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1. WO2013010802 - FOOD CONTAINER

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[ DE ]

Lebensmittelbehälter

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Lebensmittelbehälter, der zur Aufbewahrung von Lebensmitteln in einem Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, sowie zum

Präsentieren der Lebensmittel auf einem Esstisch geeignet ist.

Lebensmittelbehälter mit standardisierten Abmessungen sind unter der Bezeichnung Gastronorm seit langem bekannt, und ihre Gestalt ist durch die europäische Norm EN 631 oder die deutsche Norm DIN 66075 festgelegt. DE 10 2009 028 787 A1 beschreibt ein Kältegerät, dessen Lagerraum mit Trägerschienen ausgestattet ist, in die Gastronorm-Behälter unmittelbar eingeschoben werden können. Dies ermöglicht eine platzsparende Unterbringung der Behälter im Kältegerät und einen schnellen Zugriff. Die ursprünglich für die gewerbliche Anwendung in Großküchen konzipierten Gastronorm-Behälter genügen jedoch nicht den Anforderungen, die in Privathaushalten an das Tischgeschirr gestellt werden, so dass, wenn eine in einem solchen Behälter aufbewahrte Lebensmittel in ansprechender Weise auf einem Esstisch präsentiert werden sollen, sie in einen anderen Behälter umgefüllt werden müssen.

Aus DE 20 2010 012 643 U1 ist ein Lebensmittelbehälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt. Dieser herkömmliche Lebensmittelbehälter hat als Innenschale einen Gastronorm-Behälter, und eine wärmeisolierende Außenschale ist aus

expandiertem Polypropylen geformt. Die äußere Gestalt der Außenschale erfüllt ebenfalls nicht die Anforderung von Privatverbrauchern an die Gestaltung von Tischgeschirr.

Außerdem schließen der Platzbedarf und die Isolationswirkung der Außenschale ihre Verwendung in einem Kältegerät aus.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, einen Lebensmittelbehälter zu schaffen, der sowohl eine effiziente Kühlung seines Inhalts erlaubt als auch mit minimalem Aufwand vom Kältegerät zu Tisch getragen und dort ansprechend präsentiert werden kann.

Unter einem Kältegerät wird insbesondere ein Haushaltskältegerät verstanden, also ein Kältegerät das zur Haushaltsführung in Haushalten oder eventuell auch im

Gastronomiebereich eingesetzt wird, und insbesondere dazu dient Lebensmittel und/oder Getränke in haushaltsüblichen Mengen bei bestimmten Temperaturen zu lagern, wie beispielsweise ein Kühlschrank, ein Gefrierschrank, eine Kühlgefrierkombination oder ein Weinlagerschrank.

Die Aufgabe wird gelöst, indem bei einem Lebensmittelbehälter mit einer Außenschale, einer von Seitenwänden der Außenschale umfangenen Innenschale und einem Deckel, wobei die Innenschale eine Grundplatte, einen den Deckel stützenden umlaufenden Flansch und die Grundplatte mit dem Flansch verbindende Seitenwände aufweist, der Flansch der Innenschale über wenigstens zwei einander gegenüberliegende Seitenwände der Außenschale nach außen übersteht und von den Oberkanten der einander gegenüberliegenden Seitenwände der Außenschale horizontale Stege nach außen abstehen, auf denen der Flansch der Innenschale aufliegt. Die horizontalen Stege erlauben es, den vollständigen Lebensmittelbehälter mit samt seiner Außenschale in der aus DE 10 2009 028 787 A1 bekannten Weise an Trägerprofilen des Kältegerätes aufzuhängen. Wenn ein schneller Temperaturausgleich zwischen dem Inhalt des

Behälters und dem Kältegerät gewünscht ist, kann vor dem Unterbringen ins Kältegerät die Außenschale entfernt werden. Während die Innenschale im Wesentlichen nicht sichtbar ist, wenn der Lebensmittelbehälter auf einem Esstisch platziert ist, kann die Außenschale weitgehend frei und in geschmacklich ansprechender Weise gestaltet werden.

