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1. WO1997025970 - COSMETIC SELF-TANNING AGENT HAVING A SUNSCREEN EFFECT

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Kosmetisches Selbstbräunungsmittel mit Lichtschutzwirkung

Die Erfindung betrifft ein kosmetisches Selbstbräunungsmittel auf Basis von Dihydroxyaceton mit Lichtschutzwirkung, mit welchem neben der Lichtschutzwirkung unterschiedliche Farbtöne auf der Haut erzielt werden können.
Die Verwendung von Dihydroxyaceton (DHA) als Bräunungsmittel für die menschliche Haut ist seit Jahren bekannt. Dabei ist DHA mit verschiedenen Begleitstoffen formuliert worden, um die norma-lerweise diesem Produkt innewohnenden Nachteile auszugleichen. DHA ist für eine etwas unnatürliche orangefarbene Hauttönung bekannt und weiterhin dafür, daß es sehr reaktionsfähig mit anderen Komponenten eines Gemisches ist, sich schnell zersetzt und einen für Kosmetika nicht akzeptablen Geruch aufweist. Außer-dem dauert die Hauteinfärbung meist zu lange (mehrere Stunden) und verblaßt dann wieder zu schnell (nach Stunden bis wenigen Tagen) .
Eine Kombination von Bräunungsmittel auf Basis von DHA und Lichtschutzmittel ist aus der WO 94/23693 bekannt. Dabei handelt es sich um eine O/W-Emulsion mit 0,1 bis 20 % DHA, 0,1 bis 30 % eines Sonnenschutzmittels, ausgewählt aus einer großen Gruppe dieser Mittel, und 0,1 - 10 % eines vernetzten kationischen Polymeren sowie 0,1 bis 10 % eines kationischen Emulgators.
Aus der EP-A-0627214 ist eine hautfärbende DHA-Formulierung bekannt, die zusätzlich einen hauthaftenden Farbstoff wie ein Eosin-derivat enthält.
Die US-A-4217344 beschreibt ein Lichtschutzmittel und Bräunungsmittel auf Basis von DHA, das zusätzlich Weinsäurealdehyd und eine spezielle Dispersion von Mikrokügelchen enthält.

