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1. (WO1991010325) PROCESS FOR TRANSMITTING DIGITAL DATA, IN PARTICULAR SOUND DATA, IN A TV CHANNEL
Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

Verfahren zum Ubertragen von digitalen Informationen, insbesondere Toninformation, in einem Fernsehkanal

BESCHREIBUNG

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Zur Übertragung eines monofonen Fernseh-Tonsignals wird weltweit oberhalb des Bildsignals z.B. bei 5,5 MHz ein FM-modulierter RF-Tonträger eingefügt. Für die zusätzliche Übertragung von stereofonen Programmen kann entweder (Japan, USA) der vorhandene Tonträger im FM- oder AM-Frequenzmultiplex zusätzlich mit dem stereofonen Differenzsignal L-R moduliert werden oder (z.B. Bundesrepublik Deutschland) es kann ein zweiter frequenzmodulierter RF-Tonträger bei z.B. 5,75 MHz mit dem stereofonen Signalanteil R bzw. (Südkorea) L-R moduliert werden. Anstelle von stereofonen Programmen können in der gleichen Weise auch zweisprachige Programme übertragen werden (Zweiton-Übertragung), wobei zur empfängerseitigen, automatischen Umschaltung der Betriebszustände "Mono", "Stereo", "Zweiton" ein
Schaltträger bei 55 kHz im Basisband dem stereofonen Anteil bzw. dem fremdsprachlichen Kanal zugefügt wird. In Skandinavien und Großbritannien wird auf dem zweiten RF-Tonträger kein analoger Signalanteil, sondern das vollständige stereofone Tonsignal in digitaler Codierung (NICAM) mit einer Bitflußrate von 720 kbit/s übertragen.

Infolge des durch die CD-Technik gestiegenen Qualitätsbewußtseins der Verbraucher bezüglich der Tonwiedergabe kann die rein analoge Fernsehtonübertragung selbst bei stereofoner Wiedergabe nicht mehr zufriedenstellen. Die bekannte digitale Tonsignalübertragung auf einem zusätzlichen RF-Tonträger bedingt wegen der hohen Bitflußrate von 720 kbit/s eine ungünstige Plazierung des RF-Tonträgers am Rande des 7 MHz-breiten Fernsehkanals, was zu Übersprechen vom und zum benachbarten Fernsehkanal führt. In Ländern, in denen wie in der Bundesrepublik Deutschland ein zweiter RF-Tonträger bereits mit einem analogen stereofonen Signalanteil FM-moduliert ist, läßt sich das bekannte NICAM-Verfahren überhaupt nicht anwenden.

Die Aufgabe der Erfindung besteht demgegenüber darin, in einem vorhandenen Fernsehtonsystem ohne Bedarf an zusätzlichen RF-Tonträgern zusätzliche Übertragungskapazität, z.B. zur Verbesserung der Qualität der Tonübertragung, zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des
Verfahrens nach Anspruch 1 ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigt:

Fig 1 ein RF-Frequenzspektrum des Fernsehkanals
mit zwei Tonträgern;

Fig. 2a ein Frequenzdiagramm des Basisbandes des
dem ersten Tonträger gemäß Fig. 1 aufmodulierten Ton-/Datensignals;

Fig. 2b ein Frequenzdiagramm des Basisbandes des
dem zweiten Tonträger gemäß Fig. 1 aufmodulierten Ton-/Datensignals;

Fig. 3a ein Blockschaltbild eines zur sendeseitigen
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehenen, beispielhaften Fernseh-Tonsenders, und

