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1. (WO2006015399) METHOD FOR DISPLAYING ROUTE INFORMATION
Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

Verfahren zur Anzeige von Weginformation
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Anzeige von Weginformation für Personen innerhalb eines vorbestimmten Gebiets.

Die Orientierung von Personen in großen Gebäuden, Gebäudekomplexen oder auch größeren Gebieten ist ein Problem, das bisher unzureichend gelöst ist. Die Ausstattung von solchen Gebieten mit allgemeinen Informationseinheiten wie etwa Wegweisern ist meist nicht in der Lage, eine problemlose Navigation der einzelnen Personen zu den von ihnen gewählten Destinationen sicherzustellen. Um dieses Problem zu lösen, ist vorgeschlagen worden, die Personen mit Navigationshilfen zu versehen, die Informationen anzeigen, um zur gewünschten Destination zu gelangen. Solche Personenleitsysteme sind in der DE 202 02 616 U, der DE 100 59 153 A und der DE 197 52 104 A beschrieben. Nachteilig bei solchen Lösungen ist, dass für eine große Vielzahl von Personen Geräte bereitgestellt werden müssen, die über eine Kommunikationsschnittstelle verfügen und darüber hinaus eine Anzeigeeinheit aufweisen, die die Informationen für die jeweilige Person ausgibt. Solche Personenleitsysteme sind daher sehr aufwendig und können in vielen Fällen aus Kostengründen nicht realisiert werden.

Es sind verschiedene Weginformationssysteme bekannt, bei denen ein Identifikationsmittel, wie etwa eine Magnetkarte, in eine entsprechende Informationseinheit eingeschoben werden muss, um eine Weganzeige zu erhalten. Solche Lösungen sind beispielsweise in der DE 24 25 893 A oder der DE 44 31 780 A beschrieben. Diese Systeme setzen stets eine aktive Manipulation der Person an den Punkten voraus, an denen Weginformation gewünscht und erforderlich ist. Weiters ist es erforderlich, dem Anwender das Identifikationsmittel direkt, d.h. körperlich zu übergeben oder zuzustellen, so dass hier gewisse Einschränkungen bei der Anwendung resultieren.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben, mit dem Personen sicher und zuverlässig mit Informationen versorgt werden können, um zu den von ihnen gewünschten Destinationen zu gelangen und dieses Verfahren so auszugestalten, dass der apparative Aufwand zur Realisierung möglichst gering ist. Dabei soll die Verweildauer der Person vor den Weginformationseinheiten möglichst gering gehalten werden.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das Verfahren für die beteiligten Personen möglichst einfach zu gestalten und den Personalaufwand, der zur Durchführung des Verfahrens notwendig ist, zu minimieren. Insbeson- dere soll dabei erreicht werden, die Übergabe des Identifikationsmittels möglichst einfach zu gestalten und hier alle Wege für die organisatorische Abwicklung offen zu halten.

Weiters ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung anzugeben, die die Durchführung des Verfahrens in einfacher und kostengünstiger Weise ermöglicht.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden zur Lösung der oben gestellten Aufgabe innerhalb des vorbestimmten Gebietes zunächst an einer Vielzahl von Orientierungspunkten Weginformationseinheiten bereitgestellt. Als Orientierungspunkte werden dabei solche Stellen bezeichnet, an denen eine Orientierung erforderlich ist, da es mehrere Möglichkeiten für den weiteren Weg gibt, wie etwa Kreuzungspunkte oder Weggabelungen.

Im Einzelnen werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren folgende Schritte ausgeführt:
Identifizieren einer Person und Feststellen mindestens einer Destination, zu der die Person geführt werden soll;
Erfassen der Person an mindestens einer Weginformationseinheit;
Anzeigen von Information über den weiteren Weg der Person zur gewünschten Destination.

Erfindungsgemäß wird dabei die Identifikation der Person berührungslos durchgeführt. Berührungslos im Sinn der Erfindung bedeutet beispielsweise eine optische Abtastung eines Informationsträgers, die grundsätzlich über eine bestimmte Entfernung erfolgen kann, auch wenn es möglich ist, den Informationsträger so nahe an eine Lesevorrichtung zu halten, dass eine körperliche Berührung erfolgt.

Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist es möglich, den Erhalt der Informationen wesentlich zu erleichtern, ohne in körperlichen Kontakt mit der entsprechenden Vorrichtung zu treten. Darüber hinaus kann aufgrund der geringeren Verweildauer der einzelnen Personen vor dem Gerät die Kapazität wesentlich erhöht werden, wodurch mit einer Vorrichtung einer wesentlichen größeren Anzahl von Personen in einer gegebenen Zeiteinheit eine entsprechende Information gegeben werden kann.

Mit dem Identifizieren einer Person ist beim erfindungsgemäßen Verfahren nicht zwangsläufig gemeint, dass sich die Person legitimieren muss, das heißt, dass Name, Adresse oder sonstige Daten bestimmt werden. Identifikation im Sinn der Erfindung bedeutet lediglich, dass die Person für den Zeitraum, in dem die Weginformation angeboten werden soll, wiedererkennbar gemacht wird. Dies erfolgt in zweckmäßiger Weise beim Betreten des entsprechenden Gebietes. Während ihres Weges zu der gewünschten Destination gelangt die Person wiederholt zu den im Gebiet verteilten Weginformationseinheiten, um weitere Informationen über den Weg zu erhalten. Die Erfassung der Person an den Weginformationseinheiten erfolgt dabei beispielsweise dann, wenn die Person sich der Weginformationseinheit in einem vorbestimmten Ausmaß annähert automatisch, oder durch eine aktive Handlung der Person, wie beispielsweise das Auflegen der Hand auf ein entsprechendes Erkennungsgerät. Nachdem die Person auf diese Weise an der Weginformationseinheit erfasst worden ist, erfolgt die persönlich für die jeweilige Person bestimmte Information über den weiteren Weg zur Destination.

Es ist festzuhalten, dass das Feststellen der Destination ein Eingabevorgang sein kann, aber auch dadurch bewirkt werden kann, dass an einem bestimmten Ort eine Identifikation stattfindet, wodurch dieser Ort als Destination festgestellt wird.

In einer ersten Gruppe von bevorzugten Ausführungsvarianten des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die einzelnen Personen durch eine Identifikationseinrichtung identifiziert werden, die sie am Beginn erhalten. Eine besonders vorteilhafte Variante in diesem Zusammenhang sieht vor, dass das Identifizieren über das Einlesen eines Belegs erfolgt, der einen zweidimensionalen Barcode trägt. Diese Lösung überwindet die Beschränkung, dass dem Anwender eine Informationsträger physisch ausgehändigt oder zugestellt werden muss. Es ist auf diese Weise nicht nur möglich, einen Ausweis, ein Flugticket, eine Parkkarte oder dergleichen als Identifikationseinrichtung oder als Träger für eine solche zu verwenden, es kann der Barcode auch per telefax, per e-mail oder dergleichen übermittelt werden, was die organisatorische Abwicklung erheblich vereinfacht. Des weiteren ist es möglich, den Barcode als Bilddatensatz an ein Mobiltelefon zu übermitteln, so dass die Anzeige des Mobiltelefons als Identifikationseinrichtung dient.

Dieser Barcode besteht aus einer Kombination von schwarzen und weißen Rechtecken. Jedes Feld symbolisiert ein Bit. Eingelesen wird der Code mittels eines dazu geeigneten Bildscanners. Durch den gegenüber herkömmlichen Barcodes erheblich gesteigerten Informationsgehalt können auch entsprechende Sicherheits-kriterien erfüllt werden. Die Informationsübertragung über solche zweidimensionalen Barcodes ist an sich bekannt, es wird hier nur beispielhaft auf die US 5, 862,270 A und die DE 100 25 332 A verwiesen.

Diese Identifikationseinrichtung kann alternativ beispielsweise als RFID-Chip ausgebildet sein, der auf drahtlosem Wege eine eindeutige Identifikation ermöglicht und in manchen Ausführungsvarianten auch die Speicherung von Daten erlaubt. Wesentlich an der vorliegenden Erfindung ist, dass die Identifikationsein- - A -richtungen sehr kostengünstig sind, da sie keinerlei Anzeigeeinheiten oder dergleichen enthalten. Im Fall von RFID-Chips ist auch keine eigene Energieversorgung notwendig. Ein solcher RFID-Chip muss nicht zwangsläufig als dezidiert zur Orientierungshilfe bestimmter Gegenstand vorliegen, er kann auch beispielsweise in ein Park- oder Flugticket, ein Mobiltelefon oder andere Gegenstände zu einem anderen Zweck implementiert sein und für die Navigation lediglich mitverwendet werden.