Vorzugsweise sind die Innenschale und der Deckel durch einen an sich bekannten Gastronorm-Behälter gebildet, da diese auf dem Markt etabliert und bereits in vielen Küchen vorhanden sind; es könnte aber auch ein beliebiger anderer Typ von Behälter verwendet werden.

Die Außenschale kann eine Grundplatte aufweisen, sei es zur Versteifung oder um Kondenswasser oder Spuren von Lebensmitteln, die an der Außenseite der Innenschale haften, vom Tisch fernzuhalten.

Die Stege können zweckmäßigerweise Teile eines umlaufenden Flansches der

Außenschale sein. Ein solcher umlaufender Flansch versteift die Außenschale, außerdem kann er ein Aufschieben des Lebensmittelbehälters auf Trägerprofile des Kühlschranks in unterschiedlichen Orientierungen ermöglichen.

Der umlaufende Flansch der Innenschale und die Unterseiten der Stege sollten zweckmäßigerweise in Draufsicht überlappen, so dass die Trägerprofile des Kältegerätes genutzt werden können, um wahlweise den gesamten Lebensmittelbehälter einschließlich der Außenschale oder allein die Innenschale darauf zu platzieren.

Die Außenschale kann aus Kunststoff gefertigt sein; insbesondere Melamin ist aufgrund seiner porzellanähnlichen Anmutung bevorzugt.

Vorzugsweise gehört zu dem erfindungsgemäßen Lebensmittelbehälter noch ein formschlüssig auf der Außenschale platzierbarer äußerer Deckel. Dieser ermöglicht die Verwendung der Außenschale und des äußeren Deckels als selbstständigen Behälter für Lebensmittel auch dann, wenn die Innenschale und deren Deckel entnommen sind.

Wenn der äußere Deckel an einer Oberseite und die Außenschale an einer Unterseite jeweils zueinander komplementäre Rastkonturen aufweisen, dann können mehrere der erfindungsgemäßen Lebensmittelbehälter platzsparend und sicher aufeinander gestapelt werden, was vor allem für die Unterbringung in einem Kältegerät von Vorteil ist.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Aus dieser Beschreibung und den Figuren gehen auch Merkmale der

Ausführungsbeispiele hervor, die nicht in den Ansprüchen erwähnt sind. Solche Merkmale können auch in anderen als den hier spezifisch offenbarten Kombinationen auftreten. Die Tatsache, dass mehrere solche Merkmale in einem gleichen Satz oder in einer anderen Art von Textzusammenhang miteinander erwähnt sind, rechtfertigt daher nicht den Schluss, dass sie nur in der spezifisch offenbarten Kombination auftreten können;

stattdessen ist grundsätzlich davon auszugehen, dass von mehreren solchen Merkmalen auch einzelne weggelassen oder abgewandelt werden können, sofern dies die

Funktionsfähigkeit der Erfindung nicht in Frage stellt. Es zeigen:

Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch einen auf einem Tisch platzierten

Lebensmittelbehälter gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung;

Fig. 2 einen zu Fig. 1 analogen Schnitt durch einen Lebensmittelbehälter gemäß einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht von unten einer äußeren Schale und eines

Deckels des Lebensmittelbehälters;

Fig. 4 den in einem Kältegerät platzierten Lebensmittelbehälter;

Fig. 5 die ohne umgebende Außenschale im Kältegerät platzierte Innenschale des Lebensmittelbehälters;

Fig. 6 den gemäß einer alternativen Nutzungsmöglichkeit ohne Innenschale im

Kältegerät platzierten Lebensmittelbehälter; und

Fig. 7 eine weitere alternative Nutzungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen

Lebensmittelbehälters.

Fig. 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen, auf einer Tischplatte 1 platzierten Lebensmittelbehälter 2 gemäß einer ersten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung. Dieser Ausgestaltung zufolge umfasst der Lebensmittelbehälter 2 drei Teile, eine Innenschale 3 und einen Deckel 4, beide vorzugsweise aus rostfreiem Stahl, sowie eine aus Kunststoff, insbesondere aus Melamin, geformte Außenschale 5.