Der vorliegende Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein in mehrfacher Hinsicht wirksames kosmetisches Selbstbräunungsmittel bereitzustellen. Mit Hilfe einer Kombination von Wirkstoffen soll eine mittlere lichtschützende Wirkung und zugleich eine selbst-bräunende Wirkung erzielt werden, wobei die selbstbräunende Wirkung bereits nach kurzer Zeit eintritt und lange anhält und wobei durch unterschiedliche Zusammensetzung der Wirkstoffe mehrere Farbschattierungen für unterschiedliche Hauttypen ohne zusätzliche Farbkomponenten erreicht werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit einem kosmetisches Selbstbräunungsmittel mit Lichtschutzwirkung auf Basis von Dihydroxyaceton, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es die folgenden Komponenten enthält, bezogen auf das Gesamtgewicht der Emulsion
(a) einen oder mehrere UV-Filter, ausgewählt aus der Gruppe, die aus Octylsalicylat, Octylmethoxycinnamat und Benzophenon-3 und deren Gemischen besteht, in einem Anteil von 2 bis 7,5 Gew-% der Einzelkomponenten und einem Anteil von 7 bis 18,5 Gew-% des Gemisches der Einzelkomponenten;
(b) Dihydroxyaceton (DHA) in einem liposomalen Transportsystem, bestehend aus DHA und Phospholipiden mit einem DHA-Anteil von 0,5 bis 5 Gew-%, wobei der Anteil der liposomalen Lösung im Bereich von 1,5 bis 25 Gew-% liegt und zusätzlich unverkapseltes DHA in einem Anteil von 1 bis 4 Gew-%;
(c) ein Antioxidationsmittel , ausgewählt aus der Gruppe, die aus Tocopherol, Ascorbinsäure, Calendula-Extrakt und einem Gemisch davon besteht, in einem Anteil von 0,01 bis 5,0 Gew-%;
(d) ein Feuchthaltemittel, ausgewählt aus der Gruppe, die aus Aloe vera, Phospholipiden, Natriumhyaluronat, Glycerin und Gemi-sehen davon besteht, in einem Anteil der Feuchthaltemittel von 0,1 bis 16 Gew-%; und
üblichen kosmetischen Träger- und Hilfεstoffen. Die Angaben sind jeweils auf das Gewicht der Gesamtzusammensetzung bezogen.
Bevorzugt liegt das Anteil der UV-Filter (a) insgesamt im Bereich von 10 bis 16 Gew-%. Diese UV-Filter (a) liegen vorzugsweise in einem Gemisch von Octylsalicylat, Octylmethoxycinnamat und Benzophenon-3 vor, wobei das Verhältnis der Komponenten untereinander im Bereich von 1,0 bis 2,0 : 0,8 bis 2,5 : 0,8 bis 2,0 liegt. Ein besonders bevorzugtes Verhältnis ist 1:2:1.
Zusätzlich können aber auch als UV-Filter Melanin in löslicher Form (bis ca. 0,05 Gew-%) und Butyl-methoxydibenzoylmethan (bis 5 Gew-%) eingesetzt werden.
Weitere bevorzugte Bereiche der obigen Komponenten liegen für DHA (b) bei 0,8 bis 1,8 Gew-%, wobei der Anteil der liposomalen Lösung im Bereich von 1,5 bis 10,0 Gew-% liegt. Der Anteil der Antioxidationsmittel (c) liegt vorzugsweise im Bereich von 0,01 bis 0,5, und der Anteil der Feuchthaltemittel (d) liegt bevorzugt im Bereich von 0,7 bis 5 Gew-%.
Von den Feuchthaltemitteln sind in einer bevorzugten Ausführungsform Aloe vera und Phospholipide nebeneinander enthalten und wahlweise dann Glycerin oder Natriumhyaluronat.
Erfindungsgemäß wird eine selbstbräunende Wirkung in natür-lieh erscheinenden Farbtönen auf unterschiedlichen Hauttypen erreicht. Dabei setzt die Bräunung der Haut bereits nach etwa 30 bis 40 Minuten ein, hält bis zu 14 Tage an, und es tritt neben der lichtschützenden Wirkung zugleich auch ein deutlicher Feucht-halte-Effekt bei der Haut auf. Die Zusammensetzung penetriert leicht in die oberen Hautschichten bis zum Stratum corneum ein, so daß sich eine nur kurze Aufbringungszeit ergibt.
Der erreichte Lichtschutzfaktor liegt bei LSF 6 - B .
Ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß sich wenigstens drei Grund-Farbschattierungen mit den Wirkstoffen der oben unter (a) bis (d) genannten Gruppen, jedoch in unterschiedlichen Zusammensetzungen, erzielen lassen.
Die drei Grund-Farbschattierungen sind:
1. ein heller (oder leuchtender) Goldfarbton (light golden glow) , d.h. im Bereich von mehr gelblichem Braunton angesiedelt;
2. ein mittlerer bis dunkler Goldbronze-Farbton (medium/dark golden bronze), d.h. im Bereich eines dunkleren gelblichen Brauntones angesiedelt;
3. ein mittlerer bis dunkler rosiger Bronze-Farbton (medium/dark rosy bronze), d.h. im Bereich eines mehr rötlichen Brauntones angesiedelt.
Alle kosmetischen Zusammensetzungen der drei Grundschattierungen bzw -farbtöne sind weiterhin für die Haut nicht-reizend und hypoallergen, was einen besonderen Vorteil gegen-über anderen Produkten darstellt.
Zur Erreichung eines hellen Goldfarbtones enthält das Mittel folgende Komponenten:
(a) das Gemisch von Octylsalicylat, Octylmethoxycinnamat und Benzophenon-3 im Verhältnis untereinander von 1,0 bis 2,0 : 0,8 bis 2,5 : 0,8 bis 2,0, wobei der Anteil jedes einzelnen UV-Filters im Bereich von 3 bis 7,5 Gew-% liegt;
(b) DHA in einem liposomalen Trägersystem mit einem DHA-Anteil von 0,5 bis 1,0 Gew-% und zusätzlich unverkapseltes DHA in einem Anteil von 1,4 bis 2,6 Gew-%;
(c) ein Antioxidationsmittelgemisch mit einem Anteil von 0,15 bis 0,25 Gew-%;
(d) ein Feuchthaltemittelgemisch mit Glycerin mit einem Anteil von 2,5 bis 4 Gew-%;
und weitere kosmetische Hilfs- und Trägerstoffe.
Zur Erreichung eines mittleren bis dunklen Goldbronze-Farbtones enthält das Mittel folgende Komponenten:
(a) das Gemisch von Octylsalicylat, Octylmethoxycinnamat und Benzophenon-3 im Verhältnis untereinander von 1,0 bis 2,0 : 0,8 bis 2,5 : 0,8 bis 2,0, wobei der Anteil jedes einzelnen UV-Filters im Bereich von 3 bis 7,5 Gew-% liegt;
(b) DHA in einem liposomalen Trägersystem mit einem DHA-Anteil von 1,3 bis 1,7 Gew-% und zusätzlich unverkapseltes DHA in einem Anteil von 2,7 bis 3,8 Gew-%;
(c) ein Antioxidationsmittelgemisch mit einem Anteil von 0,15 bis 0,25 Gew-%;
(d) ein Feuchthaltemittelgemisch mit Glycerin mit einem Anteil von 2,7 bis 4 Gew-%;
und weitere kosmetische Hilfs- und Trägerstoffe.
Zur Erreichung eines mittleren bis dunklen rosigen Bronze-Farbtones enthält das Mittel folgende Komponenten:
(a) das Gemisch von Octylsalicylat, Octylmethoxycinnamat und Benzophenon-3 im Verhältnis untereinander von 1,0 bis 2,0 : 0,8 bis 2,5 : 0,8 bis 2,0, wobei der Anteil jedes einzelnen UV-Fil-ters im Bereich von 3 bis 7,5 Gew-% liegt;
(b) DHA in einem liposomalen Trägersystem mit einem DHA-Anteil von 1,2 bis 1,6 Gew-% und zusätzlich unverkapseltes DHA in einem Anteil von 2,9 bis 4,0 Gew-%;

