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1. WO2009006994 - PLUG-TYPE CONNECTOR AND CONNECTION APPARATUS WITH SUCH A PLUG-TYPE CONNECTOR

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Steckverbinder und Anschlussvorrichtung mit einem solchen
Steckverbinder

Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder zum Kontaktieren einer an den Steckverbinder anzuschließenden elektrischen Leitung sowie eine
Anschlussvorrichtung mit einem solchen Steckverbinder und mit einer an den Steckverbinder angeschlossenen elektrischen Leitung.

Steckverbinder zum Kontaktieren einer elektrischen Leitung werden mit einem mit dem Steckverbinder zusammensteckbaren Gegenstück verwendet, um elektrische Signale in Abhängigkeit von der Länge der Leitung über kürzere oder längere Distanzen zu übertragen. Es gibt bereits eine Vielfalt an unterschiedlich geformten und für unterschiedliche
Anwendungsbereiche ausgelegte Steckverbinder und Gegenstücke.

Die DE 90 13 452 UI zeigt ein mittels Schneid-Klemm-Anschlusstechnik an Kontaktelemente eines Steckverbinders angeschlossene Leiter, insbesondere einen Steckverbinder mit in zueinander parallelen Kammern eines
Steckverbindergehäuses angeordneten Kontaktelementen, die in einem vorderen Bereich einen zum Zusammenwirken mit einem
Gegenkontaktelement bestimmten Kontaktabschnitt aufweisen und in einem hinteren Bereich zu einem Anschlussabschnitt ausgebildet sind, in welchem ein Leiter mit seinem Ende quer zu seinem Verlauf in wenigstens einem Schneid-Klemm-Kontaktschlitz eingedrückt ist.

Die DE 201 08 985 Ul zeigt einen Anschluss zum Verbinden von Drähten unterschiedlicher Durchmesser mit einem Grundteil, einem darin angeordneten durchgehenden Leiterstück und einem Verschlussstück, durch das die Drähte so in Klemmelemente eingedrückt werden, dass Drähte unterschiedlicher Durchmesser innerhalb eines vorbestimmten Bereichs wirksam verbindbar sind.

Die DE 25 36 184 A1 zeigt ein Kontaktelement, dessen rückwärtiges Anschlussteil so geformt ist, dass es in Längsrichtung einen rechtwinklig ausgebildeten U-förmigen Querschnitt aufweist. Ein Ende eines Kabels ist durch Eindrücken zwischen die Seitenwände des Anschlussteils an dem Kontaktelement befestigbar.

Die DE 31 15 434 A1 zeigt einen Klemmkontakt mit zwei nebeneinander angeordneten Kontaktzungen, die zwischen sich einen Schlitz zum kontaktierenden Festklemmen eines Leiters bilden, wobei der Schlitz um ein geringes Maß enger bemessen ist als der blanke Leiter und die
Kontaktkanten zum Einschneiden der Isolation eines in den Schlitz eingedrückten isolierten Leiters scharf ausgeführt sind.

Die DE 75 29 901 U zeigt eine Kontaktanordnung zur elektrisch leitenden Verbindung einer im Wesentlichen U-förmig gebogene Schenkel aufweisenden Kontaktfeder mit einem Kontaktstift.

Die DE 38 27 886 CI zeigt ein Kontaktelement für einen elektrischen Steckverbinder mit einem plättchenförmigen Steckabschnitt und mit einer längs verlaufenden Führung für den Steckabschnitt eines
Gegenkontaktelements.

Die DE 299 09 576 U1 zeigt ein elektrisches Stecksystem mit mindestens einem in einer Kammer eines Gehäuses festlegbaren, aus einem
Blechstanzteil bestehenden elektrischen Kontaktelement, dessen eines Ende als Gabelfederpaar ausgebildet ist und an dessen anderem Ende ein elektrisches Kabel festlegbar ist.

Die EP 0 590 667 A1 zeigt einen Kabelverbinder mit in engem Abstand nebeneinander angeordneten Kontaktelementen ähnlich wie die JP 2003-223941 A.

