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1. WO1995035617 - CIRCUIT ARRANGEMENT TO PREVENT UNAUTHORISED OPERATIONS ON A WIRED TELEPHONE SYSTEM

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Schaltungsanordnung zum Schutz gegen einen Fremdeingriff in ein drahtgebundenes Telefonnetz

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Schutz gegen einen Fremdeingriff, insbesondere ein unberechtigtes Anwählen anderer Rufteilnehmer in einem drahtgebundenen Telefonnetz mit Leitungsadern unter Verwendung von Modulbausteinen, die zwischen einem Fernsprechamt, welches einen Hauptverteiler und eine Teilnehmeranschlußeinheit aufweist, und einer an eine TAE-Anschlußdose angeschlossenen Fernsprechendeinrichtung, insbesondere einem Fernsprechapparat, angeordnet sind.

Im drahtgebundenen Telefonnetz nach seinem derzeitigen Aufbau mit Leitungsadern a und b gestaltet sich beim Anwählen einer Telefonnummer durch einen Fernsprechteilnehmer folgender Verbindungsaufbau zwischen diesem Teilnehmer und einem Fernsprechamt. Beim Abheben des Telefonhörers durch den Fernsprechteilnehmer wird eine Leitungsschleife zwischen seinem Fernsprechapparat und dem Fernsprechamt, das mit einem Hauptverteiler und einer Teilnehmeranschlußeinheit ausgestattet ist, gebildet. Die Bildung dieser Schleife führt zu einem Stromfluß zwischen den Leitungsadern a und b, so daß in der Teilnehmeranschlußeinheit des Fernsprechamtes der Aufbau der Schleife registriert wird. Vom Fernsprechamt wird ein Wahlaufforderungszeichen zum Fernsprechapparat des Fernsprechteilnehmers gesendet. Der Fernsprechteilnehmer kann nun die Wahl der gewünschten Rufnummer vornehmen. Dabei wird jede gewählte Ziffer durch eine bestimmte Anzahl von Schleifenunterbrechungen oder je nach Wahlverfahren durch eine entsprechende Anzahl von Frequenzimpulsen mit definierter Länge und Frequenz (IWF = Impulswahlverfahren), einen der Ziffer entsprechenden Ton (MFV = Mehrfrequenzverfahren) oder ein der Ziffer entsprechendes Frequenzgemisch (MFC = Mehrfrequenzcodierung) charakterisiert. Nach dem abge-schlossenen Wahlvorgang erfolgt das Senden des Rufzeichens oder eines Besetztzeichens. Meldet sich der angewählte Teilnehmer, so ist der Verbindungsaufbau abgeschlossen. Nach dem Gesprächsende erfolgt die Auslösung des Verbindungsweges und damit die Unterbrechung der Leitungsschleife, indem einer der beiden Fernsprechteilnehmer den Hörer seines Fernsprechapparates auflegt. Die Schwä-ehe dieser Art des Verbindungsaufbaus besteht darin, daß der Aufbau der erfor- derlichen Leitungsschleife an jeder beliebigen Stelle zwischen dem Fernsprechamt und einem Fernsprechapparat durch das einfache Schaffen einer Verbindung zwischen den Leitungsadern a und b erfolgen kann. Die Einrichtungen des Fernsprechamtes können nicht unterscheiden, wo und durch wen die Bildung der Leitungsschleife erfolgt. Die Bildung der Leitungsschleife kann dabei beispielsweise durch das einfache Aufklemmen eines Fernsprechapparates an der entsprechenden Stelle und das Abheben seines Hörers erfolgen. Diesen Umstand nutzen unter anderem Fernmeldemonteure bei der Überprüfung der Leitung. Auf diese Weise ist jedoch auch für jeden nichtberechtigten Benutzer des Fernsprechnetzes die Möglichkeit des Eindringens in das Netz und des Telefonierens auf Kosten berechtigter Fernsprechteilnehmer gegeben.
Es sind verschiedene Schutzeinrichtungen bekannt, die einen unberechtigten Eingriff an besonders gefährdeten Stellen, vorzugsweise an Leitungsverteilern, die beispielsweise im Wohngebäude eines Fernsprechteilnehmers angeordnet sind, verhindern sollen. Dabei erfolgt der Schutz dieser Einrichtungen durch mechanische Schlösser. Auch Sperrschlösser für den Fernsprechapparat selbst, an dem im Falle einer Sperrung nur noch ankommende Anrufe entgegengenommen werden können, oder für die TAE-Anschlußdose sind bekannt. Diese Schutzeinrichtungen bieten jedoch nur einen sehr begrenzten Schutz und schränken darüber hinaus teil-weise den berechtigten Fernsprechteilnehmer ein. Für einen Eindringling stellen mechanische Schlösser lediglich ein relativ leicht zu überwindendes Hindernis dar, insbesondere dann, wenn Manipulationen an ihnen ungestört vorgenommen werden können, wie das bei den im allgemeinen im Keller angeordneten Leitungsverteilern oft der Fall ist. Nach der Beseitigung des mechanischen Hindernisses ist es für einen Eindringling kein Problem mehr, das Telefonnetz für seine Zwek-ke in der beschriebenen Weise zu nutzen.
Aus den genannte Gründen mehren sich insbesondere in der jüngsten Zeit die Beschwerden von Fernsprechteilnehmern über eine unberechtigte Benutzung des Telefonnetzes auf ihre Kosten. Ein Einzelnachweis über die von einem Anschluß geführten Gespräche kann im günstigsten Fall lediglich eine nichtberechtigte Nutzung erkennbar machen, sie jedoch nicht unterbinden.

