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1. WO1992016958 - COLOUR TELEVISION TUBE

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]
Farbbildröhre

Die Erfindung geht aus von einer Farbbildröhre gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Bei einer derartigen sogenannten inline-Farbbildröhre sind die drei Elektronenkanonen für die Farben Rot, Grün, Blau parallel zueinander in einer Ebene innherhalb des Röhrenhalses angeordnet. Der Röhrenhalε hat einen runden Querschnitt. Die Ablenkspulen für die Horizontalablenkung und die Vertikalablenkung sind dabei in ihrer Form an den Röhrenhals und den sich daran anschließenden Röhrenkonus angepaßt, um einen möglichst geringen Abstand der Ablenkspulen vom den abzulenkenden Elektronenstrahlen und damit eine möglichst große Ablenkempfindlichkeit zu erzielen. Die Ablenkempfindlichkeit ist unter anderem dadurch begrenzt, daß die Ablenkspulen nicht dichter an die Elektronenstrahlen herangebracht werden können, als es durch den äußeren Umfang der Bildröhre vorgegeben ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer derartigen Farbbildröhre die Ablenkempfindli chkeit zu erhöhen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch σelöst, daß der Querschnitt des Röhrenhalses im Bereich der Ablenkspulen von der Kreisform abweichend etwa dem Breite/Höhe-Verhältnis des Bildschirms angepaßt ausgebildet ist. Vorzugsweise hat der Querschnitt die Form eines Rechtecks mit abgerundeten Ecken oder die Form einer Ellipse, wobei das Verhältnis aus der langen Ellipsenachse zur kurzen Ellipsenachse etwa gleich dem Verhältnis zwischen der Breite und der Höhe des Bildschirms ist.

Durch die erfindungsgemäße Lösung wird der Abstand der auf dem Röhrenhals angeordneten Ablenkspulen von den Elektronenstrahlen verringert. Das gilt insbesondere für die oberhalb und unterhalb des Röhrenhalses angeordneten Ablenkspulen, die ein senkrechtes Magnetfeld für die Horizontalablenkung erzeugen. Durch die engere Lage der Ablenkspulen zu den Elek tronenstrahlen und damit die erhöhte Ablenkempfindlichkeit können die Werte der benötigten Ablenkströme verringert werden. Dadurch wird insbesondere die Verlustleistung sowohl in der Abienkschaltung als auch in den Ablenkspulen verringert. Die Erfindung ist besonders geeignet für neuartige Bildröhren mit einem Bildseitenverhältnis 16:9. Die Erhöhung der Ablenkempfindlichkeit in Horizontalrichtung ist dort besonders vorteilhaft, weil eine Zeilenendstufe für erhöhte Zeilenfrequenzen von etwa 30 kHz sehr stark belastet ist. Die erfindungsgemäße Formgebung des Röhrenhalses ermöglicht eine Verlängerung des Ablenkfeldes und damit eine Vergrößerung der Ablenkempfindlichkeit. Berechnungen haben ergeben, daß durch die erfindungsgemäße Änderung im Querschnitt des Röhrenhalses die Ablenkempfindlichkeit um mindestens 30 % erhöht werden konnte.

Ein weiterer Vorteil besteht in folgendem:

Bei Bildröhren besteht insbesondere bei erhöhter Ablenkamplitude und damit erhöhtem Ablenkwinkel die Gefahr der sogenannten Abschattung. Das bedeutet, daß der Elektronenstrahl auf seinem Weg von der Elektronenkanone zum Bildschirm auf den Glasrand der Röhre auftrifft, insbesondere im Übergangsbereich zwischen dem zylinderförmigen Röhrenhals und dem Bildröhrenkonus. Der Elektronenstrahl erreicht dann den Bildschirm nicht mehr und kann somit zur Bildwiedergabe nicht mehr beitragen. Wenn der Elektronenstrahl längere Zeit von z.B. mehreren Minute auf die Glaswand der Bildröhre auftritt, kann sogar eine unzulässige Erhitzung der Glaswand und eine Zerstörung der Bildröhre eintreten. Diese Gefahr der Abschattung kann durch die neue Formgebung des Röhrenhalses verringert werden. Das beruht darauf, daß der Querschnitt des Röhrenhalses der Form des Bildschirms und damit dem Rechteck, das im Strahlenverlauf durch die Ablenkung geschrieben wird, besser angepaßt ist.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand Zeichnung erläutert. Darin zeigen
Fig. 1 im Prinzip den Aufbau einer Inline-Farbbildröhre,
Fig. 2 den Querschnitt des Röhrenhalses einer
bekannten Farbbildröhre,
Fig. 3 den Querschnitt des Röhrenhalses einer
erfindungsgemäßen Farbbildröhre und
Fig. 4 einen anderen Querschnitt des Röhrenhalses
einer erfindungsgemäßen Farbbildröhre.

