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1. WO1996006026 - COUPLING PIECE FOR DETACHABLY INTERCONNECTING CONTAINERS

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Kuppelstück zur lösbaren Verbindung von Containern

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft ein Kuppelstück zur lösbaren Verbindung von Eckbeschlägen benachbarter Container, insbesondere übereinandergestapelter Container an Bord von Schiffen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 9.

Kuppelstücke der eingangs genannten Art werden im Fachjargon üblicherweise als "Twistlocks" bezeichnet. Diese Kuppelstücke werden vorwiegend eingesetzt, um an Bord von Schiffen zu transportierende Container miteinander zu verbinden. Dadurch sollen Relativverschiebungen der Container während des Schiffstransports verhindert werden.

Um die manuellen Tätigkeiten zum Ver- und Entriegeln der Kuppelstücke zu minimieren und damit kostenträchtige Liegezeiten von Schiffen in Häfen zu verringern, werden halbautomatische Kuppelstücke eingesetzt. Diese werden manuell an einem der zu verbindenden Container vorverriegelt. Eine Endverriegelung erfolgt automatisch nach dem Aufeinandersetzen der zu verbindenden Container. Beim Entladen muß zum Lösen der verbundenen Container das Kuppelstück manuell betätigt werden. Aus der WO 8807006 AI ist ein Kuppelstück bekannt, das über eine ein einziges Zugseil aufweisende Betätigungseinrichtung verfügt. Dieses Zugseil hat jedoch den Nachteil, daß das Kuppelstück nur in einer bestimmten Relativanordnung zu den zu verbindenden Containern eingesetzt werden kann. Eine falsche Anordnung des Kuppelstücks führt dazu, daß es nicht automatisch eine Endverriegelung herbeiführt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß das bekannte Kuppelstück sich bei einer versehentlich erfolgten Entriegelung nicht mehr verriegeln läßt. Schließlich läßt sich dieses Kuppelstück auch nicht wahlweise vom oberen oder unteren Container abkuppeln.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein universell einsetzbares, halbautomatisches Kuppelstück zu schaffen, das eine einfache, fehlerfreie Bedienung gewährlei stet .

Ein Kuppelstück zur Lösung dieser Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf. Durch die erfindungsgemäß mit zwei Zugsträngen versehene Betätigungseinrichtung ist es möglich, den Verriegelungsbolzen in entgegengesetzten Richtungen zu verdrehen. Fehlbedienungen und insbesondere falsch erfolgte Verriegelungen lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Kuppelstück durch die zweifach vorhandenen Zugstränge vermeiden bzw. rückgängig machen. Außerdem ist das erfindungsgemäße Kuppelstück universell einsetzbar.

Vorzugsweise sind die beiden Zugstränge aus (halblangen) Abschnitten eines einzigen biegeschlaffen bzw. biegeelastischen Betätigungsmittels, beispielsweise eines Seils oder eines seilartigen Strangs, gebildet. Gegenüberliegende Enden des Betätigungsmittels sind mit jeweils einem Betätigungsende versehen. Auch ist es möglich, zwei getrennte, kürzere Betätigungsmittel zur Bildung jedes Zugstrangs zu verwenden. In diesem Falle verfügt ein freies Ende jedes Betätigungsmittels über ein eigenes Betätigungsende.

Ein weiteres Kuppelstück zur Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 9 auf. Demnach sind die Querriegel des Verriegelungsbolzens im wesentlichen gleich ausgebildet. Aufgrunddessen muß nicht darauf geachtet werden, daß das Kuppelstück mit einem bestimmten Querriegel an einen der zu verbindenden Container vorverriegelt wird. Das Kuppelstück kann vielmehr beliebig umgedreht werden, nämlich sowohl mit dem oberen, als auch mit dem unteren Querriegel an einen der Container vorverriegelt werden. Dadurch lassen sich in überraschend einfacher Weise die Anforderungen an die Bedienung halbautomatischer Kuppelstücke mit beliebigen Betätigungsmitteln vereinfachen. Insbesondere in Verbindung mit einem eine Betätigungseinrichtung mit zwei Zugsträngen aufweisenden Kuppelstück der vorstehend erläuterten Ansprüche entsteht so ein einfach zu bedienendes Kuppelstück, bei dem Fehlbedienungen nahezu ausgeschlossen sind und eine Entriegelung durch wahlweises Lösen des Kuppelstücks vom oberen oder unteren Container gewährleistet ist. Sofern Fehlbedienungen erfolgt sind, können diese mit dem erfindungsgemäßen Kuppelstück problemlos wieder rückgängig gemacht werden.