Die DE PS 34 12 590 offenbart eine Schaltungsanordnung für einen Fernsprechapparat. Diese Schaltungsanordnung, welche die Anpassung eines Fernsprechapparates an ihren Einsatz erfordert, ermöglicht es, für bestimmte ausgewählte Rufnummern die Möglichkeit des Wählens zu sperren. Durch die offenbarte Anordnung wird jedoch lediglich der Mißbrauch des Fernsprechapparates selbst in einer gewünschten Weise verhindert. Eine mißbräuchliche Parallelbelegung zwischen einem Fernsprechamt und dem Fernsprechapparat wird durch die Schaltungsanordnung gemäß der offenbarten Lehre weder festgestellt noch verhindert.

Gleiches gilt für die durch die EP 0 560 217 offenbarte Vorrichtung. Auch diese verhindert lediglich einen unberechtigten Zugang am Fernsprechapparat selbst und erfordert für ihr Wirksamwerden darüber hinaus vielfältige Aktionen eines berechtigten Benutzers. Für den berechtigten Benutzer wird damit die Nutzung seines Fernsprechapparates erschwert.

Durch die DE PS 37 15 580 wird eine Schaltungsanordnung zur Überwachung einer Fernsprechanschlußleitung offenbart. Die Anordnung erfordert eine Veränderung bestehender Fernsprechapparate dahingehend, daß an ihrem Gabelumschalter ein zusätzlicher Kontakt vorgesehen wird, der mit der Steuereinrichtung des Fernsprechapparates verbunden ist. Dadurch eignet sich diese Schaltungsanordnung nicht für eine einfache Nachrüstung der bestehenden Fernmeldetechnik. Zudem ist die Schaltungsanordnung so konzipiert, daß durch sie zwar eine mißbräuchliche Parallelbelegung zwischen dem Fernsprechamt und dem Fernsprechapparat erkannt, signalisiert und erheblich gestört wird, jedoch nicht vollständig unterbunden wird. Die Lehre vermittelt auch nicht, wie eine unberechtigte Parallelbelegung mit einem Fernsprechapparat verhindert werden kann, der ebenfalls die erfindungsgemäße Schaltung aufweist. Ähnliches gilt für in Frankreich bekannte technische Einrichtungen zur Überwachung von Leitungsverteilern, die lediglich dem Erkennen einer unberechtigten Parallelbele-gung dienen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung der gattungsgemäßen Art zu schaffen, die einen Zugriff Unberechtigter zwischen Fernsprechamt und Fernsprechendeinrichtung ausschließt, dabei bedienerfreundlich, preiswert und betriebssystemunabhängig einsetzbar ist und sowohl ein ein-faches Nachrüsten vorhandener Femsprechanlagen, als auch eine Integration in neue Anlagen ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einer Schaltungsanordnung zum Schutz gegen einen Fremdeingriff, insbesondere ein unberechtigtes Anwählen anderer Rufteilnehmer in einem drahtgebundenen Telefonnetz mit Leitungsadern unter Verwendung von Modulbausteinen, die zwischen einem Fernsprechamt, welches einen Hauptverteiler und eine Teilnehmeranschlußeinheit aufweist, und einer an eine TAE-Anschlußdose angeschlossenen Fernsprechendeinrichtung, insbesondere einem Fernsprechapparat, angeordnet sind, zur Ausbil-düng eines Kontrollsystems ein Modulbaustein A am Hauptverteiler mit Teilnehmeranschlußeinheit des Fernsprechamtes und ein Modulbaustein B zwischen der TAE-Anschlußdose und dem Fernsprechapparat angeordnet und jeweils an beide Leitungsadern a und b angeschlossen sind, daß im Falle einer berechtigten Benutzung des Telefonnetzes eine Leitungsschleife zwischen dem Fernsprechappa-rat und dem Fernsprechamt unter Einbeziehung der Modulbausteine A und B und eines zwischen ihnen erfolgenden, der Identifikation dienenden Austausches ihrer übereinstimmenden Kennungen gebildet ist und daß im Falle einer nichtberechtigten Benutzung durch ein gegenüber der Fernsprechendeinrichtung paralleles Aufklemmen und Anwählen einer Rufnummer eine Leitungsschleife zwischen dem Ort der nichtberechtigten Benutzung und dem Fernsprechamt unter Einbeziehung des Modulbausteins A, aber Nichteinbeziehung des Modulbausteins B und des Austausches einer der Identifikation dienenden Kennung gebildet ist.

Es ist im Sinne der Erfindung, wenn die Modulbausteine A und B und ein zwi-sehen ihnen erfolgender, der Identifikation dienender Austausch ihrer übereinstimmenden Kennungen in die zwischen dem Fernsprechamt und dem Fernsprechapparat gebildete Leitungsschleife zum Beginn einer berechtigten Benutzung des Telefonnetzes einbezogen sind.

Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist in einer besonders vorteilhaften Weise ausgebildet, wenn die Modulbausteine A und B und ein zwischen ihnen erfolgender, der Identifikation dienender Austausch ihrer übereinstimmenden Kennungen in die zwischen dem Fernsprechamt und dem Fernsprechapparat gebildete Leitungsschleife während der gesamten Dauer einer berechtigten Benutzung des Telefonnetzes einbezogen sind.

In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung sind die Modulbausteine A und B zu ihrer Stromversorgung an die auf den Leitungsadern a und b liegende Amts-Spannung angeschlossen.

Besonders vorteilhaft ist die Schaltungsanordnung nach der Erfindung ausgestaltet, wenn die Modulbausteine A und B eine ständig wechselnde Kennung aufweisen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gegeben, daß das aus den Modulen A und B gebildete Kontrollsystem in einer die einfache Nachrüstung in bestehende Anlagen ermöglichenden Weise ausgebildet ist.

Weiterhin ist es ein Vorteil der Schaltungsanordnung nach der Erfindung, daß das Kontrollsystem in einer die Integration in neue Anlagen ermöglichenden Weise ausgebildet ist.