Alternativ bzw. zusätzlich dazu ist es auch möglich, dass die Person bei der Identifikation biometrisch vermessen wird. Dies kann auf vielfältige Weise geschehen. So kann die Vermessung fotografisch erfolgen, indem ein Bild von der Person erzeugt wird, das zur weiteren Erkennung verwendet wird. Alternativ dazu kann beispielsweise eine Hand der Person vermessen werden, um die Identifikation zu ermöglichen. Die Weginformationseinheiten sind dementsprechend ausgebildet, um die Person bei Bedarf wiederzuerkennen.

Hinsichtlich der Informationsspeicherung gibt es für das erfindungsgemäße Verfahren zwei alternative Ausführungsvarianten. Bei der ersten Ausführungsvariante wird die persönliche Weginformation in der Identifikationseinrichtung gespeichert. Dies bedeutet, dass jede Identifikationseinrichtung sämtliche erforderlichen Informationen über den Weg der jeweiligen Person zu der von ihr gewünschten Destination enthält. Dies ist beispielsweise ein Tabelle, die für jede Weginformationseinheit die entsprechende Ausgabe enthält, die angezeigt oder ausgegeben wird, wenn sich die Person bei der betreffenden Weginformationseinheit befindet. Diese Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens hat den Vorteil, dass die einzelnen Weginformationseinheiten nicht mit der Zentraleinheit verbunden zu sein brauchen. Es ist lediglich erforderlich, dass die Weginformationseinheiten bei Erfassung einer Person die in der Identifikations-einrichtung gespeicherte Information einlesen und die jeweils relevante Information anzeigen. Dies ist der Weise realisierbar, dass die gespeicherte Information eine Tabelle enthält, in der zu jeder einzelnen Weginformationseinheit die für die Erreichung der gewünschten Information passende Weginformation abgespeichert ist. Die einzige in der Weginformationseinheit erforderliche Logik ist die, aus der übertragenen Tabelle den Eintrag zu entnehmen und anzuzeigen, der genau diese Weginformationseinheit betrifft. Auf diese Weise ist es möglich, die einzelnen Weginformationseinheiten besonders einfach und kostengünstig zu gestalten, und insbesondere ist es nicht erforderlich, eine Netzwerkanbindung bereitzustellen.

In einer alternativen Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Weginformation zentral für alle Personen gespeichert. In diesem Fall ist es möglich, die Identifikationseinrichtung besonders einfach auszubilden, da diese nur einen einzigen Datensatz speichern muss, nämlich einen Code, der die Identifikationseinrichtung kennzeichnet und damit der Erkennung der Person dient. Nach dem Erfassen der Person wird von der Weginformationseinheit eine entsprechende Anfrage an die Zentraleinheit abgesetzt, die aufgrund der für diese abgespeicherten Destination die erforderliche Ausgabe oder Anzeige berechnet und an die Weginformationseinheit zurückgibt, die diese anzeigt beziehungsweise ausgibt. Bei dieser Ausführungsvariante ist klarerweise eine Vernetzung der Weginformationseinheiten mit einer Zentraleinheit erforderlich.

Eine weitere Vereinfachung und Erleichterung der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann dadurch erreicht werden, dass die Weginformation automatisiert aus persönlichen Daten abgeleitet wird, die durch Legitimation der Person erhalten werden. In vielen Fällen ist der Person beim Eintreten in das Gebiet die genaue Destination selbst nicht bekannt. So muss etwa in einem Amtsgebäude der für die Person zuständige Referent und sein Büro erst ermittelt werden, oder es muss in einem Krankenhaus der Besucher den Aufenthaltsort seines zu besuchenden Verwandten erst herausfinden. Wenn nun die Person beim Eintreten in das Gebiet nicht nur identifiziert wird, sondern sich auch legitimiert, indem sie beispielsweise einen Ausweis, eine Kreditkarte oder dergleichen in eine entsprechende Leseeinrichtung einlegt, so kann in vielen Fällen die Destination automatisch aus vorhandenen Daten abgeleitet werden oder es kann zumindest auf automatisiertem Wege eine Unterstützung beim Auffinden der korrekten Destination gegeben werden. Dies bedeutet, dass der Personalaufwand für Informationsstellen oder -Schalter, die Personen bei der Auffindung ihrer jeweiligen Ziele beraten, minimiert werden kann.