Fig. 3b ein Blockschaltbild eines zur empfangsseitigen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehenen, beispielhaften Fernseh-Empfängers.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden gemäß Fign. 2a und 2b digitale Signale, die sowohl für die Ton-als auch für eine reine D at en ü bertra gung genutzt werden können, als digitaler Daten-Tonkanal auf dem oder den vorhandenen RF-Tonträger (n) im Bereich des Basisbandes oberhalb des normalen Tonkanals, d.h. oberhalb 15 kHz übertragen. Im Falle des bekannten Zweitonträger-Stereo-systems (Fig. 1) können beide RF-Tonträger mit digitalen Zusatzsignalen moduliert werden. Der zweite RF-Tonträger muß wegen des 55 kHz-Schaltträgers (Fig. 2b) für die Mono/Stereo/Zweiton-Umschaltung mit leicht reduzierter Bandbreite genutzt werden. Das digitale Zusatzsignal wird jedem RF-Tonträger mit reduziertem
Hub, z.B. 20 % des Spitzenhubes, aufmoduliert. Zur
Gewährleistung einer guten Kompatibilität mit den vorhandenen Bild- und Tonsignalen wird die digitale Basis-band-Kanalcodierung so gewählt, daß die Energievertei-lung des Spektrums möglichst gleichmäßig ist und daß das Spektrum auch in Modulationspausen eine Zufallsverteilung (pseudo-random) aufweist. Durch die bevorzugte Verkopplung der Taktfrequenz mit der Fernsehzeilenfrequenz und durch einen günstigen Frequenz-Offset der Taktfrequenz kann die Beeinflussung der vorhandenen
Bild- bzw. Tonsignale minimiert werden. Außerdem wird durch die Frequenzverkopplung der Aufwand für die
Taktregneration im Empfänger reduziert. Durch eine
Kombination von mehrstufigen Kanalcodes (PKS, Duobinärcodes und ähnlichem) und bekannten bitratenreduzierten Toncodier-Verfahren, wie z.B. gemäß DE-PS 36 39 753, reicht die geschaffene, zusätzliche Übertragungskapazität aus, um ein hochwertiges digitales Stereosignalpaar mit CD-Qualität zusätzlich zu übertragen. In diesem digitalen Zusatzkanälen können aber auch die Zusatzsignale für eine Raumklangübertragung untergebracht werden. Anstelle von Tonkanälen oder auch zusätzlich zu den erwähnten Tonkanälen können Datensignale mit relativ hohen Bitraten übertragen werden. Die Anwendungen dafür sind vielfältig, z.B. für fernsehbegleitende Datendienste, wie Videotext, PAL-verbesserte
Systeme, Fernsehsysteme mit geändertem Bildformat, Verschlüsselungssysteme, Pay-TV oder für unabhängige mobile oder stationäre Datendienste wie Verkehrslenkung, Katastrophendienst usw. Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird durch die hohen Sendeleistungen der Fernsehsender und durch die fast ausschließliche Verwendung von Richtantennen auf der Sende- und Empfangsseite eine flächendeckende und extrem sichere Übertragung erreicht. Die Richtweite, Übertragungssicherheit und Fehlerrate des Systems ist abhängig vom Modulationsgrad des Zusatzsignals. Mindestens 20% des Modulationsgrades für den normalen Fernsehton sind zulässig, ohne daß Kompatibilitätsprobleme auftreten, was gleichbedeutend ist mit mindestens 10 kHz Hub für das digitale Zusatzsignal bei einem
Spitzenhub von 50 kHz für das normale Fernsehtonsignal. Zum Senden der mit dem Basisbandsignal nach Fign. 2a und 2b FM-modulierten ersten und zweiten Tonträger nach Fig. 1 werden entsprechend dem Blockschaltbild nach
Fig. 3a die digitalen Datensignale bzw. digitalisierten Tonsignale einem Quellen-Coder 10 zugeführt, welche im Falle von Tonsignalen gleichzeitig mit der Quellencodierung eine Bitratenreduktion vornimmt. Die quellen-codierten Daten werden in einem nachfolgenden Kanal-Coder 20 mittels einer mehrstufigen Kanalcodierung so geformt, daß ihre spektralen Energieanteile möglichst, gleichmäßig im Frequenzbereich oberhalb 15 kHz bis etwa 60 kHz verteilt sind. Hierzu kann beispielsweise eine mehrstufige PSK-Codierung, eine mehrstufige QAM-Codierung oder eine mehrstufige RSB- oder ESB-AM-Codierunr vorgesehen werden, bei welcher auch in den Modulationspausen durch ein
Pseudosignal eine gleichmäßige spektrale Verteilung gewährleistet wird. Bei Übertragung von niedrigen Datenkapazitäten, z.B. für eine sicherere Datenübertragung, können Duobinär- oder Biphase-Code vorgesehen werden.