Die DE 42 25 544 C1 zeigt einen Kabel Steckverbinder für Flachbandkabel mit in einem Gehäuseteil angeordneten Kanälen zur Aufnahme der
Kabeladern. Die zwischen den Kanälen liegenden Stege weisen jeweils eine am freien Ende in Kanalrichtung verlaufende Trennkante auf zum Auftrennen des dagegen gedrückten Flachbandkabels in seine isolierten Einzeladern sowie eine von jeder Trennkante zum nächst äußeren Kanal hin abfallende Gleitfläche. Die Breite aller Stege des so gebildeten
Spreizkammes ist gleich groß und die Breite der Einführungsöffnungen aller Kanäle entspricht dem Rasterabstand der Einzeladern im Flachbandkabel.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Steckverbinder
bereitzustellen, welcher die Nachteile des Standes der Technik überwindet. In einer Ausführungsart soll ein Steckverbinder bereitgestellt werden, der bei reduziertem Kostenaufwand eine hohe Spannungsfestigkeit aufweist und/oder automatisiert hergestellt und mit einer Leitung kontaktiert werden kann. In einer Ausführungsart soll eine Anschlussvorrichtung mit einem derartigen Steckverbinder sowie einer daran angeschlossenen elektrischen Leitung bereitgestellt werden, die bei reduziertem Kostenaufwand eine hohe Spannungsfestigkeit aufweist, insbesondere eine hohe
Impulsspannungsfestigkeit von beispielsweise mehr als 5 kV, und/oder automatisiert hergestellt und mit einer Leitung kontaktiert werden kann. In einer Ausführungsart soll die hohe Spannungsfestigkeit erreicht werden, ohne dass aufwendige Arbeitsgänge wie Umspritzen oder Vergießen mit Kunststoff erforderlich sind.

Die Aufgabe ist durch den im Anspruch 1 bestimmten Steckverbinder sowie durch die im nebengeordneten Anspruch bestimmte Anschlussvorrichtung gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den
Unteransprüchen bestimmt.

Der Steckverbinder weist einen Schneidklemmkontakt auf, mittels dem die Ader der Leitung kontaktierbar ist. Vorzugsweise weist der Steckverbinder für jede Ader der Leitung genau einen Schneidklemmkontakt auf. In einem Ausführungsbeispiel durchdringt der Schneidklemmkontakt beim
Zusammenfügen mit der Ader die den Innenleiter der Ader umgebende Isolation und kommt anschließend in elektrischen Kontakt mit dem
Innenleiter, vorzugsweise unter Beibehaltung der Relativbewegung zwischen Schneidklemmkontakt und Ader. Ein vorhergehendes Abisolieren der Ader ist nicht erforderlich.

In einer Ausführungsart ist das Kontaktelement flächig, insbesondere streifenförmig. Der Schneidklemmkontakt kann durch einen Trennvorgang, insbesondere einen Stanzvorgang, aus dem Kontaktelement gebildet sein.

Bei dem Trennvorgang kann eine Schneide an den Schneidklemmkontakt angeformt werden, beispielsweise kann beim Stanzen eine Schneide gebildet werden. Wenn die Blechstärke des Kontaktelements in
Abstimmung mit der zu kontaktierenden Ader gering genug ist,
beispielsweise weniger als 0,5 mm oder vorzugsweise weniger als 0,3 mm beträgt, kann auf das Anformen einer Schneide auch verzichtet werden.

In einer Ausführungsart ist der Schneidklemmkontakt aus der flächigen Ebene des Kontaktelements herausgebogen, vorzugsweise unter Bildung einer geradlinigen Knicklinie und insbesondere rechtwinklig abgebogen. Beispielsweise ist der Schneidklemmkontakt als StanzVBiegeteil hergestellt.

Neben dem Schneidklemmkontakt bildet das Kontaktelement noch ein Kontaktorgan aus, mit dem die elektrische Verbindung zu dem mit dem Steckverbinder zusammensteckbaren Gegenstück herstellbar ist. In einer Ausführungsart ist das Kontaktorgan an oder nahe einem Ende des
Kontaktelementes angeordnet. Das Kontaktorgan kann entsprechend dem korrespondierenden Kontaktorgan des Gegenstücks dreidimensional geformt sein oder auch nur als flächiger Abschnitt des Kontaktelements gebildet sein.