Weitere Unteransprüche beziehen sich auf bevorzugte Weiterbildungen des Kuppelstücks.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kuppelstücks wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert: In dieser zeigt:

Fig. 1 eine Seitenansicht des Kuppelstücks,

Fig. 2 eine gegenüber der Fig. 1 um 90° verdrehte
Seitenansicht des Kuppelstücks,

Fig. 3 einen mittigen Horizontalschnitt durch das
Kuppelstück bei entriegeltem oberem Querriegel,

Fig. 4 das Kuppelstück der Fig. 3 in einer Draufsicht auf
den oberen Querriegel,

Fig. 5 den unteren Querriegel des in den Fig. 3 und 4
gezeigten Kuppelstücks in einer Blickrichtung analog zur Fig. 4,

Fig. 6 einen mittigen Horizontalschnitt durch das mit dem
oberen Querriegel vorverriegelte Kuppelstück,

Fig. 7 eine Ansicht auf den den vorverriegelten oberen
Querriegel des Kuppelstücks der Fig. 6,

Fig. 8 eine Ansicht des unteren Querriegels in
Blickrichtung analog zu Fig. 7,

Fig. 9 einen mittigen Horizontalschnitt durch das
endverriegelte Kuppelstück, Fig. 10 eine Draufsicht auf den oberen Querriegel des
endverriegelten Kuppelstücks der Fig. 9,

Fig. 11 eine Ansicht des unteren Querriegels des
endverriegelten Kuppelstücks in einer Blickrichtung
analog zur Fig. 10,

Fig. 12 eine Seitenansicht eines Verriegelungsbolzens des
Kuppelstücks,

Fig. 13 eine Ansicht XIII auf den Verriegelungsbolzen.

Fig. 14 einen mittigen Horizontalschnitt durch ein endver
riegeltes Kuppelstück nach einem alternativen Aus
führungsbei spiel der Erfindung, und

Fig. 15 einen mittigen Horizontalschnitt durch das Kuppelstück der Fig. 14 bei entriegeltem oberen Querrie- gel .

Das hier gezeigte Kuppelstück dient zum halbautomatischen Verbinden aufeinander gestapelter Container, die in den Figuren nicht dargestellt sind. Das Kuppelstück setzt sich im wesentlichen zusammen aus einem Gehäuse 20, einem Verriegelungsbolzen 21, einer Betätigungseinrichtung 22 und einer Arretierungseinrichtung 23.

Das Gehäuse 20 des hier gezeigten Kuppelstücks ist zweiteilig ausgebildet. Es besteht aus zwei Gehäusehälften 24 und 25, die in einer mittigen Teilungsebene 26 miteinander verschraubt sind. Die Teilungsebene 26 verläuft längs durch die Mitte einer Durchgangsbohrung 27 im Gehäuse 20. Die Teilungsebene 26 und die Durchgangsbohrung 27 verlaufen bezogen auf die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Einsatzlage des Kuppelstücks vertikal durch das Gehäuse 20.

Das Äußere des Gehäuses 20 ist unterteilt in drei Abschnitte, nämlich in ein mittiges Widerlager 28, das bei aufeinander gestapelten Containern zwischen benachbarten Eckbeschlägen der nicht gezeigten Container als Abstandshalter zum Liegen kommt, und zwei auf gegenüberliegenden Seiten des Widerlagers 28 angeordneten Mittelstücken 29 und 30. Die Mittelstücke 29 und 30 ragen bei zusammengekuppelten Containern in entsprechende Langlöcher der Eckbeschläge übereinander liegender Container hinein.