Vorzugsweise wird bei der Kanalcodierung die Taktfrequenz des kanalcodierten Signals mit der Fernseh-zeilenfrequenz verkoppelt und die Taktfrequenz gegenüber der Fernsehzeilenfrequenz derart versetzt, daß gegenseitige Störungen zwischen dem kanalcodierten Signal und dem Fernsehbild- und -tonsignal minimiert werden. Die kanalcodierten Daten werden zusammen mit dem ggfs. komprimierten (Kompressor bzw. Kompander 30) analogen Fernsehtonsignal einem FM-Modulator 40 im Fernsehsender zugeführt, der diese Basisbandsignale frequenzmoduliert, verstärkt und über die Antenne 50 abstrahlt. Anstelle einer Kompression des analogen Fernsehtonsignals kann auch eine gesteuerte Preemphase in an sich bekannter Weise vorgesehen werden. Bei Verwendung von Kompressoren, Kompandern oder gesteuerter Preemphase für den vorhandenen analogen Tonkanal kann der Modulationsgrad für den digitalen Kanal deutlich erhöht werden und damit die Reichweite und die Übertragungssicherheit weiter verbessert werden. In fernab liegenden, kritischen Empfangsbereichen eines Fernsehsenders kann abhängig von der Bitfehlerrare des digitalen Tonsignals eine automatische Umschaltung auf das sichere analoge Tonsignal im Empfänger vorgesehen werden, wie anhand von Fig. 3b näher erläutert werden soll. Das an der
Antenne 60 empfangene TV-Signal wird dem Empfangsteil 70 das Fernsehempfängers zugeführt, welcher das Bildsignal und die beiden FM-Tonträger separiert und entsprechenden Damodulatoren zuführt. Jeder der beiden FM-Tonträger kann mit den nachfolgenden, in Fig. 3b veranschaulichten Stufen verarbeitet werden. Beispielsweise wird der
Tonträger 5,5 MHz (Ton 1) dem FM-Demodulator 80 zuge-führt, welcher das demodulierte Basisbandsignal (Fig. 2a) an einen Kanaldecoder 90 und eine Deemphase-Stufe
110 (mit ggfs. integriertem Expander) weiterleitet.
Der Kanal-Decoder 90 separiert aus dem Basisbandsignal den digitalen Daten-/Tonkanal im Frequenzbereich oberhalb 15 kHz (Fig. 2a) und nimmt die Kanalcodierung vor, Das kanalcodierte, digitale Daten-/Tonsignal wird in der nachfolgenden Stufe 100 einer Quellen-Decodierung unterzogen, im Falle eines Tonsignals außerdem einer Digital/Analogwandlung. Das zusätzliche Tonsignal am Anfang der Stufe 100 wird zusammen mit dem normalen Fernsehtonsignal am Ausgang der Deemphase-Stufe 110 einer Auswahlschaltung 120 zugeführt, weiche in Abhängigkeit von der Fehlerrate des zusätzlichen Ton- signals entweder das zusätzliche Tonsignal (bei guter Qualität) oder das normale Fernsehtonsignal (bei hoher Fehlerrate des digitalen Tonsignals) an den
Lautsprecher 130 durchschaltet. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß die Auswahlschaltung 120 bei Anwendung einer 3-kanaligen Surround-Sound-Tonwiedergabe bei zu hoher Fehlerrate des digitalen Tonsignals auf eine ausschließlich normale Tonwiedergabe zurückschaltet.

Infolge der sendeseitigen Verkopplung der Taktfrequenz des kanalcodierten Signals mit der Fernsehzeilenfre-quenz läßt sich empfangsseitig eine preisgünstige und robuste Taktrückgewinnung aus der Fernsehzeilenfre-qυenz erreichen.

Als digitale Dateninformationen kommen beispielsweise in Betracht: - Stützinformationen zur Bildwiedergabe mit vergrößertem (z.B. 16:9) Bild-Seitenverhältnis;

- Informationen für mobile und/oder stationäre
Verkehrslenkungssysteme;

- Entschlüsselungsinformationen für Pay-TV-Sy steme, die entweder teilnehmerbezogen sind (z.B. Zu- oder Abschaltung der Teilnehmerberechtigung) oder allgemein bezogen sind (z.B. Abonnementzuteilung für eine Gruppe von Berechtigten);

- Personenrufinformationen (paging-system);

- digitale Schalt- und/oder Nachrichteninformationen für Katastrophendienste und andere Fernwirkeinrichrungen;

- Videotext daten, z.B. Ergänzungsdaten für höhere Videotext-Level.