(c) ein Antioxidationsmittelgemisch mit einem Anteil von 0,05 bis 0,07 Gew-%;
(d) ein Feuchthaltemittelgemisch mit einem Anteil von 0,7 bis 1,1 Gew-%;
und weitere kosmetische Hilfs- und Trägerstoffe.
Ein besonders bevorzugtes Verhältnis von (a) ist bei allen drei Farbtönen 1:2:1.
Wie bereits oben ausgeführt, können neben den genannten UV-Absorptionsmitteln, die UV-A- und UV-B-Strahlung absorbieren, auch lösliches Melanin und Butyl-methoxydibenzoylmethan vorhanden sein, die UV-A-Strahlung absorbieren.
Die erzielten Farbschattierungen werden durch Faktoren, die der Haut des jeweiligen Anwenders zuzuordnen sind, noch verstärkt oder vermindert, so daß die gewünschte Hautfärbung im wesentli-chen mit den oben genannten drei Grund-Farbtönen erreicht werden kann.
überraschenderweise wurde gefunden, daß die bekannten nachteiligen Wirkungen von DHA in der erfindungsgemäßen Kombination nicht oder in nur so geringem Umfang auftreten, daß sie nicht störend wirken. Insbesondere die bekannte Reaktionsfähigkeit von DHA, die zu einer Störung des Gleichgewichtes einer kompliziert zusammengesetzten kosmetischen Komposition führt und damit zur Instabilität des Systems, tritt hier nur stark vermindert auf. Es wird eine stabile Emulsion erhalten, sofern in den o.g. Grenzen der Anteile der einzelnen Bestandteile gearbeitet wird. Vorteilhaft wirkt sich die Verkapselung von DHA in Phospholipid-Liposo-men aus, wodurch das natürliche Aussehen der Haut nach der Ein-färbung verstärkt wird.
Ein weiterer überraschender Effekt besteht darin, daß mit der gegebenen kosmetischen Zusammensetzung unterschiedliche und natürlich wirkende Farbtöne nur durch Veränderung deε Anteiles dieser Komponenten an der Gesamtzusammensetzung und entsprechende Anpassung der Restkomponenten erreicht und dabei stabile Emulsionen erhalten werden können.
Zu den üblichen kosmetischen Träger- und Hilfsstoffen, die weiterhin in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung enthalten sein können, gehören Emulgatoren, verschiedene ölkomponenten (wie Fette, öle, Ester, Siliconöl usw.), weitere Stoffe wie Allantoin, Verdickungsmittel, Konservierungsmittel, Parfümöle, Komplexbildner, aktive Substanzen (wie z.B. Allantoin) und Wasser.
Die Erfindung soll nachstehend durch Beispiele näher erläutert werden, die jedoch keine Einschränkung der Erfindung darstellen. Die Prozentangaben sind stets auf das Gewicht bezogen, sofern nicht anderes angegeben ist.
Beispiel 1
Phase A
Glyceryl Stearate/PEG-100 stearate 7 %
Sorbitan Stearate 1 %
Palmitinsäure 2 %
Stearinsäure 2 %
Calendula-öl 1 %
Octylpalmitat 12 %
hydriertes Pflanzenöl 2 %
Cyclomethicone 1 %
Dimethicone 2 %
Vitamingemisch C+E 0,1 %
Octylsalicylat 4 %
Benzophenon-3 7 %
Octylmethoxycinnamate 4 %
Phase B
deionisiertes Wasser 28,2 %
Glycerin 5 %
Xanthangummi 0,2 %
Phase C
Laureth-7/Polyacrylamid/C13-l4 Isoparaffin 1 %
Phase D
Konservierungsmittel 0,8 %
Phase E
deionisiertes Wasser 5 %
DHA 3 %
Ethoxydiglycol 7 %
Phase F
deionisiertes Wasser 1 %
Aloe vera Gel 0,2 %
Phase G
Parfüm 0,5 % Phase H
DHA-Liposomen 3 %

