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1. DE000060221578 - ÜBERMITTLUNG VON MIT DER BEREITSTELLUNG EINES DIENSTES ASSOZIIERTEN INFORMATIONEN ÜBER EINE BENUTZEREBENENVERBINDUNG

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]
Beschreibung
Gebiet der Erfindung
[0001]  Die vorliegende Erfindung betrifft die Mitteilung von Information einem mobilen Benutzergerät über ein Kommunikationssystem. Die Erfindung kann bei der Bereitstellung von Diensten für Kunden, zum Beispiel bei der Bereitstellung von Information bezüglich des Standorts eines mobilen Benutzergeräts für einen externen Kunden verwendet werden.
Allgemeiner Stand der Technik
[0002]  Ein Kommunikationssystem arbeitet in der Regel gemäß einem gegebenen Standard oder einer gegebenen Spezifikation, die festlegt, was die verschiedenen Elemente des Systems tun dürfen und wie dies erreicht werden sollte. Zum Beispiel kann der Standard oder die Spezifikation definieren, ob der Benutzer, oder genauer, ein Benutzergerät oder -endgerät mit einem leitungsvermittelten Dienst oder einem paketvermittelten Dienst oder beidem bereitgestellt wird. Die Spezifikation kann auch die Kommunikationskanäle definieren, durch welche die Signalgabe, die mit den verschiedenen Kommunikationsaufgaben verbunden ist, mitgeteilt werden soll. Die Art und Weise, wie eine Kommunikation zwischen dem Benutzergerät und den Elementen des Kommunikationsnetzes umgesetzt wird, kann auf einem vordefinierten Kommunikationsprotokoll basieren. Mit anderen Worten, ein spezifischer Satz von „Regeln", auf welchen die Kommunikation beruht, kann auf zu definierenden Bedürfnissen beruhen, um Kommunikation mit Hilfe des Kommunikationssystems zu ermöglichen.
[0003]  Um in einer vordefinierten Weise arbeiten zu können, müssen in einem Kommunikationssystem verschiedene unterschiedliche Funktionen bereitgestellt werden. Diese Funktionen können in verschiedene Kategorien unterteilt werden. Eine Kategorie umfasst Funktionen, die die tatsächliche Übertragung von Kommunikation wie Kommunikation von Sprache, Text, Multimedia oder anderen Daten betreffen. Eine andere Kategorie kann als eine durch Steuer- oder Verwaltungsfunktionen gebildete betrachtet werden. Zu diesen gehört die Steuerung der Kommunikation von Sprache, Text, Multimedia und anderer Datenkommunikation. Die Bereitstellung verschiedener Dienste für die Benutzer muss auch durch geeignete Steuerfunktionen gesteuert werden.
[0004]  Die Signalisierung von Nachrichten, die mit unterschiedlichen Funktionen verbunden ist, wird auf verschiedenen Ebenen ausgeführt. Zum Beispiel werden Steuernachrichten auf einer Steuerebene mitgeteilt und die tatsächliche Kommunikation von Sprache, Daten und so weiter wird auf einer Benutzerebene übertragen. Die Kommunikation auf der Benutzerebene kann durch die Signalisierung der Steuernachrichten auf der Steuerebene unterstützt werden. Dem Fachmann auf dem Gebiet der Kommunikationssysteme sind die Prinzipien des Aufteilens verschiedener Funktionen in Ebenen bekannt und deshalb werden diese hierin nicht weiter erläutert.
[0005]  In der Regel stellen die Kommunikationssysteme dies mittels getrennter Kanäle, zum Beispiel mittels getrennter Signalisierungs- und Kommunikationskanäle bereit. Solche Anordnungen werden zum Beispiel durch Kernnetzwerke des Signalisierungssystems 7 (SS7) und Q.931/GSM/WCDMA-(globales System für Mobilkommunikation/Breitband-Vielfachzugriff im Codemultiplex)Teilnehmerzugriff eingesetzt. Folglich kann der Ausdruck "Signalisierungskanal" manchmal mit Bezug auf Kommunikation auf Steuerebene verwendet werden. In ähnlicher Weise kann der Ausdruck Kommunikationskanal mit Bezug auf Kommunikation auf Benutzerebene verwendet werden.
[0006]  Die verschiedenen Funktionen der Kommunikationssysteme können recht unabhängig voneinander entwickelt worden sein und können unterschiedliche Regeln wie Protokolle in unterschiedlichen Kommunikationssystemen benutzen. Die Standards und Protokolle definieren zum Beispiel, welche Ebene für einen bestimmten Zweck benutzt werden sollte.
[0007]  Verschiedene Dienste können für einen Benutzer eines Benutzergeräts mit Hilfe eines Kommunikationssystems bereitgestellt werden. Die Dienste können von dem Betreiber oder den Betreibern des Kommunikationssystems wie einem Telefon- oder Datennetzbetreiber bereitgestellt werden. Mindestens ein Teil der Dienste kann von Dienstanbietern bereitgestellt werden, die betriebsfremd und/oder unabhängig von den Betreibern des Kommunikationssystems sind.
[0008]  Kommunikationsnetzwerksysteme, die für die Benutzer davon Mobilität bereitstellen, sind bekannt. Dem Fachmann sind die Grundprinzipien solcher mobilen Kommunikationssysteme bekannt. Ein wohl bekanntes Beispiel ist das öffentliche landgestützte Mobilfunknetz (PLMN), das auch als ein zellulares Kommunikationsnetz bekannt ist. Ein anderes Beispiel ist ein mobiles Kommunikationssystem, das mindestens teilweise auf der Benutzung von Kommunikationssatelliten beruht.
[0009]  Dienste, die Information über den geografischen Standort eines mobilen Benutzergeräts (und somit des Benutzers) bei der Dienstbereitstellung benutzen, sind ebenfalls bekannt. Solche Dienste werden manchmal als standortempfindliche Dienste bezeichnet. Jüngste Entwicklungen auf dem Gebiet der Mobilkommunikation haben zu Anordnungen geführt, wobei Information über den derzeitigen Standort eines mobilen Benutzergeräts bestimmt wird und bei der Bereitstellung verschiedener Dienste für den Benutzer des mobilen Benutzergeräts benutzt werden kann.
