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1. DE102011079194 - Haarformgerät

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Beschreibung  

[0001]  Die vorliegende Erfindung betrifft ein Haarformgerät mit einem ersten Formteil und einem zweiten Formteil zum Aufwickeln und Formen von Haaren.

[0002]  Haarformgeräte, die geeignet sind, Haare zu Wellen zu formen, sind allgemein bekannt. Diese bekannten Haarformgeräte erzeugen das Wellen der Haare meist mittels eines Zusammenpressens der Haare in eine vorbestimmte gewellte Form. Durch das Zusammenpressen erfolgt eine zweidimensionale Umformung. Aufgrund dieser lediglich zweidimensionalen Umformung kann jedoch häufig kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden.

[0003]  Zum Formen glatter Haare zu Wellen oder Locken offenbart die Durchschrift WO 2008/028941 A2 ein Haarformgerät mit zumindest zwei Fortsätzen, die gerundete Haaranlageflächen aufweisen. Das in dieser Druckschrift offenbarte Haarformgerät ist aufgrund der speziellen Form der Fortsätze jedoch nicht richtungsunabhängig in der Anwendung, was die Anwendung, insbesondere am Hinterkopf, für den Endverbraucher nachteilig verkompliziert. Insbesondere ist aufgrund der speziellen Form der Fortsätze ein Eindrehen der zu formenden Haare mit dem Haarformgerät in nur eine Richtung zweckmäßig. Ein Eindrehen in die andere Richtung könnte aufgrund von eher spitz zulaufenden Ausbuchtungen der Fortsätze nachteilig zu Haarschädigungen und/oder Haarbrüchen führen.

[0004]  Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, ein verbessertes Haarformgerät anzugeben, das sich durch eine vereinfachte Handhabung auszeichnet.

[0005]  Diese Aufgabe wird durch ein Haarformgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

[0006]  Erfindungsgemäß ist ein Haarformgerät, insbesondere zur Locken- und/oder Wellenbildung, vorgesehen, das ein erstes Formteil und ein zweites Formteil zum Aufwickeln und Formen von Haaren aufweist. Die Formteile sind an einem Ende miteinander verbunden, verlaufen in einem Abstand zueinander und weisen einen sich von einer Kreisform unterscheidenden ovalen Querschnitt auf. Das Haarformgerät ist ein richtungsunabhängig anwendbares Haarformgerät.

[0007]  Das erfindungsgemäße Haarformgerät ist demnach richtungsunabhängig anwendbar. Beispielsweise weist das Haarformgerät im Gegensatz zum Stand der Technik keine eher spitz zulaufenden Ausbuchtungen an den Formteilen auf. Insbesondere weist jedes Formteil abgerundete Flächen und somit keine Kanten, Ecken oder ähnliches auf. Die Krümmungen der Flächen sind dabei derart groß gewählt, dass die zu formenden Haare, die über diese Krümmungen geführt sind, daran nicht reißen beziehungsweise brechen.

[0008]  Durch die richtungsunabhängige Anwendung des Haarformgeräts vereinfacht sich mit Vorteil die Handhabung des Geräts, beispielsweise am Hinterkopf, womit insgesamt eine anwenderfreundliche Benutzung erzielt wird. Auch Benutzer, die nicht täglich mit der Anwendung derartiger Haarformgeräte betraut sind, können so vorteilhafterweise trotzdem ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.

[0009]  Die Formteile sind an einem Ende bevorzugt fest miteinander verbunden. Das bedeutet, dass die Formteile aufgrund dieser festen und fixierten Befestigung nicht zueinander bewegbar sind. Hierzu sind die Formteile beispielsweise an dem verbundenen Ende an einem gemeinsamen Griffteil befestigt und montiert. Die einzelnen Komponenten des Haarformgeräts, wie beispielsweise das Griffteil und die Formteile, sind dabei fest und fixiert miteinander und unbeweglich zueinander verbunden.

[0010]  Die Formteile verlaufen in einem Abstand zueinander. Das bedeutet, dass die Formteile bis auf das verbundene Ende nicht in einem direkten Kontakt miteinander stehen und nicht aneinander angrenzend ausgebildet sind. Sind beispielsweise die Formteile fixiert zueinander angeordnet, so ist ein fester Abstand zwischen den Formteilen vorgegeben. Sind alternativ die Formteile bewegbar zueinander angeordnet, womit das Gerät somit einen offenen und einen geschlossenen Zustand der Formteile aufweist, so ist auch im geschlossenen Zustand der Formteile ein fester Abstand zwischen den Formteilen vorgegeben.