Es ist ein Vorteil der Erfindung, daß im Falle einer berechtigten Benutzung des Fernsprechnetzes das aus den Modulen A und B gebildete Kontrollsystem in jedem Falle in den Verbindungsaufbau einbezogen wird, wodurch ein nahezu absoluter Schutz gegen einen unberechtigten Zugang zwischen dem Fernsprechamt und der TAE-Anschlußdose des Fernsprechteilnehmers gewährleistet ist. Durch die Einbeziehung der Modulbausteine in die Leitungsschleife wird der Vergleich ihrer Kennungen stets erzwungen. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß ein Signal zur Wahlaufforderung an die die Bildung der Schleife bewirkende Person nur bei einem positivem Vergleichsergebnis, also bei übereinstimmender Ken- nung ausgesendet wird und andernfalls eine Sperrung oder eine Auftrennung der Leitung erfolgt sowie wahlweise ein Besetztzeichen auf die Leitung gelegt wird. Einem eventuellen Eindringling, der das Entstehen einer Schleife an einem beliebigen Ort zwischen dem Fernsprechamt und der TAE-Anschlußdose eines Fernsprechteilnehmers bewirkt, wird es unmöglich gemacht, das System für sich zu benutzen, da dabei der Modulbaustein B nicht in die Leitungsschleife einbezogen wird und der Nichtberechtigte die festgelegte Codierung nicht kennt.
Durch ihr einfaches Prinzip ist die Schaltungsanordnung weitestgehend betriebssystemunabhängig gestaltet. Die Modulbausteine A und B sind dabei problemlos so ausführbar, daß sie jederzeit in das nach den gültigen technischen Normen, z.B. für die Schnellanschlußtechnik, gestaltete Fernsprechnetz einbezogen werden können.
Der Modulbaustein A kann sowohl auf der System- als auch auf der Netzseite des Hauptverteilers im Fernsprechamt vorgesehen werden, wobei der Anschluß in vorteilhafter Weise über Flachstifte an die Leitungsadern a und b erfolgt. Die Möglichkeit einer systemseitigen Anordnung umfaßt aber auch den direkten Einbau in die Teilnehmeranschlußeinheit. Unabhängig von der genauen Anordnung des Modulbausteins A im Komplex Hauptverteiler - Teilnehmeranschlußeinheit ist es bei einer vorteilhaften Ausbildung möglich, den Modulbaustein so zu gestalten, daß mehrere Modulbausteine A mit einem Rechner im Fernsprechamt verbun-den werden können, der als Server arbeitet. Die Modulbausteine A würden dann die erforderlichen Elemente für die Steuerung der Kommunikation und des Austausches der Kennungen mit den jeweiligen Modulbausteinen B und die Aktoren für eine entsprechende Reaktion auf einen Fremdeingriff enthalten, während die Prüfung auf die Übereinstimmung der Kennungen im Server erfolgen würde.

Die Schaltungsanordnung ist in das bestehende Telefonnetz einfügbar, ohne daß einer der gegenwärtig in der Femmeldetechnik verwendeten Bausteine verworfen oder in seiner Konzeption geändert werden muß.