[0010]  Die Mobilfunknetzvorrichtung und/oder das mobile Benutzergerät wie eine Mobilstation können zur Bereitstellung von Information bezüglich des geografischen Standorts des Benutzergeräts und somit des Benutzers davon eingesetzt werden. Ein mobiles Benutzergerät und der Benutzer davon können durch verschiedene unterschiedliche Techniken positioniert werden. Zum Beispiel kann im Wesentlichen genaue geografische Standortinformation, die mit einem Benutzergerät verbunden ist, auf der Grundlage des bekannten satellitenbezogenen GPS (globales Positionierungssystem) erhalten werden. In einem anderen Ansatz werden die Zellen oder ähnliche geografisch begrenzte Funkzugangseinheiten und verbundene Steuerungen des Kommunikationssystems bei der Erzeugung einer Schätzung hinsichtlich des Standorts des mobilen Benutzergeräts benutzt. Das Kommunikationssystem kann auch mit spezifischen Standortmesseinheiten (LMUs) bereitgestellt sein, die Daten hinsichtlich des Standorts eines Benutzergeräts bereitstellen.
[0011]  Es ist auch möglich, den geografischen Standort zu folgern, wenn sich ein mobiles Benutzergerät innerhalb des Versorgungsbereichs eines besuchten oder„fremden" Netzes befindet. Das besuchte Netz kann dazu befähigt werden, den Standort des mobilen Benutzergeräts zurück an das Heimatnetz zu übertragen, um zum Beispiel Dienste zu unterstützen, die auf Standortinformation beruhen, oder zur Wegeermittlung und zur Verrechnung.
[0012]  Die Erzeugung von Daten für die Standortbestimmung (wie verschiedene Messungen und Berechnungen) ist kein wesentliches Element der vorliegenden Erfindung und wird folglich hierin nicht weiter beschrieben. Es reicht, darauf hinzuweisen, dass eine Standortdienst-(LCS)Einheit bei der Bereitstellung von Standortinformation eingesetzt werden kann, die mit einem mobilen Zielbenutzergerät für eine Einheit verbunden ist, die solche Information angefordert hat (der Kunde). Der Kunde kann eine Dienstanwendung umfassen, die die Information bei der Bereitstellung von standortempfindlicher Information für die Teilnehmer für ihre Dienste benutzen kann. Die Standortdiensteinheit kann innerhalb des zellularen Systems umgesetzt sein oder damit verbunden sein. Die Standortdiensteinheit, die von dem Kommunikationssystem bereitgestellt wird, kann unterschiedliche Kunden über eine angemessene Schnittstelle bedienen. Die Standortdiensteinheit kann die Standortinformation auf der Grundlage von Daten bereitstellen, die von verschiedenen Quellen bereitgestellt worden sind. Standortdaten können auch in dem Benutzergerät verarbeitet werden, das mit einer geeigneten Verarbeitungskapazität bereitgestellt ist. Das Benutzergerät kann dann die Standortdiensteinheit oder den Kunden mit Standortdaten, zum Beispiel Standortkoordinaten versorgen.
[0013]  Der Kunde kann diese Standortinformation für verschiedene Dienste/Anwendungen wie zur Lokalisierung eines Mobiltelefons, das einen Notruf gemacht hat, zum Lokalisieren von Fahrzeugen oder gegebenen Mobilfunkteilnehmern für Werbezwecke und so weiter benutzen. Im Allgemeinen kann ein Kunde wie ein Benutzer oder eine Einheit, die Standortinformation bezüglich eines anderen Benutzers empfangen möchte, eine Anforderung für solche Information zu der Standortdienst-Bereitstellungseinheit senden. Die Standortdienst-Bereitstellungseinheit wird dann die Anforderung verarbeiten, die erforderlichen Daten zum Erzeugen einer Antwort erhalten und eine angemessene Antwort erzeugen.
[0014]  Ein Beispiel der Bereitstellung der Standortinformation von einem PLMN ist in den technischen Spezifikationen des 3 rd Generation Partnership Project (3GPP), siehe zum Beispiel 3GPP TS 23.271 Version 4.2.0, mit dem Titel "Functional stage 2 description of LCS", Juni 2001, ausführlicher beschrieben. Gemäß der 3GPP-Spezifikation wird eine Standortdienst-(LCS)Servereinheit, die als eine mobile Gateway-Standortstelle (Gateway Mobile Location Center = GMLC) bezeichnet wird, zum Verwalten der Standortdienste bereitgestellt. Das GMLC dient der Erfassung und Speicherung verschiedener Daten, die bei der Bereitstellung von Standortinformation für die Standortdienstkunden (LCS-Kunden) benutzt werden können.
[0015]  Die vorgeschlagenen Standortdienst-(LCS)Lösungen verwenden Steuerebenen-Signalisierungskanäle zum Signalisieren von Nachrichten, die mit der Bereitstellung von Standortdiensten verbunden sind, wie für Anforderungen bezüglich Standortinformation, Nachrichten zum Übermitteln von Standortdienst-Unterstützungsdaten und so weiter. Jedoch haben die Erfinder herausgefunden, dass das Signalisieren von Nachrichten, die mit der Bereitstellung der Standortinformation verbunden sind, auf der Steuerebene eine relativ hohe Last verursachen kann. Dies kann insbesondere auf der Luftschnittstelle zwischen dem mobilen Benutzergerät und der Funknetzvorrichtung der Fall sein, die das mobile Benutzergerät bedient.
[0016]  Die Erfinder haben herausgefunden, dass dieses Problem überwunden werden könnte, wenn die Benutzerebene für solche Zwecke benutzt werden könnte. Dadurch könnte es möglich sein, die Verwendung der im Wesentlichen schweren, auf dem SS7 (Signalisierungssystem Nr. 7) basierenden Signalisierung auf Steuerebene zu vermeiden. Darüber hinaus könnte die Benutzung der Benutzerebene bei der Lösung des Problems helfen, das die im Wesentlichen hohen Variationen bei der Signalisierungslast betrifft, die in Antwort auf die Standortinformations-Dienstanfragen oder andere ähnliche unvorhersagbar auftretende Dienstanforderungen auftreten. Dies beruht darauf, dass keine Ressourcenzuweisung für die paketvermittelte Benutzerebenenkommunikation in der Weise erforderlich ist, die zum Signalisieren der gleichen Information über die Steuerebene erforderlich ist.