Die Innenschale 3 und der Deckel 4 sind durch einen an sich bekannten Gastronorm-Behälter gemäß DIN 66075 oder EN 631 gebildet. Die Innenschale 3 hat eine flache, im Wesentlichen rechteckige Grundplatte 6, sich rings um die Grundplatte 6 erstreckende Seitenwände 7 sowie einen von den Oberkanten der Seitenwände 7 nach außen abstehenden, umlaufenden Flansch 8. Der Flansch 8 ist im Querschnitt gekröpft, mit einem Randbereich 9, der sich auf einem etwas tieferen Niveau als ein innerer Bereich 10 befindet, um einen formschlüssigen Sitz des passend dazu gestuften Deckels 4 zu ermöglichen.

Die Innenschale 3 ist in der in Fig. 1 gezeigten Konfiguration durch die Außenschale 5 und den Deckel 4 vollständig verborgen. Die Außenschale 5 umfasst wie die Innenschale 3 eine im Wesentlichen rechteckige Grundplatte 1 1 mit abgerundeten Ecken, die

Grundplatte 1 1 umgebenden Seitenwände 12 sowie einem von den Oberkanten der Seitenwände abstehenden, rings umlaufenden Flansch 13. Der Flansch 13 weist an seiner Oberseite eine flache Aussparung 14 auf, die den Deckel 4 vollständig aufnimmt. Die Seitenwände 12 erstrecken sich in enger Nachbarschaft zu den Seitenwänden 7 der Innenschale 3, und ihre Stärke ist deutlich geringer als die Breite des Flansches 8, sodass dieser senkrecht von oben betrachtet sich zu einem großen Teil mit dem Flansch 13 der Außenschale 5 überschneidet.

Fig. 2 zeigt eine zweite Ausgestaltung des Lebensmittelbehälters 2 auf der Tischplatte 1. Innen- und Außenschale 3, 5 sind die gleichen wie in der Ausgestaltung der Fig. 1 ; der Gastronorm-Deckel 4 ist weggelassen und durch einen Deckel 15 aus glasklarem

Kunststoff, z.B. aus SAN, ersetzt. Die Gestalt des Deckels 15 ähnelt derjenigen der Außenschale 5; wie diese umfasst er eine ebene, im Wesentlichen rechteckige

Grundplatte 16, Seitenwände 17 und einen umlaufenden Flansch 18, dessen

Kantenlängen derjenigen der Aussparung 14 entsprechen, so dass sich der Flansch 18 formschlüssig in die Aussparung 14 einfügt.

Der durchsichtige Deckel 15 erlaubt es, Speisen sichtbar aber z.B. vor Auskühlung geschützt auf der Tischplatte 1 anzurichten.

An der Unterseite des Flansches 18 ist in Verlängerung der Seitenwände 17 eine

Abtropfkante 19 geformt. Da die Kantenlängen der Seitenwände 17 etwas kleiner sind als die der Seitenwände 7 der Innenschale 3, gelangt Kondenswasser, das sich an der Innenseite des Deckels 15 niederschlägt, zurück in die Innenschale 3.

Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht schräg von unten der Außenschale 5 und des Deckels 15. An den vier Ecken der Grundplatte 1 1 der Außenschale 5 sind flache

Rastkonturen 20, hier in Form von Ringen, die eine Aussparung 21 umgeben, geformt. Die Grundplatte 16 des Deckels 15 ist an ihrer Oberseite mit flachen Vorsprüngen 22 versehen, die komplementär zu den Aussparungen 21 geformt sind, um durch eingreifen in die Aussparungen 21 ein sicheres Stapeln einer Außenschale 5 auf einem Deckel 15 zu ermöglichen. So kann z.B. bei der Aufbewahrung in einem Kühlschrank der Behälter der Fig 1 sicher auf dem Behälter der Fig. 2 gestapelt werden.