[0011]  Die Formteile weisen jeweils einen ovalen Querschnitt auf, der bevorzugt von einer Kreis- und Ellipsenform abweicht. Die Formteile sind demnach weder rund noch ellipsenförmig.

[0012]  Mit einer derartigen ovalen Form kann vorteilhafterweise eine gewünschte Wellenbildung der zu formenden Haare mit einem zufriedenstellenden Ergebnis erzeugt werden.

[0013]  Vorzugsweise weist das Haarformgerät eine Längserstreckung auf, in die sich die Formteile und gegebenenfalls das Griffteil hineinerstrecken. Die Formteile verlaufen dabei bevorzugt parallel und in einem Abstand zueinander. An einem dem Griffteil gegenüberliegenden Ende der Formteile ist eine Öffnung zwischen den Formteilen ausgebildet, sodass durch diese Öffnung die zu formenden Haare zwischen die Formteile einführbar sind. Insbesondere sind so die zu formenden Haare zwischen dem ersten Formteil und dem zweiten Formteil einlegbar.

[0014]  Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind das erste Formteil und das zweite Formteil zum Formen der Haare beheizbar. Vorzugsweise sind die Formteile auf Temperaturen bis zu 200 °C, bevorzugt zwischen 100 °C und 200 °C, aufheizbar. Die Formteile werden beim Benutzen des Haarformgeräts erhitzt, sodass die Oberfläche der Formteile vorzugsweise jeweils eine im Wesentlichen gleichmäßige Temperatur aufweist. Im Wesentlichen gleichmäßig bedeutet hierbei insbesondere, dass die Temperatur im Querschnitt über die Oberfläche anwendungsbedingte oder gerätebedingte geringfügige Temperaturschwankungen aufweisen kann. Diese Temperaturschwankungen sind jedoch bevorzugt geringer als 10 K. Die zu formenden Haare sind zum Formen um die Formteile gewickelt, beispielsweise in Form einer acht. Durch das Aufheizen der Formteile und durch den ovalen Querschnitt der Formteile können die Haare wie eine Wasserwelle mit einem zufriedenstellenden Ergebnis geformt werden.

[0015]  Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind das erste Formteil und das zweite Formteil von einer Einhüllenden umschrieben, deren Verlauf im Querschnitt ellipsenförmig, vorzugsweise superellipsenförmig, ist. Unter einer Einhüllenden ist insbesondere die Außenkontur des Haarformgeräts zu verstehen, die von den Formteilen gemeinsam vorgegeben ist. Die Außenkontur ist dabei über die Außenkontur der Formteile hinweg, beispielsweise über Zwischenräume hinweg, vervollständigt.

[0016]  Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die Einhüllende eine lange Halbachse und eine kurze Halbachse in einem Verhältnis von 5 zu 4 auf, vorzugsweise von 2 zu 1. Bevorzugt weist die lange Halbachse eine Länge in einem

[0017]  Bereich zwischen einschließlich 3,5 cm und einschließlich 4,5 cm auf, vorzugsweise 4 cm. Mit einer derartigen Geometrie der Formteile und der Einhüllenden der Formteile kann ein verbessertes und besonders zufriedenstellendes Ergebnis der „Wasserwellen“ der Haare realisiert werden.

[0018]  Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist das Haarformgerät achssymmetrisch entlang der kurzen Halbachse und/oder entlang der langen Halbachse ausgebildet. Bevorzugt ist das Haarformgerät im Bereich der Formteile achssymmetrisch. Beispielsweise sind das erste Formteil und das zweite Formteil bezüglich der kurzen Halbachse der ellipsenförmigen Einhüllenden spiegelsymmetrisch zueinander. Die kurze Halbachse verläuft dabei vorzugsweise durch einen Spalt zwischen den Formteilen, der die Formteile voneinander beabstandet. Bevorzugt ist dieser Spalt mittig und insbesondere senkrecht zur langen Halbachse ausgebildet und erstreckt sich entlang der kurzen Halbachse. Der Spalt trennt dabei die Formteile bis auf das fest verbundene Ende räumlich vollständig voneinander.