Fig. 1 zeigt eine Farbbildröhre ] mit dem aus einem transparenten Glas bestehenden Bildschirm 2, dem Leuchtstoffschirm 3, der Lochmaske 4, dem Röhrenkonus 5, dem Röhrenhals 6 und dem Sockel 7, der mit Anschlußstiften 8 für die Zuführung der Spannungen und Ströme versehen ist. In dem Röhrenhals 6 sind drei Elektronenkanonen R, G, B parallel zu einander in einer waagerechten Ebene angeordnet, die drei Elektronenstrahlen 9, 10, 11 erzeugen. Die Elektronenstrahlen 9, 10, 11 konvergieren auf dem Leuchtstoffschirm 3 und treffen dort auf die ihnen zugeordneten Farbstreifen oder Farbpunkte zur Erzeugung eines farbigen Bildes auf.

Fig. 2 zeigt den Querschnitt des Röhrenhal ses 6 einer bekannten Farbbildröhre. Der Querschnitt ist kreisförmig, und die Ablenkspulen 12 sind dem äußeren Umfang des Röhrenhalses 6 angepaßt. Es ist ersichtlich, daß der Abstand zwischen den Ablenkspulen 12, die die senkrechten magnetischen Kraftlinien 13 für die Horizontalablenkung erzeugen, von den Elektronenkanonen R, G, B durch den äußeren Umfang des Röhrenhalses 6 gegeben ist und nicht verringert werden kann. Dieser Abstand beeinträchtigt indessen die Ablenkempfindlichkeit, da die Ablenkempfindlichkeit mit steigendem Abstand der Ablenkspulen von den Elektronenstrahlen abnimmt.

In Fig. 3 ist der Querschnitt des Röhrenhalses 6 von der Kreisform gemäß Fig. 2 abweichend ausgebildet. Der Quer schnitt hat etwa die Form eines Rechteckes mit abgerundeten Kanten. Diese Querschnittsform entspricht etwa der Form des Bildschirms der Bildröhre 1 mit einem Seitenverhältnis 16:9. Das bedeutet, daß das Verhältnis der Länge zur Breite des rechtseckförmigen Röhrenhalses 6 etwa gleich dem Verhältnis zwischen der Breite und der Höhe des Bildschirms ist. Bei einer Farbbildröhre mit einem Bildschirm mit einem Seitenverhältnis 16:9 hat auch das durch den Röhrenhalε 6 dargestellte Rechteck etwa dieses Seitenverhältnis. Es ist ersichtlich, daß der Abstand der Ablenkspulen 12 von den Elektronenkanonen R, G, B und damit von den Elektronenstrahlen 9, 10, 11, der die Ablenkempfindlichkeit bestimmt, gegenüber Fig. 2 deutlich verringert ist.

In Fig. 4 hat der Röhrenhals 6 einen ellipsenförmigen Querschnitt. Dabei ist das Verhältnis der langen Ellipsenachse zur kurzen Ellipsenachse etwa gleich dem Verhältnis aus der Breite und der Höhe des Bildschirms der Bildröhre 1.

Die Ablenkspulen liegen teils im Bereich des Röhrenhalses 6 und mit ihren erweiterten Enden im Berei ch des Röhrenkonus 5. Die Form der Ablenkspulen ist der Form des Röhrenhalses gemäß Fig. 3 oder Fig. 4 angepaßt, um einen möglichst geringen geometrischen Abstand zwischen den Ablenkspulen und den Elektronenkanonen R, G, B und den erzeugten Elektronenstrahlen 9, 10, 11 zu erzielen.