Durch die Ausführung der Modulbausteine in einer steckbaren Bauweise ist eine einfache Nachrüstbarkeit vorhandener Anlagen gegeben. Der Kunde kann zum Beispiel den Modulbaustein B für sich kaufen, wobei er den Modulbaustein A mitbezahlt. Gleichzeitig beantragt er die Installation des Modulbausteins A beim Fernsprechamt durch den Netzbetreiber. Somit ist aus der Sicht des Netzbetreibers für die Nachrüstung eine Kostenumlegung auf den Kunden möglich. Der Einsatz der Modulkombination ist auch für Standleitungen kleiner Kommunikationsnetze denkbar.
Beide Modulbausteine können auch als Chipkarte ausgebildet sein, so daß bei der Konzeption neuer Anlagen der Modulbaustein A in die Verdrahtung des Hauptverteilers oder in den Aufbau der Teilnehmeranschlußeinheit integriert und der Modulbaustein B in die TAE-Anschlußdose oder die Teilnehmerendeinrichtung einsteckbar gestaltet werden kann.
Durch die Möglichkeit des Aufbaus der Modulbausteine A und B in integrierter Technik unter Einbeziehung eines Mikroprozessors und Elementen zur Signalaufbereitung kann außerdem die Signalform der der Identifikation dienenden Kennung sehr variabel gestaltet werden. Es sind auf diese Weise verschiedene Codierverfahren einsetzbar. Auch sind verschiedene Vorgehensweisen bei der Abstim-mung der Kennungen der Modulbausteine A und B möglich.
So ist es entsprechend einer Ausbildung der Anordnung möglich, dem Modulbaustein B bei seiner Herstellung eine Kennungstabelle in einem Festwertspeicher zu übergeben. Dabei wird die Kennungstabelle aus einer großen Tabellenzahl ausgewählt und im Modulbaustein B abgelegt. Die Kennungstabelle wiederum enthält eine große Anzahl von Kennungskombinationen, deren Reihenfolge in jeder Tabelle unterschiedlich ist. Eine Kennung ist jeweils über eine entsprechende Speicherplatzadresse abrufbar. Der Modulbaustein B enthält eine Herstellungsnummer, aus der eine Information über die in seinem Festwertspeicher abgelegte Kennungstabelle abgeleitet werden kann. Der Kunde kann bereits nach dem Kauf der Modulbausteine den Anschluß des Modulbausteins B bei sich vornehmen oder vornehmen lassen, ohne daß der Modulbaustein A bereits im Fernsprechamt installiert ist. Der Modulbaustein B kann vorteilhaft so ausgeführt sein, daß er das Fehlen des Modulbausteins A optisch oder akustisch signalisiert. Die Herstellungsnummer des Modulbausteins B wird dem Techniker des Femmeldeamtes mitgeteilt, der den Modulbaustein A in den Verteiler einzustecken hat. Vor dem Einstecken in den Verteiler steckt der Techniker einen beliebigen zu installierenden Modulbaustein A in ein Programmiergerät und gibt die Herstellungsnummer des Modulbausteins B ein, mit dem dieser Modulbaustein zusammenarbeiten soll.