In einer Ausführungsart ist der Steckverbinder in der Medizintechnik einsetzbar. Durch die einstückige Ausbildung von Schneidklemmkontakt und Kontaktorgan wird eine hohe Zuverlässigkeit des Kontaktelements und damit der herzustellenden Steckverbindung mit dem Gegenstück erreicht, weil Kontaktstellen zwischen dem Schneidklemmkontakt und dem
Kontaktorgan entfallen. Außerdem kann in einer Ausführungsart der Steckverbinder mit der daran angeschlossenen Leitung als Einwegartikel nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden, weil die Herstellkosten aufgrund der automatisierbaren Fertigung gering gehalten werden können. Dies ist insbesondere in der Medizintechnik von Vorteil, weil es dort üblich ist, mit Steckverbindern versehene elektrische Leitungen insbesondere dann, wenn sie in Kontakt mit nicht sterilen Medien oder Oberflächen kommen, nur einmalig einzusetzen und hernach zu entsorgen.

In einer Ausführungsart weist der Steckverbinder eine
Impulsspannungsfestigkeit von mehr als 5 kV auf. In einer Ausführungsart weist der Steckverbinder eine hohe Spannungsfestigkeit von mehreren Tausend Volt auf, insbesondere eine solche von Kontaktelement zu benachbartem Kontaktelement, was wiederum für Anwendungen in der Medizintechnik besonders vorteilhaft ist, weil die Patientensicherheit besonders wichtig ist.

In einer Ausführungsart ist die an den Steckverbinder anzuschließende Leitung eine Flachbandleitung. Dadurch lassen sich mehrere oder alle Adern der Leitung automatisiert und/oder in einem einzigen
Fertigungsschritt mit dem Steckverbinder elektrisch verbinden.

In einer Ausführungsart bildet das Kontaktelement einstückig ein
Stabilisierungselement aus, das den Schneidklemmkontakt in seiner aus der Ebene herausragenden Position stabilisiert. Das Stabilisierungselement kann ebenfalls flächig sein und die von den Flächen des Stabilisierungselements und des Schneidklemmkontakts gebildeten Ebenen können einen rechten Winkel einschließen. Der Schneidklemmkontakt ist in punktförmigem oder linienförmigem Kontakt mit dem Stabilisierungselement und erfährt dadurch eine Abstützung.

In einer Ausführungsart bildet das Kontaktelement einstückig zwei
Stabilisierungselemente aus, die zu beiden Seiten des
Schneidklemmkontaktes angeordnet sein können. In einer Ausführungsart erstrecken sich die Stabilisierungselemente in Längsrichtung des
Kontaktelements. In einer Ausführungsart sind die Stabilisierungselemente durch Hochbiegen von Abschnitten des Kontaktelements gebildet, die an den Schneidklemmkontakt angrenzen.

In einer Ausführungsart ist die Höhe des Stabilisierungselements geringer als die Höhe des Schneidklemmkontakts. Dadurch ist gewährleistet, dass die Ader der Leitung beim Einführen in den Schneidklemmkontakt nicht verkantet. In einer Ausführungsart ist die Höhe des Stabilisierungselements geringer als der lichte Abstand zweier in dem Steckverbinder benachbarter Kontaktelemente. Dadurch können die Kontaktelemente gemeinsam aus einer Platine herausgeschnitten werden und im noch zusammenhängenden Zustand in den Steckverbinder eingesetzt werden.

In einer Ausführungsart grenzen an den Schneidklemmkontakt zwei vorzugsweise plane Abschnitte des Kontaktelements an, insbesondere zwei in Längsrichtung des Kontaktelements an den Schneidklemmkontakt anschließende Abschnitte, und das Stabilisierungselement verbindet die beiden an den Schneidklemmkontakt angrenzenden Abschnitte des Kontaktelements miteinander. Dadurch kann die Breite des
Schneidklemmkontakts annähernd oder genau so groß gewählt werden wie die Breite eines an den Schneidklemmkontakt in Längsrichtung des
Kontaktelements anschließenden Abschnitts des Kontaktelements.

In einer Ausführungsart bildet das Kontaktorgan einstückig ein Rastelement zur lösbar mechanisch verrastenden elektrisch leitfähigen Verbindung mit dem korrespondierenden Kontaktorgan des Gegenstücks aus. In einer Ausführungsart ist das Kontaktorgan gleichzeitig auch das Rastelement. Das Rastelement kann beispielsweise durch eine Öffnung, eine Einprägung, ein Loch, ein Langloch, eine Erhebung oder eine Kante nahe oder an einem Ende des Kontaktelements ausgebildet sein. In einer Ausführungsart wird beim Zusammenstecken des Steckverbinders mit dem Gegenstück vorzugsweise durch das Rastelement ein akustisches und/oder haptisches und/oder optisches Signal erzeugt, durch welches das Kontaktbilden signalisierbar ist. Dies kann beispielsweise bei schlechten Lichtverhältnissen oder auch in Stresssituationen die Handhabung des Steckverbinders sicherer machen.