Besonders günstig ist es, wenn nach Erreichen der Destination Weginformation angeboten wird, die den Rückweg der Person betrifft. Dies ist zum Beispiel vorteilhaft, wenn nach einer Flugreise der Weg zu einem in einem Parkhaus abgestellten Kraftfahrzeug angezeigt wird.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren kann die Anzeige der Weginformation auf vielfältige Art erfolgen. Bevorzugt ist eine grafische Anzeige durch Pfeile, Planausschnitte oder andere grafische Darstellungen der jeweiligen Umgebung. Zusätzlich dazu können Informationen in verbaler Form (schriftlich oder akustisch) angeboten werden, wie etwa die Ausgabe: "Dritte Tür links". Je nach Einsatzzweck können die Informationen auch auf akustischem Wege angeboten werden. In den beiden letzteren Varianten ist es selbstverständlich möglich, Informationen in verschiedenen Sprachen nach Wahl der benützenden Person auszugeben.

Weiters betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Anzeige von Weginformation für Personen innerhalb eines vorbestimmten Gebietes mit einer Zentraleinheit, in der Information über die Topografie des Gebietes gespeichert ist und mit einer Vielzahl von an Orientierungspunkten bereitgestellten Weginformationseinheiten. Erfindungsgemäß ist diese Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Identifikationseinheit vorgesehen ist, um die Person zu identifizieren und eine Destination einzulesen und dass die Weginformationseinheiten dazu ausgebildet sind, die Person zu erfassen und nach Erfassung Informationen über den weiteren Weg der Person zur gewünschten Destination anzuzeigen.

In der Folge wird anhand von Beispielen die Anwendbarkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens erläutert.

Beispiel 1
Dieses Ausführungsbeispiel betrifft ein Parkhaus, in dem wie üblich bei der Einfahrt eine Parkkarte ausgegeben wird. Diese ist mit einem beschreibbaren RFID-Tag ausgestattet. In jeder Gruppe oder Reihe von Abstellplätzen ist eine Weginformationseinheit angeordnet, an der sich der Fahrer nach dem Abstellen des Fahrzeugs identifiziert, indem er die Parkkarte in den Erfassungsbereich der Weginformationseinheit bringt. Dadurch wird der RFID-Tag auf der Parkkarte mit den Standortdaten der Weginformationseinheit beschrieben und enthält dann alle erforderlichen Weginformationen, um von einer beliebigen Weginformationseinheit zum Standort der Weginformationseinheit beim Abstellplatz zu gelangen.

Bei der Abfahrt aus dem Parkhaus kann an allen Weginformationseinheiten der Weg zum abgestellten KFZ angezeigt werden, z.B. durch Richtungspfeil und Ausgabe von: "Ihr Wagen befindet sich in Parkhaus 2, Level 4, Reihe 12."

Es ist klar, dass die Kassa baulich mit einer Weginformationseinheit integriert sein kann.

Die einzelnen Weginformationseinheiten brauchen bei diesem Ausführungsbeispiel nicht vernetzt zu sein und außer ihrer eigenen Nummer keine Informationen speichern.

Beispiel 2

Bei diesem Ausführungsbeispiel besteht die Aufgabe darin, die Orientierung einer Vielzahl von Personen in einem Krankenhaus zu erleichtern. Bei diesen Personen kann es sich um Patienten handeln, die einen bestimmten Behandlungsraum aufsuchen möchten, unabhängig davon, ob diese Patienten stationär oder ambulant betreut sind. Weitere Personen deren Orientierung unterstützt werden soll, sind Angehörige, die Patienten besuchen wollen, aber auch weitere Personen, wie etwa Lieferanten, Pharma Vertreter und dergleichen.