Daraufhin wird vom Programmiergerät entsprechend einem festgelegten und nichtauslesbaren Schlüssel die im zugehörigen Modulbaustein B hinterlegte Kennungstabelle ermittelt und im Festwertspeicher des Modulbausteins A abgelegt. Ein Programmieren des Modulbausteins A ist nur mit dem Programmiergerät möglich, da nur in diesem der Schlüssel zur Ermittlung der Kennungstabelle hinterlegt ist und der Modulbaustein A vorteilhafter Weise so ausgeführt ist, daß ein Schalter betätigt oder ein Programmieranschluß beschaltet werden muß.
Nach dem Einstecken des Modulbausteins A mit der in seinem Festwertspeicher enthaltenen Kennungstabelle ist die Schaltungsanordnung zum Schutz gegen einen Fremdeingriff ohne weiteres Zutun des Kunden aktiviert. Wird nun eine Schleife gebildet, so ermittelt der Modulbaustein A über einen Zufallsgenerator eine Speicherplatzadresse, die dem Modulbaustein B als Kennungsanforderung gesendet wird. Der Modulbaustein B antwortet mit der Kennung des entsprechenden Speicherplatzes, wobei diese vom Modulbaustein A auf seine Richtigkeit geprüft wird. Durch eine Ausbildung der Anordnung in dieser Weise wird erreicht, daß sich die Modulbausteine A und B bei jeder Schleifenbildung neu synchronisieren. Nach einer Spannungsunterbrechung am Modulbaustein A oder Modulbaustein B synchronisieren sich die Modulbausteine beim ersten legalen Versuch eines Ver-bindungsaufbaus sofort erneut, so daß die Funktionsfähigkeit der Anordnung un-berührt bleibt. Außerdem ist gewährleistet, daß bei einem Ausfall des Modulbausteins A dieser unabhängig von dem jeweils anderen Modulbaustein ausgetauscht werden kann.
Bei einer anderen Ausbildung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung werden die Modulbausteine A und B paarweise hergestellt werden, indem beide be-reits bei der Herstellung mit einer zufällig zusammengestellten, übereinstimmenden Kennungstabelle versehen werden. Dabei dient die Herstellungsnummer nur der Kennzeichnung der Zusammengehörigkeit der beiden Modulbausteine. Bei Bedarf müssen die Modulbausteine dann allerdings auch paarweise ausgetauscht werden. Dafür erübrigt sich jedoch das Programmiergerät für den Techniker des Fernsprechamtes, der den Modulbaustein A im Hauptverteiler sofort installieren kann.
Der Aufbau der Schaltungsanordnung erlaubt auch den Einsatz eines Codierverfahrens, bei dem amtsseitig öffentlich bekannte Daten verwendet werden. Dem Fachmann sind dazu geläufige Codierverfahren bekannt. Die Verwendung eines Codierverfahrens, welches amtsseitig mit öffentlich bekannten Daten arbeitet, führt insbesondere im Zusammenhang mit einer Anordnung des Modulbausteins A in der Teilnehmeranschlußeinheit zu einem hohen Maß an Sicherheit auch ge-genüber einem unberechtigten Eingriff des technischen Personals.