In einer Ausführungsart ist das Kontaktelement ein Stanz-/Biegeteil.
Durch den Stanzvorgang werden der Schneidklemmkontakt und/oder das Stabilisierungselement herausgeschnitten und durch den anschließenden Biegevorgang abgebogen. Hierbei kann das Kontaktelement vor dem Biegevorgang flach und vorzugsweise im Wesentlichen streifenförmig ausgebildet sein. Nach dem Biegevorgang kann das Kontaktelement eine über seine vorzugsweise gesamte Länge konstante Breite aufweisen.

In einer Ausführungsart weist der Steckverbinder mehrere Kontaktelemente auf. In einer Ausführungsart sind die Schneidklemmkontakte benachbarter Kontaktelemente in Längserstreckung der Kontaktelemente versetzt zueinander angeordnet, wobei vorzugsweise die Position der
Schneidklemmkontakte jedes n-ten Kontaktelements übereinstimmend ist, beispielsweise jedes zweiten Kontaktelements. In einer Ausführungsart ist der Versatz so gewählt, dass die Isolationsstrecke zwischen den
Stabilisierungselementen zweier benachbarter Kontakte zusammen mit der Breite des Trennstegs die für die Impulsspannungsfestigkeit von 5 kV erforderliche Größe aufweist, beispielsweise größer als 8 mm ist. In einer Ausführungsart beträgt der Versatz zwischen 100 und 150 %, vorzugsweise zwischen 100 und 110 % der Längserstreckung eines
Stabilisierungselements. Hierdurch wird zum einen ein Abstand zwischen den Schneidklemmkontakten erreicht, der zur gegenseitigen Isolation dienlich ist, zum anderen lässt sich ein für das Stanzteil der
Kontaktelemente verwendete Ausgangsmaterial dergestalt besser ausnutzen.

In einer Ausführungsart weist der Steckverbinder einen Grundkörper mit Aufnahmeöffnungen für das Einsetzen eines Kontaktelements auf. In einer Ausführungsart sind die Aufnahmeöffnungen durch von dem Grundkörper vorzugsweise einstückig ausgebildete Trennstege separiert. Vorzugsweise ist in jede Aufnahmeöffnung ein Kontaktelement einsetzbar. In einer
Ausführungsart ist die Aufnahmeöffnung in Form einer Nut ausgebildet. Die Aufnahmeöffnung erstreckt sich über mehr als 50 % der entsprechenden Erstreckung des Grundkörpers, vorzugsweise über mehr als 80 %, und geht anschließend in einen die mehreren Aufnahmeöffnungen verbindenden Abschnitt über.

In einer Ausführungsart weist mindestens ein Teil der Trennstege
mindestens abschnittsweise eine Schneide zum Trennen von
Isolationsstegen zwischen den Adern der elektrischen Leitung auf, insbesondere einer Flachbandleitung. Vorzugsweise sind die Schneiden einstückig von den Trennstegen oder sogar von dem Grundkörper gebildet. Dergestalt ist eine vereinfachte und automatisierbare Herstellung einer Anschlussvorrichtung aus einem Steckverbinder und der zu
kontaktierenden elektrischen Leitung möglich.

In einer Ausführungsart ist das Kontaktorgan von einem offenen Ende des Steckverbinders, über welches das korrespondierende Kontaktorgan des mit dem Steckverbinder zusammensteckbaren Gegenstücks einführbar ist, zurückversetzt angeordnet. Hierdurch ist ein berührungssicherer
Steckverbinder geschaffen, bei dem, falls er vor dem Zusammenstecken mit einem Gegenstück beispielsweise in Kontakt mit leitfähigen Material oder der Haut einer Person kommt, ein unbeabsichtigter elektrischer Kontakt des Kontaktorgans wirksam verhindert ist.