[0017]  Ein spezifisches Beispiel der Benutzerebenenkommunikation, das zur Kommunikation von Daten zu und von dem mobilen Benutzergerät benutzt werden könnte, basiert auf dem Internetprotokoll (IP). Um jedoch zum Beispiel Unterstützungsdaten auf der Benutzerebene in einem auf dem Internetprotokoll (IP) basierenden Positionierungssystem übertragen zu können, muss die Einheit des Standortdienstes die IP-Adresse des Zielbenutzergeräts kennen. Ein Problem hierbei ist, dass die IP-Adresse des Zielbenutzergeräts einer Anwendung, die die Anforderung an den Standortdienst stellt, nicht unbedingt bekannt ist. Selbst wenn die IP-Adresse des Anforderers der Standortinformation der Anwendung, die die Anforderung stellt, bekannt ist und zum Beispiel in dem http-Kopf der Anforderung (Hypertext-Übertragungsprotokoll-Kopf) zu dem Standortinformationsdienst geliefert wird, kann das Zielbenutzergerät ein anderes sein als das des Anforderers, der auf die Anwendung zugreift. Darüber hinaus können die Adressierungsschemata wie die IP-Adressierung in verschiedenen Domänen variieren. Folglich können die Anwendung, der Anforderer, der Betreiber und das Zielbenutzergerät unterschiedliche Adressierungsschemata aufweisen, die in ihren eigenen Domänen benutzt werden.
[0018]  Der Stand der Technik bietet keine Lösung, bei der es möglich wäre, eine IP-Verbindung auf Benutzerebene in dem Fall zu erstellen, dass die IP-Adresse der Benutzerebene des Zielbenutzergeräts nicht von dem Anforderer angegeben ist. Jedoch kann das Zielbenutzergerät bereits eine Sitzung auf Benutzerebene und somit eine IP-Adresse auf Benutzerebene aufweisen. Die mögliche IP-Adresse des Zielbenutzergeräts ist nur einem Zugriffsknoten wie einem Zugriffsserver (zum Beispiel einem GGSN) bekannt, mit dem das Zielbenutzergerät für die Internetprotokoll-(IP)-Sitzung auf Benutzerebene zwischen dem Benutzergerät und dem IP-Netz verbunden ist.
[0019]  Die Erfinder haben einen Bedarf an einer Lösung gefunden, wobei eine existierende Adresse auf Benutzerebene wie eine Internetprotokoll-(IP)Adresse zur Datenübermittlung an das Benutzergerät benutzt werden kann, wenn solch eine Adresse existieren sollte.
Kurzdarstellung der Erfindung
[0020]  Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung behandeln eines oder mehrere der oben erwähnten Probleme.
[0021]  Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Mitteilen von Information bereitgestellt, die mit der Bereitstellung eines Dienstes in einem Kommunikationssystem verbunden ist, wobei das Verfahren Folgendes umfasst:
Speichern in einem Speichermittel von Information über mögliche Verbindungen zwischen einem Identifikator eines mobilen Benutzergeräts und Benutzerebenenadressen;
Empfangen an einer Dienstbereitstellungseinheit einer Anforderung für den Dienst von einem Kunden, der mit dem Kommunikationssystem verbunden ist, wobei die Anforderung den Identifikator des mobilen Benutzergeräts aufweist;
Überprüfen, ob auf der Grundlage des Identifikators eine Benutzerebenenadresse in dem Speichermittel zu finden ist; und
falls solch eine Benutzerebenenadresse in dem Speichermittel gefunden wird, Mitteilen von Daten, die mit der Bereitstellung des angeforderten Dienstes dem mobilen Benutzergerät verbunden sind, über eine Benutzerebenenverbindung, die mit der Adresse, die in dem Speichermittel gefunden wurde, verbunden ist; und
falls auf Grundlage des Identifikators keine Benutzerebenenadresse in dem Speichermittel zu finden ist, Erstellen einer neuen Benutzerebenenverbindung und Mitteilen der Daten, die mit der Bereitstellung des angeforderten Dienstes dem mobilen Benutzergerät verbunden sind, über die erstellte Benutzerebenenverbindung.
[0022]  Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Anordnung in einem Kommunikationssystem zur Bereitstellung eines Dienstens in Antwort auf eine Anforderung von einem Kunden bereitgestellt, wobei die Bereitstellung des Dienstes die Übermittlung von Daten zu einem mobilen Benutzergerät erfordert, wobei die Anordnung Folgendes umfasst:
eine  Datenbereitstellungseinheit zum Empfangen einer Dienstanforderung von dem Kunden, wobei die Anforderung das mobile Benutzergerät mittels eines Identifikators identifiziert;
Speichermittel zum Verwalten von Information bezüglich möglicher Verbindungen zwischen dem Identifikator des mobilen Benutzergeräts und Benutzerebenenadressen, die für Benutzerebenen-Datenübertragungen in dem Kommunikationssystem benutzt werden können, wobei der Speicher angeordnet ist, um zu überprüfen, ob eine Benutzerebenenadresse zur Mitteilung von Daten in dem Speichermittel auf Grundlage des Identifikators zu finden ist, und
falls solch eine Benutzerebenenadresse in dem Spei-chermittel zu finden ist, Daten, die mit der Bereitstellung des angeforderten Dienstes dem mobilen Benutzergerät verbunden sind, über eine Benutzerebenenverbindung, die mit der Adresse, die in dem Speichermittel gefunden wurde, mitgeteilt werden; und
falls auf Grundlage des Identifikators keine Benutzerebenenadresse in dem Speichermittel zu finden ist, eine neue Benutzerebenenverbindung erstellt wird und Daten, die mit der Bereitstellung des angeforderten Dienstes dem mobilen Benutzergerät verbunden sind, über die erstellte Benutzerebenenverbindung mitgeteilt werden.