Es ist im Sinne der Erfindung weiter vorteilhaft, daß die Modulbausteine A und B entweder nach erfolgreicher Teilnehmeridentifikation oder nach der Beendigung eines Gespräches in den Grundzustand, also einen Schlaf- oder Bereitschaf tsmo-dus, zurückkehren. Entsprechend einer vorteilhaften Ausbildung ist es aber auch möglich, daß vom Modulbaustein B während der gesamten Dauer eines Gespräches periodisch Kennungsimpulse mit sich ständig ändernder Codiemng und mit einer die Gesprächsqualität nicht beeinträchtigenden hohen Frequenz an den Modulbaustein A gesendet werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß ein Ein-dringling nach dem Auflegen des Handapparates durch den berechtigten Benutzer die Verbindung nicht aufrecht erhalten kann, da das Auflegen des Handapparates durch den berechtigten Benutzer zur Deaktivierung des Modulbausteins B führt, der nun keine Kennungsimpulse mehr an den Modulbaustein A sendet. Aufgrund des Fehlens der Kennungsimpulse löst der Modulbaustein A die Verbindung aus.

Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung erweist sich auch hinsichtlich ihrer Benutzerfreundlichkeit als äußerst vorteilhaft. Der berechtigte Fernsprechteilnehmer nimmt das Vorhandensein der Anordnung nämlich überhaupt nicht wahr und muß so keinerlei Entscheidungen fällen oder Aktivitäten unternehmen, um die Anordnung zu aktivieren.

Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:

Fig. l: Die Einordnung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung mit den Modulbausteinen A und B in das Fernsprechnetz
Fig.2: Die Ausbildung einer zwischen einem Fernsprechamt und einer Fernsprechendeinrichtung, beispielsweise einem Fernsprechappa- rat, bestehenden Schleife nach dem Stand der Technik

Die Fig. 2 zeigt eine zwischen einer Fernsprechendeinrichtung 9 und einem Fernsprechamt 1 gebildete Schleife, die den Zugriff auf das Fernsprechnetz in der bei der Erläutemng des Standes der Technik dargestellten Weise und mit den genannten Nachteilen ermöglicht. Dargestellt ist die Fernsprechendeinrichtung 9, die über die Leitungsadern a und b zunächst mit der in den Räumen des berechtigten Fernsprechteilnehmers angeordneten TAE-Anschlußdose 7 verbunden ist. Sowohl die Fernsprechendeinrichtung 9, als auch die TAE-Anschlußdose 7 sind mit be-kannten mechanischen Schutzeinrichtungen 8 und 6 versehen. Die TAE-Anschlußdose 7 ist ebenfalls über die Leitungsadern a und b mit einem Leitungsverteiler 4 verbunden. Auch der Leitungsverteiler 4 weist eine mechanische Schutzeinrichtung 5 auf. Vom Leitungsverteiler 4 ist über die Leitungsadern a und b die Verbindung zum Fernsprechamt 1 mit dem Hauptverteiler 2 und der Teilnehmeran-Schlußeinheit 3 gebildet.
In der Fig. l ist die Einordnung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung zum Schutz gegen einen Fremdeingriff in das drahtgebundene Telefonnetz dargestellt. Die Einbeziehung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist dadurch gegeben, daß dem Hauptverteiler 2 und der Teilnehmeranschlußeinheit 3 im Fernsprechamt 1 ein Modulbaustein A 10 zwischen den Adem a und b zugeordnet ist und im Bereich zwischen einer TAE-Anschlußdose 7 und der Fernsprechendeinrichtung 9 ein Modulbaustein B 11 angeordnet ist, der ebenfalls mit den Leitungsadern a und b verbunden ist. Der Modulbaustein A 10 und der Modulbaustein B 11 bilden das Kontrollsystem 12 zum Schutz gegen einen Frem-deingriff, indem ein Datenaustausch bei der Bildung einer Leitungsschleife durch den berechtigten Teilnehmer, wie in der nachfolgenden Tabelle aufgezeigt, vorliegt:

Modulbaustein A 10 Modulbaustein B 11

Schleife durch berechtigten Teilnehmer
und Erkennen der Schleife durch Modulbaustein B 11 Erkennen der Schleife und Wahlaufforderungszeichen durch Filterschaltung unterdrücken

Anforderung der Teilnehmerkennung

Senden der Teilnehmerkennung

Teilnehmerkennung als gültigen
Code erkennen, Wahlaufforderungszeichen durchschalten

Schleifenunterbrechung nach Gesprächsende

Herstellung Ausgangszustand nach
Schleifenunterbrechung ,

Dabei bildet der berechtigte Fernsprechteilnehmer zunächst durch das Abheben seines Telefonhörers eine Leitungsschleife.
Diese Schleifenbildung wird durch den Modulbaustein B 11 erfaßt und aktiviert den Modulbaustein B 11. Die Schleife führt zur Aussendung des Wahlaufforderungszeichens vom Fernsprechamt 1 zum Teilnehmer. Jedoch wird das Zeichen von dem ebenfalls durch die Schleife aktivierten Modulbaustein A 10 mittels einer Filterschaltung für die entsprechende Frequenz zunächst unterdrückt. Der Modulbaustein A 10 fordert die Teilnehmerkennung vom Modulbaustein B 11 über einen Anforderungsimpuls ab. Diese Kennung, die z.B. aus entsprechend modulierten Signalen bestehen kann, besitzt für jede Kombination der Modulbausteine A 10 und B 11 eine andere Kombination und wird bei Herstellung bzw. Einrichtung der Schaltungsanordnung zum Schutz gegen einen Fremdeingriff in den Modulen abgelegt.

Die daraufhin vom Modulbaustein B 11 gesendete Kennung wird vom Modulbaustein A 10 auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Bei berechtigtem Teilnehmer ist diese Gültigkeit gegeben, und die Filterschaltung gibt das Wahlaufforderungszeichen frei. Der Teilnehmer kann mit der Wahl beginnen. Für den Fall, daß der berechtigte Teilnehmer bereits vor der Freigabe des Wahlauffordemngszeichens mit der Wahl beginnt könnte ein im Modulbaustein A 10 vorzusehender Pufferspeicher die bereits gewählten Ziffern bis zur Freigabe der Wahl Zwischenspeichern.
Nach erfolgreicher Identifikation oder nach dem Auflegen des Handapparates bei Gesprächsende erfolgt die Herstellung des Ausgangszustandes der Module.
Entsprechend dem gegebenen Ausfühmngsbeispiel ist es aber auch möglich, daß während des Gespräches wiederholt die zur Identifikation erforderlichen Impulsfolgen ausgesendet werden, wobei dann auch das Halten der Verbindung durch einen Unberechtigten nach dem Gesprächsende ausgeschlossen wird.
Bei der Bildung einer Schleife zwischen dem Fernsprechamt 1 und dem Ort eines unberechtigten Eingriffs ist dagegen ein Datenaustausch wie in der nachstehenden Tabelle aufgezeigt, gegeben:

Modulbaustein A 10 Aus der Teilnehmerrichtung

Schleife durch unberechtigten Teilnehmer und Erhalt des Deaktivierungszu- standes von Modulbaustein B 11

Erkennen der Schleife und Wahl-aufforderungszeichen durch Filterschaltung unterdrücken

Anfordemng der Teilnehmerkennung

Keine oder falsche Teilnehmerkennung

Anfordemng der Teilnehmerkennung Keine oder falsche Teilnehmerkennung

Leitung von Modulbaustein A 10
trennen oder Schleifenunterbrechungen
zur Wahl verhindern bzw. Amtsrichtung
für Frequenzwahlimpulse aller Art
sperren