Die Erfindung betrifft auch eine Anschlussvorrichtung mit einem vorstehend beschriebenen Steckverbinder und einer an den Steckverbinder
angeschlossenen elektrischen Leitung, wobei der Steckverbinder
mindestens eine Aufnahmeöffnung aufweist, in welche eine Ader der Leitung einlegbar ist, und die Weite der Aufnahmeöffnung geringer ist als der Durchmesser einer einen Innenleiter der Ader umgebenden Isolation.

In einer Ausführungsart der Erfindung ist die Weite der Aufnahmeöffnung 2% bis 50%, insbesondere 5% bis 30% und vorzugsweise 10% bis 20% geringer als der Durchmesser einer einen Innenleiter der Ader der elektrischen Leitung umgebenden Isolation.

In einer Ausführungsart sind die Aufnahmeöffnungen durch Trennstege separiert. Die Breite der Trennstege ist vorzugsweise größer als ein zwei benachbarte Adern verbindender Isolationssteg der Leitung. Hierdurch wird eine erhöhte Isolationsfestigkeit des Steckverbinders erreicht, d.h. die Prüfspannung der Anschlussvorrichtung ist erhöht, und dadurch ist die zulässige maximale Betriebsspannung erhöht.

In einer Ausführungsart der Erfindung ist durch die gegenüber dem
Durchmesser der die Ader umgebenden Isolation geringer Weite der Aufnahmeöffnungen und durch die gegenüber dem Isolationssteg zwischen zwei benachbarten Adern größere Breite der Trennstege erreicht, dass der Abstand der Aufnahmeöffnungen gleich dem Adernabstand der
angeschlossenen elektrischen Leitung ist. Dennoch ist durch die breiteren Trennstege eine erhöhte Spannungsfestigkeit der einzelnen
Kontaktelemente zueinander erreicht.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den
Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.

Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Flachbandleitung,
Fig. 2 zeigt Kontaktelemente mit herausgebogenen
Schneidklemmkontakten und Stabilisierungselementen,
Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt zweier Kontaktelemente im flachen Zustand, Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt eines Kontaktelements im herausgebogenen

Zustand,
Fig. 5 zeigt eine Aufsicht auf den Grundkörper mit eingesetzten
Kontaktelementen,
Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch dein Grundkörper mit eingesetzten
Kontaktelementen entlang Vl-Vl in Fig. 5,
Fig. 7 zeigt eine Aufsicht auf den Grundkörper mit aufgebrachtem
Abdeckkörper, Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch den Grundkörper mit aufgebrachtem
Abdeckkörper entlang VIII-VIII in Fig. 7,
Fig. 9 zeigt einen Schnitt durch ein Verschlusselement des
Steckverbinders, und
Fig. 10 zeigt einen Schnitt durch einen Steckverbinder und einem
Gegenstück im Kontaktbereich.

Die Fig.1 zeigt einen Schnitt durch eine an einen Steckverbinder 100 (Fig. 5) anschließbare Flachbandleitung 2. Die Flachbandleitung 2 weist insgesamt vier Innenleiter 16 mit einem jeweiligen Innenleiterdurchmesser 6 auf, die von einer Isolation 10 umgeben sind. Durch die Isolation 10 sind die Innenleiter 16 gegeneinander und gegenüber der Umgebung elektrisch isoliert. Ein erstes Raster 7 der Innenleiter 16 entspricht einem zweiten Raster 31 der in dem Grundkörper 40 des Steckverbinders 100
angeordneten Kontaktelemente 30 (Fig. 5).

Die Isolation 10 weist im Querschnitt zur Längserstreckung des Innenleiters 16 kreisrunde Isolationsabschnitte 12 mit einem Durchmesser 8 auf, die über Isolationsstege 14 mit einer Isolationsstegbreite 4 miteinander verbunden sind. Die Isolationsstegbreite 4 beträgt zwischen 10 und 200 %, vorzugsweise zwischen 15 und 120 %, und insbesondere zwischen 20 und 80 % des Durchmessers 8 der kreisrunden Isolationsabschnitte 12. Im Ausführungsbeispiel beträgt die Isolationsstegbreite 4 0,6 mm und der Durchmesser 8 der kreisrunden Isolationsabschnitte 12 beträgt 1 ,0 mm, mithin beträgt das erste Raster 7 1,6 mm.