[0023]  Die Lösung ermöglicht das Abbilden zwischen dem Identifikator des Benutzergeräts und der Benutzerebenenadresse unabhängig von der Kundenanwendung. Die Ausführungsformen ermöglichen das Abbilden zum Beispiel einer MSISDN-(diensteintegrierendes digitales Mobilfunkteilnehmer-Netz)Nummer auf IP-Adressen, die von anderen Servern benutzt werden. Die Abbildung kann in der Dienstversorgungskette ausgeführt werden. Die Abbildung wird vorzugsweise von einer Einheit oder Einheiten ausgeführt, die von dem Betreiber des Kommunikationsnetzes gesteuert werden. Folglich kann der Betreiber steuern, wie viel Information für Einheiten außerhalb des betreibereigenen Systems offenbart wird. Die Ausführungsformen stellen ein Verfahren zum Verbinden eines Identifikators, der von der Kundenanwendung erhalten wird, mit einer IP-Adresse des zielbenutzergeräts bereit, wobei es gleichzeitig für eine Kundeneinheit (zum Beispiel eine Standortdiensteinheit) möglich ist, auf die Adressdaten zuzugreifen. Die Kundeneinheit kann die Erstellung einer Benutzerebenenverbindung auslösen, wenn das Zielbenutzergerät keine aktive Benutzerebenenverbindung aufweist.
[0024]  Die Ausführungsformen ermöglichen Dienstanwendungen (zum Beispiel Standortdienstanwendungen), wobei Unterstützungsdaten über eine verbindungslose Benutzerebenenverbindung übertragen werden können. Es ist möglich, die Probleme bei der Bereitstellung der Datenkommunikations-Benutzerebenenadresse wie der IP-Adresse zur Lieferung der Unterstützungsdaten zu vermeiden. Das hierin vorgeschlagene Konzept kann auch verbessert werden, um die Anonymität der Benutzer zu unterstützen.
[0025]  Wenn die Abbildungsfunktionalität als eine getrennte Funktion in dem Heimat-PLMN angeordnet ist, kann die Abbildung auch zum Roaming von Benutzern bereitgestellt werden. Ein besuchtes Heimatnetz kann die Benutzerebenenadresse von den Gegenstücken der Standortdiensteinheit des anderen Netzes anfordern. Darüber hinaus werden in Ausführungsformen, bei denen die Adressabbildung in dem Heimatnetz des Zielbenutzergeräts vorgenommen wird, die Veränderungen zum Erhalten der korrekten Benutzerebenenadresse des Benutzergeräts verbessert.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0026]  Für ein besseres Verständnis der vorliegenden Erfindung wird nun beispielhaft auf die beiliegenden Zeichnungen Bezug genommen. Es zeigen:
[0027]  Fig.1 das Konzept einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
[0028]  Fig.2 die Abbildung von IP-Adressen auf Identitäten ID mittels eines Radiusservers;
[0029]  Fig.3 eine andere Art und Weise der Abbildung von IP-Adressen auf Identitäten; und
[0030]  Fig.4 ein Flussdiagramm, das die Betriebsweise einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt.
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der
Erfindung
[0031]  Es wird auf Fig.1 Bezug genommen, die eine vereinfachte Darstellung eines zellularen Systems ist, auf welches die vorliegende Erfindung angewendet werden kann. Genauer zeigt Fig.1 eine Anordnung, wobei das Funkzugriffsnetz 3 eines zellularen Systems Funkversorgungsbereiche, das heißt, Zellen 2 bereitstellt. Jeder Funkversorgungsbereich 2 wird in der Regel von einer Basisstation 4 (aus Klarheitsgründen ist nur eine Basisstation dargestellt) bedient. Man wird zu schätzen wissen, dass eine Zelle mehr als eine Basisstationsstelle aufweisen kann. Eine Basisstationsvorrichtung oder -stelle kann auch mehr als eine Zelle bereitstellen. Die Form und Größe der Zellen 2 hängt von der Umsetzung ab und kann sich von den dargestellten Formen unterscheiden. Die Form und Größe der Zellen kann auch von Zelle zu Zelle variieren.
[0032]  Jede der Basisstationen wird durch eine Zugriffsnetzsteuerung gesteuert. Zum Beispiel kann eine 3G-Funkzugriffsnetzsteuerung (RNC) oder eine herkömmlichere Basisstationssteuerung (BSC) des GSM für solche Zwecke benutzt werden. Die Zugriffsnetzsteuerung kann mit geeigneten Kernnetzeinheiten des zellularen Systems, wie einer MSC (mobilen Schaltstelle), einem HLR (Heimatstandortregister) und/oder SGSN (allgemeiner paketorienterter Funkdienst-Unterstützungsknoten), über eine geeignete Schnittstellenanordnung verbunden sein.
[0033]  Ein Benutzergerät wie eine Mobilstation (MS) 10 ist auch dargestellt. Man wird zu schätzen wissen, dass eine Anzahl von Benutzergeräten über das zellulare System kommunizieren kann, obwohl aus Klarheitsgründen nur ein mobiles Benutzergerät in Fig.1 dargestellt ist. Das mobile Benutzergerät 10 ist angeordnet, um Signale über eine Funkschnittstelle an die Basisstation 4 zu übertragen und Signale davon zu empfangen. Mittels dieser Anordnung kann das Zugriffsnetz 3 das mobile Benutzergerät 10 bedienen. Um einen geeigneten Betrieb des Systems zu gewährleisten, müssen Nachrichten, die mit Anrufen zu und/oder von dem Benutzergerät 10 verbunden sind, in der Regel auf der Steuerebene zwischen Netzeinheiten und dem Benutzergerät 10 mitgeteilt werden.
[0034]  Man wird zu schätzen wissen, dass die verschiedenen Einheiten, die mit dem Funkzugriffsnetz und dem Kommunikationssystem verbunden sind, nur dargestellt und kurz beschrieben sind, um das Verständnis der Erfindung zu erleichtern. Diese Einheiten bilden kein wesentliches Element der Erfindung und werden folglich hierin nicht ausführlicher erläutert.
[0035]  Der Standort des mobilen Benutzergeräts 10 kann bezüglich der Zeit variieren, da sich das Benutzergerät innerhalb des Versorgungsbereichs einer Basisstation und auch von einem Versorgungsbereich (Zelle) zu einem anderen Versorgungsbereich frei bewegen kann. Wie oben erwähnt, sind die modernen Kommunikationssysteme dazu fähig, Information bezüglich des geografischen Standorts eines Benutzergeräts innerhalb des Versorgungsbereichs davon bereitzustellen. Der geografische Standort kann zum Beispiel auf der Grundlage der Position der Mobilstation bezüglich der Basisstation oder Basisstationen des mobilen Fernmeldenetzes und/oder auf der Grundlage von Information eines auf einem Satelliten basierenden Positionierungssystems bestimmt werden.
