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1. (WO1979000270) KNIFE-FORK SET FOR THE HANDICAPPED
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Gabel-Messer-Besteck für Einhändige

Einhändigen Personen, wie Armamputierten oder anderen z.B. aufgrund eines Armbruchs behinderten Personen mußte man bisher das Essen, insbesondere Fleisch, in mundgerechte Stücke vorschneiden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Besteck zu schaffen, das in sich die Funktionen von Gabel und Messer vereinigt und damit einhändigen Personen erlaubt, völlig selbständig zu essen.
Diese Aufgabe wird mit einem Gabel-Messer-Besteck gelöst, das erfindungsgemäß gekennzeichnet ist durch einen Gabelkörper an einem Gabelschaft, einen an dem Gabelschaft zur Vorbewegung über den Gabelkörper und zur anschließenden Zurückbewegung geführten Messerkörper, und. durch Grifflächen an dem Gabelschaft und an dem Messerkörper zum aufeinanderfolgenden Aufspießen eines Speisestücks und anschließenden Vorbewegen des Messer

körpers zwecks Abtrennen des aufgespießten Speisestücks.
Das Gabel-Messer-Besteck wird mit der rechten oder linken Hand so ergriffen, daß der Daumen am hinteren Ende des Gabelschaftes aufliegt, während die restliche Hand am Messerkörper in Angriff kommt, sei es durch Umgreifen einer Verlängerung des Messerkörpers oder durch Auflage der unteren Handkante auf dem Messerkörper. Nach Aufspießen des Speisestücks durch Daumendruck auf das hintere Ende des Gabelschaftes kann der Messerkörper mittels der an ihm angreifenden Handfläche vorbewegt werden, um mit dessen Schneidkante das aufgespießte Speisestück abzutrennen. Der Messerkörper wird dann wieder hochgezogen, indem er mit der Hand festgehalten wird, während gleichzeitig der Daumen auf das hintere Ende des Gabelschaftes drückt. Das Hochziehen des Messerkörpers kann durch eine zwischen dem Gabelkörper und dem Messerkörper angreifende Rückholfeder unterstützt werden.
Der an dem Gabelschaft axial vor- und zurückbewegbar, aber axial verdrehfest geführte Messerkörper kann eine gerade oder gekrümmte Schneidkante besitzen. In jedem Fall sollte die Schneidkante längs der Rückseite der Gabelzinken verlaufen, damit das von den Gabelzinken aufgespießte und vom Messerkörper abgetrennte Speisestück nach Hochziehen des Messerkörpers unmittelbar in den Mund geführt werden kann.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Gabel-Messer-Bestecks;
Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linie II-II in Fig.1; Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform des Gabel-Messer-Bestecks; und
Fig. 4 einen Querschnitt längs der Linie IV-IV in Fig.3.