Die Fig. 2 zeigt Kontaktelemente 30 in einem Zwischenzustand der Herstellung des Steckverbinders 100, nämlich über Stege 22
zusammenhängend und eine Kontaktelementkette 20 bildend. Der Zwischenzustand ist durch Stanzen von Kontaktelementen 30 aus einem Ausgangsblech und anschließendes Herausbiegen von
Schneidklemmkontakten 34 und von Stabilisierungselementen 36 aus der Blechebene entstanden. Die Stege 22 laufen in Richtung der
Kontaktelemente 30 über Zungen 24 in einen schmalen Abtrennbereich 26 nahe der Kontaktelemente 30 aus, mittels dem die Kontaktelemente 30 aus der Kontaktelementkette 20 vereinzelbar sind.

Die Kontaktelemente 30 weisen an ihrem einen Ende, insbesondere an einem dem Schneidklemmkontakt 34 fernen Ende, ein Kontaktorgan 32 auf, das im dargestellten Ausführungsbeispiel eine oblongförmige Ausnehmung aus dem Kontaktelement 30 ist. Die Schneidklemrnkontakte 34 sind in dem dargestellten Fertigungszustand bereits aus der Blechebene herausgebogen und stehen senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 2. Ebenfalls aus der Blechebene herausgebogen und senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 2 stehend sind die Stabilisierungselemente 36, die zu beiden Seiten in punkt-oder linienförmiger Anlage an dem jeweils zugeordneten
Schneidklemmkontakt sind und diesen stabilisieren. Durch das
Herausbiegen der Schneidklemmkontakte 34 ist ein rechteckförmiges Fenster 18 im Kontaktelement 30.

Die Schneidklemmkontakte 34 sowie die zugeordneten
Stabilisierungselemente 36 jeweils benachbarter Kontaktelemente 30 sind in Längsrichtung der Kontaktelemente 30 versetzt zueinander, und zwar so, dass die Position jedes zweiten Schneidklemmkontakts 34 bei einer
Zählung beginnend mit dem in der Fig. 2 dargestellten linken
Kontaktelements 30 bezüglich der Längserstreckung der Kontaktelemente 30 jeweils gleich sind. In den Stegen 22 sind kreisrunde Führungslöcher 28 zum präzisen Transport der Kontaktelementkette 20 beim Herstellungsprozess eingebracht, die in regelmäßigen Abständen längs der Stege 22 angeordnet sind. Die Kontaktelementkette 20 ermöglicht die rationelle Herstellung und Weiterverarbeitung der Kontaktelemente 30, beispielsweise die Biegevorgänge oder eine Oberflächenveredelung, beispielsweise eine Beschichtung, der Kontaktelemente 30 im Verbund.

Die Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt von zwei Kontaktelementen 30 in einem Zustand nach dem Ausstanzen aus einem für die Kontaktelemente 30 verwendeten Material und vor dem Herausbiegen des
Schneidklemmkontakts 34 und der Stabilisierungselemente 36. Als Material kommt hierbei insbesondere Blech mit einer Stärke von kleiner 0,5 mm und vorzugsweise ca. 0,2 mm in Frage. Die Schneidklemmkontakte 34 und die Stabilisierungselemente 36 benachbarter Kontaktelemente 30 sind in Längsrichtung der Kontaktelemente 30 versetzt zueinander angeordnet. Die Breite der Schneidklemmkontakte 34 ist gleich der Breite der
Kontaktelemente 30 im Abschnitt außerhalb der Stabilisierungselemente 36. Die Stabilisierungselemente 36 verbinden die in Längsrichtung des
Kontaktelements 30 an den Schneidklemmkontakt 34 anschließenden Abschnitte des Kontaktelements 30, die durch das Fenster 18 separiert sind. Die Stabilisierungselemente 36 sind entlang einer ersten Biegelinie 38 aus der Ebene der Kontaktelemente 30 herausbiegbar, und zwar zu derselben Seite wie der entlang einer zweiten Biegelinie 39 herausbiegbare
Schneidklemmkontakt 34.