Der Verriegelungsbolzen 21 setzt sich zusammen aus einem im wesentlichen zylindrischen Mittelteil 31 und zwei Querriegeln 32 und 33. Der Verriegelungsbolzen 21 ist einstückig ausgebildet, wozu die Querriegel 32 und 33 an gegenüberliegenden Enden des Mittelteils 31 angeformt sind. Mit dem Mittelteil 31 ist der Verriegelungsbolzen 21 in der Durchgangsbohrung 27 des Gehäuses 20 um seine Längsmittelachse 34 drehbar gelagert. Die beiden Querriegel 32 und 33 ragen aus gegenüberliegenden Enden des Gehäuses 20 heraus. Die Querriegel 32 und 33 befinden sich dadurch oberhalb des jeweiligen Mittelstücks 29 bzw. 30 des Gehäuses.

Die beiden Querriegel 32 und 33 des Verriegelungsbolzens 21 sind erfindungsgemäß im wesentlichen gleich ausgebildet. Jeder der Querriegel 32 und 33 verfügt an seiner zum jeweiligen Mittelstück 29 bzw. 30 des Gehäuses 20 weisenden (Rück-) Seite über eine etwa rechteckförmige Grundfläche (Fig. 12). Hiervon ausgehend verjüngt sich jeder Querriegel 32, 33 konusförmig zu seinem freien Ende, das dadurch eine flache Spitze 35 aufweist. An den parallelen, langen Seiten jedes Querriegels 32 und 33 sind diagonal gegenüberliegende Vorsprünge 36 angeordnet. Diese ragen bereichsweise gegenüber der rechteckförmigen Grundfläche jedes Querriegels 32, 33 vor (Fig. 13). Die Oberseiten der Vorsprünge 36 verlaufen schräg zur Spitze 35 des jeweiligen Querriegels 32, 33. Dadurch erhalten die Querriegel 32, 33 eine von der Spitze 35 zu den Vorsprüngen 36 verlaufende Wendelung. Die Unterseiten der Vorsprünge 36 sind bei jedem Querriegel 32 und 33 mit Abschrägungen 37 versehen. Die Abschrägungen 37 und die Wendelung der Oberseite jedes Querriegels 32 und 33 verfügen über eine Steigung, die derart gewählt ist, daß in bestimmten Relativpositionen des jeweiligen Querriegels 32 und 33 zum Eckbeschlag des entsprechenden Containers der betreffende Querriegel den Verriegelungsbolzen 21 beim Einsetzen in den Eckbeschlag oder beim Herausziehen aus dem Eckbeschlag selbsttätig verdreht.

Des weiteren ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der eine Querriegel 32 zum anderen Querriegel 33 versetzt ist, und zwar um etwa 90° (Fig. 13). Wenn demnach das Kuppelstück umgedreht wird, so daß der untere Querriegel 33 oben liegt, und anschließend der Verriegelungsbolzen 21 um 90° um die Längsmittelachse 34 verdreht wird, gelangt der ursprünglich untere Querriegel 33 in eine Position, in der sich der zuvor obenliegende Querriegel 32 befand.

Im Innern des Gehäuses 20 ist eine Arretierungseinrichtung 23 angeordnet, die den Verriegelungsbolzen 21 in den drei unterschiedlichen Stellungen gemäß der Fig. 3, 6 und 9 arretiert. Die Arretierungseinrichtung 23 setzt sich zusammen aus einem im Gehäuse 20 gelagerten federbelasteten Stößel 38 und einer dem Verriegelungsbolzen 21 zugeordneten Kulissenscheibe 39, die mit dem Stößel 38 korrespondiert. Die Kulissenscheibe 39 ist unverdrehbar auf dem Mittelteil 31 des Verriegelungsbolzens 21 gelagert und deshalb zusammen mit dem Verriegelungsbolzen 21 verdrehbar. Der federbelastete Stößel 38 ist auf einer mittig durch das Widerlager 28 des Gehäuses 20 verlaufenden und die Längsmittelachse 34 des Verriegelungsbolzens 21 senkrecht schneidenden Quermittelachse 40 verschiebl ich. Eine Stößelplatte 41 des federbelasteten Stößels 38 ist durch eine Feder, nämlich eine Druckfeder 42, in Richtung zum Verriegelungsbolzen 21 vorgespannt. Eine senkrecht die Quermittelachse 40 schneidende vordere Anschlagfläche 43 der Stößelplatte 41 wird dadurch gegen die Kulissenscheibe 39 gedrückt.