Es wurden separat 8 Phasen hergestellt, die nacheinander mitein-ander vermischt wurden, teilweise unter intensiver Homogenisierung. Dabei wurden die Phasen A bis D bei erhöhter Temperatur (40 bis 70 *C) und die Phasen E bis H zum Schluß bei Umgebungstemperatur unter Homogenisierung eingearbeitet.
Man erhielt eine Creme mit feuchtigkeitspenden Eigen-schaften, die einem LSF von 6 bis 8 hatte. Die Hautbräunung setzte etwa 40 Minuten nach dem Auftragen der Creme ein und erzielte einen mittleren bis dunklen Goldbronzeton. Die Bräunung hielt etwa 12 Tage an.
Beispiel 2
Phase A
Stearath-2 und 21 4 %
Diethylenglycol+Dioctanoat/Diisononanoat 2 %
C12-15 Alkyl Benzoate 4 %
hydriertes Polyisobuten 1 %
Calendula-öl 1 %
Babassu-öl 2 %
PPG-15 Stearyl ether 2 %
Vitamingemisch A+E 0,1 %
Octylsalicylat 4 %
Benzophenon-3 3 %
Octylmethoxycinnamate 7 %
Phase B
deionisiertes Wasser 32 %
Allantoin 0,1 %
Na-Salz der Diethylentetraessigsäure 0,1 %
Xanthangummi 0,2 %
Phase C
Laureth-7/Polyacrylamid/C13-14 Isoparaffin 4 %
Phase D
Konservierungsmittel 0,5 %
Phase E
Methyldibromo Glutaronitrile/Phenoxyethanol 0,1 %
Cyclomethicone 7 % Phase F
deionisiertes Wasser 1 %
Aloe vera Gel 0,2 %
Phase G
Natriumhyaluronat 0,2 %
deionisiertes Wasser 1 %
Phase H
deionisiertes Wasser 5 %
DHA 3,5 %
Ethoxydiglycol 7 %

Phase I
Parfüm 0,5 %
Phase J
DHA-Liposomen 7,5 %

Es wurden separat 10 Phasen hergestellt, die nacheinander miteinander vermischt wurden, teilweise unter intensiver Homogenisierung. Dabei wurden die Phasen A bis D bei erhöhter Tempe-ratur (40 bis 70 *C) und die Phasen E bis J zum Schluß bei Umgebungstemperatur unter Homogenisierung eingearbeitet.
Man erhielt eine Creme mit feuchtigkeitspenden Eigenschaften, die einem LSF von 6 bis 8 hatte. Die Hautbräunung setzte etwa 30 bis 40 Minuten nach dem Auftragen der Creme ein und erzielte einen mittleren bis dunklen rosigen Bronzeton. Die Bräunung hielt etwa 10 bis 14 Tage an.
Beispiel 3
Phase A
Glyceryl Stearate/PEG-100 Stearate 7 %
Sorbitan Stearate 1 %
Palmitinsäure 2 %
Stearinsäure 1 %
Calendula-öl 1 %
Octylpalmitat 5 %
hydriertes Pflanzenöl 8 %
Cyclomethicone 2 %
Dimethicone 1 %
Vitamingemisch A+E 0,1 % Octylsalicylat 4 %
Benzophenon-3 3 %
Octylmethoxycinnamate 7 %
Phase B
deionisiertes Wasser 40,2 %
Glycerin 4 %
Xanthangummi 0,2 %
Phase C
Laureth-7 /Polyacrylamid/C13-14 Isoparaffin 1 %
Phase D
Konservierungsmittel 0,8 %
Phase E
deionisiertes Wasser 5 %
DHA 2 %
Phase F
deionisiertes Wasser 1 %
Aloe vera Gel 0,2 %
Phase G
Parfüm 0,5 %
Phase H
DHA-Liposomen 2 %

Es wurde wie im Beispiel 1 gearbeitet.
Man erhielt eine Creme mit feuchtigkeitspenden Eigen-Schäften, die einem LSF von 6 bis 8 hatte. Die Hautbräunung setzte etwa 30 bis 40 Minuten nach dem Auftragen der Creme ein und erzielte einen hell leuchtenden Goldfarbton. Die Bräunung hielt etwa 10 bis 14 Tage an.