[0019]  Besonders bevorzugt sind das erste Formteil und das zweite Formteil auch bezüglich der langen Halbachse der ellipsenförmigen Einhüllenden spiegelsymmetrisch ausgebildet. Durch die achssymmetrische, bevorzugt spiegelsymmetrische, Ausbildung des Haarformgeräts im Bereich der Formteile kann dem Benutzer mit Vorteil eine richtungsunabhängige Anwendung des Haarformgeräts gewährleistet werden.

[0020]  Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung beträgt ein Abstand zwischen dem ersten Formteil und dem zweiten Formteil zwischen einschließlich 2 mm und einschließlich 10 mm, vorzugsweise 8 mm. Der Abstand zwischen den Formteilen bildet insbesondere den Spalt aus und gewährleistet das Einführen und Einlegen der zu formenden Haare zwischen die Formteile zum Aufwickeln der Haare um die Formteile. Der Abstand ist dabei je nach Gerätetyp entsprechend groß ausgebildet. Beispielsweise ist der Abstand bei einem Wellenformer größer ausgebildet als bei einem Lockenformer. Mit einem Abstand in dem oben angegeben Bereich kann vorteilhafterweise eine verbesserte Formung der zu formenden Haare erzielt werden.

[0021]  Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind jeweils eine Oberfläche des ersten Formteils und des zweiten Formteils, die sich gegenüberliegend angeordnet sind, zumindest bereichsweise eben ausgebildet. Insbesondere ist die Oberfläche des ersten Formteils, die dem zweiten Formteil zugewandt ist, zumindest bereichsweise eben beziehungsweise planar ausgebildet. Entsprechendes gilt für das zweite Formteil. Vorzugsweise ist jeweils die Oberfläche der Formteile, die sich gegenüberliegend angeordnet sind, bis auf abgerundete Seitenbereiche vollständig eben ausgebildet. Die im Querschnitt oval ausgebildeten Formteile mit einer bereichsweise ebenen Oberfläche sind besonders geeignet zum Formen von Locken. Bevorzugt beträgt hierbei der Abstand zwischen den Formteilen in etwa 8 mm.

[0022]  In einer alternativen Ausgestaltung weisen jeweils eine Oberfläche des ersten Formteils und des zweiten Formteils, die sich gegenüberliegend angeordnet sind, jeweils zumindest bereichsweise eine konvexe beziehungsweise konkave Krümmung auf. Insbesondere sind die konvexe und die konkave Krümmung der Oberflächen dabei derart ausgebildet, dass die Krümmungen ineinander greifen. Die konvexe Krümmung des einen Formteils greift beispielsweise in die konkave Krümmung des anderen Formteils ein. Die Oberfläche des einen Formteils mit der konkaven Krümmung weist vorzugsweise abgerundete Seitenbereiche auf, insbesondere konvex ausgebildete Seitenbereiche. Das eine Formteil mit der bereichsweise konkaven Krümmung weist demnach eine dem anderen Formteil zugewandte Oberfläche auf, die mittig eine konkave Krümmung und in den Außenbereichen jeweils eine konvexe Krümmung aufweist, wobei die Krümmungen übergangslos ineinander übergehen. Die konvex ausgebildeten Seitenbereiche sind dabei derart gekrümmt ausgebildet, dass ein Abrechen der Haare beim Aufwickeln um das Formteil und beim Formen an dem Formteil verhindert wird. Hierzu ist die konvexe Krümmung der Seitenbereiche entsprechend groß ausgebildet.

[0023]  Bevorzugt ist bei der alternativen Ausgestaltung die Einhüllende der Formteile eierförmig ausgebildet. Das Formteil mit der konvexen Krümmung ist dabei vorzugsweise am schmäleren Ende der eierförmigen Einhüllenden angeordnet. Die im Querschnitt oval ausgebildeten Formteile mit einer bereichsweise konkav beziehungsweise konvex gekrümmten Oberfläche sind besonders geeignet zum Formen von Wellen, insbesondere „Wasserwellen“. Bevorzugt beträgt hierbei der Abstand zwischen den Formteilen in etwa 3 mm.

