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1. DE000069602004 - VERFAHREN, VORRICHTUNG UND BEHÄLTERSATZ, UM EINE ERD-SCHOLLE AUS EINEM BEHÄLTER ZU ZIEHEN

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herausziehen eines Ballens mit einer darin gezogenen Pflanze aus einem Behälter, dessen eine Stirnseite offen ist und dessen andere Stirnseite ein Loch hat, durch das ein Auswurfstift den Ballen aus dem Behälter drücken kann.
Beim Ziehen von Setz- oder Sämlingen verwendet man in großem Maßstab Behälter, die in Form von Blöcken oder Lagen angeordnet sind und viele Setz- oder Sämlinge aufweisen.
Je nach Pflanzenart entwickeln sich mehr oder weniger schnell Wurzeln, die zusammen mit der Erde einen Ballen bilden. Das Entnehmen der Ballen aus diesen Haltern oder Behältern zusammen mit den darin gezogenen Pflanzen wird vermehrt mit mechanischen Mitteln durchgeführt. Der Ballen wird dabei aus dem Behälter mittels eines Druckstabes herausgedrückt und dabei gegen Auseinanderfallen oder Verkippen durch Nadeln oder Finger geschützt, die zusammen mit dem Druckstab verschoben werden. Die Nadeln oder Finger werden immer am Rand durch den Ballen geschoben, wie es aus folgenden Schriftstücken bekannt ist: NL 8902261 oder EP 0 323 674.
Ein Nachteil dieser Anordnung der Nadeln oder Finger gemäß diesen Patenten oder Patentanmeldungen ist darin zu sehen, daß die Teile durch die feuchte Setz- oder Sämlingserde geschoben werden und deshalb rosten. Zugleich beschädigt das Einschieben der Nadel oder Finger in die durchwurzelte Erde sowohl den Ballen als auch Wurzelung.
Ein weiterer Nachteil ist dadurch zu sehen, daß zwischen der Erde des Ballens und den Nadeln oder Fingern ein gewisses Kleben beobachtet werden kann, was zu Schwierigkeiten beim Abnehmen des Ballens führen kann. Die Erfindung hat das Ziel, diese Nachteile erwähnten Vorrichtungen, wie sie beispielsweise in obigen Schriftstücken beschrieben sind, zu vermeiden, und ein Verfahren, eine Vorrichtung und einen Behältersatz anzugeben, mit denen das Herausziehen des Erdballens aus den ein leitend beschriebenen Behältern unbeschädigt möglich ist, und die Ballen weiterer mechanischer oder manueller Verarbeitung zugänglich sind.
Um dies zu erreichen werden erfindungsgemäß mehrere Stäbe verwendet, die an der Außenseite des Behälters, zusammen mit dem Auswurfstift verfahren werden, so daß der Ballen mit der Pflanze während oder nach dem Entnehmen des Ballens aus dem Behälter gefangen wird.
Wenn die Behälter einen Kragen um ihre Öffnung haben, werden in einer Ausführungsform die Stäbe durch Öffnungen des Kragens geführt.
Die Vorrichtung zum Herausziehen von Ballen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe immer auf einer Bahn verfahren, die vollständig außerhalb des Behälters liegt.
Andere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung eines Verfahrens, einer Vorrichtung und eines Behältersatzes nach der Erfindung ersichtlich werden.
Diese Beschreibung ist nur beispielhaft und soll die Erfindung nicht einschränken. Die Bezugszeichen beziehen sich auf die beigefügten Figuren.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine erste mögliche Ausführungsform einer Bodenlage nach der Erfindung.
Fig. 2 ist eine Draufsicht auf eine zweite mögliche Ausführungsform einer Bodenlage nach der Erfindung.
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf eine dritte mögliche Ausführungsform einer Bodenlage nach der Erfindung.
Fig. 4 ist ein Querschnitt entlang der Linie IV-IV der Fig. 1.
Fig. 5, 6 und 7 betreffen mögliche Abwandlungen der Ausführungsformen der Fig. 1, 2 bzw. 3.
Das Verfahren der Erfindung wird durch die unterschiedlichen Figuren verdeutlicht.
Nach dem Erfindungsprinzip wird immer eine Plastikfolie verwendet, die auf bekannte Art und Weise und nach bekannten Techniken tiefgezogen wird. Die Behälter können auch durch ein Spritzgußverfahren hergestellt werden. Natürlich betrifft die Erfindung auch Anwendungsgebiete, bei denen eigenständige Behälter in Form von Blumentöpfen verwendet werden.