Wenn sich der Verriegelungsbolzen 21 des Kuppelstücks in der beide benachbarten Container verbindenden Endverriegelungsstellung gemäß der Fig. 9 befindet, in der beide Querriegel 32 und 33 sich außer Deckung mit den Mittelstücken 29 und 30 am Gehäuse 20 befinden (Fig. 10 und 11), liegt eine Anlagefläche 44 der Kulissenscheibe 39 an der Anlagefläche 43 der Stößelplatte 41 an. Der federbelastete Stößel 38 arretiert dabei unter Zuhilfenahme der Kulissenscheibe 39 den Verriegelungsbolzen 21 in der Endverriegelungsstellung des Kuppelstücks (Fig. 9).

An beiden gegenüberliegenden Enden der Anlagefläche 44 verfügt die Kulissenscheibe 39 über jeweils eine vorstehende Nase 45 und 46. In der vorverriegelten Stellung des Kuppelstücks, wenn der obere Querriegel 32 sich außer Deckung mit dem Mittelstück 29 des Gehäuses 20 befindet (Fig. 6 und 7), aber der untere Querriegel 33 bis auf die Vorsprünge 36 in Deckung zum Mittelstück 30 des Gehäuses 20 ist, liegt die Nase 45 der Kulissenscheibe 39 in einer mittigen Vertiefung 47 einer Nut 48 in der Anlagefläche 44 der Stößelplatte 41 an (Fig. 6). Dadurch wird der Verriegelungsbolzen 21 des Kuppelstücks in der vorverriegelten Stellung arretiert. Demgegenüber liegt die gegenüberliegende Nase 46 der Stößelplatte 41 in der Vertiefung 47 der Nut 48 der Stößelplatte 41 an (Fig. 3), wenn sich der obere Querriegel 32 in seiner entriegelten Stellung befindet (Fig. 4), aber der untere Querriegel 33 verriegelt ist (Fig. 5).

Die Betätigungseinrichtung 22 verfügt erfindungsgemäß über zwei biegeelastische und/oder biegeschlaffe Zugstränge 57 und 58. Die beiden Zugstränge 57 und 58 sind aus einem einzigen Betätigungsmittel gebildet, das im gezeigten Ausführungsbeispiel als ein durchgehendes Seil 49 ausgebildet ist. Jeweils etwa eine Hälfte des Seils 49 bildet einen Zugstrang 57 bzw. 58. Ein mittlerer Bereich des Seils 49, der die Zugstränge 57 und 58 miteinander verbindet, ist an einer Verbindungsstelle 50 mit der Kulissenscheibe 39 des Verriegelungsbolzens 21 verbunden. Dazu ist das Seil 49 durch eine quergerichtete Öse 51 an der von der Anlagefläche 44 wegweisenden Rückseite der Stößelplatte 41 hindurchgeführt und an den gegenüberliegenden Seiten der Öse 51 durch jeweils eine Verdickung in Form einer Preßhülse 52 auf dem Seil 49 längsunverschieblich arretiert. Auf diese Weise kann der Verriegelungsbolzen 21 durch ein Ziehen an einem Ende des den einen Zugstrang 57 bildenden Abschnitts des Seils 49 im Uhrzeigersinn und durch ein Ziehen am entgegengesetzten Ende des Seils 49, nämlich am Zugstrang 58, gegen den Uhrzeigersinn verdreht werden.

Die sich zu beiden Seiten der Öse 51 erstreckenden gleich langen Zugstränge 57 und 58 des Seils 49 sind durch eine ebene Seitenfläche 53 des Widerlagers 28 aus dem Gehäuse 20 herausgeführt. Zu diesem Zweck sind auf gegenüberliegenden Seiten der Quermittelachse 40 mit den Zugsträngen 57 bzw. 58 korrespondierende Durchgangsbohrungen 54 im Widerlager 28 des Gehäuses 20 angeordnet. Die Durchgangsbohrungen 54 verlaufen parallel mit jeweils gleichem Abstand zur Quermittelachse 40 (Fig. 3, 6 und 9). Aus dem Gehäuse 20 herausragende Enden der Zugstränge 57 und 58 sind jeweils als Betätigungsenden ausgebildet. Dazu ist jedes der beiden Betätigungsenden mit einem Knauf 55, 56 versehen. Das erfindungsgemäße Kuppelstück verfügt demzufolge über zwei symmetrisch zur Quermittelachse 40 verlaufende Betätigungsenden an jedem Zugstrang 57, 58, die über die Knäufe 55 bzw. 56 von Hand bedienbar sind.