[0024]  Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird das Haarformgerät zum Wellen oder Locken von Haaren verwendet. Das Haarformgerät ist also vorzugsweise ein Wellenformer beziehungsweise Lockenformer.

[0025]  Weitere Vorteile, vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen des Haarformgeräts ergeben sich aus den im Folgenden in Verbindung mit den Fig. 1 bis Fig. 4 beschriebenen Ausführungsformen. Es zeigen:

[0026]  Fig. 1 und Fig. 3 jeweils einen schematischen Querschnitt eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Haarformgeräts,

[0027]  Fig. 2A und Fig. 2B jeweils eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Einhüllenden eines erfindungsgemäßen Haarformgeräts, und

[0028]  Fig. 4A und Fig. 4B jeweils einen schematischen Querschnitt eines Ausführungsbeispiels eines herkömmlichen Haarformgeräts während der Anwendung.

[0029]  In den Ausführungsbeispielen und Figuren können gleiche oder gleich wirkende Bestandteile jeweils mit den gleichen Bezugszeichen versehen sein. Die dargestellten Bestandteile und deren Größenverhältnisse zueinander sind grundsätzlich nicht als maßstabsgerecht anzusehen. Vielmehr können einzelne Elemente wie beispielsweise Schichten, Teile, Elemente, Komponenten und Bereiche zur besseren Darstellbarkeit und/oder zum besseren Verständnis übertrieben dick oder groß dimensioniert dargestellt sein.

[0030]  In den Fig. 4A und Fig. 4B ist ein herkömmliches Haarformgerät 10, insbesondere ein Wellenformer, zum Formen von Haaren 4 dargestellt. Fig. 4A zeigt das Haarformgerät 10 während des Einlegens der Haare 4 in das Gerät. Fig. 4B stellt das Haarformgerät der Fig. 4A während des Formens dar.

[0031]  Das Haarformgerät 10 umfasst ein erstes Formteil 1a, ein zweites Formteil 1b und ein gebogenes bewegbares Abdeckteil 6, wobei die zu formenden Haare 4 zwischen die Formteile 1a, 1b und das Abdeckteil 6 eingelegt werden, wie in Fig. 4A gezeigt. Die Formteile 1a, 1b weisen einen runden Querschnitt auf. An diesem runden Querschnitt werden die Haare 4 entsprechend der jeweiligen Rundung der Formteile 1a, 1b geformt. Dieses Formen der Haare 4 ist in Fig. 4B gezeigt. Zum Formen wird das gebogene Abdeckteil 6 in Richtung Formteile 1a, 1b bewegt, sodass die zu formenden Haare zwischen den Formteilen 1a, 1b und dem Abdeckteil 6 eingeklemmt beziehungsweise gepresst werden. Durch Erwärmen der Formteile 1a, 1b können die eingeklemmten Haare 4 entsprechend der Rundungen der Formteile 1a, 1b gewellt werden.

[0032]  Das Ergebnis des Wellens der Haare mit dem herkömmlichen Haarformgerät 10, wie es beispielsweise in den Fig. 4A und Fig. 4B dargestellt ist, ist jedoch meist nicht zufriedenstellend, da die Haare 4 lediglich zusammengepresst werden und somit die Umformung nur zweidimensional erfolgt. Zudem können mit einem derartig herkömmlichen Haarformgerät lediglich normale Wellen und keine „Wasserwellen“ erzeugt werden.

[0033]  In Fig. 1 ist eine schematische perspektivische Queransicht eines erfindungsgemäßen Haarformgeräts 10 gezeigt, das zur Locken- und Wellenbildung von zu formenden Haaren geeignet ist, insbesondere zur Formung von „Wasserwellen“. Insbesondere ist ein Querschnitt durch das Haarformbereich 10 im Bereich von Formteilen 1a, 1b dargestellt. Das Ausführungsbeispiel der Fig. 1 zeigt demnach einen Querschnitt durch die Formteile 1a, 1b des Haarformgeräts 10.