Wie dargestellt, setzt sich das Gabel-Messer-Besteck aus einem Gabelkörper 1 mit Gabelschaft 2 sowie aus einem Messerkörper 3 zusammen. Während der Gabelkörper etwa dem einer herkömmlichen Gabel entspricht, ist der Gabelschaft aus einem zylindrischen Rohr mit ovalem Querschnitt gebildet. Der Gabelschaft 2 wird an seiner Rückseite und über seine Seitenteile von dem hülsenartigen Messerkörper 3 umschlossen, an dessen Vorderkante eine Schneid- oder Stanzkante 4 ausgebildet ist.
Der Messerkörper 3 ist auf dem Gabelschaft 2 axial verschieblieh, aufgrund des ovalen Querschnitts des Gabelschaftes jedoch unverdrehbar gehalten. Als Verdrehsicherung könnte auch eine (nicht dargestellte) Feder-Nut-Verbindung dienen, wobei man dann in der Querschnittsform des Gabelschaftes weitgehend unabhängig ist.
Der Messerkörper 3, der sich bei diesem Ausführungsbeispiel im wesentlichen über die gesamte Länge des Gabelschaftes 2 erstreckt, trägt in seinem unteren Bereich einen Flansch 5, der beim Umgreifen des Bestecks mit der Hand als Auflage für die untere Handkante dient. Eine am oberen Ende des GabelSchaftes 2 ausgebildete Griffläche 6 dient zur Auflage des
Daumens des Benutzers, so daß sich eine Handhabung des Bestecks wie folgt ergibt:
Der Benutzer umgreift mit der ganzen Hand den Messerkörper 3 oberhalb des Flansches 5, wobei er den Daumen auf die Grifffläche 6 und die untere Handkante auf den Flansch 5 bringt.
Ein Fortsatz 7 an der Griffläche 6 verhindert, daß beim Hochheben des Bestecks sich der Messerkörper 3 vom Gabelschaft 2 löst. Mit den Zinken des Gabelkörpers 1 wird jetzt das zu essende Speisestück durch Druck mit dem Daumen auf die Griffläche 6 aufgespießt. Zum Abtrennen des Speisestücks, insbesondere wenn dieses ein Fleischstück ist, wird der mit der ganzen Hand umgriffene Messerkörper 3 abwärtsbewegt, wobei der Daumen auf der Griffläche 6 liegen bleibt. Durch die Abwärtsbewegung wird durch die Schneidkante 4 des Messerkörpers 3 ein Speisestück ausgestanzt, dessen Größe und Form sich aus der jeweiligen Gestaltung der Schneidkante bestimmt. Nach Zurückziehen des Messerkörpers 3 durch Druck mit dem Daumen auf die Griffläche 6 des Gabelschaftes 2 bei gleichzeitigem Festhalten des mit der Hand umschlossenen Messerkörpers 3 kann das aufgespießte, mundgerecht abgetrennte Speisestück zum Mund geführt und gegessen werden.
Um zu verhindern, daß die Hand beim Hochziehen des
Messerkörpers 3 von diesem abrutscht, kann dem Messerkörper eine entsprechend griffige Profilierung gegeben werden. Insbesondere könnte der Flansch 5 so gestaltet werden, daß der unterste Finger des Benutzers diesen Flansch untergreifen und ihn damit mitsamt dem Messerkörper hochziehen kann. Eine zwischen Gabelkörper 1 und Messerkörper 3 angreifende (nicht dargestellte) Rückholfeder könnte das Zurückführen des Messerkörpers übernehmen oder unterstützen.
Um das Abtrennen eines Speisestücks zu erleichtern, wird der Schneidkante 4 des Messerkörpers 3 zweckmäßig eine hin- und hergehende Bewegung mitgeteilt. Unterstützend kann der Schneidkante ein Sägeprofil gegeben werden. Die hin- und hergehende Bewegung der Schneidkante 4 kann mit Hilfe eines batteriegetriebenen Schwingantriebs erfolgen, der dem Messerkörper eine Vibrationsbewegung mitteilt, wobei die Batterien und der Schwingantrieb vorteilhaft im Gabelschaft untergebracht sind. Die Kraftübertragung vom Schwingantrieb zum
Messerkörper 3 kann berührungslos durch magnetische Mitnahme erfolgen. Mechanisch kann eine Hin- und Herbewegung der
Schneidkante 4 des Messerkörpers durch eine (nicht dargestellte) Kulissenführung erzeugt werden, die dem Messerkörper 3 bei seiner Abwärtsbewegung eine Hin- und Herbewegung mitteilt. Das beschriebene Gabel-Messer-Besteck kann leicht gereinigt werden, indem der Messerkörper 3 nach vorn über den Gabelkörper 1 oder nach Verdrehen des Fortsatzes 7 über den Spalt 8 des Messerkörpers nach hinten abgezogen wird.

Das Gabel-Messer-Besteck nach Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von dem nach Fig. 1 und 2 dadurch, daß der Gabelschaft 2 ' einen verjüngten Durchmesser besitzt und der Messerkörper 3' verkürzt ist und nicht bis zum oberen Ende 6' des Gabelschaftes reicht. Die Hand umgreift also nicht wie bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel den Messerkörper selbst sondern den dünneren Gabelschaft, so daß sich eine angenehmere Handhabung ergibt. Außerdem kann der Gabelschaft, der hier mit ovalem Querschnitt gezeichnet ist, eine einer üblichen Gabel angenäherte Form besitzen. Damit könnte dieses Besteck ähnlich wie eine übliche Gabel ergriffen werden, wobei aber der Daumen auf dem oberen Ende 61 des Gabelschaftes 2' und etwa der angewinkelte Mittelfinger auf dem oberen Abschluß 9 des Messerkörpers 3' läge. Das Hochziehen des Messerkörpers 3' nach erfolgtem Abtrennen des Speisestücks würde durch eine Rückholfeder 10 erfolgen, die in der Ringkammer zwischen der Oberseite des Gabelkörpers 1' und dem oberen Abschluß 9 des
Messerkörpers 3' eingespannt ist. Das Hochziehen des Messerkörpers 3' könnte auch ähnlich wie bei einer Spritze mit
Hilfe eines an den Messerkörper angeformten Bügels erfolgen, der beispielsweise vom Zeigefinger untergriffen wird.
Eine Hin- und Herbewegung der Schneidkante 4' während der Abwärtsbewegung des Messerkörpers kann in gleicher Weise wie bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel erfolgen.