Im Eingangsbereich des Krankenhauses stehen Identifikationseinheiten bereit, die einerseits eine biometrische Vermessung der Person vornehmen, indem beispielsweise Videobilder vom Gesicht angefertigt werden, und die andererseits automationsunterstützt Informationen über die gewünschte Destination bereitstellen. So kann beispielsweise über eine Tastatur der Name einer zu besuchenden Person eingegeben werden. Gegebenenfalls steht Hilfspersonal zur Verfügung, um bei der Bestimmung der gewünschten Destination zu helfen.

Es ist aber auch möglich, bei eventuellen Verständigungen von Angehörigen, diesen einen zweidimensionalen zur Verfügung zu stellen, indem dieser mit einem Telefax, e-mail oder dergleichen beigegeben wird. Der besondere Vorteil besteht darin, dass in diesem Fall keine weitere Manipulation erforderlich ist.

Nachdem die Destination festgelegt worden ist, wird eine anfängliche Information angezeigt, wie beispielsweise die Nummer des gewünschten Raumes und Angaben über die erste Wegstrecke. In weiterer Folge bewegt sich die Person auf die gewünschte Destination zu, wobei sie jedes Mal dann, wenn sie sich über den weiteren Weg nicht im Klaren ist, eine Weginformationseinheit über den weiteren Weg "befragen" kann. Diese Weginformationseinheiten sind über das gesamt Gebiet des Krankenhauses verteilt und insbesondere an Kreuzungspunkten und Abzweigungen aufgestellt. Sobald sich die Person im Erfassungsbereich einer Erkennungseinheit befindet, wird sie identifiziert und es wird über das Netzwerk eine entsprechende Anfrage an eine Zentraleinheit abgesetzt. In der Zentraleinheit ist die gewünschte Destination für diese Person gespeichert und es kann somit der weitere Weg berechnet und an die Weginformationseinheit zurückgegeben werden, die diese anzeigt. Der besondere Vorteil dieses Systems liegt darin, dass auch dann wenn die Person den vorgegebenen bzw. vorgeschlagenen Weg verlassen hat, stets korrekte Weginformationen angezeigt werden. Ein weiterer Vorteil liegt in der Tatsache, dass selbst dann, wenn in dem Zeitraum zwischen der Übermittlung der Identifikationsdaten (z.B. des 2D-Barcodes) und dem tatsächlichen Besuch der Person eine Verlegung der Zielperson stattgefunden hat, nach wie vor die korrekte Weginformation angezeigt werden kann. Dies wäre nicht der Fall, wenn der Person lediglich die Zieladresse, wie etwa die Zimmernummer, übermittelt wird.

Beispiel 3

Bei diesem Beispiel geht es darum, die Orientierung in einem Flughafen bzw. Flughafengelände zu erleichtern. Personen, die beispielsweise eine Flugreise antreten, erhalten mit ihrem Flugticket einen RFID-Tag, der beispielsweise ins Flugticket eingearbeitet ist. In gleicher Weise kann ein 2D-Barcode zu diesem Zweck verwendet werden, was den Vorteil hat, dass auch Flugtickets, die on-line gebucht und vom Passagier ausgedruckt worden sind, verwendbar sind.

Sobald die Person ihr Kraftfahrzeug in einem Parkhaus abgestellt hat, kann sie sich an einer in der Nähe befindlichen Weginformationseinheit melden, indem das Flugticket in den Erfassungsbereich einer Sende-Empfangseinheit gebracht wird. Dadurch kann an einer Zentraleinheit der Ort gespeichert werden, an dem Kraftfahrzeug abgestellt ist und die Person somit bei Bedarf wieder zu diesem zurückgeführt werden. In weiterer Folge wird die Person zunächst zum richtigen Eincheckschalter und danach zum richtigen Gate geführt, was insofern möglich ist, als die Zentraleinheit Zugriff auf die entsprechenden Daten hat. Ein weiterer besonderer Vorteil dieser Ausführungsvariante ist, dass die Weginformationseinheiten auch für die betreffende Person relevante Daten ausgeben können, wie etwa die aktuelle Verspätung des betreffenden Fluges und dergleichen.