Fig. 4 zeigt eine bevorzugte Art der Anbringung des Lebensmittelbehälters 2 in einem Kühlschrank. An einer Seitenwand des Kühlschrankgehäuses sind in unterschiedlichen Höhen Trägerprofile in Form von horizontalen Rippen 23a, 23b, 23c gebildet, die in den Innenraum des Kühlschranks hinein vorspringen und zusammen mit nicht gezeigten Rippen an einer gegenüberliegenden Seitenwand Tablare tragen können, die den

Innenraum in übereinander liegende Fächer unterteilen. Bei den meisten Kühlgeräten sind diese Tablare horizontale Platten; in Fig. 4 hingegen ist ein Tablar 24 ausschnittsweise gezeigt, das zwei horizontale Abschnitte 25a, 25b auf unterschiedlichen Höhen und eine die Abschnitte 25a, 25b verbindende Stufe 26 umfasst. An dem unteren horizontalen Abschnitt 25a und der Stufe 26 sind Trägerprofile 27a, 27b lösbar verrastet, die jeweils eine Auflagefläche in zu den Rippen 23a, 23b passender Höhe bilden. Der

Lebensmittelbehälter 2 ruht mit dem Flansch 13 seiner Außenschale 5 auf den

Auflageflächen der Rippe 23b und des Profils 27b. Der Abstand zwischen diesen

Auflageflächen und dem horizontalen Abschnitt 25b ist so groß bemessen, dass der Lebensmittelbehälter 2 in der gezeigten Weise mitsamt dem Deckel 15 bequem untergebracht werden kann.

Anhand von Fig. 4 ist leicht vorstellbar, dass der Deckel 15 auch in umgekehrter

Orientierung, mit nach unten gekehrter Grundplatte 16, auf den Deckel 4 aufgelegt und die so erhaltene Anordnung auf die Rippe 23b und das Profil 27b aufgeschoben werden könnte. Auf diese Weise kann auch der Deckel 15 noch zur Unterbringung von Kühlgut genutzt werden.

Fig. 5 zeigt eine Schnittdarstellung entlang derselben Schnittebene wie Fig. 4, allerdings sind hier der Deckel 15 und die Außenschale 5 fortgelassen, und der Flansch 8 der Innenschale 3 liegt unmittelbar auf der Rippe 23b und dem Profil 27b auf. Indem die Außenschale 5 entfernt wird, ist im Bedarfsfall eine schnelle Kühlung von in der

Innenschale 3 enthaltenen Lebensmitteln möglich.

Die Außenschale 5 und der Deckel 15 können, wenn sie in Fig. 5 vom durch die

Innenschale 3 und dem Deckel 4 gebildeten Gastronorm-Behälter getrennt sind, ihrerseits als ein eigenständiger, dicht schließender Lebensmittelbehälter verwendet werden, wobei je nach Art des darin unterzubringenden Kühlguts die Anordnung mit unten liegender

Außenschale 5 und oben liegendem Deckel 15 gemäß Fig. 4 beibehalten oder eine umgekehrte Anordnung, mit unten liegendem Deckel 15, gewählt werden kann, wie in Fig. 6 gezeigt. In dieser Anordnung ruht der Flansch 18 des Deckels 15 auf der Rippe 23a und dem Profil 27a. Der Niveauunterschied zwischen den Rippen 23a und 23b bzw. den Profilen 27a und 27b entspricht dem Höhenunterschied zwischen den Seitenwänden 12, 17 von Außenschale 5 und Deckel 15, sodass der von beiden gebildete Behälter im Falle der Fig. 6 sich im Innenraum des Kühlschranks auf dem gleichen Niveau befindet wie im Falle der Fig. 4.

Selbstverständlich kann der Gastronorm-Behälter 3, 4 auch auf die Rippe 23a und das Profil 27a aufgeschoben werden. Der dann im Vergleich zur Konfiguration der Fig. 5 vergrößerte Zwischenraum zwischen dem Deckel 4 und dem horizontalen Abschnitt 25b des Tablars 24 kann, wie in Fig. 7 gezeigt, wiederum zur Unterbringung eines weiteren Behälters genutzt werden, der in diesem Fall durch die Außenschale 5 und eine in die Aussparung 14 von deren Flansch 13 formschlüssig eingelegte, einen Deckel bildende horizontale Platte 28 gebildet ist.