Beim Ziehen von Setz- oder Sämlingen im Großmaßstab werden vermehrt lagenförmige Strukturen verwendet, die durch Tiefziehen oder Verformen unter Einsatz der obenstehend beschriebenen Techniken zu einer sehr großen Anzahl von Behältern geformt werden.
In den Fig. 1 mit 3 ist das Bodenmaterial der Behälter mit Bezugszeichen 1 bezeichnet, die verschiedenen Behälter sind durch die Bezugszeichen 2, 3 bzw. 4 bezeichnet.
Das Bodenmaterial bildet somit die entsprechenden Böden der Behälter 2 mit 4, die hier in Draufsicht dargestellt sind.
In der Mitte eines jeden Behälterbodens befindet sich eine mittige Öffnung 5. Die Form und Anzahl dieser mittigen Öffnung hängt von den Bewässerungsanforderungen der in diesen Behältern gezogenen Pflanzen ab. Dies ist für die Erfindung jedoch unwesentlich. Es sei darauf hingewiesen, daß die Ausführungsform der Fig. 1 und 4 im Bodenmaterial 1 mehrere kreisförmige Füße (v) vorgesehen sind. Diese Füße (v) sind für die Erfindung ohne Belang.
In den verschiedenen Figuren ist das Kunststoffmaterial, das die Behälter 2 mit 4 nach deren Tiefziehen untereinander verbindet, durch Bezugszeichen bezeichnet. Das Material verbindet die verschiedenen Behälter 2-4 an deren Oberseite und ist in Fig. 1 mit Bezugszeichen 6, in Fig. 2 mit Bezugszeichen 7 und in Fig. 3 mit Bezugszeichen 8 bezeichnet. In Fig. 4 bildet das Material eine Verbindungskante zwischen den verschiedenen Behältern 2 und ist mit Bezugszeichen 6 bezeichnet. Unter Bezugnahme auf diese Figur wird das erfindungsgemäße Verfahren erläutert. Das Verfahren kann durch das hier beispielhaft beschriebene Vorgehen gekennzeichnet werden.
Die Behälter, unter denen die eigentlichen Blumentöpfe verstanden werden, ruhen auf einer Trägerplatte 8, durch die hindurch ein Auswurfstift 9 vertikal gegenüber jedem Behälter verfahren werden kann. Die Erdballen 10 werden aus dem entsprechenden Behälter nach oben gedrückt und zwischen vier Stangen 11 gefangen, die durch die Öffnungen 12 laufen, die außerhalb der Behälter angeordnet sind. Für jeden Behälter sind vier Öffnungen 12 vorgesehen und natürlich kann man auch größere Öffnungen 12' (Fig. 5 und 6) oder 12" (Fig. 7) verwenden, durch die vier Stäbe 11 oder zwei Stäbe 11 verfahren werden. Für einige Anwendungen können drei solcher Stäbe ausreichen.
Für das erfindungsgemäße Verfahren ist kennzeichnend, daß die Stäbe 11 immer außerhalb der Behälter liegen. Dadurch ist verhindert, daß die Stäbe 11 durch das gezogene Material gedrückt werden.
Die Öffnungen sind vorzugsweise im Material 6 vorgesehen, das die verschiedenen Behälter 2 mit 4 an deren Oberseite verbindet und als Kragen um jeden Behälter gebildet ist, durch den die Stäbe 11 während dem Vorschieben der Auswurfstifte 9 nach oben laufen.
Auch wenn die Behälter in den Figuren unterschiedliche Querschnitte haben, liegen die Öffnungen 12, 12' und 12" immer an deren Außenseite. Dadurch werden die Erdballen 10 immer zwischen den vier Stäben 11 gefangen. Diese Stäbe laufen nicht durch die Erdballen, wodurch weder die Wurzeln noch der Aufbau des Erdballens gestört werden. Die Stäbe 11 dringen nicht in das Erdmaterial des Erdballens 10 ein, bleiben dadurch sauber und rosten auch dann nicht, wenn sie nicht aus rostfreiem Stahl bestehen.
Wenn das einen Kragen um jeden Behälter bildende und diese verbindende Material 6-8 dünn genug ist, können die Stäbe 11 nach einem erfindungsgemäßen Verfahren durch dieses Material gedrückt werden. Um dies zu bewerkstelligen können die Stäbe 11 mit einem Heizkopf versehen sein.
Das erfindungsgemäße Verfahren unterscheidet sich von bekannten Techniken, die in der Einleitung erwähnt wurden dadurch, daß bei allen Bauweisen der Behälter oder Blumentöpfe die Stäbe 11 immer an deren Außenseite liegen.
Die Erfindung ist nicht auf die hier beispielhaft beschriebene Ausführungsform beschränkt. Viele andere Ausführungsformen sind im Rahmen der beigefügten Ansprüche möglich.