Weitere Vorteile dieser Lösung bestehen darin, dass der Verbleib und ungefähre Aufenthaltsort von Personen, die einen bestimmten Flug gebucht haben, feststellbar ist, so dass die Entscheidung erleichtert wird, ob ein Flugzeug auf diese Person warten soll oder nicht. Auch die Suche nach bestimmten Personen, die sich auf ihrem Weg zum Zielort befinden, wird so erleichtert. Eine weitere Zusatzfunktionalität besteht darin, dass bestimmte Personen, deren Flug unmittelbar vor dem Ende der Boardingphase steht, beim Einchecken oder bei Sicherheitskontrollen speziellen Schaltern mit beschleunigter Abfertigung zugewiesen werden, um Verzögerungen zu vermeiden.

Wie oben ausgeführt, kann die Person nach Beendigung der Flugreise zum Abstellplatz ihres Kraftfahrzeuges geführt werden.

Beispiel 4

Dieses Ausführungsbeispiel betrifft die Navigation von Personen in Kaufhäusern, auf Messen und dergleichen. Anfänglich wird der Person ein RFID-Tag ausgehändigt und die Person kann eine oder mehrere Destinationen in einem entsprechenden Eingabegerät eingeben. Im Fall des Kaufhauses kann es sich dabei um eine Liste einzukaufender Waren handeln, im Fall einer Messe um eine Liste von aufzusuchenden Ausstellern. Die Weginformationseinheiten zeigen der Person dann einen Weg durch das Kaufhaus bzw. durch die Messe, um zu den betreffenden Regalen bzw. Messeständen zu gelangen. Bei Bedarf kann dabei von der Zentraleinheit eine Wegoptimierung durchgeführt werden, um die Gesamtwegstrecke zu minimieren.

Es ist aber auch möglich, dass die Person in einem elektronischen Katalog eine Einkaufsliste erstellt, ohne jedoch die Produkte verbindlich zu bestellen. Gemein- sam mit der Einkaufsliste kann die Person daheim einen zweidimensionalen Barcode ausdrucken, den das System erstellt, und sich damit beim tatsächlichen Besuch des Kaufhauses identifizieren.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 ein Flussdiagramm, das den Ablauf des Verfahrens der ersten Ausführungsvariante zeigt;

Fig. 2 ein Blockdiagramm einer ersten Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Fig. 3 ein Blockdiagramm einer weiteren Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

In dem Flussdiagramm von Fig. 1 wird das Verfahren in Schritt 100 begonnen, bei dem die Person in das Gebiet eintritt, das wie im obigen Beispiel 1 ein Krankenhaus ist. In Schritt 101 (INPUT B, D) wird in einem Rezeptionsbereich eine Identifikation der Person durchgeführt. Dabei werden biometrische Daten B der Person erfasst, beispielsweise durch Gesichtserkennungsverfahren. Weiters wird die gewünschte Destination D der Person eingegeben, d.h. ein bestimmtes Behandlungszimmer für eine Behandlung oder ein Krankenzimmer, in dem ein Besuch abgestattet werden soll. Die Eingabe kann durch die Person selbst erfolgen, indem diese an einem Terminal die erforderlichen Daten eingibt, wie etwa den Namen der zu besuchenden Person, oder durch Personal an einem Informationsschalter.

In Schritt 102 (CALC WO) wird eine erste Weginformation WO berechnet und in Schritt 103 (OUPUT WO) ausgegeben. Diese enthält allgemeine Informationen, wie etwa die Nummer des die Destination darstellenden Raums, und Informationen über die anfängliche Wegstrecke. Die Information kann verbal sein, wie etwa die Ausgabe: "Gehen Sie geradeaus zum Lift" oder nonverbal in Form von Pfeilen oder Piktogrammen.

Im nächsten Schritt 104 (MOVE n) bewegt sich die Person in dem Gebiet weiter, wobei es für das Verfahren unerheblich ist, ob die Person dabei den erhaltenen Informationen folgt, oder aus welchen Gründen auch immer davon abweicht. Sobald die Person das Bedürfnis nach weiterer Information hat, kann sie sich an der nächsten Weginformationseinheit identifizieren, indem sie beispielsweise in Erfassungsbereich der Gesichtserkennung eintritt. Somit werden in Schritt 105 (IN-PUT B) erneut die biometrischen Daten eingelesen, und in Schritt 106 (CALC Wn) wird die passende Weginformation für die n-te Wegstrecke vom gegenwärtigen Standpunkt aus berechnet. In Schritt 107 (OUTPUT Wn) diese Information ausgegeben. In Schritt 108 (DEST ?) wird entschieden, ob die gewünschte Destination erreicht ist, und wenn nicht, kehrt das Programm zu Schritt 104 zurück. Ist die gewünschte Destination erreicht, endet das Programm in Schritt 109.