Durch ein Ziehen an dem jeweiligen Betätigungsende, nämlich dem

Knauf 55 oder dem Knauf 56, wird der Verriegelungsbolzen 21 entweder im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn verdreht. Konkret laufen die Ver- und Entriegelungsvorgänge wie folgt ab:

Durch ein Ziehen am Knauf 56 gelangt das Kuppelstück in die in den Fig. 3 bis 5 gezeigte Stellung. Hierbei befindet sich der obere Querriegel 32 in einer entriegelten Stellung zum Einsetzen in den unteren Eckbeschlag eines oberen Containers. Daraufhin wird durch Ziehen am Knauf 55 der Verriegelungsbolzen 21 im Uhrzeigersinn soweit verdreht, daß der obere Querriegel 32 sich in einer verriegelten Stellung befindet, aber der untere Querriegel 33 eine zum Einsetzen in den oberen Eckbeschlag eines unteren Containers geeignete Stellung einnimmt (Fig. 6 bis 8). Beim Einfädeln des so unter dem oberen Container vorverriegelten Kuppelstücks in den Eckbeschlag des unteren Containers wird durch die diagonal gegenüberliegenden Vorsprünge 36 am unteren Querriegel 33 der Verriegelungsbolzen 21 gegen den Uhrzeigersinn verdreht in eine Position, die es dem federbelasteten Stößel 38 nach dem vollständigen Absetzen des oberen Containers auf den unteren Container ermöglicht, den Verriegelungsbolzen weiter gegen den Uhrzeigersinn in die in den Fig. 9 bis 11 gezeigte Position zu verdrehen. In dieser Position ist das Kuppelstück endverriegelt, indem sich beide Querriegel 32 und 33 in einer Verriegelungsposition befinden und diese arretiert wird durch Anlage der Anlagefläche 43 des federbelasteten Stößels 38 an der Anlagefläche 44 der Kulissenscheibe 39 am Verriegelungsbolzen 21 (Fig. 9).

Zum Lösen der Verbindung der Container läßt das erfindungsgemäße Kuppelstück zwei Alternativen zu.

Gemäß einer ersten Alternative wird durch Ziehen am Knauf 55 der Verriegelungsbolzen 21 im Uhrzeigersinn verdreht in die in den Fig. 6 bis 8 gezeigte Position. In dieser Position kann das Kuppelstück mit dem entriegelten unteren Querriegel 33 aus dem oberen Eckbeschlag des unteren Containers herausgezogen werden, wozu die Anschrägungen 37 an der zum Gehäuse 20 gerichteten (Unterseite) des unteren Querriegels 33 den Verriegelungsbolzen geringfügig gegen den Uhrzeigersinn zurückdrehen zum Ausfädeln der diagonal gegenüberliegenden Vorsprünge 36 am Querriegel 33 aus dem Langloch des entsprechenden Eckbeschlags des oberen Containers. Das Kuppelstück wird in diesem Falle mit dem oberen Container vom unteren Container abgehoben.

Bei der zweiten Alternative wird der Verriegelungsbolzen durch Ziehen am Knauf 56 gegen den Uhrzeigersinn so weit verdreht, daß der entriegelte obere Querriegel 32 aus dem unteren Eckbeschlag des oberen Containers herausgezogen werden kann. In diesem Falle läßt sich der obere Container allein abheben, wobei das Kuppelstück durch eine Verankerung im oberen Eckbeschlag auf dem unteren Container verbleibt (Fig. 3 bis 5).