Der Schneidklemmkontakt 34 weist eine V-förmige Kontur auf, die in einem Bereich aufgeweitet ist, in dem ein Innenleiter 16 mit seinem runden Isolationsabschnitt 12 einführbar ist. Die V-förmige Kontur des
Schneidklemmkontakts 34 weist zu dessen Symmetrieachse zwei spiegelbildlich angeordnete Schenkel auf, deren Kontur im Ausführungsbeispiel jeweils zwei im Wesentlichen geradlinige Abschnitte aufweist. Ein erster Abschnitt 33 durchschneidet den runden
Isolationsabschnitt 12, wohingegen ein zweiter Abschnitt 35 den
Innenleiter 16 klemmt. Zwischen den beiden Schenkeln weist die Kontur des Schneidklemmkontaktes 34 im schmälsten Bereich der V-Form einen geraden Verbindungssteg zwischen den Schenkeln auf, dessen Breite zwischen 10 und 50 %, vorzugsweise zwischen 15 und 30 %, und im Ausführungsbeispiel etwa 25% der Breite des Schneidklemmkontakts 34 beträgt. Das Fenster 18 ist außermittig in Bezug auf die Erstreckung des Stabilisierungselements 36 angeordnet. Der herausgebogene
Schneidklemmkontakt 34 ist außermittig in Bezug auf die Erstreckung des Stabilisierungselements 36 angeordnet, vorzugsweise ist die zweite
Biegelinie 39 näher an einem dem Fenster 18 fernen Ende des
Stabilisierungselements 36 angeordnet.

Die Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt eines Kontaktelements 30 in einem
Zustand, in dem der Schneidklemmkontakt 34 sowie die
Stabilisierungselemente 36 aus einer Ebene herausragen, die durch einen an den Schneidklemmkontakt 34 angrenzenden Abschnitt des Kontaktelements 30 gebildet ist, und ungefähr rechtwinklig zu diesem umgebenden
Abschnitt angeordnet sind.

Die Fig. 5 zeigt eine Aufsicht auf einen Grundkörper 40 des
Steckverbinders 100 mit eingesetzten Kontaktelementen 30 und die Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch den Grundkörper 40 entlang Vl-Vl. Der
Grundkörper 40 weist für jedes einzusetzende Kontaktelement 30 eine Aufnahmeöffnung 48 auf, deren lichte Weite 49 identisch oder geringfügig größer ist, wie die Breite des Kontaktelements 30, so dass die eingesetzten Kontaktelemente 30 allein durch das Einsetzen fixiert oder jedenfalls vorfixiert sind. Die Aufnahmeöffnungen 48 sind durch jeweils eine Nut gebildet und verlaufen parallel zueinander. Die Tiefe der
Aufnahmeöffnungen 48 ist größer als die Höhe der Schneidklemmkontakte 34, vorzugsweise beträgt die Tiefe der Aufnahmeöffnungen 48 das Zwei-bis Zehnfache, vorzugsweise das Drei- bis Siebenfache, und insbesondere das Vier- bis Sechsfache der Höhe der Schneidklemmkontakte 34. In einer Ausführungsart ist der Querschnitt der Aufnahmeöffnung 48 konisch mit einem Kegelwinkel von 0,5 bis 5°, um das Einsetzen der Kontaktelemente 34 zu vereinfachen.

Die Aufnahmeöffnungen 48 erstrecken sich von einem ersten, dem
Gegenstück 80 (Fig. 10) zugeordneten Ende des Grundkörpers 40 bis nahe dem gegenüberliegenden Ende des Grundkörpers 40, an dem die
Aufnahmeöffnungen 48 über einen Verbindungsabschnitt miteinander verbunden sind.

Die Aufnahmeöffnungen 48 sind durch Trennstege 42 separiert. Die Höhe der Trennstege 42 ist identisch mit der Höhe der randseitigen Wand des Grundkörpers 40 und ist so gewählt, dass die Isolationsstrecke zwischen den planen Teilen zweier benachbarter Kontakte zusammen mit der Breite des Trennstegs die für eine Impulsspannungsfestigkeit von 5 kV
erforderliche Größe aufweist, beispielsweise größer als 8 mm ist.
Die Trennstege 42 weisen auf die offene Seite der Aufnahmeöffnungen 48 ausgerichtete Schneiden 44 auf, mit denen die Isolationsstege 4 der Flachbandleitung 2 durchtrennbar sind. Die Breite 43 der Trennstege 42 ist größer als die Isolationsstegbreite 4 der Flachbandleitung 2. Die lichte Weite 49 der Aufnahmeöffnungen 48 ist 2% bis 50%, insbesondere 5% bis 30% und vorzugsweise 10% bis 20% geringer als der
Isolationsbereichsdurchmesser 8 der Isolation 10 der Flachbandleitung 2.