[0036]  Das Kommunikationssystem kann mit verschiedenen unterschiedlichen Einheiten zur Verarbeitung von Information, die aus den Zellen und/oder einigen anderen Parametern gesammelt wird, und/oder zum Berechnen durch Prozessormittel von geeigneten Berechnungen zum Bestimmen und Ausgeben des geografischen Standorts des Zielbenutzergeräts bereitgestellt werden. Die Standortinformation kann mit Hilfe einer oder mehrerer der angemessenen Standorttechniken erhalten werden. Mindestens ein Teil der Standortinformation kann auf der Grundlage von Information, die von einem System bereitgestellt wird, das von dem Kommunikationssystem getrennt ist, wie mit Hilfe des satellitenbasierten globalen Positionierungssystems (GPS), des unterstützten GPS (A-GPS), Galileo oder ähnlichem bereitgestellt werden.
[0037]  Das Benutzergerät 10 kann angepasst sein, um Standortmessungen und/oder -berechnungen und andere Verarbeitungsvorgänge auszuführen, die zur Bereitstellung von Information bezüglich der geografischen Position davon erforderlich sind. Das Benutzergerät kann dies zum Beispiel mit Hilfe einer OTDOA (Observed time difference of arrival = beobachtete Ankunftszeitdifferenz) und/oder TA (timing advance = Zeitsteuerungsvorlauf) oder einer ähnlichen Fähigkeit davon erreichen. Das Benutzergerät 10 kann ersatzweise oder zusätzlich ein GPS-fähiges Endgerät sein. Das heißt, das Benutzergerät kann mit einem GPS-Empfänger zum Empfangen von Signalen von GPS-Satelliten und Mitteln zur Verarbeitung von GPS-Daten bereitgestellt sein. Ein Teil der GPS-Daten kann als Unterstützungsdaten aus dem Mobilfunknetz bereitgestellt werden.
[0038]  Der geografische Standort des Benutzergeräts kann zum Beispiel in X- und Y-Koordinaten oder in Breiten- und Längengraden definiert werden. Eine Möglichkeit ist die Verwendung der Beziehung zwischen definierten Radien und Winkeln, zum Beispiel auf der Grundlage des Kugelkoordinatensystems oder dergleichen. Es ist auch möglich, den Standort der Basisstationen und/oder Mobilstationen in vertikalen Richtungen zu definieren. Zum Beispiel kann eine Z-Koordinate benutzt werden, wenn die Standortinformation in der vertikalen Richtung bereitgestellt wird. Der vertikale Standort kann zum Beispiel in bergigen Gegenden oder in Städten mit hohen Gebäuden erforderlich sein.
[0039]  Da es verschiedene Möglichkeiten zur Art und Weise der Bestimmung des Standorts des Zielbenutzergeräts gibt und da die Erfindung nicht von der verwendeten Standortbestimmungstechnologie abhängt, werden diese hierin nicht ausführlicher beschrieben.
[0040]  Die Standortdienst-(LCS)Funktionalität des Kommunikationssystems ist mit mehreren Einheiten dargestellt. Eine spezifische Standortdienst-Servereinheit 18 umfasst Bestandteile und Träger, die bei der Bereitstellung von Standortdiensten für LCS-Kunden 24 benötigt werden. Die Servereinheit kann eine Plattform bereitstellen, die die Unterstützung von standortbasierten Diensten parallel zu anderen Telekommunikationsdiensten wie Sprach-, Daten-, Nachrichtendiensten, anderen Telediensten, Benutzeranwendungen und Zusatzdiensten ermöglicht. Der LCS-Server kann dem Kunden 24 folglich auf Anfrage oder regelmäßig den derzeitigen oder jüngsten geografischen Standort (falls verfügbar) des Zielbenutzergeräts bereitstellen oder, falls der Standort falsch ist, eine Fehleranzeige und wahlweise den Grund für den Fehler bereitstellen.
[0041]  Fig.1 zeigt eine Einheit 18, die eine mobile Gateway-Standortstellen-(Gateway Mobile Location Center = GMLC)Einheit und eine mobile IP-Bedienstandortstelle (Servicing Mobile Location Center = SMLC) als ein Beispiel einer Standortdiensteinheit zum Sammeln und Speichern von Daten umfasst, die zur Bereitstellung der Standortinformation erforderlich sind. Die Standortinformations-Diensteinheit 18 ist angeordnet, um über angemessene Schnittstellenmittel Information hinsichtlich des Standorts des mobilen Benutzergeräts 10 aus dem zellularen System 3 zu empfangen. Die Standortdiensteinheit 18 ist in der Regel in der Kernnetzseite des Kommunikationssystems umgesetzt. Die Einheit 18 kann Standortinformation aus dem Funkzugriffsnetz über geeignete Steuereinheiten wie die MSC (mobile Schaltstelle) und/oder das HLR (Heimtatstandortregister) und/oder eine SMSC über geeignete Schnittstellenmittel empfangen.
[0042]  Eine spezifische Gateway-Einheit zum Zugreifen auf die Standortinformations-Diensteinheit 18 kann auch bereitgestellt werden. In Fig.1 ist die Kundenanwendung 24 dargestellt, die eine Benutzerposition von einer Standortdienst-Middleware-Einheit 22 anfordert. Die Standort-Middleware-Einheit 22 kann ein mobiler Positionierungsaktivierungsserver sein, der für Funktionen wie die Benutzerprofilerstellung (Datenschutzüberprüfungen), Dienstüberprüfung, Standortdatenmanipulation, Verrechnung, Teilnehmerauthentifizierung, Systemsteuerfunktionen und so weiter verantwortlich ist.
[0043]  Die Standort-Middleware-Servereinheit 22 kann in der Kernnetzseite des Kommunikationssystems bereitgestellt sein. Der Server kann mit dem Kunden 24 mittels Dokumenten mit erweiterter Auszeichnungssprache (XML) kommunizieren, die auf dem Hypertext-Übertragungsprotokoll (http) basieren. Wie ebenfalls dargestellt, kann die Servereinheit 22 dann über eine angemessene Schnittstelle mit der Einheit 18 in Kontakt treten.