[0034]  Das Haarformgerät 10 umfasst bevorzugt genau zwei Formteile, die in einer Längserstreckung des Haarformgeräts 10 parallel und in einem Abstand zueinander verlaufen und zum Formen der Haare beheizbar sind. Die Formteile 1a, 1b dienen zum Aufwickeln und Formen der Haare und sind an einem Ende fest miteinander verbunden. Insbesondere sind die Formteile 1a, 1b nicht zueinander bewegbar, sondern fixiert zueinander befestigt. Beispielsweise sind die Formteile 1a, 1b an einem Ende fest an einem Griffteil montiert.

[0035]  Die Formteile 1a, 1b weisen jeweils einen sich von einer Kreisform und einer Ellipsenform unterscheidenden ovalen Querschnitt auf. Dabei sind die Oberflächen 2a, 2b der Formteile, die sich gegenüberliegend angeordnet sind, bereichsweise eben ausgebildet. Lediglich Seitenbereiche der Oberfläche der Formteile, die sich gegenüberliegend angeordnet sind, weichen von der ebenen Ausgestaltung ab. Diese Seitenbereiche sind bevorzugt abgerundet ausgebildet. Jegliche Rundungen der Oberflächen der Formteile weisen bevorzugt Radien in einem ähnlichen Maß auf. Vorzugsweise betragen alle Radien der Rundungen der Formteile 1a, 1b jeweils etwa 5 mm. Rundungen mit einem derartigen Radius verhindern während des Formens insbesondere ein Beschädigen und ein Abrechen der zu formenden Haare, die um die Formteile gewickelt sind. Zudem kann mit den Rundungen mit einem derartigen Radius ein zufriedenstellendes Ergebnis der Locken- oder Wellenbildung erzeugt werden.

[0036]  Das erste Formteil 1a und das zweite Formteil 1b sind von einer Einhüllenden 3 umschrieben, deren Verlauf im Querschnitt ellipsenförmig oder superellipsenförmig ist. Die Einhüllende 3 wird dabei von Außenflächen der Formteile 1a, 1b gebildet. Unterbrechungen wie beispielsweise ein Abstand zwischen den Formteilen 1a, 1b werden zur Bildung der Einhüllenden 3 ohne Unterbrechung fortgesetzt. Die ellipsenförmige Einhüllende 3 weist eine lange Halbachse und eine kurze Halbachse auf. Die lange Halbachse ist in Fig. 1 vertikal und die kurze Halbachse horizontal ausgerichtet. Nähere Erläuterungen und Ausgestaltungen der Einhüllenden 3 sind in Verbindung mit den Fig. 2A und Fig. 2B beschrieben.

[0037]  Das Haarformgerät 10 ist entlang der langen Halbachse und der kurzen Halbachse der Einhüllenden 3 im Bereich der Formteile 1a, 1b achssymmetrisch ausgebildet. Insbesondere ist das erste Formteil 1a zum zweiten Formteil 1b spiegelsymmetrisch zur der kurzen Halbachse ausgebildet. Zudem sind die Formteile 1a, 1b spiegelsymmetrisch zur langen Halbachse ausgebildet.

[0038]  Aufgrund der Rundungen und der spiegelsymmetrischen Ausbildung der Formteile kann eine richtungsunabhängige Anwendung des Haarformgeräts 10 gewährleistet werden. Dadurch vereinfacht sich für den Benutzer mit Vorteil die Handhabung des Haarformgeräts 10. Insbesondere vereinfachen sich vorteilhafterweise Anwendungen beispielsweise am Hinterkopf des Benutzers.

[0039]  Zwischen den Formteilen 1a, 1b ist ein Abstand A in Form eines Spaltes 5 ausgebildet. Der Spalt 5 trennt die Formteile 1a, 1b bis auf das verbundene Ende vollständig voneinander. Insbesondere erstreckt sich der Spalt 5 entlang der Längserstreckung des Haarformgeräts 10 bis zum Griffteil. Der Abstand A zwischen den Formteilen 1a, 1b entlang der langen Halbachse beträgt vorzugsweise zwischen einschließlich 2 mm und einschließlich 10 mm, vorliegend 8 mm. Eine halbe Breite b/2 des Spalts 5 entlang der kurzen Halbachse beträgt bevorzugt zwischen einschließlich 8 mm und einschließlich 12 mm, vorliegend 10 mm. In den Spalt 5 werden zur Anwendung des Haarformgeräts 10 die zu formenden Haare eingelegt und anschließend um die Formteile 1a, 1b gewickelt. Das derart ausgebildete Haarformgerät 10 ist insbesondere als Wellenformer geeignet.