Nach Erreichen der Destination D kann in einer in diesem Flussdiagramm nicht dargestellten Ausführungsvariante der Ausgang des Krankenhauses als neue Destination festgelegt werden, um die Person analog zum oben beschriebenen Verfahren zum Ausgang zu führen.

Fig. 2 zeigt in der Form eines Blockdiagramms die für das System erforderlichen Komponenten. Eine Zentraleinheit 10 besitzt eine Berechnungseinheit 11, einen ersten Speicher 12, einen zweiten Speicher 13 und einen dritten Speicher 14. Im ersten Speicher 12 sind die allgemeinen Information über das betreffende Gebiet, wie etwa die Topographie und andere für die Durchführung der Verfahrens relevante Informationen gespeichert. Im konkreten Beispiel sind das die einzelnen Räume des Krankenhauses, ihre Lage und die zur Verfügung stehenden Verkehrswege, wie Gänge, Treppen und Lifte. Darüber hinaus enthält der erste Speicher 12 Daten über den Aufenthaltsort aller Patienten und dgl.

Der zweite Speicher 13 enthält die in Schritt 101 eingelesenen Daten, also die biometrischen Daten B und die Daten D über die gewünschte Destination. Im optionalen dritten Speicher 14 wird Information über die bisherige Bewegung der Person gesammelt, um beispielsweise feststellen zu können, ob unzulässige oder unerwünschte Bewegungen vorliegen oder nicht und/oder um es der Person zu ermöglichen, zuvor aufgesuchte Orte wiederzufinden.

In der Berechnungseinheit 11 werden die erforderlichen Berechnungen durchgeführt.

Die Zentraleinheit 10 ist mit einer Mehrzahl von Weginformationseinheiten 20 verbunden, die jeweils aus einer Erkennungseinheit 21 und einer Anzeigeeinheit 22, beispielsweise in der Form eines Bildschirms bestehen. Weiters ist die Zentraleinheit 10 mit einer Identifikationseinheit 30 verbunden, die eine Vermessungseinheit 31, eine Anzeigeeinheit 32 und eine Eingabeeinheit 33 aufweist.

Es ist offensichtlich, dass in grundsätzlich analoger Weise unter Verwendung von RFID-Tags anstelle biometrischer Erfassung vorgegangen werden kann. Dabei können sehr einfache RFID-Tags verwendet werden, die auf Anforderung lediglich eine Identifikationsnummer ausgeben.

Die Ausführungsvariante von Fig. 3 zeigt ein Beispiel, bei dem die Identifikation der Person durch einen komplexeren RFID-Tag 40 erfolgt, der eine ersten Spei- eher 41, einen nicht flüchtigen Speicher 43 und eine Sende- Empfangseinheit 42 aufweist.

In Schritt 101 wird eine Kommunikation zwischen der Zentraleinheit 10, die hier mit einer Sende- Empfangseinheit 15 versehen ist, hergestellt, und es werden alle für die Navigation relevanten Daten in den ersten Speicher 41 eingelesen. Während der Navigation können an allen Weginformationseinheiten 20, die aufgesucht werden, Weginformationen abgerufen werden. Dies erfolgt dadurch, dass als Kommunikationsschnittstelle eine Sende- Empfangseinheit 24 der Weginformationseinheiten 20 Kontakt mit dem RFID-Tag 40 aufnimmt. Der RFID-Tag 40 übermittelt alle Daten an die Weginformationseinheit 20. In der Berechnungseinheit 23 wird berechnet, welche der empfangenen Daten auszugeben sind. Über die Anzeigeeinheit 22 werden die berechneten Weginformationen ausgegeben.

Es ist ersichtlich, dass in diesem Beispiel die Weginformationseinheiten 20 nicht vernetzt zu sein brauchen, was die Kosten entsprechend verringert.

Mit dem erfindungsgemäßen System ist es möglich, auf kostengünstige Weise individuell optimierte Informationen für eine Vielzahl von Personen in einem differenziert strukturierten Gebiet bereitzustellen.