Der Grundkörper 40 weist vorzugsweise an einander gegenüberliegenden Seiten Rastmittel 46 auf, beispielsweise jeweils eine Hinterschneidung, in die ein in der Fig. 9 dargestelltes Verschlusselement 60 einrastbar ist und die den Bereich des Kabelanschlusses des Grundkörpers 40 nach erfolgtem Kabelanschluss abdeckt. Die Längserstreckung des Verschlusselements 60 ist ungefähr gleich der Längserstreckung der Hinterschneidungen 46.

Die Fig. 7 zeigt eine Aufsicht auf den Grundkörper 40 des Steckverbinders 100, wobei im Bereich der Kontaktorgane 32 der Kontaktelemente 30 ein Abdeckkörper 52 mit dem Grundkörper 40 verbunden wurde,
vorzugsweise an den Grundkörper 40 angespritzt wurde, so dass der Grundkörper 40 und der Abdeckkörper 52 einstückig ausgebildet sind. Vorzugsweise wird hierfür ein Kunststoff eingesetzt, wie zum Beispiel Polypropylen oder ein thermoplastisches Polymer.

Die Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch den Grundkörper 40 mit aufgebrachtem Abdeckkörper 52 längs der Linie VIII-VIII in Fig. 7. Durch das Anbringen des Abdeckkörpers 52 an dem Grundkörper 40 sind im Bereich der in Fig. 8 nicht sichtbaren Kontaktorgane 32 des Steckverbinders 100
Kontaktkammern 54 gebildet, in welche korrespondierende Kontaktorgane des Gegenstücks 80 einführbar sind. Die Kontaktorgane 32 sowie die die Kontaktorgane 32 benachbarenden Enden der Kontaktelemente 30 sind gegenüber den Öffnungen 54 der Kontaktkammern zurückversetzt, so dass hier eine Berührsicherheit gegeben ist.

Die Fig. 9 zeigt einen Schnitt durch ein Verschlusselement 60
beispielsweise eine Kappe, zum Verschließen des Grundkörpers 40. Das Verschlusselement 60 weist Rastmittel 62 auf, beispielsweise Klauen, die mit den Rastmitteln 46 des Grundkörpers 40 zusammenwirken und dadurch das Verschlusselement 60 nach Kontaktierung einer
Flachbandleitung 2 mit den Schneidklemmkontakten 34 mit dem
Grundkörper 40 gegebenenfalls auch lösbar verbindbar ist.

Die Fig. 10 zeigt einen Schnitt durch einen Steckverbinder 100 und ein Gegenstück 80 im Kontaktbereich, bei dem ein korrespondierendes Kontaktorgan 82, beispielsweise eine Kontaktzunge, des Gegenstücks 80 mit dem Kontaktorgan 32 des Steckverbinders 100 elektrisch verbunden ist, insbesondere in das Kontaktorgan 32 des Steckverbinders 100 eingerastet ist. Das korrespondierende Kontaktorgan 82 ist mit einem Anschlussstift 84 des Gegenstücks 80 elektrisch verbunden, der seinerseits in eine
Leiterplatte einsteckbar ist. Der Steckverbinder 100 weist an der Öffnung 72 der Kontaktkammer 54 eine hohlzylindrische oder eine zur Öffnung 72 hin sich aufweitende hohlkegelförmige Kontur auf, so dass das Gegenstück 80 mit einem Führungsmittel 86 in die Öffnung 72 einführbar ist und dadurch das Gegenstück 80 und damit das korrespondierende Kontaktorgan 82 in Bezug auf die Öffnung 72 der Kontaktkammer 54 ausrichtbar ist. Das Führungsmittel 86 ist als zapfenartiger, in die Öffnung 72 einführbarer und einen verdickten Abschnitt der Kontaktzunge 82 einschließender Fortsatz des Gegenstücks 80 ausgebildet. Das Gegenstück 80 weist außerdem einen hülsenartigen Abschnitt 88 auf, der den der Öffnung 72 nahen Abschnitt des Steckverbinders 100 übergreift. Das Kontaktelement 30 des
Steckverbinders 100 ist gegenüber der Öffnung 72 der Kontaktkammer 54 zurückversetzt, wodurch eine Berührsicherheit des Kontaktetements 30 gegeben ist.