsfesten Ringteil 11. Der auf einem bestimmten Radius angeordnete Verbindungskanal 3 wird durch eine Tasche 21 im ortsfesten Ringteil 11 und durch eine eingeschnittene Rinne 14 im Uebernahmeteil 20 gebildet. Einzig im Bereich von Abstreifschultern 10 ist die Rinne 14 unterbrochen. Ein Schussfaden 9 wird mit konstanter Geschwindigkeit über eine Zuführdüse 1 angeliefert und in spitzem Winkel entgegen der
Drehrichtung 7 des Uebernah erings 20 in den
Verbindungskanal 3 eingeblasen. Zur Verstärkung der
Blaswirkung ist eine Injektordüse 2 koaxial mit der
Zuführdüse 1 vorgesehen. Entgegen der Drehrichtung 7 ist im ortsfesten Ringteil 11 hinter der Tasche 21 eine Zusatzdüse 16 angebracht, die entgegen der Drehrichtung in die vorbeidrehende Rinne 14 blasen kann, um den Transport vom Schussfaden während dem Umsteuern zu unterstützen. Am Uebernahmering 20 lenken jeweils
Abstreifschultern 10 den Luftstrom und den Schussfaden 9 in die Einschiessrohre 4, von welchen der Schussfaden vorbei an einer Klemmvorrichtung 6 , 6 ' in ein Reihenfach des Webrotors transportiert wird. Vor der
Abstreifschulter 10 ist die Rinne 14 tiefer ausgenommen und an ihrem Grund mit Entlastungsöffnungen 18 versehen, um die Umlenkung von Luftstrom und Schussfaden in das Einschiessrohr 4' zu erleichtern. Die Sogwirkung der

Zusatzdüse 16 wird erst richtig wirksam, wenn der tiefere Teil der Rinne 14 sich in den Bereich der Tasche 21 hineinbewegt und ein durchgehend grosser Querschnitt im Verbindungskanal 3 entsteht (Fig. 3) .

In Figur 1 läuft der Schussfaden 9 ungehindert von der Zuführdüse 1 entgegen der Drehrichtung 7 in den
Verbindungskanal 3 und weiter in das Einschiessrohr 4 und ein nicht gezeigtes Reihenfach. Die offene
Klemmvorrichtung 6 ist als mitdrehend dargestellt, während die Schneidvorrichtung als ortsfest dargestellt ist. Die Umlenkung in das Einschiessrohr erfolgt entlang der Abstreifschulter 10, die einen stumpfen Winkel 12 (Fig. 3) zur Trennebene 13 bildet. Am Ende der Tasche 21 ist der Verbindungskanal bis auf den wenig ausgenommenen Teil der Rinne 14 verschlossen, so dass der
Hauptluftstrom durch das Einschiessrohr 4 geht.

In Figur 2 hat sich der Webrotor 8 mit dem Uebernahmering 20 schon merklich auf die offene Schneidvorrichtung 5 zubewegt. Die Zusatzdüse 16 kann betätigt werden, um einen Unterdruck im Bereich einer Schräge 22 zu erzeugen, der das Umsteuern unterstützt, wenn der grössere
Querschnitt im Verbindungskanal 3 (Fig. 3) entsteht.
Zuführdüse 1 und Injektordüse 2, falls letztere schon betätigt ist, blasen noch gegen die Schräge vom stumpfen Winkel 12 der AbstreifSchulter.

Mit dem Uebergang zu Figur 3 hat sich die Kante der
Abstreifschulter 10 aus dem Luftstrahl von Zuführdüse 1 und Injektordüse 2 herausbewegt. Gleichzeitig hat sich der Verbindungskanal 3 zur Zusatzdüse 16 hin geöffnet, so dass eine durchgehende Strömung in das Einschiessrohr ' entsteht und sich eine Schlaufe 19 in Richtung dieser Strömung bildet, an welcher eine Rückziehkraft 15
auftritt. Diese Rückziehkraft 15 wirkt bremsend auf den Schussfaden 9 im Einschiessrohr 4. Falls jetzt das
Stillsetzen des Schussfadens 9 mit der Klemmvorrichtung 6 erfolgt, ist die Rückziehkraft 15 ausreichend, um das kurze Fadenstück bis zur Klemmvorrichtung 6 unter
Vorspannung zu halten und eine Fadenschlaufe im Bereich der SchneidVorrichtung zu verhindern. Es kann geschnitten werden und die neu entstandene Schussfadenspitze 17 wird in den Verbindungskanal 3 zurückgezogen bis die Schlaufe 19 entgegen der Drehrichtung 7 ausgestreckt ist und der neue Schuss wird in das Einschiessrohr 4' und weiter in ein neues, hier nicht gezeigtes Reihenfach eingetragen.