Besetztzeichen senden

Schleifenunterbrechung für Neuversuch

Herstellung Ausgangszustand
Schleifenunterbrechung,

Dabei würden sich unberechtigte Teilnehmer beispielsweise im Bereich zwischen der TAE-Anschlußdose 7 und dem Fernsprechamt 1 auf die Adem a und b des Anschlusses aufklemmen und durch Abheben des Handapparates eine Leitungsschleife zum Fernsprechamt 1 erzeugen. Die Schleife wird vom Modulbaustein B 11 nicht erkannt, da der Modulbaustein B 11 in die Schleife nicht einbezogen ist. Auch ein Auftrennen der Leitung in Richtung des berechtigten Teilnehmers führt nicht zur Einbeziehung des Modulbausteins B 11, der daher in beiden Fällen im deaktivierten Zustand verbleibt. Der Modulbaustein A 10 erkennt die Schleife, unterdrückt das Wahlaufforderungszeichen und sendet einen Anforderungsimpuls für die Teilnehmerkennung in Richtung Teilnehmer. Die Teilnehmerkennung wird durch den deaktivierten Modulbaustein B 11 nicht geliefert bzw. von einem möglichen Modulbaustein B des Eindringlings in der falschen Kombination ange-boten. Nachdem der Modulbaustein A 10 zweimal vergeblich die richtige Teilnehmerkennung angefordert hat, werden vom Modulbaustein Schaltungsvorgänge ausgelöst, die das Wählen einer Rufnummer durch den Nichtberechtigten verhindern. Dabei werden die zur Wahl einer Rufnummer erforderlichen Schleifenunter- brechungen verhindert, Frequenzwahlimpulse aller Art in Richtung des Fernsprechamtes 1 unterdrückt oder die gebildete Schleife durch im Modulbaustein A 10 enthaltene Aktoren unterbrochen. Als Signal für die Anschlußblockierung kann der Modulbaustein A 10 ein Besetztzeichen in Rich-tung Teilnehmer senden. Nach dem Auflegen des Handapparates bei Eingriff sende erfolgt die Herstellung des Ausgangszustandes der Modulbausteine 10 und 11. Somit besteht nur für den Besitzer des Modulbausteins B 11 die abgehende Zugriffsberechtigung auf seinem Anschluß. Die Stromversorgung der Modulbausteine 10 und 11 geschieht durch die Amtsspannung über die Leitungsadern a und b. Es lassen sich prinzipiell alle Fernsprecheinrichtungen der eingangs beschriebenen Art mit diesen Modulbausteinen 10 und 11 nachrüsten.
Für die Übertragung von Anfordemngsimpuls und Teilnehmerkennung stehen verschiedene Signalformen zur Verfügung. Die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten ist so groß wählbar, daß eine zufällige Übereinstimmung der Kennungen des Modulbausteins B 11 und mit der eines Modulbausteins in der Hand eines Eindringlings sehr unwahrscheinlich ist. Bei Bedarf und entsprechender technischer Erweiterung der Modulbausteine sind auch nach jeder Schleifenbildung wechselnde Kennungen möglich, so daß ein Lesen und die anschließende Verwendung der Kennung durch den Fremden zu keinem Erfolg führt.
Bei der Herstellung von Femsprechendgeräten kann der Modulbaustein B 11 bereits in die Fernsprechendeinrichtung 9 oder in die TAE-Anschlußdose 7 integriert werden. Gleiches gilt für den Modulbaustein A 10 bei der Errichtung neuer Fernsprechämter.
Im ISDN erfolgt der Datenaustausch ausschließlich digital, so daß Modulbaustei-ne der beschriebenen Art nicht verwendet werden können. Ein möglicher Schutz ist hier dadurch realisierbar, daß im Verbindungsprotokoll zwischen Teilnehmer und Fernsprechamt 1 ebenfalls eine Teilnehmerkennung vorgesehen wird.

Liste der Bezugszeichen

1 - Fernsprechamt
2 - Hauptverteiler 3 - Teilnehmeranschlußeinheit
4 - Leitungsverteiler
5 - mechanische Schutzeinrichtung
6 - mechanische Schutzeinrichtung
7 - TAE-Anschlußdose
8 - mechanische Schutzeinrichtung
9 - Teilnehmerendeinrichtung, insbesondere Femsprechapparat

10 - Modulbaustein A
11 - Modulbaustein B
12 - Kontrollsystem bestehend aus Modulbaustein A und B