Die beiden durch die Knäufe 55 und 56 gebildeten Betätigungsenden bzw. Zugstränge 57, 58 des erfindungsgemäßen Kuppelstücks ermöglichen es, daß ein versehentlich durch Ziehen am Knauf 55 geöffnetes Kuppelstück wieder geschlossen werden kann durch Ziehen am gegenüberliegenden Knauf 56, bis alle Betätigungsenden bzw. Knäufe 55, 56 einen etwa gleichen Abstand von der Seitenfläche 53 des Gehäuses 20 aufweisen und das Kuppelstück damit in die in Fig. 9 gezeigte Endverriegelungsposition gelangt.

Des weiteren wird durch die gleiche Ausbildung der Querriegel 32, 33 und die gezielt um 90° versetzte Relativanordnung der Querriegel 32, 33 zueinander in Verbindung mit dem symmetrisch ausgebildeten Gehäuse 20 und den beiden aus dem Gehäuse mit gleichem Abstand von der Quermittelachse 40 herausragenden Zugsträngen 57, 58 erreicht, daß das Kuppelstück mit einem beliebigen Querriegel, also sowohl mit dem in den Figuren gezeigten oberen Querriegel 32, als auch wahlweise mit dem unteren Querriegel 33, in dem unteren Eckbeschlag eines oberen Containers vorverriegelt werden kann. Bedienungsfehler sind beim erfindungsgemäßen Kuppelstück somit ausgeschlossen.

Die Fig. 14 und 15 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kuppelstücks. Dieses unterscheidest sich vom Kuppelstück nach dem ersten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 13 durch seine Arretierungseinrichtung. Im übrigen entspricht das Kuppelstück der Fig. 14 und 15 demjenigen der Fig. 1 bis 13, weswegen für gleiche Teile gleiche Bezugsziffern verwendet werden.

Die Arretierungseinrichtung 59 verfügt über einen federbelasteten Stößel 60, dessen Stößelplatte 61 eine konvexe Anlagefläche 62 aufweist. Konkret ist die Anlagefläche 62 V-förmig ausgebildet, indem sie sich aus zwei unter einem stumpfen Winkel von kleiner als 90° zueinander verlaufenden Teilflächen 63 zusammensetzt. Die beiden Teilflächen 63 treffen sich auf einer senkrechten Scheitellinie 64, die auf einer durch die Längsmittelachse 34 des Verriegelungsbolzens 21 verlaufenden vertikalen Mittelebene des Kuppelstücks liegt. Die mit dem federbelasteten Stößel 60 korrespondierende Kulissenscheibe 65 der Arretierungseinrichtung 59 ist unverdrehbar mit dem Verriegelungsbolzen 21 verbunden und verfügt über drei Anlageflächen 66, 67 und 68. Die mittige Anlagefläche 66 liegt bei endverriegeltem Kuppelstück vollständig an der Anlagefläche 62 des federbelasteten Stößels 60 an (Fig. 14). Dazu ist die Anlagefläche 66 korrespondierend zur V-förmigen Anlagefläche 62 an der Stößelplatte 61 ausgebildet. Die Anlagefläche 66 verfügt demnach ebenfalls über zwei Teilflächen 69, die V-förmig konkav zueinander verlaufen. An gegenüberliegenden Seiten der Anlagefläche 66 schließt jeweils eine der Anlageflächen 67 bzw. 68 an. Bei entriegeltem oberen Querriegel 32 liegt die Anlagefläche 68 der Kulissenscheibe 65 an einer Teilfläche 63 der Anlagefläche 62 des federbelasteten Stößels 60 an (Fig. 15). Dadurch findet eine Arretierung des Verriegelungsbolzens 21 bei entriegeltem oberen Querriegel 32 statt. Umgekehrt liegt die gegenüberliegende Anlagefläche 67 an einer Teilfläche 63 der Anlagefläche 62 des federbelasteten Stößels 60 an, wenn der untere Querriegel 33 sich in einem entriegelten Zustand befindet.

In der Funktion entspricht das Kuppelstück nach dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung (Fig. 14 und 15) dem Kuppelstück des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung (Fig. 1 bis 13). Es wird deshalb voll inhaltlich auf die Funktionsbeschreibung zum Kuppelstück nach dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung Bezug genommen.

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