[0044]  In Fig.1 ist der Standortdienst-(LCS)Kunde 24 dargestellt, der eine Einheit umfasst, die verschiedene Dienstanwendungen 25 umfasst. Der Kunde ist berechtigt, mindestens einen gewissen Umfang an Information hinsichtlich des Standorts (oder Standortverlaufs) eines Zielbenutzergeräts zu empfangen. Der Kunde 24 kann Standortinformation von dem Kommunikationssystem anfordern. Der Kunde 24 kann folglich als eine logische funktionelle Einheit betrachtet werden, die für beliebige Zwecke Standortinformation eines oder mehrer Zielbenutzergeräte anfordert.
[0045]  Der Kunde 24 kann aus jeder beliebigen Einheit bestehen, die die Standortinformation benutzen kann und standortempfindliche Dienste bereitstellen kann. Die Dienstanwendung kann die Standortinformation benutzen, um zum Beispiel die Verwendbarkeit oder Inhaltssegmentierung zu verbessern. Zu Beispielen dieser gehören, ohne darauf beschränkt zu sein, Dienstanwendungen wie reine Standortinformationsdienste, Spiele, wobei Standortinformation benutzt werden kann, und Flottenmanagementanwendungen.
[0046]  Die besonderen Anforderungen und Eigenschaften eines LCD-Kunden sind dem Standortdienstserver des Kommunikationssystems zum Beispiel auf Grundlage eines LCS-Kundenteilnahmeprofils in der Regel bekannt. Besondere Einschränkungen, die mit einem einzelnen Zielbenutzergerät in Verbindung stehen, können auch definiert werden.
[0047]  Der LSC-Kunde 24 kann eine Einheit sein, die außerhalb des Kommunikationsnetzes liegt. Der LCS-Kunde kann auch ein interner Kunde (ILCS) sein, das heißt, in jeder beliebigen Einheit oder Knoten (einschließlich der Mobilstation) innerhalb des Kommunikationssystems liegen. Die Kommunikation zwischen dem LCS-Kunden 24 und dem mobilen Benutzergerät 10 kann über einen GPRS-Gateway-Unterstützungsknoten (GGSN) 14 und einen drahtlosen Anwendungsteil-(WAP) oder Kurzmitteilungsdienststellen-(SMCS)Knoten 16 eintreten. Die Kommunikation kann auf der Benutzerebene zum Beispiel gemäß dem Hypertext-Übertragungsprotokoll (http) eintreten.
[0048]  Die Erfinder haben herausgefunden, dass es möglich ist, eine Benutzerebenenverbindung auch zur Übertragung von Datennachrichten zu benutzen, die mit der Bereitstellung von Information über den Standort des Zielbenutzergeräts 10 verbunden sind. Zum Beispiel kann eine paketvermittelte Internetprotokoll-(IP)Benutzerebenenverbindung für solch eine Kommunikation parallel zu anderen Kommunikationsmedien auf Benutzerebene wie PDP-(Paketdatenprotokoll)Kontext, Datenruf, WLAN-(drahtloses lokales Netz)Kommunikationen und so weiter bereitgestellt werden. Nachrichten, die die Bereitstellung von Standortinformationsdiensten wie den Standortinformationsanforderungen, Antworten und Unterstützungsdaten betreffen, können über eine IP-Verbindung geliefert werden, die für solche Nachrichten zum Beispiel in Antwort auf eine Standortanforderung erstellt wird.
[0049]  Fig.1 stellt folglich auch eine mögliche Systemarchitektur dar, um eine auf der Benutzerebene basierende Positionierung, das heißt, ein Standortinformations-Bereitstellungssystem umzusetzen. Die Kommunikation von "normalem" oder tatsächlichem Telekommunikationsverkehr wie Sprache, Daten oder Multimediainhalt zu und/oder von dem Benutzergerät 10 wird als Benutzerebenenkommunikation erzielt. Die Signalisierung von Nachrichten, die die normale Kommunikation unterstützen, wird auf einer Steuerebene übertragen. Jedoch ist die Mitteilung von Information, die die Bereitstellung von Information über den Standort des Benutzergeräts 10 unterstützt, angeordnet, um auf der Benutzerebene zwischen mindestens einem Teil der Einheiten übertragen zu werden, die an der Bereitstellung der Stand-ortinformation beteiligt sind. Das heißt, Benutzerebenenverbindungen können anstatt der Steuerebene zur Übertragung von standortinformationsdienstspezifischen Daten benutzt werden.
[0050]  Die Benutzerebene kann zur Mitteilung von Daten zwischen dem Benutzergerät 10 und der IP-SMLC 20 benutzt werden. Sie kann auch zur Mitteilung von Daten zwischen dem Benutzergerät 10 und der GMLC 19 oder irgendeinem anderen Server oder Dienst benutzt werden, der die Schnittstelle zwischen dem Kunden und/oder einer angemessenen Funktionalität bereitstellt.
[0051]  Verschiedene Übertragungssteuerprotokoll-(TCP)Verbindungen einer einzigen IP-Sitzung können bei der Bereitstellung der Standortinformationsdienste benutzt werden. Als Alternative kann eine zweckbestimmte IP-Sitzung für die Standortdienste erzeugt werden, zum Beispiel zwischen der mobilen Bedienstandortstelle (IP-SMLC) 20 und dem Benutzergerät 10.
[0052]  Die mit Bezug auf Fig.2 und Fig.3 ausführlicher beschriebenen Ausführungsformen ermöglichen die Benutzung einer existierenden IP-Sitzung auf Benutzerebene zur Mitteilung von Information, die mit der Bereitstellung des Standortinformationsdienstes verbunden ist. Wie durch das Flussdiagramm von Fig.4 dargestellt, wenn keine Sitzung auf Benutzerebene existiert, kann eine neue IP-Sitzung auf Benutzerebene zur Mitteilung von Information, die mit der Bereitstellung der Stanortinformation verbunden ist, erstellt werden. Die neue Sitzung kann zum Beispiel mittels des so genannten Push-WAP-Verfahrens oder jedes beliebigen anderen Verfahrens erstellt werden, das für die Verbindungsherstellung auf Benutzerebene verfügbar ist.
[0053]  Während des Betriebs kann die Kundenanwendung 24 eine Anforderung hinsichtlich Standortinformation an die Standort-Middleware-Einheit 22 stellen. Im Folgenden wird eine Möglichkeit zum Abbilden des Identifikators in der Anforderung mit einer IP-Adresse in der Standortdienst-Versorgungskette beschrieben, so dass der Kunde 24 die tatsächliche IP-Adresse des Zielbenutzergeräts in der Anforderung nicht unbedingt bereitstellen muss.