[0040]  In den Fig. 2A und Fig. 2B ist jeweils eine Einhüllende 3 gezeigt, die die Formteile umschreibt und die Außenkontur des Haarformgeräts im Bereich der Formteile nachbildet.

[0041]  Die Einhüllende 3 der Fig. 2A gibt beispielsweise die ellipsenförmige Einhüllende des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 wieder. Die Einhüllende 3 weist eine lange Halbachse a und eine kurze Halbachse b vorzugsweise in einem Verhältnis von 5 zu 4 auf, bevorzugt von 2 zu 1. Die lange Halbachse a weist bevorzugt eine Länge zwischen einschließlich 3,5 cm und einschließlich 4,5 cm auf, vorzugsweise von 4 cm. Der Radius der Biegung der ellipsenförmigen Einhüllenden an den gekrümmten Enden ist vorzugsweise 5 mm. In Fig. 2A ist der Durchmesser c der Biegung der ellipsenförmigen Einhüllenden an einem der gekrümmten Enden eingezeichnet, der bevorzugt 10 mm beträgt. Die ellipsenförmige Einhüllende verfügt vorzugsweise in der Mitte in horizontaler Ausdehnung und senkrecht zur langen Halbachse 4 einen Spalt, in dem die Haare eingelegt werden, wie es beispielsweise in Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 gezeigt ist.

[0042]  In Fig. 2B ist eine alternative Einhüllende 3 dargestellt, die eine Superellipsenform aufweist.

[0043]  In Fig. 3 ist eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Haarformgeräts 10 dargestellt, das im Unterschied zu dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eine eierförmige Einhüllende 3 aufweist. Zudem sind die Oberflächen 2a, 2b der Formteile, die sich gegenüberliegend angeordnet sind, bereichsweise nicht eben ausgebildet, sondern weisen jeweils eine Krümmung auf. Insbesondere weist die Oberfläche 2a des ersten Formteils 1a, die dem zweiten Formteil 1b zugewandt ist, eine konkave Krümmung oder Wölbung auf, also eine negative Krümmung. Diese konkave Krümmung ist dabei in horizontaler Richtung mittig ausgebildet. Die konkave Krümmung wird seitlich jeweils mit einer benachbarten konvexen Krümmung der Oberfläche 2a abgeschlossen. Die konvexen Krümmungen runden dabei die Oberfläche 2a zur Seite des Formteils 1a hin ab, sodass keine Kante ausgebildet wird, an denen die zu formenden Haare beschädigt werden oder brechen könnten. Die Oberfläche 2b des zweiten Formteils 1b, die dem ersten Formteil 1a zugewandt ist, weist eine konvexe Krümmung oder Wölbung auf. Die konvexe Krümmung ist dabei entsprechend der gegenüberliegenden konkaven Krümmung ausgebildet, also korrespondierend zur konkaven Krümmung, sodass die konvexe Krümmung des zweiten Formteils 1b in die konkave Krümmung des ersten Formteils 1a eingreifend ausgebildet ist.

[0044]  Der Abstand zwischen den Formteilen 1a, 1b beträgt vorzugsweise 3 mm. Die im Querschnitt oval ausgebildeten Formteile 1a, 1b mit einer bereichsweise konkav beziehungsweise konvex gekrümmten Oberfläche sind besonders geeignet zum Formen von Locken.

[0045]  Die Erläuterung des erfindungsgemäßen Haarformgeräts anhand der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele ist nicht als Beschränkung der Erfindung auf diese zu betrachten. Vielmehr umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst nicht explizit in den Patentansprüchen oder den Ausführungsbeispielen angegeben ist.

Bezugszeichenliste 

10
Haarformgerät
1a, 1b
Formteil
2a, 2b
Oberfläche
3
Einhüllende
4
Haare
5
Spalt
6
Abdeckteil
A
Abstand der Formteile zueinander
A/2
halber Abstand der Formteile zueinander
a
lange Halbachse
b
kurze Halbachse
b/2
halbe kurze Halbachse
B
Durchmesser des ovalen Querschnitts

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG 

[0046]  Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur 

[0047] 

WO 2008/028941 A2 [0003]