In Figur 4 ist dieser neue Schusseintrag angedeutet. Es uss lediglich noch die Schneidvorrichtung 5 offen stehen, um den Zustand von Figur 1 zu erreichen, während sich die Klemmvorrichtung 6 öffnen kann, um ein
Anschlagen des eingetragenen Schusses zu ermöglichen.

Um im richtigen Augenblick unter Zuhilfnahme der
Injektordüsen 2 eine Rückziehkraft 15 vor dem Schneiden des Schussfadens zu erzeugen, muss jede Injektordüse 2 bei einem bestimmten Drehwinkelabstand der Kante der

Abstreifschultern 10 einen genau definierten Luftimpuls erhalten. Ein in einer Richtung drehender Drehschieber 23, der von einer DruckluftZuleitung 30 Druckimpulse in Impulsleitungen 31 zu den verschiedenen Injektordüsen leitet und gleichzeitig mit dem Webrotor, auf dem die Abstreifschultern 10 sitzen, kinematisch z.B. über
Zahnräder gekoppelt ist, ist in Figur 5 dargestellt. Der Drehschieber 23 ist mit seinem Gehäuseboden 24 an der Seitenwand 29 einer Reihenfachwebmaschine so befestigt, dass sein Antriebszahnrad 32 mit einem Zahnrad 33 des Webrotors in Eingriff ist. Ueber Gehäusedichtungen 27, 28 sind ein Mittelteil 25 und ein als Lagerträger
ausgebildeter Deckel 26 mit dem Gehäuseboden 24 über

Verschraubungen 45 verbunden. Im Deckel 26 ist eine Welle 34 mittels Lagern 37 gelagert und axial mit Distanzbüchse 38 und Sicherungselementen 39 gesichert. Auf der
Antriebsseite ist das Zahnrad 32 mit einer Mutter 35 befestigt. Innerhalb des Gehäuses 24, 25 ist auf der Welle 34 eine KunststoffScheibe 40 mit einem Stift 42 befestigt, wobei die Scheibe 40 dichtend am Mittelteil 25 anliegt. Die Scheibe besitzt einen Durchbruch 41, der während der Drehung auf einem Kreis dahinterliegende individuelle in gleichmässigen Abständen angeordnete

Aussparungen 43 im Mittelteil 25 überstreicht und jeweils für die Zeit der Ueberdeckung von Durchbruch 41 und
Aussparungen 43 einen Luftimpuls erzeugt. Die Zahl der Aussparungen 43 entspricht der Anzahl Injektordüsen 2 im ortsfesten Ringteil 11 (Fig. 3) . Der Luftimpuls wird im Mittelteil 25 über Radialkanäle 44 an die jeweiligen Impulsleitungen weitergeführt, für die hier nur die
Anschlussbohrungen 31 gezeigt sind. Wenn die
Impulsleitungen auch noch gleich lang ausgeführt sind, dann kommen die Luftimpulse gleichartig und mit hoher Präzision zum vorgesehenen Zeitpunkt bei den
Injektordüsen 2 an. Durch den Direktantrieb über den Webrotor sind die Impulse auch bei Drehzahländerungen und beim Anfahren richtig synchronisiert. Im weiteren
zeichnet sich die einfache Mechanik durch eine hohe
Betriebssicherheit über lange Zeitabstände aus. Einer Ueberbeanspruchung der Reibstellen und einer
Vergrösserung des Dichtspalts zwischen Scheibe 40 und Mittelteil 25 kann vorgebeugt werden, wenn die Scheibe 40 mit einer dosierten Axialkraft zum Beispiel wegen
unterschiedlich grosser Druckbeaufschlagung auf der
Vorderseite und der rückseitigen Reibseite beaufschlagt ist. Zum Justieren des Impulsbeginns muss lediglich die Mutter 35 gelöst werden und das Zahnrad 32 gegenüber den Versteilflächen 36 an der Welle 34 leicht verdreht werden.