[0054]  Die IP-Adresse des Zielbenutzergeräts wird derart angefordert, dass Unterstützungsdaten über die Benutzerebene in einem IP-basierten Positionierungssystem übertragen werden können. Um dies zu ermöglichen, wird die Standort-Middleware 22 mit einem Mechanismus bereitgestellt, um die IP-Adresse von einer geeigneten Quelle abzufragen. In Fig.1 bis Fig.3 ist das Speichermittel zum Verwalten der Verbindung durch ein Speichermittel 34 bereitgestellt.
[0055]  Das Speichermittel 34 verwaltet eine Datenbank, wobei der MSISDN-Identifikator eines mobilen Benutzergeräts und die IP-Adresse (oder mehrere IP-Adressen), die dem mobilen Benutzergerät zugewiesen sind, dynamisch miteinander verbunden sind. Wenn in der Datenbank kein aktiver PDP-(Paketdatenprotokoll)Kontext zu finden ist, kann gefolgert werden, dass keine IP-Adresse für das Zielbenutzergerät vorhanden ist. In diesem Fall kann eine neue Benutzerebenenverbindung geöffnet werden, um eine IP-Adresse zur Benutzung durch die Standortinformations-Diensteinheiten zu erzeugen.
[0056]  Fig.2 und Fig.3 zeigen zwei Ausführungsformen. Die Anordnung aus Fig.2 entspricht dem RADIUS-Verfahren aus Fig.1. Das RADIUS-Verfahren kann auf einem offenen Standard basieren. Allerdings erfordern die Ausführungsformen eine spezifische Umsetzung des RADIUS-Proxy 30 und des Datenbankspeicherkunden 34. Der Radius-Proxy 30 kann mittels Shareware bereitgestellt werden.
[0057]  Während der PDP-Kontextaktivierung kann ein GGSN (GPRS-Gateway-Unterstützungsknoten) 14 dem Fernauthentifizierungs-Einwahlbenutzerdienst-(RADIUS)Server 32 ein Teilnehmerauthentifizierungsverfahren bereitstellen. Diese Vorgangsart wird zum Beispiel in der Zugriffspunktnamen-(APN)Konfiguration des GGSN definiert. Der Authentifizierungsserver liegt vorzugsweise in dem externen Internetdienstanbieter (ISP) oder Intranetnetzwerk, mit dem das Benutzergerät 10 verbunden ist.
[0058]  Der RADIUS-Server 32 und die Authentifizierungsprozesse sind in Fig.3 ausgelassen. Dadurch ist es möglich, einige der Signalisierungsstufen von Fig.2 zu vermeiden.
[0059]  Die mobile IP-Bedienstandortstelle (IP-SMLC) 20 kann eine existierende IP-Verbindung auf der Benutzerebene benutzen, um mit dem Benutzergerät 10 zum Erhalten von Information zu kommunizieren, die für die Standortberechnungen erforderlich ist. Die Benutzerebenenverbindung, die zum Übermitteln von standortbezogenen Anforderungen, Antworten und Unterstützungsdaten benutzt werden kann, ist über den GPRS-Gateway-Unterstützungsknoten (GGSN) 14, ein mobiles Portal oder ähnliches Gateway zu der Benutzerebene zugänglich. Das heißt, der GGSN 14 kann einen Pfad oder ein Gateway bereitstellen, um auf eine vorher erstellte IP-Verbindung auf der Benutzerebene, das heißt, den Zugriffspunkt oder Zugriffsserver (AS), zuzugreifen. In der Praxis befähigt dies die IP-SMLC 20, mit dem Benutzergerät 10 über den GGSN 14 zu kommunizieren. Gemäß einer Alternative stellt ein mobiles Portal den Zugriffspunkt 14 statt des GGSN bereit.
[0060]  Wie in Fig.1 bis Fig.3 dargestellt, kann der Zugriffsserver (AS; zum Beispiel ein GGSN) 14 eine Kontoführungsanforderungsnachricht senden, die die so genannten Kontoführungsanforderungspakete aufweist. Der Zugriffsserver 14 kann verschiedene Informationen von den Kontoführungsanforderungspaketen erhalten. Die Nachricht kann zum Beispiel Datenfelder wie die IPADDRESS, MSISDN, IMSI (International Mobile Subscriber Identity = internationale Mobilfunkteilnehmeridentität), CHARGING-ID, PRE-PAID-IND, GGSN-IP-ADDRESS und SGSN-IP-ADDRESS des Zielbenutzergeräts oder Teilnehmers aufweisen. Diese Information kann auf das Speichermittel 34 zum Speichern dieser Parameter übertragen werden.
[0061]  Das Speichermittel 34 kann eine angemessene Abbildung der Identifikatoren und IP-Adressen bereitstellen, um die Verbindungen bereitzustellen. In einer möglichen Umsetzung kann die Abbildungsfunktion mittels einer getrennten Vermittlerfunktion bereitgestellt werden. Dies kann in dem Middleware-Server 22 oder in einem anderen Netzserver auf Anwendungsebene bereitgestellt werden. Solch ein Server kann in Verbindung mit der IP-SMLC 20 bereitgestellt werden.
[0062]  Die Vermittlereinheit 20 kann auch eine IP-Verbindungsverwaltungsfunktion aufweisen, die angeordnet ist, um die Abbildung von Identifikatoren von den Kunden auf IP-Adressen des mobilen Zielbenutzergeräts 10 zu initiieren. Bei Empfang einer Standortinformationsanforderung kann der Vermittler mit der IP-Abbildungsfähigkeit den Identifikator (ID) des angeforderten Teilnehmers benutzen und auf die Datenbank 34 zugreifen, um eine IP-Adresse für das Zielbenutzergerät zu erhalten. Die IP-Adresse wird dann zur Bereitstellung einer Kommunikationsverbindung für das Benutzergerät 10, zum Beispiel zum Senden von Unterstützungsdaten für Standortberechnungen benutzt.
[0063]  Wie durch Fig.4 dargestellt, wird möglicherweise keine IP-Adresse gefunden. Wenn keine IP-Adresse existiert, kann gefolgert werden, dass es keinen aktiven, das heißt, offenen PDP-Kontext für das Benutzergerät 10 gibt.
[0064]  Wenn die IP-Adresse des Benutzergeräts bekannt ist, wird die Standortinformation direkt an den mobilen IP-Bedienstandortserver (SMLC) 20 zur Verwendung bei den Standortbereitstellungsverfahren weitergeleitet.
[0065]  Der Vermittler kann Funktionen wie die dynamische Auswahl und Gateway-Funktionen bereitstellen. Genauer kann der Vermittler auswählen, ob Standortinformation von dem Telekommunikationssystem oder einem anderen Standortinformationsbereitstellungssystem bereitgestellt werden soll. Die Vermittlereinheit kann eine Auswahllogik aufweisen, zum Beispiel ob ein Standort von einer mobilen Gateway-Standortstelle (GMLC) 19 des Kommunikationsnetzes oder von einer anderen Einheit über eine IP-Verbindung abgerufen wird. Das bei der Bereitstellung der Standortinformation anzuwendende Verfahren kann zum Beispiel auf der Grundlage des Parameters der Qualität der Positionierung (QoP) ausgewählt werden, der in der Anforderung enthalten ist, oder auf der Grundlage beliebiger anderer geeigneter Kriterien. Die Bestimmung kann basierend auf jedem beliebigen geeigneten Verfahren wie durch Benutzen von Information bezüglich der Dienstbereichsidentität/besuchten MSC (SAI/V-MSC) mittels der GMLC 19 oder basierend auf der GPS-Information, die durch die IP-SMLC 20 zugänglich ist, gemacht werden.
[0066]  Dem Vermittler kann bekannt sein, ob das Benutzergerät 10 an das Heimat- oder Roaming-Netz gebunden ist. Falls sich das Benutzergerät in dem Heimatnetz befindet, sendet der Vermittler eine PDP-Kontextaktivierungsanforderung an das Benutzergerät 10. Die Zieladresse kann aus einem generischen Adresspool ausgewählt werden. Nachdem das Benutzergerät einen PDP-Kontext für den Vermittler aktiviert hat (und IP-Adressen zugewiesen worden sind), wird die Standortanforderung zusammen mit der IP-Adresse des Benutzergeräts an die SMLC übergeben. Falls sich das Benutzergerät in einem Roaming-Netz befindet, kann ein ähnliches Verfahren angewendet werden, anderenfalls muss die IP-Adresse getrennt erhalten werden.
[0067]  Die IP-Adressen-Abbildungseinheit zum Abrufen von IP-Adressen kann an der IP-SMLC 20 oder als Teil des Vermittlers oder in irgendeiner anderen geeigneten Einheit des Netzes umgesetzt sein. Die Abbildungsfunktion kann auch eine gemeinsam benutzte Funktionalität sein.
[0068]  Wenn die IP-Abbildungsfunktionalität als eine getrennte Funktion bereitgestellt wird, kann sie auch für die Roaming-Teilnehmer bereitgestellt werden. Das besuchte Netz kann die IP-Adresse von einem Standort-Middleware-Gegenstück eines anderen Netzes anfordern: Das Grundkonzept hier ist, dass anstatt der Anforderung der IP-Abbildung von dem Heimatnetz diese von dem besuchten Netz über eine GMLC-zu-GMLC-Schnittstelle oder eine andere Schnittstelle, die zwischen den Einheiten bereitgestellt werden kann, angefordert werden kann.
[0069]  Eine Ausführungsform stellt für das Zielbenutzergerät Anonymität bereit. Eine Datenbank, die MSISDN und IP-Adresse aufweist, kann auch oder alternativ eine Identität wie einen Namen (entweder den Eigennamen oder einen Rufnamen des Zielbenutzers) oder Authentifizierungsschlüssel aufweisen. Der Name oder ähnliche Identitätsindikatoren können an den Kunden der Standortinformationsdienste als ein Identifikator geleitet werden. Der Kunde kann dann statt MSISDN den Identifikator in der Standortanforderung benutzen In diesem Fall würde die Standort-Middleware die IP-Adresse durch Senden des Identifikators an die Datenbank anfordern.
[0070]  Man wird zu schätzen wissen, dass, wenngleich die Erfindung oben mit Bezug auf eine IP-Sitzung beschrieben worden ist, dies nicht die einzige Möglichkeit für die Benutzerebenenkommunikation ist. Die Kommunikation kann zum Beispiel basierend auf der Signalisierung über Abis/lub-Schnittstelle, PDP-Kontext, Kurzmitteilungsdienst (SMS); Datenruf und so weiter auftreten.
[0071]  Die auf einer IP-Sitzung basierende Positionierung kann durch automatische PDP-Abbildung und IP-Adressabbildung bereitgestellt werden. Sowohl der Zugriffs- als auch der Standortserver können von den Betreibern gesteuert werden, und folglich ist es möglich, das Eintreten der IP-Adressinformation außerhalb des Netzes zu vermeiden.
[0072]  Man muss zu schätzen wissen, dass, während Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung mit Bezug auf Mobilstationen beschrieben worden sind, Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung auf jede beliebige andere geeignete Art von mobilem Benutzergerät anwendbar sind.
[0073]  Man muss auch zu schätzen wissen, dass, während Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung mit Bezug auf Standortdienste beschrieben worden sind, Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung auf die Bereitstellung sämtlicher andere Dienste, wobei mindestens ein Teil der Daten auf die Benutzerebene übertragen wird und wobei der Kunde die Benutzerebenenadresse des Zielbenutzergeräts nicht kennt, anwendbar sind.
[0074]  Zu Beispielen der anderen Dienste gehören die so genannten push-artigen Werbungsdienste. In diesem Beispiel hat der Benutzer/die Benutzerin möglicherweise eine Anwendung definiert, die sich zum Beispiel im Internet/Internet befindet, und der er/sie das Pushen von Werbemitteilungen an sein/ihr Benutzergerät ermöglicht. Werbemitteilungen werden zum Beispiel jede Stunde an das Benutzergerät gesendet. Die IP-Adresse zum Senden der Werbung wird wie oben beschrieben erhalten.
[0075]  Wenngleich vorstehend beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben worden sind, wird hierin auch darauf hingewiesen, dass es mehrere Variationen und Modifikationen gibt, die an der offenbarten Lösung vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung, wie in den beigefügten Ansprüchen definiert, zu verlassen.